Lexikon

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Abbeizen

Ablösen von alten Anstrichen und Beschichtungen durch Verwendung von Chemikalien. Dabei können alkalische, saure oder neutrale Abbeizmittel eine Erweichung der Beschichtung und Enthaftung bewirken. Früher wurden stark...

Ablösen von alten Anstrichen und Beschichtungen durch Verwendung von Chemikalien. Dabei können alkalische, saure oder neutrale Abbeizmittel eine Erweichung der Beschichtung und Enthaftung bewirken. Früher wurden stark alkalische Abbeizmittel (Ablaugemittel) eingesetzt, die heute aus Gründen des Umweltschutzes kaum noch Anwendung finden. Stattdessen werden heute neutrale, hochsiedende Lösemittel verwendet (Abbeizfluide).

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Abbeizfluid

Stoffe auf Basis organischer Lösemittel mit pastöser Konsistenz, die durch tiefes Eindringen in die Altbeschichtung diese quellen und anlösen können, wobei hiermit vorwiegend Dispersionen, Dispersionslacke, Lackfarben...

Stoffe auf Basis organischer Lösemittel mit pastöser Konsistenz, die durch tiefes Eindringen in die Altbeschichtung diese quellen und anlösen können, wobei hiermit vorwiegend Dispersionen, Dispersionslacke, Lackfarben und Kunstharzputze entfernt werden können. Wichtig: Bei Einsatz von paraffinhaltigen Abbeizern muss der Untergrund mit Lösemittel nachgewaschen werden, da sonst die Paraffine die Haftung nachfolgender Anstrichsysteme negativ beeinflussen. Werden wasseremulgierbare Stoffe in Abbeizern verwendet, so kann mit Wasser nachgewaschen werden. Bei Schmutzwasser Umweltschutz unbedingt beachten!

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Abbinden

Bezeichnet ganz allgemein den Übergang vom flüssigen oder pastenförmigen in den festen Zustand. Man unterscheidet grundsätzlich die physikalische und die chemische Trocknung. Bei der physikalischen Trocknung erfolgt ein...

Bezeichnet ganz allgemein den Übergang vom flüssigen oder pastenförmigen in den festen Zustand. Man unterscheidet grundsätzlich die physikalische und die chemische Trocknung. Bei der physikalischen Trocknung erfolgt ein Verdunsten der Lösemittel (auch Wasser ist ein Lösemittel), wogegen bei der chemischen Trocknung durch eine chemische Reaktion eine Vernetzung der Moleküle stattfindet (zum Beispiel Polymerisation). Je nach Art des Materials gibt es verschiedene Möglichkeiten, das Abbindeverhalten im jeweils gewünschten Sinne zu beeinflussen: Veränderung der Temperatur, Zusatz von Additiven zur Beschleunigung oder Verzögerung, Variation in Schichtstärke, Druck u.a. Hierdurch kann auch die Abbindezeit gesteuert werden. Das Abbinden bzw. Festwerden von Mörtel, Gips oder Zement (Beton) wird zutreffender als "Erstarren" bezeichnet. Hierbei ist die Endhärte mit dem Festwerden noch nicht erreicht, sondern dieser Vorgang erstreckt sich - in Abhängigkeit von den Umgebungsbedingungen - über einen mehr oder minder langen Zeitraum.

A
Abdeckung

Abdeckbahnen sollen bei schwimmenden Estrichen das Eindringen von Estrichmörtel in die Dämmschicht verhindern. Nach DIN 18 560-2, Abschnitt 6.1.2, sind Dämmschichten mit einer Abdeckbahn (zum Beispiel PE-Folie, Ölpapier...

Abdeckbahnen sollen bei schwimmenden Estrichen das Eindringen von Estrichmörtel in die Dämmschicht verhindern. Nach DIN 18 560-2, Abschnitt 6.1.2, sind Dämmschichten mit einer Abdeckbahn (zum Beispiel PE-Folie, Ölpapier oder Pappe) vor dem Eindringen von Frischmörtel zu schützen. Abdeckbahnen haben keine abdichtende Funktion.

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Abdichtung

Zwischen verschiedenen Baustoffen und Bauteilen notwendige Anschlussfugen werden im Außenbereich gegenüber Schlagregen abgedichtet, wobei elastische, spritzbare Fugendichtstoffe oder vorkomprimierte Fugendichtbänder zur...

Zwischen verschiedenen Baustoffen und Bauteilen notwendige Anschlussfugen werden im Außenbereich gegenüber Schlagregen abgedichtet, wobei elastische, spritzbare Fugendichtstoffe oder vorkomprimierte Fugendichtbänder zur Verfügung stehen. Im Innenbereich werden zum Beispiel in Bad und Küche Fugen zwischen Fliesen und geputzten Wandflächen und anderen gegenüber Feuchtigkeit und Spritzwasser abgedichtet.

A
Abdichtungsstoffe

Für Abdichtungen als Flächenabdichtung oder Verbundabdichtung bei Estrichkonstruktionen im Innen- und Außenbereich werden je nach Feuchtigkeitsbeanspruchung verschiedene Abdichtungsstoffe verwendet. Nach DIN 18 195-2...

Für Abdichtungen als Flächenabdichtung oder Verbundabdichtung bei Estrichkonstruktionen im Innen- und Außenbereich werden je nach Feuchtigkeitsbeanspruchung verschiedene Abdichtungsstoffe verwendet. Nach DIN 18 195-2 »Bauwerksabdichtungen – Teil 2: Stoffe« können als Abdichtungsstoffe zum Beispiel Bitumenschweißbahnen und Elastomer-Bitumenschweißbahnen, Kunststoffdichtungsbahnen, kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtungen (KMB), kaltselbstklebende Bitumendichtungsbahnen (KSK) eingesetzt werden.

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Abfüllanlagen

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) schreibt vor, das Böden in Abfüllanlagen so beschaffen sein müssen, dass »(. . .) eine Verunreinigung der Gewässer oder eine sonstige nachteilige Veränderung ihrer Eigenschaften nicht zu...

Das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) schreibt vor, das Böden in Abfüllanlagen so beschaffen sein müssen, dass »(. . .) eine Verunreinigung der Gewässer oder eine sonstige nachteilige Veränderung ihrer Eigenschaften nicht zu besorgen ist (. . .)«. Das WHG unterscheidet zwischen zwei Arten von Anlagen: LAU-Anlagen (Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen wassergefährdender Stoffe) und HBV-Anlagen (Anlagen zum Herstellen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe). Derartige Räumlichkeiten befinden sich häufig in der Getränkeindustrie, der Druckfarbenindustrie, bei der Chemischen Industrie und/oder in Produktionsstätten, in denen mit chemischen Stoffen und Zubereitungen umgegangen wird (zum Beispiel Druckereien, Galvanikbetrieben u. a.).

A
ABGEPASSTE TEPPICHE

Standardmaße bei gewebten Teppichen: 200 x 300 cm, 250 x 350 cm, 300 x 400 cm. Bei Tuftingware lässt sich jedes gewünschte Maß aus der Bahnenware als Coupon schneiden. Diese Coupons werden rumdum gekettelt oder mit Stoff...

Standardmaße bei gewebten Teppichen: 200 x 300 cm, 250 x 350 cm, 300 x 400 cm. Bei Tuftingware lässt sich jedes gewünschte Maß aus der Bahnenware als Coupon schneiden. Diese Coupons werden rumdum gekettelt oder mit Stoff oder Leder eingefasst.

A
Ablauger

Laugen oder alkalische Salze, die vor allem ölhaltige Bindemittel (zum Beispiel Alkydharzlack) durch Verseifung auflösen können, wobei Alkydharzlacke und ölhaltige Kunstharzlacke zu entfernen sind. Die Einwirkdauer kann...

Laugen oder alkalische Salze, die vor allem ölhaltige Bindemittel (zum Beispiel Alkydharzlack) durch Verseifung auflösen können, wobei Alkydharzlacke und ölhaltige Kunstharzlacke zu entfernen sind. Die Einwirkdauer kann bis zu zwei Stunden betragen. Nach dem Abschaben der verseiften Altanstriche mit dem Stielspachtel ist der Untergrund mit Wasser nachzuwaschen und zu reinigen (Umweltschutz beachten!).

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Ableitfähigkeit

Ableitfähigkeit ist die Eigenschaft von Stoffen, elektrische Energie abzuführen. In welchem Masse dies geschieht, bestimmt der elektrische Widerstand des Materials, angegeben in Ohm [Ω]. Fußböden sollen einerseits einen...

Ableitfähigkeit ist die Eigenschaft von Stoffen, elektrische Energie abzuführen. In welchem Masse dies geschieht, bestimmt der elektrische Widerstand des Materials, angegeben in Ohm [Ω]. Fußböden sollen einerseits einen so niedrigen Widerstand haben, dass keine überproportionale elektrostatische Aufladung von Personen durch Reibung und anschließende Trennung von Stoffen (zum Beispiel beim Begehen) entsteht. Andererseits darf ein bestimmter Wert nicht unterschritten werden, um bei Berührung einer Spannungsquelle gefährliche Stromleitungen durch den menschlichen Körper auszuschließen. Als Richtwert gilt ein Widerstand von RE < Ω 106 Ω (Ableitfähige Oberböden).

A
Ablüftzeit

Ablüftzeit ist die Zeit, die zwischen dem Auftragen aufeinander folgender Beschichtungen (nass in nass) oder zwischen Auftrag und darauf folgendem Einbrennen oder Strahlungshärten zum Verdunsten des Großteils der...

Ablüftzeit ist die Zeit, die zwischen dem Auftragen aufeinander folgender Beschichtungen (nass in nass) oder zwischen Auftrag und darauf folgendem Einbrennen oder Strahlungshärten zum Verdunsten des Großteils der flüchtigen Anteile erforderlich ist.

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Abnahme

Abnahme ist die Handlung, bei welcher der Auftragnehmer das Gewerk an den Auftraggeber mit rechtlichen Folgen in die Nutzung übergibt: Beweislastumkehr für das Vorliegen von Mängeln, Gefahrübergang bei Beschädigungen,...

Abnahme ist die Handlung, bei welcher der Auftragnehmer das Gewerk an den Auftraggeber mit rechtlichen Folgen in die Nutzung übergibt: Beweislastumkehr für das Vorliegen von Mängeln, Gefahrübergang bei Beschädigungen, Fälligkeit der Schlussrechnung, Verjährungsbeginn für Gewährleistungsansprüche. Im Bauwesen häufigste Form der Abnahme sind: die förmliche Abnahme nach VOB/B, § 12, Nr. 4, die konkludente Abnahme durch schlüssiges Handeln (zum Beispiel Inbetriebnahme) und die ausdrückliche Abnahme eines Gewerkes als im wesentlichen mängelfrei. Praxistipp: Unmittelbar nach der Fertigstellung einer Werkleistung (zum Beispiel Verlegung von Bodenbelägen, Ausführung einer Beschichtung u. a.) ist der Auftragnehmer gut beraten, wenn er seine Leistungen vom Bauherrn/Auftraggeber auch abnehmen lässt. Am besten geeignet ist hierfür ein Übergabe-/Abnahmeprotokoll, mit welchem die fehlerfreie Ausführung und/oder mangelfreie Herstellung der beauftragten Leistungen vom Bauherrn bestätigt wird. Sollte es dabei zu kleineren und/oder größeren Fehlern gekommen sein, so können solche noch erforderliche Nacharbeiten in einem Abnahmeprotokoll vermerkt werden. Derartige Abnahmeprotokolle sind später von entscheidender Bedeutung, wenn der Bauherr die Zahlung verweigert und/oder etwa später Mängel rügt, deren Vorhandensein während der Abnahme gegebenenfalls gar nicht gerügt wurde.

A
Abpudern

Das Abpudern ist ein Oberflächeneffekt bei eingepflegten Oberböden. Vor allem bei Linoleum-Bodenbelägen kann sich durch zu häufige und/oder zu feuchte Grundreinigung die Oberflächenbeschaffenheit verändern, das heißt die...

Das Abpudern ist ein Oberflächeneffekt bei eingepflegten Oberböden. Vor allem bei Linoleum-Bodenbelägen kann sich durch zu häufige und/oder zu feuchte Grundreinigung die Oberflächenbeschaffenheit verändern, das heißt die Linoleumoberfläche wird offenporig. Während der Grundreinigung kommt es zu Wasseraufnahme in Poren und der Holzbestandteile. Bei einer nicht ausreichenden Wartezeit (weniger als 24 Stunden) vor dem Auftrag einer Dispersion als Einpflege kann sich diese filmbildende Schicht nicht mit dem Untergrund verbinden. Bei mechanischer Belastung, wie zum Beispiel in Hauptlaufzonenbereichen, kann es dann zum Weißbruch der Einpflege kommen.

A
Abreißfestigkeit

Abreißfestigkeit beschreibt die Abreißkraft als Kraft pro Fläche [N/mm2], bezogen auf den Durchmesser des Prüfstempels beim Abreißversuch.

Abreißfestigkeit beschreibt die Abreißkraft als Kraft pro Fläche [N/mm2], bezogen auf den Durchmesser des Prüfstempels beim Abreißversuch.

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Abreißversuch

Die Prüfung des Haftverbundes von zum Beispiel Beschichtungen auf dem Untergrund (zum Beispiel Beton, Estrich u. a.) oder der Oberflächenfestigkeit von mineralischen Untergründen (zum Beispiel Beton, Estrich u. a.)...

Die Prüfung des Haftverbundes von zum Beispiel Beschichtungen auf dem Untergrund (zum Beispiel Beton, Estrich u. a.) oder der Oberflächenfestigkeit von mineralischen Untergründen (zum Beispiel Beton, Estrich u. a.) erfolgt mittels dem Abreißversuch bzw. der Stempelhaftzugprüfung in Anlehnung an die normativen Vorgaben der DIN 1048 Teil 2 »Prüfverfahren für Beton; Festbeton in Bauwerken und Bauteilen« bzw. in Anlehnung an DIN EN 13 892-8 »Prüfverfahren für Estrichmörtel und Estrichmassen; Prüfung der Haftzugfestigkeit« oder nach der DIN ISO 4624 »Beschichtungsstoffe – Abreißversuch zur Beurteilung der Haftfestigkeit« (02/2003). Hierzu werden runde Abzugstempel aus Stahl oder Aluminium (Durchmesser von 50 mm) verwendet. Mittels eines geeigneten, 2-komponentigen Klebers (PMMA, PUR u. a.) werden die Abzugstempel auf die ausgewählte und vorgebohrte Prüfstelle des Untergrundes aufgeklebt und nach Erhärten des Klebers bei konstanter Geschwindigkeit bis zum Bruch auf Zug belastet bis zum Versagen in der schwächsten Schicht (Kohäsionsbruch) oder zwischen zwei Schichten (Adhäsionsbruch). Die Kraft, bei der es zum Bruch kommt ist entscheidend und gibt Aufschluss über die Abreißfestigkeit [N/mm2]. Neben dem infolge der Prüfmaßnahmen resultierenden Messwert ist insbesondere das sich ergebende Bruchbild/die Bruchzone aufgrund der abgezogenen Prüfstempel und damit der Trennfall selbst von Bedeutung. Insofern muss nach jedem Abreißversuch nicht nur das Ergebnis mit Zahlenwert und Einheit in [N/mm] festgestellt werden. Hierzu ist zweckmäßig, den jeweiligen Trendfall zu bewerten, zum Beispiel 10 Prozent Adhäsionsbruch, 90 Prozent Kohäsionsbruch.

A
Abrieb

Begriff in der physikalischen Prüfung von Bodenbelägen. Festgestellt wird der Gewichtsverlust und die Oberflächenveränderung eines Prüflings anhand genormter Bewertungsrichtlinien.

Begriff in der physikalischen Prüfung von Bodenbelägen. Festgestellt wird der Gewichtsverlust und die Oberflächenveränderung eines Prüflings anhand genormter Bewertungsrichtlinien.

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Abriebfestigkeit

Widerstand, den Anstriche oder Beschichtungen einer mechanischen Beanspruchung entgegensetzen. Solche Beanspruchungen bestehen zum Beispiel aus Wischen, Reiben, Polieren, Scheuern und im Fußbodenbereich aus...

Widerstand, den Anstriche oder Beschichtungen einer mechanischen Beanspruchung entgegensetzen. Solche Beanspruchungen bestehen zum Beispiel aus Wischen, Reiben, Polieren, Scheuern und im Fußbodenbereich aus nutzungsbedingten Dreh-, Schub- und Walkbewegungen, die bei einfachem Begehen, kollernden Lasten oder Einsatz von Flurförderfahrzeugen entstehen.

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Absanden

Absanden ist das Ablösen des Zuschlags bei Estrich- bzw. Betonoberflächen, wodurch die Oberflächen rau werden. Absandende Oberflächen entstehen infolge fehlerhafter Nachbehandlung, zu geringem Bindemittelgehalt (zum...

Absanden ist das Ablösen des Zuschlags bei Estrich- bzw. Betonoberflächen, wodurch die Oberflächen rau werden. Absandende Oberflächen entstehen infolge fehlerhafter Nachbehandlung, zu geringem Bindemittelgehalt (zum Beispiel Zement) oder unzureichender Festigkeit der oberflächennahen Randzone. Nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten« hat der Auftragnehmer bei seiner Prüfung bei nicht genügend fester, poröser oder zu rauer Oberfläche des Untergrundes Bedenken nach VOB, Teil B, § 4, Nr. 3 schriftlich anzumelden.

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Abschleifen

Abschleifen ist eine Sanierungsmaßnahme der oberflächennahen Randzone des Estrichs und wird mit Hilfe von Schleifgeräten (zum Beispiel Diamantschleifer) als Alternative zum Kugelstrahlen oder Fräsen durchgeführt, wenn...

Abschleifen ist eine Sanierungsmaßnahme der oberflächennahen Randzone des Estrichs und wird mit Hilfe von Schleifgeräten (zum Beispiel Diamantschleifer) als Alternative zum Kugelstrahlen oder Fräsen durchgeführt, wenn nach dem Anschleifen bzw. Reinigungsschliff keine ausreichend feste, belegreife Oberfläche erzielt wurde. Das Abschleifen kann auch angewendet werden, um Unebenheiten in der Estrichoberfläche zu begradigen (Frässpuren, Besenstrich) oder glatte Oberfläche aufzurauen. Das Abschleifen gehört nach der VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten« zu den besonderen Leistungen, muss somit ausdrücklich beauftragt und gesondert vergütet werden.

A
Absperrmittel

Auch als Isoliergrund oder Sperrgrund bezeichnet, sind filmbildende Voranstriche, welche die Einwirkung von Stoffen aus dem Untergrund auf eine Beschichtung (oder zwischen einzelnen Schichten eines Systems) verhindern...

Auch als Isoliergrund oder Sperrgrund bezeichnet, sind filmbildende Voranstriche, welche die Einwirkung von Stoffen aus dem Untergrund auf eine Beschichtung (oder zwischen einzelnen Schichten eines Systems) verhindern sollen. Hierzu gehören z.B. das Durchschlagen von Nikotin- oder Wasserflecken, von Holzinhaltsstoffen aus Hartfaser- und Press-Spanplatten, astreichen und tropischen Hölzern oder von färbenden Bestandteilen der Deckschicht von Gipskartonplatten. Um ein Durchschlagen sicher auszuschließen müssen derartige Absperrmittel einen porenfreien Film bilden.

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Abtönen

Abmischen von Farben, Lacken und Putzen auf den vom Kunden gewünschten Farbton mittels Abtönpasten (hochpigmentierte Volltonfarben).

Abmischen von Farben, Lacken und Putzen auf den vom Kunden gewünschten Farbton mittels Abtönpasten (hochpigmentierte Volltonfarben).

A
Abziehen

Durch das Abziehen wird bei Estrichen mit nicht fließfähiger Konsistenz ( Fließestrich) nach dem Einbau die vorgegebene Höhenlage bzw. die Estrichdicke mittels Richtscheit, Abziehlatte oder Kartätsche erzielt.

Durch das Abziehen wird bei Estrichen mit nicht fließfähiger Konsistenz ( Fließestrich) nach dem Einbau die vorgegebene Höhenlage bzw. die Estrichdicke mittels Richtscheit, Abziehlatte oder Kartätsche erzielt.

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Acrylfarben

Erhältlich zum Beispiel als Reinacrylat-Fassadenfarben oder Acrylatfarben für den Innenbereich. Es handelt sich um wasserverdünnbare Kunststoffdispersionsfarben, wobei das Bindemittel (polymere Acrylate) in Wasser...

Erhältlich zum Beispiel als Reinacrylat-Fassadenfarben oder Acrylatfarben für den Innenbereich. Es handelt sich um wasserverdünnbare Kunststoffdispersionsfarben, wobei das Bindemittel (polymere Acrylate) in Wasser dispergiert wird, das heißt feinst verteilt vorliegt.

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Acrylharze

Polymerisate aus Estern der Acryl- oder Methacrylsäure und Alkoholen. Vielfach bestehen Acrylharze aus Copolymerisaten in Verbindung mit Alkydharzen oder Epoxidharzen. Lufttrocknende Acrylharze werden als Bindemittel für...

Polymerisate aus Estern der Acryl- oder Methacrylsäure und Alkoholen. Vielfach bestehen Acrylharze aus Copolymerisaten in Verbindung mit Alkydharzen oder Epoxidharzen. Lufttrocknende Acrylharze werden als Bindemittel für Beschichtungen auf Beton, Faserzement, Außenputzen und bestimmten Kunststoffen verwendet. Wärmetrocknende Arcylharze finden ihren Einsatz als Einbrennlackierungen auf Stahl, Aluminium und Zink.

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Acrylharzlack

Wasserverdünnbarer oder lösemittelhaltiger Lack, der physikalisch durch Verdunsten des Lösemittels trocknet. Verarbeitungsfertiger einkomponentiger Werkstoff auf Polymethacrylatbasis mit schneller Trocknung bei guter...

Wasserverdünnbarer oder lösemittelhaltiger Lack, der physikalisch durch Verdunsten des Lösemittels trocknet. Verarbeitungsfertiger einkomponentiger Werkstoff auf Polymethacrylatbasis mit schneller Trocknung bei guter Haftung, guter Licht- und Alterungsbeständigkeit, auch auf alkalischen Untergründen beständig, da schwer verseifbar.

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Additive

Zusatz- oder Hilfsstoffe, mit welchen die Eigenschaften von Anstrichen, Lacken, Lasuren und Beschichtungen positiv beeinflusst werden. Additive sind zum Beispiel Verlaufsmittel, Verdickungsmittel, Antiabsetzmittel,...

Zusatz- oder Hilfsstoffe, mit welchen die Eigenschaften von Anstrichen, Lacken, Lasuren und Beschichtungen positiv beeinflusst werden. Additive sind zum Beispiel Verlaufsmittel, Verdickungsmittel, Antiabsetzmittel, Antihautmittel, Weichmacher, Fungizide, Insektizide, Bakterizide, Anti-Foulings und Sikkative (Trocknungsbeschleuniger). Viele Additive wirken als Filmbildehilfsmittel und führen zu fehlerfreien Beschichtungsoberflächen ohne Kraterbildung durch Lufteinschlüsse, bei guter Haftung durch vollständige Benetzung des Untergrundes ohne Verlaufsstörungen.

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Adhäsion

Adhäsion (lat. für »anhaften«) bzw. die Anhangskraft zwischen zwei Stoffen auf molekularer Ebene. Die Funktionsweise der Adhäsion ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht. Das Phänomen des Haftvermögens...

Adhäsion (lat. für »anhaften«) bzw. die Anhangskraft zwischen zwei Stoffen auf molekularer Ebene. Die Funktionsweise der Adhäsion ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht. Das Phänomen des Haftvermögens einer Grundierung bzw. Spachtelmasse und/oder Beschichtung auf einem Untergrund (zum Beispiel Beton oder Estrich) beruht auf elektrischen Wechselwirkungskräften zwischen den positiv oder negativ geladenen Atomen bzw. Bestandteilen eines Stoffes. So zeigt jedes Atom und/oder jeder Bestandteil eines Stoffes eine unterschiedliche positive oder negative elektrische Ladung. Dabei ziehen sich Stoffe mit gegensätzlichen elektrischen Ladungen an, wodurch eben die Haftung zwischen einer Beschichtung auf einem Untergrund hervorgerufen wird. Je rauer und saugfähiger dabei die Kontaktfläche, zum Beispiel Fliesenunterseite oder Estrichoberfläche, einerseits und haftungswilliger der Kleber andererseits sind, desto höher ist die Adhäsionskraft auf Dauer.

A
Adhäsionsbruch

Als Adhäsionsbruch wird das rückstandsfreie Ablösen zwischen zwei miteinander verbundenen Materialien zum Beispiel einer Beschichtung vom Untergrund (zum Beispiel Beton oder Estrich) bezeichnet. Häufig resultiert ein...

Als Adhäsionsbruch wird das rückstandsfreie Ablösen zwischen zwei miteinander verbundenen Materialien zum Beispiel einer Beschichtung vom Untergrund (zum Beispiel Beton oder Estrich) bezeichnet. Häufig resultiert ein Adhäsionsbruch als Folge einer unzureichenden Untergrundvorbereitung und kann daher als Fehler einer Werkleistung bewertet werden, wenn sich die Beschichtung infolge der Nutzung und Frequentierung dann schollenartig rückstandsfrei vom Untergrund ablöst.

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AE

AE ist die alte Bezeichnung für Anhydritestrich nach DIN 18 560-1 »Estriche im Bauwesen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen, Prüfungen und Ausführungen« (Stand 05/1992). Die neue Bezeichnung nach DIN EN 13 813...

AE ist die alte Bezeichnung für Anhydritestrich nach DIN 18 560-1 »Estriche im Bauwesen – Teil 1: Allgemeine Anforderungen, Prüfungen und Ausführungen« (Stand 05/1992). Die neue Bezeichnung nach DIN EN 13 813 »Estrichmörtel und Estrichmassen« lautet CA (aus dem Englischen für »Calcium sulfate screed«).

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Affinität

Aufziehvermögen von Farbstoffen oder Textilhilfsmitteln auf Fasern bzw. Garnen.
Polyamid-Fasern können bis zu vier Affinitäten haben: Auf diesem Prinzip beruht das Differential-dyeing-Verfahren, das bis zu vier...

Aufziehvermögen von Farbstoffen oder Textilhilfsmitteln auf Fasern bzw. Garnen.
Polyamid-Fasern können bis zu vier Affinitäten haben: Auf diesem Prinzip beruht das Differential-dyeing-Verfahren, das bis zu vier Farbabstufungen ausfärben kann.

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AgBB-Schema/VOC

Bauprodukte können eine bedeutsame Quelle für die Belastung der Innenraumluft durch flüchtige organische Verbindungen (VOC) darstellen. Um die Grundlage für eine einheitliche und nachvollziehbare gesundheitliche...

Bauprodukte können eine bedeutsame Quelle für die Belastung der Innenraumluft durch flüchtige organische Verbindungen (VOC) darstellen. Um die Grundlage für eine einheitliche und nachvollziehbare gesundheitliche Bewertung von Bauprodukten in Deutschland bereitzustellen, hat der »Ausschuss zur gesundheitlichen Bewertung von Bauprodukten« (AgBB) Prüfkriterien erarbeitet und daraus ein Bewertungsschema für VOC-Emissionen aus innenraumrelevanten Bauprodukten entwickelt. Das Bewertungsschema setzt gesundheitsbezogene Qualitätsmaßstäbe für die zukünftige Herstellung von Bauprodukten für den Innenraum und soll die Entwicklung besonders emissionsarmer Produkte unterstützen. Beurteilt werden VOCs, TVOCs (Total Volatile Organic Compounds), TSVOCs (Total Semi Volatile Organic Compounds) und Aldehyde, die aus Bauprodukten in einer Prüfkammer am 3. und am 28. Tag ausgasen. In das Bewertungsschema gehen neben der Konzentration auch gesundheitsschädliche Eigenschaften ein. Erfüllt ein Bauprodukt die Anforderungen des AgBB-Schemas, entstehen nach heutigem Stand des Wissens bei Verwendung dieses Bauprodukts keine gesundheitlich bedenklichen Raumluftbelastungen.

A
Aggregatzustand

Stoffe können in flüssigem, festem oder gasförmigem Zustand vorliegen, wobei der jeweilige Aggregatzustand (zum Beispiel durch Zufuhr von Wärmeenergie) umkehrbar ist. Jede Zustandsform ist dabei an einen bestimmten Druck...

Stoffe können in flüssigem, festem oder gasförmigem Zustand vorliegen, wobei der jeweilige Aggregatzustand (zum Beispiel durch Zufuhr von Wärmeenergie) umkehrbar ist. Jede Zustandsform ist dabei an einen bestimmten Druck und eine bestimmte Temperatur gebunden.

A
AGI

AGI ist die Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. Dieser Verband gibt wichtige Merkblätter für die Planung und Gestaltung sowie dem Oberflächenschutz von Industrieböden bzw. Fußbodenkonstruktionen in der...

AGI ist die Abkürzung für Arbeitsgemeinschaft Industriebau e.V. Dieser Verband gibt wichtige Merkblätter für die Planung und Gestaltung sowie dem Oberflächenschutz von Industrieböden bzw. Fußbodenkonstruktionen in der Industrie und für Gewerbezwecke heraus.

A
Ahorn

Ahorn (= Acer, lat.) ist eine Holzsorte/Holzart und gehört zu den Laubbäumen. Ahornbäume sind in Nordamerika, Europa und Asien beheimatet. Mit ihrer hellen Farbe und Maserung wird Ahornholz gern als Oberboden, zum...

Ahorn (= Acer, lat.) ist eine Holzsorte/Holzart und gehört zu den Laubbäumen. Ahornbäume sind in Nordamerika, Europa und Asien beheimatet. Mit ihrer hellen Farbe und Maserung wird Ahornholz gern als Oberboden, zum Beispiel Parkett oder Fertigparkett, verwendet.

A
Airless-Spritzsystem

Luftlos zerstäubendes Spritzverfahren, bei dem Lacke oder Farben von einer Pumpe unter hohen Druck (60 bis 380 bar) gesetzt und verspritzt werden (Höchstdruckspritzen). Durch den auf alle Flüssigkeitsteilchen...

Luftlos zerstäubendes Spritzverfahren, bei dem Lacke oder Farben von einer Pumpe unter hohen Druck (60 bis 380 bar) gesetzt und verspritzt werden (Höchstdruckspritzen). Durch den auf alle Flüssigkeitsteilchen gleichermaßen einwirkenden Druck wird die Flüssigkeit aus einer Düse gepresst und bei Druckabfall durch Austritt aus der Düse in feinste Teilchen zerrissen und weggeschleudert. Durch den Aufprall der Flüssigkeitsteilchen auf den Untergrund entsteht der Anstrichfilm. Es werden kleine Elektromembrangeräte (für kleine Flächen) und große, sehr leistungsfähige Pneumatikgeräte angeboten.

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Airless-Spritzverfahren

Airless bezeichnet ein Farbspritzverfahren, bei dem das Spritzmaterial ohne Luftzufuhr durch hohen Druck zerstäubt und auf die Oberfläche aufgebracht wird. Dieses Spritzverfahren ist für die Verarbeitung von Lacken und...

Airless bezeichnet ein Farbspritzverfahren, bei dem das Spritzmaterial ohne Luftzufuhr durch hohen Druck zerstäubt und auf die Oberfläche aufgebracht wird. Dieses Spritzverfahren ist für die Verarbeitung von Lacken und Dispersionen auf großen Flächen vorgesehen. Geräte mit einer Membrane oder Kolben können Drücke bis ca. 280 bar erzeugen, jedoch wird im Regelfall mit einem Druck von 80 bis 140 bar gearbeitet. Durch die hohe Energie, mit der die Farbtropfen auf die Fläche prallen, wird immer eine leichte Oberflächenstruktur erzeugt bei verhältnismäßig wenig Lacknebel (Overspray).

A
Akzentstreifen

Als Akzentstreifen bezeichnet man bei textilen Bodenbelägen ein lineares, streifenförmiges Muster in einer Kontrastfarbe. Auch streifenförmige Intarsien als gestalterisches Element können, wie zum Beispiel bei...

Als Akzentstreifen bezeichnet man bei textilen Bodenbelägen ein lineares, streifenförmiges Muster in einer Kontrastfarbe. Auch streifenförmige Intarsien als gestalterisches Element können, wie zum Beispiel bei elastischen Bodenbelägen, Laminatbelägen und Parkett, als Akzentstreifen bezeichnet werden.

A
Aliphatische Kohlenwasserstoffe

Aliphatische Kohlenwasserstoffe sind organische chemische Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammengesetzt und nicht aromatisch sind. Im Gegensatz zu den Aromaten handelt es sich hierbei um langkettige...

Aliphatische Kohlenwasserstoffe sind organische chemische Verbindungen, die aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammengesetzt und nicht aromatisch sind. Im Gegensatz zu den Aromaten handelt es sich hierbei um langkettige Kohlenwasserstoffverbindungen (Aliphaten). Als Beispiel seien genannt: Fette, Leinöl, Olefine, Parrafine, (Test-)Benzin. Aus Umweltschutzgründen und dem personenbezogenen Arbeitsschutz werden heute aromatische Lösemittel durch Aliphaten ersetzt.

A
Alkalische Reaktion

Wenn eine Lösung einen pH-Wert > 7 aufzeigt, reagiert diese alkalisch (basisch) und verfärbt Indikatorpapier blau. Die Reaktion wird hervorgerufen, da Wasser (H2O) aus H+ und OH-Ionen besteht und im Gleichgewicht neutral...

Wenn eine Lösung einen pH-Wert > 7 aufzeigt, reagiert diese alkalisch (basisch) und verfärbt Indikatorpapier blau. Die Reaktion wird hervorgerufen, da Wasser (H2O) aus H+ und OH-Ionen besteht und im Gleichgewicht neutral ist (pH = 7). Wird ein Stoff als basisch bezeichnet, liefert er in wässriger Lösung überwiegend OH-Ionen (Hydroxylionen) und ruft somit eine alkalische Reaktion hervor.

A
Alkalität

In Abhängigkeit des Alters, der Bewitterung und Carbonatisierung weisen mineralische Baustoffe (Beton, KS-Stein, Putze) einen pH-Wert von 7 bis 14 auf. Die für Außenanstriche verwendeten Beschichtungssysteme müssen daher...

In Abhängigkeit des Alters, der Bewitterung und Carbonatisierung weisen mineralische Baustoffe (Beton, KS-Stein, Putze) einen pH-Wert von 7 bis 14 auf. Die für Außenanstriche verwendeten Beschichtungssysteme müssen daher alkalibeständig sein. Auch im Innenbereich können alkalische Untergründe bei einigen Wandbelägen und Tapeten Verfärbungen bewirken – so beispielsweise bei bestimmten Gras-, Seiden- und Bronzedrucktapeten.

A
Alkydharz

Für Lösemittel verdünnbare Lacke als Bindemittel verwendetes Kunstharz auf Polykondensationsbasis. Dabei handelt es sich um Polymere, die als Ester aus trocknenden und nichttrocknenden Fettsäuren mit mehrwertigen...

Für Lösemittel verdünnbare Lacke als Bindemittel verwendetes Kunstharz auf Polykondensationsbasis. Dabei handelt es sich um Polymere, die als Ester aus trocknenden und nichttrocknenden Fettsäuren mit mehrwertigen Alkoholen resultieren. Alkydharze können auch mit trocknenden oder nichttrocknenden Ölen modifiziert werden und weisen einen unterschiedlichen Ölgehalt von ca. ≤ 40 Prozent bis ≥ 60 Prozent auf.

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Alkydharzlack

Einkomponentiger, verarbeitungsfertiger Lack, der durch Verdunsten des Lösemittels (physikalische Trocknung) bei Raumtemperatur abbindet, weshalb man auch von lufttrocknenden Lacken spricht. Als charakteristisches...

Einkomponentiger, verarbeitungsfertiger Lack, der durch Verdunsten des Lösemittels (physikalische Trocknung) bei Raumtemperatur abbindet, weshalb man auch von lufttrocknenden Lacken spricht. Als charakteristisches Bindemittel fungieren fettsäuremodifizierte Alkydharze. Diese werden als Bautenlacke auch heute noch verwendet. Es gibt auch wärmetrocknende Alkydharzlacke, die bei der industriellen Einbrennlackierung angewendet werden (Fahrzeuglackierung). Je nach Ölgehalt spricht man auch von kurzöligen, mittelöligen oder langöligen Lacken, wobei für den Bautenschutzsektor überwiegend langölige Lacke und zum Teil mittelölige Lacke verwendet werden – kurzölige Lacke werden meist für industrielle Applikationen angewandt.

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allgemein anerkannte Regeln der Technik (a. a. R. d. T.)

Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind bautechnische Regelungen, zum Beispiel Normen, Richtlinien, Merkblätter, die in der Wissenschaft als technisch richtig anerkannt wurden und sich in der Praxis über die letzten...

Allgemein anerkannte Regeln der Technik sind bautechnische Regelungen, zum Beispiel Normen, Richtlinien, Merkblätter, die in der Wissenschaft als technisch richtig anerkannt wurden und sich in der Praxis über die letzten 10 bis 20 Jahre bewährt haben. A. a. R. d. T. werden von der Gesamtheit der für die Anwendungen der Regeln in Betracht kommenden Techniker anerkannt und mit Erfolg praktiziert. Die ATV’en aus VOB, Teil C, sind ein Teil der a. a. R. d. T.

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Alpha-Halbhydrat

Ausgangsstoff für Alpha-Halbhydrat ist Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gips). REA-Gips ist eine hochreine Calciumsulfat-Verbindung zum Beispiel aus der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken. In...

Ausgangsstoff für Alpha-Halbhydrat ist Gips aus Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gips). REA-Gips ist eine hochreine Calciumsulfat-Verbindung zum Beispiel aus der Rauchgasentschwefelung von Kohlekraftwerken. In Aufbereitungsanlagen kristallisiert der feuchte REAGips im Autoklaven bei 130 Grad Celsius zu Alpha-Halbhydrat. So entsteht ein hochfestes Bindemittel für Anhydritoder Calciumsulfatestriche.

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Anhydrit

Anhydrit oder Calciumsulfat (CaSO4) ist ein natürliches, wasserfreies Gipsgestein. Die Herstellung erfolgt durch bergmännischen Abbau, Zerkleinern und das Erhitzen von Gipsstein auf ca. 500 bis 600 Grad Celsius und...

Anhydrit oder Calciumsulfat (CaSO4) ist ein natürliches, wasserfreies Gipsgestein. Die Herstellung erfolgt durch bergmännischen Abbau, Zerkleinern und das Erhitzen von Gipsstein auf ca. 500 bis 600 Grad Celsius und weiteres Erhitzen auf ca. 1000 Grad Celsius oder es fällt als Nebenprodukt der Flusssäureproduktion ab. Das stückige Material wird gebrochen, nach Zugabe eines Anregers (zum Beispiel ca. 3 Prozent Aluminium- und/oder Eisensulfat) fein vermahlen. So entsteht ein gipshaltiges Estrichbindemittel.

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Anhydritbinder

Anhydritbinder ist der Ausgangsstoff für Anhydritestrich. Anhydritbinder sind lufthärtende, im Gegensatz zum Zement nicht hydraulische Bindemittel aus natürlichem oder synthetisch hergestelltem Anhydrit. Die chemischen...

Anhydritbinder ist der Ausgangsstoff für Anhydritestrich. Anhydritbinder sind lufthärtende, im Gegensatz zum Zement nicht hydraulische Bindemittel aus natürlichem oder synthetisch hergestelltem Anhydrit. Die chemischen und physikalischen Eigenschaften sind mit denen von Gips vergleichbar.

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Anhydritestrich/ Anhydritfließestrich

Der wesentliche Bestandteil dieser Estrichart ist Anhydrit. Zu Anhydritbinder aufbereitet wird das Bindemittel im Verhältnis 1:2,5 mit Sand (Körnung 0 bis 8 mm) und Wasser vermischt und als konventioneller Estrich oder...

Der wesentliche Bestandteil dieser Estrichart ist Anhydrit. Zu Anhydritbinder aufbereitet wird das Bindemittel im Verhältnis 1:2,5 mit Sand (Körnung 0 bis 8 mm) und Wasser vermischt und als konventioneller Estrich oder selbstnivellierender Fließestrich verlegt. Vorteil von Anhydrit- oder Calciumsulfat-Estrich ist die frühe Belastbarkeit schon nach 1 bis 2 Tagen. Zudem härtet diese Estrichart spannungsarm aus, so dass es nur zu geringen Schwindverformungen und Wölbungen beim Austrocknen kommt. Trockenzeit 10 bis 30 Tage, bei diffusionsoffenem Bodenbelag (zum Beispiel Nadelvlies) bis 1,0 CM-Prozent Restfeuchte, bei dampfdichtem Bodenbelag 0,5 CM-Prozent Restfeuchte des Estrichs. Die Erhärtung des Anhydritbinders erfolgt durch Kristallisation. Dieser nimmt durch die Anregerstoffe in Verbindung mit dem Anmachwasser Kristallwasser auf, erstarrt und härtet aus (reversibel, daher für Nass- und Außenbereiche ungeeignet!). Besonders gut geeignet ist ein Anhydritestrich in Verbindung mit Fußbodenheizungen als Heizestrich, da er über eine optimale Wärmeleitfähigkeit verfügt. Dagegen sind Anhydritestriche durch ihre Gips-Basis sehr empfindlich gegen einwirkende Feuchtigkeit, sofern sie nicht durch Abdichtungsmaßnahmen geschützt sind. Bei stetiger Durchfeuchtung kann es ansonsten aufgrund der Wasseraufnahmefähigkeit des Gipsanteils zu starken Quellungen, Festigkeitsverlust bis hin zum Verfaulen oder Schimmelbildung kommen. Zur Belegreife müssen Anhydritestriche einen Feuchtegehalt von < 0,5 CM-Prozent bei unbeheizten Konstruktionen, bei beheizten Estrichen < 0,3 CMProzent Restfeuchte aufzeigen.

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Anlaugen

Mithilfe chemischer, in Wasser gelöster Substanzen, werden alte, durchgehärtete Lackierungen gereinigt und mattiert, um eine bessere Haftung des nachfolgenden Anstrichfilms zu gewährleisten.

Mithilfe chemischer, in Wasser gelöster Substanzen, werden alte, durchgehärtete Lackierungen gereinigt und mattiert, um eine bessere Haftung des nachfolgenden Anstrichfilms zu gewährleisten.

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Anorganische Beschichtungsstoffe

Hierbei handelt es sich um silikatische Farben (Bindemittel kieselsäurereiches Kaliwasserglas), Mineralfarben (Kalkfarben, Weißzement) und mineralische Putze, die im Gegensatz zu Kunststoffdispersionsfarben nicht auf...

Hierbei handelt es sich um silikatische Farben (Bindemittel kieselsäurereiches Kaliwasserglas), Mineralfarben (Kalkfarben, Weißzement) und mineralische Putze, die im Gegensatz zu Kunststoffdispersionsfarben nicht auf Kohlenstoffverbindungen basieren.

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Anschleifen

Nach Teil C der VOB, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten«, Abschnitt 3 »Ausführung«, ist unter Punkt 3.3 das »Vorbehandeln des Untergrundes« beschrieben. Dabei ist zu beachten, dass neu hergestellte Estriche sich mit...

Nach Teil C der VOB, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten«, Abschnitt 3 »Ausführung«, ist unter Punkt 3.3 das »Vorbehandeln des Untergrundes« beschrieben. Dabei ist zu beachten, dass neu hergestellte Estriche sich mit nachfolgenden Spachtelmassen oder Ausgleichsmassen fest und dauerhaft verbinden müssen. Damit einher geht die Forderung, den Untergrund zu säubern, bevor eine Spachtelmasse aufgetragen werden kann. Gemeint ist hier allerdings nach Abschnitt 4 »Nebenleistungen, besondere Leistungen« unter Punkt 4.1.2 das Reinigen des Untergrundes mit dem Besen oder durch Absaugen. Der Einsatz einer Schleifmaschine zum Anschleifen und/oder das Absaugen nach dem Schleifen sind als »Besondere Leistungen« gesondert zu beauftragen und zu vergüten. Das Anschleifen ist ein Reinigungsschliff bzw. leichtes Schleifen der Oberfläche eines Estrichs und wird dazu verwendet, um eventuelle Sinterschichten zu beseitigen (besonderes bei Fließestrichen) und die Poren zu öffnen, das heißt die Trocknung zu begünstigen und/oder die Saug- bzw. Aufnahmefähigkeit für nachfolgende Schichten (Grundierungen, Spachtelmassen u. a.) zu gewährleisten. Nach dem Anschleifen und vor der weiteren Bearbeitung muss der dabei entstandene Staub vollständig entfernt werden. Dem Grundsatz nach sind alle neuen mineralischen Estriche vor dem Auftragen von Voranstrichen oder Spachtelungen mechanisch anzuschleifen und abzusaugen.

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Anstrich

In der DIN 55 945 wird ein Anstrich definiert als eine aus Anstrichstoffen hergestellte Beschichtung. Werden mehrere Schichten eines Systems appliziert, wird auch von einem Anstrichaufbau gesprochen. Um Anstriche zu...

In der DIN 55 945 wird ein Anstrich definiert als eine aus Anstrichstoffen hergestellte Beschichtung. Werden mehrere Schichten eines Systems appliziert, wird auch von einem Anstrichaufbau gesprochen. Um Anstriche zu benennen, kann man nachfolgende Differenzierungen treffen:
1. Art des verwendeten Bindemittels, zum Beispiel Kunststoffdispersionsfarbe, Acrylharzlack u. a.
2. Art des beschichteten Untergrunds, zum Beispiel Zinkhaftfarbe, Holzlasur u. a.
3. Art der Schichtenfolgen im System, zum Beispiel Grund-, Zwischen-, Schlussanstrich u. a.
4. Art des zu beschichtenden Objekts, zum Beispiel Fassadenfarbe, Innenwandfarbe u. a.
5. Art der Funktion des verwendeten Anstrichsystems, zum Beispiel Brandschutzanstrich, Oberflächenschutzsystem.

A
Anstrichaufbau

Damit ein Anstrich die ihm zugedachten Funktionen (Schutz, Optik etc.) erfüllen kann, sind in der Regel mehrere aufeinander abgestimmte Schichtenfolgen zu applizieren (zum Beispiel Grund-, Zwischen- und Schlussanstrich)....

Damit ein Anstrich die ihm zugedachten Funktionen (Schutz, Optik etc.) erfüllen kann, sind in der Regel mehrere aufeinander abgestimmte Schichtenfolgen zu applizieren (zum Beispiel Grund-, Zwischen- und Schlussanstrich). Wie viele Schichten im Einzelnen mit welchem Anstrichstoff auf den jeweiligen Untergrund aufgetragen werden müssen, hängt von den jeweiligen Beanspruchungen und der Nutzung ab.

A
Anstrichstoff

Der in der Viskosität flüssige oder pastöse Anstrichstoff (früher auch Anstrichmittel genannt), welcher aus dem jeweiligen Bindemittel, Farbmittel (Pigment oder löslicher Farbstoff), Füllstoffen, Additiven, Lösemitteln...

Der in der Viskosität flüssige oder pastöse Anstrichstoff (früher auch Anstrichmittel genannt), welcher aus dem jeweiligen Bindemittel, Farbmittel (Pigment oder löslicher Farbstoff), Füllstoffen, Additiven, Lösemitteln u. a. besteht.

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Antistatisch

Antistatische Bodenbeläge zeichnen sich dadurch aus, dass die Aufladespannung im Begehtest nach DIN 54 345-2 und EN 1815 nicht grösser als 2 kV ist. Antistatische Bodenbeläge sollten überall dort eingesetzt werden, wo...

Antistatische Bodenbeläge zeichnen sich dadurch aus, dass die Aufladespannung im Begehtest nach DIN 54 345-2 und EN 1815 nicht grösser als 2 kV ist. Antistatische Bodenbeläge sollten überall dort eingesetzt werden, wo Computer und andere elektronische Geräte betrieben werden, da diese sonst durch plötzliche Entladung bei Berühren durch Personen (Kunden oder Mitarbeiter) beschädigt werden können.

A
Applikation

Das Aufbringen von Anstrichen und Beschichtungen auf Untergründe.

Das Aufbringen von Anstrichen und Beschichtungen auf Untergründe.

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Applikationsverfahren

Je nach dem gewählten Beschichtungsverfahren zur Verarbeitung von Lacken und Farben spricht man zum Beispiel von Streichen, Rollen, Spritzen, Tauchen, Fluten. Für die Auswahl des jeweiligen Applikationsverfahrens sind...

Je nach dem gewählten Beschichtungsverfahren zur Verarbeitung von Lacken und Farben spricht man zum Beispiel von Streichen, Rollen, Spritzen, Tauchen, Fluten. Für die Auswahl des jeweiligen Applikationsverfahrens sind sowohl der Untergrund als auch das ausgewählte Anstrichsystem und hierzu vorhandene Herstellerangaben zu beachten.

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Arbeitsfuge (Fugenart)

Arbeitsfugen entstehen bei Einbringen des Estrichs wegen Arbeitsunterbrechung oder am Ende eines Werktages oder an Rändern von Estrichfeldern. Arbeitsfugen sind wie Scheinfugen nach dem Erhärten der Estrichkonstruktion...

Arbeitsfugen entstehen bei Einbringen des Estrichs wegen Arbeitsunterbrechung oder am Ende eines Werktages oder an Rändern von Estrichfeldern. Arbeitsfugen sind wie Scheinfugen nach dem Erhärten der Estrichkonstruktion kraftschlüssig mit 2K-Reaktionsharz zu verschließen.

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Aromaten

Als Aromaten werden ringförmige Kohlenwasserstoffmoleküle (ringförmige Anordnung von sechs Kohlenstoffatomen) bezeichnet, welche in der Vergangenheit als Lösemittel in verschiedenen Lacken enthalten waren. Ausgehend von...

Als Aromaten werden ringförmige Kohlenwasserstoffmoleküle (ringförmige Anordnung von sechs Kohlenstoffatomen) bezeichnet, welche in der Vergangenheit als Lösemittel in verschiedenen Lacken enthalten waren. Ausgehend von Benzol (bekanntestes aromatisches Lösemittel) sind u. a. Aromaten wie Toluol, Xylol und Styrol als Derivate verwendet worden. Da man Benzol als krebserregend (kanzerogen) erkannt und eingestuft hat, darf es heute als Lösemittel für Bindemittel nicht mehr eingesetzt werden. Man spricht hier auch von aromatenfreien Lacken, wenn Aromatengehalt < 1 Prozent.

A
AS

AS (Mastic Asphalt Screed) ist das englische Kurzzeichen für Gussasphaltestrich. Die DIN EN 13 813 »Estrichmassen und -mörtel« unterscheidet fünf Härteklassen: ICH10 (H = Heizestrich), IC10, IC15, IC40 und IC100. Die...

AS (Mastic Asphalt Screed) ist das englische Kurzzeichen für Gussasphaltestrich. Die DIN EN 13 813 »Estrichmassen und -mörtel« unterscheidet fünf Härteklassen: ICH10 (H = Heizestrich), IC10, IC15, IC40 und IC100. Die Härteklasse wird durch die Eindringtiefe an Probewürfeln unter normativ festgelegten Bedingungen bestimmt. Der Zahlenwert der Härteklasse gibt dabei die Eindringtiefe in 0,1 mm wieder. Frühere Kennzeichnungen alter Gussasphaltestriche waren GE 10, GE 15, GE 40, GE 100, womit auch die Härteklassen nach vorhergehender alter Norm beschrieben waren.

A
Asbest

Als Asbest wird eine Gruppe von natürlich vorkommenden silikatischen Mineralien mit faserförmiger Struktur, zu der ca. 2000 Minerale zählen, bezeichnet. Asbest zeichnet sich durch günstige bautechnische Eigenschaften...

Als Asbest wird eine Gruppe von natürlich vorkommenden silikatischen Mineralien mit faserförmiger Struktur, zu der ca. 2000 Minerale zählen, bezeichnet. Asbest zeichnet sich durch günstige bautechnische Eigenschaften aus. Er ist nicht entflammbar und weitgehend beständig gegen Hitze, Korrosion, Chemikalien und Verrottung. Aufgrund dieser Eigenschaften sowie des günstigen Preises wurde Asbest über Jahrzehnte hinweg im Bausektor als Brandschutz- und Isoliermaterial (zum Beispiel in Deckenkonstruktionen als Ummantelung von Trägern) eingesetzt. Asbest löst in hohen Konzentrationen, die bei Abbau oder Verarbeitung entstehen, die sogenannte Asbestose aus. Hier verändert sich das Lungengewebe, wodurch das Atemvolumen reduziert wird. Noch gefährlicher ist die krebsauslösende Wirkung, die schon bei kurzen Spitzenbelastungen gegeben ist. Aus diesen Gründen hat das BGA bereits 1981 empfohlen, die Konzentration von lungengängigen Asbestfasern »deutlich unter 1000 F/m3« (Fasern pro m3) zu halten. Die obersten Baubehörden der Länder haben 1989 die »Asbest-Richtlinien« als technische Baubestimmung erlassen. Diese verpflichten die Gebäudeeigentümer oder Verfügungsberechtigte zu Untersuchungen, mit welchen die Einbauorte von schwach gebundenen Asbestprodukten und das davon ausgehende Gefährdungspotential festgestellt werden kann. Jedoch bedeutet das nicht, dass nach dem 31.12.1988 keine asbesthaltigen Materialien mehr verarbeitet wurden. Die Gefahrstoffverordnung vom 26.10.1993 enthielt die Regelungen, dass großformatige Platten/Wellpappen aus Asbestzement sowie Kabelummantelungen und Elektroisolationen bis 31.12.1990 sowie sonstige Erzeugnisse (zum Beispiel Bodenbeläge) hergestellt und bis 31.12.1991 aus Beständen verarbeitet werden dürfen. Kanal- und Druckrohre, Dichtungen/Packungen und Zylinderkopfdichtungen durften sogar bis 31.12.1993 hergestellt und bis einschließlich 31.12.1994 verarbeitet werden. Die Feststellung über den Asbestgehalt zum Beispiel von Bodenbelägen allein anhand des Einbaudatums ist schwierig, jedoch lässt sich mit dem Produktnamen und dem Herstelldatum eine Auskunft bei dem Hersteller einholen. Dieser ist vom Gesetzgeber verpflichtet, die entsprechende Information herauszugeben.

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ASEPTISCH

keimfrei

keimfrei

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Asphalt

Asphalt ist eine natürliche (Naturasphalt oder Trinidadasphalt) oder industriell hergestellte Mischung aus hocherhitztem Bitumen und Zuschlägen unterschiedlicher Körnungen. Asphalt ist ein Bindemittel für bituminöse...

Asphalt ist eine natürliche (Naturasphalt oder Trinidadasphalt) oder industriell hergestellte Mischung aus hocherhitztem Bitumen und Zuschlägen unterschiedlicher Körnungen. Asphalt ist ein Bindemittel für bituminöse Estrichkonstruktionen, zum Beispiel Gussasphaltestrich (neue Bezeichnung AS Mastic Asphalt Screed).

A
Asphaltfeinbeton

Asphaltfeinbeton besteht aus Edelsplitt, Natursand mit und ohne Brechsandanteil, Füller und Straßenbaubitumen. Es wird nach dem Anteil an Edelsplitt splittreicher und splittarmer Asphaltfeinbeton unterschieden....

Asphaltfeinbeton besteht aus Edelsplitt, Natursand mit und ohne Brechsandanteil, Füller und Straßenbaubitumen. Es wird nach dem Anteil an Edelsplitt splittreicher und splittarmer Asphaltfeinbeton unterschieden. Asphaltfeinbeton ist eine besondere bituminöse Estrichkonstruktion, deren Verwendung hauptsächlich im Industrie- und Gewerbebau liegt. Im Gegensatz zum Gussasphaltestrich enthält Asphaltfeinbeton einen höheren Volumenanteil an Splitt und/oder Kies, jedoch eine geringere Menge an Bitumen als Bindemittel.

A
Asphaltmastix

Asphaltmastix ist eine bituminöse Estrichkonstruktion, enthält im Gegensatz zum Gussasphalt einen höheren Anteil an Bitumen als Bindemittel und einen höheren Anteil an Füller als Zuschlag, jedoch keine grobkörnigen...

Asphaltmastix ist eine bituminöse Estrichkonstruktion, enthält im Gegensatz zum Gussasphalt einen höheren Anteil an Bitumen als Bindemittel und einen höheren Anteil an Füller als Zuschlag, jedoch keine grobkörnigen Zuschläge wie Splitt oder Kies (Korngröße > 2 mm).

A
Aufbrennen

Von Aufbrennen wird gesprochen, wenn während der Verarbeitungszeit die flüssigen Bestandteile eines Produktes zu stark und zu rasch in den Untergrund einziehen. Verarbeitung und Produktqualität werden dadurch erheblich...

Von Aufbrennen wird gesprochen, wenn während der Verarbeitungszeit die flüssigen Bestandteile eines Produktes zu stark und zu rasch in den Untergrund einziehen. Verarbeitung und Produktqualität werden dadurch erheblich nachteilig beeinflusst.

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Aufheizprotokoll

Bei beheizten Fußbodenkonstruktionen (Heizestrich) muss der Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365, Abschnitt 3, auch Feuchtemessungen zur Bestimmung der Belegreife und Restfeuchte...

Bei beheizten Fußbodenkonstruktionen (Heizestrich) muss der Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365, Abschnitt 3, auch Feuchtemessungen zur Bestimmung der Belegreife und Restfeuchte durchführen. Dies gilt analog auch für Beschichtungen, Parkett- und Fliesenarbeiten. Zur Vermeidung von Schäden an Heizrohren hat der Estrichleger hierfür Messpunkte vorzusehen, an denen Proben entnommen werden können. Die Prüfung kann erst dann erfolgen, wenn der Estrich ordnungsgemäß aufgeheizt wurde. Der Vorgang bzw. das Aufheizen ist festgelegt, vom Auftragnehmer der Fußbodenheizung auszuführen und zu protokollieren. Das Protokoll nannte man früher Aufheizprotokoll. Neue Bezeichnung: Protokoll für das Belegreifheizen. Davon zu unterscheiden ist das Protokoll für das Funktionsheizen.
(Hinweis: Beide Protokolle müssen vorhanden sein und sind auf Nachfrage des Auftragnehmers für Bodenbelagsarbeiten vom Bauherrn vorzulegen!)

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Ausbleichen

Die durch wechselseitige Einwirkung von Bestrahlung (UV-Strahlen), Feuchtigkeit, Schadgase etc. bedingte Farbtonveränderung der in Anstrichen enthaltenen Pigmente. Dieser Effekt macht sich durch ein Aufhellen oder...

Die durch wechselseitige Einwirkung von Bestrahlung (UV-Strahlen), Feuchtigkeit, Schadgase etc. bedingte Farbtonveränderung der in Anstrichen enthaltenen Pigmente. Dieser Effekt macht sich durch ein Aufhellen oder Vergrauen des Anstrichs bemerkbar.

A
Ausblühungen

Als Ausblühungen werden Auswaschungen von Salzen an Bauteiloberflächen bezeichnet. Infolge der Kapillarwirkung von mehr oder weniger porösen Baustoffen können Salze (zum Beispiel Kalium-, Nitrat- oder Natriumsulfate)...

Als Ausblühungen werden Auswaschungen von Salzen an Bauteiloberflächen bezeichnet. Infolge der Kapillarwirkung von mehr oder weniger porösen Baustoffen können Salze (zum Beispiel Kalium-, Nitrat- oder Natriumsulfate) durch Feuchtigkeit bis zur Oberfläche transportiert werden. Nach Verdunstung dieser Salzlösung resultieren Ausblühungen in Form von Kristallen, als amorphe Ablagerungen (weißer Schleier) oder in mehliger Form. Ausblühungen können an Mauersteinen, Kalk- und Zementmörtel sowie an Mörtelfugen von Fliesen oder auf Beton- oder Naturwerksteinplatten auftreten.

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Ausbluten

Wenn ein Farbmittel aus einem vorhandenen Altanstrich oder Untergrund in einen nachfolgenden Neuanstrich einwandert und dort Farbtonveränderungen bewirkt, so wird auch von Durchschlagen oder Ausbluten gesprochen. Als...

Wenn ein Farbmittel aus einem vorhandenen Altanstrich oder Untergrund in einen nachfolgenden Neuanstrich einwandert und dort Farbtonveränderungen bewirkt, so wird auch von Durchschlagen oder Ausbluten gesprochen. Als Beispiel mag das gelbbraune Verfärben weißer Lackfarben auf bituminösen Untergründen gelten.

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Ausbrüche

Ausbrüche sind Abplatzungen an der Oberfläche von Betonböden, Estrichen oder von Oberböden. Bei Estrichen treten Ausbrüche häufig im Fugenbereich (zum Beispiel Höhenversätze) infolge von mechanischen Beanspruchungen,...

Ausbrüche sind Abplatzungen an der Oberfläche von Betonböden, Estrichen oder von Oberböden. Bei Estrichen treten Ausbrüche häufig im Fugenbereich (zum Beispiel Höhenversätze) infolge von mechanischen Beanspruchungen, Zwängungen oder durch von außen einwirkende mechanische Kräfte auf (zum Beispiel Befahren mit Flurförderzeugen).

A
Ausdehnung

Ausdehnung ist die positive Längenänderung eines Baustoffes oder Bauteils, wie zum Beispiel Beton, Estrich, welche zum Beispiel durch Feuchtigkeitsaufnahme oder Temperaturunterschiede ausgelöst wird. Jeder Baustoff hat...

Ausdehnung ist die positive Längenänderung eines Baustoffes oder Bauteils, wie zum Beispiel Beton, Estrich, welche zum Beispiel durch Feuchtigkeitsaufnahme oder Temperaturunterschiede ausgelöst wird. Jeder Baustoff hat einen baustoffspezifischen Längenausdehnungskoeffizienten.

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Ausgleichestrich

Ausgleichestriche bestehen aus dünnen Mörtel- oder Betonschichten, welche zum Ausgleich großer Unebenheiten auf Untergründen, wie zum Beispiel Rohbetondecken, vor der Ausführung der eigentlichen Estrichkonstruktion...

Ausgleichestriche bestehen aus dünnen Mörtel- oder Betonschichten, welche zum Ausgleich großer Unebenheiten auf Untergründen, wie zum Beispiel Rohbetondecken, vor der Ausführung der eigentlichen Estrichkonstruktion aufgebracht werden.

A
Ausgleichsfeuchte

Ausgleichsfeuchte oder Gleichgewichtsfeuchte ist der Feuchtegehalt eines Baustoffes, der sich nach ausreichend langer Lagerung einstellt und sich der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung anpasst (Restfeuchte).

Ausgleichsfeuchte oder Gleichgewichtsfeuchte ist der Feuchtegehalt eines Baustoffes, der sich nach ausreichend langer Lagerung einstellt und sich der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung anpasst (Restfeuchte).

A
Ausgleichsschicht

Schicht zur Herstellung einer ebenen und profilgerechten Oberfläche.

Schicht zur Herstellung einer ebenen und profilgerechten Oberfläche.

A
Auslöseschwelle

Als Auslöseschwelle bezeichnet man die Konzentration eines Gefahrstoffes am Arbeitsplatz, bei deren Überschreitung zusätzliche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz erforderlich werden. Die Auslöseschwelle liegt meist bei...

Als Auslöseschwelle bezeichnet man die Konzentration eines Gefahrstoffes am Arbeitsplatz, bei deren Überschreitung zusätzliche Maßnahmen zum Gesundheitsschutz erforderlich werden. Die Auslöseschwelle liegt meist bei einem Viertel der maximalen Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert). Der MAK-Wert wird heute bezeichnet als NIK-Wert. Siehe auch MRK-Wert, Eingreifwert, Vorsorgewert, BAT-Wert, BGW-Wert. Die vorgenannten Begriffe und Maßnahmen sind meistens dann von Bedeutung, wenn es zu Geruchsbelästigungen nach der Ausführung von Beschichtungen oder Bodenbelagsarbeiten im Innenraum kommt.

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AUSRÜSTUNG BEI TEPPICHBÖDEN

Bei der antibakteriellen Ausrüstung wird unterschieden zwischen bakterizider und bakteriostatischer Ausrüstung. Erstere dient zur Abtötung von Bakterien, während die zweite ein Vermehren vorhandener Bakterien verhindert.
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Bei der antibakteriellen Ausrüstung wird unterschieden zwischen bakterizider und bakteriostatischer Ausrüstung. Erstere dient zur Abtötung von Bakterien, während die zweite ein Vermehren vorhandener Bakterien verhindert.
Die antimikrobielle Ausrüstung verhindert das Wachstum der verschiedenen Mikroorganismen, insbesondere Pilze und Bakterien.
Die antimykotische Ausrüstung ist ein spezielles Verfahren zur Abtötung von Pilzen.

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Ausschwimmen

Nach DIN 55 945 wird hierunter das sichtbare Entmischen von Pigmenten im Anstrichstoff verstanden, das zum Beispiel bei der Lagerung von Gebinden und/oder bei der Beschichtung und anschließenden Filmbildung erfolgen...

Nach DIN 55 945 wird hierunter das sichtbare Entmischen von Pigmenten im Anstrichstoff verstanden, das zum Beispiel bei der Lagerung von Gebinden und/oder bei der Beschichtung und anschließenden Filmbildung erfolgen kann.

A
Außenanstrich

Definitionsgemäß handelt es sich hierbei um solche Anstriche, die der natürlichen Bewitterung (Freibewitterung) unterliegen, wenn nicht besondere Anforderungen genannt werden.

Definitionsgemäß handelt es sich hierbei um solche Anstriche, die der natürlichen Bewitterung (Freibewitterung) unterliegen, wenn nicht besondere Anforderungen genannt werden.

A
Außenraumklima DIN 50010

Die Beanspruchung von Gebäuden, Bauteiloberflächen und Beschichtungen im Rahmen der Freibewitterung durch Klimaeinflüsse wird in drei Klimagruppen unterteilt (s. auch BFS-Merkblatt Nr. 18, Bundesausschuss Farbe und...

Die Beanspruchung von Gebäuden, Bauteiloberflächen und Beschichtungen im Rahmen der Freibewitterung durch Klimaeinflüsse wird in drei Klimagruppen unterteilt (s. auch BFS-Merkblatt Nr. 18, Bundesausschuss Farbe und Sachwertschutz):
1. Außenraumklima: Hierbei handelt es sich um eine indirekte Bewitterung von Bauteilen, die vor Niederschlägen und direkter Sonnenbestrahlung geschützt sind (zum Beispiel überdachte Balkone, Laubengänge und Loggien).
2. Freiluftklima I: Die Bauteile unterliegen einer direkten Bewitterung, wobei alle klimatischen Einflüsse ungehindert auf die Bauteile und deren Oberflächen einwirken können (zum Beispiel Gebäude bis zu drei Geschossen).
3. Freiluftklima II: Hierbei wirken direkte Bewitterungen in starkem Umfang und extreme Klimaeinflüsse ungehindert auf die Bauteile ein (zum Beispiel Gebäude mit mehr als drei Geschossen, Gebäude mit bis zu drei Geschossen im Gebirge oder am Meer).

A
Aussinterung

Wenn Wasser durch einen Betonkörper sickert, nimmt es auf seinem Weg aus dem Zement manchmal auch aus der Gesteinskörnung lösliche Bestandteile auf. Wenn dann das Wasser auf Betonoberflächen verdunstet, bilden sich dicke...

Wenn Wasser durch einen Betonkörper sickert, nimmt es auf seinem Weg aus dem Zement manchmal auch aus der Gesteinskörnung lösliche Bestandteile auf. Wenn dann das Wasser auf Betonoberflächen verdunstet, bilden sich dicke Krusten und Abscheidungen. Diese Sinterschichten sind haftungsfeindlich und müssen vor einer Beschichtung entfernt werden. Aussintern kann auf Mängel in der Ausführung, auf undichten Beton, auf unsachgemäße Arbeitsfugen und auf Zerstörungen im Innern eines Betonbauteils zurückgeführt werden.

B
B.C.F.

Gebräuchliche Bezeichnung für endlose Fäden der Chemiefaser-Industrie (Abkürzung von: bulk continuous filament).

Gebräuchliche Bezeichnung für endlose Fäden der Chemiefaser-Industrie (Abkürzung von: bulk continuous filament).

B
Bambus

Bambus findet vor allem in Asien schon lange Verwendung als Baustoff, zum Beispiel zum Bau von Gerüsten. In jüngerer Zeit gewinnt Bambus auch in unserer Region immer mehr an Bedeutung (zum Beispiel Rohstoff für Massiv-...

