Pallmann: Tradition trifft Moderne
In der historischen Villa Hänsch führte die Meisterschule der Parkettleger-Innung Baden-Württemberg ein anspruchsvolles Restaurierungsprojekt mehrerer Zimmer durch. Insgesamt wurden rund 300 Arbeitsstunden in das Projekt investiert, die von den Teilnehmern ehrenamtlich geleistet wurden.
Die Villa Hänsch, erbaut im Jahr 1889, ist eine Jugendstilvilla, gelegen in Großschönau. Ursprünglich als Wohnsitz für den Fabrikanten Christian Gottlieb Hänsch errichtet, bietet diese heute stilvoll eingerichtete Ferienwohnungen. Um die Villa sowohl für Gäste zu erhalten als auch ihre Geschichte neu aufleben zu lassen, entschied sich der Verein »The Patrons« zu einer umfangreichen Restaurierung.
Das Projekt wurde durch die Kooperation mit der Meisterschule der Parkettleger-Innung Baden-Württemberg sowie durch die großzügige Unterstützung verschiedener Firmen, die Materialien unentgeltlich bereitstellten, ermöglicht. Auch Pallmann leistete dazu seinen Beitrag.
Maßgeschneiderte Lösungen
Die Vorbereitungen begannen im Rahmen des Meisterkurses. Vier Freiwillige fertigten dazu zu Beginn die Elemente für die Windrose im Esszimmer an. Anhand zweier historischer schwarzweißer Postkarten, die lediglich Anhaltspunkte des Musters boten, begannen sie, breite Bretter rückseitig einzusägen. Durch diese eingesägten Rillen kann das Holz auf natürliche Feuchtigkeitsschwankungen flexibler reagieren, sodass das Risiko von Verwerfungen erheblich reduziert und eine Formstabilität des Holzes gewährleistet werden konnte. Zudem mussten neue Vorrichtungen sowohl für das Sägen der Zacken mit der Handkreissäge als auch für das Fräsen der Rundungen hergestellt werden. Für das Esszimmer wurden Eiche, Hainbuche, Akazie, Buche, Räuchereiche und deutscher Kirschbaum verwendet, die von der Firma Drüsedau zur Verfügung gestellt wurden.
Den Boden des Schlafzimmers fertigte Parkettlegermeister Ernst Müller an. Dabei mussten Stäbe genutet und ebenfalls von hinten eingeschnitten werden. Verwendet wurden 22 m² Stabparkett und 6 m² Holzpflaster, die von Steve Klose geliefert wurden.
Fachgerechte Parkettverlegung
Ernst Müller, Joshua Scholz, Philipp Buhl und Moritz Schöfer starteten damit, den lösemittelfreien, emissionsarmen 2K-PU-Klebstoff »P9« aufzutragen und das Holz zu verlegen. Im Schlafzimmer entschied man sich für ein Fischgrät-Muster, während man sich im Esszimmer der historischen Windrose widmete. Im Bereich des Holzpflasters wurde auf den prüfpflichtigen Estrich zusätzlich noch die Korkgummimatte »Uzin RR 189« mit einer Dicke von 3 mm verklebt. Die Matte dient als Sollbruchstelle und damit als Schutz für den Estrich.
Dank der Bandschleifmaschine von Herrn Scholz, der Hilfe von Parkettexperte Friedrich Kunze und der »Pallmann Spider« konnte der verlegte Boden ohne Schwierigkeiten geschliffen werden. Nach dem Schleifen trug die Meisterklasse der Parkettleger-Innung Baden-Württemberg den wasserbasierten Fugenkitt »Pall-X Filler« von Pallmann auf das Holz auf. Da sich die Fugenkittlösung zudem durch eine schnelle Trocknung auszeichnet, konnte die Fläche zeitnah geschliffen und mit der 2K-Ölgrundierung »Pall-X 333« grundiert werden.
Abschließend versiegelte die Meisterklasse den Boden mit »Pall-X 98«. Die Premium-2K-Parkettversiegelung wurde besonders für sehr stark beanspruchte Parkettböden im Wohn- und Gewerbebereich entwickelt und war damit für den neuen Parkettboden der Villa Hänsch prädestiniert. Zudem ist er mit dem Qualitäts- und Umweltsiegel »Emicode« ausgezeichnet, das Produkte ohne schädliche Inhaltsstoffe kennzeichnet.
Bewahrung von Kulturerbe
Die Restaurierung der Zimmer in der Villa Hänsch, insbesondere die Nachbildung der historischen Windrose, sind nicht nur ein Beleg für exzellente Handwerkskunst, sondern auch ein Beispiel dafür, wie die Bewahrung von Kulturerbe durch die Integration von modernen Materialien und Techniken erfolgreich realisiert werden kann. Das Engagement und die Fachkompetenz aller Beteiligten haben dazu beigetragen, dass die Villa Hänsch weiterhin als ein Ort der Geschichte und Schönheit für Besucher zugänglich bleibt.

