Object Carpet – mit Blick in die Zukunft
Im »Object Campus – City of Visions« werden zukunftsweisende Formen der Zusammenarbeit gelebt: mit moderner Architektur, Nachhaltigkeit und ganz viel Networking.
In Denkendorf bei Stuttgart ist ein modernes, lichtdurchflutetes Bürogebäude entstanden, in dem sich fortan Experten und Firmen austauschen können und Wissen vermittelt wird – ein »Open House« mit Showroom, Akademie, flexiblen Working-Spaces und Meeting-Places. Herzstück bildet das Restaurant in Verbindung mit einem Co-Working-Café. Zwei weitere Gebäude sollen das Konzept zur »City of Visions« künftig weiter wachsen lassen.
Hohe Ansprüche an den Neubau
Mit lebhaften Schwarz-Weiß-Kontrasten empfängt das Treppenhaus Besucher und Mitarbeiter. Raumhoch verglaste Arbeitsräume bieten einen weiten Blick über das Areal und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.
Für seine Designkompetenz ist das von Roland Butz vor 48 Jahren gegründete Unternehmen nicht nur mit hochdotierten Auszeichnungen wie dem »Red Dot« und »German Design Award« geehrt, sondern auch vom Unternehmensberater Ernst & Young zu den »Top 50 deutschen Luxusunternehmen« gekürt worden. Die hohen Ansprüche an Qualität, Gesundheit und Ökologie, die den Produkten von Object Carpet zugrunde liegen, wurden auch an den Neubau gestellt.
Nur wenige klassische Einzelbüros und Besprechungsräume finden sich unter den bis zu 3,20 m hohen Decken. Stattdessen gibt es »Open Space«- und »New Work«-Arbeitsplätze sowie Kommunikations- und Rückzugsbereiche. Flure sind als offene Bereiche konzipiert und geben den Mitarbeitern, abgeschirmt von großen Grünpflanzen und Alkoven-Sofas, Gelegenheit zum Gespräch oder zur kurzen Auszeit. Gestaltet sind die Kommunikationsräume nach Themenwelten wie »-Jungle« oder »Aquarium«. Dieser in inspirierenden und zugleich klaren Blautönen gestaltete Bereich kann für Präsentationen, Pausen, mobiles Arbeiten und Netzwerken genutzt werden. Kommunikation und Kooperation stehen bei der Gestaltung der Büroräume im Mittelpunkt.
Da Arbeitsweisen und Platzbedarf ständig im Wandel sind, sollten sie sich den jeweiligen Ansprüchen anpassen und so eine Office-Wohlfühllandschaft bilden.
Kreatives Arbeiten
Im Showroom können die textilen Bodenbeläge von Object Carpet sowie ganzheitliche Planungen und Konzepte dank VR-Technik und 3-D-Brillen in virtuellen Räumen und Gebäuden betrachtet werden. Dabei sind die vielfältigen Designs, Farbstellungen und Qualitäten natürlich auch haptisch zu erleben. »Es ist ein Ort, wo komplette konzeptionelle Ausarbeitungen stattfinden und entwickelt werden können. Es besteht beispielsweise die Möglichkeit, die Akademie als Ausstellungsraum zu nutzen, eine Besprechung zu machen und im Showroom die eigenen Konzepte zu gestalten«, erklärt Daniel Butz, Geschäftsführer Object Carpet.
Zurzeit ist eine Material- und Produkt-Bibliothek im Aufbau. »Wir kooperieren hier mit Raumprobe, die für uns die Material-Bibliothek pflegt und erstellt, damit wir immer neue und trendige Materialien hier am Standort haben. Wir wollen dem Architekten alles zur Verfügung stellen, was er für sein konzeptionelles Arbeiten benötigt, angefangen vom Dreikant bis hin zum Pantone-Fächer. Die Materialien sind alle mit einem QR-Code versehen, damit der Architekt und Planer die Informationen direkt abrufen bzw. bestellen kann. Wir wollen hier weg vom Produkt-Denken und hin zum Konzept-Denken«, so Butz weiter.
»Auch sind alle Teppich-Muster im Showroom mit einem NFC-Chip ausgestattet. Wenn das Muster auf den Konfigurator gelegt wird, erkennt das System das Produkt und man erhält auf dem Bildschirm eine vorausgewählte Raumsituation wie beispielsweise Büro, Hotel usw.«, sagt Marketingleiter Martin Böhringer.