Bambus findet vor allem in Asien schon lange Verwendung als Baustoff, zum Beispiel zum Bau von Gerüsten. In jüngerer Zeit gewinnt Bambus auch in unserer Region immer mehr an Bedeutung (zum Beispiel Rohstoff für Massiv- oder Mehrschichtparkett). Bambus gehört botanisch zu den Gräsern, nicht zu den Hölzern. Es besteht zu drei Viertel aus Zellstoff und zu einem Viertel aus Lignin. Mit dieser Stoffzusammensetzung hat Bambus die Eigenschaften von Harthölzern, mit dem Vorteil von schnellem Wachstum, leichter Verarbeitbarkeit und großer Belastbarkeit.

B
Basen

Basen, auch Hydroxide genannt, Hydroxide sind Metallverbindungen, die eine oder mehrere OH-Gruppen enthalten. Hydroxide entstehen aus Metalloxiden und Wasser, wobei das entstehende Hydroxid die ungelöste Basis, also eine...

Basen, auch Hydroxide genannt, Hydroxide sind Metallverbindungen, die eine oder mehrere OH-Gruppen enthalten. Hydroxide entstehen aus Metalloxiden und Wasser, wobei das entstehende Hydroxid die ungelöste Basis, also eine salzartige Verbindung, darstellt. Wird diese salzartige Verbindung in Wasser gelöst, entsteht eine wässrige Lösung, die man auch als Lauge bezeichnet, und die aufgrund der beim Lösungsprozess entstehenden OHIonen alkalisch bzw. basisch reagiert. (Siehe hierzu auch unter Buchstabe A: Alkalität, alkalische Reaktion.)

B
BAT-Wert

Der BAT-Wert steht für den Biologischen Arbeitsplatz-Toleranz-Wert. Der Wert gibt die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im Körper oder die dadurch verursachte Abweichung eines biologischen...

Der BAT-Wert steht für den Biologischen Arbeitsplatz-Toleranz-Wert. Der Wert gibt die Konzentration eines Stoffes oder seines Umwandlungsproduktes im Körper oder die dadurch verursachte Abweichung eines biologischen Indikators von seiner Norm an, bei welchem im Allgemeinen die Gesundheit der Arbeitnehmer nicht beeinträchtigt wird (vergleiche § 3, Abs. 6 der Gefahrstoffverordnung). BAT-Werte werden häufig in ml/m3 oder mg/m3 angegeben. Seit 1. Januar 2005 besteht mit Inkrafttreten der neuen Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ein neues Grenzwertkonzept. In der Neufassung der GefStoffV wurde der BAT-Wert durch den biologischen Grenzwert (BGW) ersetzt. Die alten BAT-Werte können jedoch bis zur vollständigen Umsetzung als Richt- und Orientierungsgrößen weiter verwendet werden.

B
Baufeuchte

Baufeuchte ist die Feuchte im Rohbau, welche während der Bauphase anfällt. Feuchtequellen sind unter anderem Anmachwasser von Beton, Mauermörtel, Estrichen, Putzen sowie auch Regenwasser oder Bodenfeuchte.

Baufeuchte ist die Feuchte im Rohbau, welche während der Bauphase anfällt. Feuchtequellen sind unter anderem Anmachwasser von Beton, Mauermörtel, Estrichen, Putzen sowie auch Regenwasser oder Bodenfeuchte.

B
Baustahlgitter

Baustahlgitter sind Bewehrungsmatten mit einer Maschenweite von 5 x 5 cm bis 7 x 7 cm und einem Stabdurchmesser von 2 oder 3 mm. Baustahlgitter haben keine statische Wirkung und werden nur zur Rissbreitenbeschränkung...

Baustahlgitter sind Bewehrungsmatten mit einer Maschenweite von 5 x 5 cm bis 7 x 7 cm und einem Stabdurchmesser von 2 oder 3 mm. Baustahlgitter haben keine statische Wirkung und werden nur zur Rissbreitenbeschränkung eingebaut. Das Entstehen von Rissen kann durch eine Bewehrung nicht verhindert werden. Vielmehr sollen die Verbreiterung von auftretenden Rissen und der Höhenversatz der Risskanten minimiert werden [vergleiche DIN 18 560-2 »Estriche im Bauwesen – Teil 2: Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)«, Abschnitt 5.3.2].

B
Baustoffe (mineralisch)

Als Baustoffe werden mineralische Untergründe definiert, die in Abhängigkeit ihrer spezifischen Eigenschaften beschichtet werden können. Die mineralischen Baustoffe werden in natürliche Baustoffe, gebundene Baustoffe und...

Als Baustoffe werden mineralische Untergründe definiert, die in Abhängigkeit ihrer spezifischen Eigenschaften beschichtet werden können. Die mineralischen Baustoffe werden in natürliche Baustoffe, gebundene Baustoffe und gebrannte Baustoffe unterteilt. Natürliche Baustoffe können zum einen durch Ablagerung (Sedimentsgesteine) entstanden sein, wie beispielsweise Kalkstein, Sandstein, Schiefer etc., oder durch Erstarrung (Eruptivgesteine), wie Granit, Basalt, Bims etc. Gebundene Baustoffe werden mit Bindemitteln, Zuschlagstoffen und Anmachwasser zu Mörteln vermischt, dann als Putz aufgetragen, oder zu Steinen oder Blöcken geformt. Nach dem Erstarren weisen diese Baustoffe unterschiedliche Eigenschaften auf. Beispiele für gebundene Baustoffe sind Kalksandstein, Beton, Porenbeton, Putze, Faserzement, Hohlblocksteine und Gipskartonplatten. Gebrannte Baustoffe sind Ziegelerzeugnisse aus Ton und Lehm. Sie gehören zu den ältesten künstlichen Baustoffen. Die Rohstoffe werden mechanisch fein zerkleinert, mit Wasser zu einer gut formbaren Rohmasse vermischt, geformt und luftgetrocknet. Einschlüsse aus Gips, Kalk oder Chloriden müssen neutralisiert werden, damit später keine Ausblühungen entstehen. Zuschlagstoffe wie Stroh, Sägespäne oder Styropor, die als Porenbildner fungieren, verbrennen vollständig im Brennofen und erhöhen somit den Brennwert dieser Baustoffe. Die luftgetrockneten Rohlinge werden anschließend bei 900 bis 1200 Grad Celsius im Brennofen gebrannt, wobei die feinkörnigen Ton- und Lehmteilchen schmelzen und nach dem Abkühlen zusammenbacken. Beispiele dieser Baustoffe sind Klinker oder Mauerziegel.

B
Baustoffe (polymere)

Werden mineralische Baustoffe (zum Beispiel Zement) mit organischen Zusätzen versehen, um die technischen Eigenschaften zu optimieren, wird heute auch von polymeren Baustoffen gesprochen.

Werden mineralische Baustoffe (zum Beispiel Zement) mit organischen Zusätzen versehen, um die technischen Eigenschaften zu optimieren, wird heute auch von polymeren Baustoffen gesprochen.

B
Beanspruchungsklassen

Die Beanspruchungsklassen beschreiben die Eignung von elastischen, textilen und Laminat-Fußbodenelementen für bestimmte Anwendungsbereiche nach DIN EN 685 »Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge – Klassifizierung«....

Die Beanspruchungsklassen beschreiben die Eignung von elastischen, textilen und Laminat-Fußbodenelementen für bestimmte Anwendungsbereiche nach DIN EN 685 »Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge – Klassifizierung«. Es wird unterschieden für Wohnbereiche in mäßig/gering (Klasse 21; zum Beispiel Schlafzimmer), normal/mittel (Klasse 22; zum Beispiel Wohnräume), normal (Klasse 22+; zum Beispiel Wohnräume, Esszimmer, Korridore) und stark (Klasse 23; zum Beispiel Wohnräume, Esszimmer, Korridore), für gewerbliche Bereiche in mäßig (Klasse 31; Konferenzräume, kleine Büros), normal (Klasse 32; zum Beispiel Klassenräume, Hotels, Boutiquen), stark (Klasse 33; zum Beispiel Lobbys, Schulen, Großraumbüros) und sehr stark (Klasse 34; zum Beispiel Mehrzweckhallen, Kaufhäuser, Schalterräume). Für industrielle Bereiche mit Nutzung durch Leichtindustrie sind die Klassen 41 (mäßig; zum Beispiel Feinmechanik-Werkstätten), 42 (normal; zum Beispiel Elektronik-Werkstätten) und 43 (stark; zum Beispiel Produktionshallen) vorgesehen. Die Beanspruchungsklassen sind auf den Verpackungseinheiten und in den technischen Merkblättern in Form von Piktogrammen angegeben.

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Beizen

Mit Beizen werden feste Stoffe wie Metalle, Kunststoffe oder Holz bearbeitet. In der Fußbodentechnik wird Beize zur Behandlung von Holzoberflächen oder Korkfußböden eingesetzt. Neben Holztönen sind Beizen auch in anderen...

Mit Beizen werden feste Stoffe wie Metalle, Kunststoffe oder Holz bearbeitet. In der Fußbodentechnik wird Beize zur Behandlung von Holzoberflächen oder Korkfußböden eingesetzt. Neben Holztönen sind Beizen auch in anderen Farben erhältlich, so dass die Möglichkeit der farbigen Gestaltung besteht. Beizen werden unterschieden in: Beizen auf Lösemittelbasis, Beizen auf Wasserbasis, Beizen auf Wasser/Alkohol-Basis und Pulverbeizen. Beizen sind nicht deckend, somit bleibt die natürliche Maserung des Holzes bzw. des Korks erhalten. Die Beize wird mit einem Pinsel, Stoffballen oder mit einer Sprühflasche aufgetragen. Das Werkzeug muss eisenfrei sein, da Eisen mit der Beize reagiert und die Reaktionsprodukte zu unerwünschten Farbveränderungen führen können.

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Belag/Bodenbelag

Als Bodenbelag wird die oberste Schicht eines Bodens (Nutzschicht) bezeichnet. Bodenbeläge werden in elastische Bodenbeläge (zum Beispiel PVC-Bodenbeläge, Linoleum, Kork, Polyolefinbeläge, CV-Beläge, Kautschukbeläge),...

Als Bodenbelag wird die oberste Schicht eines Bodens (Nutzschicht) bezeichnet. Bodenbeläge werden in elastische Bodenbeläge (zum Beispiel PVC-Bodenbeläge, Linoleum, Kork, Polyolefinbeläge, CV-Beläge, Kautschukbeläge), textile Bodenbeläge (zum Beispiel Webteppiche, Nadelvliesbeläge, Tuftingteppiche), Hartbeläge (zum Beispiel Laminat-Bodenelemente, Parkett, Dielenböden, Holzpflaster), mineralische Beläge (zum Beispiel Naturwerksteinplatten, Terrazzo, Betonwerkstein, keramische Fliesen und Platten u. a.), Beschichtungen und Kunstharzbeläge unterschieden. Die Auswahl eines Bodenbelags sollte sich an einem Anforderungsprofil orientieren, wobei mechanische Beanspruchungen, Tritt- und Begehsicherheit, Abriebfestigkeit, günstige hygienische Eigenschaften/Reinigung und Pflege, Brandverhalten, Chemikalienbeständigkeit, Forderung nach elektrischer Ableitfähigkeit, Notwendigkeit bzw. Möglichkeit der Wartung u. a. mit dem Anspruch an den optischen Geltungsnutzen abgewogen werden müssen.

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Belegreife

Als Belegreife wird der Restfeuchtegehalt eines Estrichs bezeichnet, bei der ein Bodenbelag aufgebracht werden kann. Die Belegreife darf nicht mit Erhärtungszeiten verwechselt oder aus dem Einbaualter des Estrichs...

Als Belegreife wird der Restfeuchtegehalt eines Estrichs bezeichnet, bei der ein Bodenbelag aufgebracht werden kann. Die Belegreife darf nicht mit Erhärtungszeiten verwechselt oder aus dem Einbaualter des Estrichs geschlossen werden. Die Belegreife ist mit einem CM-Gerät zu ermitteln, da die maximal zulässigen Feuchtigkeitsgehalte in den einschlägigen Merkblättern in CM-% angegeben. Gemeinhin wird unter Belegreife bzw. Belegreifeprüfung auch die Prüfung des Untergrundes auf Oberflächenfestigkeit, Ebenheit, Risse u. a. verstanden (Prüfungspflichten, Untergrundprüfung).

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Belegreifheizen

Das Belegreifheizen wird (in der Regel direkt) nach dem Funktionsheizen durchgeführt und wird eingesetzt, um die Belegreife einer beheizten Estrichkonstruktion (Heizestrich) zu erreichen und die maximalen...

Das Belegreifheizen wird (in der Regel direkt) nach dem Funktionsheizen durchgeführt und wird eingesetzt, um die Belegreife einer beheizten Estrichkonstruktion (Heizestrich) zu erreichen und die maximalen Längenänderungen zu erzielen. Den genauen Verlauf des Belegreifheizens beschreibt das Merkblatt FBH-M2 »Vorbereitende Maßnahmen zur Verlegung von Oberbodenbelägen auf Zement- und Calciumsulfatheizestrichen«, herausgegeben vom Bundesverband Estrich und Belag e.V., u. a. Nach dem Merkblatt FBH-D4 »Protokoll zum Belegreifheizen des Estrichs« ist das Belegreifheizen zu dokumentieren. Das Protokoll des Belegreifheizens ist vom Bauherrn zu verlangen, ansonsten sind schriftliche Bedenken anzumelden.

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Benetzungsfähigkeit

Die Eigenschaft eines Anstrichs oder einer Beschichtung, sich bei Applikation auf einen Untergrund vollständig und gleichmäßig auf diesem zu verteilen und einen geschlossenen Anstrich- oder Beschichtungsfilm auszubilden....

Die Eigenschaft eines Anstrichs oder einer Beschichtung, sich bei Applikation auf einen Untergrund vollständig und gleichmäßig auf diesem zu verteilen und einen geschlossenen Anstrich- oder Beschichtungsfilm auszubilden. Wird diese Eigenschaft durch das Vorhandensein von dehäsiven Substanzen wie zum Beispiel Staub, Öle oder Fetten gestört, so perlt der Anstrich bzw.  löst sich die Beschichtung teilweise oder vollständig vom Untergrund ab, der Untergrund ist nicht benetzbar. Die Ursache liegt in der Oberflächenspannung des Anstrichs oder der Beschichtung begründet. Weist der Anstrich bzw. die Beschichtung eine höhere Oberflächenspannung als der Untergrund auf, so kommt es zum voran beschriebenen Abperleffekt. Dieser Effekt lässt sich durch Zugabe von Netzmitteln wie beispielsweise Tenside und Laugen verhindern, da diese Substanzen die Oberflächenspannung herabsetzen können und somit die Benetzbarkeit des Untergrundes gewährleistet werden kann.

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Beschichtung

Bezeichnung für eine aus einer einzelnen oder mehreren Schichtenfolgen bestehende Schicht auf einem bestimmten Untergrund. Bei aufeinander abgestimmten Schichtenfolgen eines Herstellers (Grundierung, Zwischen- und...

Bezeichnung für eine aus einer einzelnen oder mehreren Schichtenfolgen bestehende Schicht auf einem bestimmten Untergrund. Bei aufeinander abgestimmten Schichtenfolgen eines Herstellers (Grundierung, Zwischen- und Schlussbeschichtung) spricht man auch von einem Beschichtungssystem. In der Praxis wird die Bezeichnung Anstrich oder Beschichtung wahlweise angewandt. Beschichtungen bestehen aus Beschichtungsstoffen.

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Beschichtungsstoff

Beschichtungsstoffe sind der Oberbegriff für diejenigen Stoffe, die eine Beschichtung ergeben. Beschichtungsstoffe können dabei flüssig bis pastenförmig oder auch pulverförmig sein und beinhalten Bindemittel, Lösemittel,...

Beschichtungsstoffe sind der Oberbegriff für diejenigen Stoffe, die eine Beschichtung ergeben. Beschichtungsstoffe können dabei flüssig bis pastenförmig oder auch pulverförmig sein und beinhalten Bindemittel, Lösemittel, Pigmente, Füllstoffe und Additive oder sonstige Zusatzstoffe. Beispiele für Beschichtungsstoffe sind Anstrichstoffe, Lacke, Kunstharzputze und Spachtelmassen.

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Beton

Beton ist ein künstlicher Stein, bestehend aus Zement, Wasser, Zuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und gegebenenfalls Zusatzstoffen. Erhärteter Beton kann hohe Druckbeanspruchungen aufnehmen, verfügt jedoch nur über...

Beton ist ein künstlicher Stein, bestehend aus Zement, Wasser, Zuschlag (Sand und Kies oder Splitt) und gegebenenfalls Zusatzstoffen. Erhärteter Beton kann hohe Druckbeanspruchungen aufnehmen, verfügt jedoch nur über eine geringe Zugfestigkeit. Beton wird nach der Druckfestigkeit in Klassen unterschieden (früher nach DIN 1045: zum Beispiel B 25, B 35, B 45). Nach DIN 1045-1 »Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton – Teil 1: Bemessung und Konstruktion« wird Beton (engl. concrete) zum Beispiel in die Festigkeitsklassen C 25/30, C 30/37 und C 35/45 unterteilt, wobei es sich bei den exemplarisch genannten Festigkeitsklassen um die wohl am häufigsten verwendeten handelt. Bei der Festigkeitsklasse bezeichnet der erste Zahlenwert die charakteristische Zylinderdruckfestigkeit und der zweite Zahlenwert die charakteristische Würfeldruckfestigkeit. Beton, der eine Bewehrung aus Betonstabstahl oder Betonstahlmatten enthält, wird als Stahlbeton bezeichnet. Im industriellen Bereich bestehen Fußbodenkonstruktionen häufig aus unbewehrten, allenfalls konstruktiv bewehrten Betonbodenplatten. Diese können direkt genutzt werden, mit einem Bodenbelag, einer Beschichtung oder auch mit einer Hartstoff-Verschleißschicht oder einem Hartstoff-Estrich versehen werden.

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Betoninstandsetzung

Ein durch Carbonatisierung geschädigter Beton kann in Abhängigkeit der Carbonatisierungstiefe und des Schädigungsgrades durch verschiedene Maßnahmen saniert werden. Ist der Beton bereits stark geschädigt, das heißt die...

Ein durch Carbonatisierung geschädigter Beton kann in Abhängigkeit der Carbonatisierungstiefe und des Schädigungsgrades durch verschiedene Maßnahmen saniert werden. Ist der Beton bereits stark geschädigt, das heißt die Carbonatisierung weit fortgeschritten und der Beton auch in tieferen Schichten schon in Mitleidenschaft gezogen und/oder die enthaltene Armierung korrodiert, so muss eine Beton-Instandsetzungsmaßnahme durchgeführt werden, um den Beton wieder dauerhaft vor erneuter Carbonatisierung zu schützen. Eine Beton-Instandsetzungsmaßnahme gliedert sich in folgende Teilschritte: Zunächst wird eine Untergrunddiagnose durchgeführt und der Untergrund entsprechend vorbehandelt, das heißt alle mürben Stellen müssen durch Abklopfen mit dem Hammer entfernt werden, der korrodierte Armierungsstahl durch Sandstrahlen bis auf den Reinheitsgrad SA 2 1/2 von Korrosionsprodukten gesäubert werden, danach wird der Armierungsstahl mit einem Korrosionsschutzanstrich versehen und der Beton durch Applikation einer Haftbrücke grundiert. Danach wird die Ausbruchstelle mit Mörtel verfüllt und die Betonoberfläche durch Spachteln egalisiert. Dann erfolgt das Aufbringen einer Schutzbeschichtung durch Applikation einer Grundierung mit anschließender Zwischen- und Schlussbeschichtung.

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Betonlasur

Anstriche und Beschichtungen für Betonuntergründe, die lasierend appliziert werden, damit ein gleichmäßiges Aussehen der Sichtbetonflächen erzielt wird. Solche Maßnahmen sind bereits als vorbeugender Betonschutz...

Anstriche und Beschichtungen für Betonuntergründe, die lasierend appliziert werden, damit ein gleichmäßiges Aussehen der Sichtbetonflächen erzielt wird. Solche Maßnahmen sind bereits als vorbeugender Betonschutz anzusehen, da eine Carbonatisierung durch geeignete Materialien zeitlich bereits verzögert werden kann, wenn sd (CO2) ≥ 50 m.

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Betonschutz

Ist ein Betonbauteil nur geringfügig geschädigt, das heißt nur die Oberfläche des Betons in Mitleidenschaft gezogen (die Carbonatisierung noch nicht weit fortgeschritten, geringe Carbonatisierungstiefe), so besteht die...

Ist ein Betonbauteil nur geringfügig geschädigt, das heißt nur die Oberfläche des Betons in Mitleidenschaft gezogen (die Carbonatisierung noch nicht weit fortgeschritten, geringe Carbonatisierungstiefe), so besteht die Möglichkeit, durch Aufbringen eines Betonschutzes eine erneute Carbonatisierung dauerhaft zu verhindern. Unter Betonschutz versteht man das nach der Untergrunddiagnose und Untergrundvorbehandlung (Entfernen geschädigter Oberflächen zum Beispiel durch Bürsten oder Klopfen) erforderliche Aufbringen einer Schutzbeschichtung, bestehend aus Grundierung, Zwischen- und Schlussbeschichtung.

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Bewegungsfuge (Fugenart)

Bewegungsfugen sind Trennungen und dienen der Aufnahme der positiven und negativen Längenänderungen von Bauteilen. Durch Inaugenscheinnahme hat der Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten festzustellen, ob konstruktive...

Bewegungsfugen sind Trennungen und dienen der Aufnahme der positiven und negativen Längenänderungen von Bauteilen. Durch Inaugenscheinnahme hat der Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten festzustellen, ob konstruktive Bewegungsfugen vorhanden sind. Solche Fugenkonstruktionen sind in geeigneter Weise deckungsgleich in den Oberboden/Bodenbelag zu übernehmen (zum Beispiel durch Fugenprofile u. a.). Derartige Bewegungsfugen dürfen keinesfalls kraftschlüssig und/oder anderweitig geschlossen und verfüllt werden!

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Bewehrung

Die Bewehrung von Estrichen kann in Form von Baustahlgittern, Bewehrungsmatten nach DIN 488-4 »Betonstahl – Betonstahlmatten« oder durch Fasern erfolgen. Eine grundsätzliche Erforderlichkeit, Estriche zu bewehren, wie...

Die Bewehrung von Estrichen kann in Form von Baustahlgittern, Bewehrungsmatten nach DIN 488-4 »Betonstahl – Betonstahlmatten« oder durch Fasern erfolgen. Eine grundsätzliche Erforderlichkeit, Estriche zu bewehren, wie zum Beispiel Stahlbetonbauteile, ist nicht gegeben. Das Entstehen von Rissen kann durch eine Bewehrung nicht verhindert werden. Vielmehr sollen die Verbreiterung von auftretenden Rissen und der Höhenversatz der Risskanten minimiert werden [vergleiche DIN 18 560-2 »Estriche im Bauwesen – Teil 2: Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)«, Abschnitt 5.3.2]. Soll ein Estrich bewehrt werden, so ist dies vom Planer festzulegen und auch auszuschreiben. Bewegungsfugen dürfen durch eine Bewehrung nicht überbrückt werden! Eine Bewehrung aus Fasern kann zur Minimierung von Frühschwind- oder Schrumpfrissen behilflich sein. Die Bewehrung bei Stahlbeton ist in der Regel statisch wirksam und wird vom Tragwerksplaner berechnet und festgelegt. Zusätzliche, konstruktive Bewehrung kann zum Beispiel zur Rissbreitenbeschränkung eingesetzt werden.

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Bewitterung

Die Prüfung von Anstrichen und Beschichtungen auf Wetter- bzw. Klimabeständigkeit. Grundsätzlich gibt es hierzu zwei Prüfverfahren, das heißt man muss unterscheiden zwischen natürlicher Bewitterung und künstlicher...

Die Prüfung von Anstrichen und Beschichtungen auf Wetter- bzw. Klimabeständigkeit. Grundsätzlich gibt es hierzu zwei Prüfverfahren, das heißt man muss unterscheiden zwischen natürlicher Bewitterung und künstlicher Bewitterung. Die natürliche Bewitterung stellt einen Prüfungsaufbau im Freien dar. Die Prüfkörper bestehen aus Probeplatten mit Anstrichen oder Beschichtungen, welche auf den herstellerseitig vorgesehenen Untergründen appliziert worden sind. Diese werden in einem Winkel von 45 Grad frei bewittert, wobei Regen von den Prüfkörpern ablaufen können muss und die Probeplatten nach Südwesten oder Süden (maximale Sonneneinstrahlung) ausgerichtet werden. Die Freibewitterung kann über mehrere Monate oder Jahre erfolgen, um festzustellen, wann erste Veränderungen bis zum möglichen Versagen der Beschichtung oder des Anstrichs erfolgen. Bei der Freibewitterung sind verschiedene Klimate zu unterscheiden, wie zum Beispiel Landklima, Seeklima, Industrieatmosphäre, Stadtatmosphäre, Hochgebirgsklima oder tropisches Klima. Je nach den herstellerseitig vorgegebenen technischen Eigenschaften der Anstriche oder Beschichtungen müssen solche Bewitterungstests ggf. in verschiedenen Klimazonen durchgeführt werden. Die künstliche Bewitterung stellt eine Prüfung in Form einer Kurzbewitterung unter verschärften Bedingungen dar. Dazu verwendet man spezielle Klimaprüfgeräte wie zum Beispiel das QUV. Hier können die Dauer der UV-Einstrahlung, die Art der UV-Strahlung, die Zeitdauer der Betauung und die Betauungstemperatur variabel eingestellt werden. In der Regel erfolgt die künstliche Bewitterung über einen Prüfzeitraum von 1000 bis 1500 Stunden.
(Hinweis: Die künstliche Bewitterung ersetzt dabei jedoch nicht die Freibewitterung, sie dient als vergleichende Vorprüfung bestimmter Eigenschaften von Anstrichen und Beschichtungen.)

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BGB

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist ein Bundesgesetz und regelt die wichtigsten Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen. Relevant für die Bauschaffenden sind insbesondere die § 631 ff., in welchen das...

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ist ein Bundesgesetz und regelt die wichtigsten Rechtsbeziehungen zwischen Privatpersonen. Relevant für die Bauschaffenden sind insbesondere die § 631 ff., in welchen das Werkvertragsrecht geregelt wird.

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BGR

Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Diese Vorgaben sollte jeder Handwerker kennen und beachten, um Unfallgefahren bei der Arbeit und durch die ausgeführte Werkleistung zu...

Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Diese Vorgaben sollte jeder Handwerker kennen und beachten, um Unfallgefahren bei der Arbeit und durch die ausgeführte Werkleistung zu vermeiden. Von Bedeutung für das bodenlegende Handwerk ist zum Beispiel BGR 181 und die darin zur Vermeidung von Rutschgefahren vorgegebene ausreichende Rutschhemmung von Bodenbelägen je nach Nutzung der Räumlichkeiten. Hersteller können Bodenbeläge, Beschichtungen unter anderem nach einem R-Wert einstufen lassen, um diesen Anforderungen zu genügen.

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BGW

Der Biologische Grenzwert ist das Maß für die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten oder eines Beanspruchungsindikators im Blut eines Beschäftigten, bei dem keine Gesundheitsschädigung des...

Der Biologische Grenzwert ist das Maß für die maximal zulässige Konzentration eines Stoffes, seines Metaboliten oder eines Beanspruchungsindikators im Blut eines Beschäftigten, bei dem keine Gesundheitsschädigung des Beschäftigten zu erwarten ist. Bei der Festlegung wird in der Regel von einer achtstündigen Exposition bei 40 Arbeitsstunden pro Woche ausgegangen. In Deutschland legt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Grenzwerte fest, die in der TRGS (Technische Regel für Gefahrstoffe) 903 »Biologische Grenzwerte« veröffentlicht werden. In Deutschland wurde der BGW am 1. Januar 2005 mit der Neufassung der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) eingeführt. Die neue Gefahrstoffverordnung ersetzt den BAT-Wert durch den BGW.

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Bindemittel (Allgemein)

Das Bindemittel wird definiert als der nichtflüchtige Bestandteil von Beschichtungsstoffen einschließlich der Weichmacher, jedoch ohne die Pigmente oder Füllstoffe. Bindemittel können mit Pigmenten, Füllstoffen oder...

Das Bindemittel wird definiert als der nichtflüchtige Bestandteil von Beschichtungsstoffen einschließlich der Weichmacher, jedoch ohne die Pigmente oder Füllstoffe. Bindemittel können mit Pigmenten, Füllstoffen oder Additiven angereichert sein, mit welchen sie nach der Trocknung die farbige oder farblose Beschichtung (Beschichtungsfilm) ergeben. Die Aufgaben des Bindemittels sind die Steuerung des Haftvermögens zum Untergrund (das Bindemittel soll die ausgehärtete Beschichtung dauerhaft und fest am Untergrund anhaften lassen) und Steuerung der Pigmentverteilung im Beschichtungsstoff (das Bindemittel soll die Pigmente vollständig umhüllen und gleichmäßig in der Beschichtung verteilen, damit diese nicht an die Oberfläche des Beschichtungsstoffs diffundieren können und so später zu einem Kreiden der Beschichtung führen).

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Bindemittel (Estrich)

Bindemittel sind mineralische Stoffe, welche durch Kristallisation eine hohe Festigkeit erreichen, oder organische Stoffe (zum Beispiel Kunstharzdispersionen oder 2-Komponenten-Reaktionsharze), die durch Polymerisation,...

Bindemittel sind mineralische Stoffe, welche durch Kristallisation eine hohe Festigkeit erreichen, oder organische Stoffe (zum Beispiel Kunstharzdispersionen oder 2-Komponenten-Reaktionsharze), die durch Polymerisation, Polyaddition oder Polykondensation erhärten. Die Estricharten werden in Abhängigkeit des Bindemittels in Magnesia-, Calciumsulfat-, Anhydrit-, Zement-, Gussasphalt- und Kunstharzestriche unterschieden. Die organischen Bindemittel als Bestandteile von Beschichtungen und Klebstoffen finden sich häufig in der Produktbezeichnung wieder [Epoxidharz (EP), Methylmethacrylatharz (MMA), Polyurethanharz (PUR)].

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Binder

Als Binder wurde in der Anfangszeit des Einsatzes von Kunststoffdispersionsfarben das Bindemittel bezeichnet, also eine Dispersion, welche aus Polymeren besteht, die in Wasser dispergiert, das heißt fein verteilt, sind....

Als Binder wurde in der Anfangszeit des Einsatzes von Kunststoffdispersionsfarben das Bindemittel bezeichnet, also eine Dispersion, welche aus Polymeren besteht, die in Wasser dispergiert, das heißt fein verteilt, sind. Binder stand als Abkürzung für das Wort Bindemitteldispersion. Dieser Begriff ist aber heute nicht mehr zeitgemäß und wird daher kaum noch verwendet.

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Binderfarbe

Diese Bezeichnung wurde in der Anfangszeit der Kunststoffdispersionsfarben verwendet, also für pigmentierte Bindemitteldispersionen, sowohl heute vom ausschließlich wichtigen wasserverdünnbaren Typ wie vom zunächst...

Diese Bezeichnung wurde in der Anfangszeit der Kunststoffdispersionsfarben verwendet, also für pigmentierte Bindemitteldispersionen, sowohl heute vom ausschließlich wichtigen wasserverdünnbaren Typ wie vom zunächst eingeführten Emulsionstyp.

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Biozide

Zu den bekanntesten Biozidprodukten zählen Holzschutzmittel, die das Holz vor Insekten- und Pilzbefall schützen. Eine kontrollierte Verwendung (so wenig wie möglich / so viel wie nötig) wird durch das RAL-Gütezeichen...

Zu den bekanntesten Biozidprodukten zählen Holzschutzmittel, die das Holz vor Insekten- und Pilzbefall schützen. Eine kontrollierte Verwendung (so wenig wie möglich / so viel wie nötig) wird durch das RAL-Gütezeichen zertifiziert. Verarbeitungshinweise bei Holzschutzmitteln sind unbedingt zu beachten.

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Bitumen

Entsteht als Nebenprodukt in den Raffinerien bei Erdöldestillation oder wird als Festgestein oder Naturasphalt (zum Beispiel Trinidad-Asphalt) gewonnen. Bitumen kann im Bauwesen als Bindemittel für bituminöse...

Entsteht als Nebenprodukt in den Raffinerien bei Erdöldestillation oder wird als Festgestein oder Naturasphalt (zum Beispiel Trinidad-Asphalt) gewonnen. Bitumen kann im Bauwesen als Bindemittel für bituminöse Estrichkonstruktionen oder als Abdichtung eingesetzt werden.

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Bitumenanstriche

Als Bindemittel für Bitumenanstriche wird Asphalt bzw. Bitumen verwendet, welches als Abfallprodukt bei der Erdölraffination entsteht und für den Einsatz als Bindemittel mit trocknenden Ölen oder Kunstharzen verkocht...

Als Bindemittel für Bitumenanstriche wird Asphalt bzw. Bitumen verwendet, welches als Abfallprodukt bei der Erdölraffination entsteht und für den Einsatz als Bindemittel mit trocknenden Ölen oder Kunstharzen verkocht wird. Als Verdünnung dient Testbenzin, welches das Bitumen löst. Bitumenbeschichtungen werden aufgrund ihrer hohen Wasserbeständigkeit für Beschichtungen mit absperrender Wirkung auf Beton, Stahl oder Holz angewandt und trocknen physikalisch, das heißt durch Verdunsten des Lösemittels. Weiterhin sind Bitumenbeschichtungen beständig gegen schwache Säuren und Laugen. Auch sind kaltflüssige Emulsionen (feinste Verteilung von bituminösen Bindemitteln in Wasser) heute im Bautenschutz gebräuchlich (zum Beispiel alternative Abdichtungen erdreichangrenzender Bauteile, Spritzwasserschutz von Sockelbereichen vor Beschichtungen etc.).

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Bitumenemulsionsestrich

Bitumenemulsionsestriche gehören zu den bituminösen Estrichkonstruktionen. Es handelt sich dabei um dünnlagige Estriche, welche fugenlos als Industrieboden eingesetzt werden können. Der Bitumenemulsionsestrich besteht...

Bitumenemulsionsestriche gehören zu den bituminösen Estrichkonstruktionen. Es handelt sich dabei um dünnlagige Estriche, welche fugenlos als Industrieboden eingesetzt werden können. Der Bitumenemulsionsestrich besteht aus Bitumenemulsion (kolloidale Mischung aus Bitumen und Wasser), Zement, Sand und Splitt. Die Estrichdicke beträgt zwischen 12 und 20 mm, mindestens aber 8 mm. Bei Belastung mit Flurförderzeugen ist eine Nachverdichtung möglich. Bei der nachträglichen Verlegung von Bodenbelägen oder der Applikation von Beschichtungen auf Bitumenemulsionsestrichen ist Vorsicht geboten. Es kann wegen dem kraftschlüssigen Verbund zwischen Belag bzw. Beschichtung und Untergrund zur Bruchzonenverlagerung in den Bitumenemulsionsestrich kommen, so dass sich der Bodenbelag ablöst und Blasen, wurmartige Falten oder andere Schäden die Folge sind.

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Bituminöse Estrichkonstruktionen

Bituminöse Estrichkonstruktionen enthalten als Bindemittel Bitumen. Es kann unterschieden werden zwischen Gussasphaltestrich, Bitumenemulsionsestrich, Asphaltmastix, Asphaltfeinbeton und Makadam.

Bituminöse Estrichkonstruktionen enthalten als Bindemittel Bitumen. Es kann unterschieden werden zwischen Gussasphaltestrich, Bitumenemulsionsestrich, Asphaltmastix, Asphaltfeinbeton und Makadam.

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Bläue

Entsteht durch eine Blauverfärbung von Holz durch Pilze. Diese Pilze gehören wie die holzzerstörenden Pilzarten den niederen Pflanzenarten an und werden aufgrund der typischen Blauverfärbung des Holzes auch Bläuepilze...

Entsteht durch eine Blauverfärbung von Holz durch Pilze. Diese Pilze gehören wie die holzzerstörenden Pilzarten den niederen Pflanzenarten an und werden aufgrund der typischen Blauverfärbung des Holzes auch Bläuepilze genannt. Überwiegend ist Kiefernholz vom Bläuepilzbefall betroffen, jedoch können auch Laubhölzer und sogar tropische Holzarten in manchen Fällen befallen sein. Bläuepilze gehören nicht zu den holzzerstörenden Pilzarten, die Zellstruktur bleibt bei Befall erhalten, die Pilze ernähren sich nur von den Zellinhaltsstoffen. Der Pilzbefall erfolgt ausschließlich im Splintholz, da im harten Kernholz die Lebensbedingungen für diese Pilze nicht vorhanden sind. Ursache des Bläuepilzbefalls ist meistens eine Kombination verschiedener Faktoren: (zu) hohe Holzfeuchtigkeit, fehlender chemischer Holzschutz im Außenbereich, unzureichender konstruktiver Holzschutz, fehlender Feuchteschutz von Holzbauteilen durch ungeeignete Anstrichsysteme und/oder rückseitige Feuchtigkeitseinflüsse wegen fehlender Abdichtungen.
(Hinweis: Ein Bläuepilz kann sich selbst auf gestrichenen Holzbauteilen unter intakten Anstrichsystemen weiterentwickeln. Das weitere Wachstum kann nur durch den Einsatz von bestimmten Holzschutzmitteln gehemmt werden – befallene lasierte Holzbauteile sind jedoch optisch störend verändert worden (typische schwarzblaue Fleckenbildung), so dass mittels lasierenden Oberflächenschutzsystemen meist keine weitere anstrichtechnische Behandlung erfolgversprechend ist. Eine Alternative stellt das Bleichen (zum Beispiel mit Oxalsäure) dar, welche die schwarzblaue Fleckenbildung des Pilzbefalls gegebenenfalls verringern kann. Jedoch ist der Erfolg des Bleichens sehr von der Art und dem Umfang des Bläuepilzbefalls abhängig. Oftmals verbleibt bei gewünschter lasierender Oberflächenbehandlung nur der Austausch befallener Holzbauteile oder die Anwendung dunklerer, lasierender Farbtöne oder deckender Oberflächenschutzsysteme nach der Vorbehandlung.)

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Blauer Engel

Der Blaue Engel gehört zu den bekanntesten und ältesten Gütesiegeln in Deutschland. Bereits seit 1978 zeichnet er umweltfreundliche Dienstleistungen und Produkte aus; so auch Bodenbeläge, Kleber und Werkstoffe. Das Label...

Der Blaue Engel gehört zu den bekanntesten und ältesten Gütesiegeln in Deutschland. Bereits seit 1978 zeichnet er umweltfreundliche Dienstleistungen und Produkte aus; so auch Bodenbeläge, Kleber und Werkstoffe. Das Label kennzeichnet Produkte, die in ihrer Produktkategorie besonders umweltfreundlich sind. Mit dem Label können Unternehmen ihre umweltfreundlichen Produkte seriös am Markt bewerben.
 

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Blockabriss

Blockabrisse beschreiben ein Phänomen, das bei Parkett vorkommen kann. Holz ist ein hygroskopischer Baustoff, das heißt, mit der Veränderung der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit kommt es zum Quellen und...

Blockabrisse beschreiben ein Phänomen, das bei Parkett vorkommen kann. Holz ist ein hygroskopischer Baustoff, das heißt, mit der Veränderung der Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit kommt es zum Quellen und Schwinden. Durch Schwinden entstehen Fugen zwischen den Parkettstäben, in welche zum Beispiel kunstharzbasiertes Versiegelungsmaterial laufen kann. Dabei entsteht eine Seitenverleimung. Kommt es zum weiteren Schwinden des Holzes, so summieren sich die Schwindkräfte der verleimten Parkettstäbe auf, bis es zum Riss an der schwächsten Stelle, meistens in Fugen, kommt. Bei Verwendung von Ölen, Ölkunstharzlacken und Öl-Wachs-Systemen treten keine Blockabrisse auf. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Blockabrissen kommt, ist bei Wasserlacken sowie bei lösemittelhaltigen 1-K- und 2-K-Polyurethansystemen grösser, wobei dem Grundsatz nach das Auftreten vom Schwinden des Holzes infolge Veränderungen des Raumklimas und der Holzfeuchte abhängt. Daher sollten Parkettstäbe vor dem Verkleben ausreichend lange im Umgebungsklima gelagert werden.

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Bouclé

Bouclé bezeichnet eine Art der Polnoppenausbildung bei textilen Bodenbelägen. Hierbei werden die Polnoppen von gewebten (Webteppichboden) oder getufteten (Tufting) Belägen als Schlinge belassen. Auf diese Art...

Bouclé bezeichnet eine Art der Polnoppenausbildung bei textilen Bodenbelägen. Hierbei werden die Polnoppen von gewebten (Webteppichboden) oder getufteten (Tufting) Belägen als Schlinge belassen. Auf diese Art hergestellte Bodenbeläge lassen sich leicht reinigen, da Staub und Schmutz nicht tief eindringen kann.

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Brandschutz

Die Beurteilung des Brandverhaltens von Bodenbelägen erfolgt nach DIN EN 13 501-1 »Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten«. Die Anforderungen an den Brandschutz ergeben sich aus den...

Die Beurteilung des Brandverhaltens von Bodenbelägen erfolgt nach DIN EN 13 501-1 »Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten«. Die Anforderungen an den Brandschutz ergeben sich aus den jeweiligen Landesbauordnungen der Bundesländer. So müssen beispielsweise Bodenbeläge in Treppenhäusern, die als Fluchtwege dienen, entsprechend den bauaufsichtlichen Anforderungen »schwerentflammbar« sein, das heißt mindestens ein Bodenbelag der Klasse Cfl-s1 verlegt werden. Die in der Fachwelt immer noch kursierenden Begriffe nach DIN 4102 werden bereits seit 2002 durch die europäischen Klassen nach DIN EN 13 501-1 ersetzt.

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Brandschutzbeschichtungen

Brandschutzbeschichtungen sind dämmschichtbildende Beschichtungen, welche im Brandfall die Aufgabe haben, die statischen Eigenschaften der Stahlbauteile so lange wie möglich zu erhalten, das heißt sie sollen die...

Brandschutzbeschichtungen sind dämmschichtbildende Beschichtungen, welche im Brandfall die Aufgabe haben, die statischen Eigenschaften der Stahlbauteile so lange wie möglich zu erhalten, das heißt sie sollen die Aufheizung des Stahls trotz des Brandes zeitlich verzögern. Dabei bildet die auf das Stahlbauteil applizierte dämmschichtbildende Beschichtung eine mikroporöse dichte Schaumschicht aus, die hochwärmeisolierend wirkt. Bei Temperaturen von ca. 150 Grad Celsius beginnt sich die Schaumschicht zu entwickeln und erreicht dann das 50- bis 100fache ihres ursprünglichen Volumens. So werden aus ca. 1 Millimeter dicken Anstrichschichten im Brandfall 3 bis 4 Zentimeter dicke Kohleschaumschichten, die den Baustoff vor zerstörender Hitzeeinwirkung zu schützen vermögen. Je länger die dämmschichtbildende Beschichtung die Aufheizung der Stahlbauteile verzögern kann, desto besser ist die sogenannte Feuerwiderstandsdauer der Brandschutzbeschichtung. Dämmschichtbildende Beschichtungen für Holzbauteile haben die Aufgabe, aus Holz (Querschnitt 12 mm), das nach DIN 4102 in die Baustoffklasse B 2 (normalentflammbarer Baustoff) eingeordnet wird, einen schwerentflammbaren Baustoff der Baustoffklasse B 1 zu machen. Die Wirkungsweise der dämmschichtbildenden Beschichtungssysteme für Holzbauteile besteht, wie schon bereits bei den Beschichtungssystemen für Stahlbauteilen erläutert, aus einer Verzögerung des Aufheizens des Holzbauteils und somit in einer Erhöhung der Feuerwiderstandsdauer durch Ausbildung einer mikroporösen, nicht brennbaren Schaumschicht. Aus den Brandschutzbeschichtungen entwickelt sich im Brandfall so eine ca. 2 bis 3 Zentimeter dicke Schaumschicht, die eine weitere Aufheizung verhindert und zum Brandfortschritt notwendigen Luftsauerstoff nicht mehr an die Holzoberfläche gelangen lässt.
(Hinweis: Die dämmschichtbildenden Beschichtungen für Holzbauteile bedürfen wie auch die Brandschutzbeschichtungen für Stahlbauteile einer allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung durch das Deutsche Institut für Bautechnik (DIBT). Ohne diese Zulassung dürfen entsprechende Systeme nicht eingesetzt werden – in der Zulassung sind die Verarbeitungsbedingungen, Arbeitsschritte und Schichtdicken werkstoffbezogen aufgelistet, die vom Verarbeiter zwingend einzuhalten sind. Wer Brandschutzbeschichtungen verarbeiten will, muss bei einem Hersteller die Mitarbeiter schulen lassen (Nachweis über Zertifikat erforderlich!)

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Brinell-Härte

Die Eigenschaften von Holz (zum Beispiel Parkett) hinsichtlich der Härte werden nach dem Brinell-Verfahren ermittelt. Der schwedische Ingenieur Johann August Brinell hat 1900 die Härteprüfung für weiche bis mittelharte...

Die Eigenschaften von Holz (zum Beispiel Parkett) hinsichtlich der Härte werden nach dem Brinell-Verfahren ermittelt. Der schwedische Ingenieur Johann August Brinell hat 1900 die Härteprüfung für weiche bis mittelharte Metalle (zum Beispiel unlegierter Baustahl, Aluminiumlegierung), für Holz und Werkstoffe mit ungleichmäßigem Gefüge (zum Beispiel Gusseisen) entwickelt. Hierbei wird eine Kugel mit 10 mm Durchmesser und 500 N (Gewichtskraft von 50 kg) 15 Sekunden in das Holz gedrückt und 30 Sekunden festgehalten. Nach Entfernen der Kugel ist in Abhängigkeit der Holzdichte und Holzart der resultierende Eindruck im Holz zu bewerten. Je nach Fläche des Eindrucks wird in Abhängigkeit der Druckkraft daraus die Brinell-Härte für das geprüfte Holz festgelegt. Zu beachten ist, dass je grösser die Dichte eines Holzes ist, die Druckfestigkeit zunimmt. Daher ist bei dichten Hölzern sowie in Faserrichtung die Brinell-Härte deutlich höher als bei weniger dichten Hölzern und quer zur Faserrichtung. Generell sind Laubhölzer härter als Nadelhölzer. Daher werden für Parkett üblicherweise Laubhölzer verwendet und für Holzpflaster solche Nadelhölzer, die in Faserrichtung für diese Verwendung hart genug sind.

B
Bronzelacke

Ist eine gängige Bezeichnung für Anstrichstoffe aus hellem, chemisch neutralem Lack (Klarlack), der fein verteilte (dispergierte) Metallteilchen als Pigmente enthält (zum Beispiel Aluminium, Kupferlegierungen). Solche...

Ist eine gängige Bezeichnung für Anstrichstoffe aus hellem, chemisch neutralem Lack (Klarlack), der fein verteilte (dispergierte) Metallteilchen als Pigmente enthält (zum Beispiel Aluminium, Kupferlegierungen). Solche Systeme werden auch als Effektlacke oder Effektlackfarben bezeichnet. Ebenfalls in diese Kategorie gehören Nitrocelluloselacke, welche mit bestimmten Teerfarbstoffen versehen sind, die beispielsweise bei der Blattversilberung oder Überlackierung von Schmuck (Modeschmuck) einen entsprechenden Farbton erzeugen.

B
Buche

Buchenholz ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit sehr guten Festigkeitseigenschaften, großer Härte und Abriebfestigkeit. Zu den Anwendungsbereichen zählen die Herstellung von Möbeln, Treppen, Parkett, Holzpflaster...

Buchenholz ist ein mittelschweres bis schweres Holz mit sehr guten Festigkeitseigenschaften, großer Härte und Abriebfestigkeit. Zu den Anwendungsbereichen zählen die Herstellung von Möbeln, Treppen, Parkett, Holzpflaster und die Herstellung von Holzwerkstoffen.

B
Bundesverband der vereidigten Sachverständigen für Raum und Ausstattung e.V.

Der Bundesverband der vereidigten Sachverständigen für Raum und Ausstattung e.V. (BSR) mit Sitz in Bonn ist ein Verband für Sachverständige. Die angeschlossenen Sachverständigen können von dem Aus- und...

Der Bundesverband der vereidigten Sachverständigen für Raum und Ausstattung e.V. (BSR) mit Sitz in Bonn ist ein Verband für Sachverständige. Die angeschlossenen Sachverständigen können von dem Aus- und Fortbildungsprogramm Gebrauch machen oder Hilfe bei Problemen beanspruchen. Der BSR gibt verschiedene Merkblätter heraus, zum Beispiel zur Wertminderung infolge Alterung, Musterabweichungen oder Beurteilung von Farbtonunterschieden bei Bodenbelägen mit dem Graumaßstab.

B
Bundesverband Estrich und Belag e.V.

Der Bundesverband Estrich und Belag e.V. (BEB) ist ein selbsttätiger Verband auf Bundesebene und übernimmt die Unterrichtung der Mitgliedsbetriebe über Normänderungen, technische Neuerungen in den Bereichen Estrich und...

Der Bundesverband Estrich und Belag e.V. (BEB) ist ein selbsttätiger Verband auf Bundesebene und übernimmt die Unterrichtung der Mitgliedsbetriebe über Normänderungen, technische Neuerungen in den Bereichen Estrich und Belag, arbeitet bei der Erstellung von Normen mit, führt Tagungen und Forschungsvorhaben durch. Der BEB gibt Arbeits- und Hinweisblätter heraus, zum Beispiel zur Beurteilung und Prüfung von Untergründen.

B
Bunteffektfarben

Als Bunteffektfarben werden Anstrichstoffe bezeichnet, welche in einem transparenten Bindemittel fein verteilte (dispergierte), unterschiedlich gefärbte Metallteilchen als Pigmente enthalten (zum Beispiel Aluminium,...

Als Bunteffektfarben werden Anstrichstoffe bezeichnet, welche in einem transparenten Bindemittel fein verteilte (dispergierte), unterschiedlich gefärbte Metallteilchen als Pigmente enthalten (zum Beispiel Aluminium, Kupferlegierungen), die untereinander unverträglich sind und sich daher bei der Verarbeitung nicht vermischen. Es entsteht ein schillernder Mehrfarbeneffekt.

B
Buntsteinputz

Übliche Bezeichnung für optisch ansprechende, strapazierfähige Beschichtungen für Fassaden- und Innenwandflächen aus Putz, Beton oder Leichtbauplatten. Das charakteristische Aussehen erhält der Buntsteinputz durch...

Übliche Bezeichnung für optisch ansprechende, strapazierfähige Beschichtungen für Fassaden- und Innenwandflächen aus Putz, Beton oder Leichtbauplatten. Das charakteristische Aussehen erhält der Buntsteinputz durch Zuschläge aus Quarzgestein unterschiedlicher Färbung und unterschiedlichem Korndurchmesser. Diese Zuschlagstoffe werden wetterbeständigen Kunststoffdispersions- oder auch Kunstharzbindemitteln zugegeben und können einfarbig oder als Mischung verschiedener Farbtöne ihren Einsatz finden. Die Applikation dieser Putze erfolgt mittels einer Traufel, die bei Putzen mit einem Bindemittel auf Kunststoffdispersionsbasis aus nichtrostendem Material wie zum Beispiel Edelstahl bestehen sollte, ebenso die zum Nachglätten benötigte Glättkelle. Weitere Entwicklungen sind Natursteinputze, welche aus einem Bindemittel auf Kunststoffdispersionsbasis bestehen und natürliche, farbige Steinchen mit einem Durchmesser von 2 bis 6 mm enthalten, oder Buntglasputz, bei dem anstelle der vorgenannten Zuschlagstoffe farbige, kugelförmige Glaspartikel verwendet werden, die in besonders großer Farbtonauswahl herstellbar sind. Trotz des dichten Gefüges dieser Beschichtungsstoffe bleiben die Beschichtungen nach dem Trocknen ausreichend dehnbar und wasserdampfdurchlässig. Die Wasserdampfdurchlässigkeit dieser Produkte ist mit der Wasserdampfdurchlässigkeit Kunstharzgebundener Putze oder Kunststoffmörtel vergleichbar.

C
CA

Kurzzeichen für eine Estrichart, hier: Calciumsulfatestrich.

Kurzzeichen für eine Estrichart, hier: Calciumsulfatestrich.

C
CAF

Kurzzeichen für eine Estrichart, hier: Calciumsulfat-Fließestrich.

Kurzzeichen für eine Estrichart, hier: Calciumsulfat-Fließestrich.

C
Calcit

Calciumcarbonat; natürliches Calciumcarbonat. Enthält im Gegensatz zur Kreide keine Schalenreste abgelagerter Gehäuse von Meerestieren. Verwendung als Füllstoff für Dispersionsfarben und Spachtelmassen.

Calciumcarbonat; natürliches Calciumcarbonat. Enthält im Gegensatz zur Kreide keine Schalenreste abgelagerter Gehäuse von Meerestieren. Verwendung als Füllstoff für Dispersionsfarben und Spachtelmassen.

C
Calciumcarbid

Calciumcarbid (CaC2) kann nur künstlich hergestellt werden, da es nicht in der Natur vorkommt. Zur technischen Herstellung von Calciumcarbid werden Kalk und Koks benötigt. Diese beiden Stoffe werden in einem...

Calciumcarbid (CaC2) kann nur künstlich hergestellt werden, da es nicht in der Natur vorkommt. Zur technischen Herstellung von Calciumcarbid werden Kalk und Koks benötigt. Diese beiden Stoffe werden in einem Lichtbogenofen bei über 2000 Grad Celsius geschmolzen. Resultierend aus diesem Vorgang wird Calciumcarbid gewonnen. Technisches Calciumcarbid ist eine grauschwarze Verbindung. Bei Kontakt mit Wasser (H2O) kommt es zu einer chemischen Reaktion. Diese Reaktion setzt gasförmiges Acetylen frei, welches bei der CM-Messung den Druck in der Prüfflasche entwickelt. Dieser Druck ist an der Manometeranzeige des Gerätes abzulesen. Calciumcarbid sollte luftdicht aufbewahrt werden, ansonsten wird es langsam in Verbindung mit der Umgebungsluft zersetzt.

C
Calciumcarbonat

Chemisch betrachtet handelt es sich um das Calciumsalz der Kohlensäure. Calciumcarbonat ist in der Natur weit verbreitet: als Kalkstein in Gebirgen, durch abgelagerte Gehäuse von Krebsen, Muscheln und Schnecken oder aus...

Chemisch betrachtet handelt es sich um das Calciumsalz der Kohlensäure. Calciumcarbonat ist in der Natur weit verbreitet: als Kalkstein in Gebirgen, durch abgelagerte Gehäuse von Krebsen, Muscheln und Schnecken oder aus Korallen bildet sich zum Beispiel Kreide. Feinkristallin ist Calciumcarbonat auch als Marmor bekannt. Natürliches Calciumcarbonat wird auch Calcit genannt. Putze oder Estriche aus Zement enthalten als kalkhaltige Mörtel Calciumhydroxid Ca(OH)2. Dieses Calciumhydroxid nimmt zum Abbinden aus der Luft Kohlendioxid (CO2) auf und erhärtet. Diesen Vorgang nennt man Carbonatisieren. Calciumcarbonat ist nicht wasserlöslich und schäumt bei Benetzung mit Säuren auf.

C
Calciumhydroxid

Calciumcarbonat; ist das Produkt von gebranntem Kalk und Wasser (gelöschter Kalk, Löschkalk, Kalkhydrat). Es ist als kalkhaltiger Mörtel in Putzen und Estrichen zu finden sowie in Kalkfarben.

Calciumcarbonat; ist das Produkt von gebranntem Kalk und Wasser (gelöschter Kalk, Löschkalk, Kalkhydrat). Es ist als kalkhaltiger Mörtel in Putzen und Estrichen zu finden sowie in Kalkfarben.

C
Calciumsulfat

Calciumsulfat wird je nach Wassergehalt auch Anhydrit oder Gips (CaSO4) genannt. Anhydrit ist dabei der wasserfreie Gips (CaSO4), der sein Kristallwasser in heißen Perioden der Entstehung der Erde verloren hat....

Calciumsulfat wird je nach Wassergehalt auch Anhydrit oder Gips (CaSO4) genannt. Anhydrit ist dabei der wasserfreie Gips (CaSO4), der sein Kristallwasser in heißen Perioden der Entstehung der Erde verloren hat. Calciumsulfat, das zwei Mol Kristallwasser (CaSO4x2H2O) enthält, bezeichnet man als Gips. Durch hohe Temperaturen (Brennen bei 200 Grad Celsius) entsteht ein Halbhydrat (2 CaSO4xH2O), mit welchem als Bindemittel gipshaltige Estriche und Spachtelmassen hergestellt werden. Alle drei Stoffe haben die Eigenschaft, aus wasserunlöslichen, geruchlosen Feststoffen zu bestehen. Synthetisch gewonnen wird Calciumsulfat unter anderem in Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA-Gips), wo es in großer Menge als Nebenprodukt anfällt. Calciumsulfat ist ein bedeutender Anteil von Stuck oder Putzgips, aber auch in anderen Baustoffen wie zum Beispiel Gipsplatten, Gipsbausteine oder als Trockenmittel in der Industrie und Abbindeverzögerer in der Zementindustrie bis hin zu gipshaltigen Spachtelmassen und Estrichbindemitteln enthalten.

C
Calciumsulfat-Fliessestrich

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« ist ein Calciumsulfatestrich ein Estrich, dessen Bindemittel aus Calciumsulfat besteht. Als Fließestrich (CAF) kann dieser Estrich ohne nennenswerte Verteilung und...

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« ist ein Calciumsulfatestrich ein Estrich, dessen Bindemittel aus Calciumsulfat besteht. Als Fließestrich (CAF) kann dieser Estrich ohne nennenswerte Verteilung und Verdichtung eingebracht werden. Unter diesem Begriff werden Naturanhydritfliessestriche, Alphahalbhydratfliessestriche bzw. REA-Anhydritfliessestriche und synthetische Anhydritfliessestriche verstanden.

C
Calciumsulfatestrich

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« ist Calciumsulfatestrich ein Estrich, dessen Bindemittel aus Calciumsulfat besteht. Anhydritestriche werden demgegenüber aus Anhydritbinder hergestellt. Nach DIN EN 13 813...

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« ist Calciumsulfatestrich ein Estrich, dessen Bindemittel aus Calciumsulfat besteht. Anhydritestriche werden demgegenüber aus Anhydritbinder hergestellt. Nach DIN EN 13 813 werden in der Europäischen Norm und seither auch im deutschen Sprachgebrauch für die Estriche auf englischen Bezeichnungen beruhende Kurzzeichen verwendet. Dabei steht CA für Calcium sulfate screed.

C
Carbamatbildung

Die Carbamatbildung stellt ein Phänomen dar, das bei der Verwendung von Beschichtungssystemen auf Epoxidharzbasis auftritt. Epoxidharze werden wie alle Polyether entweder durch katalytische Polymerisation von Epoxiden...

Die Carbamatbildung stellt ein Phänomen dar, das bei der Verwendung von Beschichtungssystemen auf Epoxidharzbasis auftritt. Epoxidharze werden wie alle Polyether entweder durch katalytische Polymerisation von Epoxiden (Oxiranen) oder durch Umsetzung von Epoxiden wie zum Beispiel Epichlorhydrin mit Diolen (zweiwertige Alkohole wie zum Beispiel Bisphenol A) hergestellt. Bei Zugabe eines einwertigen Alkohols stoppt die Polymerisation. Epoxidharzbeschichtungen stellen zweikomponentige Systeme dar, bestehend aus einer Harz- und einer Härterkomponente (zum Beispiel geeignete Aminhärter). Infolge chemischer Reaktion entsteht ein molekulares Netzwerk mit räumlicher Struktur, welches sich aus den Einzelkomponenten zusammensetzt. Dieses Netzwerk wird nur dann optimal ausgebildet, wenn beim Anmischen von Epoxidharz das stöchiometrische Harz/Härter-Verhältnis eingehalten wird. Andernfalls verbleiben Teile von Harz oder Härter ohne Reaktionspartner. Bei einem zu hohen Harzanteil bleiben die Produkte weich, bei einem zu hohen Härteranteil wird das Material spröde und neigt zu klebrigen Oberflächen. Das makroskopische Erscheinungsbild des Duromeren wird hierbei bestimmt durch die molekulare Struktur der Epoxid- und Aminkomponenten. Allerdings führt die geforderte hohe Reaktivität gegenüber den Epoxidgruppen zu ungewünschten Nebenreaktionen der Amine bei Kontakt mit Wasser und CO2 innerhalb der ersten 24 Stunden des Aushärtungsprozesses. Diese ungewünschte Nebenreaktion zeigt als Reaktionsprodukt eine störende Carbamat-/Hydratschicht, die sowohl die optische Erscheinung als auch die Dauerhaftigkeit beeinträchtigt. Solche Veränderungen sind bekannt unter Weißanlaufen und Wasserflecken. In fast allen Fällen führen diese Erscheinungen zu irreversiblen Schädigungen an der Beschichtungsoberfläche. Die Härtungsreaktion kann allerdings in der Anfangsphase durch die Auswahl und Kombinationen verschiedener, teils durch Adduktion modifizierter Polyamine und geeigneter Oberflächenadditive mit optimierten Epoxidharzen und Reaktivverdünnern wesentlich reduziert werden. Hierdurch ist es möglich, die ungewünschte Nebenreaktion der Vorzeitig verschmutze Beschichtung in einem Parkhaus durch Carbamatbildung. Amine mit Wasser und CO2 durch Herabsetzender Empfindlichkeit der reaktiven Endgruppen zu reduzieren. Somit kann es beim Einsatz von wasseremulgierten Beschichtungssystemen nicht zur Carbamatbildung kommen.

C
Carbonate

Carbonate entstehen durch chemische Reaktion einer Base bzw. Lauge und Kohlensäure. Man bezeichnet sie auch als Säurereste der Kohlensäure (Carbonate), die salzartige Verbindungen darstellen und zum Beispiel als solche...

Carbonate entstehen durch chemische Reaktion einer Base bzw. Lauge und Kohlensäure. Man bezeichnet sie auch als Säurereste der Kohlensäure (Carbonate), die salzartige Verbindungen darstellen und zum Beispiel als solche in Baustoffen und mineralischen Putzen enthalten sind. Carbonate werden auch als Füllstoffe in Anstrich- und Beschichtungssystemen verwendet.

C
Carbonatisieren

Die kalkhaltigen Mörtel und Anstriche (Kalkfarben) benötigen das Kohlendioxid der Luft zum Abbinden. Dabei wird aus Calciumhydroxid (Ca[OH]2) das Calciumcarbonat (CaCO3). Dadurch erhalten diese Werkstoffe im Rahmen des...

Die kalkhaltigen Mörtel und Anstriche (Kalkfarben) benötigen das Kohlendioxid der Luft zum Abbinden. Dabei wird aus Calciumhydroxid (Ca[OH]2) das Calciumcarbonat (CaCO3). Dadurch erhalten diese Werkstoffe im Rahmen des Trocknungsprozesses ihre Festigkeit. Dieser Prozess führt zu einer chemischen Trocknung, die auch als Carbonatisieren bzw. Carbonisieren bezeichnet wird und zu einer Art der Versteinerung führt, weshalb man auch von Kalkstein spricht.

C
Carbonatisierung

Bei allen kalkhaltigen Mörteln führt die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft zu der diesen Baustoffen eigenen Festigkeit – auch bei der Aushärtung von Beton ist dieser Prozess zunächst notwendig und erwünscht. Nach...

Bei allen kalkhaltigen Mörteln führt die Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft zu der diesen Baustoffen eigenen Festigkeit – auch bei der Aushärtung von Beton ist dieser Prozess zunächst notwendig und erwünscht. Nach der Herstellung hat der junge Beton wegen dem darin enthaltenen Calciumhydroxid (Ca[OH]2) eine hohe Alkalität und somit einen pH-Wert > 12. Diese hohe Alkalität bewirkt den eigentlichen Korrosionsschutz des im Beton zur Bewehrung eingebrachten Baustahls (Stahlarmierung). Jedoch kommt es im Folgenden durch weitere Aufnahme von Kohlendioxid aus der Luft zur Umwandlung von Calciumhydroxid (Ca[OH]2) in Calciumcarbonat (CaCO3). Somit kommt es zu einer Absenkung des pH-Werts von pH > 12 zu einem pH-Wert < 9,5. Aufgrund vielfacher Bauschäden infolge Korrosion des Baustahls im Beton hat man herausgefunden, dass ab einem pH-Wert < 9,5 die Korrosionsschutzwirkung für den Baustahl nicht mehr vorhanden ist. Es kommt bei Absinken des pH-Werts durch Aufnahme von CO2 und Bewitterung (Regenwasser, darin gelöste Schadstoffe u. a.) dazu, dass Eisen (Baustahl) zu Rost umgewandelt wird, wobei die damit einhergehende Volumenvergrößerung dazu führt, dass die oberhalb der Armierung liegende Betondeckung abgesprengt werden kann. Ungünstige Oberflächenbeschaffenheiten des Betons beschleunigen diesen Vorgang (zum Beispiel Lunker, Poren, Kiesnester). Im spritzwassergefährdeten Sockelbereich an viel befahrenen Straßen führt der Einsatz von Streusalz zu weiteren betonangreifenden Schädigungen, da dann die Bewehrung schon bei einem pH-Wert > 9,5 korrodieren kann (Parkhäuser sind besonders gefährdet, auch innen durch eingeschleppte Wasser- und Schneelasten von Fahrzeugen). Es konnte festgestellt werden, dass der Carbonatisierungsfortschritt besonders von der Betonqualität (Festigkeit, Porosität) und den Umweltbedingungen abhängt. Besonders wichtig jedoch ist die Betonüberdeckung – liegt die Armierung zu nahe an der Oberfläche des Betons, so kann auch bei wenigen Lunkern und Poren der Zutritt von CO2 und Wasser u. a. schnell zu Korrosion führen, da der Baustahl nach kurzer Zeit im Bereich der reduzierten Alkalität liegt.

C
Carbonatisierungstiefe

Vor Ort kann man den Fortschritt der Carbonatisierung des Betons anhand der Carbonatisierungstiefe bestimmen. Hierfür hat sich der Einsatz einer Indikatorflüssigkeit (zum Beispiel Phenolphthalein) bewährt: oberhalb einem...

Vor Ort kann man den Fortschritt der Carbonatisierung des Betons anhand der Carbonatisierungstiefe bestimmen. Hierfür hat sich der Einsatz einer Indikatorflüssigkeit (zum Beispiel Phenolphthalein) bewährt: oberhalb einem pH-Wert von 9 färbt sich das Phenolphthalein rotviolett. Besprüht man nun eine frische (!) Bruchstelle im Beton mit dem Indikator, so bleibt die bereits carbonatisierte oberflächennahe Randzone farblos, jedoch färben sich die hochalkalischen tieferen Schichten des Betons rotviolett. So kann einfach vor Ort festgestellt werden, ob etwa der Baustahl in der farblosen, carbonatisierten Betonschicht liegt, oder sich in der ungefährlichen hochalkalischen Zone befindet. Auch die Notwendigkeit von speziellen betonschützenden Maßnahmen kann so abgeschätzt werden.

C
Cellulose

Ein natürliches Produkt als Bestandteil des Holzes (Zellwände der Pflanzen) und Ausgangsprodukt von Werkstoffen für Anstriche und Tapezierungen: zum Beispiel als Nitrocellulose-Lacke, Leime und Tapetenkleister.

Ein natürliches Produkt als Bestandteil des Holzes (Zellwände der Pflanzen) und Ausgangsprodukt von Werkstoffen für Anstriche und Tapezierungen: zum Beispiel als Nitrocellulose-Lacke, Leime und Tapetenkleister.

C
Cellulosederivate

Durch Weiterverarbeitung und Umsetzung der Cellulose mit anderen Bindemitteln entsteht zum Beispiel Methylcellulose als wasserlöslicher Leim und Kleister für Tapeten.

Durch Weiterverarbeitung und Umsetzung der Cellulose mit anderen Bindemitteln entsteht zum Beispiel Methylcellulose als wasserlöslicher Leim und Kleister für Tapeten.

C
CEM (Abkürzung aus dem Englischen für cement = Zement)

Zemente sind anorganische Bindemittel, die in Putz-, Estrich- und Mauermörteln sowie in Betonen eingesetzt werden. Durch die Zugabe von Wasser findet eine chemische Reaktion statt, durch welche der Zement erhärtet...

Zemente sind anorganische Bindemittel, die in Putz-, Estrich- und Mauermörteln sowie in Betonen eingesetzt werden. Durch die Zugabe von Wasser findet eine chemische Reaktion statt, durch welche der Zement erhärtet (Hydration). Nach dem Verein Deutscher Zementwerke e.V. (vdz. Deutsche Zementindustrie) werden im »Zement Merkblatt Betontechnik B1 1.2006« die verschiedenen Zementartenmit ihren DIN-Normen benannt.

