Objectflor: Gelebte Leidenschaft – 35 Jahre Objectflor
Angefangen hat alles vor 35 Jahren, als Eberhard Lotz und Rolf Heinrich im Jahr 1989 Objectflor als Vertriebsgesellschaft für elastische Bodenbeläge gründeten. Mit dem Import von homogenen Bodenbelägen des englischen Herstellers Halstead fing die Erfolgsgeschichte des Unternehmens an und setzt sich bis heute als Marktführer für LVT-Bodenbeläge in Deutschland weiter fort.
Im Jahr 1996 wurde Objectflor Teil der britischen James Halstead, wodurch sich neue Wachstumschancen ergaben. 1998 wurde die Vertriebsgesellschaft Karndean International GmbH übernommen. Bereits vier Jahre später wurde mit dem Kauf der Vertriebsrechte und der Produktnamen von SaarFloor-Systems, einem Unternehmen aus dem Saarland, das Portfolio von Objectflor um Kautschukbeläge ergänzt. Stephan Wolff, der damalige Geschäftsführer von Saar-Floor-Systems, wechselte zu Objectflor und übernahm im Jahr 2008 die Geschäftsführung als Nachfolger von Eberhard Lotz. Er ergänzte das Portfolio um Kautschukbeläge des italienischen Herstellers Artigo, mit dem bis zum heutigen Tage eine Vertriebskooperation besteht. Wie sich das Unternehmen in den Folgejahren weiterentwickelt hat und wieso es heute so erfolgreich ist, ergibt sich aus der Zusammenfassung der Daten und Fakten (siehe Kasten).
Gegenwart und Ausblick
Anfang Dezember 2024 hatte der Bodenbelagshersteller Objectflor aus Anlass seines 35-jährigen Bestehens die Fachpresse am Hauptsitz in Köln in den Campus, der 2019 für Kundenveranstaltungen geschaffen wurde, eingeladen. Dabei wurde von Stephan Wolff und Dieter Overkamp, beide Geschäftsführer von Objectflor, Winston Hill, Geschäftsführer James Halstead Frankreich, und Maarten Emck, Vertriebsleiter Benelux, stolz auf das Erreichte zurück und auf das Künftige nach vorne geblickt.
Mittlerweile zählt das Unternehmen zu den großen Anbietern elastischer Bodenbeläge für den Objekt- und Wohnbereich in Deutschland. Innerhalb der Firmengruppe betreut Objectflor 19 Länder in Zentraleuropa. Durch das Logistikzentrum am Eifeltor mit einer Lagerkapazität von 5,5 Mio. m² ist Objectflor ein verlässlicher Partner für seine Kunden, da »wir mindestens einen Lagerbestand von drei Monaten vorhalten«, sagt Wolff. Mit seinen 145 Mitarbeitern haben die Kölner im Geschäftsjahr 2023/24 (30. Juni) rund 100 Mio. Euro Umsatz erwirtschaftet, davon 20 Prozent in Frankreich und Benelux, der Rest in der DACH-Region und anderen Exportmärkten. In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres habe man sich aber gegenüber dem Vorjahr bereits um 5 Prozent verbessern können.
Bis heute wurden 75 Mio. m² »Expona«-Designbeläge von Objectflor in 165 Ländern auf der Welt verlegt. Das Unternehmen steht nach wie vor für ein breites Sortiment an hochwertigen Bodenbelägen. Und auch hier will man künftig weitere Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Design setzen.
Neue Kollektionen
Gezeigt wurden der Fachpresse auf der Veranstaltung auch die neuen Kollektionen, die Objectflor Anfang Januar mittlerweile auch den Besuchern auf der Messe »BAU« präsentieren konnte, darunter die Kollektionen »artigo« und »GAIA« (siehe OBJEKT 6/2024, Seite 73). Den Beitrag zu den neuen Kollektionen »Expona Fabrik« und »Expona Flow« lesen sie unter der Rubrik »Neuheiten« auf Seite 68.
Eigenmarken-Sortiment
Bezüglich der Eigenmarken stellt Objectflor seit Januar mit seinem »White-Label-Programm Karndean« neue Kundenkollektionen für den Großhandel zur Verfügung, die sich mit einem hochwertigen Eigenmarken-Sortiment ohne Wettbewerbsdruck am Markt präsentieren wollen. »Die Kunden können aus einem 112 Dekore umfassenden Portfolio Bodenbeläge für ihre individuelle Kollektion zusammenstellen und darauf vertrauen, dass Objectflor diese Kollektion nicht selbst bewirbt oder am Markt präsentiert«, erklärt Dieter Overkamp den Ansatz. Eigene Artikelcodes und -namen erlauben es den Partnern, ihre Kollektion selbst mit Leben zu füllen, ohne dass diese direkt mit Konkurrenzprodukten verglichen werden können. Durch diese Individualisierung sind die Eigenkollektionen weder auf der Preisebene noch hinsichtlich der Dekore rückverfolgbar. Damit bleibt die maximale Exklusivität gewahrt. Die Kollektion konzentriert sich vor allem auf konsumige, wohnliche Dekore in Stein- sowie Holzoptik und steht in unterschiedlichen Formaten und Strukturen, jeweils mit 66 Dekoren zum Kleben und als Rigid-Click-Variante mit Trittschallschutz, zur Auswahl.
