Trendthema »Zonierungen«
Für Architekten und Planer stehen für die Gestaltung von Bodenflächen eine enorm große Vielfalt an Designmöglichkeiten zur Verfügung. Die Kombination von Teppichfliesen und -planken – auch mit LVT – erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Mit dem Wunsch nach Individualisierung und Wiedererkennung des Corporate Design haben sich auch die Ansprüche an den Bodenbelag in den vergangenen Jahren gewandelt. Ein einfarbiger Nadelvlies in Anthrazit und als Bahnenware verarbeitet war – und ist manchmal heute noch – der Büro-Klassiker.
Viele Unternehmen passen ihre Räumlichkeiten mittlerweile an: Nicht nur nach außen hin für Kunden ist ein in Corporate-Design-Farben gehaltenes Büro repräsentativ. Auch das Konzept eines »Open Office« mit optisch unterteilten Bereichen für verschiedene Arbeitsoptionen ist immer gefragter. Ebenso zeigen sich in Hotellobbys und -zimmern eingeteilte Flächen: Wartebereiche sind mit Teppichfliesen gestaltet und grenzen sich so vom Empfangsschalter auf LVT ab – besonders modern ist eine Badewanne im Zimmer auf entsprechendem Bodenbelag.
Vorteile von textilen und elastischen Belägen
Viele Hersteller von Teppichböden haben auch Teppichfliesen und -planken in ihrem Portfolio. Die Vorteile der modularen Formate liegen auf der Hand: Lagerung, Transport und Verlegung gestalten sich einfacher als bei Bahnenware. Zudem lassen sich durch die Kombination verschiedener Formate, Farben und Strukturen interessante Flächenbilder erzeugen – der Gestaltungsfreiraum lockt vor allem Architekten und Planer. Auf Doppelbödenkonstruktionen bieten die modularen Textilbeläge den Vorteil, dass einzelne Stellen schneller zugänglich sind. Außerdem tragen sie maßgeblich zu einer angenehmen Raumakustik bei.
Auch Hersteller von LVT spezialisieren sich auf verschiedene Formate. Die Design-Auswahl fällt häufig auf Holz- und Stein-Imitate, aber auch abstrakte Muster finden sich in vielen Kollektionen. LVT ist besonders robust, pflegeleicht und für Bereiche geeignet, wo Feuchtigkeit auftritt, wie in Eingängen, Küchen oder Badezimmern.
Modular – für individuelles Design
Dass textile und elastische Bodenbeläge ihre jeweiligen Vorteile mitbringen, machen sich Architekten und Planer zunutze und spielen diese in Kombinationen aus. Nicht nur die Produkteigenschaften spielen dabei eine Rolle – auch das Design und die vielfältigen Möglichkeiten, Flächen zu gestalten, eröffnen individuelle Konzepte. Dass dieser Trend das Potenzial hat, sich fortzusetzen, haben auch einige Hersteller erkannt, die sich zuvor meist nur auf eine Bodenbelags-Kategorie konzentriert haben und inzwischen sowohl textile Module als auch LVT anbieten, wie zum Beispiel Amtico, Forbo, Interface, Tarkett und Milliken.
Auch hier sind die Vorteile klar: Der Fachhändler kann beide Bodenbeläge aus einem Haus anbieten, die Produkte werden zeitgleich auf der Baustelle angeliefert. Sowohl die textilen als auch die elastischen Module werden in gleichen Größen angeboten, sodass kein unnötiger Verschnitt entsteht. Außerdem entfällt bei höhengleichem Aufbau der Produkte die Installation eines Übergangsprofils.
Beate Kranen


