29.08.2022 | Themen Seite 36-37 in Ausgabe 9/2022

Tarkett: Ehrgeizige Klimaziele

Tarkett, weltweit führender Hersteller von innovativen und nachhaltigen Bodenbelagslösungen, hat seinen Corporate Social & Environmental Responsibility Report (CSR) für das Jahr 2021 vorgelegt. Er gilt zugleich als außerfinanzielle Leistungserklärung. Der Bericht wurde von einer unabhängigen dritten Stelle, in diesem Fall der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, geprüft und erläutert neben den bisherigen Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit auch die neuen, ehrgeizigen Klimaziele des Unternehmens.

Vor kurzem hat Tarkett seinen Klimafahrplan bis zum Jahr 2030 vorgelegt. Er umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und hat zum Ziel, die Treibhausgasemissionen um 30 Prozent zu reduzieren. Dazu zählen sowohl die unternehmenseigenen Emissionen (Geltungsbereich 1) als auch die Abgase, die im Zusammenhang mit der eingekauften Energie stehen (Geltungsbereich 2), sowie indirekte Emissionen der Wertschöpfungskette, die zum Beispiel von Lieferanten oder Endkunden verursacht werden (Geltungsbereich 3).
»In den letzten zwei Jahren haben wir unsere Treibhausgasemissionen bereits um 27 Prozent gesenkt. Mit der Verabschiedung des Klimafahrplans wollen wir jetzt noch einen Schritt weiter gehen. Um die Ziele zu erreichen, werden wir verstärkt auf Zusammenarbeit in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz setzen und bewusst Entscheidungen zugunsten der Menschen und des Planeten treffen. Im Einklang mit unserem Ökosystem wollen wir einen aktiven Beitrag für die Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung leisten, und es ist wichtig, dass wir diese Reise gemeinsam mit unseren Kunden antreten«, erklärt Fabrice Barthélemy, CEO von Tarkett.
Neben dem Anspruch, eine Vorreiterrolle in der Kreislaufwirtschaft einzunehmen, konzentriert sich das Unternehmen zudem auf die Verwendung von Materialien, die das menschliche Wohlbefinden und die Gesundheit fördern. Weiterhin nimmt Tarkett seine soziale Verantwortung ernst, schützt und entwickelt seine Teams weiter, legt Wert auf Vielfalt sowie Integration und unterstützt lokale Gemeinschaften.

Rücknahme- und Recyclingprogramm für Bodenbeläge
Mit »ReStart«, dem Rücknahme- und Recyclingprogramm von Tarkett, kann das Unternehmen bereits auf stetig wachsende Mengen bei der Umwandlung ausgedienter Bodenbeläge und wiederverwerteter Materialien in neuen Böden zurückschauen. Das Programm trägt dazu bei, sowohl Abfälle als auch den CO₂-Abdruck zu reduzieren, den Bedarf an neuen Rohstoffen gering zu halten und Deponien sowie Müllverbrennung zu vermeiden.
In den letzten elf Jahren hat Tarkett im Rahmen von »ReStart« in acht Recyclingzentren in Europa, Nordamerika und Brasilien rund 112000 Tonnen Bodenbeläge gesammelt.
Insbesondere das Teppich-Recyclingzentrum im holländischen Waalwijk, das Vinyl-Recyclingzentrum im schwedischen Ronneby und das Linoleum-Recyclingzentrum im italienischen Narni haben große Fortschritte erzielt: An den drei »ReStart«-Projektstandorten wurden 69 Prozent mehr gebrauchte Bodenbeläge und Verschnitt eingesammelt als im Jahr 2019. Bei 15 Prozent der Rohstoffe (ca. 147000 Tonnen) handelt es sich um recycelte Materialien. Bis 2030 sollen daraus 30 Prozent werden.

Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks
Zwölf Tarkett-Produktionsstätten in zehn Ländern beziehen bereits zu 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien. Dem gegenüber steht der Gesamtenergieverbrauch, der aktuell zu 38 Prozent aus regenerativen Energiequellen stammt.
Tarkett produziert an insgesamt 34 Standorten in 19 Ländern. Im Vergleich zu 2010 wurden die gesamten Treibhausgasemissionen, die durch eingekauften Strom, Dampfverbrauch und Brennstoffverbrennung entstehen, um 44 Prozent reduziert. Das entspricht in etwa den jährlichen Treibhausgasemissionen von rund 21000 Europäern.
Heizanlagen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, wurden durch elektrische oder mit Biomasse betriebene Systeme ersetzt. Zum Beispiel hat das brasilianische Werk in Jacareí seine Heißpresse von Erdgas auf Strom umgestellt, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Damit bezieht Jacareí jetzt zu 100 Prozent erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Sonne und Wind.

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