Die Akademie von Object Carpet besteht aus drei Säulen: interne Schulungen, Kundenveranstaltungen und externe Vermietung. Auch hier soll künftig interdisziplinäres Arbeiten und das Vernetzen im Fokus stehen.
Als Forum für Ideen können die Räumlichkeiten der Akademie von firmenfremden Unternehmen zu Weiterbildungszwecken, Workshops oder Pressekonferenzen gebucht werden. Zur Verfügung steht ein modern ausgestattetes Auditorium mit Platz für ca. 100 Personen sowie ein multifunktionaler und flexibler Konferenzraum. Da die Akademie räumlich direkt an das Restaurant »La Visione« angeschlossen ist, ist sie auch perfekt zu bewirten.
»La Visione« – ein Restaurant mit besonderem Flair
»Dieses Restaurant ist das Herzstück des Campus. Es ist nicht dazu gedacht, Wissen zu vermitteln, sondern interdisziplinäres Arbeiten zu ermöglichen«, sagt Butz. Das Restaurant, das nach Ideen des renommierten Architekten Peter Ippolito gestaltet wurde, steht sowohl allen Mietern des Hauses sowie der Allgemeinheit zur Verfügung. Es ist nicht nur ein Restaurant, sondern der wichtigste Platz des Campus für Begegnungen sowie für das Netzwerken.
Das Restaurant ist aufgeteilt in drei Abschnitte: die Lounge, den Essbereich und die Vinothek. Es ist als Co-Working-Café und Mitarbeitertreff das Herz des Campus. Die durch eine Glasscheibe abgetrennte Küche ist die visuelle Verbindung zum Koch. Küchenchef Daniele Ciccarone bereitet dort italienisch inspirierte Speisen zu, verfeinert mit schwäbischer Finesse.
Die Räumlichkeiten des »La Visione« vereinen Gegensätze im Design, in der Möblierung, im Spiel der Farben und beim Mix der Stoffe. Die behagliche Lebendigkeit italienischer Trattorien werden hier interpretiert durch Bodenbeläge von Object Carpet und Wandcollagen aus Tischtüchern, Schürzen und Küchenutensilien.
Nachhaltiges Bauen
Im ganzen Haus sorgen schallabsorbierende und staubbindende Teppiche von Object Carpet für ein gesundes Raumklima. Das gesamte Gebäude ist zudem nachhaltig und nahezu energieautark konzipiert. Über Geothermie und Photovoltaik wird das Gebäude in Verbindung mit Bauteilaktivierung sowie mechanischer Be- und Entlüftung nachhaltig und kostengünstig beheizt und gekühlt. Bei sonnigem Wetter versorgt die Photovoltaik-Anlage nicht nur das Gebäude mit Energie, sondern tankt auch die E-Autos und E-Bikes der Mitarbeiter auf. Das Gebäude weist den KfW-Effizienzhausstandard 55 aus und wird damit die Platin-Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen erreichen.
Die Möblierung ist zertifiziert und zu 90 Prozent regional aus Baden-Württemberg, ferner sind alle Arbeitsplätze gesundheitsschonend ausgestattet. Die Beleuchtung wird automatisch, je nach Tageslicht, gesteuert, und spezielle Pflanzen reinigen in den Büroräumen die Luft. Sogar die Online-Suchmaschine »Ecosia«, mit der bei Object Carpet gearbeitet wird, ist eine Purpose GmbH, die Bäume pflanzt.
Vor dem Gebäude wird eine Blumenwiese erblühen, die Bienenvölkern auf dem Dach Nahrung bietet und den Mitarbeitern Freude macht. »Uns ist wichtig, dass sich hier alle wohlfühlen und motiviert und kreativ bei der Sache sind, kurzum: die Work-Life-Balance soll stimmen«, erklärt Böhringer. Ruhezonen ergänzen das »New Work«-Konzept und machen den »Object Campus« zu einem Ort, an dem man sich gern aufhält und arbeitet.
