30.08.2016 | Wand / Fassade Seite 109 in Ausgabe 9/2016

Marburger Tapetenfabrik: Zaha-Hadid-Kollek­tion kommt zur »Heimtextil 2017«

Die Marburger Tapeten­fabrik wird zur »Heimtextil 2017« eine Kollektion mit Entwürfen der im März verstorbenen Star-Architektin Zaha Hadid auf den Markt bringen. Das hat Ullrich Eitel, geschäftsführender Gesellschafter und Inhaber des traditionsreichen Familienunternehmens, jetzt mit­geteilt. »Wir waren sehr ­betroffen von Hadids plötz­lichem Tod«, sagt Eitel. »Gleichzeitig sind wir stolz, der Welt mit ihrer Tapetenkollektion ein Vermächtnis hinterlassen zu können.«

Die Architektin selbst habe die Entwürfe, die die Basis für die Kollektion bilden, noch Anfang dieses Jahres freigegeben. Das Tapetenbuch trage eindeutig ihre Handschrift. Highlight der Kollektion im wahren Wortsinn werden leuchtende Deko­elemente in einer für Hadid typischen dynamischen Formensprache sein – eine Innovation aus dem Hause Marburg. Hinzu kommen vier bis fünf große Digital­drucke, die mit überbreiten Tapeten kombiniert werden können. Wie auch schon bei ihrer ersten Kollektion in Zusammenarbeit mit der Marburger Tapetenfabrik werden die Designs durch expressive organische Formen geprägt. »Das Ziel ist, mit den Digitaldrucken sehr große Wände gestalten zu können«, sagt Dieter Langer, Designchef des hessischen Unternehmens, der seit dem Tod Zaha Hadids in engem Kontakt mit Patrick Schumacher – seit 2002 Teilhaber des Büros »Zaha Hadid Architects« – steht.

Zaha Hadid war eine der ­bekanntesten und ange­sehensten Persönlichkeiten der internationalen Architektur- und Designszene. Unter anderem ist sie mit dem Pritzker-Preis, der weltweit höchsten Auszeichnung für Architekten, geehrt worden.

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