Nachhaltigkeit bei Gerflor
Als Hersteller von elastischen Bodenbelägen legt Gerflor größten Wert auf Umweltqualität und setzt sich konsequent sowie umfassend für die Nachhaltigkeit aller Geschäftsprozesse ein.
Als einer der weltweit führenden Hersteller von elastischen Bodenbelägen setzt Gerflor sowohl bei der Produktentwicklung und Materialzusammensetzung als auch bei der Anlagen- und Verfahrenstechnik der Gerflor-Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich und weltweit auf Umweltqualität. Das Unternehmen setzt sich konsequent und umfassend für die Nachhaltigkeit aller Geschäftsprozesse ein.
Umweltfreundliches Produktportfolio
Ob Vinyl- bzw. LVT- oder Linoleum-Bodenlösungen: Alle Produkte im aktuellen Gerflor-Portfolio sind ausschließlich mit hochwertigen Materialien hergestellt, daher sehr strapazierfähig und auf eine lange Nutzungsdauer ausgelegt – aktuell liegt diese durchschnittlich bei 25 Jahren. Aufgrund patentierter Oberflächenvergütungen lassen sich die Bodenbeläge leicht und kosteneffizient mit wenig Wasser sowie geringem Einsatz chemischer Mittel reinigen.
Vor allem der »Klassiker« Linoleum überzeugt durch eine hohe Umweltfreundlichkeit. Die DLW-Linoleumbeläge bestehen zu 98 Prozent aus natürlichen und mineralischen Rohstoffen, 76 Prozent davon sind schnell nachwachsend. Der zeitgemäße und in Deutschland hergestellte Bodenbelag ist mit dem Umweltsiegel »Blauer Engel« ausgezeichnet.
Auch die Vinyl-Bodenlösungen von Gerflor werden so umweltverträglich wie möglich produziert. Da sich der Werkstoff bei niedrigen Temperaturen verarbeiten lässt, ist der Energieaufwand für die Herstellung im Vergleich zu anderen Materialien wie Metall, Glas und Keramik relativ gering. Zudem bestehen PVC-Bodenbeläge zu einem großen Teil aus nahezu unendlich verfügbaren Ressourcen wie Natriumchlorid (Kochsalz) und dem weltweit sehr verbreiteten Mineralgestein Calciumcarbonat. Der Erdölanteil ist im Vergleich zu anderen Produkten sehr gering.
Geschlossener Wertstoffkreislauf
Bezogen auf die Schonung der Ressourcen überzeugen Gerflor-Bodenbeläge ebenfalls. Viele Bodenbeläge bestehen schon heute zu einem sehr hohen Anteil aus Recyclingmaterial – bei den hoch strapazierfähigen GTI-Fliesen sind es beispielsweise 80 Prozent. Darüber hinaus hat das Unternehmen als Mitglied von VinylPlus Deutschland e.V. (ehemals Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt e.V.) bereits vor vielen Jahren ein deutschlandweit funktionierendes Recycling- und Wiederverwertungssystem etabliert. Bei Gerflor werden nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft bis zu 100 Prozent der anfallenden Produktionsabfälle und der Verschnittreste aus der Verlegung recycelt – teils in unternehmenseigenen Recyclingcentern direkt an den jeweiligen Produktionsstandorten. So hat Gerflor allein im Jahr 2020 über 50000 Tonnen Recyclingmaterial eingesammelt, verarbeitet und wieder der Produktion zugeführt.
Lebenszyklusbetrachtung nach dem »Cradle to Cradle«-Ansatz
Auf dem Weg in eine konsequente Kreislaufwirtschaft hat Gerflor kürzlich den nächsten Schritt gemacht. Ein großer Teil der neuen Produkte wird nach den strengen Kriterien des zukunftsweisenden »Cradle to Cradle«-Prinzips einer umfangreichen Lebenszyklusanalyse unterzogen und stetig optimiert. Konkret bedeutet das: Bei Gerflor steht nicht nur die Erstverwendung des Bodenbelags im Fokus. Auch die Trennung und Wiederverwertung der in den Produkten enthaltenen Rohstoffe nach dem Gebrauch wird schon bei der Entwicklung mit berücksichtigt. Bodenbeläge von Gerflor werden daher grundsätzlich so konzipiert, dass sie bestmöglich recycelt werden können. Giftige oder umweltgefährdende Stoffe sind für das Produktdesign ausgeschlossen.
Zukunftsgerechte Produktionsanlagen
Ein weiterer wesentlicher Baustein in diesem Zusammenhang ist die Produktion. Auch hier setzt Gerflor auf hohe Standards in Bezug auf Qualität und Nachhaltigkeit. Alle Produktionsstätten sind nach den strengen Anforderungen der Normen ISO 9001 (Qualität), ISO 14001 (Umweltmanagement) sowie ISO 50001 (Energiemanagement) zertifiziert. Im Sinne einer zukunftsgerechten Produktherstellung investiert das Unternehmen zudem kontinuierlich in die Technologie der Werke in Deutschland und Europa. So wird beispielsweise der Standort in Troisdorf bereits heute mit 100 Prozent Ökostrom versorgt, während alle Produktionsstätten in Frankreich mit Energie aus Wasserkraft betrieben werden. Darüber hinaus konnte der Wasserverbrauch allein in den französischen Werken in den vergangenen 20 Jahren um insgesamt 85 Prozent reduziert werden. Und auch die Emissionen bzw. Abgase sowie Lärmbelastungen wurden durch kontinuierliche Optimierungsprozesse an den jeweiligen Standorten sukzessive deutlich reduziert.
Mit dem neuen LVT-Werk in Frankreich betreibt Gerflor nicht zuletzt eine der weltweit fortschrittlichsten Anlagen in puncto Umweltschutz. Neben dem integrierten Recyclingcenter verfügt der Standort über einen patentierten »All-in-One Fertigungsprozess«. Dieser nutzt die Schwerkraft, um die einzelnen Bestandteile der Bodenbeläge effizient und wirtschaftlich zusammenzuführen. Der sich daran anschließende Produktionsprozess lässt in einem einzigen Arbeitsgang einen fertig verpackten und palettierten LVT-Boden entstehen. Da ein sonst übliches erneutes Erhitzen des Materials nicht notwendig ist, wird das thermoplastische Material geschont – zugleich wird nachhaltig Energie eingespart. Dank dieser neuartigen Technologie emittiert die Anlage im Vergleich zu Standard-LVT-Produktionen zehnmal weniger CO₂. Generell hat Gerflor seinen CO₂-Fußabdruck in den vergangenen Jahren bereits um 16 Prozent senken können. Das Ziel ist eine Reduzierung um weitere 20 Prozent bis zum Jahr 2025.
Erstklassige Wohngesundheit
Nicht zuletzt spielen die spezifische Produktzusammensetzung sowie die verwendeten Materialien auch hinsichtlich der Raumluftqualität und Wohngesundheit eine wichtige Rolle. Daher verwendet Gerflor ausschließlich 100 Prozent REACH-konforme Bestandteile. Die Bodenbeläge sind absolut emissionsarm, frei von Formaldehyden, Schwermetallen, Lösungsmitteln und hormonaktiven Substanzen. Die in einem Vinyl-Bodenbelag zugesetzten Weichmacher erfüllen die strengen EU-Auflagen und gefährden somit weder die menschliche Gesundheit noch die Umwelt. Das im Bodenbelag fest gebundene Chlor ist absolut harmlos.


