Weinor: Start der neuen Produktionsanlage
Mit Abschluss der 2021 begonnenen Bauarbeiten zur neuen Produktionshalle von Weinor im Werk Möckern bei Magdeburg wurde nun die neue Pulverbeschichtungsanlage in Betrieb genommen. »Mit der neuen Anlage hat Weinor seine Beschichtungskapazität in Möckern erheblich gesteigert – mittelfristig ist sogar nahezu eine Verdopplung möglich«, so Werkleiter Frank Rappholz, »damit sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt.« Im nächsten Schritt wird der gesamte Produktionsprozess an die neue Pulverbeschichtung angepasst: So wird die Produktionshalle der alten Pulverbeschichtung saniert, um die Tuchnäherei und das Tuchballenlager entsprechend dem Prozessfluss anzuordnen. Auch alle Arbeitsabläufe werden neu strukturiert, sodass es die Montagekapazität mit der neuen Beschichtungsleistung aufnehmen kann. Laut Plan werden dann bis Ende des Jahres alle Arbeiten abgeschlossen sein.
Arbeitsergonomie und Nachhaltigkeit
Den Impuls für den großzügig dimensionierten Neubau samt Produktionsanlagen gab eine ständig wachsende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Sonnen- und Wetterschutzsystemen von Kundenseite. Neben der neuen Pulverbeschichtungsanlage hat Weinor auch in zusätzliche Einrichtungen für vor- und nachgelagerte Prozesse wie etwa Transport- und Montageanlagen investiert. Insgesamt beliefen sich die Investitionen auf rund 13 Mio. Euro.
Zeitgemäße Be- und Entlüftungstechnik in der neuen Produktionshalle verringert die Hitzeentwicklung im Sommer und erwärmt die einströmende Luft im Winter. Dies sorgt für ein besseres Klima und trägt zu einer Verbesserung des Arbeitsumfelds bei. Um lange Wege zu verringern, wird außerdem die Anordnung der Arbeitsplätze optimiert. In puncto Nachhaltigkeit setzt Weinor auf innovative Wärmerückgewinnung: Die thermische Energie der beschichteten Teile aus dem Brennofen wird für die Trocknungsöfen genutzt. Zudem erwärmen energieeffiziente Kreuzwärmetauscher die einströmende kalte Zuluft in der Wärmenutzungszone und kühlen sowie kondensieren die Abluft. Wasser wird durch Verdampfen wieder in den geschlossenen Kreislauf zurückgeführt. Den Strom für den Verdampfungsprozess der Abwässer liefert dabei die eigene Photovoltaikanlage auf dem Hallendach. In der Pulverrückgewinnungsanlage wird wertvoller Rohstoff wieder nutzbar gemacht.

