Tarkett: Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität
Mit der Veröffentlichung seiner Nachhaltigkeitserklärung 2025 unterstreicht Tarkett die zunehmende Verankerung von Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft in der Unternehmensstrategie. Der weltweit tätige Bodenbelagshersteller weist darin nach, dass er seine Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette in den vergangenen sechs Jahren um 27 Prozent senken konnte und damit auf Kurs ist, seine Ziele für 2030 zu erreichen. Die Erklärung wurde von unabhängigen Dritten geprüft und entspricht vollständig den Anforderungen der EU-CSRD-Richtlinie.
Vor dem Hintergrund verschärfter ökologischer Rahmenbedingungen betont das Unternehmen die wachsende Dringlichkeit seines Handelns. Der Klimawandel sei längst Realität, mehrere planetare Belastungsgrenzen bereits überschritten, erklärt CEO Fabrice Barthélemy. Zugleich macht er deutlich, dass die bisherigen Fortschritte zwar relevant, aber noch nicht ausreichend seien. Tarkett setzt daher verstärkt auf die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten, um nachhaltige Lösungen branchenweit voranzutreiben.
Fortschritte bei Emissionen, Materialien und Energie
Ein zentraler Hebel der Nachhaltigkeitsstrategie liegt in der Materialwahl und Energieversorgung. Im Jahr 2025 setzte Tarkett rund 160.000 Tonnen recycelte Materialien in der Produktion ein, was einem Recyclinganteil von 20 Prozent entspricht. Damit hat sich der Wert seit 2018 verdoppelt, das erklärte Ziel liegt bei 30 Prozent bis 2030. Parallel dazu steigt der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch des Unternehmens kontinuierlich: 43 Prozent stammen inzwischen aus erneuerbaren Quellen, wobei 16 Werke ihren Strombedarf vollständig aus regenerativen Energien decken.
Zusätzliche Einsparungen erzielt Tarkett durch die energetische Nutzung von Holzstaub. In sechs Produktionsstätten wird dieser als Biomasse eingesetzt, wodurch 12,4 Kilotonnen CO₂-Äquivalente vermieden werden konnten. Dies entspricht rechnerisch der jährlichen Emissionseinsparung von rund 6500 Pkw.
Kreislaufwirtschaft in der Praxis
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der konsequenten Umsetzung der Kreislaufwirtschaft. Das Rücknahme- und Recyclingprogramm »ReStart« wird mittlerweile in 29 Ländern auf fünf Kontinenten eingesetzt. In 16 Jahren wurden insgesamt 129.000 Tonnen gebrauchte Bodenbeläge in den acht unternehmenseigenen Recyclingzentren aufbereitet. Auch in der Zusammenarbeit mit Großkunden zeigt sich das Potenzial geschlossener Kreisläufe: So wurden ausgediente Vinylböden aus IKEA-Filialen in 14 europäischen Ländern zurückgenommen und im schwedischen Recyclingzentrum in Ronneby zu neuen Belägen verarbeitet, wodurch rund 1000 Tonnen Treibhausgasemissionen eingespart wurden.
Ergänzend dazu entwickelt Tarkett ReUse-Modelle, die die direkte Wiederverwendung gebrauchter Bodenbeläge ermöglichen. Ein Beispiel aus dem Jahr 2025 zeigt, dass bei einer Bürorenovierung im Raum Paris der überwiegende Teil der rückgebauten Teppichfliesen nicht recycelt, sondern nach Aufbereitung weiterverwendet oder weiterverkauft werden konnte. Auch im Sportbereich werden Stoffkreisläufe ausgebaut: In den USA regenerierten die Anlagen von Tarkett Sports mehr als 14.000 Tonnen Füllstoffe für den Einsatz in neuen Projekten.
Verantwortung über ökologische Themen hinaus
Neben Umweltaspekten adressiert die Nachhaltigkeitserklärung auch soziale Verantwortung. Im Rahmen der Diversity- und Inklusionsstrategie ist der Frauenanteil in Führungspositionen auf 29 Prozent gestiegen und nähert sich damit dem konzernweiten Zielwert von 33 Prozent bis 2030.
Mit seiner langfristigen Ausrichtung auf Ressourcenschonung, CO₂-Reduktion und zirkuläre Produktkonzepte bekräftigt Tarkett seinen Anspruch, ökologische Transformation aktiv mitzugestalten. Die Nachhaltigkeitserklärung 2025 macht deutlich, dass Nachhaltigkeit für das Unternehmen nicht als Zusatz, sondern als integraler Bestandteil von Innovation, Wertschöpfung und Marktposition verstanden wird.

