PPG: »Eine ökologisch wertvolle Innovation«
Die biobasierte Wandfarbe »Sigma Fresh Air« verbindet umweltschonende Eigenschaften mit bester Verarbeitung.
Alle Zeichen stehen auf Nachhaltigkeit, und das auch bei PPG. Die Wandfarbe »Sigma Fresh Air« passt genau in diesen Themenbereich. Frank Heimann, Technischer Leiter von PPG Coatings Deutschland, beantwortet Fragen zu Nachhaltigkeit und dem neuen biobasierten Produkt.
Mit »Sigma Fresh Air« kommt eine biobasierte Farbe auf den Markt – wie bewerten Sie die Zukunft dieser neuen Farbengeneration?
Frank Heimann:Ich bin überzeugt davon, dass biobasierte Produkte zukünftig an Bedeutung gewinnen werden. Allein die PPG-Forschung wird weiter daran arbeiten, den Anteil der nachwachsenden Rohstoffe bei der Herstellung von Farben und Lacken kontinuierlich zu erhöhen. Allerdings steht diese Forschung unter der Maxime, dass die Verarbeitungseigenschaften und die Qualität der Beschichtung sich deshalb nicht verschlechtern dürfen. Mit »Sigma Fresh Air« kommt nun eine biobasierte Wandfarbe auf den Markt, die den Ansprüchen des Profis gerecht wird und zugleich die Umwelt schont. Für das Produkt ist verbrieft, dass die verwendeten Rohstoffe zu 45 Prozent nachwachsend sind. Und natürlich, dass die Verpackung vollständig aus recycletem Material besteht.
Wo liegen die Vorteile einer bio-basierten Farbe für den Maler?
Heimann: Der Vorteil besteht vor allem darin, dass es keine Nachteile gibt. Die Verarbeitung und Deckkraft von »Sigma Fresh Air« lässt keine Wünsche offen. So ist diese Wandfarbe genauso angenehm, schnell und sicher zu verarbeiten wie andere aus unserem Sortiment. Sie ist also eine echte Alternative zu Wandfarben aus fossilen Rohstoffen. Die Farbe ist eine ökologisch wertvolle Innovation und sollte vom Maler auch als solche beim Endkunden vorgestellt werden. Viele Menschen entscheiden sich sehr gern für eine ökologisch empfehlenswerte Alternative, wenn diese so gute Ergebnisse bringt wie »Sigma Fresh Air«.
Übrigens wurde die Wandfarbe auch vom renommierten NIBE-Institut für Baubiologie und Ökologie als nachhaltig zertifiziert. Diese Bewertung hat zum einen zu tun mit den verwendeten nachwachsenden Rohstoffen, aber eben auch mit der Qualität von dem neuen Produkt. Denn Farben, die zwar biobasiert, aber nicht ausreichend robust sind, sind leider keine wirklich nachhaltige Lösung, weil sie zu schnell einen neuen Anstrich erforderlich machen oder eine gute Deckkraft nur mit deutlich mehr Farbaufträgen zu erreichen ist. Eine Wandgestaltung vom Profi mit dem Produkt ist langlebig, robust und biobasiert. Das Gütezeichen »Dubokeur«, das »Sigma Fresh Air« verliehen wurde, erhalten nur solche Produkte, die im Bereich der Nachhaltigkeit zu den Marktführern gehören. Dazu wird eine Umwelt-Lebenszyklusanalyse vom NIBE-Institut erstellt. Von Produkten, die das Gütezeichen »Dubokeur« tragen, gehen in der Gebrauchsphase des Produkts auch nachweislich keine schädlichen Emissionen aus.
Nun gilt für »Sigma Fresh Air«, dass diese Wandfarbe nicht nur eine sehr gute Ökobilanz vorzuweisen hat, sondern auch noch der Gesundheit der Endkunden dient – wie das?
Heimann:Ein Anstrich mit der Farbe leistet in der Tat viel für die Verbesserung der Raumluft. Nachweislich neutralisiert sie durchschnittlich 70 Prozent der Formaldehydmoleküle, die in der Raumluft enthalten sind, und macht sie damit unschädlich. Insofern steigert sie das Wohlbefinden gerade sensibler und allergischer Menschen in Innenräumen.
Spielt die Belastung mit Formaldehyd nach Ihrer Einschätzung in Deutschland aktuell noch eine Rolle?
