Sopro: 21. Planer- und Sachverständigenseminar
»Nassräume in Gebäuden fachgerecht planen und bauen« – unter diesem Thema stand das 21. Wiesbadener Planer- und Sachverständigenseminar. Die eintägige Veranstaltung, die Ende Januar im Rahmen der »Sopro ProfiAkademie« stattfand, bot in einer gekonnten Kombination von Theorie und Praxis einen umfassenden Einblick sowohl in die aktuellen Regelwerke als auch in die technischen Herausforderungen, denen sich Planer und Ausführende hier stellen müssen. Das Sopro-Planer- und Sachverständigenseminar hatte es sich daher zur Aufgabe gemacht, zentrale Aspekte rund um den Themenkreis »Nassräume« in einer Reihe von Fachvorträgen zu beleuchten und gemeinsam mit namhaften Experten zu diskutieren – so Dipl.-Ing. (FH) Mario Sommer, Leiter der Sopro-Anwendungstechnik und Objektberatung, bei der Begrüßung der Seminarteilnehmer.
Schon zu Beginn des Seminars hatte Mario Sommer konstatiert, dass die neue Innenraum-Abdichtungsnorm für viel Bewegung im Markt sorgt, auch wenn sie derzeit erst als Vorentwurf im Umlauf ist. Worum es dabei genau geht, dies machten Dipl.-Ing. (FH) Björn Rosenau, Bereichsleiter Objektberatung und Dipl.-Ing. (FH) Christian Waldmann, Objektberater bei der Sopro Bauchemie, deutlich. Beide Vorträge beschäftigten sich intensiv und im Detail mit der neuen DIN 18 534 »Innenraumabdichtungen«. Denn dieses neue, umfangreiche Regelwerk und vor allem die dadurch jetzt DIN-geregelten Verbundabdichtungen werden künftig am Markt eine zentrale Rolle spielen.
Ergänzt wurden die Ausführungen von Björn Rosenau durch den Vortrag von Christian Waldmann zur »Abdichtung in gewerblichen Küchen und im Industriebereich«, also Bereichen mit sehr häufiger oder lang anhaltender Einwirkung aus Spritz- und/oder Brauchwasser und/oder Wasser aus intensiven Reinigungsverfahren. Da zusätzliche chemische Einwirkungen den Einsatz von Reaktionsharz-Abdichtungen erfordern, ging der Referent speziell auf deren Einsatz ein.
Mit seinem Vortrag zu »Estrichkonstruktionen in Nassräumen« ging Dipl.-Ing. (FH) Wolfgang Limp vom Institut für Baustoffprüfung und Fußbodenforschung (IBF) in Troisdorf etwas weg von der Abdichtung und vielmehr »dem Fußboden auf den Grund«. Nach einem kurzen Blick auf die einschlägigen Normen und Regelwerke erläuterte er dabei ausführlich die unterschiedlichen Bindemittel für Estriche – wie beispielsweise Zement oder Calciumsulfat – und erörterte deren Vor- und Nachteile. Bei seinem Blick auf die verschiedenen Estrichkonstruktionen betonte er unter anderem, dass »Fertigteilestriche auf Gips- und Holzbasis im Nassbereich nichts zu suchen haben«.
Abschließend betrachtete er die Estrichkonstruktionen bei höheren Belastungen (Fahrbeanspruchung), bei denen oftmals eine Bemessung im Einzelfall erforderlich ist.
Im Anschluss zeigten die Experten von der Sopro-Anwendungstechnik in einem rund eineinhalbstündigen Praxisteil unter anderem die einzelnen Arbeitsschritte und Ablauflösungen zur Herstellung von bodengleichen und somit barrierefreien Duschflächen.