C
Chemiefaser

Der Pol (Nutzschicht) von textile Bodenbelägen wird häufig aus synthetischen Fasern hergestellt, sogenannte Chemiefasern. Zu den Chemiefasern zählen zum Beispiel: Polyamid (Nylon) PA, Polyester (PES), Polyacryl (PAN) und...

Der Pol (Nutzschicht) von textile Bodenbelägen wird häufig aus synthetischen Fasern hergestellt, sogenannte Chemiefasern. Zu den Chemiefasern zählen zum Beispiel: Polyamid (Nylon) PA, Polyester (PES), Polyacryl (PAN) und Polypropylen (PP). Man unterscheidet die Chemiefasern nach ihren Eigenschaften:
■ Standard-Fasertypen: entsprechen den normalen Anforderungen an die Gebrauchstüchtigkeit
■ Spezial-Fasertypen sind Modifikationen entsprechend den speziellen Anforderungen
■ Im Querschnitt veränderte Fasertypen (rund, quadratisch, trilobal) oder in der Mattierung veränderte Fasertypen bewirken eine erhöhte Stabilität und ein verbessertes Anschmutzverhalten (d.h. die Verschmutzung tritt weniger hervor)
■ In der Feinheit veränderte Fasertypen (Grobtiter, Feintiter) verändern Optik und Strapazierfähigkeit des Bodenbelags
■ In der Kräuselung veränderte Fasertypen (gedreht, fixiert) können verschiedene Oberflächenbilder oder auch die akustischen Eigenschaften beeinflussen
■ Chemisch veränderte Fasertypen (z.B. bei der Anfärbbarkeit/Farbaffinität) werden zur Musterung bei Teppichböden eingesetzt
■ Antistatische Chemiefasern reduzieren die elektrostatische Aufladen unter die Spürbarkeitsgrenze
■ Chemiefasergarne aus Endlosfasern (BCF-Garne) haben den größten Marktanteil
■ Spinnfasergarne können aus einer Faserart, aber auch aus Fasermischungen bestehen (z.B. aus Polyamid/Propylen, Polyamid/Wolle Mit der Entwicklung der Tuftingtechnik zur Herstellung von Teppichböden haben auch die Chemiefasern ihren Siegeszug angetreten. Naturfasern spielen keine große Rolle.

C
Chlorkautschuklacke

Kautschuk aus natürlichen Beständen oder künstlich hergestellt wird mit Chlorgas behandelt in Wasser geleitet, wodurch das Bindemittel für Chlorkautschuklacke bzw. Chlorkautschuklackfarben entsteht. Die physikalisch...

Kautschuk aus natürlichen Beständen oder künstlich hergestellt wird mit Chlorgas behandelt in Wasser geleitet, wodurch das Bindemittel für Chlorkautschuklacke bzw. Chlorkautschuklackfarben entsteht. Die physikalisch durch Verdunsten des Lösemittels trocknenden Werkstoffe zeichnen sich durch hohe Chemikalien- und Wasserbeständigkeit aus, sind aber empfindlich gegenüber tierischen Fetten und Temperaturen über 90 Grad Celsius. Auch bei dauernd feuchter Umgebung mit Temperaturen von > 60 Grad Celsius können Chlorkautschuklacke problematisch in der Anwendung und Nutzung sein (Zerstörung des Bindemittels). Als Anwendungsgebiete haben sich Unterwasseranstriche auf Beton und Stahl bewährt, wobei besonders Schwimmbadanstriche mit Chlorkautschuklacken ausgeführt werden.

C
Chromat

Chromate, Salze der Chromsäure, werden durch Wasserzugabe bei Zementen (nicht bei Weißzement) freigesetzt. Nach länger andauerndem Kontakt, ca. 10 bis 20 Jahre, kann dieser Kontakt zu einer Sensibilisierung der Haut...

Chromate, Salze der Chromsäure, werden durch Wasserzugabe bei Zementen (nicht bei Weißzement) freigesetzt. Nach länger andauerndem Kontakt, ca. 10 bis 20 Jahre, kann dieser Kontakt zu einer Sensibilisierung der Haut führen und letztendlich auch zu einer Chromatdermatitis (Erkrankung der Haut). Diese Erkrankung trat meist bei Personen auf, die berufsbedingt mit Zementen arbeiteten, daher entstand für diese Krankheit der Ausdruck »Maurerkrätze«. Aus diesem Grund wurden die Zemente weiterentwickelt, so dass durch die Verwendung von chromatreduzierenden Zusatzmitteln (zum Beispiel Eisen[II]-sulfat) der Einsatz von Chromaten in Zementen verringert wurde. Diese Produkte werden nun als chromatarme Zemente bezeichnet. Geregelt wird dies gemäß EU-Richtlinie 2003/53/EG.

C
CM-Messung

Die CM-Messmethode (auch Calciumcarbid-Methode) ist wohl die bedeutendste Prüfmethode, da sie als einziges »Vor-Ort-Messverfahren« von der Mehrheit der Fachwelt anerkannt ist, das zur Bestimmung des Restfeuchtegehalts...

Die CM-Messmethode (auch Calciumcarbid-Methode) ist wohl die bedeutendste Prüfmethode, da sie als einziges »Vor-Ort-Messverfahren« von der Mehrheit der Fachwelt anerkannt ist, das zur Bestimmung des Restfeuchtegehalts angewandt wird. Diese Messmethode dient dazu, die Belegreife des Estrichs zu bestimmen. Ein Estrich ist belegreif (Belegreifheizen), wenn seine Nennfestigkeit erreicht wurde und er bis auf die Gleichgewichtsfeuchte (Ausgleichsfeuchte) abgetrocknet ist. Bei der CM-Messung wird eine Probe des Estrichs entnommen und nach einer genauen Gewichtskontrolle (da das Gewicht der Probenentnahme genau eingehalten werden muss, um anhand einer Tabelle den Feuchtegehalt ermitteln zu können) zerkleinert in die Prüfflasche des Gerätes eingefüllt. Zwischen dem Feuchtegehalt des Baustoffes und einem weiteren zugeführten Stoff (Calciumcarbid) kommt es zu einer chemischen Reaktion. Bei dieser Reaktion entsteht ein Gas, welches einen Überdruck erzeugt und diesen anhand eines Manometers anzeigt. Anhand dieser Anzeige kann der Feuchtegehalt bestimmt werden.

C
CO2-Diffusion

Zur Auswahl geeigneter Beschichtungssysteme für den jeweiligen Untergrund sind die technischen Eigenschaften der Werkstoffe von besonderer Bedeutung. Neben der Wasseraufnahme, der Wasserdampfdiffusion, der...

Zur Auswahl geeigneter Beschichtungssysteme für den jeweiligen Untergrund sind die technischen Eigenschaften der Werkstoffe von besonderer Bedeutung. Neben der Wasseraufnahme, der Wasserdampfdiffusion, der Rissüberbrückung, oder auf alkalischen Untergründen beständig (Alkalibeständigkeit) zu sein, hat sich vor allem auch die CO2-Diffusion als wichtiger Faktor erwiesen. Dabei ist wichtig zu beachten, dass es Untergründe gibt, die CO2 aus der Luft zur Festigkeitsentwicklung benötigen und die CO2-Aufnahme auch noch nach der Erhärtung und Applikation des Beschichtungssystems möglich sein muss (kalkreiche Putze). Dagegen gibt es Untergründe (zum Beispiel Beton), die nach Herstellung und Aushärtung möglichst kein weiteres CO2 mehr aufnehmen sollten, weshalb die Beschichtung diesbezüglich gasdicht sein sollte, damit die Alkalität und damit die korrosionsschützende Wirkung im Umgebungsbereich der Stahlarmierung erhalten bleibt. Die Eigenschaft eines Anstrich/Beschichtungs-Systems gegenüber CO2 gasdicht oder diffusionsoffen zu sein, wird im Labormaßstab ermittelt und mit dem sd(CO2)-Wert in [m] ausgedrückt. Der sd-Wert ist dabei die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke in Meter [m], die errechnet wird aus dem Produkt sd = μ x s, wobei μ: Diffusionswiderstandszahl [dimensionslos] und s: Dicke der Beschichtung/Probe [m]. Die Diffusionswiderstandszahl μ gibt dabei an, um welchen Zahlenwert eine Probe (Baustoff oder Beschichtung) dichter gegenüber CO2 ist, als eine im Vergleich zu betrachtende ruhende gleich dicke Luftschicht. Beispiel: Ein sd-Wert von 1,0 m bedeutet, dass diese Beschichtung dem CO2 denselben Widerstand entgegensetzt wie eine 1,0 m dicke ruhende Luftschicht. (Hinweis: Für die Beschichtung von Bauteilen aus Stahlbeton sollen gasbremsende Beschichtungen eingesetzt werden, die einen sd(CO2)-Wert in [m] von mindestens 50 m aufweisen (sd[CO2] ≥ 50 m). Weiterhin sollten derartige Werkstoffe einen Diffusionswiderstand gegen Wasserdampf mit sd(H2O) ≤ 2,0 m aufweisen und vorhandene Risse im Beton bis zu einer Rissbreite von 0,3 mm überbrücken. Für diesen Verwendungszweck haben sich besonders hochwertige Dispersionsfarben und lösemittelhaltige Polymerisatharzfarben (Problemlöser bei schwierigen Anwendungsfällen) bewährt.)

C
COC

Abkürzung von Cross-over-cut. Über Versatz gesteuerte Velours-Musterung auf der Tuftingmaschine (auch Ultra-Tuft genannt).

Abkürzung von Cross-over-cut. Über Versatz gesteuerte Velours-Musterung auf der Tuftingmaschine (auch Ultra-Tuft genannt).

C
COL

Abkürzung von Cross-over-loop. Wie cross-over-cut, aber Schlingenflor. Die Bezeichnung COC-Schlinge ist also falsch.

Abkürzung von Cross-over-loop. Wie cross-over-cut, aber Schlingenflor. Die Bezeichnung COC-Schlinge ist also falsch.

C
Continue (auch Kontinue)

Mit dem Begriff Continue beschreibt man ein Färbeverfahren von Textilien, zum Beispiel von Bodenbelägen. Der Bedruckstoff bekommt in einem Behälter über Walzen, die einen Quetschdruck ausüben, die Flotte (wässrige...

Mit dem Begriff Continue beschreibt man ein Färbeverfahren von Textilien, zum Beispiel von Bodenbelägen. Der Bedruckstoff bekommt in einem Behälter über Walzen, die einen Quetschdruck ausüben, die Flotte (wässrige Flüssigkeit, in der Textilien gefärbt werden) eingepresst. Um den Farbstoff in dem Textil zu halten, wird dieses Dampf oder Trockenhitze ausgesetzt. Um das Ergebnis zu verbessern, werden gelegentlich Chemikalien bei diesem Prozess zugeführt.

C
Copolymere

Copolymere entstehen durch gemeinsame Polymerisation verschiedener Ausgangsstoffe, wobei Polymerisate beider Ausgangsmonomere in den Molekülketten der Copolymere eingebaut sind.
(Hinweis: Ist im technischen Merkblatt...

Copolymere entstehen durch gemeinsame Polymerisation verschiedener Ausgangsstoffe, wobei Polymerisate beider Ausgangsmonomere in den Molekülketten der Copolymere eingebaut sind.
(Hinweis: Ist im technischen Merkblatt eines Beschichtungssystems für den Werkstoff ein Bindemittel als Copolymer angegeben, so kann man schließen, dass zwei verschiedene Ausgangsstoffe im Rahmen der synthetischen Herstellung des Bindemittels verwendet wurden, zum Beispiel Vinylchlorid und Vinylacetat. Auch Acrylharze als Bindemittel für Beschichtungsstoffe können aus Copolymerisaten in Verbindung mit Alkyd- oder Epoxidharzen bestehen.)

C
Cross-dyeing

Cross-dyeing ist ein Verfahren, welches zur Färbung textiler Bodenbeläge angewandt wird. Die zur Färbung vorgesehenen Fasern werden einer chemischen Behandlung unterzogen, bei der ein Teil der Fasern auf basische...

Cross-dyeing ist ein Verfahren, welches zur Färbung textiler Bodenbeläge angewandt wird. Die zur Färbung vorgesehenen Fasern werden einer chemischen Behandlung unterzogen, bei der ein Teil der Fasern auf basische Farbstoffe reagieren und ein Teil auf saure Farbstoffe. Dies hat zur Folge, dass es möglich ist, mit nur einem Farbbad einen textilen Bodenbelag, je nach Behandlungsgrad der Fasern mit dem Cross-dyeing-Verfahren, mit unzähligen Farbtönen zu versehen.

C
Cross-over

Cross-over wird zum Beispiel eingesetzt, um in Teppichböden Muster einzuarbeiten, welche beim Drucken möglicherweise nicht entstehen würden, da das Muster zu klein bzw. zu fein ist und es somit beim Drucken zu starken...

Cross-over wird zum Beispiel eingesetzt, um in Teppichböden Muster einzuarbeiten, welche beim Drucken möglicherweise nicht entstehen würden, da das Muster zu klein bzw. zu fein ist und es somit beim Drucken zu starken Konturverzerrungen kommen könnte. Ein weiteres Merkmal gegenüber einem Teppichboden, der bedruckt wurde, ist, dass ein im Cross-over-Verfahren hergestellter Teppichboden durchgefärbt ist. Das Herstellen eines Teppichbodens mit dem Crossover-Verfahren funktioniert ähnlich wie das Nähen bei einer Nähmaschine: Die Unterlage wird seitlich bewegt, dadurch entsteht das gewünschte Muster.

C
CTA = Chemisch-Technische Arbeitsgemeinschaft

Die CTA ist die Dachorganisation der namhaften Versiegelungshersteller Deutschlands. Sie setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen, die nach eigenen Angaben fast 75 Prozent am Gesamtumsatz der Parkettversiegelungsbranche...

Die CTA ist die Dachorganisation der namhaften Versiegelungshersteller Deutschlands. Sie setzt sich aus sechs Mitgliedern zusammen, die nach eigenen Angaben fast 75 Prozent am Gesamtumsatz der Parkettversiegelungsbranche in Deutschland halten. Außerdem gehören ihre Mitglieder der Gemeinschaftsinitiative der Informationsgemeinschaft Parkett e.V. an und sind Mitglieder im Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik. Die CTA-Mitglieder sind alle Hersteller von Produkten zur Oberflächenbehandlung sowie Pflege von Parkett-, Holz- und Korkböden. Sie betreiben eigene Forschung, Entwicklung sowie Anwendungstechnik. Nach eigenen Angaben versteht sich die CTA als Partner des parkett- und bodenlegenden Handwerks und der Parkettindustrie. Sie betrachtet es als eine ihrer wichtigsten Aufgaben, sach- und anwenderbezogen sowie fundiert auf neutraler Ebene, das heißt herstellerunabhängig, zu informieren. Die CTA hat in einer Broschüre zusammengefasste Problemfälle erstellt, die in Fachzeitschriften veröffentlich wurden und sich mit dem Bereich Versiegelung von Parkett- und Holzböden beschäftigen.

C
Cut-loop

Cut-loop wird als Begriff für Teppichböden verwendet, wo es möglich ist, während des Tuftingprozesses in einem Arbeitsgang Bouclé und Velours in dem gleichen Produkt zu vereinigen und zu fertigen. Hierbei werden...

Cut-loop wird als Begriff für Teppichböden verwendet, wo es möglich ist, während des Tuftingprozesses in einem Arbeitsgang Bouclé und Velours in dem gleichen Produkt zu vereinigen und zu fertigen. Hierbei werden spezielle Sperrvorrichtungen, die sich an den Greifern befinden, in Einsatz gebracht. Mit diesen Sperrvorrichtungen ist es möglich, die sich während des Tuftingprozesses gebildete Schlinge vor dem Messerzugriff zu entziehen. Klar zu erkennen ist ein solches Produkt an sehr scharfen und sauberen Schnittstellen bei der Musterung. Bei einigen Produkten dieses Verfahrens werden kleine Stützschlingen in die Veloursfelder eingearbeitet, um es einem relativ hohen Velours zu ermöglichen, sich nach starker Belastung wieder aufzustellen.

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CV-Beläge

PVC-Bodenbeläge, die eine strukturierte Oberfläche aufzeigen, wie zum Beispiel die Nachbildung von keramischen Fliesen, werden CV-Beläge oder cushioned vinyls genannt. Die hier maßgeblich angewandte Norm ist die DIN EN...

PVC-Bodenbeläge, die eine strukturierte Oberfläche aufzeigen, wie zum Beispiel die Nachbildung von keramischen Fliesen, werden CV-Beläge oder cushioned vinyls genannt. Die hier maßgeblich angewandte Norm ist die DIN EN 653. Bei diesen Belägen besteht die Rücken- oder Zwischenschicht aus 40 bis 45 Prozent PVC, andere Bestandteile sind Weichmacher mit einem Anteil von 15 bis 20 Prozent und Füllstoffe mit 35 bis 40 Prozent sowie weiteren 2 bis 5 Prozent, die sich aus Pigmenten, Stabilisatoren und Additiven zusammensetzen. Nach vorgegebenen Mustern (fotografische Abbildungen des Originals, zum Beispiel Fliesen) wird der Bodenbelag reliefartig aufgeschäumt und auf der Oberseite mit einem Dekor versehen, welches aufgedruckt wird. Die Herstellung der CV-Beläge erfolgt im Streichverfahren auf einem Trägermaterial wie zum Beispiel Polyestervlies, dabei werden mehrere Streichvorgänge in einem Gelierkanal bei ca. 150 Grad Celsius durchgeführt. Abschließend bekommt der CV-Belag seine hochabriebfeste Nutzschicht aus PVC. Da CV-Beläge äußerst dampfdicht sind, empfiehlt sich auch hier eine Prüfung zur Bestimmung der Restfeuchte des Estrichs, auf den der Belag aufgebracht werden soll. Sollte sich nach der Verlegung Kondenswasser unterhalb des Belags bilden, so hat dies zur Folge, dass der Klebstoff eine Verseifung erfährt, welche zur Blasenbildung des Oberbodens führen würde. Da CV-Beläge aus einem thermoplastischen Material bestehen, kann es bei nicht sachgemäßer Vorbehandlung des Untergrunds, zum Beispiel kein planmäßiges Abschleifen und/oder Spachteln, dazu führen, dass Staubkörner oder Spachtelzahnungen sofort oder im Lauf der Nutzung störend erkennbar werden. Daher ist es unabdingbar, dass der Untergrund sorgfältig vorbereitet wird (Kellenschläge vermeiden, Spachtelmassen schleifen). Weiterhin sollte auch darauf geachtet werden, dass sämtliche Werkzeuge, die zum Verlegen genutzt werden, keine Verunreinigungen aufzeigen, um zu verhindern, dass es zu Einschlüssen unter den CV-Belägen kommen kann, die sich sonst durch den Oberboden drücken, wenn eine mechanische Belastung erfolgt. PVC-Beläge, die geschäumt wurden, sind äußerst feuchtigkeitsbeständig, fußwarm und zeichnen sich durch eine weiche Oberfläche aus. Darüber hinaus sind sie sehr pflegeleicht. Damit diese Eigenschaften erhalten bleiben, sollte darauf geachtet werden, keine spitzen Gegenstände in Kontakt mit dem Belag kommen zu lassen, Stuhlbeine sollten mit Filzunterlagen ausgestattet werden, Stuhlrollen von Bürodrehstühlen sollten eine weiche Ummantelung aufzeigen. Auf Möblierung mit Gummifüssen sollte verzichtet werden, da diese Flecken hinterlassen können (Weichmacherwanderung durch Migration). Beim Reinigen sollte kein Scheuermittel angewandt werden, da dieses ebenfalls die Oberfläche angreift, genau wie gewachste Möbelfüße, Lösungsmittel, Lacke sowie Hitze. CV-Beläge werden in den meisten Fällen überwiegend in Wohnbereichen, vor allem in Küchen oder Bädern, angewandt.

D
Dämmschichtbildner

Beschichtungen, die unter Einfluss von Feuer (T > 150 Grad Celsius) eine mikroporöse Schaumschicht entwickeln (Kohleschaum), welche den beschichteten Baustoff temporär vor zerstörender Hitzeeinwirkung schützen.

Beschichtungen, die unter Einfluss von Feuer (T > 150 Grad Celsius) eine mikroporöse Schaumschicht entwickeln (Kohleschaum), welche den beschichteten Baustoff temporär vor zerstörender Hitzeeinwirkung schützen.

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Dämmstreifen

Unter einem Dämmstreifen versteht man einen Dämmstoff, welcher aus Polyethylen, Mineralfasern u. a. besteht. Seine Aufgabe ist es, die Estrichkonstruktion weitestgehend von aufgehenden Bauteilen wie Wänden etc. zu...

Unter einem Dämmstreifen versteht man einen Dämmstoff, welcher aus Polyethylen, Mineralfasern u. a. besteht. Seine Aufgabe ist es, die Estrichkonstruktion weitestgehend von aufgehenden Bauteilen wie Wänden etc. zu trennen. Dies hat zwei Effekte zur Folge. Einmal wird so eine ausreichende Längenänderung des schwimmenden Estrichs gewährleistet, andererseits werden Wärmeverluste vermindert. Der Dämmstreifen bildet die Randfuge aus.

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Dämmunterlage

Um Schall- und Wärmedämmung zu verbessern sowie den Begehkomfort zu erhöhen, wird unter Parkett, Laminat oder Teppichbodenbelag eine Dämmunterlage eingebracht. Dabei gibt es diverse unterschiedliche Arten von...

Um Schall- und Wärmedämmung zu verbessern sowie den Begehkomfort zu erhöhen, wird unter Parkett, Laminat oder Teppichbodenbelag eine Dämmunterlage eingebracht. Dabei gibt es diverse unterschiedliche Arten von Dämmunterlagen, welche sich neben ihren Abmessungen in Breite, Länge oder Dicke auch durch ihre Materialzusammensetzung und den sich daraus ergebenden Eigenschaften sowie Merkmalen unterscheiden. Die verschiedenen Dämmunterlagen bringen eine Anzahl spezifischer Eigenschaften und Anwendungsgebiete mit sich. Daher werden sie von vielen Herstellern und Lieferanten als Spezialunterlage für zum Beispiel elastischen Bodenbelag oder andere spezifische Bodenbeläge ausgewiesen.

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Dampfbremse

Aufsteigende Feuchtigkeit in Form von Wasserdampfdiffusion aus neuem Beton oder frisch verlegtem Estrich kann zu Schadensfällen führen. Dies versucht man durch Regulierung mit Hilfe einer Dampfbremse zu vermeiden....

Aufsteigende Feuchtigkeit in Form von Wasserdampfdiffusion aus neuem Beton oder frisch verlegtem Estrich kann zu Schadensfällen führen. Dies versucht man durch Regulierung mit Hilfe einer Dampfbremse zu vermeiden. Allerdings wird im Gegensatz zur Dampfsperre nicht versucht, die Dampfdiffusion zu verhindern, sondern diese wird nur gebremst und somit abgemindert. Die Diffusion im Allgemeinen ist ein langwieriger Vorgang. Die Diffusionsfähigkeit der Folie wird als sd-Wert angegeben und kennzeichnet die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke in m. Je niedriger der Wert, desto besser die Diffusion. Das soll die Bodenbeläge vor Schadensbildern schützen, die durch aufsteigende Feuchtigkeit bzw. Feuchtigkeitsniederschlag entstehen, wie zum Beispiel Osmose, Aufquellen oder Fäulnis. Die Dampfbremse wird ebenso wie die Dampfsperre auf der »warmen« Seite der Konstruktion angebracht.

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Dampfdichtigkeit

Als dampfdicht werden Materialien bezeichnet, die einen sd-Wert grösser 1,500 [m] aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Glas und Metall. PU-Folien und Bitumenbahnen weisen nur eine ➙dampfbremsende Wirkung auf. Das heißt,...

Als dampfdicht werden Materialien bezeichnet, die einen sd-Wert grösser 1,500 [m] aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel Glas und Metall. PU-Folien und Bitumenbahnen weisen nur eine ➙dampfbremsende Wirkung auf. Das heißt, dass sie die Diffusion nur verzögern, nicht aber komplett stoppen.

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Dampfdiffusion

Unter Diffusion versteht man im Allgemeinen das Durchdringen von Wasserdampf oder Gasen durch raumtrennende, meist massive Schichten wie zum Beispiel eine Hauswand oder Estriche. Dabei spielen physikalische Größen wie...

Unter Diffusion versteht man im Allgemeinen das Durchdringen von Wasserdampf oder Gasen durch raumtrennende, meist massive Schichten wie zum Beispiel eine Hauswand oder Estriche. Dabei spielen physikalische Größen wie Temperatur, Dampfdruck, Sättigung und Entropie eine entscheidende Rolle. Da der Dampfdruck im Freien und in bewohnten Räumen meist unterschiedlich groß ist, hat dieser deshalb das Bestreben, einen Ausgleich herzustellen. Dazu entsteht eine Wanderung des Wasserdampfes durch die Bauteile, wobei meist vom wärmeren Inneren zum kühleren Äußeren diffundiert wird. Dies wird auch Wasserdampfdiffusion genannt. Im wärmegedämmten Dach oder in einer Wand kann es dann zu Tauwasserbildung kommen. Mit Dampfbremsen wird die Wasserdampfdiffusion vermindert, mit Dampfsperren nahezu verhindert.

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Dampfsperre

Wird die Innenseite von Wohnräumen gedämmt, kann es durch die langsame Diffusion von Wasserdampf zu einer Durchfeuchtung des Baustoffes und der Dämmschicht kommen. Um dies zu verhindern, wird versucht, die...

Wird die Innenseite von Wohnräumen gedämmt, kann es durch die langsame Diffusion von Wasserdampf zu einer Durchfeuchtung des Baustoffes und der Dämmschicht kommen. Um dies zu verhindern, wird versucht, die diffusionsoffene Fläche abzudichten. Dabei greift man häufig auf Alu- oder Kunststofffolien zurück, aber auch flüssige Abdichtungen wie zum Beispiel 2K-EP-Grundierungen werden verwendet. Während die Wasserdampfdiffusion durch die Kunststofffolie lediglich stark abgebremst wird, verhindern Aluminiumfolien den Diffusionsprozess. Voraussetzung hierfür ist natürlich ein beschädigungsfreies Verlegen der Folienbahnen und ein großzügiges Überlappen der Bahnstöße, welche dann mit selbstklebendem Aluminiumband luftdicht verklebt werden. Bei Verwendung von Reaktionsharzen empfiehlt sich eine zweilagige Verarbeitung, um die Dichtheit der Dampfsperre zu gewährleisten. Die dampfsperrende Schicht wird an der »warmen« Konstruktionsseite angebracht und der sd-Wert muss > 1500 m liegen.

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Darrprüfung

Die Darrprüfung ist ein Messverfahren zur Feststellung der Feuchte eines Baustoffes, vor allem aber der Holzfeuchte. Dazu wird ein Probekörper in einem Trockenschrank, auch Darrofen genannt, bei ca. 100 Grad Celsius bis...

Die Darrprüfung ist ein Messverfahren zur Feststellung der Feuchte eines Baustoffes, vor allem aber der Holzfeuchte. Dazu wird ein Probekörper in einem Trockenschrank, auch Darrofen genannt, bei ca. 100 Grad Celsius bis zur absoluten Trockenheit entfeuchtet. Dadurch stellt sich eine Gewichtskonstanz ein. Wird der Probekörper nun gewogen, erhält man durch Vergleichen mit dem Gewicht vor der Trocknung Aufschluss über den Feuchtegehalt. Diese Methode ist zwar sehr genau, allerdings zu aufwendig für die tägliche Praxis und wird meist nur in Labors zu Feststellung der technischen Eigenschaften eingesetzt. Die ermittelten Werte sind darüber hinaus nicht direkt mit den Ergebnissen der CM-Methode zu vergleichen.

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Decitex

International gebräuchliche Maßeinheit für die Faserstärke (Abkürzung dtex). Sie ist eine Gewichtseinheit und gibt an, wie viel Gramm jeweils 10 000 lfd. m einer Faser wiegen (Beispiel: bei 20 dtex wiegen 10 000 lfd. m...

International gebräuchliche Maßeinheit für die Faserstärke (Abkürzung dtex). Sie ist eine Gewichtseinheit und gibt an, wie viel Gramm jeweils 10 000 lfd. m einer Faser wiegen (Beispiel: bei 20 dtex wiegen 10 000 lfd. m 20 Gramm). In dieser Maßeinheit werden alle synthetischen Fasern der Teppichgarne, aber auch die Garnstärken von Endlosgarnen angegeben. Für Spinnfasern gibt es dagegen die Einheit „Numerisch-metrisch“ (Abkürzung Nm).

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Deckbeschichtung

Hierunter wird die letzte von gegebenenfalls mehreren aufeinander abgestimmten Schichtenfolgen eines Anstrich- oder Beschichtungssystems verstanden, die letztlich die eigentliche Schutzfunktion (zum Beispiel gegenüber...

Hierunter wird die letzte von gegebenenfalls mehreren aufeinander abgestimmten Schichtenfolgen eines Anstrich- oder Beschichtungssystems verstanden, die letztlich die eigentliche Schutzfunktion (zum Beispiel gegenüber mechanischer Beanspruchung u. a.) erfüllt. Das optische Erscheinungsbild und die technischen Eigenschaften von Oberflächenschutzsystemen hängen in der Regel von der Deckbeschichtung ab, die auch als Schlussbeschichtung bezeichnet wird. Dagegen wird mit dem Begriff Deckbeschichtung nichts über das Deckvermögen dieser Schicht bzw. der Anstrichoder Beschichtungssysteme ausgesagt (deckende Beschichtung!). Eine Deckbeschichtung kann sowohl transparent, lasierend als auch deckend ausgeführt sein.

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Deckvermögen

Als Deckvermögen von Anstrichen und Beschichtungen wird die Eigenschaft von Farben und Lacken bezeichnet, die Eigenfarbe des überstrichenen Bauteils bzw. Untergrunds durch den (getrockneten) Anstrich/Beschichtungs-Film...

Als Deckvermögen von Anstrichen und Beschichtungen wird die Eigenschaft von Farben und Lacken bezeichnet, die Eigenfarbe des überstrichenen Bauteils bzw. Untergrunds durch den (getrockneten) Anstrich/Beschichtungs-Film nicht mehr sichtbar werden zu lassen, so dass eine gleichmäßig deckend erscheinende Oberfläche resultiert, die den Farbton des Untergrunds nicht mehr durchscheinen lässt.

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Delaminierung

Spalten oder Trennen sich die einzelnen Schichten eines Verbundmaterials komplett oder teilweise parallel zur Oberfläche, spricht man von Delaminierung. Da die einzelnen Schichten nach der Delaminierung keine oder nur...

Spalten oder Trennen sich die einzelnen Schichten eines Verbundmaterials komplett oder teilweise parallel zur Oberfläche, spricht man von Delaminierung. Da die einzelnen Schichten nach der Delaminierung keine oder nur noch eine verminderte Haftung untereinander aufweisen, kann es so schnell zu Verwerfungen und Wellen im Bodenbelag kommen. Delaminierungen treten auf, wenn sich zum Beispiel die Nutzschicht eines Tuftingteppichs von dem Zweitrückenlöst oder sich zum Beispiel die transparente Nutzschicht vom Trägermaterial eines Kunststoffdesignbodens abhebt und diese Oberböden dann schadhaft werden.

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Denier

Alte (französische) Maßeinheit für Faserstärken (Abkürzung den), die heute noch bei Damenstrümpfen anzutreffen ist. Sie ist eine Gewichtseinheit und gibt an, wie viel 9000 lfd. m einer Faser wiegen.

Alte (französische) Maßeinheit für Faserstärken (Abkürzung den), die heute noch bei Damenstrümpfen anzutreffen ist. Sie ist eine Gewichtseinheit und gibt an, wie viel 9000 lfd. m einer Faser wiegen.

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Depassivierung

Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung, bedingt durch die Carbonatisierung des Betons oder durch Belegung der Stahloberfläche mit Chlorid-Ionen.

Verlust des Korrosionsschutzes der Bewehrung, bedingt durch die Carbonatisierung des Betons oder durch Belegung der Stahloberfläche mit Chlorid-Ionen.

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Designbelag

Designbeläge sind robuste Imitate (zum Beispiel Fotodruck) hochwertiger Materialien. Beispielsweise PVC-Bodenbelag mit nachgebildetem Holzdekor (zum Beispiel Ahorn, u. a.). Solche Bodenbeläge gibt es auch aus anderen...

Designbeläge sind robuste Imitate (zum Beispiel Fotodruck) hochwertiger Materialien. Beispielsweise PVC-Bodenbelag mit nachgebildetem Holzdekor (zum Beispiel Ahorn, u. a.). Solche Bodenbeläge gibt es auch aus anderen Kunststoffen. Verwendung finden diese Produkte hauptsächlich im hochfrequentierten Objektbereich wie zum Beispiel Krankenhäuser, Banken, Kaufhäuser, repräsentative Empfangshallen, setzen sich aber auch immer mehr im anspruchsvollen Privatbereich durch. Die möglichen Designs sind nahezu unbegrenzt und reichen von Holzoptiken bis Natursteinnachbildungen. Eigene Wünsche, wie zum Beispiel Firmenlogos, sind durchaus realisierbar. Designbeläge bestehen meist aus einzelnen Planken oder Fliesen, was sie in Kombination mit einer V-Fuge den Naturprodukten sehr ähnlich macht. Der Aufbau eines Designbelags ist mehrschichtig und abhängig vom jeweiligen Trägermaterial. Häufig handelt es sich um eine Rückenausstattung als Trägermaterial, ein bedrucktes Dekor und eine transparente Nutzschicht.
Die Bezeichnung „Designbelag“ für diese Kunststoffbeläge ist irreführend. Auch ein textiler Belag mit Design ist ein Designbelag. Darum wird für diese Kunststoffbeläge immer häufiger die Bezeichnung „LVT-Belag“ benutzt (luxory vinyl tile).

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Designböden

Aus speziell modifizierten zementären Spachtelmassen können dekorative Oberflächen mit individueller Optik hergestellt werden. Hierzu können verschiedene Pigmentierungen zu vielen Farbtönen führen. Je nach Hersteller...

Aus speziell modifizierten zementären Spachtelmassen können dekorative Oberflächen mit individueller Optik hergestellt werden. Hierzu können verschiedene Pigmentierungen zu vielen Farbtönen führen. Je nach Hersteller existieren daher vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Aus Gießharzen werden mit polymeren Reaktionsharzen auch dekorative Oberflächen auf Estrichen hergestellt. Diese bestehen dann häufig aus Polyurethan oder Epoxydharz und zeichnen sich auch durch individuelle Oberflächen aus.

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Designestrich

In Form von Designestrichen, auch Sichtestriche genannt, werden zugleich die Funktionen eines Nutzestrichs oder eines farblich gestalteten Bodenbelags erfüllt. Designestriche sind in allen möglichen Farben und Mustern...

In Form von Designestrichen, auch Sichtestriche genannt, werden zugleich die Funktionen eines Nutzestrichs oder eines farblich gestalteten Bodenbelags erfüllt. Designestriche sind in allen möglichen Farben und Mustern herstellbar. Die Farbgestaltung erfolgt durch Einsatz von Steinmaterialien, Glas, Zementfarben bzw. der gewählten Pigmentierung.

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Detachur

Als Detachur bezeichnet man die Entfernung von hartnäckigen Flecken aus textilen Bodenbelägen mittels handelsüblichen Fleckenentfernungsmitteln. Hinweise zur Auswahl solcher Mittel kann man der herstellerseitigen...

Als Detachur bezeichnet man die Entfernung von hartnäckigen Flecken aus textilen Bodenbelägen mittels handelsüblichen Fleckenentfernungsmitteln. Hinweise zur Auswahl solcher Mittel kann man der herstellerseitigen Reinigungs- und Pflegeempfehlung des jeweiligen Bodenbelags entnehmen.

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Dezibel

Maßeinheit zum Beispiel für die Berechnung des Trittschallverbesserungsmaßes (Abkürzung dB).

Maßeinheit zum Beispiel für die Berechnung des Trittschallverbesserungsmaßes (Abkürzung dB).

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DGNB – Deutsches Nachhaltigkeitszertifikat

Dieses deutsche Zertifizierungssystem ist in Kooperation entstanden. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (heute: Bundesministerium für Umwelt,...

Dieses deutsche Zertifizierungssystem ist in Kooperation entstanden. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (heute: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) und der 2007 gegründeten Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB). Das System betrachtet durchgängig alle wesentlichen Aspekte des nachhaltigen Bauens. Diese umfassen die sechs Themenfelder Ökologie, Ökonomie, soziokulturelle und funktionale Aspekte, Technik, Prozesse und Standort. Dabei fließen die ersten drei Themenfelder gleichgewichtet in die Bewertung ein. Damit ist das DGNB System das einzige, das dem wirtschaftlichen Aspekt des nachhaltigen Bauens ebenso große Bedeutung zumisst wie den ökologischen Kriterien. Die Bewertungen basieren stets auf dem gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes. Entscheiden hierbei ist, dass das DGNB-System keine einzelnen Maßnahmen, sondern die Gesamtperformance eines Gebäudes bewertet. Zertifiziert wird die herausragende Erfüllung von zahlreichen Nachhaltigkeitskriterien aus den oben genannten sechs Themenfeldern. Die DGNB vergibt das DGNB-Zertifikat in Platin, Gold und Silber.

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Dichtstoffe

Zur Abdichtung von Fugen zwischen verschiedenen Baustoffen und/oder Bauteilen (DIN 18 540) werden unter anderem spritzbare, hochviskose Fugendichtstoffe verwendet. Nach DIN EN 26 927 »Fugendichtstoffe; Begriffe« werden...

Zur Abdichtung von Fugen zwischen verschiedenen Baustoffen und/oder Bauteilen (DIN 18 540) werden unter anderem spritzbare, hochviskose Fugendichtstoffe verwendet. Nach DIN EN 26 927 »Fugendichtstoffe; Begriffe« werden Eigenschaftsgruppen zwischen plastischen und elastischen Dichtstoffen differenziert, wobei der völlig ausreagierte Dichtstoff im Funktionszustand beurteilt wird. Derartige Eigenschaftsbilder werden in der täglichen Praxis von vielen Parametern beeinflusst (Lufttemperatur, Feuchtigkeit, Atmosphärilien), so dass die Zuordnung und Beurteilung eines Fugendichtstoffes nach genormten Bedingungen im Labormaßstab erfolgt. Grundsätzlich können Dichtstoffe auch nach den Einsatzgebieten unterschieden werden: Fenster, Fassade, Dach, Innenausbau, Sanitärbereich.

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Dickschichtlasuren

Für den Oberflächenschutz maßhaltiger, bedingt maßhaltiger und nicht maßhaltiger Holzbauteile im Außenbereich werden neben deckenden Lacken auch gering pigmentierte, transparente Anstrich und Beschichtungssysteme...

Für den Oberflächenschutz maßhaltiger, bedingt maßhaltiger und nicht maßhaltiger Holzbauteile im Außenbereich werden neben deckenden Lacken auch gering pigmentierte, transparente Anstrich und Beschichtungssysteme (Lasuren) eingesetzt. Derartige Lasuren dringen (je nach Werkstoffart) wenige Millimeter in den Untergrund ein und lassen den Charakter des Holzbauteils (Maserung) in Abhängigkeit des Farbtons gut erkennen. Mit solchen (gering) pigmentierten Beschichtungswerkstoffen wird das Holzbauteil gegen Witterungseinflüsse, Feuchteaufnahme durch Beregnung und UV-Strahlung geschützt und der Abbau des Lignins verzögert, so dass Vergrauungen vermieden werden. Die Maßhaltigkeit von Fenstern, Türen und tragenden Holzbauteilen kann am besten gewährleistet werden, wenn außen Dickschichtlasuren verwendet werden. Dünnschichtlasuren finden ihren Einsatz bei nicht maßhaltigen Bauteilen wie zum Beispiel Zäune, Pergolen und Dachüberstände und werden wegen ihrer geringen Schichtdicke auch als »offenporig« bezeichnet. Mit diesen Werkstoffen können (je nach Applikationsverfahren) höhere Schichtdicken (maximal 20 bis 40 μm) erzielt werden, als mit niedrigviskoseren Dünnschichtlasuren (maximal 8 bis 20 μm) – als Vergleich: mit deckenden Lacken werden Gesamtschichtdicken von ca. 80 bis 120 μm erreicht. Die jeweils zu erreichende Schichtdicke von Oberflächenschutzsystemen hängt neben dem Applikationsverfahren vom Anstrichaufbau und der Anzahl der Schichten ab. Generell sind alle farbigen Lasuren gering pigmentiert, unterscheiden sich jedoch nach Zusammensetzung und flüchtigen Bestandteilen (ca. 30 bis 65 Prozent). Bei Dickschicht- und Dünnschichtlasuren kann es sich zum Beispiel um lösemittelhaltige und/oder wasserverdünnbare Werkstoffe auf Alkydharzbasis oder um wasserverdünnbare Werkstoffe auf Acrylatbasis bzw. Acryl/Alkydharz-Kombinationen handeln. Auch sind sogenannte High Solids im Handel (Kunstharz/Öl-Kombinationen) und Produkte aus gelösten Naturharzen bzw. Wasserverdünnbaren Naturölen erhältlich.

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Dielektrizitätsmethode

Die Dielektrizitätsmethode ist eine mögliche Art der elektrischen Feuchtemessung und besitzt zerstörungsfreien, allerdings auch nur orientierenden Charakter. Das Verfahren nutzt die unterschiedlichen...

Die Dielektrizitätsmethode ist eine mögliche Art der elektrischen Feuchtemessung und besitzt zerstörungsfreien, allerdings auch nur orientierenden Charakter. Das Verfahren nutzt die unterschiedlichen Dielektrizitätskonstanten (Durchlässigkeit für elektrische Felder) von trockenen, nicht leitenden Stoffen und Wasser. Je höher die Feuchtigkeit, desto höher die elektrische Leitfähigkeit und damit der Messwert der Dielektrizitätskonstante. Dieser erscheint auf dem Display als Anzeigewert »Digits«. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Zahlenwert, der einer physikalischen Einheit zugeordnet werden kann. Vielmehr wird ein Messwert angezeigt, der aber nicht unmittelbar mit anderen Ergebnissen anderer Messverfahren wie zum Beispiel den CM-Prozenten vergleichbar ist. Die Messung ist vielmehr eine relative Methode, was bedeutet, dass der Unterschied zwischen dem trockenen und dem feuchten Baustoff angezeigt werden kann. Hierzu bedarf es mehrfacher Messungen, um den Unterschied anhand des angezeigten Zahlenwerts ablesen zu können. So gibt es für verschiedene Baustoffe jeweils Bereiche, in denen ein Stoff als trocken oder feucht gilt. Die nachfolgenden Messwerte wurden von Herstellern von Baustoffen und Messgeräten in Verbindung mit Forschungs- und Materialprüfanstalten ermittelt und geben Erfahrungswerte wieder, die bei vergleichenden Messungen erzielt wurden. Um Gewissheit über die tatsächliche Feuchte des Baustoffs zu erhalten, sind weitere Prüfungen erforderlich, wie zum Beispiel die CM-Messung oder aber die Darrprüfung.

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DIFFERENTIAL-DYEING

Durch Verwendung unterschiedlich anfärbbarer Garntypen (Affinität) kann rohweiß getuftete Ware einbadig im Stück mehrtonig gefärbt werden. Die Farbskala reicht bis zu sechs Farben bzw. Farbabstufungen: vier...

Durch Verwendung unterschiedlich anfärbbarer Garntypen (Affinität) kann rohweiß getuftete Ware einbadig im Stück mehrtonig gefärbt werden. Die Farbskala reicht bis zu sechs Farben bzw. Farbabstufungen: vier Farbabstufungen von Garnen, ein gegensätzlicher Farbton im Garn über die basische Type und ein nicht anfärbendes Garn.

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Diffusion

Anstriche und Beschichtungen sollten je nach Verwendungszweck für bestimmte Gase durchlässig sein, oder aber bestimmte Gase vom Untergrund fernhalten. Beispielsweise soll eine Beschichtung auf Stahlbeton die...

Anstriche und Beschichtungen sollten je nach Verwendungszweck für bestimmte Gase durchlässig sein, oder aber bestimmte Gase vom Untergrund fernhalten. Beispielsweise soll eine Beschichtung auf Stahlbeton die Carbonatisierung verhindern und gasdicht gegenüber CO2 sein (siehe CO2-Diffusion). Andererseits sollen Fassadenbeschichtungen gut wasserdampfdurchlässig sein und gleichzeitig möglichst wenig Wasser aufnehmen und in den Untergrund weiterleiten (regendicht). Diese technischen Eigenschaften beruhen auf dem Phänomen der Diffusion. Hierbei handelt es sich um das Bestreben beweglicher Moleküle eines Stoffes, sich im gasförmigen, flüssigen oder festen Zustand in angrenzende Schichten durch Eindringen auszubreiten.

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Dilatation

Dilatation leitet sich aus dem lateinischen von »dilatare« ab, was so viel wie verlängern, ausdehnen oder vergrößern bedeutet. Damit ist die positive Längenänderung eines Bauteils, wie zum Beispiel Stahl beim Erwärmen...

Dilatation leitet sich aus dem lateinischen von »dilatare« ab, was so viel wie verlängern, ausdehnen oder vergrößern bedeutet. Damit ist die positive Längenänderung eines Bauteils, wie zum Beispiel Stahl beim Erwärmen durch Sonnenerwärmung oder Holz bei Feuchtigkeitszufuhr, gemeint. Den gegenteiligen Effekt nennt man Schwinden.

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DIN

DIN ist die Abkürzung für Deutsches Institut für Normung e.V. und damit die bedeutendste Normungsorganisation in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1917 werden DIN-Normen ausgegeben. Das Institut arbeitet mit...

DIN ist die Abkürzung für Deutsches Institut für Normung e.V. und damit die bedeutendste Normungsorganisation in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1917 werden DIN-Normen ausgegeben. Das Institut arbeitet mit sogenannten »interessierten Kreisen« aus Wirtschaft, Behörden und Herstellern etc. zusammen, die Standards und Normen in Form von Arbeitskreisen ausarbeiten. Das Institut hat einen Vertrag mit der Bundesregierung, welcher ihn zur nationalen Normungsorganisation und zum Vertreter deutscher Interessen in europäischen und internationalen Normungsorganisationen ernennt. Die DIN-Normen bieten definierte Standards in Güte und Verarbeitung von zum Beispiel Bauteilen und/oder Werkleistungen am Bau. Die im Teil C der VOB enthaltenen DIN-Normen galten lange Zeit als »allgemein anerkannte Regeln der Technik«, in der Zwischenzeit ist diese Einstufung höchst umstritten und gilt nicht mehr uneingeschränkt. DIN-Normen sind nicht rechtsverbindlich, sondern eine Empfehlung zur Erreichung der Reproduzierbarkeit von Waren und Dienstleistungen bis hin zu Gebäuden. Bei staatlichen und damit öffentlichen Baumaßnahmen sind die DIN-Normen allerdings meist zwingend einzuhalten.

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Dispersion

Die feinste Verteilung (durch Dispergieren) von Kunststoffteilchen (Polymeren) in Wasser (als Lösemittel) wird als Dispersion bezeichnet. Dabei können auch Feststoffe in einer Lösung oder Flüssigkeit verteilt werden (zum...

Die feinste Verteilung (durch Dispergieren) von Kunststoffteilchen (Polymeren) in Wasser (als Lösemittel) wird als Dispersion bezeichnet. Dabei können auch Feststoffe in einer Lösung oder Flüssigkeit verteilt werden (zum Beispiel Pigmente, Füllstoffe), wobei man dann von Suspensionen spricht, da sich diese Bestandteile nicht lösen. Auch können verschiedene Flüssigkeiten miteinander verrührt werden (zum Beispiel Öl in Wasser), wobei diese Gemische als Emulsionen bezeichnet werden. Häufig bestehen Dispersionen daher aus stabilen Emulsionen oder Suspensionen.

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Dispersionsfarbe

Beschichtungsstoffe, die aus wasserverdünnbaren Kunststoffdispersionen (nach DIN 55 945) als Bindemittel unter Zusatz von Pigmenten, Füllstoffen und Additiven hergestellt werden. Dabei kann das Bindemittel auch eine...

Beschichtungsstoffe, die aus wasserverdünnbaren Kunststoffdispersionen (nach DIN 55 945) als Bindemittel unter Zusatz von Pigmenten, Füllstoffen und Additiven hergestellt werden. Dabei kann das Bindemittel auch eine Emulsion darstellen, wobei man dann von Emulsionsfarben spricht. Dispersionsfarben sind je nach Rezeptur unterschiedlich viskos (siehe Viskosität): dünnflüssig, pastös oder gefüllt. Für Außenbeschichtungen (siehe Außenanstriche) sind nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 363 nur wetterbeständige Dispersionsfarben zu verwenden. Sollen Haarrisse u. a. überbrückt werden, müssen plastoelastische Dispersionsfarben verarbeitet werden. Für Beschichtungen auf Innenwandflächen müssen Dispersionsfarben nach DIN EN 13 300 mindestens waschbeständig oder scheuerbeständig sein.

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Dispersionskleber

Dispersionskleber setzen sich aus Kunstharzen zusammen, welche zumeist in Wasser sehr fein verteilt werden. Für solche Kleber findet sich ein breites Einsatzspektrum, da man in ihrer Zusammensetzung stark variieren kann....

Dispersionskleber setzen sich aus Kunstharzen zusammen, welche zumeist in Wasser sehr fein verteilt werden. Für solche Kleber findet sich ein breites Einsatzspektrum, da man in ihrer Zusammensetzung stark variieren kann. So werden sie als Klebstoff für Parkett, textile und elastische Bodenbeläge angewendet. Wegen unzureichender Frostbeständigkeit werden Dispersionskleber hauptsächlich im Innenbereich verwendet. Man unterscheidet neben verschiedenen Klebstoffen auch die Verfahren, wie zum Beispiel das Nassklebeverfahren und das Haftklebeverfahren. Dispersionskleber müssen, wie andere Baustoffe auch, bestimmte Anforderungen erfüllen. So sind zum Beispiel in der DIN EN 14 259 »Klebstoffe für Bodenbeläge – Anforderungen an das mechanische und elektrische Verhalten« sowie in der DIN EN 14 293 »Klebstoffe – Klebstoffe für das Kleben von Parkett auf einen Untergrund – Prüfverfahren und Mindestanforderungen« Eigenschaften aufgelistet, die ein solcher Klebstoff aufweisen muss. Um diese Anforderungen zu gewährleisten, müssen Prüfungen des Klebstoffs, wie zum Beispiel in der DIN EN 14 293 angegeben, durchgeführt werden. Dazu gehört zum Beispiel das Prüfverfahren für die Bestimmung der Zugscherfestigkeit.

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Dispersionslack

Hierbei handelt es sich um Kunststoffdispersionen, welche nach der Verarbeitung und Verfilmung der Beschichtung lackähnliche Oberflächen bzw. Eigenschaften aufzeigen.

Hierbei handelt es sich um Kunststoffdispersionen, welche nach der Verarbeitung und Verfilmung der Beschichtung lackähnliche Oberflächen bzw. Eigenschaften aufzeigen.

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Dispersionssilikatfarbe

Beschichtungsstoffe, die nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 363, Abs. 2.4.1 aus Kaliwasserglas sowie kaliwasserglasbeständigen Pigmenten und Zusätzen von Hydrophobierungsmitteln unter Verwendung von maximal 5 Prozent...

Beschichtungsstoffe, die nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 363, Abs. 2.4.1 aus Kaliwasserglas sowie kaliwasserglasbeständigen Pigmenten und Zusätzen von Hydrophobierungsmitteln unter Verwendung von maximal 5 Prozent Dispersion als organischem Anteil hergestellt werden. Im Außenbereich können Dispersionssilikatfarben auf allen Mörtelgruppen P I bis P III nach DIN 18 550 verarbeitet werden, bei gipshaltigen Untergründen jedoch nur mit besonderer Grundbeschichtung bzw. wenn es der Hersteller ausdrücklich empfiehlt.

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Doppelboden

Doppelböden bestehen aus einer Unterkonstruktion, die mit höhenverstellbaren Stahlstützen und Trägerplatten aus verschiedenen Materialien wie Holz oder Metall, überwiegend aber aus Calciumsulfatestrichplatten, zu einem...

Doppelböden bestehen aus einer Unterkonstruktion, die mit höhenverstellbaren Stahlstützen und Trägerplatten aus verschiedenen Materialien wie Holz oder Metall, überwiegend aber aus Calciumsulfatestrichplatten, zu einem Rastersystem installiert werden können. Dadurch soll eine größtmögliche Flexibilität hinsichtlich der Verkabelungen und sonstigen Versorgungsleitungen sichergestellt werden. Ermöglicht wird dies dadurch, dass die Trägerplatten, die jeweils nur auf Stoß liegen, an jeder freien Stelle geöffnet werden können. Typischen Einsatz erfahren Doppelböden in Großraumbüros etc. Der Bundesverband Estrich und Belag e.V. hat in Zusammenarbeit mit der Bundesfachgruppe Estrich und Belag im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. und der Bundesfachschule Estrich und Belag e.V. eine Anwendungsrichtlinie zur DIN EN 12 825 »Doppelböden« mit dem Stand von Juli 2003 herausgegeben, in der alle Anforderungen an Planung, Ausführung und Wartung detailliert beschrieben sind.
(Hinweis: Doppelböden bitte nicht mit Hohlböden (häufig Hohlraumboden genannt) verwechseln. Hier gilt es die DIN EN 13 213 »Hohlböden« zu beachten.)

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Doppelbodenelement

Laut DIN EN 12 825 »Doppelböden« bezeichnet man die kleinste tragfähige modulare Baugruppe eines Doppelbodens als Doppelbodenelement. Dabei muss man dieses Element wiederum in Doppelbodenplatte und Unterkonstruktion...

Laut DIN EN 12 825 »Doppelböden« bezeichnet man die kleinste tragfähige modulare Baugruppe eines Doppelbodens als Doppelbodenelement. Dabei muss man dieses Element wiederum in Doppelbodenplatte und Unterkonstruktion unterteilen, wobei die Unterkonstruktion im Wesentlichen aus den Doppelbodenstützen und den dazugehörigen Auflageelementen besteht.

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Doppelbodenkomponenten

Doppelböden bestehen aus Einzelelementen, den sogenannten Doppelbodenkomponenten. In der DIN EN 12 825 »Doppelböden« werden diese wie folgt aufgelistet:
■ Doppelbodenplatte mit oder ohne Belag
■ Doppelbodenstützen für...

Doppelböden bestehen aus Einzelelementen, den sogenannten Doppelbodenkomponenten. In der DIN EN 12 825 »Doppelböden« werden diese wie folgt aufgelistet:
■ Doppelbodenplatte mit oder ohne Belag
■ Doppelbodenstützen für unterschiedliche Konstruktionshöhen
■ Doppelbodenrasterstäbe für tragende und/oder dichtende und/oder horizontal aussteifende Aufgaben
■ ergänzende Teile wie zum Beispiel Stützenkopfauflagen/Auflageelemente, Kleber, Anschlusselemente, Überbrückungen.

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Doppelbodentrasse

Unter einer Doppelbodentrasse versteht man eine in Hohlböden eingearbeitete, zu öffnende Zone. Sie wird zur Verlegung von Heizungs- und Lüftungsinstallationen sowie Verkabelungen eingesetzt, um ein etwaiges Austauschen...

Unter einer Doppelbodentrasse versteht man eine in Hohlböden eingearbeitete, zu öffnende Zone. Sie wird zur Verlegung von Heizungs- und Lüftungsinstallationen sowie Verkabelungen eingesetzt, um ein etwaiges Austauschen oder Revisionen zu ermöglichen. Dabei kann die Doppelbodentrasse am Rande eines Raumes oder aber auch quer durch den Grundriss hindurch verlaufen.

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DPL

Ist die Abkürzung für engl. Direct Pressure Laminate (= direkt verpresstes Laminat). Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Dekorschicht und Gegenzug direkt mit der Trägerplatte verpresst werden.

Ist die Abkürzung für engl. Direct Pressure Laminate (= direkt verpresstes Laminat). Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem Dekorschicht und Gegenzug direkt mit der Trägerplatte verpresst werden.

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Drahtbürstenbehandlung

Zusätzlich zur Gitterritzprüfung ist zur Überprüfung der Oberflächenfestigkeit und Feststellung der Belegreife bei Zementestrich ferner die Drahtbürstenbehandlung in besonders interessierenden Teilflächenbereichen,...

Zusätzlich zur Gitterritzprüfung ist zur Überprüfung der Oberflächenfestigkeit und Feststellung der Belegreife bei Zementestrich ferner die Drahtbürstenbehandlung in besonders interessierenden Teilflächenbereichen, bezogen auf einzelne Prüfstellen, durchzuführen. Hierzu wird die Oberfläche der Estrichkonstruktion mit einer handelsüblichen Drahtbürste mechanisch beansprucht und in gleichmäßigen Bewegungen unter gleichbleibendem Druck an gleicher Stelle mehrfach über den Prüfgrund gezogen. Maßgeblich für die Oberflächenfestigkeit einer mineralischen Untergrundkonstruktion wie zum Beispiel Zementestrich ist dabei das aus der Oberfläche herausgearbeitete Prüfgut in Form von mineralischem Abrieb (Zuschlagkorn und/oder Bindemittelablagerungen etc.). Je nach vorliegender Oberflächenhärte und Festigkeit der oberflächennahen Randzone der zu überprüfenden mineralischen Estrichkonstruktion ergibt sich infolge der Drahtbürstenbehandlung eine unterschiedliche Eindringtiefe der Drahtborsten mit unterschiedlicher Abriebmenge des Prüfguts, wobei infolge labiler Oberflächen auch Kornausbrüche resultieren können.

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Dünnschicht-Lasur

Besonders gut betonen die Dünnschicht-Lasuren bei einem „offenporigen“ Anstrich beim Anstrich die Holzstrukturen. Sie sind nur schwach filmbildend und eignen sich daher für die Bearbeitung von nicht-maßhaltigen Bauteilen...

Besonders gut betonen die Dünnschicht-Lasuren bei einem „offenporigen“ Anstrich beim Anstrich die Holzstrukturen. Sie sind nur schwach filmbildend und eignen sich daher für die Bearbeitung von nicht-maßhaltigen Bauteilen (Zäune, Verkleidungen oder Pergolen). Dünnschicht-Lasuren blättern nicht ab und das Holz kann ohne größeren Aufwand nachbehandelt werden.

D
Durchschlagen

Farbtonveränderung von Anstrichen und Beschichtungen durch Migration von (löslichen) Bestandteilen des (beschichteten) Untergrundes oder sichtbare Wasserränder nach Feuchteschaden auf Anstrichen und Tapeten.

Farbtonveränderung von Anstrichen und Beschichtungen durch Migration von (löslichen) Bestandteilen des (beschichteten) Untergrundes oder sichtbare Wasserränder nach Feuchteschaden auf Anstrichen und Tapeten.

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Duroplaste

Duroplaste werden auch als Duromere bezeichnet. Die Herstellung erfolgt über Polykondensation. Duroplaste sind glasartige Polymerwerkstoffe und damit Kunststoffe, die nicht mehr verformt werden können, sollte ihre...

Duroplaste werden auch als Duromere bezeichnet. Die Herstellung erfolgt über Polykondensation. Duroplaste sind glasartige Polymerwerkstoffe und damit Kunststoffe, die nicht mehr verformt werden können, sollte ihre Aushärtung abgeschlossen sein. Der Sprödigkeit dieser Werkstoffe kann mit dem Zusatz von verschiedenen Füllstoffen entgegengewirkt werden. Zu den Duromeren gehören unter anderem Polyesterharze und Epoxidharze. Aus Duroplasten werden zum Beispiel Kabelkanäle und Leitungsschutzschalter gefertigt.

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Ebenheitsmessung

Zum Zwecke der Überprüfung der Ebenheit von Estrichen und Betonböden können Ebenheitsmessungen mittels Messlatte und Messkeil vorgenommen werden. Gemessen werden dabei der Abstand von Auflagepunkt zu Auflagepunkt der...

Zum Zwecke der Überprüfung der Ebenheit von Estrichen und Betonböden können Ebenheitsmessungen mittels Messlatte und Messkeil vorgenommen werden. Gemessen werden dabei der Abstand von Auflagepunkt zu Auflagepunkt der Messlatte auf dem Untergrund (Messstrecke in Meter bzw. Messpunktabstand) sowie die maximal festzustellende Unebenheit im Stichmaß mittels des Messkeils (Messwert in Millimeter). Bei der Untersuchung großer Flächen bieten sich moderne Geräte wie zum Beispiel Rotationslaser usw. an.

E
Ebenheitstoleranzen

Das jeweilige Verfahren zur Überprüfung von Maßtoleranzen muss von den Beteiligten festgelegt werden (siehe DIN 18 201 bzw. DIN 18 202). Wurden im Werkvertrag oder im Angebot zum Auftrag keine erhöhten Anforderungen an...

Das jeweilige Verfahren zur Überprüfung von Maßtoleranzen muss von den Beteiligten festgelegt werden (siehe DIN 18 201 bzw. DIN 18 202). Wurden im Werkvertrag oder im Angebot zum Auftrag keine erhöhten Anforderungen an die Ebenheit vereinbart, sind demzufolge die Vorgaben der DIN 18 202 »Toleranzen im Hochbau« nach Tabelle 3, Zeile 3, für die Auswertung der Messergebnisse heranzuziehen (einfache Ebenheitsanforderungen). Demnach sind zum Beispiel Unebenheiten bis 4 mm im Stichmaß bei einem Messpunktabstand von 1 m als Toleranz zulässig. Bei erhöhten Anforderungen an die Ebenheit nach Zeile 4, Tabelle 3, sind bei 1 m Messpunktabstand dann nur noch 3 mm zulässig. Für erhöhte Anforderung in die Ebenheit steht dem Auftragnehmer eine besondere Vergütung zu.

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ECONYL

Von der Unternehmensgruppe Aquafil entwickeltes und umgesetztes Recyclingverfahren von Polyamid 6. Dieses weltweit effizienteste Verfahren recyclet Post-Consumer-Abfälle, d. h. Endprodukte, die vollständig oder teilweise...

Von der Unternehmensgruppe Aquafil entwickeltes und umgesetztes Recyclingverfahren von Polyamid 6. Dieses weltweit effizienteste Verfahren recyclet Post-Consumer-Abfälle, d. h. Endprodukte, die vollständig oder teilweise aus Polyamid 6 bestehen und nicht mehr genutzt werden. Dazu gehören Fischernetze, die Oberseite von Teppichen und Teppichböden und starre Gewebe sowie Pre-Consumer-Abfälle (Produktionsabfälle aus der Herstellung von Polyamid 6). Das aus dem Recylingprozess durch Depolymerisation gewonnene Caprolactam wird zur Produktion von Polyamid-6-Garn mit dem Markennamen „Econyl“ eingesetzt.

E
Effektlackierung

Dekorative Oberflächen, deren Lackierung keine glatte Filmoberfläche ergibt, sondern zu beabsichtigten Strukturierungen führt, die regelmäßig oder unregelmäßig ausgebildet sein können (vgl. DIN 55 945). Hierbei handelt...

Dekorative Oberflächen, deren Lackierung keine glatte Filmoberfläche ergibt, sondern zu beabsichtigten Strukturierungen führt, die regelmäßig oder unregelmäßig ausgebildet sein können (vgl. DIN 55 945). Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Hammerschlaglack, Reisslack, Runzel/Kräusel-Lack, Strukturlack und Eisblumenlack. Unter Verwendung von Perlglanzpigmenten können ebenfalls Effektlackierungen ausgeführt werden, die dann eine glatte Filmoberfläche aufzeigen. Metalleffektlacke und Metalliclacke gehören ebenfalls zur Gruppe der Effektlackierungen.

E
Egalisierungsanstrich

Mineralische Beschichtungen und Mineralputze zeigen in Abhängigkeit klimatischer Bedingungen während der Verarbeitung wegen dem typischen Abbindeprozess oftmals scheckige Oberflächen oder Schattierungen auf. Daher...

Mineralische Beschichtungen und Mineralputze zeigen in Abhängigkeit klimatischer Bedingungen während der Verarbeitung wegen dem typischen Abbindeprozess oftmals scheckige Oberflächen oder Schattierungen auf. Daher empfiehlt es sich, einen zusätzlichen Schlussanstrich zu applizieren, um derartige Erscheinungsbilder auszugleichen.

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Eichsubstanz

Um mit der CM-Methode adäquate Messergebnisse zu erhalten, muss das CM-Messgerät vor dem Prüfen geeicht werden. Dies geschieht durch eine Glasampulle, welche mit einer genau definierten Menge reinen Wassers gefüllt ist....

Um mit der CM-Methode adäquate Messergebnisse zu erhalten, muss das CM-Messgerät vor dem Prüfen geeicht werden. Dies geschieht durch eine Glasampulle, welche mit einer genau definierten Menge reinen Wassers gefüllt ist. Diese gibt man in das CM-Gerät und führt wie üblich eine Feuchtigkeitsmessung durch. Da die Menge an zugeführtem Carbid sowie Wasser klar definiert ist, kann man an dem angezeigten Druck erkennen, ob das CM-Gerät noch einwandfrei funktioniert oder aber zum Beispiel ein Druckverlust vorliegt.

E
Eindruckwiderstand

Die Härte einer Beschichtung zählt zu den physikalischen Eigenschaften, ist jedoch nicht definiert. Die Eindrucktiefe ist dabei eines der Phänomene, welches eine Aussage darüber zulässt, welches Verhalten Anstriche,...

Die Härte einer Beschichtung zählt zu den physikalischen Eigenschaften, ist jedoch nicht definiert. Die Eindrucktiefe ist dabei eines der Phänomene, welches eine Aussage darüber zulässt, welches Verhalten Anstriche, Beschichtungen und Lacke von außen einwirkenden Kräften, Gewichten oder mechanischen Beanspruchungen entgegenbringen (zum Beispiel Eindruckversuch nach Buchholz, vgl. DIN 53 153).

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Einkomponenten-Beschichtungen

Physikalisch trocknende (Verdunsten des enthaltenen Lösemittels bzw. Wassers) Anstriche und Beschichtungen, die ohne einen Reaktionspartner abbinden und in Lieferkonsistenz aus dem Gebinde direkt verarbeitet werden...

Physikalisch trocknende (Verdunsten des enthaltenen Lösemittels bzw. Wassers) Anstriche und Beschichtungen, die ohne einen Reaktionspartner abbinden und in Lieferkonsistenz aus dem Gebinde direkt verarbeitet werden können, bezeichnet man als Einkomponenten-Beschichtungen (1 K-Beschichtungen). Heute werden auch solche Material- und Werkstoffsysteme als 1 K-Beschichtungsstoffe benannt, die zwar zur Trocknung einen Reaktionspartner benötigen, diesen aber aus der Atmosphäre als allgegenwärtigen Bestandteil entnehmen können (zum Beispiel Kalkfarben und Putze benötigen CO2, PUR-Systeme reagieren mit Luftfeuchtigkeit, bestimmte Acrylatsysteme härten unter UV-Einstrahlung etc.).

E
Einkomponenten-Reaktionslack

Nach DIN 55 945 handelt es sich bei Einkomponenten-Reaktionslacken um Werkstoffe, bei denen die zur Härtung führende chemische Reaktion über physikalische und/oder chemische Einwirkungen erfolgt (zum Beispiel...

Nach DIN 55 945 handelt es sich bei Einkomponenten-Reaktionslacken um Werkstoffe, bei denen die zur Härtung führende chemische Reaktion über physikalische und/oder chemische Einwirkungen erfolgt (zum Beispiel Luftfeuchtigkeit, UV-Einstrahlung).

E
Eisenoxidpigment

Eisenoxidpigmente sind die weltweit am häufigsten eingesetzten Buntpigmente. Sie kommen in den Grundfarben gelb, rot oder schwarz vor, aber auch als Gemisch in Orange, Beige- und Brauntönen. Da hochtransparent und...

Eisenoxidpigmente sind die weltweit am häufigsten eingesetzten Buntpigmente. Sie kommen in den Grundfarben gelb, rot oder schwarz vor, aber auch als Gemisch in Orange, Beige- und Brauntönen. Da hochtransparent und UV-reflektierend, schützt es das Holz vor Vergrauung.

E
Elastische Bodenbeläge

Elastische Bodenbeläge zeichnen sich durch eine dichte, geschlossene Oberfläche und hohe Strapazierfähigkeit aus. Die elastischen Eigenschaften werden durch das Bindemittel bestimmt, wobei folgende Bodenbelagsqualitäten...