Heimann: Leider ja. Formaldehyd gehört zu den besonders gefährlichen flüchtigen organischen Verbindungen und kann sowohl über Hautkontakt als auch über die Atmung in den menschlichen Körper gelangen. Eine Untersuchung des UBA Kinder-Umwelt-Survey zur Qualität der Innenraumluft (Flüchtige organische Verbindungen in der Innenraumluft in Haushalten mit Kindern in Deutschland, Quelle: UBA Kinder-Umwelt-Survey [KUS]) hat gezeigt, dass die durchschnittliche Belastung der Luft in Innenräumen mit Formaldehyd bei rund 25,7 μg/m³ liegt. Das ist bedenklich, wenn auf der anderen Seite eine Belastung von 10 bis 15 μg/m³ bereits das Risiko erhöht, zum Beispiel an Asthma zu erkranken. Insofern schützt »Sigma Fresh Air« nicht nur die Umwelt durch die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, sondern auch die Gesundheit der Menschen, die viele Stunden täglich in geschlossenen Räumen verbringen.
Wie genau neutralisiert die Farbe Formaldehydmoleküle in der Luft und wie ausgeprägt ist der luftreinigende Effekt?
Heimann: Messungen haben bewiesen, dass durch einen zweifachen Wandanstrich mit der neuen Wandfarbe die Formaldehydbelastung der Raumluft deutlich um durchschnittlich 70 Prozent gesenkt werden kann. Und dieser reinigende Effekt tritt Tag für Tag über viele Jahre ein. Leider ist es so, dass die Konzentration von Formaldehyd in der Luft durch alltägliches Tun wie Kochen, Putzen oder Rauchen immer wieder sprunghaft steigt. Ausgiebiges Lüften senkt die Konzentration, aber meist bleibt es bei einer mittleren, trotzdem dauerhaften Belastung, die für sensible Menschen bereits zum Problem werden kann.
Hauptverursacher von Formaldehydemissionen sind darüber hinaus nach wie vor Span- und Faserplatten, die im Innenausbau oder Möbelbau verwendet werden. Auch Teppichböden und Heimtextilien spielen eine oft ungute Rolle. Da diese Emissionsquellen ebenfalls im Haus verbleiben, wird die Raumluft stetig weiter mit Formaldehyd belastet. Wer es genau wissen will, sollte ein Raumluftanalytik-Labor mit einer Messung beauftragen. Da der Messwert von Temperatur, Luftfeuchte und weiteren Faktoren beeinflusst wird, liefern Schnelltests aus der Apotheke häufig ungenaue Messergebnisse.
Ein Wandanstrich mit »Sigma Fresh Air« ist eine gute Abwehrmaßnahme für alle, die sensibel und vielleicht schon von Allergien geplagt sind. Grundlage ist die »Indoor Air Technology« von PPG, die dafür sorgt, dass Formaldehydmoleküle aus der Raumluft neutralisiert werden. Sobald das gasförmige Formaldehyd in Kontakt mit der Beschichtungsoberfläche kommt beziehungsweise in die diffusionsfähige Beschichtung eindringt, reagieren die Moleküle dort mit dem speziellen »Indoor Air Additiv«. Sie werden so chemisch gebunden.
Ist der Maler tatsächlich der richtige Berater in Sachen Raumluftqualität?
Heimann: Sofern er seine Möglichkeiten, die sich zum Beispiel mit »Sigma Fresh Air« ergeben, offenlegt und seine Kunden aktiv über den Nutzen dieser neuen Wandfarbe informiert, ist er das ganz sicher. Rein intuitiv verbinden die Menschen mit einem Neuanstrich in ihren Räumen ja die Vorstellung von »wieder sauber«. Dass diese Säuberung auch unsichtbare Verschmutzungen zum Beispiel mit Formaldehyd reduzieren kann, ist für einen Bauherrn nachvollziehbar und spannend. Ich denke, dass das Image der Maler durch die Arbeit mit dem Produkt nur gewinnen kann.
Was nur wenigen Menschen klar ist: Die Luft innerhalb von Gebäuden ist zehnmal so stark mit Schadstoffen belastet wie die Außenluft. Und das ist umso bedenklicher, als ein Deutscher im Schnitt 90 Prozent seiner Zeit innerhalb von Räumen verbringt. Auch wenn sich viele Institute und der Gesetzgeber intensiv mit der Reinhaltung der Luft befassen – sie haben ihren Schwerpunkt aktuell doch meist bei der Reinhaltung der Außenluft. Die Verantwortung für die Qualität der Raumluft liegt am Schluss bei demjenigen, der Räume nutzt und lüftet oder eben nicht. Ohne belehrend zu wirken, kann ein Maler, der seinen Kunden »Sigma Fresh Air« empfiehlt, im Grunde eine Art Gesundheitsvorsorge anbieten. Er erweist sich damit einmal mehr als kundenorientierter Fachmann.

