Tarkett: Patientenzimmer der Zukunft
Eigene Bäder für jeden Patienten, eine kluge Raumplanung, angepasste Lichtgestaltung, funktionelle Oberflächen und Materialien, automatisierte Reinigungskonzepte und Desinfektionsmittelspender, die bei Benutzung einen Smiley zeigen: So könnte das »Patientenzimmer der Zukunft« aussehen. Der begehbare Prototyp eines solchen Zweibettzimmers wurde Ende August auf dem Gelände des Städtischen Klinikums Braunschweig eröffnet. In dem Forschungs- und Studienlabor entwickeln Experten aus den Bereichen Architektur, Materialforschung und Medizin praxistaugliche Musterlösungen für Krankenhäuser. Dafür haben sich die Technische Universität Braunschweig, das Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik IST und das Städtische Klinikum Braunschweig zusammengeschlossen. Im Projekt eingebunden sind auch 19 Industriepartner, darunter der Bodenbelagshersteller Tarkett.
Direktes Feedback aus der Praxis
Der Prototyp des Patientenzimmers wurde im Projekt »Karmin« entwickelt und bereits auf dem Gelände der Charité im Rahmen des World Health Summit 2020 in Berlin ausgestellt. Mit Überführung des Demonstrators in das Forschungs- und Studienlabor ist das Projekt auf fünf Jahre mit Option auf Verlängerung angelegt, um dem stetigen Wandel in der medizinischen Versorgung Rechnung zu tragen. Dass das begehbare Modell auf dem Gelände des Städtischen Klinikums Braunschweig errichtet wurde, hat den großen Vorteil, dass dem medizinischen Personal der Zugang für praxisnahe Untersuchungen ermöglicht werden kann und die Forscher gleichzeitig direktes Feedback von Ärzten, Pflegefachkräften und Auszubildenden erhalten können. Dr. Thomas Bartkiewicz, Ärztlicher Direktor des Klinikums, erklärt: »Zukunftsweisend und nachhaltig wollen wir translationale Forschung voranbringen und damit Voraussetzungen für weitere Aktivitäten der Ausbildung und Qualifizierung von medizinischem Personal setzen.«