Elastische Bodenbeläge zeichnen sich durch eine dichte, geschlossene Oberfläche und hohe Strapazierfähigkeit aus. Die elastischen Eigenschaften werden durch das Bindemittel bestimmt, wobei folgende Bodenbelagsqualitäten zu unterscheiden sind: PVC, Linoleum, Kork, Polyolefine, Elastomer- oder Gummibeläge und sogenannte Flex-Platten. Vor allem PVC und Linoleum gelten als leicht zu reinigen und hygienisch. Elastische Bodenbeläge gibt es als Platten- oder Bahnenware, bei PVC und Elastomer-Belägen unterscheidet man zwischen homogenen und heterogenen Belägen.

E
Elastizität

Bestimmte Stoffe und Körper haben die Eigenschaft, sich bei von außen einwirkenden Kräften bzw. mechanischen Beanspruchungen zu verformen und nach Wegfall solcher Belastungen wieder in den Ursprungszustand...

Bestimmte Stoffe und Körper haben die Eigenschaft, sich bei von außen einwirkenden Kräften bzw. mechanischen Beanspruchungen zu verformen und nach Wegfall solcher Belastungen wieder in den Ursprungszustand zurückzukehren, haben also ein bestimmtes Dehn- und Rückstellvermögen. Auch im Bautenschutz und in der Anstrichtechnik sind Werkstoffe mit elastischen Eigenschaften von Bedeutung. So werden als rissüberbrückende Beschichtungen plastoelastische Fassadenfarben verwendet. Für Fugenabdichtungen werden spritzbare elastische Dichtstoffe eingesetzt. Bei Überdehnung elastischer Werkstoffe kann es zu Rissbildungen kommen, was in der Folge zum Versagen führt.

E
Elastomer-Beläge

Elastomer-Beläge (auch Gummibelag genannt) werden aus synthetischem Kautschuk mit möglichen Zusätzen von Ruß, Farbstoffen, Zinkoxid, Schwefel, Stearinsäure, Beschleuniger und sonstigen Hilfsstoffen und...

Elastomer-Beläge (auch Gummibelag genannt) werden aus synthetischem Kautschuk mit möglichen Zusätzen von Ruß, Farbstoffen, Zinkoxid, Schwefel, Stearinsäure, Beschleuniger und sonstigen Hilfsstoffen und Alterungsschutzmitteln sowie mineralischen Füllstoffen hergestellt. Solche Beläge gibt es je nach Zusammensetzung homogen oder heterogen sowie als Platten- oder Bahnenware. Elastomer-Bodenbeläge sind universell einsetzbar, pflegeleicht, fußwarm, trittsicher, maßstabil, zigarettenglutfest, säure-, öl- und fettresistent bei kurzen Einwirkungen, jedoch nicht alkalibeständig.

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Elastomere

Bei den Kunststoffen unterscheidet man Plastomere, Duromere und Elastomere. Dabei besitzen elastomere Stoffe bei Raumtemperatur eine hohe Elastizität, sind lösemittelbeständig, quellbar, aber nicht schmelzbar. Duromere...

Bei den Kunststoffen unterscheidet man Plastomere, Duromere und Elastomere. Dabei besitzen elastomere Stoffe bei Raumtemperatur eine hohe Elastizität, sind lösemittelbeständig, quellbar, aber nicht schmelzbar. Duromere dagegen sind nach der Abkühlung vollständig ausgehärtet, gut lösemittelbeständig und weder schmelzbar noch verformbar. Plastomere schmelzen bei höheren Temperaturen (ca. 60 bis 180 Grad Celsius), sind dann verformbar und behalten nach dem Erkalten die neue Form bei.

E
Elektrische Feuchtemessung

Die elektrische Feuchtemessung zählt zu den orientierenden Prüfungen zur Feststellung der Restfeuchte in Estrichen (Belegreife). Bei der elektrischen Feuchtemessung muss man die Dielektrizitätsmethode und die...

Die elektrische Feuchtemessung zählt zu den orientierenden Prüfungen zur Feststellung der Restfeuchte in Estrichen (Belegreife). Bei der elektrischen Feuchtemessung muss man die Dielektrizitätsmethode und die Leitfähigkeitsmessung unterscheiden. Um verwert- und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, muss man allerdings die CM-Messung vor Ort oder aber die Darrprüfung im Labor durchführen.

E
Elektrostatische Aufladung

Bei textilen Belägen aus synthetischen Fasern entsteht durch das Begehen (Reibung) elektrische Spannung (gemessen in Volt), die nicht auf natürliche Weise an die Erde abgeleitet werden kann. Je nach Isolationsgrad des...

Bei textilen Belägen aus synthetischen Fasern entsteht durch das Begehen (Reibung) elektrische Spannung (gemessen in Volt), die nicht auf natürliche Weise an die Erde abgeleitet werden kann. Je nach Isolationsgrad des Polmaterials, der Raumtemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit können dabei Spannungen von mehreren tausend Volt entstehen. Sie sind aber völlig ungefährlich, weil sie keinerlei Stromstärke (gemessen in Ampere) besitzen. Bei Berühren einer leitfähigen Fläche, die nicht geerdet sein muss, verteilt sich die Spannung sofort, was man als unangenehmen, aber ebenfalls ungefährlichen Schlag empfindet.
Heute haben fast alle Fasern antistatische Eigenschaften, die die Aufladbarkeit so herabmindern, dass die Entladung nicht mehr spürbar ist.

E
EMICODE EC1

EMICODE ist ein markenrechtlich geschütztes Umweltzeichen zur Produktklassifizierung für emissionsarme Verlegewerkstoffe und Bauprodukte. Um mit dem Emicode-Siegel ausgezeichnet werden zu können, müssen Hersteller ihre...

EMICODE ist ein markenrechtlich geschütztes Umweltzeichen zur Produktklassifizierung für emissionsarme Verlegewerkstoffe und Bauprodukte. Um mit dem Emicode-Siegel ausgezeichnet werden zu können, müssen Hersteller ihre Produkte bei anerkannten Instituten aufwendigen Prüfungen unterziehen. Auf Grundlage der wissenschaftlich ermittelten Messdaten werden die Produkte in verschiedene Siegelkategorien eingeordnet. Ausschließlich Produkte, die die strengen Emissionsansprüche erfüllen, dürfen mit dem Emicode-Siegel gekennzeichnet werden. Die Hersteller verpflichten sich, diese Produkte qualitätsgesichert und kontrolliert zu produzieren, um den Emicode-Vorgaben jederzeit zu entsprechen. Um höchstmögliche Sicherheit in Bezug auf die Emissionsaussagen der Produkte garantieren zu können, werden die Produkte regelmäßig von unabhängigen, international anerkannten Prüfinstituten stichprobenartig kontrolliert. Das Siegel ist bislang in 20 Sprachen erhältlich.

E
Emulsion

Werden verschiedene Flüssigkeiten (mit unterschiedlicher Dichte) miteinander verrührt (zum Beispiel Öl in Wasser), entsteht ein Zweiphasensystem, wobei sich die Flüssigkeiten wieder voneinander trennen können (absetzen)....

Werden verschiedene Flüssigkeiten (mit unterschiedlicher Dichte) miteinander verrührt (zum Beispiel Öl in Wasser), entsteht ein Zweiphasensystem, wobei sich die Flüssigkeiten wieder voneinander trennen können (absetzen). Werden Zusätze von Hilfsstoffen wie Emulgatoren und Stabilisatoren beigegeben, so wird die Haltbarkeit der Mischung auch nach dem Verrühren (mechanische Vermengung) erhöht und dauerhaft stabilisiert. Als Beispiel mag die Milch dienen, welche eine feine Verteilung von Fetten in Wasser darstellt. Stabile Systeme aus verschiedenen flüssigen Phasen werden als disperse Gemische oder Dispersionen bezeichnet.

E
Emulsionsfarben

Enthalten Beschichtungsstoffe neben Pigmenten, Füllstoffen und Additiven als Bindemittel eine Emulsion, das heißt ein Gemisch aus verschiedenen Bindemittelsystemen (zum Beispiel Silikonharz und Reinacrylat), ist Wasser...

Enthalten Beschichtungsstoffe neben Pigmenten, Füllstoffen und Additiven als Bindemittel eine Emulsion, das heißt ein Gemisch aus verschiedenen Bindemittelsystemen (zum Beispiel Silikonharz und Reinacrylat), ist Wasser die äußere Phase und dient als Dispergiermittel (Öl in Wasser-Typ einer Emulsion). Solche Beschichtungsstoffe sind wasserverdünnbar und werden der Gruppe der Dispersionsfarben zugeordnet.

E
Entkopplung

Bei einem schwimmenden Estrich wird die Lastverteilungsschicht durch die Trittschall- und/oder Wärmedämmung vom tragenden Untergrund (zum Beispiel Stahlbetondecke) und von aufstrebenden Bauteilen (Stützen, Pfeiler,...

Bei einem schwimmenden Estrich wird die Lastverteilungsschicht durch die Trittschall- und/oder Wärmedämmung vom tragenden Untergrund (zum Beispiel Stahlbetondecke) und von aufstrebenden Bauteilen (Stützen, Pfeiler, Durchdringungen, Wände) entkoppelt.

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Entrosten

Vor der Applikation von Korrosionsschutzbeschichtungen und dekorativen Oberflächenschutzsystemen müssen metallische Untergründe fachgerecht vorbehandelt werden. Bei Bauteilen aus Stahl und Eisen sind daher zum Beispiel...

Vor der Applikation von Korrosionsschutzbeschichtungen und dekorativen Oberflächenschutzsystemen müssen metallische Untergründe fachgerecht vorbehandelt werden. Bei Bauteilen aus Stahl und Eisen sind daher zum Beispiel Zunder und Rost (arteigene Schichten) und/oder Verunreinigungen (artfremde Schichten) zu entfernen. Hierfür sind verschiedene Verfahren bekannt: Handentrostung, maschinelle Entrostung, Flammstrahlentrostung und Sandstrahlentrostung. Aus Umweltschutzgründen haben sich auch Verfahren bewährt, bei denen mit bestimmten abrasiven Strahlgütern gearbeitet wird, die keine Sande mehr darstellen (zum Beispiel Kunststoffe, Trockeneis). Auch Kombinationen von Strahlgut mit Hochdruckdampfstrahlen (Sweepen) werden angewandt, wenn zum Beispiel schonendes Entrosten korrodierter verzinkter Stahlbauteile notwendig ist.

E
Entsorgung

Die Entsorgung eines ausgebauten Bodenbelags oder von anfallendem Verpackungsmaterial muss fachmännisch ausgeführt werden, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Bodenleger können dem entgegenwirken, indem solche alten...

Die Entsorgung eines ausgebauten Bodenbelags oder von anfallendem Verpackungsmaterial muss fachmännisch ausgeführt werden, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten. Bodenleger können dem entgegenwirken, indem solche alten Bodenbeläge dem Recycling zugeführt oder Stoffe mit langer Lebensdauer verwendet werden. Momentan gilt die Vermeidung von anfallendem Müll als die sinnvollste Methode, eine gute Ökobilanz zu erreichen. Das Erreichen von langen Lebensdauern der Bodenbeläge oder eine Wiederverwertbarkeit derselben gehören ebenfalls zu diesem Konzept.

E
EPC

Unklar ist, ab wann ein SPC (Solid Polymer Core) als Trägermaterial für MMF-Bodenbeläge als „expandiert“ = EPC (Expanded Polymer Core) bezeichnet werden kann. Geht man über die Densität (Dichte)? Schwierig ist, beim...

Unklar ist, ab wann ein SPC (Solid Polymer Core) als Trägermaterial für MMF-Bodenbeläge als „expandiert“ = EPC (Expanded Polymer Core) bezeichnet werden kann. Geht man über die Densität (Dichte)? Schwierig ist, beim Endprodukt die Densität des Trägers zu ermitteln. Zweitens: ist eine Schaumschicht unter dem Dekor oder an der Unterseite zwischen Gegenzug und Träger auch einzubeziehen? Und wenn ja, was soll die minimale Stärke dieser Schicht sein?

E
EPD

Eine EPD (Environmental Product Declaration) beschreibt in objektiver Weise die Umwelteigenschaften eines Produkts und stützt sich hierbei auf die Methode der Ökobilanzierung nach den internationalen Normen ISO 14025,...

Eine EPD (Environmental Product Declaration) beschreibt in objektiver Weise die Umwelteigenschaften eines Produkts und stützt sich hierbei auf die Methode der Ökobilanzierung nach den internationalen Normen ISO 14025, ISO 14040/44 und EN 15804. Die ISO 14025 regelt die Grundsätze und Verfahren für Typ III-Umweltkennzeichen, die quantifizierte Umweltinformationen aus dem Lebensweg eines Produktes zur Verfügung stellen. So sollen Vergleiche zwischen Produkten gleicher Funktion ermöglicht werden. Grundlage für die EPD ist wiederum die Ökobilanz nach ISO 14040/44. Die EN 15804 spezifiziert die Grundregeln für EPDs in der Produktkategorie Bauprodukte. Durch diese grundlegenden Produktkategorie-Regeln wird sichergestellt, dass alle EPDs für Bauprodukte, Bauleistungen und Bauprozesse in einheitlicher Weise abgeleitet, dargestellt und verifiziert werden. Die EN 15804 schafft die Voraussetzung für europaweit gültige EPDs. Statt einzelne Aspekte eines Produktes zu bewerten, stellen EPDs alle relevanten Umweltwirkungen auf Basis von Lebenszyklus-Analysen transparent, unabhängig und nachvollziehbar dar. EPDs liefern klare Informationen über die Umwelteinflüsse des Produktes, und zwar bezogen auf seinen gesamten Lebensweg. Betrachtet wird der komplette Prozess – von der Rohstoffentnahme über die Produktion, die Transporte und den Einbau ins Gebäude bis zum Ende der Nutzungsphase mit Entsorgungs- bzw. Recyclingmöglichkeiten. EPDs enthalten quantitative Produktinformationen, die aus Ökobilanzen stammen. Dazu gehören Aussagen zum Energie- und Ressourceneinsatz, über das Abfallaufkommen und Aussagen darüber, in welchem Ausmaß ein Produkt beispielweise zu Treibhauseffekt, Versauerung, Überdüngung, Zerstörung der Ozonschicht und Smogbildung beiträgt. Vor der Veröffentlichung wir eine EPD von einem unabhängigen Sachverständigen validiert, um die inhaltliche Richtigkeit und damit die Glaubwürdigkeit des Dokuments zu gewährleisten. Eine EPD ist somit gleichermaßen ein technisches als auch ein umweltbezogenes, extern überprüftes Dokument. Die Gültigkeit hierfür beträgt fünf Jahre und muss danach aktualisiert werden.

E
Epoxidharz

Epoxidharze (EP) sind aus Erdöl (Polymere) künstlich hergestellte Harze. Wegen der besonders guten und vielseitigen Eigenschaften werden sie unter anderem als Klebstoff, für die Herstellung von Industriefußböden, für...

Epoxidharze (EP) sind aus Erdöl (Polymere) künstlich hergestellte Harze. Wegen der besonders guten und vielseitigen Eigenschaften werden sie unter anderem als Klebstoff, für die Herstellung von Industriefußböden, für Beschichtungen, zur Reparatur von Betonen, als Bindemittel für Lacke und Anstriche verwendet. Bei Beschichtungen mit Epoxidharzen entsteht keine Osmose. Epoxidharze können Allergien auslösen, daher sind zum Hautschutz spezielle Handschuhe bei der Verarbeitung zu tragen. Die Harzkomponenten stehen in Verdacht der krebserzeugenden und endokrinen Wirkung. Die Konzentration an den Gefahrenstoffen wird überwacht. Nach heutigem Wissen können Epoxidharze nicht recyclet werden, es wird aber nach biologisch abbaubaren Harzen geforscht.

E
EPS-Trittschalldämmung

EPS ist die Abkürzung für Expandierte Polystyrol-Dämmplatten. Diese bestehen aus hochwertigem, elastifiziertem Polystyrol-Hartschaum und entsprechen den Anforderungen an Luft- und Trittschallschutz nach DIN 4109. In...

EPS ist die Abkürzung für Expandierte Polystyrol-Dämmplatten. Diese bestehen aus hochwertigem, elastifiziertem Polystyrol-Hartschaum und entsprechen den Anforderungen an Luft- und Trittschallschutz nach DIN 4109. In Verbindung mit fachgerecht verlegtem Randstreifen resultiert eine hervorragende Schall- und Wärmedämmung, speziell für Wohnungstrenndecken. Verkehrslasten sind abhängig von den technischen Eigenschaften wie zum Beispiel bis 4,0 KN/m2; 5,0 KN/m2 oder 10,0 KN/m2.

E
Ergiebigkeit

Nach DIN EN 971-1 versteht man unter der Ergiebigkeit die resultierende Fläche in [m2], die mit einer bestimmten Menge eines Beschichtungsstoffes (in [g] oder [ml]) in der geforderten Trockenschichtdicke appliziert...

Nach DIN EN 971-1 versteht man unter der Ergiebigkeit die resultierende Fläche in [m2], die mit einer bestimmten Menge eines Beschichtungsstoffes (in [g] oder [ml]) in der geforderten Trockenschichtdicke appliziert werden kann und zur fertigen Beschichtung führt. Dabei unterscheidet man zwischen der praktischen Ergiebigkeit, die in der Praxis bei der Beschichtung eines bestimmten Untergrundes bzw. Werkstücks (zum Beispiel Stahlzarge) mit einem Beschichtungsstoff resultiert, und der theoretischen Ergiebigkeit eines Beschichtungsstoffes, welche aus dem Anteil nichtflüchtiger Bestandteile berechnet wird (Festkörpervolumen nach Verdunsten flüchtiger Komponenten wie zum Beispiel Lösemittel, Wasser).

E
Esche

Nach Buche und Eiche gehört die Esche zu den wichtigsten heimischen Laubnutzhölzern. Eschenholz wird besonders dann eingesetzt, wenn höchste Ansprüche an Festigkeit und Elastizität gestellt werden. So wird es häufig bei...

Nach Buche und Eiche gehört die Esche zu den wichtigsten heimischen Laubnutzhölzern. Eschenholz wird besonders dann eingesetzt, wenn höchste Ansprüche an Festigkeit und Elastizität gestellt werden. So wird es häufig bei der Herstellung von Werkzeugteilen, Sportgeräten und von Biegeformteilen verwendet. Aufgrund ihrer hohen Holzqualität wird die Esche zu den Edellaubhölzern gezählt und auch als Rohstoff für die Parkettproduktion eingesetzt.

E
ESD-Bereiche / EPA

ESD steht für ElectroStatic Discharge und bedeutet elektrostatische Entladung. Diese elektrostatischen Entladungen sind für Menschen nicht gefährlich, sondern nur manchmal unangenehm, hingegen bei empfindlichen...

ESD steht für ElectroStatic Discharge und bedeutet elektrostatische Entladung. Diese elektrostatischen Entladungen sind für Menschen nicht gefährlich, sondern nur manchmal unangenehm, hingegen bei empfindlichen elektronischen Bauteilen (zum Beispiel in der Automobilindustrie, Computer- und Medizintechnik) können sie großen Schaden anrichten. Um das zu vermeiden, werden die sogenannten EPA (Electrostatic Protected Areas = elektrostatisch geschützte Bereiche) eingerichtet. In diesen Bereichen werden besonders ableitfähige Materialien zur Herstellung von Möbeln und Bodenbelägen eingesetzt. Die Arbeit in diesen Bereichen darf nur mit spezieller Kleidung und Schuhen, die entsprechend gekennzeichnet sind, ausgeführt werden.

E
Ester

Niedrigviskose bis hochviskose organische Verbindungen von Säuren mit Alkoholen, die unter Abspaltung von Wasser (Polykondensation) resultieren. Auf diese Weise entstehen zum Beispiel Alkydharze (zum Beispiel aus...

Niedrigviskose bis hochviskose organische Verbindungen von Säuren mit Alkoholen, die unter Abspaltung von Wasser (Polykondensation) resultieren. Auf diese Weise entstehen zum Beispiel Alkydharze (zum Beispiel aus fettsäuremodifizierten Phthalatharzen und Glycerin [oder anderen Alkoholen]). Der Vorgang der Esterbildung ist dabei reversibel, wenn Alkalien oder Wasser auf den (getrockneten) Film aus Anstrich und Beschichtung einwirken, deren Bindemittel Ester darstellen, wobei es dann zu einer Verseifung kommt.

E
Estrich

Schicht oder Schichten aus Estrichmörtel, die auf der Baustelle direkt auf dem Untergrund mit oder ohne Verbund, oder auf zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschichten verlegt wird, um eine oder mehrere der nachstehenden...

Schicht oder Schichten aus Estrichmörtel, die auf der Baustelle direkt auf dem Untergrund mit oder ohne Verbund, oder auf zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschichten verlegt wird, um eine oder mehrere der nachstehenden Funktionen zu erfüllen: eine vorgegebene Höhenlage zu erreichen, einen Bodenbelag aufzunehmen, unmittelbar genutzt zu werden.

E
Estrichbewehrung

Estrich kann mit Fasern (Glasfaser, Kunststoffaser) oder Gitter (Stahlmatten, Betonstahlmatten) bewehrt werden. Diese Ausstattung ist allerdings nicht zwingend erforderlich, da solch eine Bewehrung keine statische...

Estrich kann mit Fasern (Glasfaser, Kunststoffaser) oder Gitter (Stahlmatten, Betonstahlmatten) bewehrt werden. Diese Ausstattung ist allerdings nicht zwingend erforderlich, da solch eine Bewehrung keine statische Wirkung hat, sondern nur der Rissbreitenbegrenzung durch abfließende Dehydratationswärme oder durch Schwinden dient. Somit können trocknungsbedingte (Schwind-) Risse während dem Einbau des Estrichs minimiert werden. Bewehrungen können auch nachteilig wirken. Stahlmatten bei Verbundestrichen sind lagengenau einzubauen, da diese ansonsten den Verbund stören oder Höhenversätze hervorrufen können und somit eine negative Auswirkung besitzen.

E
Estrichfeuchte

Zu hohe Restfeuchte in Estrichen kann Schäden am Oberboden oder einer Beschichtung verursachen (Blasen, Beulen). Bodenbeläge aus Holz (Parkett, Hochkantlamellen, Laminatbelägen u. a.) können quellen und schadhaft werden....

Zu hohe Restfeuchte in Estrichen kann Schäden am Oberboden oder einer Beschichtung verursachen (Blasen, Beulen). Bodenbeläge aus Holz (Parkett, Hochkantlamellen, Laminatbelägen u. a.) können quellen und schadhaft werden. Daher ist die Belegreife des Estrichs vor dem Verlegen des Bodenbelags zu prüfen.

E
Estrichmörtel

Ein Estrichmörtel ist laut DIN EN 13 318 – »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Begriffe« eine Ausgangsmischung, die aus Bindemittel, Zuschlägen und gegebenenfalls aus Flüssigkeiten besteht. So wird das Erhärten...

Ein Estrichmörtel ist laut DIN EN 13 318 – »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Begriffe« eine Ausgangsmischung, die aus Bindemittel, Zuschlägen und gegebenenfalls aus Flüssigkeiten besteht. So wird das Erhärten des Bindemittels ermöglicht, auch mit Zusatzmitteln und/oder Zusatzstoffen.

E
Estrichnenndicke

Unter Estrichnenndicke versteht man die Dicke eines Estrichs. Diese ist abhängig von der Art des Estrichs, der Unterlage und dem Verwendungszweck.

Unter Estrichnenndicke versteht man die Dicke eines Estrichs. Diese ist abhängig von der Art des Estrichs, der Unterlage und dem Verwendungszweck.

E
Estrichschäden

Estrichschäden können als Risse, Einbrüche, Zerfall, Verformungen, Verwölbungen, Ablösung vom Untergrund, Absanden oder als hoher Verschleiß auftreten. Die Ursachen liegen hier bei zu schnellem Austrocknen, zu hohen...

Estrichschäden können als Risse, Einbrüche, Zerfall, Verformungen, Verwölbungen, Ablösung vom Untergrund, Absanden oder als hoher Verschleiß auftreten. Die Ursachen liegen hier bei zu schnellem Austrocknen, zu hohen Verkehrslasten, zu geringer Materialfestigkeit, Frosteinwirkung oder Volumenveränderungen.

E
Ettringit (Zementbazillus)

Ettringit ist eine Kristallform, welche erstmals in Ettringener Bellerberg gefunden wurde. Hierzu gehören zahlreiche langnadelige Calcium-Aluminium-Hydrate, die auch in künstlichem Zementstein vorhanden sind. Der Beiname...

Ettringit ist eine Kristallform, welche erstmals in Ettringener Bellerberg gefunden wurde. Hierzu gehören zahlreiche langnadelige Calcium-Aluminium-Hydrate, die auch in künstlichem Zementstein vorhanden sind. Der Beiname Zementbazillus entstand, weil Ettringit in den Bruchflächen von Zementsteinen gefunden wurde und diesem die Ursache für das Schadensbild zugeordnet wurde. In der Anfangsphase der Bindemittelentwicklung ist die Ettringitbildung sogar erwünscht, da es ansonsten zu rapider Dehydratation kommt. Nach dem Abbinden des Betons ist die Ettringitbildung uner wünscht, weil ansonsten eine ungewollte Volumenvergrößerung resultiert, die unweigerlich eine Sprengwirkung des Betons nach sich zieht.

E
EU Ecolabel (Europäisches Umweltzeichen)

Die „EU-Blume“ wird von der Europäischen Kommission verliehen. Die Vergabe erfolgt an Produkte und Dienstleistungen, die geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben und ressourcenschonender hergestellt werden als...

Die „EU-Blume“ wird von der Europäischen Kommission verliehen. Die Vergabe erfolgt an Produkte und Dienstleistungen, die geringere Auswirkungen auf die Umwelt haben und ressourcenschonender hergestellt werden als vergleichbare Produkte. Das EU Ecolabel ist in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Island, der Schweiz und der Türkei anerkannt.

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Exotische Hölzer

Exotenholz bzw. Tropenholz stammt aus tropischen Gebieten der Erde, wie zum Beispiel aus Bolivien und anderen Teilen Südamerikas sowie Teilen Afrikas. Schon seit Jahrhunderten wird Holz aus tropischen Wäldern unter...

Exotenholz bzw. Tropenholz stammt aus tropischen Gebieten der Erde, wie zum Beispiel aus Bolivien und anderen Teilen Südamerikas sowie Teilen Afrikas. Schon seit Jahrhunderten wird Holz aus tropischen Wäldern unter anderem zu Bodenbelägen verarbeitet. Die zu Parkett verarbeiteten Hölzer stammen in der Regel aus kontrolliertem Holzanbau und werden sehr oft nur mit staatlicher Kontrolle bzw. Genehmigung in den Handel gebracht. Charakteristisch ist die Farbpalette, die Tropenhölzer bieten. Auch extrem hohe Druckfestigkeiten sind das Hauptargument für Hartholz-Massivholzdielen. Eine besondere Exotenholzart ist Sucupira. Derartige Holzsorten erfordern wegen der Inhaltsstoffe besondere Sorgfalt bei der Auswahl von Klebstoffen und der Verlegung, insbesondere bei Breitlamelle aus Parkett.

E
Expandierte Polystyrol-Dämmplatten »EPS P«

EPS-Platten werden als Trittschalldämmung und Wärmedämmung eingesetzt. Als Treibmittel dient Pentan.

EPS-Platten werden als Trittschalldämmung und Wärmedämmung eingesetzt. Als Treibmittel dient Pentan.

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Extruderschaum (XPS)

Extruderschaum wird zur Produktion von Polystyrolplatten verwendet, die als Dämmmaterial ihren Einsatz finden. Solche Platten werden mittels Extruder unter Zugabe von Treibmitteln hergestellt.

Extruderschaum wird zur Produktion von Polystyrolplatten verwendet, die als Dämmmaterial ihren Einsatz finden. Solche Platten werden mittels Extruder unter Zugabe von Treibmitteln hergestellt.

F
Farbabweichungen

Bei Oberflächen aus Naturmaterialien wie zum Beispiel Parkett, Hartstoffeinstreuungen in Estrichen, mineralischen oder organischen bzw. polymeren Beschichtungen können Farbabweichungen auftreten. Vor der Ausführung...

Bei Oberflächen aus Naturmaterialien wie zum Beispiel Parkett, Hartstoffeinstreuungen in Estrichen, mineralischen oder organischen bzw. polymeren Beschichtungen können Farbabweichungen auftreten. Vor der Ausführung sollte der Auftraggeber auf solche manchmal unvermeidlichen Phänomene aufmerksam gemacht werden, damit es nicht zu kostenträchtigen Reklamationen kommt.

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Farbe

Farbe ist ein physikalisches Phänomen und wird über das Auge wahrgenommen. Es entsteht ein optischer Sinneseindruck, der nur in Verbindung mit Licht möglich wird.

Farbe ist ein physikalisches Phänomen und wird über das Auge wahrgenommen. Es entsteht ein optischer Sinneseindruck, der nur in Verbindung mit Licht möglich wird.

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Farbechtheit

Textile Bodenbeläge – Einstufung von Polteppichen; Deutsche Fassung EN 1307:2008. Diese Norm legt die Anforderungen an die Einstufung von Polteppich-Auslegeware und Polteppich-Fliesen in Gebrauchsklassen bezüglich...

Textile Bodenbeläge – Einstufung von Polteppichen; Deutsche Fassung EN 1307:2008. Diese Norm legt die Anforderungen an die Einstufung von Polteppich-Auslegeware und Polteppich-Fliesen in Gebrauchsklassen bezüglich Verschleiß und Aussehenserhalt sowie in Komfort-Klassen fest.

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Faserquerschnitt

Von ihm hängen zwei wichtige Eigenschaften des Teppichbodens ab: die Polstabilität und die Sichtbarkeit von Verschmutzungen. Der runde Faserquerschnitt wirkt optisch wie eine Lupe und vergrößert die im Teppichpol...

Von ihm hängen zwei wichtige Eigenschaften des Teppichbodens ab: die Polstabilität und die Sichtbarkeit von Verschmutzungen. Der runde Faserquerschnitt wirkt optisch wie eine Lupe und vergrößert die im Teppichpol vorhandene Verschmutzung. Der Teppichboden wirkt schmutziger als er ist. Schmutzverbergende Faserquerschnitte haben verschiedene Querschnittsformen: Viereck immer mit Hohlräumen, Dreieck mit und ohne Hohlräume, trilobal mit und ohne Hohlräume. Alle gemeinsam haben eine verbesserte Polstabilität, ein größeres Volumen und eine schmutzverbergende Wirkung.

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Faserwerkstoffe

Faserwerkstoffe dienen einerseits zur Herstellung von Teppichböden. Als textile Flächengebilde werden diese Oberböden aus Faserwerkstoffen produziert, die als Filamente oder Spinnfasern vorkommen. Fäden, welche aus...

Faserwerkstoffe dienen einerseits zur Herstellung von Teppichböden. Als textile Flächengebilde werden diese Oberböden aus Faserwerkstoffen produziert, die als Filamente oder Spinnfasern vorkommen. Fäden, welche aus Garnen oder Zwirn bestehen, werden dabei aus Naturfasern wie Hanf, Flachs, Sisal, Kokos oder polymeren Kunststoffen bzw. Chemiefasern hergestellt. Andererseits können Faserwerkstoffe aus Stahl oder polymeren Werkstoffen zur Bewehrung von Estrichen und/oder Betonen verwendet werden.

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Faserzement

Baustoffe aus Faserzement bestehen aus Zement als Bindemittel und den Zuschlägen aus Quarzsand und sehr feinen Fasern. In der Vergangenheit wurden hierfür oftmals Asbestfasern eingesetzt. Man hat jedoch erkannt, dass von...

Baustoffe aus Faserzement bestehen aus Zement als Bindemittel und den Zuschlägen aus Quarzsand und sehr feinen Fasern. In der Vergangenheit wurden hierfür oftmals Asbestfasern eingesetzt. Man hat jedoch erkannt, dass von Asbest eine kanzerogene Wirkung ausgeht, weshalb der Umgang mit diesem Gefahrstoff in der TRGS 519 besonders strengen Regelungen unterworfen wurde. Seit dem 31. Dezember 1990 dürfen in Deutschland keine Asbestbaustoffe mehr hergestellt und seit dem 31. Dezember 1991 nicht mehr verarbeitet werden. Die TRGS 519 regelt auch die strengen Sicherheitsvorschriften bei der Bearbeitung von bestehenden Bauteilen, zum Beispiel alte Wellasbest-Dachflächen und Asbestzement-Fassadenplatten. Für Anstriche und Beschichtungen auf Asbestzement-Flächen ist neben der TRGS 519 auch das BFS-Merkblatt Nr. 14 zu beachten – insbesondere das Schleifen und Reinigen mit dem Hochdruckreiniger muss unterlassen werden. Für alte, bewitterte Asbestzement-Fassadenplatten bietet die Industrie spezielle Grundanstrichstoffe (zum Beispiel 2K-Haftgrundierungen auf Epoxidharzbasis) und geeignete Zwischen- und Schlussbeschichtungen (zum Beispiel Reinacrylat-Fassadenfarben) an. Als Ersatz für Asbestfasern werden heute Mineralfasern oder Kunststoffasern für asbestzementfreie Faserzementplatten verwendet.

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Fassadenbeschichtungen

Für die Beschichtung von Außenputzen stehen verschiedene Werkstoffe zur Verfügung: Kalkfarben, Silikatfarben, Dispersionssilikatfarben, Dispersionsfarben, Silikonharzfarben, Silikonharz-Emulsionsfarben,...

Für die Beschichtung von Außenputzen stehen verschiedene Werkstoffe zur Verfügung: Kalkfarben, Silikatfarben, Dispersionssilikatfarben, Dispersionsfarben, Silikonharzfarben, Silikonharz-Emulsionsfarben, (lösemittelhaltige) Polymerisatharzfarben, rissüberbrückende, plastoelastische Systeme. Die vorgenannten Werkstoffe sind noch durch Fassadenfüllfarben (hoch gefüllte Dispersionsfarben mit niedrigerem Bindemittelanteil), silikonharzmodifizierte bzw. siloxanverstärkte Dispersionsfarben zu ergänzen bzw. um werksseitig hydrophobierte Dispersionssilikatfarben und sogenannte SIL-Farben zu erweitern. Der ständige Wandel werkstoffspezifischer Eigenschaften und stetig fortlaufende Forschung und Entwicklung führen zu weiterentwickelten Bindemitteln bzw. Werkstoffen. So handelt es sich bei den SIL-Farben um speziell modifizierte Dispersionsfarben mit calcitischen Zuschlägen, welche spannungsarme, matte Fassadenbeschichtungen mit Silikatcharakter und eine hohe Wasserdampfdiffusion bei guter wasserabweisender Wirkung ergeben.

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Fensteranstriche

Fenster und Türen gehören zu den maßhaltigen Holzbauteilen. Anstriche und Beschichtungen führten in der Vergangenheit hier oftmals zu Schadensbildern, wenn bestimmte Voraussetzungen an die Konstruktion der Holzbauteile...

Fenster und Türen gehören zu den maßhaltigen Holzbauteilen. Anstriche und Beschichtungen führten in der Vergangenheit hier oftmals zu Schadensbildern, wenn bestimmte Voraussetzungen an die Konstruktion der Holzbauteile nicht gegeben waren, oder Anforderungen durch die Beschichtungswerkstoffe (zum Beispiel Feuchteschutz, Blockfestigkeit etc.) nicht erfüllt wurden. Einerseits soll eine Feuchtigkeitsaufnahme der Holzbauteile durch Beschichtungen verhindert werden, um die Maßhaltigkeit und damit die Funktionstüchtigkeit zu gewährleisten. Andererseits soll der im Rauminneren entstehende Wasserdampf bzw. die vom Baustoff aufgenommene Feuchtigkeit (beachte Diffusion und Osmose) auch durch das beschichtete Holzbauteil an das Aussenklima abgegeben werden und nicht hinter dem »dichten« Anstrichfilm zu einer nachteiligen Feuchtigkeitsanreicherung zu führen (Holzfäule). Nur ein Zusammenspiel von beschichtungsgerechter Konstruktion des Holzbauteils (konstruktiver Holzschutz) mit einem fachgerechten Beschichtungsaufbau und einwandfreier handwerklicher Ausführung bewirkt einen optimalen Oberflächenschutz durch Fensteranstriche. Für die lasierende Behandlung von Holzbauteilen sind Lasuren gut geeignet. Ferner können Fenster und Türen auch deckend lackiert werden.

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Fertigmörtel

Herstellerseitig konfektionierter Frischmörtel wird gebrauchsfertig im Fahrmischer bereitgestellt. Im Gegensatz zum Werkmörtel oder Werktrockenmörtel, der im Silo oder als Sackware angeliefert wird, oder direkt an der...

Herstellerseitig konfektionierter Frischmörtel wird gebrauchsfertig im Fahrmischer bereitgestellt. Im Gegensatz zum Werkmörtel oder Werktrockenmörtel, der im Silo oder als Sackware angeliefert wird, oder direkt an der Baustelle aus Zement, Kies, Sand und Zuschlagstoffen entsteht (Baustellenestrich).

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Fertigteilestrich

Fertigteilestriche sind Konstruktionen aus vorgefertigten Bauteilen. Dabei kann es sich um plattenförmige Holzwerkstoffe, zementgebundene Holzspanplatten, Betonwerkstein- oder Naturwerksteinplatten oder Gipskartonplatten...

Fertigteilestriche sind Konstruktionen aus vorgefertigten Bauteilen. Dabei kann es sich um plattenförmige Holzwerkstoffe, zementgebundene Holzspanplatten, Betonwerkstein- oder Naturwerksteinplatten oder Gipskartonplatten handeln. Vorteilhaft sind neben dem trockenen Einbau und der Vermeidung des Eintrags von Baufeuchte die niedrigen Aufbauhöhen und das geringe Flächengewicht. Da keine Trocknungszeiten anfallen, gibt es auch kein Schwinden und Kriechen. Fertigteilplatten werden bei meist schwimmendem Einbau kraftschlüssig miteinander verbunden.

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Festigkeit

Als Festigkeit bezeichnet man die Werkstoffeigenschaft, welche eine Aussage über den Widerstand bei mechanischer Einwirkung/Verformung trifft. Bei Estrichen wird zwischen der Festigkeitsklasse und der Härteklasse...

Als Festigkeit bezeichnet man die Werkstoffeigenschaft, welche eine Aussage über den Widerstand bei mechanischer Einwirkung/Verformung trifft. Bei Estrichen wird zwischen der Festigkeitsklasse und der Härteklasse unterschieden. Bei der Festigkeit von Estrichen ist die Biegezugfestigkeit und Druckfestigkeit in [N/mm2] von Bedeutung.

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Festigkeitsentwicklung

Die Festigkeitsentwicklung ist ein Maß für den Zeitpunkt, wann Beton oder Estrich nach dem Einbau mechanisch belastet werden kann. Bei Sanierungen im laufenden Betrieb ist eine schnelle Festigkeitsentwicklung sehr...

Die Festigkeitsentwicklung ist ein Maß für den Zeitpunkt, wann Beton oder Estrich nach dem Einbau mechanisch belastet werden kann. Bei Sanierungen im laufenden Betrieb ist eine schnelle Festigkeitsentwicklung sehr wichtig, hier werden die sogenannten Schnellestriche eingesetzt.

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Festigkeitsklasse

Nach der DIN EN 13 813 »Estrichmörtel und Estrichmassen« werden die Festigkeitsklassen nach Druckfestigkeit (C5 bis C80) und Biegezugfestigkeit (F1 bis F50) definiert. Dabei steht C für compression = Druck und F für...

Nach der DIN EN 13 813 »Estrichmörtel und Estrichmassen« werden die Festigkeitsklassen nach Druckfestigkeit (C5 bis C80) und Biegezugfestigkeit (F1 bis F50) definiert. Dabei steht C für compression = Druck und F für flexural = biegen Estricharten.

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Feuchteempfindlichkeit

Ein Baustoff gilt als feuchteempfindlich, wenn schon bei geringer Feuchteeinwirkung (zum Beispiel flüssiges Wasser oder Wasserdampf) über einen kurzen Zeitraum eine Beeinträchtigung entsteht. Bei Oberböden gilt dies für...

Ein Baustoff gilt als feuchteempfindlich, wenn schon bei geringer Feuchteeinwirkung (zum Beispiel flüssiges Wasser oder Wasserdampf) über einen kurzen Zeitraum eine Beeinträchtigung entsteht. Bei Oberböden gilt dies für Parkett, Laminat und Teppichböden, welche unter Feuchteeinwirkung entweder zu Farbänderungen, Fugenbildungen oder Schüsselungen neigen. Unter dampfdichten Oberböden können gipshaltige Estriche ihre Festigkeit bei dauernder Feuchteeinwirkung verlieren.

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Feuchtegradient

Feuchtegradient ist der unterschiedliche Feuchtegehalt in einem Bauteil, zum Beispiel Estrich. Hierbei werden die unterschiedlich großen Poren mineralischer Baustoffe unterschiedlich schnell mit Wasser gefüllt oder...

Feuchtegradient ist der unterschiedliche Feuchtegehalt in einem Bauteil, zum Beispiel Estrich. Hierbei werden die unterschiedlich großen Poren mineralischer Baustoffe unterschiedlich schnell mit Wasser gefüllt oder trocknen unterschiedlich schnell aus. Daher kann der Feuchtegehalt in einem Bauteil unterschiedlich beschaffen sein. Auch kann die Feuchteverteilung über den Querschnitt unterschiedlich verlaufen, je nach Trocknung und Raumklima. Daher kann in der oberflächennahen Randzone des Estrichs eine geringere Feuchte vorliegen als in der Mitte oder der Rückseite. Entscheidend ist auch, welche Estrichkonstruktion vorliegt. So kann bei einem Verbundestrich an der Oberfläche ein höherer Feuchtegehalt vorliegen als im Verbundbereich zum Beton. Durch unterschiedliche Feuchtegradienten kann es bei schwimmenden Estrichen oder Estrichen auf Trennlage zu Verformungen kommen.

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Feuchtigkeit

Vor der Ausführung von Maler-, Tapezier und Bodenbelagsarbeiten sollte die Ausgleichsfeuchtigkeit (Haushaltsfeuchtigkeit) der zu bearbeitenden Bauteiloberflächen bzw. Baustoffe den üblichen Rahmen nicht überschreiten....

Vor der Ausführung von Maler-, Tapezier und Bodenbelagsarbeiten sollte die Ausgleichsfeuchtigkeit (Haushaltsfeuchtigkeit) der zu bearbeitenden Bauteiloberflächen bzw. Baustoffe den üblichen Rahmen nicht überschreiten. Häufig kommt es infolge rückseitig einwirkender Feuchtigkeit zu Schadensbildern bei Anstrichen, Beschichtungen, Tapezierungen und Bodenbelägen. Den technischen Merkblättern der jeweiligen Werkstoffe können in der Regel Vorgaben entnommen werden, welche Ausgleichsfeuchtigkeit der Untergrund höchstens aufzeigen sollte, bevor eine Bearbeitung erfolgt. Grundsätzliche Angaben zu den zu erwartenden praktischen Feuchtegehalten von Baustoffen können dem Anhang A der DIN V 4108-4 »Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden, wärme- und feuchteschutztechnische Kennwerte« entnommen werden: Weitere Vorgaben für höchstens zulässige Ausgleichsfeuchten von zu beschichtenden Bauteiloberflächen sind darüber hinaus in den jeweiligen BFS-Merkblättern untergrundspezifisch enthalten. Wichtig sind aber auch die klimatischen Bedingungen, die zum Zeitpunkt der Ausführung einer Beschichtung u. a. vorliegen. Hierzu zählen die relative Luftfeuchtigkeit, die Lufttemperatur und die Oberflächentemperatur des Bauteils.

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Feuchtraum

Feuchtraum ist ein Raum mit höherer Luftfeuchtigkeit wie zum Beispiel Badezimmer, Duschen, Küchen, Waschküchen und Waschräume. Hier muss ein Estrich und der Bodenbelag feuchtraumgeeignet sein. Andernfalls sind Maßnahmen...

Feuchtraum ist ein Raum mit höherer Luftfeuchtigkeit wie zum Beispiel Badezimmer, Duschen, Küchen, Waschküchen und Waschräume. Hier muss ein Estrich und der Bodenbelag feuchtraumgeeignet sein. Andernfalls sind Maßnahmen zur Abdichtung unter dem Oberboden nach DIN 18 195 vorzusehen.

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Feuerverzinkung

Durch das Eintauchen von Eisen und Stahl in eine Zinkschmelze bei hohen Temperaturen (ca. 450 °C) entstehen Eisen/Zink-Legierungen und beim Herausziehen des Stahlbauteils reines Zink bzw. Zinküberzüge an der Oberfläche,...

Durch das Eintauchen von Eisen und Stahl in eine Zinkschmelze bei hohen Temperaturen (ca. 450 °C) entstehen Eisen/Zink-Legierungen und beim Herausziehen des Stahlbauteils reines Zink bzw. Zinküberzüge an der Oberfläche, durch welche diese Baustoffe vor Korrosion geschützt werden. Die Schutzwirkung beruht auf dem elektrochemischen Verhalten von Eisen und Zink – da Zink in der elektrochemischen Spannungsreihe unedler ist als Eisen, löst es sich bei punktueller Beschädigung und/oder Belastung aus der Atmosphäre zugunsten des Eisens auf. Der Tauchvorgang (Tauchzeit) und die Güte des Stahls (Siliciumgehalt) bestimmen dabei die Zusammensetzung der Legierung und die Dicke des Zinküberzugs. Augenscheinlich-visuell können Eisen/Zink-Legierungen an einem eher grauen, matten Erscheinungsbild erkannt werden, wogegen reine Zinküberzüge die charakteristischen Zinkblumen an der Oberfläche ausbilden. Je nach Verfahren der Feuerverzinkung unterscheidet man das Stückverzinken, Bandverzinken und den Bandstahl, wobei hier auch die Schichtdicken deutlich unterschiedlich dimensioniert sind.

F
Feuerwiderstandsklassen

Nach DIN 4102 »Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen« werden Baustoffe in die Baustoffklasse A als nicht brennbare Stoffe (A1 und A2) und die Baustoffklasse B als brennbare Stoffe (B1 bis B3) eingeteilt. Nach der...

Nach DIN 4102 »Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen« werden Baustoffe in die Baustoffklasse A als nicht brennbare Stoffe (A1 und A2) und die Baustoffklasse B als brennbare Stoffe (B1 bis B3) eingeteilt. Nach der Feuerwiderstandsklasse und der Baustoffklasse werden die Baustoffe unterschieden: F30, F60, F90, F120 und F180. Die Zahl in der Bezeichnung gibt an, wie lange ein Baustoff in Minuten im Fall eines Feuers standsicher ist. Seit Einführung der DIN EN 13 501 »Klassifizierung von Bauprodukten und Bauarten zu ihrem Brandverhalten« sind diese Anforderungen zu beachten. Vorgaben zum Brandschutz oder den Feuerwiderstandsklassen finden sich in den jeweiligen Landesbauordnungen. Diese Bestimmungen sind auch bei der Auswahl von Oberböden zu beachten, wenn zum Beispiel Podeste oder Treppen in Treppenhäusern zu bearbeiten sind, die als Fluchtwege dienen. Bei öffentlichen Gebäuden (Schulen, Krankenhäuser) oder Hochhäusern sind gegebenenfalls höhere Anforderungen zu beachten, so dass der Planer bei der Bauaufsichtsbehörde Rücksprache halten muss!

F
Filamente

Endlose Fasern, gegenüber der kürzeren Stapelfaser. Die Seide ist als Naturfaser den Filamenten zuzuordnen, ebenso wie die künstlich hergestellten Chemiefasern.

Endlose Fasern, gegenüber der kürzeren Stapelfaser. Die Seide ist als Naturfaser den Filamenten zuzuordnen, ebenso wie die künstlich hergestellten Chemiefasern.

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Filtermaske

Bei der Untergrundvorbereitung, dem Entfernen oder Überarbeiten alter Bodenbeläge entstehen Feinstäube (zum Beispiel Asbest), welche beim Einatmen zu Erkrankungen der Atemwege führen können. Daher sind persönliche...

Bei der Untergrundvorbereitung, dem Entfernen oder Überarbeiten alter Bodenbeläge entstehen Feinstäube (zum Beispiel Asbest), welche beim Einatmen zu Erkrankungen der Atemwege führen können. Daher sind persönliche Schutzausrüstungen je nach Untergrund oder Bodenbelag erforderlich. Eine Filtermaske dient dabei dem Atemschutz, schützt aber den Verarbeiter nicht vor Lösemitteldämpfen bei der Verarbeitung lösemittelhaltiger Werkstoffe Gefahrstoffe, TRGS.

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Fixativ

Grundanstrichstoff auf Wasserglasbasis aus stabilisiertem Kaliwasserglas für Mineralfarbenanstriche.

Grundanstrichstoff auf Wasserglasbasis aus stabilisiertem Kaliwasserglas für Mineralfarbenanstriche.

F
Fixierung

In bestimmten Fällen ist es sinnvoll, den Oberboden nicht vollflächig auf dem Untergrund durch Verklebung zu arretieren. Beispielsweise bei vorverlegten Nutzböden, Natur- oder Kunststeinböden sowie Parkett in...

In bestimmten Fällen ist es sinnvoll, den Oberboden nicht vollflächig auf dem Untergrund durch Verklebung zu arretieren. Beispielsweise bei vorverlegten Nutzböden, Natur- oder Kunststeinböden sowie Parkett in Mietwohnungen. Bei Wechsel des Mieters soll der ehemals vorhandene Oberboden dann wieder uneingeschränkt nutzbar vorliegen, wenn der verlegte Bodenbelag aufgenommen wird. Hierzu dienen hochwertige gebrauchsfertige Fixierungen zum vollflächigen Fixieren von PVC- und CV-Belägen, Linoleum und Teppichböden mit unterschiedlichen Rückenausstattungen. Dabei können solche Fixierungen ebenso auf Estrichen wie auch auf vorhandenen Nutzböden (Parkett, Fliesen, PVC-Beläge u. ä.), Spanplatten sowie auf Natur- und Kunststeinböden verwendet werden. Für textile Bodenbeläge mit Zweitrücken als glattem Schaumrücken sind auch Fixierungen aus Pulvern zum Anrühren erhältlich, die wirtschaftlicher sein können.

F
Flächenabdichtung

Flächenabdichtungen werden als Verbundabdichtungen unterhalb von Oberböden auf Lastverteilungsschichten in Abhängigkeit der Feuchtigkeitsbeanspruchung eingesetzt, um nachteilige Auswirkungen von Feuchtigkeit auf...

Flächenabdichtungen werden als Verbundabdichtungen unterhalb von Oberböden auf Lastverteilungsschichten in Abhängigkeit der Feuchtigkeitsbeanspruchung eingesetzt, um nachteilige Auswirkungen von Feuchtigkeit auf Baustoffe wie zum Beispiel Estriche zu vermeiden.

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Flachteppiche

Teppiche, die ohne Flormaterial aus gleichartiger Nutz- und Trägerschicht in einer Ebene vorliegen, werden als Flachteppiche bezeichnet. Kennzeichnendes Merkmal ist das Fertigungsverfahren, wobei zwischen flachgewirkten...

Teppiche, die ohne Flormaterial aus gleichartiger Nutz- und Trägerschicht in einer Ebene vorliegen, werden als Flachteppiche bezeichnet. Kennzeichnendes Merkmal ist das Fertigungsverfahren, wobei zwischen flachgewirkten oder flachgewebten Teppichen unterschieden wird. Es gibt Flachteppiche aus Sisal oder Kokosfasern.

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Flammpunkt

Die niedrigste Temperatur, bei welcher sich bei einem Stoff bzw. einer Flüssigkeit unter Normaldruck ein entzündbares Dampf/Luft-Gemisch entwickeln kann, wird als Flammpunkt bezeichnet. Dabei kann nur der Dampf über der...

Die niedrigste Temperatur, bei welcher sich bei einem Stoff bzw. einer Flüssigkeit unter Normaldruck ein entzündbares Dampf/Luft-Gemisch entwickeln kann, wird als Flammpunkt bezeichnet. Dabei kann nur der Dampf über der Flüssigkeit entzündet werden. Die Flamme erlischt sofort, wenn die Zündquelle abgeschaltet oder entfernt wird. Hat das Dampf/Luft-Gemisch ein ausreichend großes Volumen gebildet, besteht auch Explosionsgefahr.

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Fleckenempfindlichkeit

Bodenbeläge, Parkett und Beschichtungen können sich je nach Art und Herkunft sowie Beschaffenheit unter bestimmten Einflüssen verändern, zum Beispiel kann sich bei Einwirkung von Tageslicht der Farbton ändern. Je nach...

Bodenbeläge, Parkett und Beschichtungen können sich je nach Art und Herkunft sowie Beschaffenheit unter bestimmten Einflüssen verändern, zum Beispiel kann sich bei Einwirkung von Tageslicht der Farbton ändern. Je nach Nutzung und Frequentierung bilden sich auch Laufzonen. Der Reinigung und Pflege von Oberböden kommt daher besondere Bedeutung zu. Insbesondere dann, wenn Flüssigkeiten, Öle oder Fette, Getränke, Schuhcreme oder auch Kerzenwachs auf die Oberfläche gelangt, ist eine sofortige Entfernung der Flecken erforderlich. Je länger das Medium auf den Oberboden einwirken kann, ist eine Veränderung der Oberfläche je nach Konzentration, saurem oder alkalischem Charakter (pH-Wert), Lösemittelgehalt oder anderen Parametern die Folge. Dies kann zu irreversiblen Schäden führen: Anätzen, Quellen, Farbtonänderung, Erweichen, Enthaften u. a.

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Flexplatten

Floor-Flexplatten oder Flexplatten aus Vinyl-Asbest wurden vorwiegend von 1950 bis in die 70er Jahre (vereinzelte Hersteller auch länger) als Bodenbelag in Form von Fliesen verwendet. Die Langlebigkeit bedeutete zwar...

Floor-Flexplatten oder Flexplatten aus Vinyl-Asbest wurden vorwiegend von 1950 bis in die 70er Jahre (vereinzelte Hersteller auch länger) als Bodenbelag in Form von Fliesen verwendet. Die Langlebigkeit bedeutete zwar eine hohe Wirtschaftlichkeit, jedoch ist der Asbestanteil die kritische Größe: Asbest gilt als Gefahrstoff und ist krebserregend. Daher ist beim Rückbau oder der Bearbeitung solcher Bodenbeläge höchste Sorgfalt geboten TRGS 519; Asbesthaltige Gefahrenstoffe. Die Arbeiten müssen behördlich angemeldet werden, der Betrieb muss Personen beschäftigen, die einen Sachkundenachweis vorweisen können. Seit 1980 werden asbestfreie Flexplatten aus Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt und sind hinsichtlich der technischen Eigenschaften in der DIN EN 685 »Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge – Klassifizierung« genormt.
Vorsicht: Nicht nur Vinyl-Asbestplatten sind gefährlich, manchmal ist auch Bitumenkleber zur Verlegung verwendet worden. Auch solche Kleber können Gefahrstoffe enthalten wie zum Beispiel polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die im Übrigen damals ebenso für die Verklebung von Parkett verwendet wurden. Sollen also Flexplatten oder Parkett entfernt oder bearbeitet werden, die vor 1980 eingebaut wurden, ist unbedingt zu prüfen, ob hier (asbesthaltige) Gefahrstoffe im Bodenbelag oder Kleber vorhanden sind! Wenn im Rahmen der Sanierung von Gebäuden im Bestand der Bauherr/Auftraggeber ein Leistungsverzeichnis über einen Architekten zur Verfügung stellt und hier keine Angaben über Alter und Herkunft vorhandener Bodenbeläge, alten Kleber oder Untergründe (Magnesiaestrich) vorhanden sind, sollte eine Nachfrage und gegebenenfalls dann der Hinweis zu Gefahrenpotentialen von vorhandenen (asbesthaltigen) Gefahrstoffen erfolgen. In solchen Fällen muss der Bauherr/Auftraggeber entsprechende Bauteilöffnungen mit Probenentnahme und Laborüberprüfung vornehmen lassen.

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Fliesen

Bodenbeläge aus Fliesen oder Platten können aus PVC oder Linoleum, Nadelvlies, Teppich, Naturstein, Keramik sowie Glas bestehen. Sie werden als Wand oder Bodenbelag genutzt. Solche Oberböden sind je nach Herkunft, Art...

Bodenbeläge aus Fliesen oder Platten können aus PVC oder Linoleum, Nadelvlies, Teppich, Naturstein, Keramik sowie Glas bestehen. Sie werden als Wand oder Bodenbelag genutzt. Solche Oberböden sind je nach Herkunft, Art und Beschaffenheit sowie Nutzung in verschiedenen Formen und Farben erhältlich.

F
Fließestrich

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« versteht man unter Fließestrich einen Estrich, der ohne nennenswerte Verteilung und Verdichtung eingebracht werden kann.

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« versteht man unter Fließestrich einen Estrich, der ohne nennenswerte Verteilung und Verdichtung eingebracht werden kann.

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Fließmittel

Fließmittel sind Additive, die dem Beton oder Estrich beigemischt werden können, um zum einen den Wassergehalt der Mischung zu reduzieren, ohne dadurch die Konsistenz oder das Fließverhalten nachhaltig zu verändern. Zum...

Fließmittel sind Additive, die dem Beton oder Estrich beigemischt werden können, um zum einen den Wassergehalt der Mischung zu reduzieren, ohne dadurch die Konsistenz oder das Fließverhalten nachhaltig zu verändern. Zum anderen kann durch solche Zusatzmittel auch das Fließverhalten verbessert werden, ohne den Wassergehalt der Mischung zu verändern.

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FLOCKE

Grundmaterial für gesponnenes Garn, wobei bei Naturfasern die Stapellänge im Gegensatz zu synthetischem Material nicht eindeutig bestimmbar ist.

Grundmaterial für gesponnenes Garn, wobei bei Naturfasern die Stapellänge im Gegensatz zu synthetischem Material nicht eindeutig bestimmbar ist.

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Flor

Überholte, aber noch gebräuchliche Bezeichnung für die Teppichbodenoberfläche. Die richtige Bezeichnung ist Pol.

Überholte, aber noch gebräuchliche Bezeichnung für die Teppichbodenoberfläche. Die richtige Bezeichnung ist Pol.

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Florrichtung

Bei textilen Bodenbelägen, die bahnenförmig verlegt werden, ist es wichtig, dass eine einheitliche Verlegerichtung benachbarter Bahnen eingehalten wird. Bei Velours und Feinvelours kann es sonst zu optisch störenden...

Bei textilen Bodenbelägen, die bahnenförmig verlegt werden, ist es wichtig, dass eine einheitliche Verlegerichtung benachbarter Bahnen eingehalten wird. Bei Velours und Feinvelours kann es sonst zu optisch störenden Effekten kommen. Bei der Herstellung solcher hochwertiger Bodenbeläge neigt sich der Flor gegen die Fabrikationsrichtung, was auch als Strichrichtung bezeichnet wird. Daher ist es erforderlich, die einzelnen Bahnen in der einheitlichen Verlegerichtung zu verarbeiten. Andernfalls spricht man (ähnlich beim Tapezieren von Wandbelägen) von gestürzter Verlegung bei der Verarbeitung entgegengesetzt verlegter Bahnen. Durch unterschiedliche Lichtbrechung des einfallenden Tageslichts auf diese dann gegensätzlichen Strichrichtungen kommt es zu scheinbaren Farbabweichungen zwischen einzelnen Bahnen. Dabei handelt es sich jedoch meistens um eine optische Täuschung durch die vorbeschriebenen Effekte.

F
Fluate

Fluate werden zur Neutralisierung stark alkalischer Untergründe verwendet. Ferner dienen diese zur Untergrundvorbehandlung bei der Verwendung von Mineralfarben und zur Vermeidung von Salzausblühungen bei Wasserflecken...

Fluate werden zur Neutralisierung stark alkalischer Untergründe verwendet. Ferner dienen diese zur Untergrundvorbehandlung bei der Verwendung von Mineralfarben und zur Vermeidung von Salzausblühungen bei Wasserflecken und Nachputzstellen vor weiteren Anstrichen und Beschichtungen. Die Wirksamkeit der Fluate besteht aufgrund der Umsetzung der Fluorsilikate mit dem Calciumcarbonat des Untergrundes – daher wirken Fluate nur auf kalk- und zementhaltigen Außenputzen – auf Lehm und Gips sowie Holz oder alten Beschichtungen können sich Fluate nicht umsetzen und sind unwirksam.

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Fluatieren

Als Fluatieren wird der Vorgang bezeichnet, der bei der Verwendung von Fluaten auf Putzen eine Neutralisation der für viele Anstrichstoffe problematischen Alkalität bewirkt. Vor allem neue Außenputze der Putzmörtelgruppe...

Als Fluatieren wird der Vorgang bezeichnet, der bei der Verwendung von Fluaten auf Putzen eine Neutralisation der für viele Anstrichstoffe problematischen Alkalität bewirkt. Vor allem neue Außenputze der Putzmörtelgruppe MG P I bis MG P III haben häufig eine Sinterschicht (Bindemittelanreicherung) an der Oberfläche, alte Putze können Algen, Moos- und Schimmelbefall aufzeigen. Hier wird durch ein Fluatieren ein verkieselungsfähiger Untergrund geschaffen, wobei nach dem Fluatieren ein gründliches Nachwaschen mit Wasser unerlässlich ist, bevor die Mineralfarben appliziert werden können.

F
Fräsen

Fräsen ist ein Vorgang, um einen kompletten Belag vom Untergrund zu entfernen (zum Beispiel Beschichtung, Estrich u. a.). Auch kann Fräsen als mechanische Untergrundvorbereitung angewendet werden, falls die obere Schicht...

Fräsen ist ein Vorgang, um einen kompletten Belag vom Untergrund zu entfernen (zum Beispiel Beschichtung, Estrich u. a.). Auch kann Fräsen als mechanische Untergrundvorbereitung angewendet werden, falls die obere Schicht eines Estrichs oder Betons weiche, mürbe oder labile oberflächennahe Randzonen aufzeigt. Ein solcher Untergrund ist nicht tragfähig oder belegreif, so dass ein Abtragen bis zum festen Gefüge erforderlich wird.

F
Frischmörtel

Frischmörtel ist ein fertig gemischter Estrich, der noch nicht abgebunden ist, somit noch bearbeitbar.

Frischmörtel ist ein fertig gemischter Estrich, der noch nicht abgebunden ist, somit noch bearbeitbar.

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FSC

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, mit Hilfe eines Siegels ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu...

Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale, gemeinnützige Organisation mit dem Ziel, mit Hilfe eines Siegels ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu machen. Weltweit sind über 200 Millionen Hektar Wald in 85 Ländern FSC-zertifiziert, in Deutschland sind es rund 1,2 Million Hektar Wald (Stand: 5. März 2018). Die verschiedenen FSC-Labelarten zeigen dabei an, ob ein Produkt ausschließlich aus Recyclingmaterial besteht, aus FSC-zertifizierter Forstwirtschaft stammt oder eine Mischung von verschiedenen Rohmaterialien enthält.

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Fugen, Fugenart

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« gehören zu den Konstruktionsdetails von Estrichen auch Fugen. Dabei wird in dieser Norm der Begriff der Fuge definiert und differenziert zwischen Arbeitsfuge, Scheinfuge,...

Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche« gehören zu den Konstruktionsdetails von Estrichen auch Fugen. Dabei wird in dieser Norm der Begriff der Fuge definiert und differenziert zwischen Arbeitsfuge, Scheinfuge, Bewegungsfuge und Randfuge. Dabei ist nach DIN 18 560 »Estriche im Bauwesen«, Teil 2 »Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)«, für die Art und Anordnung von Fugen in Estrichen vom Bauwerksplaner ein Fugenplan zu erstellen und als Bestandteil der Leistungsbeschreibung dem Ausführenden vorzulegen. Auch Betonböden sind nicht immer fugenlos zu erstellen, so dass sinngemäß ähnliche Anforderungen zu beachten sind. Grundsätzlich ist nach DIN EN 13 318 eine Fuge eine Trennung über den gesamten Fußboden oder einen Teil vom Querschnitt eines Estrichs oder eines anderen Bauteils.

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Fugenbänder

Zum Abdichten von Fugen im Hochbau werden neben spritzbaren Dichtstoffen auch Elastomer-Fugenbänder oder vorkomprimierte Fugendichtbänder verwendet. Elastomer-Fugenbänder sind industriell vorgefertigte und im...

Zum Abdichten von Fugen im Hochbau werden neben spritzbaren Dichtstoffen auch Elastomer-Fugenbänder oder vorkomprimierte Fugendichtbänder verwendet. Elastomer-Fugenbänder sind industriell vorgefertigte und im ausreagierten Zustand elastische Kunststoffbänder mit bestimmter, in ganzer Länge durchgehender Form (zum Beispiel aus Polysulfid, Silikon, Polyurethan). Die Bewegungszone kann profiliert oder unprofiliert sein, wobei jeweils zwei außenliegende Klebezonen an die (profilierte oder unprofilierte) Bewegungszone angrenzen. Mit Elastomer-Fugenbändern werden neue oder schadhaft gewordene Bauteilfugen zwischen Bauteilen aus Ortbeton, Beton- und Stahlbetonfertigteilen sowie unverputztem oder verputztem Mauerwerk, Metall/Keramik-Fassaden und Naturstein abgedichtet (siehe IVD-Merkblatt Nr. 4), die im Fugenbereich auf die Bauteiloberfläche geklebt werden. Vorkomprimierte Fugendichtbänder bestehen aus spezialbehandeltem Weichschaumstoff (Polyurethan), welcher in verschiedenen Breiten auf der Rolle ab Werk geliefert wird. Die Schutzfolie verhindert vorzeitiges reagieren mit Luftfeuchtigkeit. Nach dem Abziehen der Schutzfolie löst sich die Komprimierung langsam während das Fugendichtband in die Bauteilfuge eingelegt wird – durch den Widerstand der Fugenflanken kommt es infolge Reaktion mit Luftfeuchtigkeit zu einer Expansion des Weichschaumstoffs bis zu einer nahezu vollständigen Verdichtung im Fugenraum. Somit ist die Fuge diffusionsoffen, aber schlagregendicht abgedichtet und das Fugendichtband schützt vor Zugluft, Lärm und Wärmeverlust. Die entwickelte Rückstellkraft, die fest gegen die Fugenflanken drückt, sichert eine mechanische Verankerung des Fugendichtbands in der Fuge.

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Fugenprofile

Für die Ausbildung von Fugen in Estrichen und/oder Einbindung von Oberböden gibt es verschiedene Profile.
Trennfugenprofile werden für konstruktiv relevante oder statisch notwendige Fugen verwendet, welche in Bauwerken...

Für die Ausbildung von Fugen in Estrichen und/oder Einbindung von Oberböden gibt es verschiedene Profile.
Trennfugenprofile werden für konstruktiv relevante oder statisch notwendige Fugen verwendet, welche in Bauwerken erforderlich sind, um zum Beispiel die ganze Wand- oder Fußbodenkonstruktion zu trennen, weil einzelne Bauabschnitte dies bedingen. Solche Trennfugen reichen also über die tragenden Bauteile (zum Beispiel Betondecke) in die darüber gehenden Schichtenfolgen (Estrichkonstruktion) bis in den Oberboden.
Feldbegrenzungsprofile dienen zur Einteilung von Estrichen und Bodenbelägen (zum Beispiel keramische Fliesen und Platten) in begrenzte Felder. Solche Felder müssen in Abhängigkeit des Oberbodens definiert werden und verlaufen vom Bodenbelag ausgehend bei Estrichen auf Trennlage bis auf die Trennschicht unter dem Estrich oder bei schwimmenden Estrichen bis auf die Abdeckung der Dämmung oder Abdichtung. Auch für Türdurchgänge sind je nach Estrichkonstruktion entsprechende Bewegungsfugen im Estrich anzuordnen und im Oberboden höhengleich zu übernehmen. Sonst können Risse, Wurm- und Faltenbildungen im Belag oder Trittschallübertragungen mit erheblichen Lärmbelästigungen entstehen (Schallschutz)!
Randfugenprofile können bei schwimmenden Estrichen entlang der Wände oder Stützen und Säulen eingesetzt werden, damit die Randfuge ihre Aufgabe als Bewegungsfuge erfüllen kann. In Bereichen bestimmter Nutzung kommen hier auch vorgefertigte Hohlkehlen (zum Beispiel Gewässerschutzbeschichtung) oder Hygienesockel (medizinische Bereiche) zum Einsatz, um den Übergang zwischen Boden und Wand optimal auszubilden, damit der Estrich mit Oberboden nicht eingespannt wird und Trittschall nicht übertragen werden kann sowie eine gute Reinigungsfähigkeit gewährleistet und der Boden flüssigkeitsdicht ist.
Anschlussfugenprofile werden eingesetzt, wenn die Estrichkonstruktion mit dem Oberboden an bodentiefe Fenster-/Türelemente oder vollflächig verglaste Außenwände (zum Beispiel Pfosten-Riegel-Konstruktion) angrenzt.

