Tierisch gut – Linoleum von Forbo Flooring
Für die Sanierung eines Besucherbereichs des Münchener Tierparks Hellabrunn wurde Linoleum von Forbo verwendet.
In München liegt das Landschaftsschutzgebiet der Isarauen. Dort findet sich mit dem über 100 Jahre alten Tierpark Hellabrunn ein wahres Naturparadies. Der Zoo verfügt über modernste Anlagen und wurde seit einem Generalausbauplan 1972 immer wieder umgestaltet und erneuert. So können die Welt der Natur und die Tiere auch den nachfolgenden Generationen nähergebracht werden. Die Sanierung des Besucherbereichs der Orang-Utan- und Drill-Anlage im vergangenen Jahr war ein weiterer Schritt in Richtung Modernisierung und lockt nun Besucher zu einer Begegnung mit diesen vom Aussterben bedrohten Affenarten. Das architektonische Konzept ist dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden und bringt ein wenig Dschungel-Flair in den Besucherbereich.
Anspruchsvolles Gestaltungskonzept
Rasem Baban, Direktor des Tierparks und gelernter Architekt, plante mit der Sanierung, den bisher bestehenden »Bahnhofshallen-Charakter« des Besucherbereichs zu beseitigen. Stattdessen sollte die Umgebung den natürlichen Lebensraum der Tiere widerspiegeln. Besucher müssen erkennen können, woher die Drill-Affen und Orang-Utans stammen und welchen Bedrohungen sie dort ausgesetzt sind.
Entsprechend wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt, das den Raum mit interaktiven Elementen, Lerntafeln und einer inspirierenden Innenarchitektur zum Erlebnis macht. Ein neues Lichtkonzept sorgt für ein Umfeld, das dem Dschungel nachempfunden ist. Eins mit der Natur und den Tieren, dieser neue Ansatz spiegelt sich nach der Wiedereröffnung der Besucherhalle in den Räumlichkeiten wider.
Natürlicher Boden fürs Naturerlebnis
Für das neue Raumerlebnis wählte der ausführende Architekt und stellvertretende Leiter der technischen Abteilung im Tierpark Hellabrunn, Radim Rozehnal, naturnahe Materialien. Seine Wahl fiel auf Forbo-Linoleum für ein kombiniertes Boden- und Wanddesign. Die breite Farbpalette mit unterschiedlichen Strukturen bot die richtigen Voraussetzungen für die Neugestaltung. Verlegt wurde »Marmoleum Fresco«-Bahnenware in den vier Naturtönen »3252 sparrow«, »3246 shirke«, »3254 clay« und »3874 walnut«. Die unterschiedlichen Nuancierungen wecken Assoziationen an den tropischen Regenwald, die natürliche Umgebung der exotischen Affenarten.
Die enge Verbindung von Natur und »Marmoleum« passt genau in das Konzept. »Marmoleum« besteht aus bis zu 98 Prozent natürlichen Rohstoffen. Davon sind 73 Prozent schnell nachwachsend. Der Recyclinganteil von CO₂-neutral hergestelltem Forbo-Linoleum liegt bei 43 Prozent.
Vom Boden über Sitzgelegenheiten bis zur Wand
Der besonders strapazierfähige Bodenbelag hält den Anforderungen der täglichen Besucherströme stand und verliert auch nach jahrelanger Nutzung nicht sein gepflegtes Erscheinungsbild. Insgesamt wurden etwa 700 m² in vier verschiedenen Farben verbaut. Das Besondere dabei: Das elastische Material wurde nicht nur auf dem Boden verlegt, sondern auch auf den Sitzgelegenheiten und an den Wänden installiert. So verschmelzen die verschiedenen Elemente miteinander und erzeugen eine besondere Atmosphäre, die vor allem durch das bewusst gewählte schummrige Licht sehr stimmungsvoll wirkt.
Handwerkliche Herausforderung
Die handwerkliche Umsetzung der architektonisch anspruchsvollen Aufgabe in der knappen zur Verfügung stehenden Zeit war eine Herausforderung für die ausführenden Betriebe.
In enger gewerkeübergreifender Zusammenarbeit realisierten die Schreinerei Köberlein aus Fahrenzhausen den Innenausbau und die Roland Wölfl GmbH aus Neufahrn die Verlegung. So entstand im gelungenen Zusammenspiel das außergewöhnliche Raumkonzept, das dem Besucher einen Eindruck vom Regenwald vermittelt.
Abgerundet wird die Neugestaltung durch ein integriertes Aquarium mit einer Vielzahl an asiatischen Fischen. Die neue Besucherhalle bietet neben lehrreichen Infotafeln, interaktiven Elementen und zahlreichen Anschauungsobjekten auch einen sogenannten Begegnungstunnel, über den Besucher den Tieren näherkommen können. Somit ist ein Ort zum Lernen und Entdecken entstanden.


