Netzwerk Boden bei Hospiz-Projekt im Einsatz
Mehrere Firmen der Leistungsgemeinschaft Netzwerk Boden unterstützten tatkräftig das Projekt.
Im April 2019 wurde das neue Hospiz Wanderlicht eröffnet – die einzige stationäre Palliativeinrichtung dieser Art im Kreis Cloppenburg. Bauherr ist die 2015 gegründete Kleebaum-Stiftung. Inzwischen sind 23 Mitarbeiter im Hospiz tätig. Zustandegekommen ist das Projekt dank der beispielhaften Unterstützung einer ganzen Region, wie Bürgermeister, Landrat und Stiftungsleitung zum Start einhellig bekundeten.
Unter den zahlreichen Helfern und Unterstützern waren gleich mehrere Firmen der Leistungsgemeinschaft Netzwerk Boden, die in einem intensiven mehrtägigen Einsatz die Bodenbeläge in der Einrichtung professionell verlegten, Malerarbeiten ausführten und auch das passende Material spendeten. Dank Initiator Frank Wessendorf von Wessendorf Systembeschichtungen aus Emstek kam eine Spende in Höhe von insgesamt rund 6700 Euro zustande.
Im neuen Hospizbau strahlen Zimmer, Küche, Außenanlagen, Eingangs- und Gemeinschaftsbereich mit Kamin eine warme und wohltuende Atmosphäre aus. »Dies ist wichtig, denn gerade die letzten Tage und Wochen sollen sterbenskranke Menschen in einem möglichst angenehmen Umfeld verbringen«, so Beat Ludin, Geschäftsführer von Netzwerk Boden. In den Zimmern dominieren Farben aus der Natur und lebendige, warme Materialien wie Holz. In Gängen, Aufenthaltsbereichen, Zimmern und Bädern kamen LVT-Planken in Holzoptik zum Einsatz, in anderen Bereichen Teppichfliesen.
Aktive Mitglieder von Netzwerk Boden
Die Planung, Koordination und maßgebliche Umsetzung dieser gemeinsamen Charity-Aktion hatte Frank Wessendorf übernommen. Die Bodenbeläge wurden von den Firmen Beissel Fußbodentechnik aus Aachen, Teppich Schmitz aus Köln, Böhmler aus München und Neuberger aus Taufkirchen verlegt. Ein Materialkostenzuschuss in Höhe von 1000 Euro kam von Uzin Utz aus Ulm. Wessendorf Systembeschichtungen spendete 2000 Euro. Die Summe kam anlässlich einer Bilderaktion des Unternehmens zur Inbetriebnahme einer neuen Roboterlackieranlage zusammen. Der Wert der Verlegeleistung der Mitarbeiter der Netzwerk-Boden-Firmen betrug 3706,65 Euro, sodass in der Summe ein Scheck von 6706,65 Euro übergeben werden konnte. Auch bei den Malerarbeiten brachte sich die Firma Wessendorf Systembeschichtungen aktiv ein, damit das Hospiz pünktlich eröffnen konnte.
Ort der Zuwendung und Begegnung
Im Hospiznamen Wanderlicht steht »Wander« für »Wanderschaft« und beschreibt die verschiedenen Lebensphasen – besonders die des Abschiednehmens. »Licht« steht für Orientierung und symbolisiert Wärme, Nähe und Geborgenheit.
Geplant hat das 1200 m² große Gebäude die Architektin Andrea Geister-Herbolzheimer aus Oldenburg. Innenarchitektin Andrea Niedenhof gestaltete die Innenräume mit viel Liebe
zum Detail und einem besonderen Augenmerk auf der Lichtplanung. Es entstand kein Bau von der Stange, sondern ein Unikat, das das Leben im geschützten Raum ermöglicht. Ein heller und offener Eingangsbereich, bunte Akzente bei Möbeln, Teppichboden und Leuchten sowie indirekte Lichtquellen sorgen für ein positives Raumempfinden. Insgesamt gibt es zehn Zimmer und zwei Gästezimmer. Jedes verfügt über ein Bad, eine eigene Terrasse und einen Zugang zum Garten sowie genügend Platz für eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige und Freunde. ω
Ein Garten für alle Sinne soll ebenfalls Wanderschaft in jeder Hinsicht ermöglichen. Die Aufenthaltskosten im Hospiz werden durch Zuschüsse der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen sowie durch Spenden getragen. Für Hospizgäste und Angehörige ist der Aufenthalt grundsätzlich kostenlos.
Spenden für den Hospizbau
Neben der Unterstützung von Netzwerk Boden zum Bau gab es zahlreiche weitere Spenden, beispielsweise der Deutschen Fernsehlotterie, der Hospizstiftung für den Landkreis Cloppenburg, der NDR-Benefizaktion »Hand in Hand für Norddeutschland«, der Weihnachtsaktionen der Münsterländischen Tageszeitung sowie Zustiftungen der Stadt und des Landkreises Cloppenburg.
»Wir freuen uns sehr, zur gelungenen Innenraumgestaltung beigetragen zu haben«, erklärt Norbert Rennert, Geschäftsführer der Firma Beissel aus Aachen. »Und besonders schön war es, dass so viele Partnerfirmen von Netzwerk Boden mitgemacht haben«, ergänzt Geschäftsführerin Regina Hebbeln-Röttjer. »Vom Objekteur über die Fußbodentechnik bis zum Bodenbelags- und Klebstofflieferanten war alles rund um den Boden dabei. Mit dieser starken Aktion haben wir gezeigt, wie gut die Zusammenarbeit im Netzwerk funktioniert und dass die Gemeinschaft der Bodenspezialisten ihre Kompetenzen effektiv bündelt – gerade auch für den guten Zweck.«