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Füllgrad

Als Füllgrad bezeichnet man das Verhältnis zwischen Bindemittel und Füllstoffen. Je höher der Anteil an Füllstoffen, desto höher ist der Füllgrad.

Als Füllgrad bezeichnet man das Verhältnis zwischen Bindemittel und Füllstoffen. Je höher der Anteil an Füllstoffen, desto höher ist der Füllgrad.

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Füllstoffe

In vielen Werkstoffen sind zu unterschiedlichen Zwecken Füllstoffe enthalten. Dabei handelt es sich um unlösliche, feste aber feinteilige, meist schwach färbende oder farblose Stoffe, welche dem Bindemittel als...

In vielen Werkstoffen sind zu unterschiedlichen Zwecken Füllstoffe enthalten. Dabei handelt es sich um unlösliche, feste aber feinteilige, meist schwach färbende oder farblose Stoffe, welche dem Bindemittel als Verschnittmittel, Streckmittel oder Mattierungsmittel zugegeben werden. Man unterscheidet natürliche, mineralische Füllstoffe (Calcit, Dolomit, Kreide, Schwerspat, Kaolin, Talkum) und synthetische Füllstoffe (Calciumcarbonat, Silikate, Russ).

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Fungizide

Fungizide werden Werkstoffen zugesetzt, um einen Pilzbefall auf dem Untergrund zu verhindern (Algizide verhindern Moos- und Algenbefall, Bakterizide töten Bakterien, Insektizide verhindern Insektenbefall). Beispielsweise...

Fungizide werden Werkstoffen zugesetzt, um einen Pilzbefall auf dem Untergrund zu verhindern (Algizide verhindern Moos- und Algenbefall, Bakterizide töten Bakterien, Insektizide verhindern Insektenbefall). Beispielsweise sind Grundierungen dekorativer Oberflächenschutzsysteme für Holzbauteile oftmals bläuepilzwidrig ausgerüstet.

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Fungizide Fassadenfarben

Auch Fassadenfarben sind in der Vergangenheit mit entsprechenden Additiven werksseitig ausgerüstet worden. Da diese Additive jedoch oberflächenaktiv sind und bei Beregnung ausgewaschen werden, ist die...

Auch Fassadenfarben sind in der Vergangenheit mit entsprechenden Additiven werksseitig ausgerüstet worden. Da diese Additive jedoch oberflächenaktiv sind und bei Beregnung ausgewaschen werden, ist die Umweltfreundlichkeit von Fassadenfarben mitunter als problematisch zu bewerten. Daher hat man sich seitens der herstellenden Industrie entschlossen, die Fassadenfarben nunmehr auf besonderen Kundenwunsch fungizid und algizid einzustellen – es bedarf also der besonderen schriftlichen Bestellung einer solchen Ausrüstung.

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Funktionsheizen

Zur Feststellung der Funktionstüchtigkeit und Überprüfung der Fußbodenheizung ist nach DIN EN 1264-4 vom Auftragnehmer für die Herstellung der Fußbodenheizung (zum Beispiel Installateur) der Nachweis zu erbringen. Das...

Zur Feststellung der Funktionstüchtigkeit und Überprüfung der Fußbodenheizung ist nach DIN EN 1264-4 vom Auftragnehmer für die Herstellung der Fußbodenheizung (zum Beispiel Installateur) der Nachweis zu erbringen. Das hierfür erforderliche Aufheizen gilt nicht zur Herstellung der Belegreife und gehört zu den Nebenleistungen des Heizungsbauers. Im günstigsten Fall kann dies zusammen mit dem Belegreifheizen durchgeführt werden. Jedenfalls bedarf es dem Protokoll des Funktionsheizens und dem Protokoll für den Aufheizvorgang zum Erreichen der Belegreife, Belegreifheizen.

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Furnierkork

Bei Furnierkork handelt es sich um Korkfußböden mit einer Furnierschicht (Korkfurnier aus wenigen Millimetern Dicke) als Deckschicht. Daher ist eine Wiederaufbereitung nach Nutzung durch Schleifen und Lackieren in der...

Bei Furnierkork handelt es sich um Korkfußböden mit einer Furnierschicht (Korkfurnier aus wenigen Millimetern Dicke) als Deckschicht. Daher ist eine Wiederaufbereitung nach Nutzung durch Schleifen und Lackieren in der Regel nicht möglich, weil die Furnierschicht sonst beschädigt werden kann. Auf ausreichende Einpflege und regelmäßige Unterhaltsreinigung ist daher größter Wert zu legen, um den Oberboden nicht vorzeitig zu schädigen.

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Fußbodenablauf

Zur Entwässerung von Feuchträumen oder Räumen mit anfallendem Oberflächenwasser (zum Beispiel Waschküchen, Schwimmbäder, Duschen, Großküchen, Tiefgaragen u. a.) werden Bodenabläufe in die Estrichkonstruktion eingebaut...

Zur Entwässerung von Feuchträumen oder Räumen mit anfallendem Oberflächenwasser (zum Beispiel Waschküchen, Schwimmbäder, Duschen, Großküchen, Tiefgaragen u. a.) werden Bodenabläufe in die Estrichkonstruktion eingebaut und die Abdeckung (Gitterroste u. a.) höhengleich in den Boden integriert. Damit soll ein ungehindertes Abfließen von flüssigen Medien ermöglicht werden. Dazu ist häufig ein Gefälle, Gefälleplan, Gefälleestrich erforderlich. Im Outdoorbereich werden Fußbodenabläufe ebenso zur Entwässerung anfallenden Regenwassers benötigt (zum Beispiel Balkone, Laubengänge, Loggien und Terrassen), wenn nicht im Ausnahmefall ein Speier angeordnet worden ist.

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Garantie

Verpflichtung des Auftragnehmers/Herstellers, ohne Verschulden für ein zukünftiges ungewisses Ereignis (Schadensfall) einstehen zu wollen mit der Folge, dass der Garantiegeber bei Eintritt des Ereignisses (Schaden) ohne...

Verpflichtung des Auftragnehmers/Herstellers, ohne Verschulden für ein zukünftiges ungewisses Ereignis (Schadensfall) einstehen zu wollen mit der Folge, dass der Garantiegeber bei Eintritt des Ereignisses (Schaden) ohne Verschuldensnachweis in Anspruch genommen werden kann.

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Gardinen

Filmfehler in der Oberfläche von Anstrichen, Beschichtungen und Lackierungen, die nach ihrem typischen Erscheinungsbild benannt werden. Weitere Beispiele für Filmfehler sind: Krater, Kocher, Läufer, Nadelstiche.

Filmfehler in der Oberfläche von Anstrichen, Beschichtungen und Lackierungen, die nach ihrem typischen Erscheinungsbild benannt werden. Weitere Beispiele für Filmfehler sind: Krater, Kocher, Läufer, Nadelstiche.

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Garndruck

Garndruck wird bei Polgarnen angewendet. Hierbei werden die Polgarne mehrfach mit unterschiedlichen Farben bedruckt, wodurch sich bei der späteren Verarbeitung unterschiedliche Muster ergeben.

Garndruck wird bei Polgarnen angewendet. Hierbei werden die Polgarne mehrfach mit unterschiedlichen Farben bedruckt, wodurch sich bei der späteren Verarbeitung unterschiedliche Muster ergeben.

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Garnfärbung

Garnfärbung ist eine Technik, bei welcher einzelne Stränge eingefärbt und anschließend mit anderen farbigen Strängen zusammengezwirnt werden, dadurch entstehen moulinierte Zwirne.

Garnfärbung ist eine Technik, bei welcher einzelne Stränge eingefärbt und anschließend mit anderen farbigen Strängen zusammengezwirnt werden, dadurch entstehen moulinierte Zwirne.

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Gasbeton

Baustoff aus dampfgehärtetem Beton, der unter Verwendung gasbildender Treibmittel hergestellt wird und daher eingeschlossene Poren aufzeigt.

Baustoff aus dampfgehärtetem Beton, der unter Verwendung gasbildender Treibmittel hergestellt wird und daher eingeschlossene Poren aufzeigt.

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Gasdurchlässigkeit

Bauphysikalische Eigenschaft von Anstrichen, Beschichtungen, Putzen und Baustoffen gegenüber bestimmten Gasen, wie zum Beispiel Wasserdampf, Kohlendioxid u. a., durchlässig zu sein.

Bauphysikalische Eigenschaft von Anstrichen, Beschichtungen, Putzen und Baustoffen gegenüber bestimmten Gasen, wie zum Beispiel Wasserdampf, Kohlendioxid u. a., durchlässig zu sein.

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Gefälle

Gefälle ist die gewollte Neigung der horizontalen Flächen. Ein Gefälle von Fußböden dient zum Beispiel in Produktionsräumen, Bädern oder Balkonen dem Abfließen von Flüssigkeiten und somit der Entwässerung. Hierzu ist vom...

Gefälle ist die gewollte Neigung der horizontalen Flächen. Ein Gefälle von Fußböden dient zum Beispiel in Produktionsräumen, Bädern oder Balkonen dem Abfließen von Flüssigkeiten und somit der Entwässerung. Hierzu ist vom Fachplaner ein Gefälleplan anzulegen, der zum Beispiel am tiefsten Punkt einen Bodenablauf vorsieht.

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Gefälleestrich

Für die Herstellung eines Gefälles im Estrich darf nicht die Lastverteilungsschicht genutzt werden, damit keine Risse entstehen. Nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 353 »Estricharbeiten«, muss ein Estrich auch bei...

Für die Herstellung eines Gefälles im Estrich darf nicht die Lastverteilungsschicht genutzt werden, damit keine Risse entstehen. Nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 353 »Estricharbeiten«, muss ein Estrich auch bei Fußbodenkonstruktionen mit Gefälle gleichmäßig dick und ebenflächig hergestellt sein. Somit muss ein Gefälle für eine erforderliche Neigung bereits im Untergrund geplant und ausgeführt sein.

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Gefügestörung

Gefügestörungen in Estrichen können bei übermäßigen und nicht geplanten Belastungen entstehen: mechanische und/oder chemische Beanspruchungen oder physikalische Beanspruchungen (Temperaturschwankungen). Dadurch können...

Gefügestörungen in Estrichen können bei übermäßigen und nicht geplanten Belastungen entstehen: mechanische und/oder chemische Beanspruchungen oder physikalische Beanspruchungen (Temperaturschwankungen). Dadurch können Schäden an Oberböden und Estrichen ausgelöst werden. Daher sind zu erwartende Beanspruchungen im Rahmen der Nutzung und Frequentierung von Fußbodenkonstruktionen im Vorfeld mit dem Bauherrn/Auftraggeber oder dem Nutzer abzusprechen, damit die Planung den Beanspruchungen genügen kann.

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Gehrung

Gehrung ist ein Schnitt, der überall dort eingesetzt wird, wo Leisten an den Stirnseiten zusammengeführt werden, wie zum Beispiel Fußleisten. Der Schnitt wird meist in einem 45-Grad-Winkel ausgeführt. Es können jedoch...

Gehrung ist ein Schnitt, der überall dort eingesetzt wird, wo Leisten an den Stirnseiten zusammengeführt werden, wie zum Beispiel Fußleisten. Der Schnitt wird meist in einem 45-Grad-Winkel ausgeführt. Es können jedoch auch andere Winkel eingestellt werden. Die Schnitte werden mittels Gehrungssäge und Gehrungsmassen hergestellt.

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Geräucherte Holzfußböden

Geräucherte Holzfußböden können durch drei Verfahrenstechniken hergestellt werden: Naturräucherung, Kernräucherung oder Baustellenräucherung. Bei der Naturräucherung werden die fertigen Stäbe in einer dicht...

Geräucherte Holzfußböden können durch drei Verfahrenstechniken hergestellt werden: Naturräucherung, Kernräucherung oder Baustellenräucherung. Bei der Naturräucherung werden die fertigen Stäbe in einer dicht verschlossenen Kammer mit Salmiakgeist über sechs Wochen gelagert, der Räucherprozess erfolgt durch das Entweichen von gasförmigem Ammoniak aus dem Salmiakgeist. Die Beiztiefe liegt hier bei 3 bis 6 mm. Bei der Kernräucherung wird in einem Kessel mittels Unter- und Überdruck gasförmiger Ammoniak in rohe, noch feuchte Stäbe eingepresst und die Hölzer so gefärbt. Der Räucherprozess umfasst hier das Durchfärben der Hölzer bis zum Kern. Bei der Baustellenräucherung können bereits verlegte Holzfußböden vor Ort durch Aufstellen mehrerer Gefäße mit Salmiakgeist gebeizt werden, wobei sich durch das Entweichen von gasförmigem Ammoniak hier die oberen Schichten der Hölzer innerhalb von wenigen Tagen verfärben. Bei diesem Verfahren muss beachtet werden, dass die mit Salmiakgeist gefüllten Behältnisse nicht direkt auf der Holzoberfläche aufgelagert werden dürfen, da ansonsten an diesen Stellen helle Flecken resultieren. Daher sollten die Behältnisse in dreibeinige Ständerkonstruktionen mit spitz zulaufenden Standbeinen eingebracht und diese dann auf der Fußbodenkonstruktion aufgestellt werden, um möglichst kleinflächige Auflagerungspunkte zu erzielen.

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Geräusche bei Fußböden, Fliesen oder Parkett

Geräusche wie Knacken oder Knarren, die beim Begehen von Fußböden entstehen, können häufig ihre Ursache in einer fehlerhaften Ausführung von Estrichen oder Oberböden haben. Oft entstehen Übertragungen von Tritt- und...

Geräusche wie Knacken oder Knarren, die beim Begehen von Fußböden entstehen, können häufig ihre Ursache in einer fehlerhaften Ausführung von Estrichen oder Oberböden haben. Oft entstehen Übertragungen von Tritt- und Körperschall, wenn die Randfuge bei schwimmenden Estrichen fehlerhaft ausgebildet wurde und der Estrich an bestimmten Stellen fest mit aufgehenden Bauteilen verbunden wurde. Dies kann beim Einbau von Fließestrichen geschehen, bei nachträglicher Spachtelung oder durch das zu frühe Entfernen der Randstreifen aus PE. Auch die Missachtung der Randfuge und zu dichtes Anarbeiten von Fliesen oder Parkett an Wandflächen oder Stützen und Pfeiler sowie Heizkörperrohre kann zu solchen Geräuschen führen.

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Gewährleistung

Hierbei gewährleistet der Auftragnehmer nach dem Gesetz (BGB) zum Zeitpunkt der Abnahme des Werks, dass das Werk die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit...

Hierbei gewährleistet der Auftragnehmer nach dem Gesetz (BGB) zum Zeitpunkt der Abnahme des Werks, dass das Werk die zugesicherten Eigenschaften hat und nicht mit Fehlern behaftet ist, die den Wert oder die Tauglichkeit zum gewöhnlichen oder dem nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern und noch ergänzend nach der Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB), dass die Leistung den anerkannten Regeln des Fachs entspricht.

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Gewährleistungsfläche

Um Streitigkeiten im Schadensfall zu vermeiden, werden oftmals vor Beginn der eigentlichen Werklieferleistungen sogenannte Gewährleistungsflächen als Musterflächen vor Ort am Bauvorhaben erstellt. Diese dienen einerseits...

Um Streitigkeiten im Schadensfall zu vermeiden, werden oftmals vor Beginn der eigentlichen Werklieferleistungen sogenannte Gewährleistungsflächen als Musterflächen vor Ort am Bauvorhaben erstellt. Diese dienen einerseits dazu, den Bauherrn/Auftraggeber über das Erscheinungsbild, Struktur, Glanz etc. von Anstrichen, Beschichtungen und Tapezierungen in Kenntnis zu setzen und sein Einverständnis einzuholen. Die fertiggestellten Oberflächen im Bauvorhaben sollten bei der Abnahme dann im wesentlichen diesen Musterflächen entsprechen, um Meinungsverschiedenheiten über die Beschaffenheit der ausgeführten Arbeiten auszuschließen. Bei Gewährleistungsflächen wird meistens zwischen Auftraggeber, Werkstoffhersteller und Auftragnehmer der genaue Arbeitsablauf, Untergrundvorbereitung, Schichtdicken und Schichtenfolgen der Werklieferleistung festgelegt, wobei solche Flächen eine Aussage über die Dauerhaftigkeit der Arbeiten zulassen sollen. Bei späteren Schadensfällen ist dann die Verursacherfrage eindeutig zwischen den Parteien festgelegt, wenn an diesen Gewährleistungsflächen gleichartige Schadensbilder auftreten wie an anderen Bauteiloberflächen, die einen gleichartigen Beschichtungsaufbau aufzeigen.

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Gewässerschutz

Der Gewässerschutz beinhaltet zunächst den Schutz vor negativen Einwirkungen, also Verunreinigungen und sonstigen dauerhaften Veränderungen aller oberflächlichen Gewässer wie Ozeane und Flüsse sowie aller unterirdischen...

Der Gewässerschutz beinhaltet zunächst den Schutz vor negativen Einwirkungen, also Verunreinigungen und sonstigen dauerhaften Veränderungen aller oberflächlichen Gewässer wie Ozeane und Flüsse sowie aller unterirdischen Gewässer wie Grundwasser. Das Grundwasser muss vollflächig geschützt werden, dafür ist eine Überwachung durch die Bundesländer notwendig. Für Gewerbe und Industrie ist zu beachten, dass wassergefährdende Flüssigkeiten nicht in das Grundwasser gelangen dürfen. Damit durch etwaige Leckagen von Behältern solche Flüssigkeiten nicht über die Bodenplatte in das Grundwasser gelangen können, gibt es Vorgaben, die gesetzlich im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) unter § 19 geregelt sind. Man unterscheidet: HBV-Anlagen, LAU-Anlagen.

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Gießharze, Gießharzbeschichtungen

Gießharzbeschichtungen sind Beschichtungsstoffe aus Reaktionsharzen, die in flüssiger Form auf den Boden eingebracht und mit Applikationswerkzeugen wie Rakel verteilt werden. Durch Verwendung verschiedenfarbiger...

Gießharzbeschichtungen sind Beschichtungsstoffe aus Reaktionsharzen, die in flüssiger Form auf den Boden eingebracht und mit Applikationswerkzeugen wie Rakel verteilt werden. Durch Verwendung verschiedenfarbiger Beschichtungsstoffe können dekorative Oberflächen mit Unikatcharakter (Designböden) hergestellt werden.

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Gilbung

Gelbliche bis gelbbraune Verfärbung von Anstrichen, Beschichtungen und Lackierungen durch unterschiedliche Einflussfaktoren (siehe Lichtechtheit, Vergilbung).

Gelbliche bis gelbbraune Verfärbung von Anstrichen, Beschichtungen und Lackierungen durch unterschiedliche Einflussfaktoren (siehe Lichtechtheit, Vergilbung).

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Gips

Basis für Gipse ist der (früher) aus Steinbrüchen gewonnene schwefelsaure Kalk (CaSO4). Durch Erhitzen und Mahlen wird der Wasseranteil teilweise oder vollständig ausgetrieben, wodurch gebrannter Gips entsteht, der je...

Basis für Gipse ist der (früher) aus Steinbrüchen gewonnene schwefelsaure Kalk (CaSO4). Durch Erhitzen und Mahlen wird der Wasseranteil teilweise oder vollständig ausgetrieben, wodurch gebrannter Gips entsteht, der je nach Zeitdauer des Erhitzens unterschiedliche Eigenschaften besitzt. So unterscheidet man verschiedene Gipssorten, vom Stuckgips, Putzgips über den Mörtelgips und Haftgips, Fugengips, Spachtelgips, Marmorgips bis zum Maschinenputzgips und Ansetzgips. Wasserfreier Gips wird auch als Anhydrit bezeichnet, der für Estriche Verwendung findet. Heute fallen Gipse und Anhydrit vielfach als Nebenprodukte aus den Rauchgasentschwefelungsanlagen von Kraftwerken und Industrieanlagen an. Eine neue Bezeichnung für spezielle Estrichgipse, die auf Basis von solchen Nebenprodukten hergestellt werden, ist Calciumsulfat-Fließestrich.

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Giscode

Die Technische Kommission Bauklebstoffe (TKB) und die Bau-Berufsgenossenschaft (Bau-BG) haben gemeinsam das GIS Gefahrstoff-Informations-System der Bau-Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft entwickelt (GISBAU). Dies...

Die Technische Kommission Bauklebstoffe (TKB) und die Bau-Berufsgenossenschaft (Bau-BG) haben gemeinsam das GIS Gefahrstoff-Informations-System der Bau-Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft entwickelt (GISBAU). Dies soll dem Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten erleichtern, notwendige Betriebsanweisungen für die Mitarbeiter zu erstellen. Hiernach werden Baustoffe nach auftretenden Gefahren in Gruppen eingeordnet und erhalten einen Giscode. Bei Arbeiten mit Stoffen aus diesen Gefahrengruppen müssen die Mitarbeiter über Sicherheitsmaßnahmen schriftlich durch eine Betriebsanweisung aufgeklärt werden. Zusätzlich dazu muss eine jährliche Unterweisung erfolgen und diese mit Unterschrift bestätigt werden. Im Giscode werden alle wesentlichen Verlegewerkstoffe in 24 Produktgruppen eingeteilt. Dabei enthalten die Gruppen jeweils Produkte mit einheitlicher Gefährdung unter der jeweiligen Kurzbezeichnung (zum Beispiel D1 für Dispersions-Klebstoff/-Vorstriche; lösemittelfrei). Daraus ist abzuleiten, ob es sich bei dem Verlegewerkstoff um einen physikalisch abbindenden Vorstrich oder Klebstoff, oder um einen Reaktionsharzwerkstoff, der chemisch abbindet, handelt. Weiterhin ist der Lösemittelgehalt des Produktes zu entnehmen, aufgeschlüsselt nach der TRGS 610: lösemittelfrei (D1, RE1, RU1), lösemittelarm (D 2-4, RE 2, RU 2), lösemittelhaltig (D 5-7, RE 3, RU 3), stark lösemittelhaltig (S 1-6, RU 4), siehe Praxistipp. Wichtig ist, dass diese Kennzeichnung für Stoffe ab dem 1. Dezember 2010 auf dem Gebinde und im technischen Merkblatt u. a. vorzunehmen ist und für Gemische seit dem 20. Januar 2009 erlaubt wird. Übergangsweise gelten alte EU-Regelungen bis zum 1. Juni 2015. Wegen der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen der EU durch das Europäische Parlament vom 20. Januar 2009 (EU-GHS) ist eine nationale Anpassung erforderlich geworden. Damit wurde auch die REACH-Verordnung ergänzt. Die Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 (REACH-Verordnung) ist eine EU-Chemikalienverordnung, die am 1. Juni 2007 in Kraft getreten ist. REACH steht für Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals, also für die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien. Als EU-Verordnung besitzt REACH gleichermaßen und unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten Gültigkeit. Durch REACH wurde das bisherige Chemikalienrecht grundlegend harmonisiert und vereinfacht. Insofern musste die Gefahrstoffverordnung aus 2005 demzufolge weiterentwickelt und national angepasst werden, auch unter dem Gesichtspunkt der aktuellen Diskussionen im Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS). Mit der neuen Gefahrstoffverordnung vom 1. Dezember 2010 sollte also eine Anpassung an REACH, das Einleiten des Übergangs auf EU-GHS, die Beibehaltung eines gestuften gefährdungsbezogenen Ansatzes ohne starre Anbindung an die Kennzeichnung, dafür stärkere Fokussierung auf Gefährdungsbeurteilung, dadurch Stärkung der Arbeitgeberverantwortung sowie zusätzlich Neustrukturierung der Schutzmaßnahmenpakete und Schaffung der Voraussetzungen zur Einführung des Risikokonzeptes für krebserzeugende Stoffe nach positiver Erprobung erfolgen.
(Hinweis: Mit den erläuterten neuen Regulierungen bleibt das bisherige nationale Schutzniveau zunächst unverändert. Dies gilt auch für die bestehenden Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), die unabhängig von kurzfristig erforderlichen formalen Anpassungen zunächst unverändert Anwendung finden, zum Beispiel TRGS 507, TRGS 610, TRGS 617, in welchen Vorschriften zur Arbeitssicherheit bei der Untergrundvorbereitung, bei Klebearbeiten für den Bodenbereich und Oberflächenbehandlung in Räumen und Behältern beschrieben sind.)

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Gitterschnitt

Die Überprüfung des Haftvermögens von Anstrichen, Beschichtungen und Lackierungen erfolgt durch Gitterschnittprüfungen in Anlehnung an DIN EN ISO 2409 »Lacke und Anstrichstoffe – Gitterschnittprüfung«, Ausgabe Oktober...

Die Überprüfung des Haftvermögens von Anstrichen, Beschichtungen und Lackierungen erfolgt durch Gitterschnittprüfungen in Anlehnung an DIN EN ISO 2409 »Lacke und Anstrichstoffe – Gitterschnittprüfung«, Ausgabe Oktober 1994. Die vorgenannte Norm wird zur Beurteilung bzw. Abschätzung des Haftvermögens als Widerstand einer Beschichtung gegen Trennung vom Untergrund (oder Trennung einzelner Schichtenfolgen voneinander) herangezogen. Die Norm schreibt vor, dass jeweils 6 sich rechtwinklig kreuzende Schnitte bezogen auf das Anstrichsystem bzw. die Beschichtung durchgeführt werden, wobei die Schnittbänder bis auf den Untergrund reichen (»Gitterschnitt«) müssen. Die Kreuzschnitte/die Gitterschnitte werden in Abhängigkeit der Schichtdicke des Anstrichsystems bzw. der Beschichtung in Abständen von 1 mm, 2 mm oder 3 mm ausgeführt, wobei zur Festlegung der Schnittabstände der Schnittbänder die zu untersuchende Beschichtung zuvor einer orientierenden Schichtdickenmessung unterzogen werden muss. Durch das Einschneiden (»Gitterschnitt«) werden in der Folge Scherkräfte in das zu untersuchende Oberflächenschutzsystem wirksam eingeleitet, welche je nach Haftvermögen der applizierten Werkstoffe/Materialien zum jeweiligen Untergrund zu einer Beeinflussung der Beschichtung beitragen können, wodurch eventuell das Abplatzen bzw. Ausbrechen des zu untersuchenden Oberflächenschutzsystems – insbesondere im Kreuzungsbereich der Gitterschnitte – herbeigeführt werden kann. Das Haftvermögen des zu untersuchenden Oberflächenschutzsystems wird anschließend entsprechend den in der oben genannt Norm DIN EN ISO 2409 definierten Gitterschnittkennwerten beurteilt. Hierbei entspricht Gt 0A dem besten (sehr gutes Haftvermögen) und Gt 5A dem schlechtesten (sehr schlechtes Haftvermögen) Gitterschnittkennwert. Eine modifizierte Verfahrensweise zur Beurteilung des Haftvermögens von zu untersuchenden Oberflächenschutzsystemen besteht in der Anwendung der Gitterschnittmethode mit anschließendem »Tape-Test« (Klebebandabrissmethode). Mittels der vorgenannten Prüfmethode kann das Haftvermögen des jeweiligen applizierten Oberflächenschutzsystems auf dem Untergrund an definierten Verletzungen (Einschnitte/Gitterschnitte) festgestellt werden. Für diese Verfahrensweise ist es notwendig, ein spezielles, in oben genannte Norm beschriebenes Klebeband mit konstantem Druck auf das bei der Gitterschnittmethode resultierende Raster infolge der Kreuzschnitte aufzukleben und dieses nach einer definierten Zeiteinheit (1 Minute) ruckartig abzuziehen/abzureißen. Die Auswertung der Prüfergebnisse erfolgt analog der in DIN EN ISO 2409 für die Gitterschnittprüfung festgelegten Gitterschnittkennwerte, wobei die Prüfergebnisse infolge der Gitterschnittprüfung mit anschließendem »Tape-Test« mit einem dem Gitterschnittkennwert nachgestellten »T« gekennzeichnet werden, also zum Beispiel Gt 0T.

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Glanzgrad

Der Glanzgrad nach DIN 67 530 ist ein wichtiges Produktmerkmal bei Decklacken. Je nach Oberflächenbeschaffenheit wird das einfallende Licht unterschiedlich reflektiert, so dass die Oberfläche mehr oder weniger stark...

Der Glanzgrad nach DIN 67 530 ist ein wichtiges Produktmerkmal bei Decklacken. Je nach Oberflächenbeschaffenheit wird das einfallende Licht unterschiedlich reflektiert, so dass die Oberfläche mehr oder weniger stark glänzt. Die Problematik der Glanzgradmessung besteht darin, dass der als Reflexion feststellbare Glanzgradeindruck sich unter verschiedenen Betrachtungswinkeln ändert. So können zum Beispiel beschichtete Oberflächen, bei senkrechter Betrachtung matt erscheinen und bei Betrachtung unter flachem Winkel glänzend bis hochglänzend wirken. Die Glanzstufen sind beispielsweise stumpfmatt, matt, halbmatt, seidenglänzend, glänzend und hochglänzend. Unter bestimmten Bedingungen kann zur Beurteilung des Glanzgrades der Reflektormeterwert herangezogen werden.

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Glasfasergewebe

Wandbelag aus unbrennbaren mineralischen Fasern, der in verschiedenen Strukturen von grob bis fein gemustert hergestellt und als Rollenware in 1 m Breite und 50 m Länge geliefert wird.

Wandbelag aus unbrennbaren mineralischen Fasern, der in verschiedenen Strukturen von grob bis fein gemustert hergestellt und als Rollenware in 1 m Breite und 50 m Länge geliefert wird.

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Glasfasern

Glasfasern sind Fasern aus Spezialglas, die für eine Minimierung von Schwindrissen beim Abbindeprozess zementärer Estriche verwendet werden können. Eine solche Zugabe von Glasfasern kann allerdings nicht als Bewehrung...

Glasfasern sind Fasern aus Spezialglas, die für eine Minimierung von Schwindrissen beim Abbindeprozess zementärer Estriche verwendet werden können. Eine solche Zugabe von Glasfasern kann allerdings nicht als Bewehrung angesehen werden.

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Glaswolle

Aus Glasfasern oder Mineralfasern (Gesteinen) wird Glaswolle hergestellt. Wegen der sehr geringen Wärmeleitfähigkeit eignet sich dieser Baustoff somit sehr gut für den Einsatz als Wärmedämmung. Bei der Verarbeitung muss...

Aus Glasfasern oder Mineralfasern (Gesteinen) wird Glaswolle hergestellt. Wegen der sehr geringen Wärmeleitfähigkeit eignet sich dieser Baustoff somit sehr gut für den Einsatz als Wärmedämmung. Bei der Verarbeitung muss auf ausreichenden Schutz in Form von Handschuhen und langer Arbeitskleidung geachtet werden, da die einzelnen Glasfasern beim Hautkontakt in die Haut eindringen und Juckreiz verursachen.

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Glättbeginn

Um die Estrichoberfläche zu glätten, muss der richtige Zeitpunkt gewählt werden. Dabei ist neben dem Bindemittel die Erhärtung je nach Abbindemechanismus unter Beachtung der Zusammensetzung der Mörtelmischung auch die...

Um die Estrichoberfläche zu glätten, muss der richtige Zeitpunkt gewählt werden. Dabei ist neben dem Bindemittel die Erhärtung je nach Abbindemechanismus unter Beachtung der Zusammensetzung der Mörtelmischung auch die Estrichdicke zu berücksichtigen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die klimatischen Bedingungen während des Einbringens des Estrichs. Wird dies missachtet, können unerwünschte Begleitumstände das Ergebnis der Glättung beeinträchtigen.

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Glättetechnik

Dekorative Oberflächentechnik, die durch mehrere aufeinander folgende und/oder in wahlloser Reihenfolge nebeneinander ausgeführte Schichtenfolgen besteht und schließlich zu fugenlosen und glatten Wandbelägen führt....

Dekorative Oberflächentechnik, die durch mehrere aufeinander folgende und/oder in wahlloser Reihenfolge nebeneinander ausgeführte Schichtenfolgen besteht und schließlich zu fugenlosen und glatten Wandbelägen führt. Hierfür werden verschiedene Material- und Werkstoffsysteme benutzt. Einerseits Dispersionsspachtelmassen und/oder unverdünnte Dispersionsfarben, die mit speziellen Glättkellen aufgebracht werden. Es gibt auch lasierend eingestellte Dispersionen auf Reinacrylatbasis, die mit Kunststoffspachteln aufeinander folgend bis zum gewünschten Effekt aufgebracht werden. Weiterhin werden Gips-, Gipskalk- oder Kalkzementputze, in spezieller Technik aufgebracht, auch als Glättputze bezeichnet, die seit jeher als gestaltende Elemente im Handwerk gebräuchlich sind.

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Glättmaschine

Glättmaschine ist ein Gerät mit einer oder mehreren rotierenden runden Glätttellern, welche über die Oberfläche geführt werden und den frischen Beton oder Estrich glätten.

Glättmaschine ist ein Gerät mit einer oder mehreren rotierenden runden Glätttellern, welche über die Oberfläche geführt werden und den frischen Beton oder Estrich glätten.

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Glättputze

Seit der Renaissance historischer, dekorativer Oberflächentechniken liegen vor allem auch mineralische Spachtelmassen im Trend. Hier hebt sich die rein mineralische Kalkmarmortechnik ab, die nicht nur einen unerreicht...

Seit der Renaissance historischer, dekorativer Oberflächentechniken liegen vor allem auch mineralische Spachtelmassen im Trend. Hier hebt sich die rein mineralische Kalkmarmortechnik ab, die nicht nur einen unerreicht edlen Glanz, sondern auch glatte und samtige Oberflächen von besonderer Ästhetik bietet. Dabei handelt es sich im Grunde um kalkgebundene Glättputze, die wegen ihrer ursprünglichen italienischen Herkunft und ihrem marmorähnlichen Erscheinungsbild auch venezianische Marmorputze oder Marmorino genannt werden. Idealerweise werden derartige Kalkmarmorputze auf kalkgebundenen Untergründen eingesetzt. Bei allen anderen mineralischen Untergründen empfiehlt sich der Einsatz von haftvermittelnden Zwischenputzen. Nach einer untergrundspezifischen Vorbehandlung wird in einem ersten Arbeitsschritt zunächst die Putzoberfläche egalisiert, wozu der Auftrag mehrerer Kalkmarmorputzschichten notwendig sein kann. Die jeweiligen Zwischenlagen können mit unterschiedlicher Körnung der einzelnen Schichten hergestellt werden. Der das eigentliche Oberflächenbild bestimmende Kalkmarmorputz wird dann mit speziellen Glättkellen aus vergütetem Federkernstahl aufgetragen und regelrecht verpresst (auch »bügeln « genannt). Solchermaßen wird die Oberfläche der Kalkmarmorputze verdichtet und bis zum jeweils gewünschten Glanzgrad poliert. An der Oberfläche entstehen so werkstofftypische Kalksinterschichten, die den Glanz auf natürliche Art ausmachen.

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Glättung

Frische Beton- bzw. Estrichoberflächen werden mit Glättmaschinen maschinell an der Oberfläche verdichtet, sobald der Zeitpunkt dafür gegeben ist (Glättbeginn). In der DIN 18 353 »Estricharbeiten« werden keine besonderen...

Frische Beton- bzw. Estrichoberflächen werden mit Glättmaschinen maschinell an der Oberfläche verdichtet, sobald der Zeitpunkt dafür gegeben ist (Glättbeginn). In der DIN 18 353 »Estricharbeiten« werden keine besonderen Anforderungen an diese Beschaffenheit gestellt. Üblich ist bei konventionellen Estricharten zunächst das Komprimieren mit der Tellerglättmaschine und die anschließende Glättung.
Praxistipp: Wie glatt ist eben? Nicht zu verwechseln ist die Glättung eines Estrichs während der Herstellung mit der Ebenheit. Anforderungen an die Ebenheit eines Estrichs oder Oberbodens werden in der DIN 18 202 »Toleranzen im Hochbau« mit den zulässigen Ebenheitstoleranzen geregelt.

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Grenzabweichung

Als Grenzabweichung (Grenzmaßabweichung) wird die Differenz bzw. also eine Abweichung zwischen einem Höchstmaß und Nennmaß bzw. Mindestmaß und Nennmaß bezeichnet. Zulässige Toleranzen für Grenzabweichungen sind in...

Als Grenzabweichung (Grenzmaßabweichung) wird die Differenz bzw. also eine Abweichung zwischen einem Höchstmaß und Nennmaß bzw. Mindestmaß und Nennmaß bezeichnet. Zulässige Toleranzen für Grenzabweichungen sind in Tabelle 1 der DIN 18 202 »Toleranzen im Hochbau – Bauwerke«, Tabelle 1, geregelt. Solche Grenzabmaße sind überwiegend für die Erstellung des Rohbaus zu vereinbaren und zu beachten. Die Höhenlage einer Estrichkonstruktion ergibt sich geschossweise aus dem vorgegebenen Meterriss.

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Grilon

Markenname eines Herstellers für synthetische Chemiefasern aus Polyamid. Weitere Typen sind Nylon, Antron, Timbrelle, Perlon. Solche Faserwerkstoffe sind wichtige Bestandteile bei der Herstellung von textilen...

Markenname eines Herstellers für synthetische Chemiefasern aus Polyamid. Weitere Typen sind Nylon, Antron, Timbrelle, Perlon. Solche Faserwerkstoffe sind wichtige Bestandteile bei der Herstellung von textilen Bodenbelägen bzw. Teppichböden.

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Grundanstrich

Als Grundanstrich oder Grundierung wird die erste Schichtenfolge eines aufeinander abgestimmten Anstrich- oder Beschichtungssystems bezeichnet, welche eine Verbindung zwischen dem Untergrund und der nachfolgenden...

Als Grundanstrich oder Grundierung wird die erste Schichtenfolge eines aufeinander abgestimmten Anstrich- oder Beschichtungssystems bezeichnet, welche eine Verbindung zwischen dem Untergrund und der nachfolgenden Zwischen- und/oder Schlussbeschichtung darstellt. Je nach Untergrundbeschaffenheit kommen dem Grundanstrich besondere Aufgaben zu. Auf unbeschichteten (neuen oder alten) Untergründen (zum Beispiel Außenputze, Estriche) soll die Grundierung dazu beitragen, die Saugfähigkeit poröser Putze zu egalisieren und gegebenenfalls die Oberfläche verfestigen. Damit kommen der Grundierung wichtige Eigenschaften zu, die das Haftvermögen nachfolgender Anstriche und Beschichtungen wesentlich verbessern können. Zu diesem Zweck werden oftmals niedrigviskose Grundanstriche verwendet, die in der Regel keine Pigmente und nur wenig Füllstoffe enthalten, um gut in poröse Untergründe penetrieren zu können, damit eine haftvermittelnde Wirkung entsteht. Für die Anstrichtechnik werden dabei meistens wasserverdünnbare einkomponentige Werkstoffe verwendet. Auf nicht saugfähigen Untergründen (werkseitig beschichtete Asbestzementplatten wie zum Beispiel Glasalplatten, Eisen und Metalle) werden als Haftbrücke zweikomponentige Grundierungen auf EP-Basis verwendet (zum Beispiel im Korrosionsschutz).

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Grundfarben

Als Grundfarben werden in der Farbenlehre die Farbtöne Gelb, Rot und Blau bezeichnet. Diese Farbtöne können nicht durch Mischung aus anderen Farbtönen hergestellt werden, sind selbst aber die Basis für alle anderen...

Als Grundfarben werden in der Farbenlehre die Farbtöne Gelb, Rot und Blau bezeichnet. Diese Farbtöne können nicht durch Mischung aus anderen Farbtönen hergestellt werden, sind selbst aber die Basis für alle anderen Farbtöne, die als Sekundärfarben in Mischung daraus hergestellt werden (Gelb + Rot = Orange, Rot + Blau = Violett, Gelb + Blau = Grün).

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Grundierung

Im Rahmen der Untergrundvorbereitung müssen die Voraussetzungen für das Funktionieren des gesamten Aufbaus eines Oberbodens oder einer Beschichtung erbracht werden. Als Grundbeschichtungsstoffe werden dabei als...

Im Rahmen der Untergrundvorbereitung müssen die Voraussetzungen für das Funktionieren des gesamten Aufbaus eines Oberbodens oder einer Beschichtung erbracht werden. Als Grundbeschichtungsstoffe werden dabei als Sammelbegriff verschiedene, speziell eingestellte Formulierungen verwendet, die als erste Schichtenfolge auf den Untergrund aufgetragen werden. Entscheidend für die Auswahl von Grundbeschichtungsstoffen für Grundierungen ist, ob ein Untergrund saugfähig oder nicht saugfähig ist. Generell soll die Grundierung das Haftvermögen für nachfolgende Schichten erbringen (Adhäsion). Auf saugenden Untergründen wie Beton oder Estrich können Grundierungen weitere Funktionen übernehmen, wenn herstellerseitig dafür eine Eignung ausgelobt wird (absperrende Wirkung, Imprägnierung). Grundierungen können pigmentiert, transparent, lösemittelhaltig oder wässrig eingestellt sein, physikalisch trocknen oder chemisch abbinden, je nach Bindemittel. Die richtige Auswahl von Grundbeschichtungsstoffen für eine Grundierung ist oft entscheidend für die Dauerhaftigkeit des gesamten Aufbaus eines Oberbodens oder eines Beschichtungssystems.

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Grundsiegel

Grundsiegel werden bei Bodenbelägen aus Holz und Kork eingesetzt. Bei Holzfußböden kann der spätere Holzfarbton damit eingestellt werden. In der Regel erscheint der Holzfarbton eines anschließend versiegelten...

Grundsiegel werden bei Bodenbelägen aus Holz und Kork eingesetzt. Bei Holzfußböden kann der spätere Holzfarbton damit eingestellt werden. In der Regel erscheint der Holzfarbton eines anschließend versiegelten Holzfußbodens heller. Bei Korkbelägen ist ein Grundsiegel häufig erforderlich, um Korkinhaltsstoffe (zum Beispiel Tannin) zu binden, die sonst bei anschließender Versiegelung durchschlagen und den gewünschten Farbton beeinträchtigen. Grundsiegel können je nach Beschaffenheit auch die Poren des Holzwerkstoffes schließen und eine Farbveränderung nach dem Versiegeln minimieren. Die Auswahl der Grundsiegel ist daher von entscheidender Bedeutung, wobei immer im System eines Herstellers gearbeitet werden sollte.

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Grünspan

Werden an der Fassade Bauteile aus Kupferblech montiert, so können die Witterungseinflüsse bei ungeschützten Oberflächen zu typischen Korrosionsprodukten führen, die wegen ihrer grünlichen Eigenfarbe als Grünspan...

Werden an der Fassade Bauteile aus Kupferblech montiert, so können die Witterungseinflüsse bei ungeschützten Oberflächen zu typischen Korrosionsprodukten führen, die wegen ihrer grünlichen Eigenfarbe als Grünspan bezeichnet werden. Ursachen hierfür sind Wechselwirkungen von Kupfer mit Regenwasser und darin gelösten Atmosphärilien (CO2, SO2), die zu basischem Kupferacetat führen. Solche Reaktionen macht man sich auch bei der Produktion von Maler- und Künstlermalfarben zunutze.

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Gummi- bzw. Elastomer-Beläge

Durch die Vulkanisation kann die Milch des Gummibaums verfahrenstechnisch aufbereitet und als Synthesekautschuk beispielsweise für die Herstellung von Elastomer-Belägen als Oberboden Verwendung finden. Dadurch entstehen...

Durch die Vulkanisation kann die Milch des Gummibaums verfahrenstechnisch aufbereitet und als Synthesekautschuk beispielsweise für die Herstellung von Elastomer-Belägen als Oberboden Verwendung finden. Dadurch entstehen Bodenbeläge mit hoher Strapazierfähigkeit, mechanisch hoher Belastbarkeit, Beständigkeit gegen Chemikalien u. a. und sind daher für gewerbliche bis industrielle Beanspruchung gut geeignet. Folgende Produktgruppen können unterschieden werden: homogene und heterogene, ebene Elastomer-Bodenbeläge mit Schaumstoffbeschichtung nach DIN EN 1816, homogene und heterogene, ebene Elastomer-Bodenbeläge nach DIN EN 1817, homogene und heterogene, profilierte Elastomer-Bodenbeläge nach DIN EN 12 199 und elastische Bodenbeläge als ebene Elastomer-Bodenbeläge mit oder ohne Schaumunterschicht mit einer dekorativen Schicht nach DIN EN 14 521. Je nach Nutzung und Frequentierung der Räumlichkeiten empfiehlt sich die Auswahl der Oberböden nach den zu erwartenden Beanspruchungsklassen. Dabei unterscheiden sich die Gesamtdicke und die Nutzschichtdicke von Elastomer-Belägen mit > 1,8 mm bis <  9,0 mm je nach Herkunft.

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Gummigranulat

Gummigranulat wird aus recycletem Gummi wie Altreifen hergestellt und in der Produktion von Unterlagsmatten, Bauschutzmatten, Drainagematten, Schmutzfangmatten, bis hin zu plattenförmigen elastischen Bodenbelägen sehr...

Gummigranulat wird aus recycletem Gummi wie Altreifen hergestellt und in der Produktion von Unterlagsmatten, Bauschutzmatten, Drainagematten, Schmutzfangmatten, bis hin zu plattenförmigen elastischen Bodenbelägen sehr vielseitig eingesetzt. Je nach Verwendungszweck können Gummigranulate mit einer Ummantelung aus farbigem Bindemittel gefärbt werden. Der Vorteil ist die Trittschalldämmung bei Unterlagsbahnen sowie in anderen Anwendungsbereichen die Beständigkeit gegenüber Feuchtigkeit. Für den Outdoorbereich ist aber die UV-Beständigkeit zu beachten, die schnell zu Farbtonveränderungen und Alterung führen kann.

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Gummigranulatmatten

Gummigranulatmatten werden als Recyclingprodukt aus Gummigranulat hergestellt. Die Matten sind schwingungs-, schall-, feuchtigkeitsdämmend, mechanisch hoch belastbar und minimieren den Trittschall bei verbesserter...

Gummigranulatmatten werden als Recyclingprodukt aus Gummigranulat hergestellt. Die Matten sind schwingungs-, schall-, feuchtigkeitsdämmend, mechanisch hoch belastbar und minimieren den Trittschall bei verbesserter Wärmedämmung. Daher werden Gummigranulat oder Kork-Gummi-Granulat häufig als Unterlagen zwischen Oberböden und Untergrund verwendet. Gummigranulatmatten werden universell als Bodenbeläge für Sportanlagen wie Tennisplätze oder Leichtathletikparks, als Fallschutz auf Kinderspielplätzen, als Verfüllung für Kunstrasen sowie als Terrassenbelag verwendet. (Vorsicht Falle: Bitte nicht verwechseln mit Sportböden nach DIN 18 032! An Sportböden in Turnhallen werden besondere normative Anforderungen gestellt, wobei zwischen punktelastischen und/oder flächenelastischen Sportböden zu unterscheiden ist. Derartige Systemaufbauten sollten über eine Zertifizierung nach DIN V 18 032-2 (04/2001) und entsprechende Prüfzeugnisse aufweisen.)

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Gussasphaltestrich GE

Gussasphaltestrich ist ein Gemisch aus Splitt, Sand und Füller (zum Beispiel Kalksteinmehl) sowie Bitumen unterschiedlicher Herkunft als Bindemittel. Die Verarbeitung erfolgt im Motorkocher bei 220 bis 250 Grad Celsius...

Gussasphaltestrich ist ein Gemisch aus Splitt, Sand und Füller (zum Beispiel Kalksteinmehl) sowie Bitumen unterschiedlicher Herkunft als Bindemittel. Die Verarbeitung erfolgt im Motorkocher bei 220 bis 250 Grad Celsius (Heißgussasphalt). Das Abbinden und Erhärten erfolgt durch Abkühlen und Erkalten, nach dem Einbau ist ein Absanden mit Quarzsand erforderlich, damit keine Glanzbildung (Elefantenhaut) entsteht, die sonst ein Haftvermögen mit nachfolgenden Schichten für Oberböden oder Beschichtungen beeinträchtigen kann. Nach dem Einbau ist ein Verdichten nicht erforderlich, nach dem Abkühlen und Erhärten ist der Gussasphaltestrich belegreif, da die Mischung wasserfrei ist. Je nach Nutzung und Frequentierung der Räume und daraus gewählter Bitumensorte unterscheidet die DIN 18 560-7 »Estriche im Bauwesen – Teil 7: Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)« nach Tabelle 2 der DIN-Norm zwischen einem Gussasphaltestrich bzw. AS der Härteklasse IC 10 oder IC 15 (Verwendung in beheizten Räumen), IC 15 oder IC 40 (in nicht beheizten Räumen oder im Freien) sowie IC 40 oder IC 100 (in Kühlräumen).

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GUT-Signet

Das GUT-Signet wird von der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden e.V. ausgestellt. Nur Produkte, die den strengen GUT-Normen entsprechen, erhalten eine fünfstellige Prüfnummer, die belegt, dass der Teppich durch...

Das GUT-Signet wird von der Gemeinschaft umweltfreundlicher Teppichböden e.V. ausgestellt. Nur Produkte, die den strengen GUT-Normen entsprechen, erhalten eine fünfstellige Prüfnummer, die belegt, dass der Teppich durch ein anerkanntes Prüfinstitut getestet wurde. Seit 2014 werden diese Prüfnummern jedoch nicht mehr aktualisiert, da das GUT-Signet inzwischen Bestandteil des Produkt-Informations-Systems PRODIS für textile Bodenbeläge ist.

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Gutachten

Manchmal gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Besteller als Bauherr/Auftraggeber und dem Auftragnehmer für Estrich- oder Bodenbelagsarbeiten. Diese Meinungsverschiedenheiten können sowohl das vermeintliche...

Manchmal gibt es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Besteller als Bauherr/Auftraggeber und dem Auftragnehmer für Estrich- oder Bodenbelagsarbeiten. Diese Meinungsverschiedenheiten können sowohl das vermeintliche Bausoll betreffen und damit die Frage, ob und inwieweit eine Leistung eindeutig und zweifelsfrei beschrieben worden ist, oder aber lückenhaft und damit interpretationsbedürftig. Dann sind ein Nachtrag und Mehrkosten unvermeidlich. Oder aber die fertiggestellte Werkleistung entspricht nicht den Vorstellungen des Bestellers, so dass zum Zeitpunkt der Abnahme der Werkunternehmer den Nachweis führen muss, mangelfrei geleistet zu haben, um den Werklohnanspruch zu begründen. Schließlich können Schäden am fertiggestellten Werk entstehen, für die es einen Verursacher zu finden gilt: Planer, Bauleiter oder ausführender Handwerker.
Selbständiges Beweisverfahren: In diesem Fall wird ein Gutachten über das Gericht im Rahmen einer Beweissicherung auf Antrag einer Partei durch einen vom Gericht bestellten und von dort beauftragten öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen angefertigt. Das Verfahren endet in der Regel mit der Anhörung des Sachverständigen. Einigen sich die Parteien nicht auf Grundlage des Gutachtens, muss eine Partei dann Klage als Hauptsacheverfahren erheben.
Prozessgutachten: Im Schadensfall kann auch ohne vorgeschaltetes Beweisverfahren die Klage erhoben werden. Dann wird im Prozess durch einen vom Gericht bestellten und von dort beauftragten öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen ein Gutachten erstellt. Sollten Zweifel am Prozessgutachten bestehen, können von den involvierten Parteien weitere Fragen an den vom Gericht bestellten Gutachter gerichtet werden, der dann sein Gutachten zu ergänzen hat. Schließlich kann auch hier der Sachverständige zur Anhörung geladen werden, wenn immer noch Zweifel an der Verständlichkeit seiner Ausarbeitung bestehen.
Schiedsgutachten: Will man einen zeitaufwendigen und kostenintensiven Rechtsstreit vermeiden, so können die Parteien eine Schiedsgutachtenabrede treffen. Dabei einigen sich die Parteien über strittige Fragen und legen einvernehmlich einen Sachverständigen fest, welcher als Schiedsgutachter tätig werden soll. Die Parteien unterwerfen sich im Vorhinein dem Ergebnis des Schiedsgutachtens. Das Schiedsgutachten ist in der Regel nicht mehr anfechtbar, es sei denn, es enthält (grob) fahrlässige Fehler.
Privatgutachten: Eine Partei beauftragt den von dort ausgewählten Sachverständigen mit der Erstellung eines Gutachtens. Die Fragen oder Behauptungen sollten vorher schriftlich vom Antragsteller festgelegt worden sein. Dabei ist dieses Gutachten für Dritte unverbindlich. Es empfiehlt sich daher eher ein Schiedsgutachten, mindestens aber die Information an den jeweiligen Vertragspartner, wegen strittiger Fragen ein Gutachten erstellen zu lassen. Somit kann man über diese Vorgehensweise und den zu beauftragenden Gutachter und die Fragestellungen möglicherweise Konsens erzielen, um das Gutachten verwerten zu können. Eine Rechtsverbindlichkeit ist sonst im Gegensatz zum Schiedsgutachten nicht herzustellen.

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Haarrisse

Haarrisse bilden sich in der Putzoberfläche durch netzförmige Rissmarkierungen und Rissbildungen mit einer Rissbreite von ca. < 0,2 mm ab. Charakteristisch für das Rissbild ist der handtellergroße Rissverlauf mit einem...

Haarrisse bilden sich in der Putzoberfläche durch netzförmige Rissmarkierungen und Rissbildungen mit einer Rissbreite von ca. < 0,2 mm ab. Charakteristisch für das Rissbild ist der handtellergroße Rissverlauf mit einem Knotenabstand < 15 cm.

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Haftbrücke

Das Einbringen einer Haftbrücke wird notwendig, wenn ein Verbund zwischen einem glatten und/oder einem schwach saugenden Untergrund sowie einem frischen Estrich, welcher hauptsächlich mineralische Inhaltsstoffe besitzt,...

Das Einbringen einer Haftbrücke wird notwendig, wenn ein Verbund zwischen einem glatten und/oder einem schwach saugenden Untergrund sowie einem frischen Estrich, welcher hauptsächlich mineralische Inhaltsstoffe besitzt, hergestellt werden soll. Der Untergrund muss dafür durch Kugelstrahlen und Absaugen vorbereitet sein und der Haftvermittler wird direkt auf diesen aufgetragen. Dabei erfolgt der Einbau vom Estrich auf der Haftbrücke in der Regel »frisch in frisch« als Verbundestrich.

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Haftfestigkeit

Entsprechend der DIN EN 971-1 wird die Haftfestigkeit als Gesamtheit der Bindekräfte zwischen einer Beschichtung und ihrem Untergrund definiert. Die Haftfestigkeit (man spricht auch von Haftung oder Haftvermögen) einer...

Entsprechend der DIN EN 971-1 wird die Haftfestigkeit als Gesamtheit der Bindekräfte zwischen einer Beschichtung und ihrem Untergrund definiert. Die Haftfestigkeit (man spricht auch von Haftung oder Haftvermögen) einer Beschichtung zum Untergrund kann mit der Gitterschnittprüfung ermittelt werden.

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Haftklebeverfahren

Das Haftklebeverfahren wird für die Verklebung von PVC-Bodenbelägen und textilen Bodenbelägen angewendet. Hierfür werden überwiegend Dispersionskleber eingesetzt, welche mit einem gekerbten (gezahnten) Spachtel...

Das Haftklebeverfahren wird für die Verklebung von PVC-Bodenbelägen und textilen Bodenbelägen angewendet. Hierfür werden überwiegend Dispersionskleber eingesetzt, welche mit einem gekerbten (gezahnten) Spachtel (Zahnspachtel) oder einer Kelle mit der vorgegebenen Spachtelzahnung auf den Untergrund (zum Beispiel Estrich) aufgetragen werden. Wichtig ist die Ablüftezeit. Nach dem Auftragen des Klebers muss das Klebstoffbett so lange ablüften, bis eine fühlbare Haftung beim Einlegen vom Bodenbelag festgestellt werden kann. Dies wird auch als Tack bezeichnet. Ebenso wie beim Nassklebeverfahren wird beim Haftklebeverfahren der Kleber lediglich auf den Untergrund aufgebracht, so dass die dafür eingesetzten Kleber bzw. Klebstoffe auch als Einseitkleber bezeichnet werden.

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Haftzugfestigkeit

Die Haftzugfestigkeit ist ein Kennwert für die Beschaffenheit einer Oberfläche (zum Beispiel Estrich oder Beton) oder die Qualität der Verbindung von zwei Schichten untereinander (zum Beispiel Beschichtung auf Estrich,...

Die Haftzugfestigkeit ist ein Kennwert für die Beschaffenheit einer Oberfläche (zum Beispiel Estrich oder Beton) oder die Qualität der Verbindung von zwei Schichten untereinander (zum Beispiel Beschichtung auf Estrich, Verbundestrich auf Beton). Hierzu wird ein normativ festgelegtes Verfahren (Abreißfestigkeit) und ein genormtes Haftzugprüfgerät verwendet. Die Maßeinheit für die Haftzugfestigkeit wird in [N/mm2] angegeben. Die Oberflächenzugfestigkeit bzw. Haftzugfestigkeit sollte nach dem Hinweisblatt »Oberflächenzug- und Haftzugfestigkeit von Fussböden; Allgemeines, Prüfung, Einflüsse, Beurteilung« des BEB – Bundesverband Estrich und Belag e.V. geprüft und bewertet werden.

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Hammerstielprobe

Die Hammerstielprobe ist ein Verfahren, um die Florrichtung eines Teppichbodens vor der Verlegung zu ermitteln. Dies gilt insbesondere für Velours. Dazu wird der Hammer mit der Kopfseite zunächst auf den zu überprüfenden...

Die Hammerstielprobe ist ein Verfahren, um die Florrichtung eines Teppichbodens vor der Verlegung zu ermitteln. Dies gilt insbesondere für Velours. Dazu wird der Hammer mit der Kopfseite zunächst auf den zu überprüfenden Teppich aufgestellt und anschließend umgestoßen. Da die dadurch heruntergedrückten einzelnen Florfasern den Drang besitzen, sich wieder aufzustellen, überwinden diese Kräfte die Reibung des Hammers auf dem Teppich. Daher »springt« der Hammerstiel in Florrichtung weiter. In der VOB, Teil C, ATV DIN 18 365, ist nach Abschnitt 3 »Ausführung« unter Punkt 3.4 »Verlegen der Bodenbeläge« nach 3.4.4 die Verlegerichtung von Oberböden dem Auftragnehmer überlassen und daher nicht geregelt. Die Verlegerichtung sollte aber idealerweise in Richtung des Lichteinfalls, also der Fenster, verlaufen. Dadurch vermeidet man durch Lichteinfall und Schattenwirkung sichtbare Nähte, die sonst zu Reklamationen führen können. Besser: Die Verlegerichtung vor den Bodenbelagsarbeiten einvernehmlich mit dem Bauherrn festlegen und schriftlich dokumentieren.

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Harolith

Die Leidenschaft für Holz und die Neugier für außergewöhnliche Lösungen führte bei Haro zu der einzigartigen Innovation „Celenio“ – der besondere Holzboden. Auf dem Weg dorthin wurde der neuartigen Werkstoff Harolith2...

Die Leidenschaft für Holz und die Neugier für außergewöhnliche Lösungen führte bei Haro zu der einzigartigen Innovation „Celenio“ – der besondere Holzboden. Auf dem Weg dorthin wurde der neuartigen Werkstoff Harolith2 entwickelt – ein Holzgemisch, aus dem ein Holzboden in Stein- oder Schieferoptik kreiert wird. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Vorteil auf der Hand, denn wo Steinfliesen einfach nur kühl sind, setzt „Celenio“ Maßstäbe in punkto Wärme, Behaglichkeit und Komfort.

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Härte

Feste Stoffe können weiche oder harte Oberflächeneigenschaften aufzeigen. Nach DIN EN 971-1 ist die Härte einer getrockneten Beschichtung dadurch gekennzeichnet, dass dem Eindringen oder Durchdringen eines festen Körpers...

Feste Stoffe können weiche oder harte Oberflächeneigenschaften aufzeigen. Nach DIN EN 971-1 ist die Härte einer getrockneten Beschichtung dadurch gekennzeichnet, dass dem Eindringen oder Durchdringen eines festen Körpers ein Widerstand entgegengebracht wird. Je nach Verwendungszweck und Nutzung sollte eine Beschichtung, ein Anstrich oder ein Lack gegenüber der mechanischen Beanspruchung beständig sein (vgl. Kratzbeständigkeit), damit sich im Laufe der Zeit keine Reklamationen durch den Verbraucher ergeben, weil sich die Oberfläche der lackierten Baustoffe oder Einrichtungsgegenstände verändert hat. Praktisch ermittelt wird die Härte von Beschichtungen zum Beispiel durch Beanspruchung der getrockneten Filme auf einem Prüfsubstrat nach definierten Testmethoden (Bleistifthärte, Buchholzhärte, Pendelhärte, Shore-Härte).

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Härte von Gussasphaltestrich

Mit der sogenannten Härte wird der Widerstand eines Gussasphaltestrichs gegenüber der Eindringtiefe beim Eindringversuch angegeben. Diesem Versuch liegt die DIN 1996, Teil 13, »Prüfung von Asphalt; Eindringversuch mit...

Mit der sogenannten Härte wird der Widerstand eines Gussasphaltestrichs gegenüber der Eindringtiefe beim Eindringversuch angegeben. Diesem Versuch liegt die DIN 1996, Teil 13, »Prüfung von Asphalt; Eindringversuch mit ebenem Stempel«, Juli 1984, zugrunde. In dieser Norm sind die maximalen Eindringtiefen in Abhängigkeit vom Anwendungsfall und den zu erwartenden Beanspruchungen angegeben. Werden diese Grenzwerte überschritten, so ist die geforderte Härte des Gussasphaltestrichs nicht gegeben. Diese hängt in erster Linie von der Viskosität des Mörtels und somit von dem verwendeten Bitumen und des Füllstoffes ab. Für Estrichkonstruktionen erfolgt eine Klassifizierung von Gussasphalt nach der künftigen Nutzung und dem jeweiligen Verwendungszweck in sogenannte Härteklassen.

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Härte von Holz

Die mechanische Belastbarkeit von Parketthölzern ist vor der Auswahl von Holzböden ein wichtiges Kriterium, je nach geplanter Nutzung. Dabei ist von der Dichte eines Holzes die Druckfestigkeit abhängig. Geprüft wird dies...

Die mechanische Belastbarkeit von Parketthölzern ist vor der Auswahl von Holzböden ein wichtiges Kriterium, je nach geplanter Nutzung. Dabei ist von der Dichte eines Holzes die Druckfestigkeit abhängig. Geprüft wird dies nach DIN EN 1534 »Holzfußböden – Bestimmung des Eindruckwiderstands – Prüfmethode«.

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Härteklassen

Für mineralische Estriche erfolgt die Klassifizierung nach der Festigkeitsklasse (Biegezugfestigkeit, Druckfestigkeit). Gussasphaltestriche werden nach der DIN EN 13 813 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche –...

Für mineralische Estriche erfolgt die Klassifizierung nach der Festigkeitsklasse (Biegezugfestigkeit, Druckfestigkeit). Gussasphaltestriche werden nach der DIN EN 13 813 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen« dagegen in verschiedene Härteklassen eingeteilt. Die Prüfungen erfolgen nach DIN EN 12 697-20 an Würfeln oder nach DIN EN 12 697-21 an Platten.

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Härter

Chemische Zubereitung, Stoff oder Stoffgemische, welche die Härtung von Beschichtungen bewirken.

Chemische Zubereitung, Stoff oder Stoffgemische, welche die Härtung von Beschichtungen bewirken.

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Hartkern-Sockelleiste

Bei Hartkern-Sockelleisten handelt es sich im Kern um einen Holzwerkstoff (zum Beispiel mitteldichte Faserplatte, Nadelholzfasern) mit einer Ummantelung aus (chlorfreiem) Kunststoff (zum Beispiel Polypropylen) zum Schutz...

Bei Hartkern-Sockelleisten handelt es sich im Kern um einen Holzwerkstoff (zum Beispiel mitteldichte Faserplatte, Nadelholzfasern) mit einer Ummantelung aus (chlorfreiem) Kunststoff (zum Beispiel Polypropylen) zum Schutz vor Feuchtigkeit des Hartkerns, um Quellen und Schwinden und damit unzuträgliche Maßänderungen der Sockelleiste zu vermeiden. Mit flexibler Weichlippe wird der Anschluss zu Wand- und Bodenflächen ermöglicht. Die Kunststoffoberfläche kann dabei in verschiedenen Farbstellungen oder naturgetreuen Abbildungen von Holzsorten dargestellt werden (zum Beispiel Teak u. a.). Die Verarbeitung erfolgt mit Heißschmelzkleber, speziellen Klebebändern oder durch Nageln und richtet sich nach den Vorgaben des Herstellers. Auch hinterlüftete Ausführungen sind möglich. Andere Kernsockelleisten werden zum Einkleben von streifenförmigen Designbelägen oder elastischen Bodenbelägen bis hin zu Teppichstreifen hergestellt.

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Hartstoffe

Hartstoffe sind Zuschläge, die eine höhere Festigkeit aufweisen als die umgebende Mörtelmasse. Sie werden Estrichen und/oder Betonen beigefügt, um eine größere Oberflächenfestigkeit zu erreichen und den Verschleiß zu...

Hartstoffe sind Zuschläge, die eine höhere Festigkeit aufweisen als die umgebende Mörtelmasse. Sie werden Estrichen und/oder Betonen beigefügt, um eine größere Oberflächenfestigkeit zu erreichen und den Verschleiß zu minimieren. Nach der DIN 1100 »Hartstoffe für zementgebundene Hartstoffestriche – Anforderungen und Prüfverfahren« werden die Hartstoffe in die Gruppen A, M und KS eingeteilt. Dabei gilt A = Naturstein und/oder dichte Schlacke, M = Metall und KS = Elektrokorund und Siliziumcarbid.

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Hartstoffeinstreuung

Unter Hartstoffeinstreuung versteht man eine Oberflächenvergütung von Estrich oder Beton durch das Einarbeiten von trockenen, pulverförmigen Hartstoffzuschlägen in den noch frischen Estrich oder begehbaren Beton. Dadurch...

Unter Hartstoffeinstreuung versteht man eine Oberflächenvergütung von Estrich oder Beton durch das Einarbeiten von trockenen, pulverförmigen Hartstoffzuschlägen in den noch frischen Estrich oder begehbaren Beton. Dadurch entsteht ein verschleißbeständigerer Hartstoffestrich.

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Hartstoffestrich

Nach DIN 18 560 »Estriche im Bauwesen«, Teil 7 »Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)«, Ausgabe 04/2004, wird zementgebundener Hartstoffestrich durch Zugabe von Hartstoffen nach DIN 1100 hergestellt. Dabei kann...

Nach DIN 18 560 »Estriche im Bauwesen«, Teil 7 »Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)«, Ausgabe 04/2004, wird zementgebundener Hartstoffestrich durch Zugabe von Hartstoffen nach DIN 1100 hergestellt. Dabei kann als Estrichkonstruktion ein Verbundestrich (einlagige Ausführung) oder ein Estrich auf Trennschicht oder Dämmschicht (zweischichtiger Aufbau) gewählt werden. Einlagiger Hartstoffestrich wird in der Regel als Verbundestrich auf den noch frischen Beton eingebracht. Ist der Beton abgebunden, wird zuvor eine Haftbrücke aufgetragen. Hartstoffestriche werden dann auf einem gut vorbereiteten Untergrund wie zum Beispiel gestrahltem Beton und dem Aufbringen einer Haftbrücke in 10 bis 15 mm Dicke eingebracht. Bei zweischichtigem Aufbau besteht der Hartstoffestrich aus einer oberen Lage aus Hartstoffschicht auf einer Übergangsschicht. Die Nenndicke der Hartstoffschicht zementgebundener Hartstoffestriche richtet sich nach dem Hartstoff und der jeweiligen Beanspruchungsgruppe (vergleiche Tabelle 6, DIN 18 560-7).

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Härtung

Nach DIN 55 945 versteht man unter Härtung als Unterbegriff der Filmbildung den Übergang eines applizierten Beschichtungsstoffes aus dem flüssigen in den festen Aggregatzustand. Dabei führen chemische Reaktionen zu einer...

Nach DIN 55 945 versteht man unter Härtung als Unterbegriff der Filmbildung den Übergang eines applizierten Beschichtungsstoffes aus dem flüssigen in den festen Aggregatzustand. Dabei führen chemische Reaktionen zu einer Molekülvergrößerung.

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Härtungsdauer

Der Zeitraum zwischen dem Applizieren von Farben und Lacken bis zur vollständigen Härtung infolge der Filmbildung und Trocknung. Nach DIN 55 945 können dabei bestimmte Zustände definiert werden: klebefrei, grifffest,...