Das Unternehmen strebt danach, auch in den kommenden Jahren den Anforderungen des Marktes mit dem Fokus auf Nachhaltigkeit und Kundennähe zu entsprechen.
35 Jahre Objectflor – Daten und Fakten
1989
Zum 1. Januar 1989 nahm die bereits 1988 gegründete Objectflor Bodenbeläge GmbH die Geschäftstätigkeit auf. Gründer waren Eberhard Lotz und Rolf Heinrich – zwei Vertriebsprofis mit großer Erfahrung in der Bodenbelagsbranche. Von Anfang an wurden homogene PVC-Objektbeläge des britischen Herstellers Halstaed importiert, auf eigene Rechnung eingelagert und in den Markt gebracht.
1993
Die erste »Expona«-Kollektion für den Objektbereich wird in das Portfolio von Objectflor aufgenommen. Es gab damals nur drei Anbieter für LVT-Designbeläge. Der Markt dafür musste erst noch entwickelt werden. Objectflor hat großen Anteil daran, dass diese Kunststoffböden bekannt und populär wurden. Schon damals war das Design eine Stärke, die jedoch mit den heutigen Möglichkeiten beim Druck und Prägen nicht vergleichbar ist.
1996
Die ersten Jahre waren geprägt durch erhebliche Umsatzzuwächse. Sieben Jahre nach der Gründung verkaufen Eberhard Lotz und Rolf Heinrich das Unternehmen an Halstead, einen familiengeführten, international tätigen Konzern. Rolf Heinrich scheidet aus dem Unternehmen aus und geht in den Ruhestand. Eberhard Lotz bleibt Geschäftsführer und entwickelt das Unternehmen gemeinsam mit Mark Halstead, dem damaligen Juniorchef, weiter. Wichtige Säule des Erfolgs sind ein überdurchschnittlich ausgeprägter Servicegedanke sowie das klare und zuverlässige Vertriebskonzept, das auf einer engen Zusammenarbeit mit dem Großhandel basiert. Objectflor wird für die James Halstead Flooring zum Standbein für alle Aktivitäten in Zentraleuropa.
1998
Objectflor übernimmt die Vertriebsgesellschaft Karndean International GmbH und baut die Sparte Designbeläge weiter aus.
2002
Objectflor nimmt als dritte Produkt-sparte neben Homogen- und Heterogenbelägen durch den Ankauf der kompletten Produktpalette von SaarFloor-Systems Kautschukbeläge hinzu. Diese Erweiterung rundet das Portfolio der elastischen Bodenbeläge ab. Der damalige Geschäftsführer von SaarFloor, Stephan Wolff, wechselt zu Objectflor.
2008
Eberhard Lotz scheidet mit 67 Jahren bei Objectflor aus dem operativen Geschäft aus und wechselt als Non-Executive Director für die Entwicklung des zentraleuropäischen Geschäfts ins Direktorium der James Halstead Flooring. Sein Nachfolger bei Objectflor wird Stephan Wolff.
Um das Segment Kautschuk weiter zu stärken, kooperiert Objectflor mit dem italienischen Hersteller Artigo und vertreibt exklusiv die teilweise von Sottsass Associati designten Beläge in Deutschland und der Schweiz.
seit 2009
Objectflor nimmt mit »Expona Clic« den ersten klebstofffrei zu verlegenden Designbelag in sein Sortiment auf. Das war der Impuls für die Entwicklung weiterer alternativer Verlegesysteme (2012: »Expona Domestic Clic«, 2013: »Simplay« als erster komplett lose liegender Belag).
2012
Neubau des Logistikzentrums »Eifeltor« mit einer Lagerkapazität von 5,5 Mio. m², das von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) mit einem Goldzertifikat ausgezeichnet wird.
2015
Die »Expona«-Range wird um den innovativen Design-Flächenbelag »Expona Flow« erweitert.
2016
Erweiterung der »Expona Simplay«-Kollektion um lose liegende Textilplanken.
2018
Mit dem Relaunch der »Expona Domestic« hat Objectflor das Partner-Programm erheblich ausgebaut. Außerdem kommt »Polyflor Palettone Pur« auf den Markt – ein neuer, homogener Vinylboden, der Farbe neu erlebbar macht.
2019
Bau und Eröffnung des Objectflor-Campus.
Mit dem Relaunch von »Expona Design« und der neuen Rigid-Core-Kollektion »Expona Clic 19dB« präsentiert sich Objectflor zum 30-jährigen Jubiläum besonders innovativ.
seit 2021
Bodenbeläge mit digitalem Touch: Dank QR-Code können die Dekore direkt im Kollektionsbuch gescannt werden und neben einfacher Musterbestellung kann der gewünschte Bodenbelag auch in ein digitales Foto eines eigenen Raumes visualisiert werden.
2022
Objectflor rüstet sich für die Zukunft und befördert mit Dieter Overkamp einen langjährigen Mitarbeiter, der zuletzt als Vertriebsleiter tätig war, in die Geschäftsführung.
2023
Die Objectflor-Bodenbeläge haben sich »vom Boden gelöst«: Für bestimmte Kollektionen werden Freigaben als Wandbelag lanciert, sodass die Beläge noch flexibler und kreativer eingesetzt werden können. Neben Kanten und Treppenbereichen lassen sich auch ganze Räume gestalten.




