26.02.2015 | Seite in Ausgabe 3/2015

Sigma: Moderne Lacke für historischen Bau

Sanierung einer Bonner Villa aus dem 19. Jahrhundert: Im Oktober 2012 begannen die Arbeiten unter denkmalamtlicher Begleitung, im Zuge derer sie wieder ihre ursprüngliche Raumstruktur erhalten sollte.Ein Baudenkmal zu neuem Leben erwecken und dabei alte Handwerkskunst wieder sichtbar machen – Menschen, die diesen Traum leben, investieren oft Jahre, um der Geschichte eines Hauses in jedem Detail gerecht zu werden. Behutsam wie ein Archäologe müssen sie freilegen, was in hundert oder mehr Jahren verbaut, verborgen und "umgenutzt" wurde. Zu einem wertvollen Begleiter solch leidenschaftlicher Denkmalschützer werden häufig erfahrene Handwerker wie das Team von Maler Cramer aus Rheinbach. Denn sie wissen, wie man mit modernen Lacken und Farben historische Türen, Fenster, Säulen oder Stuckdecken wiederbelebt und nachhaltig erhält.

Von Januar bis August 2014 begleitete das Team eine Familie, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, eine alte Bonner Villa als Baudenkmal des ausgehenden 19. Jahrhunderts zu erhalten und behutsam einer neuen Nutzung als Wohnraum zuzuführen. Gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde arbeitete sie bereits seit 2012 zum Beispiel an der Aufarbeitung der hochwertigen Holztüren und Zargen mit wertvollen Schnitzereien. Drei Malerbetriebe wurden eingeladen, einen Vorschlag zur angemessenen Aufarbeitung aller Türen im Haus zu machen. Maler Cramer erhielt nach der Arbeit an einer Tür den Zuschlag.

Schreiner und Maler Hand in Hand
Nur anhand weniger überlieferter Fotos machten sich die neuen Eigentümer gemeinsam mit der Denkmalschutzbehörde daran, den Urzustand der Villa, die 1896 bis 1897 gebaut worden war, zu rekonstruieren. Auch durch Versuch und Irrtum wurde klar, dass zum Beispiel den massiven Eichentüren im Erdgeschoss und ihren Schnitzereien im besten Sinne des Wortes nur mit einem hochwertigen lösemittelhaltigen Klarlack zu neuem Glanz verholfen werden konnte. Die Türen waren vollkommen matt, die Lasur war wahrscheinlich nie erneuert worden. Eine nach historischem Vorbild neu gebaute Eichentür und viele im Rahmen von Reparaturen neu eingesetzte Eichenstücke in den übrigen Türen sollten nach dem Einsatz der "Sigmalife DS"-Lasur und der sensiblen Arbeit mit Tönpasten in einem einheitlichen dunkelkastanienbraunen Farbton erstrahlen. Sachkundig verhalf das Team von Maler Cramer den Türen zu neuem Leben. "Wir haben dafür gesorgt, dass die neu eingesetzten hellen Eichenstücke während der Lasur mit Tönpasten so an das alte Eichenholz angepasst wurden, dass die Reparaturen fast unsichtbar bleiben", kommentiert Gregor Cramer zufrieden.

Markante Kraggewölbe und massive Eichenholztüren prägen die Eingangshalle und das zentrale Treppenhaus der Villa. Nach der sachkundigen Lackierung durch das Team von Maler Gregor Cramer aus Rheinbach sind neu eingesetzte Eichenstücke, mit denen Beschädigungen ausgeglichen werden mussten, nicht mehr zu erkennen.Im früheren Damenzimmer der Villa stieß er auf eine weitere Kostbarkeit alter Schnitzkunst. Hier wurden die große Schiebetür zum Kaminzimmer und ihre komplett erhaltenen floralen Schnitzereien mit dem "Sigma Contour Aqua-PU Spray satin" matt spritzlackiert. Der so erzielte feine Lackfilm schützt diese wertvolle Tür vor Beschädigungen und verhindert zugleich, dass die Schnitzereien an Tiefe und Kontur verlieren. "Wir lieben die Arbeit mit dem Airless-Spritzgerät und haben in diesem Objekt zusätzlich erfahren, dass es das perfekte Werkzeug ist, wenn es um die farbige Beschichtung von geschnitzten Oberflächen geht", freut sich Gregor Cramer.

Auch im Obergeschoss der Villa wurden alle Türen, Zargen und einige Einbaumöbel mit dem "Sigma Contour Aqua-PU Spray satin" spritzlackiert. Das Oberflächenfinish, das durch die Spritzlackierung entsteht, ist so fein und elegant, dass sich ein interessanter Kontrast zwischen den neu verlegten rauhen Bodenbelägen und den extrem glatten Holzoberflächen ergibt. Freundliche helle Räume entstanden so im ganzen Haus, die Gleichgesinnten ein Zuhause auf Zeit bieten werden. "Unsere Idee für dieses alte Haus war, dass es einmal von vielen Menschen gemeinsam bewohnt wird. Zum einen natürlich von den drei Generationen unserer Familie, zum anderen aber auch von Gästen, denen wir ein Zuhause auf Zeit bieten können. So wollen wir die vielen Nebenräume im Souterrain, Ober- und Dachgeschoss mit Leben füllen", erklärt die Hausherrin, der man ihre Liebe zur alten Villa anmerkt. "Dankbar sind wir in diesem Zusammenhang auch unserer Architektin, Gisela Tebrake, die die Realisation unserer Ideen von der Planung bis zur Ausführung begleitet hat und dabei diesem Baudenkmal und seiner Geschichte absolut gerecht geworden ist."

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