Der Zeitraum zwischen dem Applizieren von Farben und Lacken bis zur vollständigen Härtung infolge der Filmbildung und Trocknung. Nach DIN 55 945 können dabei bestimmte Zustände definiert werden: klebefrei, grifffest, montagefest, stapelfest, staubtrocken.

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Harze

Harze werden in der Bauchemie aus Naturharzen und Kunstharzen hergestellt und im Handwerk oder der Bauindustrie zu verschiedenen Zwecken verwendet. Naturharze sind in der Natur vorkommende zähe, wasserunlösliche Massen...

Harze werden in der Bauchemie aus Naturharzen und Kunstharzen hergestellt und im Handwerk oder der Bauindustrie zu verschiedenen Zwecken verwendet. Naturharze sind in der Natur vorkommende zähe, wasserunlösliche Massen (zum Beispiel Terpentin, Kolophonium, Bernstein), die aus den Bäumen gewonnen werden. Kunstharze werden dagegen synthetisch hergestellt. Die Harze sind dabei wichtige Bindemittel für bauchemische Erzeugnisse wie Farben, Beschichtungen, Estriche.

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Harzvolumenanreicherungen

Bindemittel von Grundierungen oder Kunstharzbeschichtungen sowie auch Additive und Zusatzstoffe von Estrichen können sich auf der Oberfläche pfützenartig sammeln und dort den Haftverbund zu nachfolgenden Schichten stören...

Bindemittel von Grundierungen oder Kunstharzbeschichtungen sowie auch Additive und Zusatzstoffe von Estrichen können sich auf der Oberfläche pfützenartig sammeln und dort den Haftverbund zu nachfolgenden Schichten stören oder Oberflächeneigenschaften der fertigen Beschichtung beeinträchtigen.

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Haufwerksporigkeit

Haufwerksporigkeit entsteht infolge unzureichender Verdichtung und/oder Entmischung von Estrichen oder Betonen. Auch lassen sich solche Effekte nicht immer vermeiden, wenn in den frischen Estrich eine Bewehrung aus...

Haufwerksporigkeit entsteht infolge unzureichender Verdichtung und/oder Entmischung von Estrichen oder Betonen. Auch lassen sich solche Effekte nicht immer vermeiden, wenn in den frischen Estrich eine Bewehrung aus Baustahlgitter eingebracht wird. Die Verdichtung frischer Estriche ist oftmals insbesondere unterhalb der Baustahlgitter im Kreuzungsbereich schwierig möglich und führt dann zur lokalen Nesterbildung von Hohlräumen, eben der Haufwerksporigkeit. Nicht selten kommt es dann bei mechanisch hochbelastbaren Estrichkonstruktionen mit plattenförmigen Bodenbelägen (Fliesen, Platten, Natursteine) durch Befahren von Flurförderzeugen bzw. Gabelstaplern zu Rissbildungen im Oberboden und Estrich genau oberhalb solcher Haufwerksporigkeit.

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HBV-Anlage

HBV-Anlage steht für Anlage zum Herstellen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe. Der Umgang mit solchen Stoffen in Gewerbe und Industrie ist im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) in § 19 geregelt und die Maßnahmen...

HBV-Anlage steht für Anlage zum Herstellen, Behandeln und Verwenden wassergefährdender Stoffe. Der Umgang mit solchen Stoffen in Gewerbe und Industrie ist im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) in § 19 geregelt und die Maßnahmen dafür vorgeschrieben. Solche Anlagen finden ihren Einsatz zum Beispiel in der Chemieproduktion, Entgiftungsanlagen, Holzimprägnierungsanlagen, Druckereien, Getränkeindustrie, Farben- und Lackherstellung. Für Räume, die als HBV-Anlage oder LAU-Anlage deklariert sind, müssen speziell geeignete Fußbodenkonstruktionen oder Beschichtungen gewählt werden, die sicherstellen, dass bei Leckagen von Fässern oder Tankanlagen wassergefährdende Flüssigkeiten nicht in das Erdreich gelangen können. Für erdreichangrenzende Fußbodenkonstruktionen sind daher entsprechende Schutzvorkehrungen zu treffen, je nachdem, in welcher Art und Weise mit wassergefährdenden Flüssigkeiten umgegangen wird. Die wassergefährdenden Flüssigkeiten sind dabei in eine Wassergefährdungsklasse eingeteilt.

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HDF

Ist die Abkürzung für engl. High Density Fibreboard (= hochverdichtete Faserplatte).Sie wird meistens als Trägerplatte für den Laminatboden eingesetzt. Aufgrund der hohen Materialdichte ist HDF besonders stark belastbar.

Ist die Abkürzung für engl. High Density Fibreboard (= hochverdichtete Faserplatte).Sie wird meistens als Trägerplatte für den Laminatboden eingesetzt. Aufgrund der hohen Materialdichte ist HDF besonders stark belastbar.

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Heizestrich

Heizestrich ist ein herkömmlicher Estrich mit eingebauter Fußbodenheizung. Dabei kann der Estrich aus Zement, Anhydrit bzw. Calciumsulfat oder anderen geeigneten Bindemitteln bestehen. Flächenbeheizte...

Heizestrich ist ein herkömmlicher Estrich mit eingebauter Fußbodenheizung. Dabei kann der Estrich aus Zement, Anhydrit bzw. Calciumsulfat oder anderen geeigneten Bindemitteln bestehen. Flächenbeheizte Fußbodenkonstruktionen können aus im Estrich integrierten Warmwasserleitungen oder elektrischen Heizmatten bestehen. Der Einbau erfolgt wegen der Ausdehnung schwimmend und in fließender Konsistenz nach den normativen Vorgaben der DIN 18 560 »Estriche im Bauwesen«, Teil 2 »Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche)«.

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Heterogene Beläge

Heterogene Beläge sind Elastomer-Beläge aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien. Dadurch können bei der Produktion solcher Bodenbeläge die Eigenschaften der Trägerschicht und Nutzschicht unabhängig...

Heterogene Beläge sind Elastomer-Beläge aus mehreren Schichten unterschiedlicher Materialien. Dadurch können bei der Produktion solcher Bodenbeläge die Eigenschaften der Trägerschicht und Nutzschicht unabhängig voneinander positiv beeinflusst werden. Homogene und heterogene Elastomer-Beläge werden nach folgenden Kriterien unterschieden und normativ geregelt:
■ DIN EN 1816 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für homogene und heterogene ebene Elastomer-Bodenbeläge mit Schaumstoffbeschichtung«, Ausgabedatum: 2010-11
■ DIN EN 1817 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für homogene und heterogene ebene Elastomer-Bodenbeläge«, Ausgabedatum: 2010-1
■ DIN EN 12199 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikationen für homogene und heterogene profilierte Elastomer-Bodenbeläge«, Ausgabedatum: 2010-11.

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High-Solid-Lacke

Entsprechend der DIN 55 945 sind High-Solid-Lacke durch einen hohen Gehalt nichtflüchtiger Anteile gekennzeichnet. Daher besitzen solche Lacke einen hohen Festkörpergehalt durch entsprechend formulierte Bindemittel,...

Entsprechend der DIN 55 945 sind High-Solid-Lacke durch einen hohen Gehalt nichtflüchtiger Anteile gekennzeichnet. Daher besitzen solche Lacke einen hohen Festkörpergehalt durch entsprechend formulierte Bindemittel, weshalb der Anteil von Lösemitteln bzw. Verdünnungsmitteln reduziert werden kann. Dadurch können einerseits die Vorzüge lösemittelhaltiger Lacke (geringer Lösemittelgehalt) in Verarbeitung (Trocknung, Werkzeuge) und Gebrauchseigenschaften (zum Beispiel Glanz, Härte u. a.) beibehalten und andererseits höhere Schichtdicken mit der jeweiligen Applikation erreicht werden, ohne die Anzahl der Arbeitsgänge erhöhen zu müssen.

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Hilfsmittel

Additive und Zusatzstoffe, die nach DIN EN 971-1 in Form von chemischen Zubereitungen einem Beschichtungsstoff in kleinen Mengen zugesetzt werden, um eine oder mehrere Eigenschaften zu verbessern oder zu modifizieren. So...

Additive und Zusatzstoffe, die nach DIN EN 971-1 in Form von chemischen Zubereitungen einem Beschichtungsstoff in kleinen Mengen zugesetzt werden, um eine oder mehrere Eigenschaften zu verbessern oder zu modifizieren. So werden herstellerseitig bestimmte Eigenschaften durch den Zusatz von Additiven in Farben und Lacken gesteuert, um die Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften beeinflussen zu können: zum Beispiel Filmbildung, Trocknung, Verlauf, Ablauf, Oberflächenspannung u. a.

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Hirnholz

Durch den Querschnitt wird das Kern- und Splintholz deutlich sichtbar. Es zeichnen sich die Jahresringe mit Früh- und Spätholz als konzentrische Kreise (um die Markröhre) ab. Dabei sind die Markstrahlen als radiale...

Durch den Querschnitt wird das Kern- und Splintholz deutlich sichtbar. Es zeichnen sich die Jahresringe mit Früh- und Spätholz als konzentrische Kreise (um die Markröhre) ab. Dabei sind die Markstrahlen als radiale Linien zu erkennen und die das Wasser führenden Gefäße werden als Poren sichtbar. Das sogenannte Hirnholz zeigt eine hohe Saugfähigkeit, die je nach Holzart bis zum 200fachen höher liegt, als beim Längsholz. Allerdings trocknet Hirnholz auch schneller als andere Holzseiten, mit der Folge, dass von Hirnholz ausgehend auch Risse entstehen.

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Hochbeanspruchbare Estriche

Hochbeanspruchbare Estriche sind in der DIN 18 560-7 »Estriche im Bauwesen«, Teil 7 »Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)«, beschrieben und normativ geregelt. Solche mechanisch hochbelastbaren...

Hochbeanspruchbare Estriche sind in der DIN 18 560-7 »Estriche im Bauwesen«, Teil 7 »Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)«, beschrieben und normativ geregelt. Solche mechanisch hochbelastbaren Fußbodenkonstruktionen werden je nach Nutzung und Frequentierung in gewerblich oder industriell genutzten Gebäuden eingesetzt. Neben Gussasphaltestrich, Kunstharzestrich oder Magnesiaestrich handelt es sich dabei um zementgebundenen Hartstoffestrich.

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Hochziehen

Werden (ungeeignete) Beschichtungsstoffe auf vorhandene Altanstriche appliziert, so können zum Beispiel darin enthaltene Lösemittel eine Quellung der alten Beschichtung bewirken, wodurch schließlich eine Runzelbildung...

Werden (ungeeignete) Beschichtungsstoffe auf vorhandene Altanstriche appliziert, so können zum Beispiel darin enthaltene Lösemittel eine Quellung der alten Beschichtung bewirken, wodurch schließlich eine Runzelbildung (vgl. DIN 55 945) in den Schichtenfolgen der Beschichtungen resultiert.

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Hohlraumboden

Unter einem Hohlboden oder auch Hohlraumboden wird im Allgemeinen ein Systembodenaufbau bezeichnet, bei welchem sich zwischen der Rohdecke und der flächigen Tragschicht ein Hohlraum befindet. Dieser Hohlraum wird dazu...

Unter einem Hohlboden oder auch Hohlraumboden wird im Allgemeinen ein Systembodenaufbau bezeichnet, bei welchem sich zwischen der Rohdecke und der flächigen Tragschicht ein Hohlraum befindet. Dieser Hohlraum wird dazu genutzt, um Installationen für Elektrotechnik, Heizung und Lüftung anzubringen. Dabei muss beachtet werden, dass der Hohlboden im Gegensatz zum Doppelboden nicht jederzeit an sämtlichen Stellen geöffnet werden kann. Dadurch eignet er sich weniger für Installationstechnik, welche häufigen Änderungen unterlegen ist. Analog zum Doppelboden besteht der Aufbau aus einem Stützsystem aus Metall oder mineralischen Werkstoffen. Zwischen Tragschicht und Stützsystem befindet sich dagegen eine dünne Schalung aus plattenförmigen Holzwerkstoffen oder verschiedenen Faserplatten. Die Lastverteilungsschicht selbst besteht zumeist aus einem Calciumsulfat-Fließestrich. Ein Zugang zum Hohlraum wird in den meisten Fällen durch eine oder mehrere Revisionsklappen pro Raum (je nach Größe) ermöglicht. Für die Planung und Ausführung von Hohlraumböden sind die normativen Vorgaben der DIN EN 13 213 »Hohlböden«, Ausgabedatum: 2001-12, sowie die Anwendungsrichtlinie »Hohlraumböden im Bauwesen«, herausgegeben vom Bundesverband Systemböden e.V., neben der VOB, Teil C, ATV DIN 18 340 »Trockenbauarbeiten«, Ausgabedatum: 2004-04, zu beachten.
(Praxistipp: Vorsicht Falle – bei Übergangsbereichen zwischen Hohlraumböden und Doppelböden muss die für die Nutzung geforderte Tragfähigkeit jeweils erreicht werden. Auch darf es im Anschlussbereich nicht infolge wechselnden Raumklimas und Längenänderungen zu Zwängungen der Doppelbodenplatten kommen, da sich sonst Schäden auch am Oberboden einstellen können.)

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Hohlstellen

Bei einem Verbundestrich kann es bei unzureichender Verbindung zwischen Estrich und Beton zu sogenannten Hohlstellen oder Hohllegern bzw. Hohllagen kommen. Auch sind solche Hohlstellen von Fall zu Fall zwischen...

Bei einem Verbundestrich kann es bei unzureichender Verbindung zwischen Estrich und Beton zu sogenannten Hohlstellen oder Hohllegern bzw. Hohllagen kommen. Auch sind solche Hohlstellen von Fall zu Fall zwischen bestimmten Oberböden und einem Estrich vorhanden (zum Beispiel keramische Fliesen und Platten, Naturstein, elastische Bodenbeläge u. a.). Je nach Nutzung und Frequentierung können solche Hohlstellen dann auch zu Schäden im Estrich oder Bodenbelag führen (Risse, Ablösungen). Nicht immer ist jedoch jede Hohllage ein Fehler, der zum Schaden führen muss. Die Bettung plattenförmiger Natursteine oder keramischer Fliesen und Platten im Verlegemörtel oder die Benetzung von Parkett mit Kleber kann in bestimmtem Masse auch Lufteinschlüsse als Hohlleger umfassen, wodurch ein Hohlklang beim Begehen oder Abklopfen solcher Bodenbeläge die Folge sein kann.

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Holz

Holz ist neben Steinen und Erden der älteste und wichtigste Baustoff. Als nachwachsender Rohstoff bietet Holz viele Vorteile: geringe Dichte, gute Wärmedämmung, gutes akustisches Verhalten, gute Eigenfestigkeit,...

Holz ist neben Steinen und Erden der älteste und wichtigste Baustoff. Als nachwachsender Rohstoff bietet Holz viele Vorteile: geringe Dichte, gute Wärmedämmung, gutes akustisches Verhalten, gute Eigenfestigkeit, ausreichende Elastizität, leicht zu bearbeiten, natürliche Dauerhaftigkeit. Bedingt durch das natürliche Wachstum zeichnet sich Holz durch unterschiedliche Eigenschaften in den drei Raumrichtungen aus, weshalb man von Anisotropie spricht.

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Holzarten

Man unterscheidet Holzarten zunächst nach der Art des Bewuchses in Laub- und Nadelhölzer. Dabei werden Nadelhölzer nochmals in harzhaltige und harzarme Qualitäten unterschieden. Ferner werden die Holzarten nach DIN EN...

Man unterscheidet Holzarten zunächst nach der Art des Bewuchses in Laub- und Nadelhölzer. Dabei werden Nadelhölzer nochmals in harzhaltige und harzarme Qualitäten unterschieden. Ferner werden die Holzarten nach DIN EN 350-2 in Resistenzklassen (1 bis 5) eingeteilt. Hierbei werden die Holzarten je nach Grad der Resistenz des ungeschützten Kernholzes gegen einen Befall durch holzzerstörende Pilze, bei lang anhaltender Holzfeuchtigkeit (> 20 Prozent) oder bei Erdkontakt unterteilt. Dabei bedeutet Resistenzklasse 1 = sehr resistent und Resistenzklasse 5 = nicht resistent.

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Holzfaserplatten

Plattenförmige Holzwerkstoffe sind unter anderem in der DIN EN 316 »Holzfaserplatten – Definition, Klassifizierung und Kurzzeichen«, Ausgabe Juli 2009, geregelt. Dem Grundsatz nach werden solche Baustoffe aus zerfaserten...

Plattenförmige Holzwerkstoffe sind unter anderem in der DIN EN 316 »Holzfaserplatten – Definition, Klassifizierung und Kurzzeichen«, Ausgabe Juli 2009, geregelt. Dem Grundsatz nach werden solche Baustoffe aus zerfaserten Hölzern unter verschiedenen Temperaturen bei unterschiedlichem Druck mit oder ohne Füllstoffe unter Verwendung holzeigener oder spezieller Bindemittel zu plattenförmigen Holzwerkstoffen verpresst. Holzfaserplatten fungieren meistens als Lastverteilungsplatten, welche zum Beispiel auf Schüttungen eingebracht werden, um darauf einen geeigneten Oberboden zu verlegen. Man unterscheidet im Nassverfahren und im Trockenverfahren hergestellte Platten. Im Nassverfahren hergestellte Holzfaserplatten sind porös und werden zum Beispiel bei schwimmenden Verlegungen von Fertigparkett und/oder bei Trockenestrich bzw. Fertigteilestrich als Zwischenlage verwendet. Bekannte Baustoffe, die im Trockenverfahren hergestellt werden, sind Holzfaserplatten mittlerer Dichte (MDF) oder hoher Dichte (HDF), die zum Beispiel als Fußleisten und/oder Mittellage für Laminatbeläge zum Einsatz kommen.

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Holzfeuchte

Als Holzfeuchte wird der Wasseranteil in den Holzzellen bezogen auf die Trockenmasse des Holzes in Prozent angegeben. Die Holzzellen in frisch geschnittenem Holz sind wassergesättigt. Um das Holz als Baustoff zu nutzen,...

Als Holzfeuchte wird der Wasseranteil in den Holzzellen bezogen auf die Trockenmasse des Holzes in Prozent angegeben. Die Holzzellen in frisch geschnittenem Holz sind wassergesättigt. Um das Holz als Baustoff zu nutzen, muss es getrocknet werden. Je nach gewünschtem Einsatzgebiet des Holzes wird eine Ausgleichsfeuchte zwischen 5 und 20 Prozent angestrebt. Dabei muss beachtet werden, dass durch jahreszeitlichen Klimaeinfluss selbst in Innenräumen eine Feuchtigkeitsschwankung von ca. ± 4 Prozent möglich ist. Vor Ort kann die Holzfeuchte näherungsweise durch die elektrische Feuchtemessung bestimmt werden. Genauer ist dagegen die Darrprüfung, welche im Labor stattfindet.

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Holzfeuchtigkeit

Das frisch gefällte Holz zeigt einen hohen Wassergehalt (100 bis 200 Prozent) auf, so dass die reine Holzsubstanz oft nur ein Drittel der Masse ausmacht und der Rest aus Wasser und Luft besteht. Zunächst wird das in den...

Das frisch gefällte Holz zeigt einen hohen Wassergehalt (100 bis 200 Prozent) auf, so dass die reine Holzsubstanz oft nur ein Drittel der Masse ausmacht und der Rest aus Wasser und Luft besteht. Zunächst wird das in den Zellhohlräumen befindliche »freie Wasser« abgegeben, wobei sich das Volumen nicht verändert – in dieser Trocknungsphase treten keine Risse auf. Anschließend wird das in den Zellwandungen enthaltene »gebundene Wasser« abgegeben, wodurch die Mizellen zusammenrücken und der Holzkörper schrumpft bzw. schwindet, was Rissbildungen zur Folge hat. Entsprechend der DIN 4074 gilt Holz als trocken, wenn eine mittlere Holzfeuchtigkeit von 20 Prozent vorliegt. Nach DIN V 4108-4 »Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden«, Teil 4, Wärme- und feuchteschutztechnische Kennwerte, ist nach Tabelle A.1 der praktische Feuchtegehalt für Holz, Sperrholz, Spanplatten und Holzfaserplatten mit 15 Prozent (massebezogener Feuchtegehalt) als Ausgleichsfeuchtegehalt benannt. Somit kann angenommen werden, dass neue Holzbauteile zum Einbauzeitpunkt eine Holzfeuchtigkeit < 20 Prozent aufzeigen sollten und sich diese Feuchtigkeit unter bauphysikalischen Gegebenheiten bewohnter Räume auf ca. 15 Prozent einpendelt.

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Holzfußboden

Holzfußboden ist ein Sammelbegriff, mit dem sämtliche Bodenbeläge bezeichnet werden, welche aus Vollholz oder Holzgemenge bestehen. Dazu zählen massive Dielen ebenso wie Parketthölzer, mehrschichtige Elemente oder...

Holzfußboden ist ein Sammelbegriff, mit dem sämtliche Bodenbeläge bezeichnet werden, welche aus Vollholz oder Holzgemenge bestehen. Dazu zählen massive Dielen ebenso wie Parketthölzer, mehrschichtige Elemente oder Holzpflaster. Während die kostengünstigen Laminat und Korkbeläge gerade in privaten Wohnungen durch ihr warmes Ambiente sehr beliebt sind, überzeugen Dielen- und Parkettbeläge sowie Holzpflaster durch ihre hohe Abriebfestigkeit bei einem Einsatz in hochfrequentierten Bereichen bis hin zur gewerblichen Nutzung. Ein großer Vorteil bei diesen Böden ist, dass selbst jahrzehntealte Beläge mit relativ wenig Aufwand wiederaufbereitet werden können. Dazu wird die Oberfläche des Holzbodens abgeschliffen, vorbehandelt und erneut versiegelt. Dieser Vorgang lässt sich öfter wiederholen, so dass ein Holzfußboden bei fachgerechter Pflege und Wartung einen dauerhaften Oberboden darstellen kann.

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Holzmaserung

Das Erscheinungsbild von Holz hängt von der jeweiligen Schnittrichtung und dem Schnittbild ab. Es ergibt sich eine Zeichnung, die auch Maserung genannt wird. Man unterscheidet drei Schnittrichtungen, die jeweils...

Das Erscheinungsbild von Holz hängt von der jeweiligen Schnittrichtung und dem Schnittbild ab. Es ergibt sich eine Zeichnung, die auch Maserung genannt wird. Man unterscheidet drei Schnittrichtungen, die jeweils charakteristische Schnittbilder ergeben: Querschnitt (auch Hirnschnitt genannt), Tangential- oder Fladernschnitt und Radial- oder Spiegelschnitt. Das Hirnholz bedarf in der Anstrichtechnik besonderer Beachtung.

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Holzpflaster

Holzpflaster sind seit Jahrhunderten als Oberboden bekannt und heute in der DIN 68 702 »Holzpflaster« geregelt. Die Norm gilt für Holzpflaster als Fußboden, zum Beispiel in Versammlungsstätten und im Wohnbereich, sowie...

Holzpflaster sind seit Jahrhunderten als Oberboden bekannt und heute in der DIN 68 702 »Holzpflaster« geregelt. Die Norm gilt für Holzpflaster als Fußboden, zum Beispiel in Versammlungsstätten und im Wohnbereich, sowie als Fußboden in Werkräumen und für gewerbliche und industrielle Zwecke mit Fahrzeug- und Staplerverkehr. In der Norm sind Begriffe, Holzarten, Maße und Bezeichnung von Holzpflaster festgelegt sowie Gütebedingungen, Feuchtegehalt, Verlegung, Anforderungen an den Untergrund, an die Verklebung und an die Oberfläche. Gegenüber der DIN 68 702, Ausgabe April 2001, wurde ergänzt, dass gesunde, fest verwachsene Äste sowie unbedeutende Trockenrisse zulässig sind. Bei den Anforderungen an den Unterboden wurden die neuen Klassifizierungen für Verbundestriche und Beton nach europäischen Normen berücksichtigt. Für die Bezeichnung der Holzarten wurden die Kurzzeichen nach DIN EN 13 556 »Rund- und Schnittholz – Nomenklatur der in Europa verwendeten Handelshölzer« übernommen.

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Holzschutz

Je nach Holzart zeigt das jeweilige Bauteil eine unterschiedliche Resistenz gegen vielfältige Umgebungseinflüsse. Dabei können Schadenbilder am Holzbauteil durch folgende Faktoren bewirkt werden: Witterungseinflüsse...

Je nach Holzart zeigt das jeweilige Bauteil eine unterschiedliche Resistenz gegen vielfältige Umgebungseinflüsse. Dabei können Schadenbilder am Holzbauteil durch folgende Faktoren bewirkt werden: Witterungseinflüsse (UV-Strahlung, Feuchtigkeit u. a.), biologische Einflüsse (holzzerstörende Pilze und Insekten), thermische Einflüsse (Hitze, Feuer) und chemische Einflüsse. Man unterscheidet daher den chemischen, konstruktiven und handwerklichen (durch Beschichtungen) Holzschutz. Der chemische Holzschutz ist in der DIN 68 800 und in den Landesbauordnungen geregelt und betrifft vor allem tragende Holzbauteile, die durch holzzerstörende Pilze und Insekten in ihrer Standsicherheit gefährdet sind. Solch chemischer Holzschutz wird mit Holzschutzmitteln im Holzwerk durch Tauchen oder Kesseldruckimprägnierung erreicht. Der konstruktive Holzschutz betrifft den Planer und bedeutet die richtige Auswahl geeigneter resistenter Holzarten und die Berücksichtigung der funktionsgerechten Konstruktion, welche das Regenwasser vom Bauteil ableitet (Dachüberstand, Neigung horizontaler Bauteile mit Tropfkante, abgerundete Kanten etc.). Nur bei richtiger Planung, Konstruktion, Ausführung und Verarbeitung von Holzbauteilen kann eine Beschichtung ihre Funktion der Werterhaltung dieser Baustoffe entfalten. Der handwerkliche Holzschutz mit Lasuren und Lacken bietet vorwiegend den physikalischen Holzschutz durch dekorative Oberflächen, da geeignete Beschichtungssysteme die Feuchtigkeitsaufnahme (zum Beispiel bei Beregnung und hoher Luftfeuchtigkeit) vermindern und gleichzeitig Wasserdampf durch die Beschichtung diffundieren lassen. Jedoch muss beachtet werden, dass sich alle drei oben genannten Faktoren ergänzen und nicht getrennt voneinander betrachtet werden können.

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Holzschutzmittel

Holzschutzmittel werden eingesetzt, um Holzbauteile vor Umwelteinflüssen, Pilzbefall und Schädlingen zu schützen. Holzschutzmittel werden in zwei Hauptgruppen eingeteilt: ölige Holzschutzmittel und wasserlösliche...

Holzschutzmittel werden eingesetzt, um Holzbauteile vor Umwelteinflüssen, Pilzbefall und Schädlingen zu schützen. Holzschutzmittel werden in zwei Hauptgruppen eingeteilt: ölige Holzschutzmittel und wasserlösliche Holzschutzmittel auf Salzbasis. In den letzten 60 Jahren fand ein starker Wandel im Zusammenhang mit dem Einsatz von gesundheitsgefährdenden Stoffen wie zum Beispiel Teeröle oder PCP (Pentachlorphenol) statt. Seit Bekanntwerden der schädlichen Wirkung werden diese Stoffe nicht mehr eingesetzt, bei Sanierungen und/oder Rückbau von alten Gebäuden muss untersucht werden, ob es sich um belastetes Holz oder unbelastetes Holz handelt, um fachgerechte Entsorgung zu gewährleisten.

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Holzspanplatte

Plattenförmige Holzwerkstoffe aus zerspantem Holz unter Verwendung von Kunstharzklebstoff verpresst sind wie folgt normativ geregelt: DIN EN 309 »Spanplatten – Definition und Klassifizierung«, Ausgabe April 2005, DIN EN...

Plattenförmige Holzwerkstoffe aus zerspantem Holz unter Verwendung von Kunstharzklebstoff verpresst sind wie folgt normativ geregelt: DIN EN 309 »Spanplatten – Definition und Klassifizierung«, Ausgabe April 2005, DIN EN 312 »Spanplatten – Anforderungen«, Ausgabe Dezember 2010. Man unterscheidet je nach Verfahren hergestellte Holzspanplatten, wobei in der Fußbodentechnik nur flachgepresste Spanplatten verwendet werden. Häufig wurden Spanplatten mit organischen Klebstoffen verpresst, die dann bei der späteren Verarbeitung und Verlegung von Oberböden zu Geruchsbelästigungen führten, weil hier im Laufe der Zeit Formaldehyd ausgasen konnte. Formaldehyd gilt als gesundheitsgefährdend, daher werden heute nur noch Spanplatten zugelassen, die der Emissionsklasse E1 entsprechen, so dass die Abgabe von Formaldehyd in die Raumluft unterhalb der Grenzwerte liegen sollte. Alternativ zu solchen Spanplatten gibt es auch zementgebundene Holzwerkstoffe und/oder Platten mit längeren Spänen schichten-/kreuzweise verleimt (OSB-Platte: Oriented Strand Board).

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Holzstaub

Holzstaub entsteht bei der Holzver- oder Holzbearbeitung mit Schnitt- oder Schleifwerkzeugen. Laut der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 553 »Holzstaub« gilt dieser mit Verweis auf die DIN EN 481...

Holzstaub entsteht bei der Holzver- oder Holzbearbeitung mit Schnitt- oder Schleifwerkzeugen. Laut der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 553 »Holzstaub« gilt dieser mit Verweis auf die DIN EN 481 »Arbeitsplatzatmosphäre; Festlegung der Teilchengrößenverteilung zur Messung luftgetragener Partikel« als einatembarer Staub, wenn er einen »aerodynamischen Durchmesser von weniger als 100 μm« aufweist. Stäube von Hartholz werden beispielsweise in der TRGS 905 »Verzeichnis krebserzeugender, erbgutverändernder oder fortpflanzungsgefährdender Stoffe« als Gefahrstoff aufgelistet. Eichen- und Buchenholzstäube werden zu der Kategorie 1 »Stoffe, die beim Menschen Krebs erzeugen« eingestuft. Holzstaub kann in Verbindung mit Sauerstoff explosive Gemische bilden, hier müssen die Maßnahmen für den Brand- und Explosionsschutz beachtet werden. Dazu ist die BGI 739 »Holzstaub« zu beachten.

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Holztrocknung

Als Holztrocknung bezeichnet man verschiedene Verfahren, um dem Holz vor der endgültigen Verarbeitung Feuchtigkeit zu entziehen. Diese Verfahren sind notwendig, um das Holz auf die Ausgleichsfeuchte des späteren...

Als Holztrocknung bezeichnet man verschiedene Verfahren, um dem Holz vor der endgültigen Verarbeitung Feuchtigkeit zu entziehen. Diese Verfahren sind notwendig, um das Holz auf die Ausgleichsfeuchte des späteren Einsatzortes zu bringen. Je nach Einsatzgebiet und Verwendungszweck werden Holzfeuchten zwischen 5 und 20 Prozent benötigt bzw. angestrebt. Ein Baum, welcher unter natürlichen Bedingungen wächst, enthält die größtmögliche Wassermenge, die die Zellen aufnehmen können. Dieses sogenannte »grüne Holz« kann einen Wasseranteil von über 35 Prozent besitzen. Das Wasser tritt dabei als »freies Wasser« in den Zellhohlräumen und als »gebundenes Wasser« in den Zellwänden auf. Der Wasseranteil in den Zellwänden kann dabei zwischen 25 und 35 Prozent ausmachen. Dies ist der sogenannte Fibersättigungspunkt. Wird bis zu diesem Punkt getrocknet, so verdampft lediglich das »freie Wasser«, bei einer weiteren Austrocknung beginnt das Holz zu schwinden. Bis zu einer Gleichgewichtsfeuchte von 15 Prozent kann das Holz luftgetrocknet werden, was bedeutet, dass es lediglich bei 20 Grad Celsius lange genug trocken gelagert werden muss, bis das Wasser verdampft ist. Wird ein Wassergehalt unter 15 Prozent benötigt, so muss das Holz künstlich getrocknet werden. Diese Trocknung ist ein industrieller Vorgang, welcher in sogenannten Trockenkammern abläuft. Dabei werden die Kammern beheizt und gleichzeitig belüftet, um ein gutes Verdampfen zu ermöglichen. Da dies jedoch sehr kostspielig ist, kommt eine zweite Trockenmethode zum Einsatz, die Kondensationstrocknung. Dabei wird das Holz in einem geschlossenen und gut isolierten Trockenraum bei einer Temperatur von ca. 28 bis 50 Grad Celsius getrocknet. Ein ausgeklügeltes System von Ventilatoren sorgt für eine erzwungene Luftzirkulation im Holzstapel, die Temperatur hingegen steigt mit der Zeit allmählich an. Dadurch kann die Luft immer mehr Wasser aufnehmen, das Holz kann schließlich bis zu einer Feuchtigkeit von 8 Prozent trocknen. Durch die Trocknung wird die Resistenz gegenüber Pilzen sowie Festigkeit des Holzes erhöht. Somit können Trocknungsschäden wie Reißen, Verschalen und Verwerfen des Holzes im Nachhinein vermieden werden.

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Homogene Beläge

Homogene Bodenbeläge sind aus einer oder mehreren Schichten aufgebaut, wobei sämtliche Schichten die gleiche Materialzusammensetzung und Farbe aufweisen. Dies kann beispielsweise in stark frequentierten Gebäuden...

Homogene Bodenbeläge sind aus einer oder mehreren Schichten aufgebaut, wobei sämtliche Schichten die gleiche Materialzusammensetzung und Farbe aufweisen. Dies kann beispielsweise in stark frequentierten Gebäuden hilfreich sein, optische Verschleißerscheinungen zu minimieren. Jedoch kann es wie bei den meisten homogenen PVC-Bodenbelägen nötig sein, eine zusätzliche Schicht in Form einer Versiegelung aufzubringen. Diese kann zum Beispiel aus Polyurethan (PUR) bestehen und die Beständigkeit gegenüber Chemikalien und Witterungseinflüssen sowie gegen Abrieb erhöhen.

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Horizontalsperre

Eine Horizontalsperre wird zum Schutz des Mauerwerks vor aufsteigender kapillarer Feuchte zwischen Wand und Betonplatte eingebracht. Bei Neubauten wird sie aus Bitumen bzw. dicken Folien hergestellt. Bei der Herstellung...

Eine Horizontalsperre wird zum Schutz des Mauerwerks vor aufsteigender kapillarer Feuchte zwischen Wand und Betonplatte eingebracht. Bei Neubauten wird sie aus Bitumen bzw. dicken Folien hergestellt. Bei der Herstellung einer Horizontalsperre ist auf eine ebene Unterlage und auf ausreichend große Überlappungen (mindestens 15 cm) an den Stoßseiten zu achten. Bei Sanierungen können Horizontalsperren mit Bohrkern-, Injektions-, Mauersägeverfahren oder durch Einschlagen von Blechen hergestellt werden.

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Hybridsysteme

Durch Kombination unterschiedlicher Bindemittel (zum Beispiel Reinacrylat und wasseremulgiertes Alkydharz bzw. in Wasser gelöstes Alkydharz) entstehen Mischsysteme, welche die Vorteile der einzelnen Komponenten addieren....

Durch Kombination unterschiedlicher Bindemittel (zum Beispiel Reinacrylat und wasseremulgiertes Alkydharz bzw. in Wasser gelöstes Alkydharz) entstehen Mischsysteme, welche die Vorteile der einzelnen Komponenten addieren. So gelangt man zu Beschichtungsstoffen mit hoher Elastizität und guter Witterungsbeständigkeit (Reinacrylate) bei gleichzeitig guter Haftung zum Untergrund (Alkydharze). Die Trocknung dieser Systeme erfolgt durch Abgabe von Wasser als Lösemittel und Verschmelzen der gelösten Polymere (physikalische Trocknung, kalter Fluss) und oxidativ durch Sauerstoffaufnahme aus der Luft.

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Hydratation

Unter Hydratation versteht man den Abbindevorgang von zementhaltigen Gemischen zum festen Stein. Da hierbei das Anmachwasser chemisch und/oder physikalisch gebunden wird, ist die Zeit der entscheidende Faktor für die...

Unter Hydratation versteht man den Abbindevorgang von zementhaltigen Gemischen zum festen Stein. Da hierbei das Anmachwasser chemisch und/oder physikalisch gebunden wird, ist die Zeit der entscheidende Faktor für die Festigkeit des Steins. Das bedeutet, je länger die Hydratation ablaufen kann, desto grösser ist die erreichte Festigkeit. Das physikalisch gebundene Wasser kann während des Abbindevorgangs entfernt werden, das chemisch gebundene verbleibt im ausgehärteten Stein. Eine Folge der unmittelbar einsetzenden Reaktion des Anmachwassers mit der Calciumverbindung des Zements ist ein Ansteifen des Zementleimes. Dies geschieht zunächst noch recht schleppend, im weiteren Verlauf verstärkt sich dieser Effekt aber zunehmend bis zu einem kompletten Erstarren des Zements. Dieser Vorgang bis zur totalen Steinbildung kann bis zu mehreren Jahrzehnten und Jahrhunderten dauern, bei den heutigen Zementmischungen ist die gewünschte Festigkeit aber bereits nach Stunden erreicht.

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Hydratationswärme

Die Hydratationswärme entsteht beim Abbinden von Zementleim zu Zementstein. Die Hydratationswärmeentwicklung hängt im Wesentlichen von der Zementart und Festigkeitsklasse ab. Die entwickelte Wärmemenge bis zur...

Die Hydratationswärme entsteht beim Abbinden von Zementleim zu Zementstein. Die Hydratationswärmeentwicklung hängt im Wesentlichen von der Zementart und Festigkeitsklasse ab. Die entwickelte Wärmemenge bis zur vollständigen Hydratation unterscheidet sich für die einzelnen Zemente nicht wesentlich. Entscheidender ist die Wärmeentwicklung im frühen Stadium der Hydratation. Mit abnehmendem Anteil an Portlandzement und/oder abnehmender Mahlfeinheit des Zements verlangsamt sich die Wärmeentwicklung.

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Hydraulisches Bindemittel

Hydraulische Bindemittel härten sowohl an der Luft als auch unter Wasser aus. Darüber hinaus behalten sie auch nach dem Abbinden ihre Form und sind somit wasserbeständig. Hydraulische Bindemittel sind beispielsweise...

Hydraulische Bindemittel härten sowohl an der Luft als auch unter Wasser aus. Darüber hinaus behalten sie auch nach dem Abbinden ihre Form und sind somit wasserbeständig. Hydraulische Bindemittel sind beispielsweise Zement und Trass.

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Hydrophil

Das Gegenteil einer wasserabweisenden Oberfläche ist eine hydrophile Eigenschaft. Als hydrophil bezeichnet man eine Oberfläche, die gut saugfähig ist. Hydrophil kommt aus dem Griechischen und bedeutet »wasserliebend«....

Das Gegenteil einer wasserabweisenden Oberfläche ist eine hydrophile Eigenschaft. Als hydrophil bezeichnet man eine Oberfläche, die gut saugfähig ist. Hydrophil kommt aus dem Griechischen und bedeutet »wasserliebend«. Alle Stoffe, die sich gut in Wasser lösen, oder Substanzen, die sich mit Wasser verbinden, haben hydrophile Charaktere.

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hydrophob

Der Begriff Hydrophob kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie »wassermeidend«. Mit diesem Begriff werden Stoffe bezeichnet, die sich nur sehr schwer mit Wasser vermischen lassen und an denen beispielsweise...

Der Begriff Hydrophob kommt aus dem Griechischen und bedeutet so viel wie »wassermeidend«. Mit diesem Begriff werden Stoffe bezeichnet, die sich nur sehr schwer mit Wasser vermischen lassen und an denen beispielsweise Wassertropfen nicht haften bleiben. Hydrophobe Stoffe sind zum Beispiel Öle und Wachse.

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Hydrophobierung

Mit Hydrophobierungen werden saugfähige Bauteiloberflächen mit einer wasserabweisenden Oberfläche ausgestattet, um die Wasseraufnahme zu vermeiden (zum Beispiel hydrophobierte Oberfläche von Terrazzoestrichen auf...

Mit Hydrophobierungen werden saugfähige Bauteiloberflächen mit einer wasserabweisenden Oberfläche ausgestattet, um die Wasseraufnahme zu vermeiden (zum Beispiel hydrophobierte Oberfläche von Terrazzoestrichen auf Laubengängen).

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Hygroskopie

Mit der Hygroskopie wird die Fähigkeit eines Stoffes beschrieben, Feuchtigkeit aus der Umgebung anzuziehen und aufzunehmen. Zu hygroskopen Stoffen gehören zum Beispiel Salze und Kalke. Salz wird bei offener Lagerung...

Mit der Hygroskopie wird die Fähigkeit eines Stoffes beschrieben, Feuchtigkeit aus der Umgebung anzuziehen und aufzunehmen. Zu hygroskopen Stoffen gehören zum Beispiel Salze und Kalke. Salz wird bei offener Lagerung nass, Kalk härtet aus. Die hygroskopen Eigenschaften können in der Fußbodentechnik störend sein, beispielsweise wenn gipshaltige Baustoffe nach dem Abbinden durch hohe Luftfeuchtigkeit einer Rückfeuchtung unterliegen, weil dieser Vorgang reversibel ist.

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hygroskopisch

wasseranziehend; solche Stoffe, die zum Beispiel aus der Raumluft die darin enthaltene Luftfeuchtigkeit an sich binden, bezeichnet man als hygroskopisch (zum Beispiel Salz, Zucker).

wasseranziehend; solche Stoffe, die zum Beispiel aus der Raumluft die darin enthaltene Luftfeuchtigkeit an sich binden, bezeichnet man als hygroskopisch (zum Beispiel Salz, Zucker).

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Igelwalze

Spezielles Werkzeug zum Aufrauhen alter, nicht saugfähiger Tapeten oder Wandbekleidungen. Gehärtete Stahldorne auf einer Messingrolle mit langem Holzstiel ermöglichen das Perforieren der Oberfläche bis zum mineralischen...

Spezielles Werkzeug zum Aufrauhen alter, nicht saugfähiger Tapeten oder Wandbekleidungen. Gehärtete Stahldorne auf einer Messingrolle mit langem Holzstiel ermöglichen das Perforieren der Oberfläche bis zum mineralischen Untergrund (zum Beispiel Innenputz), damit schließlich das mit Netzmittel versehene Wasser, welches mit der Bürste aufgetragen wird, das Anlösen des Papierträgers bzw. Kleisters bewirken kann, um den alten Wandbelag mit dem Stielspachtel besser entfernen zu können.

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Imprägnieren

Oberflächenschutz von porösen Baustoffen wie zum Beispiel Holz, Beton, Steine oder Putze. Man unterscheidet bei mineralischen Baustoffen nicht filmbildende Imprägnierungen zum Beispiel mit Silikonen und/oder Silanen (s....

Oberflächenschutz von porösen Baustoffen wie zum Beispiel Holz, Beton, Steine oder Putze. Man unterscheidet bei mineralischen Baustoffen nicht filmbildende Imprägnierungen zum Beispiel mit Silikonen und/oder Silanen (s. Hydrophobierung und filmbildende Imprägnierungen zum Beispiel mit Acrylaten, Epoxidharzen und Polyurethanen).

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Imprägnierlasur

Nicht filmbildender dekorativer Oberflächenschutz für Außenbauteile aus Holz mit geringem Festkörpergehalt. Bei geringer Viskosität resultiert eine hohe Eindringtiefe und somit eine geringe Schichtdicke. Daher wittert...

Nicht filmbildender dekorativer Oberflächenschutz für Außenbauteile aus Holz mit geringem Festkörpergehalt. Bei geringer Viskosität resultiert eine hohe Eindringtiefe und somit eine geringe Schichtdicke. Daher wittert ein solcher Oberflächenschutz relativ schnell wieder ab und das Holzbauteil bedarf je nach Konstruktion, Holzart und Klimazone der Überarbeitung nach kurzer Standzeit. Manche Hersteller statten Imprägnierlasuren auch mit Bioziden aus, so dass die Wirkungsweise eines chemischen Holzschutzmittels gegeben sein kann (beim Hersteller nachfragen, Eigenschaften schriftlich zusichern lassen).

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Imprägniermittel

Nach DIN 55 945 bindemittelhaltige, niedrigviskose, kapillaraktive Flüssigkeit ohne Pigment und Füllstoff zum Tränken saugfähiger Untergründe (zum Beispiel Beton, Gewebe, Holz oder Putze), um diese zu Neutralisieren oder...

Nach DIN 55 945 bindemittelhaltige, niedrigviskose, kapillaraktive Flüssigkeit ohne Pigment und Füllstoff zum Tränken saugfähiger Untergründe (zum Beispiel Beton, Gewebe, Holz oder Putze), um diese zu Neutralisieren oder gegen schädliche Einflüsse (zum Beispiel durch Insekten, Pilzbefall), gegen leichtes Entflammen oder Einwirken von Wasser zu schützen.

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Indikatoren

Stoffe, welche bei Kontakt mit anderen Medien resultierende Veränderungen anzeigen können.

Stoffe, welche bei Kontakt mit anderen Medien resultierende Veränderungen anzeigen können.

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Indikatorpapier

Durch Verwendung von (Universal-)Indikatorpapier kann man feststellen, ob ein Untergrund sauer, neutral oder alkalisch beschaffen ist. Hierzu wird das Indikatorpapier auf den Untergrund aufgelegt und mit entionisiertem...

Durch Verwendung von (Universal-)Indikatorpapier kann man feststellen, ob ein Untergrund sauer, neutral oder alkalisch beschaffen ist. Hierzu wird das Indikatorpapier auf den Untergrund aufgelegt und mit entionisiertem Wasser beaufschlagt. Es tritt eine sofortige Farbtonänderung aufgrund der Beschaffenheit des Untergrundes ein, wodurch erkennbar ist, welchen pH-Wert ein Baustoff hat. Saure Medien vermögen das an sich gelbe Indikatorpapier rot zu färben, alkalische Stoffe dagegen bewirken eine Blaufärbung.

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Industrieböden

Der Begriff Industrieboden ist nicht normativ geregelt. Wie der Name schon sagt, ist davon auszugehen, dass ein solcher Boden mindestens hohen Belastungen gewerblicher Nutzung, eher aber industrieller Art und Weise...

Der Begriff Industrieboden ist nicht normativ geregelt. Wie der Name schon sagt, ist davon auszugehen, dass ein solcher Boden mindestens hohen Belastungen gewerblicher Nutzung, eher aber industrieller Art und Weise genügen muss. Von der Lagerung bestimmter Bauteile (zum Beispiel Maschinenbau) und Baustoffe (zum Beispiel Baumärkte) bis hin zu Produktionsanlagen in der Industrie (zum Beispiel Apparatebau) müssen die vorhandenen Fußböden dabei große punktuelle Belastungen (zum Beispiel Regale) und Flächenlasten (zum Beispiel Maschinen) aufnehmen können. Diese Beanspruchungen entstehen zum Beispiel beim Befahren mit Flurförderzeugen (zum Beispiel Gabelstapler) oder in Lagern mit Hochregalen. Neben mechanischen Beanspruchungen können dabei auch chemische Belastungen oder Anforderungen an die elektrischen Eigenschaften bestehen (zum Beispiel Ableitfähigkeit). Industrieböden können dem Grundsatz nach aus Beton und hochbeanspruchbaren Estrichen hergestellt werden. Nutzschichten für Industrieböden können Oberböden sein, die aus Holzpflaster oder Beschichtungen aus Reaktionsharzen bestehen können.

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Inhibitoren

Stoffe, welche bestimmte Abläufe in der Chemie beeinflussen oder herabsetzen können, werden als Inhibitoren bezeichnet. Beispielsweise verzögern inhibierende Inhaltsstoffe exotischer Hölzer (zum Beispiel Öle in Iroko...

Stoffe, welche bestimmte Abläufe in der Chemie beeinflussen oder herabsetzen können, werden als Inhibitoren bezeichnet. Beispielsweise verzögern inhibierende Inhaltsstoffe exotischer Hölzer (zum Beispiel Öle in Iroko Kambala) die Trocknung von Oberflächenschutzsystemen, so dass später Störungen in der Oberfläche der Beschichtung und/oder partielle Enthaftungen die Folge sein können.

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Innenanstriche

Gemäß DIN 55 945 ist ein Innenanstrich ein Anstrich, der bestimmungsgemäß nicht der Witterung ausgesetzt ist.

Gemäß DIN 55 945 ist ein Innenanstrich ein Anstrich, der bestimmungsgemäß nicht der Witterung ausgesetzt ist.

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Insektizide

Holzschutzmittel, die vorbeugend gegen den Befall von Insekten wirken.

Holzschutzmittel, die vorbeugend gegen den Befall von Insekten wirken.

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Instandsetzung (Beton)

Mineralische Baustoffe unterliegen ohne Oberflächenschutz durch Imprägnierungen, Hydrophobierungen und/oder Beschichtungen aufgrund der Bewitterung und dem gleichzeitigen Einwirken von Atmosphärilien je nach Art des...

Mineralische Baustoffe unterliegen ohne Oberflächenschutz durch Imprägnierungen, Hydrophobierungen und/oder Beschichtungen aufgrund der Bewitterung und dem gleichzeitigen Einwirken von Atmosphärilien je nach Art des Baustoffes einer unterschiedlichen Baustoff-Korrosion. Speziell am Beispiel Beton können die Ursachen und notwendigen Arbeitsschritte zur Instandsetzung aufgezeigt werden.

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INSTITUTIONELLER WOHNUNGSBAU

Der institutionelle Wohnungsbau gehört nicht zum Objektbereich, obwohl er in der Akquisitionsphase durchaus mit diesem vergleichbar ist, weil die Produktanforderungen denen des Privatbereichs entsprechen. Das wird im...

Der institutionelle Wohnungsbau gehört nicht zum Objektbereich, obwohl er in der Akquisitionsphase durchaus mit diesem vergleichbar ist, weil die Produktanforderungen denen des Privatbereichs entsprechen. Das wird im Markt zum Teil anders gesehen und die Mengen falsch zugeordnet. Dadurch ist es unmöglich, zu genauen Angaben über die Größe des Objektmarktes zu kommen.

I
Intarsien

Unter Intarsien versteht man zunächst eine Dekorationstechnik, mit welcher hölzerne Oberflächen veredelt werden. Dabei werden unterschiedliche Holzarten und/oder andersfarbige Furniere bei einer Holzkonstruktion...

Unter Intarsien versteht man zunächst eine Dekorationstechnik, mit welcher hölzerne Oberflächen veredelt werden. Dabei werden unterschiedliche Holzarten und/oder andersfarbige Furniere bei einer Holzkonstruktion verwendet, die eine bündige Oberfläche ergeben. Mit dem dadurch erzielten Mosaikeffekt lassen sich verschiedenste Verzierungen bilden. Die unterschiedliche Strukturierung und Farbgebung der verwendeten Hölzer erlauben eine nahezu unbegrenzte Vielfalt der Darstellung. So lassen sich mit Intarsien einzelne Muster wie beispielsweise ein Schachbrett erzeugen oder aber auch ganze Bilder, welche verschiedenste Szenen mit Tiefenwirkung darstellen können. Mit Intarsien können also sehr hochwertige Böden und Möbel hergestellt werden. Zu beachten ist dabei allerdings, dass es sich nach strenger Definition nur um eine Intarsie handelt, wenn lediglich Holz bei der Einlegearbeit verwendet wurde (ital. Intarsiare: in Holz einlegen). Wurden andere Materialien wie beispielsweise Stein, Edelstein oder Metall verwendet, so spricht man von einer Inkrustation.

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Intarsienböden

Intarsienböden sind aufwendig hergestellte Parkettböden mit Mustern aus andersfarbigen Furnieren oder unterschiedlichen Holzarten. Je nach Raumverwendung und/oder Epoche wurden Ornamente, Wappen, verzierte Rosetten oder...

Intarsienböden sind aufwendig hergestellte Parkettböden mit Mustern aus andersfarbigen Furnieren oder unterschiedlichen Holzarten. Je nach Raumverwendung und/oder Epoche wurden Ornamente, Wappen, verzierte Rosetten oder verschiedenste Szenen dargestellt.

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Irreversible Beschichtung

Solche Beschichtungen, welche nach (vorwiegend chemischer) Trocknung durch Überstreichen mit lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen durch das Lösemittel des nachfolgenden Beschichtungsstoffs nicht wieder (an)gelöst...

Solche Beschichtungen, welche nach (vorwiegend chemischer) Trocknung durch Überstreichen mit lösemittelhaltigen Beschichtungsstoffen durch das Lösemittel des nachfolgenden Beschichtungsstoffs nicht wieder (an)gelöst werden können. Die chemisch trocknenden Bindemittel verhindern durch die Vernetzung ein erneutes Anlösen, wenn später wieder lösemittelhaltige Beschichtungsstoffe verwendet werden. Dagegen bewirken physikalisch trocknende Bindemittel, dass der Beschichtungsstoff auch nach der Trocknung wieder lösbar ist. Der Praktiker kennt Probleme bei der Überarbeitung von alten Leimfarben, die vor der Neubeschichtung abgewaschen und entfernt werden müssen (bei spannungsreichen filmbildenden Dispersionsfarben kommt es sonst zum Abplatzen der neuen Beschichtung). Bei Nitrolacken führt das Überbeschichten mit gleichartigen Beschichtungsstoffen zum Anlösen und zur Runzelbildung.

I
Isolierung

Im Bauwesen wird der Begriff »Isolierung« häufig missverständlich gebraucht. Dabei bezeichnet man als Isolierung umgangssprachlich sowohl Materialien, welche als Dämmstoffe zum Beispiel bei der Wärme- oder Schalldämmung...

Im Bauwesen wird der Begriff »Isolierung« häufig missverständlich gebraucht. Dabei bezeichnet man als Isolierung umgangssprachlich sowohl Materialien, welche als Dämmstoffe zum Beispiel bei der Wärme- oder Schalldämmung verwendet werden, als auch Materialien, welche bei Bauwerksabdichtungen o. ä. zum Einsatz kommen. Ursprünglich und richtigerweise wurde der Begriff im Bereich der Elektrostatik verwendet. Zusammenfassend kann man allerdings sagen, dass eine Isolierung verwendet wird, um eine trennende Schicht zwischen mindestens zwei verschiedenen oder gleichen Materialien herzustellen, um einen direkten Kontakt dieser Materialien zu verhindern. Nicht mehr verwenden sollte man den Begriff Isolierung also für Maßnahmen zum Schall- und Wärmeschutz oder eine Abdichtung von Bauteilen gegen Baufeuchte.

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Jacquard-Teppiche

Als Jacquard-Teppiche werden reich verzierte Teppiche bezeichnet, welche auf einem speziellen Webstuhl produziert wurden. Dabei liegt die Besonderheit bei einem speziellen Lochkartensystem, welches ermöglicht, sämtliche...

Als Jacquard-Teppiche werden reich verzierte Teppiche bezeichnet, welche auf einem speziellen Webstuhl produziert wurden. Dabei liegt die Besonderheit bei einem speziellen Lochkartensystem, welches ermöglicht, sämtliche Kettfäden/Polfäden direkt einzeln anzusteuern, wodurch unzählige Muster hergestellt werden können. Das Lochkartensystem wurde mittlerweile durch eine Computersteuerung ersetzt. Der Namensgeber war der Erfinder des Webstuhls, der französische Mechaniker Charles Maria Jacquard.

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Jahresringe

Zentrische Kreise mit hellem Frühholz und dunklem Spätholz, die im Querschnitt des Baumstammes sichtbar werden und Hinweise auf das Wachstum und die damaligen Umweltbedingungen geben.

Zentrische Kreise mit hellem Frühholz und dunklem Spätholz, die im Querschnitt des Baumstammes sichtbar werden und Hinweise auf das Wachstum und die damaligen Umweltbedingungen geben.

J
Japanspachtel

Zum Spachteln und Glätten von Vertiefungen und unebenen Bauteiloberflächen werden (unterschiedlich breite) rechteckige Stahlspachtel verwendet, die wegen ihrer dünnen Klingen eine hohe Elastizität besitzen und ein...

Zum Spachteln und Glätten von Vertiefungen und unebenen Bauteiloberflächen werden (unterschiedlich breite) rechteckige Stahlspachtel verwendet, die wegen ihrer dünnen Klingen eine hohe Elastizität besitzen und ein Anschmiegen an der Oberfläche erlauben.

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Jute

Die Jute ist ein natürlicher Lieferant von Fasern, welche sich durch eine vergleichsweise hohe Festigkeit und Härte auszeichnen. Dadurch sind diese nach einer entsprechenden Vorbehandlung für die Herstellung besonders...

Die Jute ist ein natürlicher Lieferant von Fasern, welche sich durch eine vergleichsweise hohe Festigkeit und Härte auszeichnen. Dadurch sind diese nach einer entsprechenden Vorbehandlung für die Herstellung besonders strapazierfähiger Gewebe sehr geeignet. Zusätzlich werden Jutefasern aufgrund ihrer hohen Reißfestigkeit in der Bodenbelagsproduktion als Füllkette bei Webwaren, Zweitrücken bei Tuftingteppichen oder als Trägergewebe für Linoleum eingesetzt. Jute ist eine pflanzliche Naturfaser wie Baumwolle, Sisal und Kokos.

K
Kalandern

Unter Kalandern versteht man das Bearbeiten von Stoffen mit mehreren hintereinander geschalteten beheizten Walzen, welche zumeist aus Stahl bestehen. Dabei sind die Walzen so gelagert, dass sie in den Abständen...

Unter Kalandern versteht man das Bearbeiten von Stoffen mit mehreren hintereinander geschalteten beheizten Walzen, welche zumeist aus Stahl bestehen. Dabei sind die Walzen so gelagert, dass sie in den Abständen zueinander variabel sind. Dies bewirkt, dass bei einer Wiederholung des Walzprozesses die jeweiligen zu walzenden Stoffe immer dünner und glatter werden. Da bei dem Kalanderprozess sowohl Schmelzen als auch feste Materialien wie Papier verwendet werden, ist diese Walztechnik sehr vielseitig einsetzbar. So werden mit diesem Verfahren beispielsweise Bodenbeläge aus Linoleum, PVC oder Elastomer-Beläge wie Synthesekautschuk, Folien, Metallbleche und Papier hergestellt.

K
Kaliwasserglas

Mineralisches, anorganisches Bindemittel für Silikat- und Dispersionssilikatfarben.

Mineralisches, anorganisches Bindemittel für Silikat- und Dispersionssilikatfarben.

K
Kalk

Nach DIN 1060 »Baukalk« handelt es sich hierbei um einen allgemeinen Begriff, welcher die Vielfältigkeit der physikalischen und chemischen Formen von Calcium- und Magnesiumoxid und/oder Calcium- und Magnesiumhydroxid...

Nach DIN 1060 »Baukalk« handelt es sich hierbei um einen allgemeinen Begriff, welcher die Vielfältigkeit der physikalischen und chemischen Formen von Calcium- und Magnesiumoxid und/oder Calcium- und Magnesiumhydroxid umfasst. Man unterscheidet Baukalk, Luftkalke, ungelöschte Kalke, Brandkalke, Dolomitkalke, gelöschte Kalke, Kalkhydrate, Dolomitkalkhydrate, vollständig gelöschte Dolomitkalke, Muschelkalke, Carbidkalke, Kalkteige, hydraulische Kalke, hochhydraulische Kalke und natürliche hydraulische Kalke (s. Calciumcarbonat).

K
Kalkausblühungen

Mörtel mit zu hohem Kalkanteil und/oder Hinterfeuchtungen kalkhaltiger Baustoffe und Mörtel führen zum Auswaschen von Kalkstein.

Mörtel mit zu hohem Kalkanteil und/oder Hinterfeuchtungen kalkhaltiger Baustoffe und Mörtel führen zum Auswaschen von Kalkstein.

K
Kalkfarbe

Nach DIN 55 945 handelt es sich hierbei um eine wässrige Aufschlämmung von gelöschtem Kalk ggf. unter Zusatz von (farbgebenden) Pigmenten mit oder ohne geringe Anteile anderer Bindemittel (gelöschter Kalk kann...

Nach DIN 55 945 handelt es sich hierbei um eine wässrige Aufschlämmung von gelöschtem Kalk ggf. unter Zusatz von (farbgebenden) Pigmenten mit oder ohne geringe Anteile anderer Bindemittel (gelöschter Kalk kann Bindemittel und Pigment zugleich sein).

K
Kalkhydrat

Kalkhydrat (richtig wäre Calciumhydroxid) entsteht infolge einer chemischen Reaktion zwischen gebranntem Kalk und Wasser. Dieser Prozess wird als »Löschen von Kalk« bezeichnet. Dieses Produkt der chemischen Reaktion...

Kalkhydrat (richtig wäre Calciumhydroxid) entsteht infolge einer chemischen Reaktion zwischen gebranntem Kalk und Wasser. Dieser Prozess wird als »Löschen von Kalk« bezeichnet. Dieses Produkt der chemischen Reaktion liegt in noch nicht gebundener Form vor, reagiert als Bestandteil von Putz- und Estrichmörteln oder frischem Beton mit dem Kohlendioxid der Umgebungsluft zu Calciumcarbonat und Wasser weiter. Dieser Vorgang wird als Carbonatisieren bezeichnet und bewirkt das Erhärten mineralischer Baustoffe. Weitere Zunahme von Kohlendioxid kann bei Stahlbeton sehr schädlich sein, da dadurch der pH-Wert gesenkt wird und der alkalische Beton in der Umgebung der Bewehrung die Passivierung verliert. Dadurch kann Korrosion der Bewehrung im Beton auftreten, welche dann schwere Schäden im Beton bewirken können (Absprengen der Betonüberdeckung).

K
Kalksandstein

Baustoff, der aus Kalk unter Zugabe von kieselsäurehaltigen Zuschlägen (Quarzsand) durch Vermischen mit Wasser entsteht und in Formen gegossen, verdichtet und unter Dampfdruck gehärtet schließlich Mauersteine ergibt. Für...

Baustoff, der aus Kalk unter Zugabe von kieselsäurehaltigen Zuschlägen (Quarzsand) durch Vermischen mit Wasser entsteht und in Formen gegossen, verdichtet und unter Dampfdruck gehärtet schließlich Mauersteine ergibt. Für Außenmauerwerk und Verblendungen dürfen ausschließlich frostbeständige Kalksandsteine verwendet werden. Die nicht frostbeständigen Kalksandsteine sind dagegen nur für die Verwendung im Innenbereich gedacht.
(Hinweis: Für die Beschichtung von Fassadenflächen aus Kalksandstein müssen bestimmte Vorgaben berücksichtigt werden. Konstruktiv: je nach Gebäudelänge müssen Bewegungsfugen im Mauerwerk ausgebildet worden sein, welche die zu erwartenden Dimensionsänderungen infolge einwirkender Klimabedingungen berücksichtigen. Horizontale Teilflächen sind mit Gefälle auszubilden und mit einer geeigneten Abdeckung unter Ausbildung einer Tropfkante mit entsprechendem Überstand zu versehen, um das auftreffende Regenwasser abzuleiten (vom Planer zu berücksichtigen). Bei Nichtbeachtung ist infolge Rissbildung und Feuchtigkeitsaufnahme mit Schadensbildern am KS-Mauerwerk und der Fassadenbeschichtung zu rechnen.

K
Kalksinterschicht

Auf der Oberfläche von Kalkfarbenanstrichen bildet sich durch Aufnahme von Kohlendioxid und Reaktion mit Calciumhydroxid eine arteigene Schicht aus reinem Kalkstein mit glasartiger, kristalliner Struktur. Auch auf...

Auf der Oberfläche von Kalkfarbenanstrichen bildet sich durch Aufnahme von Kohlendioxid und Reaktion mit Calciumhydroxid eine arteigene Schicht aus reinem Kalkstein mit glasartiger, kristalliner Struktur. Auch auf kalkreichen Putzmörteln können solche glasigen Kalksinterschichten entstehen, die auch bei Benetzen mit Wasser unverändert sichtbar sind und mechanisch entfernt werden müssen. Diese sehr glatten, dichten und glänzenden Oberflächen sind nur schwach saugfähig und vermögen daher die Benetzung von Untergründen mit Anstrichen und Beschichtungen zu beeinträchtigen (Haftungsstörungen können zu Anstrichschäden führen).

K
Kalkteige

Gemäß DIN 1060 »Baukalk« versteht man unter Kalkteigen gelöschte Kalke, die mit Wasser zu einer gewünschten Konsistenz vermischt werden und vorwiegend aus Calciumhydroxid mit oder ohne Magnesiumhydroxid bestehen.

Gemäß DIN 1060 »Baukalk« versteht man unter Kalkteigen gelöschte Kalke, die mit Wasser zu einer gewünschten Konsistenz vermischt werden und vorwiegend aus Calciumhydroxid mit oder ohne Magnesiumhydroxid bestehen.

K
Kaltschweißen

Kaltschweißen ist ein Verfahren zur Verbindung einzelner Bahnen von CV- oder PVC-Bodenbelägen (vorwiegend heterogene PVC-Bodenbeläge mit definierter Nutzschichtdicke). Dazu werden spezielle Kaltschweißmittel eingesetzt,...

Kaltschweißen ist ein Verfahren zur Verbindung einzelner Bahnen von CV- oder PVC-Bodenbelägen (vorwiegend heterogene PVC-Bodenbeläge mit definierter Nutzschichtdicke). Dazu werden spezielle Kaltschweißmittel eingesetzt, welche ein Anlösen des PVC bewirken. Daher werden die benetzten Bereiche der Bahnen nach einer kurzen Einwirkzeit unter Druck gefügt. Nun können sich die angelösten Polymerketten der zu fügenden Oberflächen verschlaufen. Nach dem Abdunsten der Lösemittel ist somit eine Verbindung entstanden, welche rein auf Kohäsionskräften basiert. Das Kaltschweißen bewirkt eine feste und dauerhafte chemische Verbindung der Nähte. Hierzu wird die Klebeband-Methode angewendet, das heißt mit einem geeigneten Klebeband die Nähte abgeklebt und eine Kartusche mit schmaler Düse eingesetzt, damit das Schweißmittel nur in die Fuge gelangt. Dadurch kann die Oberfläche des Bodenbelags nicht angelöst und beschädigt werden.

K
Kaltwachsen

Für Korkfußböden, Holzfußböden oder Mehrschichtparkett ist das Wachsen eine Methode der Oberflächenbehandlung zum Schutz des Bodenbelags. Man unterscheidet Kaltwachsen, Warmwachsen und Heißwachsen. Kaltwachsen ist das...

Für Korkfußböden, Holzfußböden oder Mehrschichtparkett ist das Wachsen eine Methode der Oberflächenbehandlung zum Schutz des Bodenbelags. Man unterscheidet Kaltwachsen, Warmwachsen und Heißwachsen. Kaltwachsen ist das Auftragen von Wachs in flüssiger Form oder als Paste ohne vorheriges Erwärmen auf Korkböden oder Mehrschichtparkett. Beim Auftragen darf der Boden bzw. das Wachs eine bestimmte Temperatur nicht unterschreiten, da das Wachs sonst kristallisiert. Dadurch entsteht ein lokales Weißanlaufen. Nach dem gleichmäßigen, aber dünnen Auftragen und Trocknen auf der warmen Oberfläche ist ein Auspolieren erforderlich, je nach Fläche manuell oder maschinell (Einscheibenmaschine). Das Kaltwachs zieht gegenüber dem Wachs beim Warmwachsen nicht sehr tief ins Holz ein und bietet so einen etwas geringeren und kürzeren Schutz als Warmwachs.

K
Kamineffekt – Verschmutzung von Teppichböden

Bei schwimmenden Estrichkonstruktionen können bevorzugt helle, beige oder weiße textile Bodenbeläge vorzeitig verschmutzen. Unabhängig von der Verlegeart, insbesondere aber beim Verspannen von Teppichböden treten häufig...

Bei schwimmenden Estrichkonstruktionen können bevorzugt helle, beige oder weiße textile Bodenbeläge vorzeitig verschmutzen. Unabhängig von der Verlegeart, insbesondere aber beim Verspannen von Teppichböden treten häufig dunkle oder schwarze, linienförmige Erscheinungsbilder auf. Diese dunklen, schwarzen Veränderungen an sich heller Bodenbeläge verlaufen exakt oberhalb der Randfuge, die mit einer gekettelten Sockelleiste der gleichen textilen Bodenbelagsqualität abgedeckt und an der Wand verlegt ist. Wegen der schwimmend gelagerten Lastverteilungsplatte kommt es bei Frequentierung des Fußbodens zu einem Pumpeffekt in Abhängigkeit der Zusammendrückbarkeit der Trittschall- und Wärmedämmung. So wird dort eingelagerte Luft in die Randfuge und von dort in den Raum geleitet. In der Luft gelagerte Schwebstoffe, Stäube und andere Fremdkörper werden vom textilen Bodenbelag und der Sockelleiste gefiltert – es erscheinen dunkle bis schwarze Ränder. Hierbei handelt es sich also nicht um eine Farbtonänderung, sondern um (vorzeitige) Verschmutzung. Diese Erscheinungen sind kein Fehler der Werkleistung des Bodenlegers, sondern sind auf die konstruktionsbedingten Unwägbarkeiten zurückzuführen. Schließlich: die Randfuge darf nicht verschlossen werden, weil der Estrich bei wechselndem Raumklima einer Längenänderung unterliegt.

