Object Carpet: Jung geblieben
»Für uns bedeutet das Motto ›Forever Young‹, uns immer wieder neu zu erfinden, ständig über uns hinauszuwachsen und stets die Zukunft im Blick zu haben. Es ist fester Bestandteil unserer Object-Carpet-DNA und des 50-jährigen Erfolgs des Unternehmens«, erklärte Daniel Butz, Geschäftsführender Gesellschafter Object Carpet, in der »Gläsernen Manufaktur« in Krefeld. Unter dem gleichen Motto wurde dort Mitte September das 50-jährige Bestehen des Textilbodenherstellers mit zahlreichen geladenen Gästen gefeiert.
Mit der Gründung von Object Carpet im Jahr 1972 bediente Textilingenieur Roland Butz eine bis dato vernachlässigte Nische: Er spezialisierte das Unternehmen auf die Fertigung von Teppichböden für den Objektbereich, die insbesondere den speziellen Anforderungen von Hotels und Büros standhielten und in puncto Farbdesigns neue Wege aufzeigten. Dabei verknüpfte er Alltagstauglichkeit mit Ästhetik und setzte die Kreationen durch künstlerische Produktfotografie in Szene. Bekanntheit erhielten die Teppiche, indem sie den Größen der Zeit eine Bühne boten. In den 1980er Jahren posierten darauf namhafte Prominente: Zu den Auserwählten gehörten nationale Stars wie Wolfgang Joop, Claudia Schiffer oder Henry Maske sowie internationale Künstler und Persönlichkeiten wie Barry White, Julian Schnabel, Louise Bourgeois, Azzedine Alaïa, Hells Angels, die Scorpions oder Calvin Klein. Abgelichtet wurden diese von weltweit bekannten Fotografen wie Helmut Newton, Michel Comte und Jean-Baptiste Mondino.
Damit die Teppiche auch grundsätzliche innenarchitektonische Anforderungen erfüllen, trat Roland Butz von Anfang an in einen engen Austausch mit Designern und Architekten. Er erkannte, dass erst der Bezug der Teppichböden zu Innenarchitektur und Gestaltungsgrundsätzen den Räumlichkeiten eine Identität verlieh.
Generationenübergreifender Austausch
An dieses Prinzip knüpfte auch sein Sohn und späterer CEO-Nachfolger Daniel Butz an: Im Jahr 2006 ließ er Nachwuchsarchitekten im Rahmen einer Roadshow in einem Fotoprojekt abbilden, das deren Lebensläufe in den Mittelpunkt stellte. Dabei übernahm jeder Architekt die Patenschaft für seinen Lieblingsteppich. 2018 kam dann eine Patenschaft für Nachwuchsarchitekten hinzu, die im Dialog eine architektonische Stegreifaufgabe lösten. Zu diesem Anlass stellte Object Carpet mittels Archivfotos eine Verbindung zwischen dem jungen Ich der Architekten und ihrem heutigen Werk her.
Auch bei der Feier des runden Geburtstags stand der generationenübergreifende Austausch unter dem Motto »Forever Young« im Mittelpunkt. Denn durch die aktive Einbeziehung junger Akteure und frischer Ideen möchte der Textilbodenhersteller auch weiterhin die Zukunft der Raumgestaltung mitgestalten.
In die Zukunft investieren
Ebenso wie die Gesinnung des Premium-Teppichherstellers bis heute nicht gealtert ist, weisen auch die verwendeten Materialien keine Spuren der Verjährung auf. Im Einklang mit dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft bzw. dem Ansatz »Zero waste – endless life« folgend, hat Object Carpet in Kooperation mit »Niaga« jüngst den ersten vollständig recycelbaren Teppichboden entwickelt, der im kommenden Januar auf den Markt kommen wird. Aus dem Mono-Material Polyester gefertigt, lebt der neue Teppichboden ohne Qualitätsverlust in unendlich vielen Lebenszyklen weiter. Die Maxime »Forever Young« gründet hier auf der Wahrnehmung von Rohstoffen nicht als Abfall, sondern als wertvolles Gut aus sauberen, zirkulären Materialien, welches die Grundlage für zukünftige Produkte sein wird. Einen Eindruck vom neuen Produkt konnten sich die Gäste auf der »Forever Young«-Jahrestagsfeier machen und gleichzeitig die nachhaltige »gläserne Produktion« begutachten. »Uns geht es darum, Nachhaltigkeit und Zirkularität in der Teppichbodenbranche voranzutreiben«, erklärt Daniel Butz. »Wir sind davon überzeugt, dass die neue Technologie, die wir mit ›Niaga‹ entwickelt haben, der richtige Weg für die Umwelt und die nachfolgenden Generationen ist.« Dafür ist Object Carpet bereit, sein Wissen zu teilen. Das Unternehmen lädt sogar seine Wettbewerber aktiv ein, von dem System zu profitieren. Denn für Object Carpet steht nicht der eigene Vorteil im Vordergrund, sondern die Pflicht, als Unternehmen langfristig zu denken und zu handeln. Die Rückgabe der Produkte ist der Schlüssel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft und saubere Umwelt. »Nur wenn viele das ›Niaga‹-System anwenden, sind alle Recycler auch an der Rücknahme interessiert«, sagt Lars Engelke, Object-Carpet-Geschäftsführer für Produktion und Entwicklung. Deshalb arbeitet der Hersteller mit Hochdruck daran, branchenübergreifend ein Return-System für die Werkstoffströme zu etablieren. Ein großes Ziel – aber nur so könne die Klimawende gelingen.
Daher hat Object Carpet mit dem TFI – Institut für Bodensysteme an der RWTH Aachen den »Produktpass Nachhaltigkeit« für mehr Transparenz entwickelt. Er stellt verschiedene Produkte und Zertifikate einander gegenüber und erleichtert die Wahl eines wirklich nachhaltigen Bodenbelags.
Derweil soll die Investition des Unternehmens in die Zukunft sowie in nachfolgende Generationen weitergehen: »Seit unserer Fusion mit Toucan-T in 2021 agieren wir gemeinsam unter der Marke ›Object Carpet‹ am Markt. Durch die Bündelung der Kompetenzen aus beiden Unternehmen werden wir bei den Themen Design, Nachhaltigkeit und Gesundheit eine Vorreiterrolle im Bereich Architektur übernehmen«, erklärte Daniel Butz den Gästen selbstbewusst. »Unser Ziel ist es, den Markt zu verändern und ein Vorbild für nachhaltige und gesunde Design-Teppichböden zu sein – getreu dem Motto ›The best carpet in the world‹.«
Sabine Langanke


