VinylPlus: EU-Klimaziele – ohne Wettbewerbsfähigkeit keine erfolgreiche Transformation
Ende September trafen sich rund 80 Teilnehmer auf dem »5. VinylPlus Nachhaltigkeitsforum Deutschland« im Bonner Universitätsclub, um die weitere Minimierung des CO₂-Fußabdrucks entlang der PVC-Wertschöpfungskette zu diskutieren. Dabei zeigten Experten aus Unternehmen und Wissenschaft Wege auf, wie die Branche perspektivisch »klimaneutral« werden kann; außerdem wurde diskutiert, wie Zertifizierungssysteme sowie die systematische Erfassung und gebündelte Kommunikation von Nachhaltigkeitsdaten die Glaubwürdigkeit und Marktakzeptanz nachhaltiger Produkte stärken könnten. Fazit der Vorträge und der anschließenden Paneldiskussion: Ein großer Vorteil und entscheidender Hebel für den Werkstoff PVC auf dem Weg zur Klimaneutralität ist die gute Recyclingfähigkeit. Hinzu kommen der Einsatz erneuerbarer Energien und nicht-fossiler Rohstoffe. Auch »Carbon Capture/Storage«-Technologien und ein verstärkter Fokus auf das Thema Ökodesign wurden als Teil der Lösung genannt.
Einheitliche Nachhaltigkeitsanforderungen
Gleichzeitig wurde betont, dass Nachhaltigkeitsprogramme, wie das der europäischen PVC-Branche, durch ein breites gesellschaftliches und politisches Bekenntnis zur Transformation begleitet werden müssten – dazu zähle die Verbraucherakzeptanz aktuell höherer Preise für nachhaltige Produkte ebenso wie die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen. Wesentlich dafür sei der konsequente Vollzug einheitlicher Marktregeln, insbesondere Nachhaltigkeitsanforderungen – auch für nach Europa importierte Produkte.
Dr. Oliver Mieden, Vorstandvorsitzender von VinylPlus Deutschland, erklärte: »Wir stehen als Industrie vor der Herausforderung, die Transformation in Richtung Kohlenstoffneutralität entschieden voranzutreiben und mit den notwendigen wirtschaftlichen Zielen zu verbinden. Denn ohne Wettbewerbsfähigkeit gibt es keinen wirtschaftlichen Erfolg – und ohne wirtschaftlichen Erfolg keine Resilienz und keine erfolgreiche Transformation.«
Ein weiterer Programmpunkt war die Übergabe der Geschäftsführung: Nach mehr als elf Jahren übergab Thomas Hülsmann zum 1. September seine Aufgaben an Alexander Kronimus.