K
Kantenflucht

Flüssige Beschichtungsstoffe haben die Eigenschaft, aufgrund der Oberflächenspannung, Viskosität u. a. bei der Beschichtung von scharfkantigen Eckbereichen nur eine unzureichende Schichtdicke aufzubauen, so dass unter...

Flüssige Beschichtungsstoffe haben die Eigenschaft, aufgrund der Oberflächenspannung, Viskosität u. a. bei der Beschichtung von scharfkantigen Eckbereichen nur eine unzureichende Schichtdicke aufzubauen, so dass unter Umständen der Untergrund noch durchscheint. Um diesem Effekt vorzubeugen, sind zum Beispiel bei maßhaltigen Holzbauteilen die Kanten auf der Außenseite mit einem Radius (≥ 2 mm zu versehen (Runden der Kanten).

K
Kapillare

Als Kapillare (lat. capillus: das Haar) bezeichnet man einen meist sehr feinen, langgestreckten Hohlraum. Kapillare sind daher sehr schmale, miteinander verbundene Kanäle innerhalb eines Baustoffs, über welche der...

Als Kapillare (lat. capillus: das Haar) bezeichnet man einen meist sehr feinen, langgestreckten Hohlraum. Kapillare sind daher sehr schmale, miteinander verbundene Kanäle innerhalb eines Baustoffs, über welche der Wasseraustausch geschieht. Folglich sind Baustoffe dichter, je weniger Kapillare vorhanden sind. Das sogenannte kapillare Saugvermögen beschreibt die Fähigkeit eines Baustoffs, Wasser über die Kapillare aufzunehmen. Poren hingegen (griech. póros: Durchgang, Öffnung) entstehen zum Beispiel bei Estrichmörteln oder Beton durch Zusatzstoffe wie Luftporenbildner oder den Einschluss von Luft. Bei der Herstellung von Beton oder Estrichen können auch Kapillarporen durch das Überschusswasser (Kapillarwasser) entstehen, das von Zement nicht gebunden werden kann. Kapillaren und Poren mineralischer Baustoffe begründen die Aufnahme von Feuchtigkeit der Feststoffe und führen zur sogenannten Saugfähigkeit der Oberfläche.

K
Kapillare Wasseraufnahme

Bei Baustoffen mit Kapillaren (Haargefäße) und Poren (Holz, Beton, Putze, Steine und anderen) ist bei Kontakt mit Wasser im Aggregatszustand flüssig eine unterschiedliche Anreicherung mit Feuchtigkeit in...

Bei Baustoffen mit Kapillaren (Haargefäße) und Poren (Holz, Beton, Putze, Steine und anderen) ist bei Kontakt mit Wasser im Aggregatszustand flüssig eine unterschiedliche Anreicherung mit Feuchtigkeit in unterschiedlicher Menge und Geschwindigkeit möglich (zum Beispiel bei Beregnung). Die Feuchtigkeitsaufnahme ist dabei abhängig von der Art und Beschaffenheit der Kapillaren (vgl. zum Beispiel Beton, Porenbeton und KS-Steine). Messtechnisch wird diese kapillare Wasseraufnahme der Baustoffe durch den Wasseraufnahmekoeffizienten ausgedrückt, der in Abhängigkeit der Zeit ermittelt und wie folgt angegeben wird: w = [kg/m2 x h0,5]. (Hinweis: Wenn Baustoffe durch Beregnung Wasser aufnehmen, so reduziert sich die wärmedämmende Eigenschaft des Wandbildners. Mit der Zeit durchfeuchtet der Baukörper, Salze werden transportiert und die Gefahr von Feuchteschäden und Frostabsprengungen steigt. Es muss mehr Heizenergie aufgewandt werden, um zunächst den feuchten Wandbildner zu trocknen, bevor dieser als Wärmespeicher fungieren kann und durch Wärmeabstrahlung die Raumtemperatur steigt. In der Folge ist auch das Raumklima beeinträchtigt.)

K
Kapillarität

Als Kapillarität bezeichnet man auch die »Haarröhrchenwirkung« mineralischer Baustoffe. Dies geht darauf zurück, dass eine Flüssigkeit in einer engen Röhre grundsätzlich höher steht als in dem Gefäß, in welches das...

Als Kapillarität bezeichnet man auch die »Haarröhrchenwirkung« mineralischer Baustoffe. Dies geht darauf zurück, dass eine Flüssigkeit in einer engen Röhre grundsätzlich höher steht als in dem Gefäß, in welches das Röhrchen getaucht wird. Dies gilt, wenn die Flüssigkeit die Rohrwand benetzen kann. Dies ist bei Wasser der Fall. Diese Kräfte führen dazu, dass Pflanzen durch die Kapillaren des Stammes das zum Überleben notwendige Wasser und darin gelöste Nährstoffe über die Äste des Baumes bis in die Blattspitzen führen. Durch Oberflächen- und Grenzflächenspannung geschieht ein Ansaugen des Wassers. Bei anderen Flüssigkeiten wie beispielsweise Quecksilber kann man dagegen ein Absenken feststellen. Dies wird durch die Nichtbenetzbarkeit der Oberfläche der Kapillare durch die Flüssigkeit hervorgerufen. Ein mineralischer Baustoff weist in der Regel an der Oberfläche meistens Poren und im Querschnitt auch Kapillaren auf. Dadurch wird das Saugvermögen begründet, welches dazu führt, dass niedrigviskose Grundierungen, Imprägnierungen oder Hydrophobierungen in die oberflächennahe Randzone einwandern. Abhängig ist die Kapillarität noch von der Benetzbarkeit des Untergrundes und der Oberflächenspannung des Grundbeschichtungsstoffs, der Imprägnierung oder Hydrophobierung. Lösemittelhaltige Materialien zeigten dabei wegen niedrigerer Oberflächenspannung und größerer Netzwirkung in der Regel eine bessere Penetration in den Untergrund als wässrige Stoffe.

K
Kaustischer Magnesia

Benennung für niedrig leicht gebranntes Magnesiumoxid, welches alkalisch reagiert (kaustisch). Kaustischer Magnesia ist ein natürlicher Rohstoff, welcher für die Herstellung von Magnesiaestrichen dient. Der Rohstoff wird...

Benennung für niedrig leicht gebranntes Magnesiumoxid, welches alkalisch reagiert (kaustisch). Kaustischer Magnesia ist ein natürlicher Rohstoff, welcher für die Herstellung von Magnesiaestrichen dient. Der Rohstoff wird aus natürlich vorkommendem Magnesiumcarbonat (Magnesit) durch Brennen unterhalb der Sintertemperatur gewonnen.

K
Keil

Keile werden aus Hartholz hergestellt und dienen als Abstandhalter beispielsweise beim Verlegen von Fertigparkett und Laminatfußbodenelementen zwischen dem Bodenbelag und der Wand. Damit soll die umlaufende Randfuge...

Keile werden aus Hartholz hergestellt und dienen als Abstandhalter beispielsweise beim Verlegen von Fertigparkett und Laminatfußbodenelementen zwischen dem Bodenbelag und der Wand. Damit soll die umlaufende Randfuge erhalten bleiben, um Tritt- und Körperschall bei Begehen des Oberbodens nicht in benachbarte Räume zu übertragen.

K
Keramik

Bezeichnung für Erzeugnisse aus tonhaltigen Massen oder daraus geformten und gebrannten Gebrauchsgütern oder Baustoffen. Man unterscheidet nach Gehalt an Aluminiumoxid oder Eisenverbindungen, wodurch oft die typische...

Bezeichnung für Erzeugnisse aus tonhaltigen Massen oder daraus geformten und gebrannten Gebrauchsgütern oder Baustoffen. Man unterscheidet nach Gehalt an Aluminiumoxid oder Eisenverbindungen, wodurch oft die typische Farbe entsteht (zum Beispiel Terracotta, Steinzeug oder Steingut).

K
Keramische Fliesen und Platten

Keramische Beläge werden aus gebranntem Ton in Plattenform hergestellt. Man unterscheidet Fliesen und Platten nach dem Formgebungsverfahren (Strang oder Trockenpressung) und dem Wasseraufnahmevermögen sowie der...

Keramische Beläge werden aus gebranntem Ton in Plattenform hergestellt. Man unterscheidet Fliesen und Platten nach dem Formgebungsverfahren (Strang oder Trockenpressung) und dem Wasseraufnahmevermögen sowie der Beanspruchungsgruppe und Frostbeständigkeit. Sie sind in unzähligen Farben, Mustern und Formen erhältlich. Keramische Beläge sind je nach Herkunft und Beschaffenheit mechanisch hoch belastbar, nassraumgeeignet und vielseitig einsetzbar. Man unterscheidet die Verlegung im Dünnbettverfahren oder im Dickbettmörtel. Für die Verlegung von derartigen Bodenbelägen gelten die normativen Anforderungen der VOB, Teil C, ATV DIN 18 352 »Fliesen- und Plattenarbeiten«. Andersartige plattenförmige Bodenbeläge bestehen aus Betonwerkstein oder Naturwerkstein.

K
Kernholz

Kernholz ist eine Schicht des Baumes, die sich deutlich vom äußeren hellen Splintholz unterscheidet. Diese Schicht ist physiologisch nicht mehr aktiv, dadurch stark verholzt, fester und dauerhafter als das Splintholz....

Kernholz ist eine Schicht des Baumes, die sich deutlich vom äußeren hellen Splintholz unterscheidet. Diese Schicht ist physiologisch nicht mehr aktiv, dadurch stark verholzt, fester und dauerhafter als das Splintholz. Nach der Verarbeitung »arbeitet « das Kernholz weniger als das Splintholz, das heißt es nimmt weniger Feuchtigkeit auf und die thermischen Bewegungen sind ebenfalls reduziert. Man unterscheidet Kern-, Reif- und Splinthölzer. Hölzer, die innen einen Kern ausbilden, sind Kernhölzer (Eiche, Kiefer, Nussbaum).

K
Kettfäden

Die längs verlaufenden Fasern eines gewebten Bodenbelags werden als Kettfäden bezeichnet, wobei die Kettfäden um die Polfasern geknüpft werden. Die Kettfäden (benannt als Zettel, Kette oder engl. Warp) liegen bei der...

Die längs verlaufenden Fasern eines gewebten Bodenbelags werden als Kettfäden bezeichnet, wobei die Kettfäden um die Polfasern geknüpft werden. Die Kettfäden (benannt als Zettel, Kette oder engl. Warp) liegen bei der Herstellung eines Gewebes in Längsrichtung und sind auf einen Kettbaum aufgewickelt. Durch unterschiedliches Anheben oder Senken in Webmaschinen oder durch das Litzen oder Harnisch genannte Verfahren zur Herstellung der Jacquard-Teppiche entstehen Fächer, über welche das Einführen der Schussfäden vorgenommen wird. Bei der Ketthebung liegt der Kettfaden auf der rechten (oberen) Warenseite über dem Schussfaden. Kettsenkung bedeutet, dass der Kettfaden darunter liegt. Kettfäden sind beim Weben höheren mechanischen Belastungen ausgesetzt als Schussfäden. Daher werden Kettfäden speziell behandelt (Schlichte bzw. Fertigungstechnik), um Fadenbrüche und Abrieb zu minimieren. Meist ist der Kettfaden dünner als der Schussfaden. Farbige Muster erhält man durch Einsatz von gefärbten Kett- und/oder Schussfäden (Buntgewebe). Für eine Konfektionierung werden die Einzelteile so aus dem Gewebe geschnitten, dass die längere Seite dem Verlauf der Kette folgt.

K
Klarlack

Nach DIN EN 971-1 ist ein Klarlack ein Beschichtungsstoff, der, auf einem Untergrund aufgetragen, eine transparente Beschichtung mit schützenden, dekorativen oder spezifischen technischen Eigenschaften bildet.
(Hinweis:...

Nach DIN EN 971-1 ist ein Klarlack ein Beschichtungsstoff, der, auf einem Untergrund aufgetragen, eine transparente Beschichtung mit schützenden, dekorativen oder spezifischen technischen Eigenschaften bildet.
(Hinweis: Klarlacke auf Basis oxidativ härtender Öle bzw. Harzlösungen werden auch Firnis genannt.)

K
Klassifizierung für Fußböden

Fußbodenbeläge werden nach den Verwendungsbereichen und der Nutzungsintensität in Beanspruchungsklassen eingeteilt. So gilt für elastische Bodenbeläge und Laminat die DIN EN 685 »Elastische, textile und...

Fußbodenbeläge werden nach den Verwendungsbereichen und der Nutzungsintensität in Beanspruchungsklassen eingeteilt. So gilt für elastische Bodenbeläge und Laminat die DIN EN 685 »Elastische, textile und Laminat-Bodenbeläge – Klassifizierung«, für textile Bodenbeläge die DIN EN 1307 »Textile Bodenbeläge; Einstufung von Polteppichen«, DIN EN 1470 »Textile Bodenbeläge – Einstufung von Nadelvlies-Bodenbelägen, ausgenommen Polvlies-Bodenbeläge« und die DIN EN 13 297 »Textile Bodenbeläge – Einstufung von Polvlies- Bodenbelägen«. In diesen Normen wird unter anderem geregelt, welche Anforderungen die jeweiligen Bodenbeläge erfüllen müssen, welche Prüfanforderungen existieren und welcher Nutzung solche Oberböden unterliegen können.

K
Kleben

Unter Kleben wird das stoffschlüssige Verbinden zweier Materialien mit Zuhilfenahme von Klebstoffen bzw. Klebern bezeichnet. In der Fußbodentechnik wird hierfür auch der Begriff des Arretierens verwendet.

Unter Kleben wird das stoffschlüssige Verbinden zweier Materialien mit Zuhilfenahme von Klebstoffen bzw. Klebern bezeichnet. In der Fußbodentechnik wird hierfür auch der Begriff des Arretierens verwendet.

K
Kleber

Dem Grundsatz nach können folgende Kleber nach Bindemitteln unterschieden werden:
Dispersionskleber: geeignet für elastische Bodenbeläge (PVC, CV, Linoleum), textile Bodenbeläge (mit Rückenausstattung aus Glattschaum...

Dem Grundsatz nach können folgende Kleber nach Bindemitteln unterschieden werden:
Dispersionskleber: geeignet für elastische Bodenbeläge (PVC, CV, Linoleum), textile Bodenbeläge (mit Rückenausstattung aus Glattschaum oder textilem Zweitrücken), Nadelvlies, Synthesekautschuk (glatte, ebene Rückseite), Mehrschichtparkett bzw. Nut- und Federverleimung. Dabei werden Dispersionskleber als Nasskleber mit kurzer oder ohne Ablüftezeit, oder bei langer Ablüftezeit als Haftkleber eingesetzt und in besonderen Fällen (zum Beispiel Treppenstufen) auch als Kontaktkleber verwendet. Bei Dispersionsklebstoffen ist der Kleber bzw. das Kunstharz ganz fein in Wasser als Lösemittel verteilt (dispergiert, daher Dispersion genannt). Die Trocknung erfolgt physikalisch durch Verdunsten des Wasseranteils und Filmbildung der Klebstoffriefe bis zur Erhärtung.
Reaktionsharzkleber: Polyurethan-(PUR-)Kleber geeignet für Synthesekautschuk (glatte, ebene Rückseite, profilierte Rückseite), in Ausnahmefällen auch Laminatfußbodenelemente; Silan-(MS-)Kleber: Mehrschichtparkett. Reaktionsharzkleber werden als Nasskleber verwendet. Die Trocknung erfolgt durch chemische Reaktion zwischen Harz und Härter. Daher ist bei Zweikomponenten-Reaktionsharzklebern das richtige Mischungsverhältnis immer einzuhalten.
Lösemittelhaltige Kleber: nur noch in begründeten Ausnahmefällen (GISCODE).

K
Klebeverfahren

Für die Verklebung von Bodenbelägen am Untergrund werden je nach Oberboden und Untergrund verschiedene Klebeverfahren eingesetzt. Man unterscheidet das Haftklebeverfahren, das Nassklebeverfahren, das...

Für die Verklebung von Bodenbelägen am Untergrund werden je nach Oberboden und Untergrund verschiedene Klebeverfahren eingesetzt. Man unterscheidet das Haftklebeverfahren, das Nassklebeverfahren, das Kontaktklebeverfahren und das Schmelzklebeverfahren.

K
Klima

Analog DIN 50 010, Teil 1 »Klimabegriffe, Allgemeine Klimabegriffe« werden die Klimaeinflüsse, welche auf Gebäude und Oberflächen beschichteter Bauteile einwirken, in drei klimatische Beanspruchungsgruppen unterteilt....

Analog DIN 50 010, Teil 1 »Klimabegriffe, Allgemeine Klimabegriffe« werden die Klimaeinflüsse, welche auf Gebäude und Oberflächen beschichteter Bauteile einwirken, in drei klimatische Beanspruchungsgruppen unterteilt. Man unterscheidet nach Außenraumklima (Konstruktion geschützt), Freiluftklima I (normale Klimabeanspruchung; Konstruktion teilweise geschützt; Gebäude ≤ drei Geschosse in geschützter Lage) und Freiluftklima II (extreme Klimabeanspruchung; Konstruktion nicht geschützt; Gebäude über drei Geschosse in besonders exponierter Lage und/oder im Freien stehende Konstruktionen).

K
Kocher

Bei Kochblasen handelt es sich um Filmfehler bzw. Filmstörungen, die bei der Filmbildung entstehen und zu unterschiedlich großen Blasen im Beschichtungsfilm führen.

Bei Kochblasen handelt es sich um Filmfehler bzw. Filmstörungen, die bei der Filmbildung entstehen und zu unterschiedlich großen Blasen im Beschichtungsfilm führen.

K
Kohäsion

Wechselwirkungskräfte zwischen den Teilchen von Stoffen, die mit zunehmendem Abstand der Teilchen zueinander abnehmen. Bei geringem Abstand der Teilchen eines Stoffes sind diese Wechselwirkungskräfte am größten und die...

Wechselwirkungskräfte zwischen den Teilchen von Stoffen, die mit zunehmendem Abstand der Teilchen zueinander abnehmen. Bei geringem Abstand der Teilchen eines Stoffes sind diese Wechselwirkungskräfte am größten und die Kohäsionskraft (lat. cohärere = zusammenhängen) bewirkt, dass ein fester Stoff entsteht. Durch Wärmezufuhr ändert sich der energetische Zustand der einzelnen Teilchen eines Stoffes, die nun mehr Bewegung erfahren, so dass der Abstand der Teilchen untereinander zunimmt, wobei die Kohäsionskraft gleichzeitig abnimmt und der Stoff schließlich flüssig wird. Gasförmige Stoffe besitzen kaum noch eine Kohäsionskraft zwischen den einzelnen Teilchen und haben das Bestreben, sich im Raum auszubreiten.

K
Kohäsionsbruch

Als Kohäsionsbruch wird der Trennfall bzw. das Versagen innerhalb einer Schichtenfolge bezeichnet wie zum Beispiel in der oberflächennahen Randzone des Estrichs bei Prüfung der Haftzugfestigkeit. Man unterscheidet den...

Als Kohäsionsbruch wird der Trennfall bzw. das Versagen innerhalb einer Schichtenfolge bezeichnet wie zum Beispiel in der oberflächennahen Randzone des Estrichs bei Prüfung der Haftzugfestigkeit. Man unterscheidet den Kohäsionsbruch vom Adhäsionsbruch.

K
Kohlendioxid

Kohlendioxid ist ein farbloses und unbrennbares Gas aus einer Verbindung mit Kohlen- und Sauerstoff. Natürliche Vorkommen von Kohlendioxid sind Luft und Mineralquellen. Ebenso bekannt ist Kohlendioxid in Verbindung mit...

Kohlendioxid ist ein farbloses und unbrennbares Gas aus einer Verbindung mit Kohlen- und Sauerstoff. Natürliche Vorkommen von Kohlendioxid sind Luft und Mineralquellen. Ebenso bekannt ist Kohlendioxid in Verbindung mit Wasser als Kohlensäure oder als Feststoff in Form von Trockeneis. In Gegenwart von Kalkhydrat geht es eine chemische Reaktion ein, die sogenannte Carbonatisierung zu Calciumcarbonat und Wasser.

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Kokos

Kokos ist eine Naturfaser, die aus der Ummantelung der Kokosnuss gewonnen wird. Fasern von reifen Früchten haben einen höheren Holzanteil als die der noch grünen Früchte. Kokosfasern werden aufgrund der hohen...

Kokos ist eine Naturfaser, die aus der Ummantelung der Kokosnuss gewonnen wird. Fasern von reifen Früchten haben einen höheren Holzanteil als die der noch grünen Früchte. Kokosfasern werden aufgrund der hohen Abriebfestigkeit in Fußmatten und Sauberlaufzonen sowie strapazierfähigen Teppichen eingewebt.

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Kokosfaserdämmung

Kokosfasern haben aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Cellulose und holzeigenem Bindemittel Lignin eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeiten, sind diffusionsoffen, feuchtebeständig, strapazierfähig, beständig in ihrer Form...

Kokosfasern haben aufgrund ihrer Zusammensetzung aus Cellulose und holzeigenem Bindemittel Lignin eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeiten, sind diffusionsoffen, feuchtebeständig, strapazierfähig, beständig in ihrer Form und sicher gegen Insekten. Kokosfasern gehören zu den nachwachsenden Rohstoffen und werden als Dämmstoffe zum umweltfreundlichen Bauen verwendet.

K
Komfortwert, Komfortklasse

Polteppiche nach DIN EN 1307 »Textile Bodenbeläge; Einstufung von Polteppichen« können je nach Klassifizierung und Einstufung (Beanspruchungsklasse) unterschieden werden. Dabei werden Polteppiche zunächst nach der...

Polteppiche nach DIN EN 1307 »Textile Bodenbeläge; Einstufung von Polteppichen« können je nach Klassifizierung und Einstufung (Beanspruchungsklasse) unterschieden werden. Dabei werden Polteppiche zunächst nach der jeweiligen Polschichtdicke und dem Polschichtgewicht wie folgt unterteilt:
■ L (luxurious): schwere, dicke Teppiche
■ M (medium): mittlere Teppiche
■ N (normal): alle übrigen Teppiche
Die Beanspruchungsklassen werden nach normativen Vorgaben hinsichtlich dem Verschleiß (Tretradgerät) und der Aussehensveränderung (Trommelversuch) überprüft. Ferner definiert die vorgenannte Norm die Einstufung von Polteppichen zusätzlich nach der Noppenzahl bzw. dem Nutzschichtgewicht in Komfortklassen mit dem Kurzzeichen für die Kennzeichnung als LC (luxury class). Dabei werden fünf Komfortklassen unterschieden (LC 1, niedrigster Komfort, bis LC 5, höchster Komfort), mit welchen der Begehkomfort zunimmt. Nach DIN EN 1470 »Textile Bodenbeläge – Einstufung von Nadelvlies-Bodenbelägen, ausgenommen Polvlies-Bodenbeläge« sind genormte Nadelvlies-Bodenbeläge in die Komfortklasse LC 1 einzustufen.

K
Komponenten

Unter Komponenten versteht man die Bestandteile eines Materials oder Fertigerzeugnisses, welches sich aus mindestens zwei unterschiedlichen Rohstoffen zusammensetzt. Ein Beispiel hierfür ist das 2-Komponenten-Epoxidharz,...

Unter Komponenten versteht man die Bestandteile eines Materials oder Fertigerzeugnisses, welches sich aus mindestens zwei unterschiedlichen Rohstoffen zusammensetzt. Ein Beispiel hierfür ist das 2-Komponenten-Epoxidharz, welches aus Harz und einem geeigneten Härter zu einem duroplastischen Kunststoff (Duromere) aushärtet. Bedingung für die einwandfreie Aushärtung durch Reaktion der beiden Komponenten ist die richtige Mischung im geeigneten Ansatzverhältnis.

K
Komprimierung

Die sogenannte Komprimierung ist die Verdichtung eines Stoffes. Dadurch wird das Volumen des Stoffes bei gleichbleibender Masse reduziert, die Stoffdichte nimmt zu.

Die sogenannte Komprimierung ist die Verdichtung eines Stoffes. Dadurch wird das Volumen des Stoffes bei gleichbleibender Masse reduziert, die Stoffdichte nimmt zu.

K
Konfektionieren

Das Verspannen von textilen Bodenbelägen ist eine Alternative zur vollflächigen Verklebung. Dabei werden die Nähte durch Konfektionieren miteinander thermisch verbunden. Hierzu ist ein mit Schmelzkleber beschichtetes...

Das Verspannen von textilen Bodenbelägen ist eine Alternative zur vollflächigen Verklebung. Dabei werden die Nähte durch Konfektionieren miteinander thermisch verbunden. Hierzu ist ein mit Schmelzkleber beschichtetes Konfektionsband mit dem Kleber nach oben auszurollen, auf welchem mittig die Längsseiten des bahnenförmigen Bodenbelags aneinandergefügt werden. Dann wird die Naht unter den Bahnen mit einem Konfektioniergerät erhitzt, sodass der Kleber erweicht. Wenn sich das Band verflüssigt hat, wird der Rücken des textilen Bodenbelags in den Klebstoff gedrückt und das Konfektionsband kann sich wieder abkühlen. Nach dem Erstarren des Klebstoffs sind die Bahnen des textilen Bodenbelags miteinander stoffschlüssig verbunden.

K
Konkav, konkave Formveränderung

Konkav bedeutet eine nach innen gekrümmte, gehöhlte Form. Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Begriffe« ist unter Punkt 6.18 die »Verwölbung (Schüsselung)« als nach oben gerichtete Verformung...

Konkav bedeutet eine nach innen gekrümmte, gehöhlte Form. Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Begriffe« ist unter Punkt 6.18 die »Verwölbung (Schüsselung)« als nach oben gerichtete Verformung der Estrichränder beschrieben.

K
Konstruktionshöhe

Unter der Konstruktionshöhe versteht man die Aufbauhöhe oder Dicke einer Fußbodenkonstruktion. Je nach Estrichkonstruktion ist die Konstruktionshöhe dabei von der Bauart abhängig, die nötig ist, um die jeweils...

Unter der Konstruktionshöhe versteht man die Aufbauhöhe oder Dicke einer Fußbodenkonstruktion. Je nach Estrichkonstruktion ist die Konstruktionshöhe dabei von der Bauart abhängig, die nötig ist, um die jeweils geforderten Feuchte-, Wärme- und Schallschutzeigenschaften zu erfüllen und die für die Lastverteilung notwendig ist.

K
Kontaktklebeverfahren

Für das Verkleben von Bodenbelägen im Kontaktklebeverfahren müssen der Untergrund sowie die Rückseite des Bodenbelags mit Kleber bestrichen und anschließend vollständig abgelüftet werden. Dieses Verfahren eignet sich bei...

Für das Verkleben von Bodenbelägen im Kontaktklebeverfahren müssen der Untergrund sowie die Rückseite des Bodenbelags mit Kleber bestrichen und anschließend vollständig abgelüftet werden. Dieses Verfahren eignet sich bei schwach saugenden Untergründen oder nicht saugfähigen, vorverlegten Nutzböden. Damit der Wasseranteil im Kleber später nicht zu Schäden führt, ist es notwendig, das vollständige Ablüften des Klebers abzuwarten, da je nach Oberboden die Dampfdichtigkeit des Bodenbelags ansonsten beim anschließenden Trocknen des Klebers zu einer Blasenbildung oder Delaminierung führen würde. Nach vollständiger Ablüftung wird der Bodenbelag passgenau eingelegt und anschließend mit hohem Druck eingebracht. Durch diesen Pressdruck verbindet sich der Kontaktkleber auf dem Untergrund mit dem auf der Rückseite des Bodenbelags stoffschlüssig.

K
Kontamination

Nach DIN 55 945 bzw. DIN 25 415 eine durch radioaktive Stoffe verursachte Verunreinigung.

Nach DIN 55 945 bzw. DIN 25 415 eine durch radioaktive Stoffe verursachte Verunreinigung.

K
Konterverleimung

Konterverleimung wird zur Steigerung der Festigkeit von Bodenbelägen aus Holz eingesetzt. Dazu werden beispielsweise (mehrschichtige) Holzdielen in verschiedenen Faserrichtungen zusammengeklebt.

Konterverleimung wird zur Steigerung der Festigkeit von Bodenbelägen aus Holz eingesetzt. Dazu werden beispielsweise (mehrschichtige) Holzdielen in verschiedenen Faserrichtungen zusammengeklebt.

K
Kontraktion

Unter der Kontraktion versteht man die negative Längen bzw. Volumenänderung (Zusammenziehen bzw. Schwinden) eines Baustoffs bei einer Temperaturabnahme oder Feuchtigkeitsabgabe.

Unter der Kontraktion versteht man die negative Längen bzw. Volumenänderung (Zusammenziehen bzw. Schwinden) eines Baustoffs bei einer Temperaturabnahme oder Feuchtigkeitsabgabe.

K
Konvex, konvexe Verformung

Konvex bedeutet die nach außen gewölbte, erhabene Form. Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Begriffe« ist unter Punkt 6.19 die konvexe Verformung als Absenkung der Feldränder und/oder...

Konvex bedeutet die nach außen gewölbte, erhabene Form. Nach DIN EN 13 318 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Begriffe« ist unter Punkt 6.19 die konvexe Verformung als Absenkung der Feldränder und/oder Aufwölbung der Estrichplattenmitte (Randabsenkung) beschrieben.

K
Kopfnähte

Kopfnähte sind Nähte bei bahnenförmigen Bodenbelägen, die quer zur Verlegerichtung oder Bahnenlänge verlaufen. Kopfnähte können optisch störend wirken und sollten vermieden werden. Nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »VOB...

Kopfnähte sind Nähte bei bahnenförmigen Bodenbelägen, die quer zur Verlegerichtung oder Bahnenlänge verlaufen. Kopfnähte können optisch störend wirken und sollten vermieden werden. Nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »VOB Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen – Teil C: Allgemeine Technische Vertragsbedingungen für Bauleistungen (ATV) – Bodenbelagarbeiten« sind nach Abschnitt 3 »Ausführung« unter Punkt 3.4.4 Kopfnähte ab einer Bahnenlänge von 5 Metern zulässig und die anliegende Restbahn (Ansatzlänge) darf nicht kürzer als 1 Meter sein.

K
Köpfschliff

Unter Köpfschliff versteht man nach dem Versiegeln oder Aufbereiten von Kork- und Holzböden den vorsichtigen, mit geringem Druck durchgeführten Zwischenschliff vor einem weiteren Versiegelungsauftrag. Er wird...

Unter Köpfschliff versteht man nach dem Versiegeln oder Aufbereiten von Kork- und Holzböden den vorsichtigen, mit geringem Druck durchgeführten Zwischenschliff vor einem weiteren Versiegelungsauftrag. Er wird durchgeführt, um Verunreinigungen und/oder aufstehende Fasern zu beseitigen, welche durch das vorherige Auftragen beispielsweise einer Beize entstehen können. Dieser Zwischenschliff muss sehr sorgfältig durchgeführt werden. Empfehlenswert ist hier eine manuelle Durchführung mit einem elastischen Schleifkopf, um mögliche Fehlstellen zu vermeiden, welche ansonsten zu Farbunterschieden führen können. Auch Schleifspuren sollten nicht die Folge sein. Es bedarf des erfahrenen Anwenders, sonst können zum Beispiel bei Korkbelägen Farbtonunterschiede entstehen oder bei Holzböden die Versiegelung lokal durchgeschliffen werden.

K
Kork Gütesiegel

Der im Jahr 1985 gegründete Deutsche Korkverband führte im Jahr 1997 sein Gütesiegel für Korkbodenbeläge ein. Es zeichnet Bodenbeläge aus mindestens 90% nachwachsenden Rohstoffen aus, der gesundheitsverträglich und...

Der im Jahr 1985 gegründete Deutsche Korkverband führte im Jahr 1997 sein Gütesiegel für Korkbodenbeläge ein. Es zeichnet Bodenbeläge aus mindestens 90% nachwachsenden Rohstoffen aus, der gesundheitsverträglich und ökologisch produziert wurde. Dabei wird nicht nur das Endprodukt berücksichtigt, sondern auch die Umweltaspekte der Produktionskette. Die Produkte müssen jährlich untersucht werden, um die Zertifizierung zu verlängern.

K
Kork-Gummi-Granulat

Kork-Gummi-Granulat wird aus Korkmehl, Gummigranulat und einem Bindemittel hergestellt und als Wärme- und Trittschalldämmung unter (mehrschichtigen) Bodenbelägen bzw. elementförmigen Oberböden eingesetzt. Zusätzlich...

Kork-Gummi-Granulat wird aus Korkmehl, Gummigranulat und einem Bindemittel hergestellt und als Wärme- und Trittschalldämmung unter (mehrschichtigen) Bodenbelägen bzw. elementförmigen Oberböden eingesetzt. Zusätzlich erreicht man durch solche Unterlagen einen besseren Gehkomfort. Normative Vorgaben sind in der DIN EN 12 103 »Elastische Bodenbeläge – Presskorkunterlagen – Spezifikation« festgelegt.

K
Korkbodenbeläge

Korkbodenbeläge zählen zu den elastischen Bodenbelägen und bestehen aus einem hölzernen Material. Dieses Grundmaterial für die Herstellung wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, welches mehrere Zentimeter stark sein...

Korkbodenbeläge zählen zu den elastischen Bodenbelägen und bestehen aus einem hölzernen Material. Dieses Grundmaterial für die Herstellung wird aus der Rinde der Korkeiche gewonnen, welches mehrere Zentimeter stark sein kann. Man unterscheidet zwischen den furnierten, also mehrschichtigen Bodenbelägen und denen aus massivem Kork. Die furnierte Variante besteht aus mehreren aufeinander geklebten Schichten dünnen Korks, welche auf massiveres Trägermaterial, in der Regel ebenfalls aus Kork, aufgebracht wurden. Dies dient in erster Linie dekorativen Zwecken, wobei die Furnierschichten auch eingefärbt sein können. Wegen ihrer geringen Abriebfestigkeit ist es notwendig, sie zusätzlich noch mit einer Schutzschicht zu versehen. Diese besteht oftmals aus einer Versiegelung bzw. Oberflächenschutz auf Polyurethanbasis. Die beständigeren Böden aus massivem Kork werden zu Blöcken gepresst und später plattenförmig als Parkett verlegt.

K
Korkmehl

Bestandteil von Linoleum als Bodenbelag. Herstellung aus geschroteter bzw. gemahlener Rinde der Korkeiche.

Bestandteil von Linoleum als Bodenbelag. Herstellung aus geschroteter bzw. gemahlener Rinde der Korkeiche.

K
Korkment

Korkment wird aus den nicht mehr verwertbaren Resten der Korkgewinnung, dem sogenannten Korkschrott, sowie einem Bindemittel hergestellt und als Unterlage bei verschiedenen elastischen Bodenbelägen wie...

Korkment wird aus den nicht mehr verwertbaren Resten der Korkgewinnung, dem sogenannten Korkschrott, sowie einem Bindemittel hergestellt und als Unterlage bei verschiedenen elastischen Bodenbelägen wie Kork-Gummi-Granulat als Wärmedämm- und Trittschallschutz verwendet. Normative Anforderungen sind in der DIN EN 12 455 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Korkmentunterlagen« beschrieben.

K
Korngröße

Die Korngrößen beschreiben die Größen von Zuschlagsstoffen und spielen bei der Estrich- und Betonherstellung eine große Rolle. So werden über die Korngrößen bzw. die Sieblinien die Eigenschaften von Estrichen und Beton...

Die Korngrößen beschreiben die Größen von Zuschlagsstoffen und spielen bei der Estrich- und Betonherstellung eine große Rolle. So werden über die Korngrößen bzw. die Sieblinien die Eigenschaften von Estrichen und Beton bestimmt. Die Einbaudicke von Estrichen und Beton sowie der W/Z-Wert entscheiden über die Korngrößen.

K
Korngruppen

Estriche und Beton bestehen neben Zement und Sand sowie Additiven aus Zuschlägen verschiedener Zuschlagsstoffe. Dabei werden in Estrichen häufig die Korngruppe 0 bis 8 eingesetzt.

Estriche und Beton bestehen neben Zement und Sand sowie Additiven aus Zuschlägen verschiedener Zuschlagsstoffe. Dabei werden in Estrichen häufig die Korngruppe 0 bis 8 eingesetzt.

K
Körnigkeit

Die größten Feststoffteilchen in einer Mahlpaste oder einem Beschichtungsstoff führen zu einem Erscheinungsbild des nassen oder getrockneten Beschichtungsfilms, welche mit Mahlfeinheit oder Körnigkeit umschrieben wird...

Die größten Feststoffteilchen in einer Mahlpaste oder einem Beschichtungsstoff führen zu einem Erscheinungsbild des nassen oder getrockneten Beschichtungsfilms, welche mit Mahlfeinheit oder Körnigkeit umschrieben wird (vgl. DIN EN 971).

K
Körnung

Zum Aufrauen glatter, dichter Untergründe oder Anschleifen von Zwischenbeschichtungen wird Schleifpapier unterschiedlicher Rauigkeit verwendet. Die auf dem Schleifpapier rückseitig aufgedruckte Zahl gibt die Körnung an,...

Zum Aufrauen glatter, dichter Untergründe oder Anschleifen von Zwischenbeschichtungen wird Schleifpapier unterschiedlicher Rauigkeit verwendet. Die auf dem Schleifpapier rückseitig aufgedruckte Zahl gibt die Körnung an, wobei kleine Zahlen eine grobe Körnung und damit ein sehr raues Schleifpapier bedeuten (Erstschliff, zum Beispiel 60- bis 80er-Körnung). Größere Zahlen geben ein kleineres Korn und somit ein feineres Schliffbild an (Zwischenschliff, zum Beispiel 150- bis 180er-Körnung). Sehr feines Schleifpapier (zum Beispiel 600er-Körnung oder 1000er-Körnung) ermöglicht das Aufpolieren von Marmorputz u. a. oder Autolacken (Nassschleifpapier).

K
Korrosion

Unter Korrosion versteht man die physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und seiner Umgebung, die zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls führt und häufig zu Beeinträchtigungen der Funktion des...

Unter Korrosion versteht man die physikochemische Wechselwirkung zwischen einem Metall und seiner Umgebung, die zu einer Veränderung der Eigenschaften des Metalls führt und häufig zu Beeinträchtigungen der Funktion des Metalls, der Umgebung oder des technischen Systems, von dem diese einen Teil bilden, führen kann (vgl. DIN EN ISO 12 944-1, ISO 8044). Bedingt durch das Einwirken von Wasser (H2O) und Atmosphärilien bzw. Schadgasen (CO2, SO2, NOx) entsteht schwefelsaures und/oder kohlensaures Wasser, welches in Zusammenhang mit resultierenden Salzen schließlich zu einer Baustoffkorrosion der ungeschützten Metalle in Form korrodierter Bauteile führt.

K
Korrosionsschutz

Als Korrosionsschutz bezeichnet man die Summe der Maßnahmen, um Metalle, Kunststoffe, Beton und andere Werkstoffe vor der Zerstörung durch chemische und/oder physikalische Angriffe (zum Beispiel aggressive Medien,...

Als Korrosionsschutz bezeichnet man die Summe der Maßnahmen, um Metalle, Kunststoffe, Beton und andere Werkstoffe vor der Zerstörung durch chemische und/oder physikalische Angriffe (zum Beispiel aggressive Medien, Wetter, saurer Regen) zu schützen. Siehe auch DIN 50 900-1 und DIN 55 928-1.

K
Korrosionsschutzsystem

Gesamtheit der Schichten aus Metallen und/oder Beschichtungsstoffen, die auf einen Untergrund aufzutragen sind oder aufgetragen wurden, um Korrosionsschutz zu bewirken (vgl. DIN EN 12 944-1).

Gesamtheit der Schichten aus Metallen und/oder Beschichtungsstoffen, die auf einen Untergrund aufzutragen sind oder aufgetragen wurden, um Korrosionsschutz zu bewirken (vgl. DIN EN 12 944-1).

K
KPVK

Kritische Pigmentvolumenkonzentration; bestimmter Zahlenwert der Pigmentvolumenkonzentration, bei dem der Raum zwischen den sich (fast) berührenden Feststoffteilchen gerade noch mit Bindemittel gefüllt ist und oberhalb...

Kritische Pigmentvolumenkonzentration; bestimmter Zahlenwert der Pigmentvolumenkonzentration, bei dem der Raum zwischen den sich (fast) berührenden Feststoffteilchen gerade noch mit Bindemittel gefüllt ist und oberhalb dessen sich bestimmte Eigenschaften der Beschichtung markant ändern (vgl. DIN EN 971-1).

K
Krater

In der Oberfläche des Beschichtungsfilms entstandene konkave Vertiefungen, meist kreisrund bis oval, die als Filmfehler zu bezeichnen sind.

In der Oberfläche des Beschichtungsfilms entstandene konkave Vertiefungen, meist kreisrund bis oval, die als Filmfehler zu bezeichnen sind.

K
Kratzspachtelung

Eine Kratzspachtelung ist ein spezieller Arbeitsgang um eine Untergrundvorbehandlung für nachfolgende Beschichtungen, in der Regel im Systemaufbau mit 2K-Bodenbeschichtungen. Sie dient dazu, Öffnungen, Vertiefungen,...

Eine Kratzspachtelung ist ein spezieller Arbeitsgang um eine Untergrundvorbehandlung für nachfolgende Beschichtungen, in der Regel im Systemaufbau mit 2K-Bodenbeschichtungen. Sie dient dazu, Öffnungen, Vertiefungen, Risse, Fugen, Poren und Lunker sowie kleinere Unebenheiten zu egalisieren.

K
Kräuseln

Wenn sich während des Trocknungsvorgangs durch Oberflächenspannungen unter anderem die Beschichtung dahingehend verhält, dass sich feine Falten im Beschichtungsfilm ausbilden, so spricht man vom Kräuseln. Wenn es sich...

Wenn sich während des Trocknungsvorgangs durch Oberflächenspannungen unter anderem die Beschichtung dahingehend verhält, dass sich feine Falten im Beschichtungsfilm ausbilden, so spricht man vom Kräuseln. Wenn es sich nicht um eine Effektbeschichtung handelt, ist dieses Erscheinungsbild negativ als Anstrich/Beschichtungs-Schaden zu werten.

K
Kreiden

Nach DIN 55 945 das Ablösen von Pigmenten und Füllstoffen, die infolge des Bindemittelabbaus durch Einwirken der UV-Strahlung an der Oberfläche einer Beschichtung freigelegt werden.

Nach DIN 55 945 das Ablösen von Pigmenten und Füllstoffen, die infolge des Bindemittelabbaus durch Einwirken der UV-Strahlung an der Oberfläche einer Beschichtung freigelegt werden.

K
Kreidungsgrad

Der Umfang des an einer Beschichtung eingetretenen Kreidens wird nach der Menge der freigelegten Pigmentteilchen festgelegt und als Kreidungsgrad definiert (DIN 55 945, DIN 53 159 und DIN 53 223).

Der Umfang des an einer Beschichtung eingetretenen Kreidens wird nach der Menge der freigelegten Pigmentteilchen festgelegt und als Kreidungsgrad definiert (DIN 55 945, DIN 53 159 und DIN 53 223).

K
Kreuzverband

Unter Estrich- und/oder Betonkonstruktionen werden häufig Folien aus PE (Polyethylen) eingesetzt, die zweilagig und im Kreuzverband verlegt werden. Das bedeutet eine Verarbeitung über Kreuz, das heißt im Winkel von 90...

Unter Estrich- und/oder Betonkonstruktionen werden häufig Folien aus PE (Polyethylen) eingesetzt, die zweilagig und im Kreuzverband verlegt werden. Das bedeutet eine Verarbeitung über Kreuz, das heißt im Winkel von 90 Grad zueinander. Diese Verlegung verbessert die Stabilität und erhöht den Widerstand gegenüber der Diffusion von Wasserdampf.

K
Kristallisationsdruck

Alle mineralischen Baustoffe (Natursteine, künstliche Steine wie zum Beispiel Kalksandstein, Beton, Mörtel u. a.) enthalten Salze, wobei typische Vertreter Sulfate, Chloride, Carbonate und Nitrate sind. Vor allem in...

Alle mineralischen Baustoffe (Natursteine, künstliche Steine wie zum Beispiel Kalksandstein, Beton, Mörtel u. a.) enthalten Salze, wobei typische Vertreter Sulfate, Chloride, Carbonate und Nitrate sind. Vor allem in Zusammenhang mit Wassertransport (Diffusion und Osmose) durch Baustoffe und kapillarer Wasseraufnahme (Beregnung) von Baustoffen kommt es zum Transport von gelösten Salzen. Wenn dann durch Temperatureinwirkung die Feuchtigkeit verdunstet, kommt es zur Kristallisation von Salzen. Damit verbunden ist beim Übergang von der gelösten Form in die kristalline, feste Form eine Volumenvergrößerung und damit ein Kristallisationsdruck. Je nach Salzart und Temperatur bei der Kristallisation können hohe Drücke entstehen, die über der Eigenfestigkeit des Baustoffes liegen und schließlich zu Schadensbildern führen, zunächst an der oberflächennahen Randzone (Baustoffkorrosion), aber auch in tieferen Zonen, wodurch der Baustoff u. U. zerstört werden kann.

K
Kugelstrahlen

Das Kugelstrahlen gehört zu den Maßnahmen der mechanischen Untergrundvorbereitung. Dadurch werden zum Beispiel mürbe und labile Oberflächen von Estrichen abgetragen oder neue Estriche für die weitergehende Bearbeitung...

Das Kugelstrahlen gehört zu den Maßnahmen der mechanischen Untergrundvorbereitung. Dadurch werden zum Beispiel mürbe und labile Oberflächen von Estrichen abgetragen oder neue Estriche für die weitergehende Bearbeitung vorbereitet. Dabei werden kleine Kugeln großer Härte, beispielsweise aus Korund oder Stahl, mithilfe eines manuell bedienbaren Geräts in einem geschlossenen Vorgang mit hohen Geschwindigkeiten auf die Oberfläche von Beton oder Estrich geschossen, prallen ab und werden im gleichen Arbeitsgang wieder aufgenommen. Durch den jeweiligen Aufprall der Kugeln werden Verunreinigungen abgesprengt sowie das Gefüge der oberen Schicht des Untergrundes aufgebrochen und somit optimal für den Estricheinbau vorbereitet.

K
Kunstharz

Unter dem Begriff Kunstharz versteht man synthetisch hergestellte Bindemittel, deren Eigenschaften denen natürlicher Harze nachempfunden sind. Dabei ist zu beachten, dass diese synthetischen Reaktionsharze zumeist aus...

Unter dem Begriff Kunstharz versteht man synthetisch hergestellte Bindemittel, deren Eigenschaften denen natürlicher Harze nachempfunden sind. Dabei ist zu beachten, dass diese synthetischen Reaktionsharze zumeist aus mindestens zwei Komponenten bestehen, nämlich dem eigentlichen Stammharz wie beispielsweise bei Epoxidharz dem Bisphenol-A und einem entsprechenden Härter, hier: Amine. Nach der für eine vollständige Reaktion berechneten Zugabe des Härters zum Bindemittel beginnt eine chemische Reaktion, bei der die einzelnen Komponenten miteinander vernetzen. Im Zuge dieser Vernetzung steigt die Viskosität des Gemisches an, bis ein fester, nicht mehr schmelzbarer Kunststoff entstanden ist. Kunstharze werden als Basis für Klebstoffe und Beschichtungen oder als Bindemittel bei der Mörtelherstellung eingesetzt. Man unterscheidet je nach Reaktionstyp zwischen Polyaddition, Polykondensation, Polymerisation.

K
Kunstharzböden

Kunstharzböden Kunstharzböden werden zumeist als Industrieböden oder für Fußböden in Büro- und Gewerberäumen, Hallen und Lagern genutzt. Hierbei wird ein Kunstharz auf den Estrich oder Beton als Nutzschicht aufgetragen...

Kunstharzböden Kunstharzböden werden zumeist als Industrieböden oder für Fußböden in Büro- und Gewerberäumen, Hallen und Lagern genutzt. Hierbei wird ein Kunstharz auf den Estrich oder Beton als Nutzschicht aufgetragen und kann als Belag genutzt werden. Je nach Schichtenfolgen und Schichtdicke des aufgebrachten Kunstharzes unterscheidet man Imprägnierungen, Grundierungen, Versiegelungen, Beschichtungen und Beläge. Vorgaben zur Schichtdicke finden sich zum Beispiel in der VOB, Teil C, ATV DIN 18 353 »Estricharbeiten«, Abschnitt 3, Punkt 3.2.6.

K
Kunstharzestrich

Als Kunstharzestriche werden Estriche bezeichnet, bei denen das Bindemittel aus einem reaktiven, synthetischen Reaktionsharz in Kombination mit einem geeigneten Härter besteht. Wenn hohe Anforderungen an die...

Als Kunstharzestriche werden Estriche bezeichnet, bei denen das Bindemittel aus einem reaktiven, synthetischen Reaktionsharz in Kombination mit einem geeigneten Härter besteht. Wenn hohe Anforderungen an die Estrichkonstruktion gestellt werden oder schnelle Belegreife notwendig ist, werden häufig Kunstharzestriche verwendet. Normative Anforderungen sind in der DIN EN 13 318 »Estrichmörtel und Estriche – Begriffe« und DIN EN 13 813 »Estrichmörtel, Estrichmassen und Estriche – Estrichmörtel und Estrichmassen – Eigenschaften und Anforderungen« definiert. Weitere Hinweise finden sich für derartige hochbeanspruchbare Estriche auch in der DIN 18 560-7 »Estriche im Bauwesen«, Teil 7: »Hochbeanspruchbare Estriche (Industrieestriche)«.

K
Kunstharzmodifizierter Zementestrich

Häufig werden zementären Estrichen zum mineralischen Bindemittel aus Zement zur Modifikation neben Zuschlägen noch Additive oder Zusatzstoffe beigefügt. Dabei kann es sich um spezielle Kunstharzdispersionen handeln,...

Häufig werden zementären Estrichen zum mineralischen Bindemittel aus Zement zur Modifikation neben Zuschlägen noch Additive oder Zusatzstoffe beigefügt. Dabei kann es sich um spezielle Kunstharzdispersionen handeln, welche die Eigenschaften des Estrichs verbessern.

K
Kunstharzmörtel

Unter einem Kunstharzmörtel versteht man einen Mörtel mit hohem Bindemittelgehalt aus Kunstharz in Kombination mit Zuschlägen, die eine Korngröße von 4 mm nicht überschreiten. Dieser Kunstharzmörtel wird unter anderem...

Unter einem Kunstharzmörtel versteht man einen Mörtel mit hohem Bindemittelgehalt aus Kunstharz in Kombination mit Zuschlägen, die eine Korngröße von 4 mm nicht überschreiten. Dieser Kunstharzmörtel wird unter anderem als Ausgleichschicht, als Abdichtungsstoff, als Verbundmittel für Betonteile oder zum Ausbessern von Oberflächenschäden verwendet.

K
Kunstharzputz

Kunstharz (vgl. DIN 55 958) enthaltende, hoch viskose Beschichtung mit putzartigem Aussehen. Die Anforderungen an solche Werkstoffe sind in der DIN 18 558 »Kunstharzputze – Begriffe, Anforderungen, Ausführung«...

Kunstharz (vgl. DIN 55 958) enthaltende, hoch viskose Beschichtung mit putzartigem Aussehen. Die Anforderungen an solche Werkstoffe sind in der DIN 18 558 »Kunstharzputze – Begriffe, Anforderungen, Ausführung« festgelegt. Hierbei werden Beschichtungsstoffe aus organischen Bindemitteln in Form von Dispersionen oder Lösungen und aus Zuschlägen bzw. Füllstoffen mit überwiegendem Kornanteil (> 0,25 mm) eingesetzt. Je nach Bindemittelanteil und Anwendung werden Kunstharzputze hinsichtlich der Verwendung als Innen- und Außenputze oder nur als Innenputze unterschieden.

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Kunststoffdichtungsbahn

Kunststoffdichtungsbahnen werden aus Kunststoffen wie beispielsweise Polyethylen hergestellt und zur Abdichtung von Bauwerken eingesetzt. Man unterscheidet Flächenabdichtung oder Verbundabdichtung, für welche flüssige...

Kunststoffdichtungsbahnen werden aus Kunststoffen wie beispielsweise Polyethylen hergestellt und zur Abdichtung von Bauwerken eingesetzt. Man unterscheidet Flächenabdichtung oder Verbundabdichtung, für welche flüssige Abdichtungsstoffe verwendet werden. Für die Auswahl der richtigen Abdichtung sind die bauphysikalischen Eigenschaften entscheidend Dampfdiffusion, Dampfbremse, Dampfsperre. Insbesondere bei erdreichangrenzenden Fußbodenkonstruktionen und feuchteempfindlichen Oberböden ist die Auswahl der richtigen Abdichtung gegen Feuchte von entscheidender Bedeutung.

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Kunststoffdispersion

Feinste Verteilung von Polymeren oder Kunstharzen in einer Flüssigkeit (meist Wasser). Bei Kunststoffdispersionsfarben handelt es sich also um Beschichtungsstoffe, in denen das organische Bindemittel in Wasser...

Feinste Verteilung von Polymeren oder Kunstharzen in einer Flüssigkeit (meist Wasser). Bei Kunststoffdispersionsfarben handelt es sich also um Beschichtungsstoffe, in denen das organische Bindemittel in Wasser dispergiert ist (vgl. DIN 55 945, DIN EN 971-1).

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Kunststoffe

Hochmolekulare organische Verbindungen (Makromoleküle, Polymere), welche aus Abwandlung von Naturprodukten oder durch Synthese künstlich gewonnen werden. Die Grundstoffe resultieren meistens aus der Aufbereitung von...

Hochmolekulare organische Verbindungen (Makromoleküle, Polymere), welche aus Abwandlung von Naturprodukten oder durch Synthese künstlich gewonnen werden. Die Grundstoffe resultieren meistens aus der Aufbereitung von Rohöl oder Erdgas. Werden aus gleichen Bausteinen (Monomere) entsprechende Polymere bzw. Makromoleküle hergestellt, werden diese als Homopolymere bezeichnet (zum Beispiel Polyethylen). Bei unterschiedlichen Bausteinen bzw. Monomeren resultieren Copolymere wie zum Beispiel ABS (Acrylnitril-Butadienstyrol). In der Fußbodentechnik findet man Kunststoffe als Teppichbodenfasern (zum Beispiel Polyamid), Bindemittel für Klebstoffe (zum Beispiel Acrylate), Versiegelungen (zum Beispiel Polyurethan) und Beschichtungen (zum Beispiel Epoxidharz) oder Bodenbeläge (zum Beispiel Synthesekautschuk). PE-Folien und/oder Abdichtungsbahnen bestehen auch aus Kunststoffen.
(Hinweis: Je nach den physikalischen Eigenschaften von Kunststoffen unterscheidet man zwischen Plastomere, Elastomere und Duromere.)

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Kupferbänder

Kupferbänder werden zur Verlegung ableitfähiger Oberböden verwendet. Dafür werden unter allen Platten oder jeder Bahn jeweils Kupferbänder in der Länge oder Breite der Räume parallel zueinander auf den Untergrund...

Kupferbänder werden zur Verlegung ableitfähiger Oberböden verwendet. Dafür werden unter allen Platten oder jeder Bahn jeweils Kupferbänder in der Länge oder Breite der Räume parallel zueinander auf den Untergrund geklebt. In jedem Raum erfolgt dann zusätzlich die Verklebung von zwei Querbändern, wodurch die parallel verlaufenden Kupferbänder miteinander verbunden werden. Bis zu 40 m2 Raumgröße sind dabei als Erdung jeweils zwei Kupferbänder als Anschlussstelle auf die Wand zu führen und später durch einen Elektroinstallateur anzuschließen. In größeren Räumen erhöht sich die Zahl der Anschlussstellen entsprechend.

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Lack

Lack ist ein Oberbegriff für die Vielfalt der auf organischen Bindemitteln basierenden Beschichtungsstoffe, der historisch gewachsen ist und nicht immer eine logische Abgrenzung zu anderen Beschichtungsstoffen und...

Lack ist ein Oberbegriff für die Vielfalt der auf organischen Bindemitteln basierenden Beschichtungsstoffe, der historisch gewachsen ist und nicht immer eine logische Abgrenzung zu anderen Beschichtungsstoffen und Beschichtungen zulässt (vgl. Beiblatt 1 der DIN EN 971-1). Je nach Art der organischen Bindemittel können Lacke Lösemittel und/oder Wasser enthalten (welches dann als Lösemittel fungiert) oder frei von Lösemitteln sein. Weitere Bestandteile sind Pigmente, Füllstoffe und gegebenenfalls andere Zusätze (zum Beispiel Additive). Aufgrund der unterschiedlichen Rezeptierungen ergeben sich transparente oder farbige Beschichtungsstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften für verschiedenste Anforderungen und Anwendungsgebiete (chemische Beständigkeit, Kratzfestigkeit, Abriebfestigkeit, Glanzgrad, Härte, Lichtechtheit, Wetterbeständigkeit u. a.). Lacke werden unterschiedlich bezeichnet: nach dem Bindemittel (zum Beispiel Alkydharzlack), nach dem Lösemittel (zum Beispiel Wasserlack), nach der Beschaffenheit (zum Beispiel Pulverlack), nach der Filmbildung (zum Beispiel Zweikomponenten-Reaktionslack), nach dem Glanzgrad (zum Beispiel Hochglanzlack), nach der Optik (zum Beispiel Effektlack), nach der Anwendung (zum Beispiel Vorlack), nach dem Verwendungszweck (zum Beispiel Holzlack), nach der Art des zu beschichtenden Objekts (zum Beispiel Bootslack).

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Lackfarbe

Nach DIN 55 945 handelt es sich bei Lackfarben um pigmentierte Lacke (im Gegensatz zu Klarlacken, welche keine Pigmente enthalten und oft als Lacke bezeichnet werden).

Nach DIN 55 945 handelt es sich bei Lackfarben um pigmentierte Lacke (im Gegensatz zu Klarlacken, welche keine Pigmente enthalten und oft als Lacke bezeichnet werden).

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Lackierung

Aus Lacken werden durch manuelle Applikation (zum Beispiel Pinsel, Lackierwalze) oder Spritzapplikation (Hochdruck-, Niederdruck-, Airless-Spritzgeräte) Beschichtungen hergestellt, die als Lackierung bezeichnet werden....

Aus Lacken werden durch manuelle Applikation (zum Beispiel Pinsel, Lackierwalze) oder Spritzapplikation (Hochdruck-, Niederdruck-, Airless-Spritzgeräte) Beschichtungen hergestellt, die als Lackierung bezeichnet werden. Mit solchen Lackierungen werden Oberflächen aus Holz, Metall, Kunststoff und mineralischen Untergründen beschichtet, um einen (dekorativen) Schutzüberzug gegenüber mechanischen Beanspruchungen und/oder Witterungseinflüssen u. a. zu erhalten.

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Lagerhölzer

Unter Lagerhölzern versteht man Hölzer, die auf dem Rohboden als Unterkonstruktion für Holzfußbodenbeläge ausgelegt werden. Dielen und/oder lange Parkettstäbe können direkt mit den Lagerhölzern verschraubt werden, für...

Unter Lagerhölzern versteht man Hölzer, die auf dem Rohboden als Unterkonstruktion für Holzfußbodenbeläge ausgelegt werden. Dielen und/oder lange Parkettstäbe können direkt mit den Lagerhölzern verschraubt werden, für verklebtes Parkett muss ein Blindboden aus plattenförmigen Holzwerkstoffen auf die Lagerhölzer aufgebaut werden. In welchem Abstand die Hölzer verlegt werden, hängt von der zu erwartenden ständigen und veränderlichen Last durch Nutzung ab. Dies bedeutet, je höher die zu erwartende Last ist, umso geringer dürfen die Abstände zwischen den Lagerhölzern sein. Die Lagerhölzer dürfen beim Einbau einen Feuchtgehalt von 15 Prozent nicht übersteigen, da Parkett oder Holzfußböden feuchteempfindlich sind. Diese Art der Konstruktion muss hinterlüftet werden und je nach Untergrund eventuell mit einer Dampfsperre vor Feuchtigkeit geschützt werden.

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Lamellenparkett

Lamellenparkett wird auch als Hochkantlamellen- bzw. Industrieparkett bezeichnet. Ein sogenanntes Lamellenparkett ist ein massives, widerstandsfähiges Parkett, das entweder mit Hochkant- oder Breitlamellen hergestellt...

Lamellenparkett wird auch als Hochkantlamellen- bzw. Industrieparkett bezeichnet. Ein sogenanntes Lamellenparkett ist ein massives, widerstandsfähiges Parkett, das entweder mit Hochkant- oder Breitlamellen hergestellt wird. Eine weitere Alternative besteht in der Verwendung von Modulklotz-Verlege-Einheiten. Beim Einbau werden diese Parketthölzer direkt nebeneinander als Verlege-Einheit vollflächig mit dem Untergrund verklebt. Vor dem Einbau sollte auf Schutzmaßnahmen gegen aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Untergrund geachtet werden. Normative Vorgaben für diese Parketthölzer finden sich in der DIN EN 14 761 »Holzfußböden – Massivholzparkett – Hochkantlamelle, Breitlamelle und Modulklotz«.

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Lamellierte Hölzer

Aus verschiedenen Gründen haben die nach den normativen Anforderungen für Tischlerarbeiten (DIN 68 360 »Holz für Tischlerarbeiten«) zulässigen Holzarten für den Fensterbau nicht immer den ästhetischen Ansprüchen von...

Aus verschiedenen Gründen haben die nach den normativen Anforderungen für Tischlerarbeiten (DIN 68 360 »Holz für Tischlerarbeiten«) zulässigen Holzarten für den Fensterbau nicht immer den ästhetischen Ansprüchen von Architekten und Bauherrn entsprochen. Vor allem auch wegen der nicht immer zu vermeidenden Ästigkeit des Holzes und der bei lasierender anstrichtechnischer Behandlung dann sichtbaren Aststellen ist mehr und mehr das astfreie Holz gefragt. Daher ist vermehrt zu beobachten, dass laminierte Holzfensterprofile verwendet werden. Unter Laminierung wird dabei die Verleimung von Brettlamellen zu einem für Fensterprofile geeigneten Querschnitt verstanden. Dabei erfolgt die breitseitige Verleimung faserparallel, wobei 3 bis 5 Holzteile miteinander verbunden werden und die optisch ansprechendste Oberfläche bei der Lamellierung außen liegt (DIN 68 121 »Holzprofile für Fenster und Fenstertüren«).

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Laminatböden

Laminatböden bestehen als aus einer Trägerplatte aus Holzfasewerkstoff (MDF = mittlere Dichte oder HDF = hohe Dichte), einer Dokorschicht (Dekorpapier) mit transparenter Nutzschicht (Overlay) oder direkt auf die Platte...

Laminatböden bestehen als aus einer Trägerplatte aus Holzfasewerkstoff (MDF = mittlere Dichte oder HDF = hohe Dichte), einer Dokorschicht (Dekorpapier) mit transparenter Nutzschicht (Overlay) oder direkt auf die Platte gedrucktem Dekor mit einer gehärteten Lacknutzschicht. Das Dekor besteht häufig aus Holz- oder Steinnachbildungen und wird auf riesigen Triefdruckanlagen auf spezielles Dokorpapier gedruckt. Alternativ werden auch Dekore, die von Künstlern entworfen sind, auf kleineren Digitaldruckmaschinen gedruckt und damit kleinere Produktions-Losgrößen ermöglicht. Der Gegenzug wirkt Verformungen der Trägerplatte entgegen und besteht entweder aus Furnier, einem Laminat oder speziell getränkten Papieren. Man unterscheidet das Hochdrucklaminat (HPL high pressure laminates) nach DIN EN 438 »Dekorative Hochdruck- Schichtpressstoffplatten (HPL) – Platten auf Basis härtbarer Harze (Schichtpressstoffe)« vom kontinuierlich gepressten Laminat (CPL: continuous pressure laminates). Weiterhin werden Laminatböden mit Deckschichten aus elektronenstrahlgepresstem Laminat (EPL: electron beam pressure laminates) hergestellt, wobei auf das Laminat durch Elektronenstrahlen eine zusätzliche Acrylschicht appliziert wird. In der Fußbodentechnik werden Laminatböden nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten«, Abschnitt 2 »Stoffe, Bauteile«, Punkt 2.7, auch der Gruppe von Oberböden als Schichtstoffelemente zugeordnet. Normative Anforderungen sind weiterhin in der DIN EN 13 329 »Laminatböden – Elemente mit einer Deckschicht auf Basis aminoplastischer, wärmehärtbarer Harze – Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren« definiert. Dabei werden Laminatböden unterschieden von anderen elementförmigen Oberböden nach DIN EN 14 085 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Fußbodenpaneele für lose Verlegung«. Laminatböden nach DIN EN 13 329 bestehen als Fußbodenbelag mit einer Deckschicht aus einer oder mehreren dünnen Lagen eines faserhaltigen Materials, imprägniert mit Melaminharz, und sind daher abzugrenzen von Laminatböden nach DIN EN 15 468 »Laminatböden – Direktbedruckte Elemente mit Kunstharz-Deckschicht – Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren«. Dabei handelt es sich um solche Laminatböden, bei denen eine oder mehrere Lackschichten auf einer Trägerplatte aus Holzwerkstoff appliziert worden sind. Das Dekor wird dabei im Tiefdruckverfahren aufgebracht und von einem Decklack geschützt.

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Längenänderung

Unter thermischen und hygrischen Einwirkungen können Baustoffe ihre Dimension ändern. Das bedeutet, dass Baustoffe in Abhängigkeit der Temperatur einer Längenänderung unterliegen. Dabei kann hohe Temperatur zum Ausdehnen...

Unter thermischen und hygrischen Einwirkungen können Baustoffe ihre Dimension ändern. Das bedeutet, dass Baustoffe in Abhängigkeit der Temperatur einer Längenänderung unterliegen. Dabei kann hohe Temperatur zum Ausdehnen (positive Längenänderung wie zum Beispiel Expansion) oder niedrige Temperatur zum Zusammenziehen (negative Längenänderung wie zum Beispiel Kontraktion) von Baustoffen führen. Der Längenänderungskoeffizient wird in der Praxis oft mit Längenmaßeinheiten gekoppelt und ist für jeden Baustoff bzw. für jedes Material spezifisch. Konkret beschreibt der thermische Längenänderungskoeffizient die Längenänderung eines Stoffes in [m] in Abhängigkeit einer Temperaturänderung von 1 K. (Der Nullpunkt der Kelvinskala liegt am absoluten Nullpunkt bei –273,15 Grad Celsius.) Auch durch Aufnahme von Feuchte (Betauung, Wasserdampf u. a.) können Baustoffe im Volumen zunehmen (Quellen) oder durch Wärmeeinwirkung und Trocknung den Feuchtegehalt verringern (Schwinden).

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Lasur

Nach DIN 55 945 wird ein Beschichtungsstoff, der auf Holz oder mineralischen Untergründen einen transparenten Schutzüberzug ergibt, als Lasur bezeichnet. Charakteristisch für eine Lasur ist, dass das typische...

Nach DIN 55 945 wird ein Beschichtungsstoff, der auf Holz oder mineralischen Untergründen einen transparenten Schutzüberzug ergibt, als Lasur bezeichnet. Charakteristisch für eine Lasur ist, dass das typische Erscheinungsbild des Untergrundes erhalten bleibt, da eben keine deckende Beschichtung resultiert (Durchscheinen). Dabei wird zwischen Imprägnierlasuren mit niedrigem nichtflüchtigen Anteil ( Dünnschichtlasuren) und Lacklasuren für Beschichtungen mit höherer Schichtdicke ( Dickschichtlasuren) unterschieden.

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LAU-Anlagen

LAU-Anlagen sind Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen. Diese Anlagen sind laut § 19 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgeschrieben und finden ihren Einsatz beispielsweise in der...

LAU-Anlagen sind Anlagen zum Lagern, Abfüllen und Umschlagen von wassergefährdenden Stoffen. Diese Anlagen sind laut § 19 Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgeschrieben und finden ihren Einsatz beispielsweise in der Chemieproduktion, Entgiftungsanlagen und Holzimprägnierungsanlagen. Je nach Landesbauordnung und Länderrecht werden Vorgaben für Gewerbe oder Industrie für die Betreiber von baulichen Anlagen gemacht, die beim Umgang mit wassergefährdenden Flüssigkeiten zu beachten sind. Ansprechpartner für Genehmigungen solcher Anlagen sind neben der Gewerbeaufsicht die (Untere) Wasserbehörde.

