22.11.2019 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik Seite 79-81 in Ausgabe 12/2019

Mapei: Ziel in Sichtweite

Die jährliche Presseveranstaltung, bei der das Unternehmen den Status quo erläutert sowie einen Ausblick auf das kommende Jahr gibt, fand in diesem Jahr in München statt.

Jedes Jahr eine andere Stadt. In diesem Jahr lud das Unternehmen nach München ein, wo bei etlichen Projekten Verlegewerkstoffe von Mapei zum Einsatz kamen. So unter anderem auch in der BayWa-Konzernzentrale, dem Steigenberger-Hotel (siehe auch Seite 88) und dem Paulaner am Nockherberg.

Mapei-Gruppe weltweit
Wie auch in den vergangenen Jahren informierten die Mapei-Verantwortlichen über das abgelaufene sowie das laufende Geschäftsjahr. Was die Mapei-Gruppe betrifft, so hat diese im Jahr 2018 einen Umsatz von über 2,5 Milliarden Euro erzielt. Dieses bedeutet für die letzten zehn Jahre ein jährliches Umsatzwachstum von 6,3 Prozent. Der Bereich Fußbodentechnik hat mit einem Wachstum von 3,6 Prozent zum erfreulichen Ergebnis beigetragen.
Die Unternehmensgruppe hat mittlerweile 83 Werke auf fünf Kontinenten und 89 Landesgesellschaften inklusive der italienischen Muttergesellschaft. Beschäftigt werden rund 10500 Mitarbeiter, die mehr als 5500 Produkte für die Bauindustrie herstellen.
Bei der Umsatzaufteilung 2018 nach Regionen hat Nordamerika mit 28,8 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Westeuropa mit 26,5 Prozent und Italien mit 22,7 Prozent. Erwähnenswert bleibt noch Osteuropa mit 10,6 Prozent, während sich alle anderen Länderregionen die restlichen rund 10 Prozent teilen.
2018 wurden insgesamt Investitionen in Höhe von 151,6 Mio. Euro getätigt, zum einen in Sachwerte, aber auch in den Ausbau der Mitarbeiterzahlen, wie Mapei-Deutschland-Geschäftsführer Dr. Uwe Gruber erklärt.

Strategische Ausrichtung
Mapei sieht sich, wie auch schon im letzten Jahr erwähnt, als Systemlieferant und wird das Geschäftsmodell der nachhaltigen bauchemischen Systemlösungen für alle Bauvorhaben in den nächsten Jahren weiter vorantreiben.
Die strategische Ausrichtung wird unter einer Marke erfolgen, mit spezialisierten Produktlinien und Systemlösungen für Handwerk und Industrie. Es wird keine Markenvielfalt, sondern Synergien in der Markenführung geben. Mapei versteht sich hier als Vollsortimenter mit Kernsortiment-Fokus für Handel und Verarbeiter – mit der Leistungsdichte vom Estrich über Grundierung, Parkettklebstoff bis zur Versiegelung und von Naturstein-Verlegesystemen bis zu einer Farbenvielfalt von Fugenmassen sowie verschiedenen Systemlösungen für den Bad- und Nassbereich.

Geschäftsjahr 2018 in Deutschland
Zu den Umsatzzahlen für 2018 wollte Gruber sich nicht im Einzelnen äußern.
Für das laufende Geschäftsjahr wird, nach einer vorsichtigen Umsatzhochrechnung, jedoch ein Umsatzvolumen von 100 Mio. Euro erreicht werden. In den letzten zehn Jahren hat Mapei Deutschland ein jährliches Wachstum von 8,1 Prozent erzielt und ist somit stärker gewachsen als die Mapei-Gruppe insgesamt.
Bei der Umsatzverteilung nach Sparten, die auch hier ohne Zahlen genannt wurden, ist der Bereich Keramik, Naturstein, Baustoffe der größte, gefolgt von den Sparten Fußbodentechnik, Roofing (Dachbereich) und Admixtures (Zusatzmittel).
Für die kommenden Jahre ist, wie bereits auch schon vor drei Jahren angekündigt, ein Umsatzziel von 150 Mio. Euro vorgesehen, wobei der Zeitraum zur Erreichung des Ziels nicht näher konkretisiert wird.

»Best Project Award« der Dritte
Nach dem Start der Aktion »Best Project Award« im Jahr 2017 initiierte die Mapei GmbH in diesem Jahr bereits die dritte Auflage des Wettbewerbs. Gesucht wurden wieder Vorzeigeprojekte für gelungene bauliche Lösungen und innovative Ideen mit Mapei-Systemprodukten. Insgesamt 46 Referenzen wurden auf der »Best Project Award«-Website von Kunden in den fünf Kategorien Keramik und Naturstein, Fußboden und Parkett, Baustoffe, Industriefußböden sowie Beton angemeldet, um begutachtet und bewertet zu werden.
Die Mapei-Jury nominierte 40 der eingereichten Projekte für die Mapei-Facebook-Aktion. Hier galt es für die Nominierten, möglichst viele Sympathiepunkte zu sammeln und »Likes« zu generieren, um schließlich als einer der zwölf Gewinner aus der Nominierung hervorzugehen. 2019 teilen sich die zwölf Wettbewerbs-Trophäen auf die Kategorien Keramik und Naturstein sowie Fußbodentechnik und Parkett auf. Die Gewinner-Projekte werden unter anderem von einem Objektfotografen professionell in Szene gesetzt, um als Monatsmotive des Mapei-Jahreskalenders durchs Jahr 2020 zu begleiten.

Mapei-»Academy« 2020
Für 2020 kündigt die Mapei GmbH wieder interessante Schulungsthemen in den Bereichen Fußbodentechnik, Keramik sowie Baustoffe an. Die Schulungen und Seminare sind interessant für Händler, Verarbeiter, Planer und Sachverständige in Deutschland. Zielgruppen- und praxisorientiert werden die Profis auf den neuesten Stand des Wissens gebracht.
Problemstellungen zu aktuellen Branchenthemen werden dabei gezielt in den Fokus gerückt, passende Lösungen aufgezeigt und in der Anwendung umgesetzt.
Bodenprofis erfahren beispielsweise im Bereich Fußbodentechnik, wie mit kritischen Untergründen professionell umzugehen ist und welche Maßstäbe bei einer nachhaltigen und präzisen Parkettverlegung angelegt werden. Außerdem können sie neue kreative Möglichkeiten der Bodengestaltung sowie moderne Sonderlösungen für sich entdecken.
Alle Seminare und Kurse werden von erfahrenen technischen Mitarbeitern der Mapei GmbH durchgeführt. Ihre Inhalte werden in praktischen Vorführungen, audiovisuellen Schulungen und mittels umfassender technischer Unterlagen vermittelt. Je nach Bedarf werden die Schulungen im Mapei-Schulungszentrum in Kleinwallstadt oder direkt vor Ort beim Handelspartner oder Handwerksbetrieb durchgeführt.

Sabine Langanke

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