Windmöller: Ärztezentrum in klassizistischem Umfeld
Ein modernes Ärztezentrum umgeben von vorwiegend klassizistischen Bauwerken: Dieser Spagat ist mit dem Oldenburger August-Carrée gelungen. Der neu erbaute Gebäudekomplex fügt sich mit der hochwertigen Ziegelfassade stimmig in das einstige Kasernenareal ein. Verlegt wurden hier 3300 m² »Purline«-Bioboden von »wineo«.
Neun Arztpraxen in einer Größe von 160 bis 300 m² sind dort untergebracht. Hinzu kommt eine Wohngruppe für Intensivpflege-Patienten, ein Sanitätshaus, eine Apotheke, eine Physiotherapie-Praxis und ein Hörgeräte-Akustiker.
»Uns lag beim Design eine zeitlose Entwurfssprache am Herzen, die mit hochwertigen Materialien lange nutzbar sein soll«, sagt Architekt Peer Gertenbach vom Herforder Büro Archwerk. Moderne Werkstoffe eröffnen daher neue Gestaltungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen.
Ein Beispiel, das diese Entwicklung zeigt, sind Bodenbeläge: Sie nehmen eine verhältnismäßig große Fläche ein und prägen so den Charakter eines Raumes. »Oft baut die ganze Gestaltung auf dem Bodenbelag auf«, so Gertenbach. Im August-Carrée wurden 3300 m² »Purline«-Bioboden »wineo 1500 fusion XL« im Design »Pure.Three« verlegt. Die Bodenflächen sind im gesamten Gebäude geprägt von authentischer Natursteinoptik in elegantem Grau bzw. verschiedenen Eichenoptiken für mehr Wärme und Wohnlichkeit in ausgewählten Bereichen. Speziell an die Bedürfnisse von Architekten und Planern angepasst, enthält die »wineo 1500 fusion« 16 fein abgestufte Grautöne. Diese Selektion verspricht die passende Grau-Nuance zu jedem Farb- und Materialkonzept.
Dem Alltagsbetrieb trotzen
Im Alltagsbetrieb trotzt der Belag allen Anforderungen, die der Einsatz in medizinischen Einrichtungen an einen Bodenbelag stellen kann. Von Bedeutung ist die hohe Beständigkeit gegenüber RKI-/VAH-gelisteten Desinfektionsmitteln. Hoch zu bewerten sind auch die Eigenschaften der elastischen Oberfläche: Sie mindert den Geh- und Trittschall und sorgt somit für eine geringe Geräuschbelastung für Patienten. Der äußerst geringe Pflegeaufwand kommt vor allem dem Reinigungspersonal zugute, während sich Praxisbetreiber insbesondere über die Wirtschaftlichkeit freuen: Das PFIFF Institut für angewandte Gebäudereinigungstechnik in Memmingen bestätigt »Purline«-Bioboden über die gesamte Lebensdauer eine Kostenersparnis von durchschnittlich 30 Prozent gegenüber anderen marktüblichen Bodenbelägen.
Die Basis des Bio-Polyurethan-Bodens ist der Hochleistungsverbundwerkstoff »Ecuran«, der zu einem überwiegenden Teil aus Pflanzenölen wie Raps- oder Rizinusöl und natürlich vorkommenden mineralischen Komponenten wie Kreide besteht – ohne Zusatz von Chlor, Weichmachern und Lösungsmitteln. »Purline«-Bioboden gibt keine schädlichen Stoffe an die Raumluft ab und trägt das »Cradle to Cradle«-Zertifikat in Silber, das den Belag als besonders nachhaltig kennzeichnet. »Gerade dieser ökologische und nachhaltige Ansatz war bei der Wahl des Bodenbelags ein entscheidender Punkt«, so Gertenbach.
Bei der Gestaltung von Praxen und Ärztehäusern wird immer mehr darauf geachtet, dass sich Besucher und Patienten wohlfühlen. Auch auf die Motivation der Mitarbeiter wirkt sich ein ansprechendes Erscheinungsbild positiv aus, da Menschen spüren, wenn Räumen ein guter und durchdachter Entwurf zugrunde liegt und Oberflächen sowie Farben dem Gesamtkonzept entsprechen, so die Überzeugung des Architekten.


