Saueressig Surfaces: Neuentwicklung im Bereich hydrophobe Oberflächen
Die Firma Saueressig Surfaces aus Mönchengladbach, ein Unternehmen der Matthews International Corporation, fertigt seit Jahrzehnten Druck- und Prägewalzen für die unterschiedlichsten Industrien.
Umfassende Modernisierung
Bereits im vergangenen Jahr wurde mit dem Ausbau und der umfassenden Modernisierung des Tiefdruckzentrums am Standort in Mönchengladbach begonnen. Laut Unternehmensangaben sind nun von der Rohkörperfertigung über die galvanischen Prozesse bis hin zu den Gravurverfahren Molettage, Laserdirektgravur und Ätzung alle gängigen Technologien unter einem Dach vereint.
Neben der Investition in neue Gravurmaschinen und Galvanikanlagen wurden in den vergangenen Monaten die Fertigungsprozesse in einem Flussprinzip angeordnet, um so eine optimale Durchlaufzeit und Qualität zu garantieren. Um auch den stetig wachsenden Anforderungen im Bereich der Mikrostrukturierung von Oberflächen gerecht zu werden, sei zudem das Laserzentrum am Standort ausgebaut worden.
»Mit den jüngst getätigten Investitionen und Umbauten sehen wir uns für die Zukunft sehr gut aufgestellt und bieten auch weiterhin sehr gute Möglichkeiten, gemeinsam mit unseren Kunden innovative Prozesse und Produkte zu entwickeln«, sagt Robert Staudte, Sales Director Saueressig Surfaces.
Neuentwicklung
Kürzlich hat das Unternehmen eine Innovation vorgestellt, bei der mithilfe eines modifizierten Heißprägeprozesses die Erzeugung hydrophober Oberflächen gelang. Mit einer speziell entwickelten Oberflächenstruktur lassen sich natürliche Effekte nachahmen. Als Beispiel dienen die Blätter und Blüten der Lotusblume, bei denen es aufgrund der typischen Noppenstruktur nur wenige Kontaktstellen gibt und so Tropfen darauf fast rund erscheinen lassen.
»Diese geringe Benetzbarkeit ist die Grundlage der von uns entwickelten Mikrostruktur. Je nach Material können wir mit Wasser auf der Oberfläche einen Kontaktwinkel von bis zu 150 Grad erzeugen«, so Staudte. Damit perlt Flüssigkeit sehr gut ab und aufliegende Schmutzpartikel können leicht weggespült werden.
»Wir sehen in den hydrophoben Oberflächen großes Potenzial für die unterschiedlichsten Bereiche. Mit durch Pikosekundenlaser gravierte Prägewalzen ist es uns bereits gelungen, diesen Effekt auch auf Coatings und
Folien zu übertragen«, erklärt Staudte.
Im hauseigenen Technikum können Testabprägungen mit Heißprägeverfahren auf Folien bis 200 Grad Celsius realisiert werden.

