Sentinel Haus Institut GmbH: Wohngesunde Gebäude sicher planen
Die Sentinel Haus Institut GmbH unterstützt Planer, Hersteller und Bauausführende bei der Umsetzung der neuen technischen Bestimmungen bezüglich Wohngesundheit.
Emissionsarmes Bauen ist keine »Kann«-Option mehr. Ein Urteil des Europäischen Gerichtshofs, das bereits in den Landesbauordnungen umgesetzt wurde, sorgt dafür, das der Gesundheitsschutz in allen zukünftigen Projekten eine wichtige Rolle spielt. Neu in der Musterverwaltungsverordnung Technische Baubestimmungen (MVV TB) ist unter anderem die Anlage 8 »Anforderungen an bauliche Anlagen hinsichtlich des Gesundheitsschutzes (ABG)«. Diese stellt das Schema des Ausschusses für die gesundheitliche Bewertung von Baustoffen (AgBB) dar und dient der Gefahrenabwehr durch die Belastung des Gebäudes mit Schadstoffen aus Bauprodukten.
Gesundes Bauen ist noch nicht selbstverständlich
Aus energetischen Gründen luftdichte Bauweisen, gestiegene Erwartungen an die Gesundheit von Wohnung, Lern- und Arbeitsplatz, regulatorische Anforderungen hinsichtlich Schadstoffgehalten und -emissionen sowie technisch weiterentwickelte Produkte sind die Faktoren des Trends hin zu gesünderen Gebäuden und bestärken sich gegenseitig. Sowohl bei privaten Bauherren als auch bei öffentlichen und institutionellen Investoren gilt ein »gesundes« Gebäude als Selbstverständlichkeit, wie Studien und Umfragen zeigen. Bei genauerer Betrachtung zeigt die Realität auf vielen Baustellen allerdings ein anderes Bild. Hier regiert in vielen Fällen »Genosse Zufall«.
Haftungsrisiken steigen
Architekten, Bauunternehmen und Handwerker sind verpflichtet, zu prüfen und zu dokumentieren, ob das eingesetzte Produkt nicht nur den Anforderungen des Auftraggebers, sondern auch denen des Gesetzgebers entspricht. Auch in Ausschreibungen muss die genehmigungsfähige Verwendbarkeit des Bauprodukts am Gebäude, zum Beispiel durch Aufführen der notwendigen Leistungsmerkmale, definiert werden. Das Nichteinhalten dieser Beschaffenheitsangabe führt zu einem Sachmangel. Einfacher wird es also nicht, will man auf der sicheren Seite bleiben und Haftungsrisiken vermeiden. Der gesundheitliche Aspekt wie auch das Thema andauernder unangenehmer Gerüche ist jetzt eine Haftungsfrage. Vor allem wichtig für das ausführende Handwerk, bei dem als erster Mängelrügen und Nachbesserungsforderungen ankommen.
Welche Produkte oder -Kennzeichnungen entsprechen den neuen Anforderungen?
Diesen Fragen setzt das Sentinel Haus Institut ein fundiertes wissenschaftliches Konzept zur rechtssicheren Planung und Umsetzung bezahlbarer, geprüft gesunder Gebäude entgegen. Ziel sind hohe innenraumhygienische Standards, die unter anderem den Empfehlungen des Umweltbundesamtes und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entsprechen. Das Vorgehen umfasst alle Stufen der Wertschöpfungskette Bau und beinhaltet die Beratung, Schulung, Baubegleitung, Erfolgskontrolle und Kommunikation zur gesundheitlichen Qualitätssicherung.
Mittlerweile hat das Institut etliche tausend Bauvorhaben erfolgreich begleitet. Für Handwerksunternehmen bietet man im Rahmen von zu zertifizierenden Bauprojekten Beratung und Schulungen an. Hersteller profitieren von einer Beratung, die von der Strategieentwicklung, Schulung der Mitarbeiter bis hin zum Marketing alle Unternehmensebenen umfasst. Im Auftrag von Investoren beurteilt und prüft das Sentinel-Qualitätsmanagement »SentinelQM« Baustellen und die Umsetzung der unternehmenseigenen Baustellenregeln.
Starkes Netzwerk verknüpft Akteure
Sentinel verfügt über ein großes Netzwerk in der Baubranche: Wissenschaftler, Prüf- und Forschungsinstitute, Behörden, politische Entscheider, Hersteller, Handel, Architekten, Bauunternehmen jeder Größe, Wohnungswirtschaft, Handwerk sowie die Medien erhalten Kontakte und Informationen. Im Bereich Boden arbeitet man aktuell unter anderem mit der Wulff GmbH (Verlegewerkstoffe), der Bauwerk Parkett GmbH (Parkett), der Nora Systems GmbH (Kautschuk-Bodenbeläge), der Rapid Floor Estrichtechnologie GmbH (Estrichzusätze), der Desso (Teppichböden), der Admonter Holzindustrie AG (Naturholzböden), der Lindner Group (Installationsdoppelböden) sowie der Paul Geißler GmbH (Teppichbodenintensivreinigung) zusammen.
Eine gemeinsame Initiative mit der Zentrale der Hagebau zur Qualifizierung und Auditierung von Baustofffachhändlern mit einer geprüft gesünderen Sortimentsauswahl unter dem Label »Das Grüne Regal« ist seit Mai 2019 aktiv.
Gesündere Bürogebäude sicher planen und bauen
Das Sentinel Haus Institut veranstaltet am 21. November 2019 in Berlin eine Fachkonferenz unter dem Motto »Motivierter und rentabler arbeiten in gesünderen Büros«. Dort werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts »My future office« präsentiert. Zielgruppen sind Bauverantwortliche, private und öffentliche Investoren, Architekten, Gutachter und Fachplaner.
Auf der Fachkonferenz geben Experten aktuelle Informationen zu den gesundheitlichen Risiken, zur verschärften Haftungssituation nach dem neuen Bauordnungsrecht und zu den Aktivitäten des Umweltbundesamtes, der für die Innenraumhygiene zuständigen obersten Bundesbehörde.
Breiten Raum nimmt die Integration der Forschungsergebnisse von »My future office« in reale Bauprojekte ein, die aus Sicht der Architekten sowie der Investoren beleuchtet wird. Eine begleitende Fachausstellung und eine Abschlussdiskussion bieten Gelegenheit zum Informationsaustausch und Networking.
Mehr Informationen zur Initiative sowie das komplette Programm gibt es ab Ende Juni 2019 unter www.my-future-office.de.