Zusammenschluss der beiden Schwestern Object Carpet und Toucan-T
Ab März 2021 gibt es eine neue, gemeinsame Gesellschaft, in der die Produkte und Kollektionen der Schwesterfirma Toucan-T mit Sitz in Krefeld in die Marke »Object Carpet« einfließen. »Unsere Vision ist es, unseren Markt nachhaltig zu verändern. Damit bauen wir unsere Führungsrolle für nachhaltige, gesunde Designteppichböden mit einem 360-Grad-Kundenservice unter dem Motto ›The best Carpet in the World‹ weiter aus. Wir wollen unsere Stärken stärken, jeder wird sich auf seine Kernkompetenzen konzentrieren«, erklärt Butz und geht damit konsequent den Weg der Expansion weiter. »Wir werden in den nächsten Jahren viele Investitionen tätigen und uns damit noch stärker als bisher für den grünen Weg, perfekten Kundenservice sowie effiziente Prozesse und moderne Logistik einsetzen.«
Arbeiten heute beide Unternehmen weitgehend parallel an ihren Produkten, Projekten und Prozessen, wird dies ab März gemeinsam geschehen. Die Kräfte werden gebündelt und aufeinander abgestimmt. »Aufgrund der Strahlkraft, der Bekanntheit und dem Standing der Marke haben wir uns entschieden, zukünftig alleinstellig mit der Marke ›Object Carpet‹ unterwegs zu sein«, so Böhringer. In den ersten drei Monaten werden die Kollektionen beider Firmen unter einem Dach, aber zunächst noch parallel vertrieben. Im Sommer 2021 fließt dann das Beste aus beiden Welten in eine gemeinsame Kollektion ein, die ausschließlich unter der Marke »Object Carpet« vermarktet wird.
Geschäftsführungs-Team
Umfangreiche Änderungen spiegeln sich auch in der Struktur der Geschäftsführung wider. Die neue Leitungsebene im Management setzt sich zusammen aus Daniel Butz, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing, Oliver Loskant, Geschäftsführer Inhouse Consulting, Lars Engelke, Geschäftsführer Produkt und Produktion, und Marc Kaminski, Geschäftsführer Unterstützende Funktionen (Einkauf, IT, Finanzen).
So wird gewährleistet, dass alle Bereiche auf Augenhöhe wachsen und eine optimale interne und externe Kommunikation stattfinden kann.
Projekte
Object Carpet wird das Thema Rugs noch einmal deutlich ausbauen und sich hier digitaler aufstellen, um weiter zu wachsen.
In Krefeld wird, wie bereits am Standort in Denkendorf, eine Akademie und ein Showroom bzw. ein »Creative Space« mit dem Thema »gläserne Manufaktur« aufgebaut. Auch hier steht Wissensvermittlung und Weiterbildung im Vordergrund. Es sollen Möglichkeiten geschaffen werden, um nicht nur ein Produkt auszusuchen, sondern Konzepte zu entwickeln. Die Kunden sollen, in Verbindung mit der Produktion in Krefeld, näher an die Thematik herangeführt werden.
Das Unternehmen wird sich noch einmal stärker auf das Thema Fliese und Nachhaltigkeit konzentrieren, um mit einer größeren Investition einen weiteren Schritt in die Zukunft zu gehen.
»Unsere gelebte DNA, wie die Themen Gesundheit, Nachhaltigkeit und Design, wollen wir noch mehr ins Produkt bringen. Wir haben Riesenschritte gemacht und auch eine Vorreiterrolle geschaffen. Diese wollen wir weiter ausbauen und werden hier die nächsten Schritte gehen«, so Butz.
Neu ist auch der digitale Showroom, der in Kürze an den Start geht.
Zukunft
Durch den Zusammenschluss der Unternehmen und die Konzentration auf die Marke »Object Carpet« soll ihre Positionierung im Markt weiter verschärft, die internationale Marktdurchdringung gesteigert und Kundenwünsche noch besser erfüllt werden.
»Ganz wichtig auf diesem Weg ist uns dabei, dass wir als komplette Mannschaft in die neue Gesellschaft übergehen. Wir wollen nicht abbauen, wir wollen wachsen und unsere Kompetenzen dazu nutzen, um mit genau derselben Stärke mit der neuen Gesellschaft zu starten. Ich glaube, dass wir hiermit die Weichen für eine erfolg-reiche Zukunft gestellt haben«, betont Butz.
Auch das Thema Digitalisierung/Vernetzung wird eine wichtige Rolle spielen. Denn durch die Zusammenführung der Unternehmen wird die Schlagkraft noch einmal erhöht. Kurze Wege, moderne IT-Systeme sowie Kompetenz- und Innovationszentren sorgen in Zukunft für schnellere Reaktionszeiten am Markt mit noch mehr Innovationen und einer zielgerichteten Kundenansprache.


