24.03.2016 | Wand / Fassade Seite 115 in Ausgabe 4/2016

TapetenAkademie: Tapete kompetent verkaufen und verarbeiten

Die »TapetenAkademie« bietet neue Lehrgänge mit TÜV- und IHK-Zertifizierung für Berater und Handwerker an.

Roland Bantel, Vorstand Vertrieb und Marketing sowie Chief Sales Officer (CSO) bei A.S. Création: »Wir müssen dafür Sorge tragen, dass diejenigen, die Tapete verkaufen und verarbeiten, auch das nötige Know-how mitbringen.«Roland Bantel, Vorstand Vertrieb und Marketing sowie Chief Sales Officer (CSO) bei A.S. Création, liegt Tapete am Herzen. »Tapete ist ­unser ›täglich Brot‹, wir machen nichts anderes als Tapete.« So schmerzt es Bantel auch, wenn dieses Produkt hier und dort an Wertschätzung aufgrund diverser Kriterien verliert. Ein großes Problem ist aber nicht produktseitig zu finden, sondern vielmehr beim Know-how. Bantel: »Wir müssen dafür Sorge tragen, dass diejenigen, die Tapete verkaufen und verarbeiten, auch das nötige Know-how mitbringen. Die­jenigen, die heute Tapete verkaufen, sind Seiteneinsteiger. Nur 20 Prozent lernen tatsächlich Tapete – und diese landen nicht immer im Verkauf. Wir wissen, dass sich 44 Prozent der Endverbraucher mehr Fachkompetenz wünschen. Dem wollen wir Rechnung tragen, indem wir einen Standard in der Beratung für den stationären Handel schaffen.«

So bietet A.S. Création unter dem Dach der TapetenAkademie neue Lehrgänge mit Zertifizierung an. Einer davon ist »Fachberater/in Tapete (IHK)«. Der Lehrgang richtet sich an alle, die mit Tapete im kaufmännischen als auch im handwerklichen Bereich täglich um­gehen. Inhalte sind zum Beispiel kaufmännische und rechtliche Grundlagen, erfolgreiche Verkaufsgespräche und professionelle Tapeten-Beratung. Doch auch die Beschaffenheit und Verarbeitung von Wandbelägen wird praxisnah erläutert. 

Das Seminar umfasst fünf Tage und ­endet idealerweise mit einer erfolg­reichen IHK-Prüfung. 

Ein weiteres neues Modul der Tape­tenAkademie hat den Verarbeiter im Fokus. Roland Bantel: »In vielen Gesprächen mit Malerbetrieben erhielten wir sicherlich zu 80 Prozent die Erkenntnis, dass fast nur einer aus der Firma zu Tapezierarbeiten geschickt werden kann.« Und das sind natürlich verheerende Gegebenheiten, wenn es am handwerklichen Tun scheitert, ­Tapete fachgerecht zu verarbeiten – vor allem in kniffligen Situationen. So hat die TapetenAkademie das Modul »Fachkraft für Tapezierarbeiten« mit TÜV-Rheinland-geprüfter Qualifikation aufgelegt. Dieses richtet sich an alle Anwender, die mit dem Produkt Ta­pete umgehen, ihre handwerklichen Kenntnisse und Fähigkeiten vertiefen und gleichzeitig eine Zertifizierung des TÜV Rheinland erlangen wollen. Anders als beim »Fachberater«-Seminar sind hierbei bestimmte Teilnahme-Vor­aus­setzungen gegeben. So müssen Interessierte eine einschlägige handwerkliche Ausbildung oder eine nachgewiesene Berufspraxis als Maler/Tapezierer von mindestens zwei Jahren vorweisen können. Inhaltlich geht es auch nicht um Grundkenntnisse, sondern eben um professionelle Kniffe wie Untergrundbestimmung und Untergrundbehandlung, Werkzeugauswahl und Bestimmung des Kleisters in Bezug auf die Qualität der anzubringenden Tapete, vorbereitende Maßnahmen vor dem Tapezieren, den Umgang mit den verschiedenen Qualitäten und deren Verarbeitungen sowie einfache und besondere Tapeziersituationen.

Nach dem zweieinhalbtägigen Semi­nar­modul sollen alle Absolventen in der Lage sein, jegliche Art von Tapezierarbeiten zu planen und selbst­ständig durchzuführen.

Weitere Infos zu den Inhalten, den ­Gebühren, Terminen und zur An­meldung findet man auf der Website www.as-creation.de/unternehmen/tapetenakademie.html.

Thomas Ottaviano

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