Pallmann: Parkett-Know-how in der Orange World
Auf dem Gelände des Parkett- und Oberflächenspezialisten Pallmann steht seit Juni das neue Schulungszentrum Orange World. Die umgebaute Lager- und Produktionshalle dient Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Parkett-Interessierten als Treffpunkt für Schulungen, Workshops und unterschiedliche Veranstaltungen rund um Parkett. Fertiggestellt wurde die Orange World pünktlich zu den Würzburger Holztagen am 24. Juni, einem Branchentreff, den Pallmann seit vielen Jahren ausrichtet. Unter dem Motto »Freunde in Würzburg« sollte er erstmals vor Ort im neuen Seminarzentrum stattfinden. Der knappe Zeitplan bei der Renovierung erforderte daher eine exakte Abstimmung der einzelnen Arbeitsschritte – von der Untergrundvorbereitung bis zur Verlegung des Parketts aus Eiche-Hochkantlamellen.
Da die neue Orange World ein hoch frequentierter und beanspruchter Bereich sein wird, sollte der Boden sehr widerstandsfähig sein. Dies erforderte einen fachgerechten Aufbau der rund 400 m² großen Fläche. Die Untergrundvorbereitung begann mit dem Kugelstrahlen der vorhandenen monolithischen Betonplatte. Fehlstellen wurden zuvor mit dem Schnellestrich »Uzin NC 946« ergänzt. »Durch das Aufrauen war der dichte Beton für eine optimale Haftung der absperrenden Grundierung gut vorbereitet«, erklärt Uzin-Anwendungstechniker Armin Metz. Die Epoxidharzgrundierung »Uzin PE 460« eignet sich besonders für feuchte, poröse und labile Untergründe. Sie wurde zweimal aufgetragen, mit Quarzsand abgesandet und mit Randdämmstreifen versehen. Anschließend konnte die Nivelliermasse »Uzin NC 170 Levelstar« mit einer maschinellen Pumpe in 3 bis 5 mm Schichtdicke eingebracht werden. Die Zementspachtelmasse sorgt mit einem extrem guten Verlauf für sehr glatte, ebene Oberflächen und damit für optimale Ergebnisse bei der Verlegung. Ihr gutes Saugvermögen trotz hoher Festigkeit bringt zudem Zeitvorteile beim Kleben hochwertiger Bodenbeläge.
Parkettverlegung von Profis für Profis
Für die Verklebung des Hochkantlamellenparketts in 10 mm Dicke wählten die Fachleute »Pallmann P9«, einen lösemittelfreien, sehr emissionsarmen 2K-PUR-Klebstoff mit besonders guter Haftung. Der Universalparkettklebstoff bindet schnell ab, ist schubfest nach DIN EN 14293 und wasserfrei. »Da der Klebstoff schnell trocknet, konnten wir schon am nächsten Tag das Parkett schleifen«, erklärt Heinrich Gaier, Anwendungstechniker bei Pallmann. »Wir haben im Team parallel gearbeitet, in Abschnitten abwechselnd verlegt und mit zwei Schleifmaschinen geschliffen.« Für den Randschliff war dabei die »Pallmann Gecko Flex« ideal, für die Fläche wurden die Bandschleifmaschine »Pallmann Cobra« sowie das Multitalent »Pallmann Spider« eingesetzt. Im nächsten Arbeitsschritt schloss das Team die vorhandenen Fugen der Hochkantlamellen mit der faserarmierten Fugenkittlösung »Pall-X Filler«. Dabei wurde der Fugenkitt mit dem vorhandenen Holzstaub vor Ort angemischt und mit dem Flächenspachtel gleichmäßig aufgetragen. Der patentierte, wasserbasierende Fugenkitt besitzt ein gutes Standvermögen, dringt leicht in die Fugen ein und schließt aufgrund der Fasern selbst große Risse mit bis zu 3 mm Breite in einem Arbeitsgang. Nach der sehr kurzen Trocknungszeit konnte die Fläche ein weiteres Mal mit unterschiedlicher Körnung geschliffen werden.
Als nächster Arbeitsschritt folgte der Auftrag der wasserbasierenden 1K-Rollgrundierung »Pall-X 325«, die sich für stark saugfähige Parkettarten sowie für geschliffene Parkett- und Holzböden eignet. Als abschließende dreifache Lackierung verwendeten die Parkettprofis »Pall-X 98«, eine wasserbasierende 2K-Parkettversiegelung für sehr stark beanspruchte Parkettböden im Wohn-, Gewerbe- und Industriebereich. Diese eignet sich sehr gut für Hochkantlamellen in stark frequentierten Bereichen und sorgt für eine pflegeleichte und strapazierfähige Oberfläche. »Beim Umbau der Lagerhalle zum neuen Schulungszentrum konnten wir zeigen, wie schnell unsere Produkte sind, wie sie im System zusammenpassen und wie wir sie am effizientesten einsetzen«, sagt Gaier zufrieden.