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LEED-Zertifikat

Das amerikanische LEED-Zertifikat ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem und steht mit seiner Abkürzung für »Leadership in Energy and Environmental Design« und klassifiziert Gebäude gemäß ihrer...

Das amerikanische LEED-Zertifikat ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem und steht mit seiner Abkürzung für »Leadership in Energy and Environmental Design« und klassifiziert Gebäude gemäß ihrer Nachhaltigkeit. Die Bewertung nach LEED-Kriterien bezieht sich auf alle Phasen des Lebenszyklus von Gebäuden und kann auf nahezu alle Arten von Immobilien angewendet werden. Das LEED-Zertifikat wurde 1998 nach Vorbild des britischen BREEAM-Zertifikat entwickelt und kann als Basis-Zertifikat sowie in den Stufen Silber, Gold und Platin erworben werden. Für die Einführung und stetige Weiterentwicklung des Systems sind der United States Green Building Council (USGBC) mit Hauptsitz in Washington bzw. der Canada Green Building Council (CaGBC) mit Hauptsitz in Ottawa verantwortlich. In Deutschland ist seit 2012 der German Green Building Association e.V. (GGBA) offizieller Partner des U.S. Green Building Council (USGBC) und damit auf nationaler Ebene der zuständige Ansprechpartner für die komplette DACH-Region. Bei der Zertifizierung werden Gebäude nach einem umfangreichen Bewertungssystem durch Punktevergabe für einzelne Kriterien bewertet. Die Summe der erreichten Punkte entscheidet, wie das Bauwerk bei der Zertifizierung eingestuft wird. Das System ermöglicht eine objektive Bewertung der Nachhaltigkeitskriterien auf wissenschaftlicher Basis. Dafür werden folgende Kriterien beurteilt:
• Nachhaltiger Grund und Boden
• Wassereffizienz
• Energie und Atmosphäre
• Materialien und Ressourcen
• Innenraumqualität
• Innovation und Designprozess

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Leichtbeton

Zum Ausgleich von größeren Maßtoleranzen oder Unebenheiten des tragenden Untergrundes (Rohbetondecke) wird häufig ein Beton geringer Rohdichte verwendet, der im Verbund aufgebracht wird.

Zum Ausgleich von größeren Maßtoleranzen oder Unebenheiten des tragenden Untergrundes (Rohbetondecke) wird häufig ein Beton geringer Rohdichte verwendet, der im Verbund aufgebracht wird.

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Leichtestrich

Als Leichtestrich wird ein Estrich mit einer spezifischen Trockenrohdichte von 1400 kg/m3 nach 28 Tagen bezeichnet. Solche Leichtestriche dienen als Ausgleichsschicht bei Unebenheiten, zum Verfüllen von Installationen in...

Als Leichtestrich wird ein Estrich mit einer spezifischen Trockenrohdichte von 1400 kg/m3 nach 28 Tagen bezeichnet. Solche Leichtestriche dienen als Ausgleichsschicht bei Unebenheiten, zum Verfüllen von Installationen in der Fußbodenebene oder in Bereichen, die nicht stark belastet werden dürfen. Als Zuschläge kommen Materialien mit großem Volumen bei geringem Gewicht zum Einsatz, wie beispielsweise Blähschiefer oder Styropor.

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Leim

Leim wird als Klebstoff bezeichnet und verwendet (zum Beispiel zur Verleimung von Laminatfußböden). Dieser besteht aus tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Grundstoffen und Wasser als Lösemittel (vgl. DIN 16 920).

Leim wird als Klebstoff bezeichnet und verwendet (zum Beispiel zur Verleimung von Laminatfußböden). Dieser besteht aus tierischen, pflanzlichen oder synthetischen Grundstoffen und Wasser als Lösemittel (vgl. DIN 16 920).

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Leimbinder

Als Leimbinder werden Holzbauteile aus Brettschichtholz bezeichnet, die aus mehr als zwei mit ihren Brettseiten waagerecht übereinander verleimten, gehobelten Brett- und Bodenlamellen gleicher Breite bestehen. Aus...

Als Leimbinder werden Holzbauteile aus Brettschichtholz bezeichnet, die aus mehr als zwei mit ihren Brettseiten waagerecht übereinander verleimten, gehobelten Brett- und Bodenlamellen gleicher Breite bestehen. Aus solchen Holzbauteilen werden zum Beispiel Objekte wie Stadthallen, Sporthallen, Gewerbe- und Industriebauten gefertigt. Die Dicke der Einzelbretter liegt bei 30 bis 40 mm, wobei Bauteile aus Leimbindern 30 bis 40 m Länge erreichen können. Derartige Hallenkonstruktionen werden nach statischen Gesichtspunkten erstellt, wobei Leimbinder der ständigen direkten Bewitterung ausgesetzt sein können und/oder im Innenklima oder im Freien unter Dach geringen oder mittleren Feuchtigkeitsschwankungen ausgesetzt sind.

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Leimfarbe

Anstrichstoff, der aus Leim als Bindemittel, Pigmenten, Füllstoffen u. a. besteht. Leimfarbenanstriche haften aufgrund der Klebewirkung des Leimes am Untergrund an. Jedoch ist die gute Wasserlöslichkeit des Leims auch...

Anstrichstoff, der aus Leim als Bindemittel, Pigmenten, Füllstoffen u. a. besteht. Leimfarbenanstriche haften aufgrund der Klebewirkung des Leimes am Untergrund an. Jedoch ist die gute Wasserlöslichkeit des Leims auch nach dem Trocknen noch gegeben, so dass keine hochwertigen, abwaschbaren Anstriche daraus resultieren.

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Leinöl

Aus dem Leinsamen (Samen von Flachs) als Rohstoff gewonnenes Öl als natürliche Ausgangsbasis zur Herstellung von Lacken (früher bezeichnet als Öllacke). Dabei reagiert das Leinöl mit dem Sauerstoff der Luft, wodurch das...

Aus dem Leinsamen (Samen von Flachs) als Rohstoff gewonnenes Öl als natürliche Ausgangsbasis zur Herstellung von Lacken (früher bezeichnet als Öllacke). Dabei reagiert das Leinöl mit dem Sauerstoff der Luft, wodurch das flüssige Öl langsam erhärtet und schließlich zu getrockneten Filmen führt. Leinöl lässt sich gut pigmentieren (gute Benetzung der Pigmente), ist verträglich mit verschiedenen anderen Lackrohstoffen, gut löslich in Lösemitteln (zum Beispiel Testbenzin), ist mit Wasser emulgierbar und dabei gut wasserdampfdurchlässig sowie durch gutes Haftvermögen auf vielen Untergründen vielseitig anwendbar. Jedoch sind auf Leinölen basierte Lacke durch relativ lange Trocknungszeiten gekennzeichnet, so dass eine lange Wartezeit bei guten Witterungsbedingungen erforderlich ist, wenn zum Beispiel Fenster lackiert werden sollen. Auch führen hohe Schichtdicken bei solchen Lacken schnell zu Oberflächenstörungen (Runzelbildung). In Räumen mit wenig Licht und/oder abgedeckten Teilflächenbereichen (Fenster- und Türfalze) ist eine schnelle Vergilbung festzustellen.
Einsatz findet es darüber hinaus bei der Herstellung von Linoleum als Bodenbelag.

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Lichtbeständigkeit

Die Globalstrahlung wird unter gleichzeitiger Anwesenheit von Feuchtigkeit als eine wesentliche Ursache für die Alterung von Beschichtungen angesehen. Dabei sind Sonnenstrahlung (UV-Strahlung) und Himmelsstrahlung dazu...

Die Globalstrahlung wird unter gleichzeitiger Anwesenheit von Feuchtigkeit als eine wesentliche Ursache für die Alterung von Beschichtungen angesehen. Dabei sind Sonnenstrahlung (UV-Strahlung) und Himmelsstrahlung dazu geeignet, bei Anstrichen und Beschichtungen zum Beispiel Glanzverlust, Farbveränderungen und/oder Kreidung hervorzurufen, wobei diese Effekte bei Anwesenheit von Feuchtigkeit gegebenenfalls verstärkt werden. (Hinweis: Durch den UV-Anteil des Tageslichts können sich farbige Beschichtungen im Farbton verändern, wenn die darin enthaltenen Pigmente nicht ausreichend lichtbeständig sind. Bestimmte organische Pigmente (gelb, rot) sind besonders empfindlich, so dass sich unter Umständen bei der Verwendung dieser Rohstoffe zum Beispiel in Fassadenbeschichtungen schnell Farbtonveränderungen einstellen können, die besonders dann negativ wirken, wenn dieser Effekt ungleichmäßig eintritt. So führen zum Beispiel Klappläden an historischen Fassaden zu solchen Erscheinungsbildern, da diese Klappläden tagsüber geöffnet bestimmte Teilflächen des Fassadenanstrichs abdecken und so vor Belichtung schützen. Hinter diesen temporären Abdeckungen behält der Fassadenanstrich länger seinen ursprünglichen Farbton, was dann negativ wirkt, wenn die Klappläden demontiert werden. Es empfiehlt sich daher, je nach Verwendungszweck des ausgewählten Beschichtungsstoffs, auf die Lichtbeständigkeit des vorgesehenen Farbtons zu achten und gegebenenfalls hierzu eine Bestätigung vom Hersteller einzuholen.)

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Lichtechtheit

Bestimmte Bindemittel transparenter Lacke oder pigmentierter Beschichtungsstoffe können sich unter Belichtung im Farbton verändern (zum Beispiel vergilben). So ist zum Beispiel weiterhin die UV-Lichtechtheit von Lasuren...

Bestimmte Bindemittel transparenter Lacke oder pigmentierter Beschichtungsstoffe können sich unter Belichtung im Farbton verändern (zum Beispiel vergilben). So ist zum Beispiel weiterhin die UV-Lichtechtheit von Lasuren dafür entscheidend, ob sich der beschichtete Holzuntergrund im Farbton verändert (vergraut).

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Lignin

Lignin ist neben Cellulose und Polyosen mit 20 bis 25 Prozent ein wichtiger Bestandteil von Holz und wird auch als Verholzungsstoff bezeichnet. Lignin besteht aus aromatischen Verbindungen, welche Cellulose und Polyosen...

Lignin ist neben Cellulose und Polyosen mit 20 bis 25 Prozent ein wichtiger Bestandteil von Holz und wird auch als Verholzungsstoff bezeichnet. Lignin besteht aus aromatischen Verbindungen, welche Cellulose und Polyosen umhüllen, und wird deshalb auch als Kittsubstanz bezeichnet, welche dem Holz versteifende Eigenschaften verleiht. Durch energiereiche Strahlung (UV) kann ungeschütztes Holz dem Abbau von Lignin unterliegen und vergrauen.

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Linoleum

Linoleum wurde vom Engländer Frederick Walton in einer Versuchsreihe entwickelt und im Jahr 1860 die Linoleum-Herstellung zum Patent angemeldet. Linoleum ist ein Naturprodukt und wird aus Leinöl, Naturharzen, Sikkativen,...

Linoleum wurde vom Engländer Frederick Walton in einer Versuchsreihe entwickelt und im Jahr 1860 die Linoleum-Herstellung zum Patent angemeldet. Linoleum ist ein Naturprodukt und wird aus Leinöl, Naturharzen, Sikkativen, Korkmehl, Holzmehl, Kreide, Farbstoffen und Jutegewebe hergestellt. Wegen den guten Eigenschaften wie Nachhaltigkeit, Beständigkeit gegen Fette und Öle, schwerer Entflammbarkeit und großer Farbauswahl ist Linoleum ein beliebter Bodenbelag. Linoleum ist relativ empfindlich gegen ständige Feuchte und alkalische Flüssigkeiten. Für Oberböden aus Linoleum ist zu unterscheiden DIN EN 548 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Linoleum mit und ohne Muster«, DIN EN 686 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Linoleum mit und ohne Muster mit Schaumrücken«, DIN EN 687 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Linoleum mit und ohne Muster mit Korkmentrücken« sowie Korklinoleum nach DIN EN 688 »Elastische Bodenbeläge – Spezifikation für Korklinoleum«. Linoleum ist ein elastischer Bodenbelag nach VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten«, Abschnitt 2, Punkt 2.2, und wird als Platten (DIN EN 548) oder Bahnenware geliefert.

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Lösemittel

Lösemittel sind bei Raumtemperatur flüssige und flüchtige Verbindungen, welche dazu geeignet sind, andere (feste) Stoffe zu lösen, ohne dass hierdurch eine chemische Veränderung entsteht. Durch Zugabe von Lösemitteln...

Lösemittel sind bei Raumtemperatur flüssige und flüchtige Verbindungen, welche dazu geeignet sind, andere (feste) Stoffe zu lösen, ohne dass hierdurch eine chemische Veränderung entsteht. Durch Zugabe von Lösemitteln werden bei der Herstellung von Beschichtungsstoffen die Rohstoffe zur Bindemittelherstellung (zum Beispiel Harze) vom festen in den flüssigen Aggregatzustand überführt. Früher sind hierfür zum Beispiel Benzol, Toluol, Xylol, Styrol (auch als Gemische) verwendet worden, wobei heute wegen der krebserregenden Eigenschaften auf solche Aromaten weitgehend verzichtet wird (aromatenfreie Lacke). Statt dieser ringförmigen Aromaten werden heute kettenförmige Kohlenwasserstoffe (Aliphaten wie zum Beispiel Benzin, Terpentinersatz, Ethylen, Paraffine) für die Lackherstellung verwendet. Weiterhin kommen als organische Lösemittel ein- und mehrwertige Alkohole (zum Beispiel Ethanol), Ester (zum Beispiel Butylacetat) und Ketone vor. Neben diesen organischen Lösemitteln kann auch Wasser als anorganisches Lösemittel fungieren (zum Beispiel Acrylharzlack).
Bei der Verarbeitung von Lösemitteln muss beachtet werden, dass diese Stoffe leichtflüchtig sind. Hier muss für eine ausreichende Belüftung gesorgt werden, da hohe Konzentrationen in der Atemluft gesundheitsgefährdend sind. Lösemittelhaltige Abfälle müssen als Sondermüll entsorgt werden.

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Lösemittelarmer Beschichtungsstoff

Lack mit einem auf das Mindestmass reduziertem Gehalt an organischen Lösemitteln, wie zum Beispiel High-Solid- Lacke (hoher Gehalt nichtflüchtiger Bestandteile).

Lack mit einem auf das Mindestmass reduziertem Gehalt an organischen Lösemitteln, wie zum Beispiel High-Solid- Lacke (hoher Gehalt nichtflüchtiger Bestandteile).

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Luftfeuchtigkeit

Als Luftfeuchtigkeit wird der Wasserdampfgehalt der Luft bezeichnet. Man unterscheidet absolute Luftfeuchtigkeit (gemessen in Gramm pro Kubikmeter Luft) und maximale Luftfeuchtigkeit (Sättigungsfeuchte; Menge an...

Als Luftfeuchtigkeit wird der Wasserdampfgehalt der Luft bezeichnet. Man unterscheidet absolute Luftfeuchtigkeit (gemessen in Gramm pro Kubikmeter Luft) und maximale Luftfeuchtigkeit (Sättigungsfeuchte; Menge an Wasserdampf, die im Kubikmeter Luft höchstens enthalten sein kann, ohne dass Tauwasser ausfällt). Als relative Luftfeuchtigkeit (angegeben in Prozent) ist das Verhältnis von absoluter zu maximaler Luftfeuchtigkeit alleine der entscheidende Bewertungsmaßstab für die vorherrschende Luftfeuchtigkeit, wobei folgende Gleichung gilt:

absolute Feuchtigkeit x 100
S
ättigungsfeuchte                       = rel. Luftfeuchtigkeit in %


(Hinweis: Für die Applikation bestimmter Beschichtungsstoffe sind auch die Klimabedingungen von Bedeutung. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit wird in der Regel die Trocknung von zum Beispiel oxidativ trocknenden Beschichtungsstoffen zum Beispiel ölhaltige Alkydharzlacke) zeitlich verzögert, wobei auch physikalisch trocknende Beschichtungsstoffe (zum Beispiel Dispersionsfarben) das Lösemittel Wasser dann nur über einen längeren Zeitraum abgeben können. Aber auch Tauwasserausfall auf frisch gestrichenen Oberflächen kann das Abbindeverhalten von Beschichtungsstoffen nachteilig beeinflussen (Glanzverlust). Für optimale Ergebnisse sollten die Klimabedingungen und die diesbezüglichen Hinweise des Herstellers zum Zeitpunkt der Beschichtung beachtet werden, um Reklamationen zu vermeiden.

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Luftporenbildner

Luftporenbildner werden in der Herstellung von Betonen als Schutz gegen Frost-Tausalz-Beanspruchung verwendet. Hierbei werden Flüssigkeiten mit wasserlöslichen Bestandteilen aus Harzen oder synthetischen Stoffen der...

Luftporenbildner werden in der Herstellung von Betonen als Schutz gegen Frost-Tausalz-Beanspruchung verwendet. Hierbei werden Flüssigkeiten mit wasserlöslichen Bestandteilen aus Harzen oder synthetischen Stoffen der Betonmischung beigefügt. Im Estrichmörtel führen Luftporenbildner zu einer besseren Verarbeitbarkeit und durch höhere Porigkeit zu einer schnelleren Trocknung, wodurch beschleunigte Estrichsysteme möglich sind. Dies kann aber zu einem weniger dichten Estrichgefüge und damit geringerer Festigkeitsklasse führen.

L
Lufttrocknung

Nach DIN 55 945 die Trocknung eines applizierten Beschichtungsstoffs, ohne dass hierfür (externe) Wärmezufuhr erforderlich ist.

Nach DIN 55 945 die Trocknung eines applizierten Beschichtungsstoffs, ohne dass hierfür (externe) Wärmezufuhr erforderlich ist.

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Lunker

Kleinere unregelmäßige Löcher bzw. Fehlstellen in der Oberfläche von Betonbauteilen, die durch den Einschluss von Luftblasen beim Betonieren bzw. Einschalen entstanden sind. Besonders bei Stahlbeton ein unerwünschter...

Kleinere unregelmäßige Löcher bzw. Fehlstellen in der Oberfläche von Betonbauteilen, die durch den Einschluss von Luftblasen beim Betonieren bzw. Einschalen entstanden sind. Besonders bei Stahlbeton ein unerwünschter Zustand, weil durch derartige Lunker die Betonüberdeckung über dem Baustahl reduziert wird. Dadurch steigt die Korrosionsgefahr des Baustahls, weil die Betonrandzone im Laufe der Zeit carbonatisiert, wodurch sich die Alkalität des Betons verringert und der natürliche Korrosionsschutz für den (unbeschichteten) Baustahl nicht mehr gegeben ist.

M
Magnesiaestrich

Magnesiaestrich heutige Bezeichnung nach DIN EN 13 318 Magnesite screed (MA), besteht aus kaustischer Magnesia und Magnesiachloridlösung sowie Magnesiaoxid als Binder. Magnesiabinder vermag große Mengen organischer...

Magnesiaestrich heutige Bezeichnung nach DIN EN 13 318 Magnesite screed (MA), besteht aus kaustischer Magnesia und Magnesiachloridlösung sowie Magnesiaoxid als Binder. Magnesiabinder vermag große Mengen organischer Zuschläge ohne Vorbehandlung zu binden (Weichholz, Papier, Holz- und Sägemehl). Als Füllstoffe werden Quarzsand, Glimmer, Kieselgur und Kalkum verwendet, früher auch Asbestfasern. Magnesiaestriche sind mechanisch hoch belastbar und werden deshalb häufig als Verbundestrich für gewerbliche und industrielle Nutzung eingesetzt. (Vorsicht Falle: Wird Magnesiaestrich auf Stahlbeton eingebracht, muss eine Sperrschicht die Zufuhr von Magnesiachloridlösung des Bindemittels in den Untergrund verhindern. Ist die Sperrschicht zu dünn oder porös appliziert worden, so kann die korrosiv wirkende saure Lösung den alkalischen Beton passivieren und der Stahl wird korrodieren. Dann wird der Beton über der Bewehrung abgesprengt und es entstehen Bauschäden. Rohleitungen bzw. Metallteile im Estrich, Ständerwerk für trockenen Innenausbau oder Zargen von Türen und Toren bedürfen eines Schutzes gegenüber Korrosion. Solche Bauteile, die aus dem Estrich auskragen, sind durch Kunststoff-Folien oder Bitumenpapier zu schützen.)

M
Magnesit

Das in der Natur recht häufig vorkommende Mineralgestein Magnesit dient als Basiskomponente für den Magnesiaestrich.

Das in der Natur recht häufig vorkommende Mineralgestein Magnesit dient als Basiskomponente für den Magnesiaestrich.

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MAK-Wert (Maximale Arbeitsplatz-Konzentration)

Der MAK-Wert gibt die maximale Konzentration von Gefahrstoffen in der Luft am Arbeitsplatz an, bei welcher keine Gesundheitsgefährdung erwartet wird. Dieser Wert bezieht sich auf acht Stunden Aufenthalt in diesem Bereich...

Der MAK-Wert gibt die maximale Konzentration von Gefahrstoffen in der Luft am Arbeitsplatz an, bei welcher keine Gesundheitsgefährdung erwartet wird. Dieser Wert bezieht sich auf acht Stunden Aufenthalt in diesem Bereich am Tag bis maximal 42 Stunden in der Woche. Der MAK-Wert ist zwar auch heute noch gebräuchlich, wurde allerdings mit Inkrafttreten der aktuellen deutschen Gefahrstoffverordnung am 1. Januar 2005 abgelöst und von dem sogenannten Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) sowie dem Biologischen Grenzwert (BGW) ersetzt.

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Makromoleküle

Langkettige organische Verbindungen auf Basis von Kohlenstoff. Durch kettenartige Verbindungen über die Kohlenstoffatome der Monomere entstehen zunächst die Oligomere, die bei weiterer chemischer Reaktion zu Polymeren...

Langkettige organische Verbindungen auf Basis von Kohlenstoff. Durch kettenartige Verbindungen über die Kohlenstoffatome der Monomere entstehen zunächst die Oligomere, die bei weiterer chemischer Reaktion zu Polymeren werden. Das Molekulargewicht der Makromoleküle ist dabei U > 1000. Aus Makromolekülen werden bei zusätzlicher Vernetzung über die vorhandenen reaktiven Seitengruppen je nach Vernetzungsgrad Duromere, Plastomere oder Elastomere. Man unterscheidet bei der Bildung von Makromolekülen folgende Reaktionstypen: Polymerisation, Polyaddition und Polykondensation.

M
MALIMO

In der ehemaligen DDR entwickeltes Wirkverfahren zur Erzeugung von textilen Flächengebilden, auch Teppichböden. Mit der DDR ist auch dieses für Teppichböden unwirtschaftliche Produktionsverfahren verschwunden.

In der ehemaligen DDR entwickeltes Wirkverfahren zur Erzeugung von textilen Flächengebilden, auch Teppichböden. Mit der DDR ist auch dieses für Teppichböden unwirtschaftliche Produktionsverfahren verschwunden.

M
Markierungsfarben

Zur Begrenzung von Fahrbahnen auf Verkehrswegen und zur Abgrenzung von Parkflächen werden spezielle Beschichtungsstoffe verwendet, da hier besondere Anforderungen vorliegen. Zum einen handelt es sich bei den zu...

Zur Begrenzung von Fahrbahnen auf Verkehrswegen und zur Abgrenzung von Parkflächen werden spezielle Beschichtungsstoffe verwendet, da hier besondere Anforderungen vorliegen. Zum einen handelt es sich bei den zu markierenden Untergründen meistens um bituminöse Baustoffe mit thermoplastischen Eigenschaften (Makadam, Walzasphalt, Gussasphalt), wobei auch mineralische Untergründe (Beton, Industrieestriche, Verbundsteinpflaster) vorzufinden sind. Markierungsfarben müssen (sehr) schnell trocknen, damit eine schnelle Überfahrbarkeit bei gleichzeitig hoher Abriebfestigkeit gegeben ist, da die zu markierenden Fahrbahnen und Parkflächen nicht längerfristig gesperrt werden können. Als Beschichtungsstoffe werden heute vor allem modifizierte Methylmethacrylate (PMMA) verwendet, wobei auch Epoxidharze, Chlorkautschuk und Polyester ihren Einsatz finden.

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Maschinenputzgips

Zur rationellen Verarbeitung von Innenputzen auf Decken- und Wandflächen mit modernen Putzmaschinen werden speziell modifizierte Maschinenputze verwendet, die der Mörtelgruppe MG P IVa bzw. DIN 1168 entsprechen. Weitere...

Zur rationellen Verarbeitung von Innenputzen auf Decken- und Wandflächen mit modernen Putzmaschinen werden speziell modifizierte Maschinenputze verwendet, die der Mörtelgruppe MG P IVa bzw. DIN 1168 entsprechen. Weitere innovative Entwicklungen führten durch Modifizierung der Zuschläge zu besonders leichten und ergiebigen Maschinenputzen, den Maschinenleichtputzgipsen. Diese Maschinenputzgipse werden in einer Putzdicke von ca. 10 mm aufgetragen (Mindestputzdicke: 5 mm, unter Betondecken max. 25 mm). Innenputze aus Maschinenputzgipsen müssen unter Beachtung der DIN 18 550 »Putz« und der DIN 18 350 »Putz- und Stuckarbeiten« ausgeführt worden sein.

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Massivholz-Elemente

Massivholz-Elemente werden auch als Massivholzparkettstäbe bezeichnet und nach DIN EN 13 226 »Holzfußböden – Massivholz-Elemente mit Nut und/oder Feder« und als Parkettriemen (Typ 1) oder Parkettstäbe hergestellt.

Massivholz-Elemente werden auch als Massivholzparkettstäbe bezeichnet und nach DIN EN 13 226 »Holzfußböden – Massivholz-Elemente mit Nut und/oder Feder« und als Parkettriemen (Typ 1) oder Parkettstäbe hergestellt.

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Maßtoleranzen

Bei der handwerklichen Herstellung von Bauwerken und Bauteilen können durch Unachtsamkeit Unebenheiten und Winkelabweichungen entstehen. Natürlich werden aufmerksame Auftraggeber bzw. die Bauherren darüber nicht...

Bei der handwerklichen Herstellung von Bauwerken und Bauteilen können durch Unachtsamkeit Unebenheiten und Winkelabweichungen entstehen. Natürlich werden aufmerksame Auftraggeber bzw. die Bauherren darüber nicht besonders glücklich gestimmt sein und folglich mit Mängelrügen und Minderungen drohen. Dies kann wiederum zu Verärgerungen bei den ausführenden Betrieben des Handwerks sorgen, da sie zumeist nach eigenen Angaben mit bestem Wissen und Gewissen ausgeführt haben. Um diese Streitigkeiten auszuschließen, gibt die DIN 18 202 »Toleranzen im Hochbau« die Maßtoleranzen an. Diese DIN schreibt vor, wie die Messungen der Ebenheit und der Winkligkeit durchzuführen sind und welche Abweichungen hingenommen werden müssen, außer es werden gesonderte Regelungen bei der Vertragserstellung getroffen. Für die Prüfung der Ebenheit werden Richtlatte und Messkeile verwendet oder ein Nivelliergerät.

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Mauersalpeter

Weißliche (mikroskopisch betrachtet nadelförmige) Ausblühungen auf Außenmauerwerk bzw. Außenputzen. Chemisch betrachtet handelt es sich um Calciumnitrat, eine Stickstoff-(oder Salpeter-) Verbindung. Besonders an und in...

Weißliche (mikroskopisch betrachtet nadelförmige) Ausblühungen auf Außenmauerwerk bzw. Außenputzen. Chemisch betrachtet handelt es sich um Calciumnitrat, eine Stickstoff-(oder Salpeter-) Verbindung. Besonders an und in Gebäuden in ländlichen Gebieten anzutreffen, da unter Einwirkung von Humussäure, Jauche und Fäkalien aus Fäulnisprozessen stickstoffhaltige Verbindungen in die Atmosphäre gelangen und durch Verbindung mit dem allgegenwärtigen Reaktionspartner Wasser in das Putz- und Mauerwerk gelangen (betroffen sind vor allem oft Gehöfte und Stallungen). Die sehr stark wasserlösliche, salzartige Verbindung führt infolge Sprengwirkung bei Wasseraufnahme salpeterhaltiger Baustoffe schnell zu Putz- und Anstrichschäden, wobei die Salze oftmals tief im Baustoff befindlich sind. Daher sind alle Maßnahmen, die an der Oberfläche betroffener Putzflächen ausgeführt werden, um solche Salze zu entfernen, meistens untauglich. Bei Mauersalpeter muss das Putz- und Mauerwerk daher oftmals abgetragen und (falls möglich) die weitere Zufuhr stickstoffhaltiger Verbindungen verhindert werden (Nutzungsänderung, spezielle Abdichtungsmaßnahmen). Ob spezielle Sanierputze hier Abhilfe schaffen können, muss im Einzelfall mit der herstellenden Industrie vor Ort am Gebäude geklärt werden. Manchmal werden auch andere salzartige Ausblühungen an Fassaden als Mauersalpeter bezeichnet, obwohl hier andere Salze (Chloride, Nitrate, Carbonate und Sulfate) vorliegen, die unterschiedliche Gefährdungen darstellen.

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MDF

Ist die Abkürzung für engl. Medium Density Fibreboard (= mittelverdichtete Faserplatte). Sie wird oft als Trägerplatte für den Laminatboden eingesetzt und ist leichter als die hochverdichtete Faserplatte (HDF).

Ist die Abkürzung für engl. Medium Density Fibreboard (= mittelverdichtete Faserplatte). Sie wird oft als Trägerplatte für den Laminatboden eingesetzt und ist leichter als die hochverdichtete Faserplatte (HDF).

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Mehrschichtparkett

Mehrschichtparkett besteht aus einer Nutzschicht aus Massivholz mit einer oder weiteren zusätzlichen Schichten aus Holz oder Holzwerkstoffen, die untereinander verleimt sind. Dabei wird solches Mehrschichtparkett...

Mehrschichtparkett besteht aus einer Nutzschicht aus Massivholz mit einer oder weiteren zusätzlichen Schichten aus Holz oder Holzwerkstoffen, die untereinander verleimt sind. Dabei wird solches Mehrschichtparkett herstellerseitig mit einer versiegelten Oberfläche produziert und wird deshalb auch als Fertigparkett bezeichnet. Normative Anforderungen sind in der DIN EN 13 489 »Holzfußböden – Mehrschichtparkettelemente« definiert. Die Nutzschicht eines Mehrschichtparketts besteht aus mindestens 2,5 mm dickem Vollholz, die Trägerschichten können auch aus Holzwerkstoffen bestehen. Je nach dem Grad der Abnutzung der Oberflächenbehandlung (Ölen, Wachsen oder Versiegeln) und der Nutzschichtdicke kann das Fertigparkett zwei oder drei Mal abgeschliffen und neu versiegelt werden. Bei dem Einbau wird das zwei- oder dreischichtige Fertigparkett vollflächig mit dem Unterboden verklebt. Das dreischichtige Fertigparkett kann verklebt oder schwimmend auf einer Trittschallunterlage verlegt werden. Bei einer Verklebung muss bei beiden Parkettarten auf einen geeigneten Untergrund geachtet werden. Die einzelnen Elemente werden entweder mit Nut- und Federverbindungen geleimt oder mit Klick-Verschlüssen stoff- und kraftschlüssig verbunden.

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Melaminharz

Bindemittel aus der Polykondensation von Melamin (Harnstoffderivat) und Formaldehyd, das früher in Nitrolacken und für Einbrennlacke verwendet wurde. Heute vor allem Ausgangsprodukt für dekorative Arbeitsplatten im...

Bindemittel aus der Polykondensation von Melamin (Harnstoffderivat) und Formaldehyd, das früher in Nitrolacken und für Einbrennlacke verwendet wurde. Heute vor allem Ausgangsprodukt für dekorative Arbeitsplatten im Innenausbau und für Laminatfußböden, wobei ein mit Melaminharz getränktes Dekorpapier (Overlay) auf Sperrholz oder mitteldichten Faserplatten (MDF) und einem Gegenzugpapier (Underlay) unter Druck und Hitze dreidimensional vernetzt wird und zu mechanisch hoch beanspruchbaren Endprodukten führt.

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Messkeil

Ein Messkeil ist ein Hartholzkeil mit einer aufgezeichneten, von oben ablesbaren Millimeterskala und wird für Messungen der Ebenheitsabweichungen von Böden benötigt. Der Messkeil wird zwischen die Bodenoberfläche und der...

Ein Messkeil ist ein Hartholzkeil mit einer aufgezeichneten, von oben ablesbaren Millimeterskala und wird für Messungen der Ebenheitsabweichungen von Böden benötigt. Der Messkeil wird zwischen die Bodenoberfläche und der Messlatte eingeschoben, sodass über die aufgezeichnete Skala bequem die Ebenheitsabweichungen in Millimeter abgelesen werden kann.

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Messlatte

Eine Mess- oder Richtlatte ist eine gerade Latte aus Metall, welche zumeist aus Aluminium besteht. In Verbindung mit einem Messkeil wird sie zur Ebenheitsmessung eingesetzt.

Eine Mess- oder Richtlatte ist eine gerade Latte aus Metall, welche zumeist aus Aluminium besteht. In Verbindung mit einem Messkeil wird sie zur Ebenheitsmessung eingesetzt.

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Methacrylate

Esterartige Copolymerisate (zum Beispiel Methylester, Ethylbutylester), die als Bindemittel in Acrylharzlacken (Dispersionslacke) und Acrylatfarben (Reinacrylat- Fassadenfarben) Verwendung finden.

Esterartige Copolymerisate (zum Beispiel Methylester, Ethylbutylester), die als Bindemittel in Acrylharzlacken (Dispersionslacke) und Acrylatfarben (Reinacrylat- Fassadenfarben) Verwendung finden.

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Methylacetat

Esterartiges Copolymerisat aus Essigsäure und Methanol, welches als leichtflüchtiges Lösemittel in Nitrocelluloselacken und anderen Lackrohstoffen Verwendung findet.

Esterartiges Copolymerisat aus Essigsäure und Methanol, welches als leichtflüchtiges Lösemittel in Nitrocelluloselacken und anderen Lackrohstoffen Verwendung findet.

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Methylcellulose

Wasserlöslicher Celluloseether, welcher in niedrigviskoser Form als Bindemittel für Lackrohstoffe dient, in hochviskoser Form als Kleister für die Verarbeitung von Tapeten und anderen Wandbelägen. Methylcellulose ist gut...

Wasserlöslicher Celluloseether, welcher in niedrigviskoser Form als Bindemittel für Lackrohstoffe dient, in hochviskoser Form als Kleister für die Verarbeitung von Tapeten und anderen Wandbelägen. Methylcellulose ist gut mischbar mit anderen wässrigen Bindemitteln, weist eine gute Verträglichkeit mit kalkhaltigen Produkten auf, trocknet farblos auf, ist wiederanlösbar und zeigt eine gute Emulgierbarkeit in Ölen und Öllacken. Als Bindemittel für Anstrichstoffe ist Methylcellulose nur für Innenanstriche verwendbar.

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Mikrometer

Ist die Maßeinheit zur Bezeichnung von Schichtdicken: 1 Mikrometer (μm) ~= 1/1000 mm. Gemessen wird im Rahmen der Qualitätssicherung während der Applikation von Beschichtungsstoffen die Nassschichtdicke. Zur Bestätigung...

Ist die Maßeinheit zur Bezeichnung von Schichtdicken: 1 Mikrometer (μm) ~= 1/1000 mm. Gemessen wird im Rahmen der Qualitätssicherung während der Applikation von Beschichtungsstoffen die Nassschichtdicke. Zur Bestätigung der vereinbarten Verbrauchsmengen wird die Trockenschichtdicke ermittelt. Der Schichtdicke von Beschichtungssystemen kann maßgeblichen Anteil für technische Eigenschaften zukommen (vgl. zum Beispiel gasbremsende Wirkung von Beschichtungsstoffen bei der Beton-Instandsetzung).

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Mindestfilmbildungs- temperatur (MFT)

Wasserverdünnbare Beschichtungsstoffe auf Basis von Kunststoffdispersion sollten nur bis zu einer Luft/Untergrund-Temperatur von mindestens + 5 Grad Celsius verarbeitet werden. Hierbei fungiert Wasser quasi als...

Wasserverdünnbare Beschichtungsstoffe auf Basis von Kunststoffdispersion sollten nur bis zu einer Luft/Untergrund-Temperatur von mindestens + 5 Grad Celsius verarbeitet werden. Hierbei fungiert Wasser quasi als Lösemittel, welches nach der Applikation zum Teil vom (saugfähigen) Untergrund, zum Teil durch Verdunsten/Trocknung von der (warmen) Luft aufgenommen wird. Dadurch kommt es zum Verfilmen der in Wasser gelösten, das heißt feinst verteilten Kunststoffteilchen (Polymere), was auch als »kalter Fluss« bezeichnet wird. Geringere Temperaturen können diesen Prozess der Filmbildung stören, so dass entweder das optische Erscheinungsbild und/oder technische Eigenschaften des Beschichtungsstoffes beeinträchtigt werden (Glanz, Haftvermögen u. a.).

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Mineralfarbenanstrich

Sind anorganische Beschichtungsstoffe auf Basis von Kalkfarben, Weißzement oder silikatischen Farben (Kaliwasserglas).

Sind anorganische Beschichtungsstoffe auf Basis von Kalkfarben, Weißzement oder silikatischen Farben (Kaliwasserglas).

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Mineralfaserdämmung

Dämmstoffe aus Mineralfasern werden aus silikatischen Glas- oder Gesteinsschmelzen, Basalt und/oder Schlacke hergestellt. Glasfaserdämmstoffe aus Mineralfasern kann man am gelben Farbton erkennen, Dämmstoffe aus...

Dämmstoffe aus Mineralfasern werden aus silikatischen Glas- oder Gesteinsschmelzen, Basalt und/oder Schlacke hergestellt. Glasfaserdämmstoffe aus Mineralfasern kann man am gelben Farbton erkennen, Dämmstoffe aus Steinwolle sind grün gefärbt. In der Fußbodentechnik werden diese als Wärmedämmung eingesetzt. Diese Dämmstoffe reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit und müssen gegen diese geschützt werden. Im Gegenzug sind Dämmstoffe aus Mineralfasern dagegen beständig gegenüber chemischen und biologischen Einflüssen wie beispielsweise Schädlinge oder Schimmelpilze. Bei Mineralfaserdämmungen besteht der Verdacht auf kanzerogene Wirkung, daher ist beim Kauf zu beachten, dass der Kanzerogenitätsindex (KI) nicht kleiner als 40 ist. Beim Einbau ist wegen der Staubentwicklung auf Schutzkleidung zu achten, dazu sollten eine Atemmaske und lange Kleidung gehören, denn beim Hautkontakt verursacht der Staub starken Juckreiz.

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Mischmauerwerk

Wenn das Mauerwerk von Wandbildnern aus mehreren Baustoffen (Kalksandstein, Hohllochziegel, Bimsstein u. a.) errichtet wurde, spricht man von Mischmauerwerk.

Wenn das Mauerwerk von Wandbildnern aus mehreren Baustoffen (Kalksandstein, Hohllochziegel, Bimsstein u. a.) errichtet wurde, spricht man von Mischmauerwerk.

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MMF-Bodenbeläge

Mehrschichtig modulare Fußbodenbeläge (MMF) gehören zu den Trendsettern unter den modernen Fußböden im Wohn- und Objektbereich. Sie sind schnell und einfach zu verlegen, bieten eine Vielzahl individueller Designideen und...

Mehrschichtig modulare Fußbodenbeläge (MMF) gehören zu den Trendsettern unter den modernen Fußböden im Wohn- und Objektbereich. Sie sind schnell und einfach zu verlegen, bieten eine Vielzahl individueller Designideen und auch das Preis/Leistungs-Verhältnis stimmt.
Der Aufbau eines mehrschichtigen, modularen Bodenbelags bestimmt seine Leistungsmerkmale wesentlich. Es lassen sich unterschiedliche Elastizitätsgrade vom halbstarren Träger bis zur vollelastischen Diele wählen und damit ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten im Objekt- und Privatbereich realisieren. Trägerwerkstoffe sind beispielsweise Holzwerkstoffe wie HDF oder Kork, Polymer- oder Polymerkomposit-Materialien wie PFC (Perfluorcarbon), NFK (naturfaserverstärkte Kunststoffe), WPC (Wood Plastic Composite), EPC (Expanded Polymer Core) und SPC (Solid Polymer Core) oder mineralische Träger (MPC: “Mineral Plastic Composites”).
Die Auswahl der Formate ist groß und reicht von Fliesen bis zu extralangen und breiten Dielen. Je nach Art der Belagskonstruktion und der gewählten Unterlage liegt die gesamte Aufbaustärke des MMF-Systems zwischen 4 und 20 mm.
Betrachtet man ihre Oberflächenmaterialien und Eigenschaften, so unterscheiden sich die MMF-Bodenbeläge nicht gänzlich von anderen elastischen Bodenbelägen. Zahlreiche Anleitungen und Hinweise für die mehrschichtigen, modularen Bodenbeläge sind daher vergleichbar mit den entsprechenden Hinweisen und Nutzungsanleitungen für die Produktgruppe der elastischen Bodenbeläge.

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Modifizierter Zementestrich

Unter einem modifizierten Zementestrich versteht man einen Estrich mit einer Beimischung aus Kunstharz, welche eine Beeinflussung der Eigenschaften wie beispielsweise die Belastbarkeit zur Folge hat.

Unter einem modifizierten Zementestrich versteht man einen Estrich mit einer Beimischung aus Kunstharz, welche eine Beeinflussung der Eigenschaften wie beispielsweise die Belastbarkeit zur Folge hat.

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Monolith

Das aus einem fugenlosen Stein gefertigte Bauteil nennt man Monolith (griech. monos = allein, lithos = Stein). Solche Bauteile sind zum Beispiel Säulen, Pfeiler und Obelisken.

Das aus einem fugenlosen Stein gefertigte Bauteil nennt man Monolith (griech. monos = allein, lithos = Stein). Solche Bauteile sind zum Beispiel Säulen, Pfeiler und Obelisken.

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Monolithische Fußbodenkonstruktion

In der Fußbodentechnik werden alle Konstruktionen, die aus einer Schicht oder mehreren Schichten der gleichen Herkunft und Zusammensetzung bestehen, als monolithische Fußbodenkonstruktion bezeichnet. Erdreichangrenzende...

In der Fußbodentechnik werden alle Konstruktionen, die aus einer Schicht oder mehreren Schichten der gleichen Herkunft und Zusammensetzung bestehen, als monolithische Fußbodenkonstruktion bezeichnet. Erdreichangrenzende Bodenplatten aus (Stahl-)Beton in gewerblich oder industriell genutzten Hallen werden auch als monolithische Betonplatten benannt. Ein Verbundestrich aus Zement gilt als monolithischer Estrich.

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Monomere

Monomere sind chemisch reaktionsfähige Verbindungen aus einem oder nur wenigen Molekülen, die sich zu Polymeren (Polymerisation) verketten lassen können.

Monomere sind chemisch reaktionsfähige Verbindungen aus einem oder nur wenigen Molekülen, die sich zu Polymeren (Polymerisation) verketten lassen können.

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Mörtel

Der sogenannte Mörtel ist ein Gemisch aus einem Bindemittel wie beispielsweise Zement, Zuschlägen mit einer Korngröße zum Beispiel kleiner als 4 mm und einem Anteil Anmachwasser.

Der sogenannte Mörtel ist ein Gemisch aus einem Bindemittel wie beispielsweise Zement, Zuschlägen mit einer Korngröße zum Beispiel kleiner als 4 mm und einem Anteil Anmachwasser.

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Mörtelgruppen

Je nach Zusammensetzung des Mörtels unterscheidet man nach der DIN 18 550 die verschiedenen Mörtelgruppen. Für anstrichtechnische Maßnahmen und Auswahl der Beschichtungsstoffe.

Je nach Zusammensetzung des Mörtels unterscheidet man nach der DIN 18 550 die verschiedenen Mörtelgruppen. Für anstrichtechnische Maßnahmen und Auswahl der Beschichtungsstoffe.

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Mosaikparkett

Ein Mosaikparkett ist ein Parkett aus massiven Hölzern mit einer Stärke von ca. 8 mm, mit Breiten bis 35 mm und Längen bis 165 mm. Die einzelnen Hölzer werden zu Würfeln zusammengesetzt und mit einer Drehung um 90 Grad...

Ein Mosaikparkett ist ein Parkett aus massiven Hölzern mit einer Stärke von ca. 8 mm, mit Breiten bis 35 mm und Längen bis 165 mm. Die einzelnen Hölzer werden zu Würfeln zusammengesetzt und mit einer Drehung um 90 Grad oder im englischen Verbund (versetzt auf halben Stab) oder Mustern wie Würfel oder Fischgrät auf einer ebenen Unterlage (Estrich) verklebt. Nach dem Verlegen und vollflächigen Arretieren durch Verkleben wird das Parkett abgeschliffen und versiegelt. Mosaikparkett kann trotz der niedrigen Aufbauhöhen mehrmals renoviert werden. Mosaikparkett eignet sich auch gut für den Einsatz mit einer Fußbodenheizung. Normative Anforderungen sind geregelt in der DIN EN 13 488 »Holzfußböden – Mosaikparkettelemente«.

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MPC

MPC (Mineral Plastic Composites) als Trägermaterial für MMF-Bodenbeläge sind Kunststoffe mit reaktiven mineralischen Bestandteilen sowie Zement.

MPC (Mineral Plastic Composites) als Trägermaterial für MMF-Bodenbeläge sind Kunststoffe mit reaktiven mineralischen Bestandteilen sowie Zement.

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MultiSense-Boden

Das Dekorbild des MultiSense-Bodens entsteht durch einen Digitaldruck direkt auf die Trägerplatte, die im Vorfeld in mehreren Schritten durch Micro-Nivellierung, Grundierung und Gießgrund darauf vorbereitet wird. Der...

Das Dekorbild des MultiSense-Bodens entsteht durch einen Digitaldruck direkt auf die Trägerplatte, die im Vorfeld in mehreren Schritten durch Micro-Nivellierung, Grundierung und Gießgrund darauf vorbereitet wird. Der Druck in High-Definition-Qualität ermöglicht einen wesentlich präziseren Druck in sieben verschiedenen Punktgrößen und mehr als eine Million Farben. Das Ergebnis: eine wesentlich realitätsgetreuere Darstellung des Originals im Vergleich zu Laminat oder LVT-Böden, bei denen ein separates Papier bedruckt und anschließend verpresst wird. So erhält der MultiSense-Boden seine natürlich authentisch anmutende Fläche, die sich von der Realität kaum noch unterscheiden lässt. Das Oberflächenfinish, bestehend aus einer besonderen Polymerschicht, bildet den Abschluss. Durch ihre vollständig transparente Beschaffenheit kommt das naturgetreue Dekor zur Geltung, ohne an Farbbrillanz zu verlieren.

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Musterspiegel

Unter Musterspiegel versteht man das Wiederkehren von Musteranordnungen in einem Bodenbelag. Bei Holzfußböden kann zum Beispiel das Parkett in Farbe, Textur und Größen (Parkettmuster) voneinander abweichen und...

Unter Musterspiegel versteht man das Wiederkehren von Musteranordnungen in einem Bodenbelag. Bei Holzfußböden kann zum Beispiel das Parkett in Farbe, Textur und Größen (Parkettmuster) voneinander abweichen und individuelle Gestaltungen ermöglichen.

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Musterverzug

Bei gewebten Teppichböden mit Rapportmuster können bei der Produktion Verschiebungen im Muster auftreten.
(Vorsicht Falle: Muster, Musterrapporte und Musterverzug von Bodenbelägen vor der Verlegung prüfen! Musterverzüge...

Bei gewebten Teppichböden mit Rapportmuster können bei der Produktion Verschiebungen im Muster auftreten.
(Vorsicht Falle: Muster, Musterrapporte und Musterverzug von Bodenbelägen vor der Verlegung prüfen! Musterverzüge von bis zu 0,35 Prozent können durch Kniehebelspanner bei der Verlegung noch ausgeglichen werden. Größere Verzüge mit einer Abweichung von mehr als 3,5 mm pro Meter Bahnenlänge müssen beim Hersteller reklamiert werden. Der Auftragnehmer für Bodenbelagsarbeiten ist daher gut beraten, für die Verlegung vorgesehene Bodenbeläge unmittelbar nach der Anlieferung auf Übereinstimmung mit der Bestellung oder Abweichungen zu überprüfen. Nach der Verlegung werden Reklamationen vom Hersteller häufig nicht mehr akzeptiert und der Ärger oder Rechtsstreit ist vorprogrammiert.

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Nachfallen

Wenn sich trotz Beschichtung markierende Untergrundbeschaffenheiten (Unebenheiten, Strukturen) in der Oberfläche (überwiegend bei Lackierungen anzutreffen) abzeichnen, werden diese Effekte als Nachfallen bezeichnet.

Wenn sich trotz Beschichtung markierende Untergrundbeschaffenheiten (Unebenheiten, Strukturen) in der Oberfläche (überwiegend bei Lackierungen anzutreffen) abzeichnen, werden diese Effekte als Nachfallen bezeichnet.

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Nachhallzeit

Wie ein Raum akustisch wahrgenommen wird, hängt im Wesentlichen von der Nachhallzeit ab. Die Nachhallzeit gibt die Zeitdauer an, die ein Schallereignis benötigt, um im Raum unhörbar zu werden. Je niedriger die...

Wie ein Raum akustisch wahrgenommen wird, hängt im Wesentlichen von der Nachhallzeit ab. Die Nachhallzeit gibt die Zeitdauer an, die ein Schallereignis benötigt, um im Raum unhörbar zu werden. Je niedriger die Schallabsorption, desto länger die Nachhallzeit. Durch die Auswahl von Materialien und Flächengrößen lässt sich die Nachhallzeit und damit die Akustik eines Raumes gezielt berechnen und einstellen.

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Nadelfilz

Häufig missverständlich gebrauchter Begriff für Bodenbeläge aus Nadelvlies.

Häufig missverständlich gebrauchter Begriff für Bodenbeläge aus Nadelvlies.

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Nadelstiche

Oberflächenstörungen von Beschichtungen/Lackierungen, die nach ihrem Erscheinungsbild unter anderem als »Nadelsticheffekt« bezeichnet werden (s. Kocher).

Oberflächenstörungen von Beschichtungen/Lackierungen, die nach ihrem Erscheinungsbild unter anderem als »Nadelsticheffekt« bezeichnet werden (s. Kocher).

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Nadelvlies

Unter Nadelvlies versteht man einen textilen Bodenbelag, welcher aus gefärbten synthetischen Stapelfasern zusammengenadelt wird. Für die Herstellung werden die in Ballen angelieferten Stapelfasern zum Auflockern...

Unter Nadelvlies versteht man einen textilen Bodenbelag, welcher aus gefärbten synthetischen Stapelfasern zusammengenadelt wird. Für die Herstellung werden die in Ballen angelieferten Stapelfasern zum Auflockern gemischt, benässt und mit einer Karde in gleichmäßige Faservliesbahnen ausgelegt. Mehrere Vliesbahnen werden kreuzweise übereinandergelegt und mit Widerhakennadeln durchstoßen. Dabei werden die Vliesbahnen mechanisch verdichtet und es entsteht ein Verbund zwischen den Trägerschichten und der Nutzschicht. Für den besseren Verbund werden die Stoffbahnen chemisch oder thermisch behandelt. Nadelvlies ist sehr robust und beliebt in stark beanspruchten Bereichen wie in Büros, die mit Bürodrehstühlen ausgestattet sind (Stuhlrollenbeanspruchung). Nadelvliesbodenbeläge sind in Bahnen oder in Fliesen erhältlich.

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Nagelschrauben

Die Nagelschrauben bieten die Möglichkeit einer reversiblen Nagelverbindung von Blindbodenbrettern oder Bodenelementen aus Holz. Mithilfe eines Druckluftnaglers werden sie in die zu verbindenden Elemente getrieben und...

Die Nagelschrauben bieten die Möglichkeit einer reversiblen Nagelverbindung von Blindbodenbrettern oder Bodenelementen aus Holz. Mithilfe eines Druckluftnaglers werden sie in die zu verbindenden Elemente getrieben und können nach Bedarf mit einem Akkuschrauber oder einem Schraubendreher wieder zerstörungsfrei aus der Verbindung gelöst werden. Ein weiterer Vorteil durch das maschinelle Einbringen mit einem Druckluftnagler ist die Zeitersparnis gegenüber dem manuellen Schrauben. Weiteren Einsatz finden Nagelschrauben beispielsweise bei Schalungen oder im Kulissenbau.

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Nahtanreißer

Ein Nahtanreißer ist ein speziell entwickeltes Gerät, um Linoleum an der geplanten Schnittkante anzuritzen. Dies vereinfacht den eigentlichen Schneidevorgang, die Gefahr eines Abrutschens der Messerklinge wird dadurch...

Ein Nahtanreißer ist ein speziell entwickeltes Gerät, um Linoleum an der geplanten Schnittkante anzuritzen. Dies vereinfacht den eigentlichen Schneidevorgang, die Gefahr eines Abrutschens der Messerklinge wird dadurch minimiert.

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Nähte

Nähte entstehen immer dann, wenn plattenförmige oder bahnenförmige elastische Bodenbeläge dicht aneinander angrenzend verlegt werden. Elastische Bodenbeläge werden zunächst unverfugt verlegt bzw. verklebt (vgl. VOB, Teil...

Nähte entstehen immer dann, wenn plattenförmige oder bahnenförmige elastische Bodenbeläge dicht aneinander angrenzend verlegt werden. Elastische Bodenbeläge werden zunächst unverfugt verlegt bzw. verklebt (vgl. VOB, Teil C, ATV DIN 18 365 »Bodenbelagarbeiten«, Abschnitt 3, Punkt 3.4.7). Je nach Bodenbelag und Nutzung der Räume werden Nähte unterschiedlich verschlossen. Zum einen um zu verhindern, dass über das Wischwasser der Unterhaltsreinigung entsprechende Feuchtigkeit in den Bodenbelag einwandert und den Kleber schädigen könnte, andererseits aus hygienischen Gründen wie zum Beispiel in Arztpraxen und in Krankenhausbereichen. Bodenbeläge aus Linoleum oder PVC können mit einer Fugenschnur (Schweißdraht oder Schmelzdraht) thermisch verfugt und damit abgedichtet werden. Alternativ hierzu ist ein Verfugen mit einem Kaltschweißmittel oder einer Fugenmasse aus einem Reaktionsharz möglich. Vor dem Verkleben werden die Nähte geschnitten. Die Nähte von textilen Bodenbelägen dürfen je nach der Herstellungsart nicht geschnitten werden, so zum Beispiel gewebte Flachteppiche aus Kokos oder Sisal, hier würde die Naht aufwirbeln und könnte Laufmaschen bilden. Tuftingteppiche oder Nadelvliesbeläge können ohne spätere negative Auswirkungen geschnitten werden. Bei gewebten Polteppichen ist es erforderlich, die produktionsbedingte Webkante abzutrennen, bei gewebten Teppichen ist die Naht zu beschneiden. Um Fugen zwischen bahnenförmigen Bodenbelägen aus Nadelvlies oder Tuftingteppichböden zu vermeiden, erfolgt hier ein Nahtschnitt.

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Nahtschnitt

Zum Abtrennen der Webkante bei gewebten Polteppichen wird ein Teppichmesser mit Hakenklinge verwendet, wobei die Nahtkante entlang der ersten Polnoppengasse der Polnoppe der Bodenbelagsbahn geschnitten wird. Bei...

Zum Abtrennen der Webkante bei gewebten Polteppichen wird ein Teppichmesser mit Hakenklinge verwendet, wobei die Nahtkante entlang der ersten Polnoppengasse der Polnoppe der Bodenbelagsbahn geschnitten wird. Bei getufteten textilen Bodenbelägen erfolgt das Auslegen unter 4 bis 5 cm Überlappung im Bereich der Nähte. Ein Florgassenschneider wird bei der obenliegenden Bahn eingesetzt und in Florrichtung entlang der Polnoppengasse die Nahtkante geschnitten. Bei der untenliegenden Bahn wird genauso verfahren. Bei Nadelvlies werden die Bodenbelagsbahnen ebenfalls mit 4 bis 5 cm Überlappung ausgelegt und in einem Arbeitsgang beide Bahnen mit einem Teppichmesser mit Hakenklinge geschnitten.

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Nass- bzw. Haftklebstoffe

Nass- und Haftklebstoffe werden je nach Bodenbelag und Untergrund ausgewählt. Für die Verklebung von Parkett, Holzpflaster, Linoleum oder Bodenbelägen aus Synthesekautschuk (Gummi- bzw. Elastomerbeläge) werden häufig...

Nass- und Haftklebstoffe werden je nach Bodenbelag und Untergrund ausgewählt. Für die Verklebung von Parkett, Holzpflaster, Linoleum oder Bodenbelägen aus Synthesekautschuk (Gummi- bzw. Elastomerbeläge) werden häufig Nassklebstoffe verwendet, die dann mit einem geeigneten Zahnspachtel auf den jeweiligen Untergrund (zum Beispiel Estrich) aufgetragen werden. Nasskleber sind in der Regel Dispersionsklebstoffe, aber auch Reaktionsklebstoffe und (nur noch als Ausnahme zulässig) lösemittelhaltige Klebstoffe.

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Nassabrieb (Innenfarbe)

Die DIN EN 13300 unterteilt Farben im Innenbereich nach verschiedenen Eigenschaften. Eine Eigenschaft ist hierbei die Nassabriebbeständigkeit, also die Wasch- und Scheuerbeständigkeit der Farbe, die in 5 Klassen...

Die DIN EN 13300 unterteilt Farben im Innenbereich nach verschiedenen Eigenschaften. Eine Eigenschaft ist hierbei die Nassabriebbeständigkeit, also die Wasch- und Scheuerbeständigkeit der Farbe, die in 5 Klassen eingeteilt wird. Klasse 1 stellt die höchste Nassabriebbeständigkeit dar, Klasse 5 die geringste. Zusätzlich sind auch beschreibende Begriffe aus der alten DIN 53778 noch gebräuchlich, zum Beispiel scheuerbeständig für Farben der Nassabriebklasse 2 und waschbeständig für Farben der Nassabriebklasse 3.

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Nassklebeverfahren

Das Nassklebeverfahren ist ein Verfahren, bei dem der Bodenbelag in das nasse, frisch aufgetragene oder nur kurz abgelüftete Klebstoffbett eingelegt und angedrückt wird. Der Bodenbelag muss für einen guten Verbund...

Das Nassklebeverfahren ist ein Verfahren, bei dem der Bodenbelag in das nasse, frisch aufgetragene oder nur kurz abgelüftete Klebstoffbett eingelegt und angedrückt wird. Der Bodenbelag muss für einen guten Verbund vollflächig auf den Untergrund aufgedrückt werden, um die Klebstoffriefen nach dem Auftrag des Klebers mit der Zahnkelle zu zerquetschen. Daher ist es erforderlich, den Bodenbelag nach dem Einlegen in das Klebstoffbett anzureiben und/oder mit einer Walze anzudrücken. Beim Nassklebeverfahren erfolgt also das Einlegen des Bodenbelags in der Regel nach nur kurzer Ablüftezeit (bei Dispersionsklebstoffen nach ca. 5 bis 10 Minuten, bei Kunstharzklebern oder Reaktionsharzklebern auch ohne Ablüften – die Vorgaben der Hersteller sind zu beachten!). Bei der Haftklebung dagegen bedarf es einer längeren Ablüftezeit des Klebers (meist 10 bis 20 Minuten, Vorgaben beachten!). Eine Variante des Nassklebeverfahrens besteht darin, den Bodenbelag nach dem Einlegen und Anreiben wieder aus dem Klebstoffbett aufzunehmen und umzuschlagen, um dann ein Ablüften abzuwarten und den Belag erneut einzulegen und anzureiben. Bei diesem auch doubledrop genannten Verfahren kann die Anfangshaftung nach dem erneuten Einlegen gesteigert und im Ergebnis mit dem Kontaktklebeverfahren verglichen werden.

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Nassschaumverfahren

Unter dem Nassschaumverfahren versteht man die Reinigung von textilen Bodenbelägen mit Schaum. Zum Shampoonieren werden Ein- oder Dreischeibenmaschinen mit rotierenden Bürsten verwendet. Der Schaum wird entweder auf den...

Unter dem Nassschaumverfahren versteht man die Reinigung von textilen Bodenbelägen mit Schaum. Zum Shampoonieren werden Ein- oder Dreischeibenmaschinen mit rotierenden Bürsten verwendet. Der Schaum wird entweder auf den Bürsten oder dem textilen Bodenbelag erzeugt. Damit auf diese Art nicht zu viel Feuchtigkeit in den Bodenbelag gelangen kann, muss der Schaum mit einem Nasssauger aufgenommen werden.

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Nassschichtdicke

Die Schichtdicke des gerade applizierten, flüssigen Beschichtungsstoffs (im Gegensatz zur Schichtdicke der getrockneten Beschichtung = Trockenschichtdicke).

Die Schichtdicke des gerade applizierten, flüssigen Beschichtungsstoffs (im Gegensatz zur Schichtdicke der getrockneten Beschichtung = Trockenschichtdicke).

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natureplus

Um Verbrauchern und Bauprofis in Europa eine klare Orientierung bei der Produkt-Wahl im Baubereich zu geben, hat der der natureplus e.V. (Internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen) das gleichnamige...

Um Verbrauchern und Bauprofis in Europa eine klare Orientierung bei der Produkt-Wahl im Baubereich zu geben, hat der der natureplus e.V. (Internationaler Verein für zukunftsfähiges Bauen und Wohnen) das gleichnamige Umweltzeichen entwickelt. Es bestätigt die Einhaltung hoher Qualitätsnormen auf allen für die Nachhaltigkeit relevanten Gebieten. Das natureplus-Qualitätszeichen wurde bislang an über 600 Bauprodukte in Europa vergeben und verfügt über eine europaweite Anerkennung bei Baufachleuten, Verbrauchern, Umweltverbänden, Regierungsorganisationen und Systemen zur Gebäudebewertung.

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Naturfasern

Naturfasern sind Fasern, die aus natürlich vorkommenden Materialien verarbeitet werden. Zu dieser Gruppe gehören pflanzliche (Jute, Baumwolle, Flachs, Hanf, Kokos, Sisal) und tierische Fasern (Wolle, Seide, Haare)....

Naturfasern sind Fasern, die aus natürlich vorkommenden Materialien verarbeitet werden. Zu dieser Gruppe gehören pflanzliche (Jute, Baumwolle, Flachs, Hanf, Kokos, Sisal) und tierische Fasern (Wolle, Seide, Haare). Textile Bodenbeläge bestehen als textile Flächengebilde aus Fäden, welche aus Faserwerkstoffen hergestellt worden sind.

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Naturharz

Naturharze sind zum Beispiel Kopale, Balsamharze oder Schellack. Dabei handelt es sich bei Kopalen einerseits um fossile Harze untergegangener Wälder früherer Erdzeitalter, andererseits um rezentfossile Harze, welche...

Naturharze sind zum Beispiel Kopale, Balsamharze oder Schellack. Dabei handelt es sich bei Kopalen einerseits um fossile Harze untergegangener Wälder früherer Erdzeitalter, andererseits um rezentfossile Harze, welche erstarrte Ausschwitzungen von Bäumen darstellen. Die Gewinnung von Balsamharzen (auch Terpentinharze genannt) erfolgt durch Abzapfen an lebenden Bäumen oder durch Extraktion der Wurzeln, wobei dies ausschließlich an Nadelbäumen durchgeführt wird. Schellack hingegen stellt ein tierisches Produkt dar, welches aus harzigen Ausscheidungen der Lackschildläuse gewonnen wird.

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Naturharzlack

Nach DIN 55 945 ein Lack, der als Bindemittel Naturharze enthält.

Nach DIN 55 945 ein Lack, der als Bindemittel Naturharze enthält.

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Naturlack

Wird ein Lack aus Rohstoffen und Komponenten hergestellt, die überwiegend in der Natur (zum Beispiel Baumharze) vorkommen bzw. entstehen und nachträglich nicht chemisch verändert und auch keine künstlich hergestellten...

Wird ein Lack aus Rohstoffen und Komponenten hergestellt, die überwiegend in der Natur (zum Beispiel Baumharze) vorkommen bzw. entstehen und nachträglich nicht chemisch verändert und auch keine künstlich hergestellten Zusätze oder Additive enthält, so ist nach DIN 55 945 die Bezeichnung Naturlack zulässig.
(Hinweis: Naturlacke können unter Umständen Stoffe oder Komponenten enthalten, die als gesundheitsgefährlich einzustufen sind.)

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Naturwerkstein

Naturwerkstein ist ein Baustoff, welcher aus natürlich vorkommenden Gesteinen abgebaut wird. Naturwerksteine werden im Fußbodengewerbe meist als Platten verarbeitet. Sehr beliebt sind Marmor und Granit. Bodenbeläge aus...

Naturwerkstein ist ein Baustoff, welcher aus natürlich vorkommenden Gesteinen abgebaut wird. Naturwerksteine werden im Fußbodengewerbe meist als Platten verarbeitet. Sehr beliebt sind Marmor und Granit. Bodenbeläge aus Naturstein sollten immer im Verbund verlegt werden, um Verformungen und Risse zu vermeiden. Normative Vorgaben zur Verarbeitung finden sich in der ATV DIN 18 332 »Naturwerksteinarbeiten«. Für die Verarbeitung von Solnhofer Platten, Natursteinfliesen und Natursteinriemchen gelten dagegen die Vorgaben der ATV DIN 18 352 »Fliesen- und Plattenarbeiten«.

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Nenndicke

Unter der Nenndicke versteht man die Dicke eines Bauteils, zum Beispiel von schwimmendem Estrich. Die Nenndicke von Estrichkonstruktionen ist von der Verkehrslast abhängig.

Unter der Nenndicke versteht man die Dicke eines Bauteils, zum Beispiel von schwimmendem Estrich. Die Nenndicke von Estrichkonstruktionen ist von der Verkehrslast abhängig.

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Nester

Nester entstehen beim fehlerhaften Einbringen von Estrich oder Beton und bezeichnen Agglomerate von Zuschlägen oder dadurch bedingte Hohlräume durch Aneinanderlagerung (zum Beispiel Haufwerksporigkeit, Fehlstellen u....

Nester entstehen beim fehlerhaften Einbringen von Estrich oder Beton und bezeichnen Agglomerate von Zuschlägen oder dadurch bedingte Hohlräume durch Aneinanderlagerung (zum Beispiel Haufwerksporigkeit, Fehlstellen u. a.). Die Ursache dafür kann eine unzureichende Durchmischung oder eine Entmischung zwischen den Zuschlägen und dem Mörtel von Fußbodenkonstruktionen aus (Stahl-)Beton oder Estrichen sein.

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Netzmittel

Um die Oberflächeneigenschaften von Beschichtungen und Lackierungen zu verbessern, werden den Beschichtungsstoffen zum Beispiel Additive in Form von Netzmitteln zugesetzt. Derartige Additive verringern die...

Um die Oberflächeneigenschaften von Beschichtungen und Lackierungen zu verbessern, werden den Beschichtungsstoffen zum Beispiel Additive in Form von Netzmitteln zugesetzt. Derartige Additive verringern die Oberflächenspannung der Beschichtungsstoffe, so dass der Verlauf verbessert und damit das Erscheinungsbild der getrockneten Beschichtung optimiert wird, damit keine Oberflächenstörungen (Krater, Nadelstiche) entstehen.

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Netzrisse

Netzrisse sind dünne Haarrisse an der Oberfläche beispielsweise eines Estrichs, die einen geringen Knotenabstand und für das Auge einen netzartigen Verlauf bilden. Bei einem zementgebundenen Baustoff (Zementestrich,...

Netzrisse sind dünne Haarrisse an der Oberfläche beispielsweise eines Estrichs, die einen geringen Knotenabstand und für das Auge einen netzartigen Verlauf bilden. Bei einem zementgebundenen Baustoff (Zementestrich, Beton) entstehen häufig durch den Abbindeprozess und Verlust des Anmachwassers oberflächlich verlaufende Risse. Diese Netzrisse haben eine geringe Rissbreite (> 0,01 bis < 0,2 mm) und sind für das menschliche Auge nicht immer sichtbar. Netzrisse können als Ursache neben Feuchte- und Frostschäden auch ein zu schnelles Austrocken an der Oberfläche haben, weshalb zum Beispiel konventionelle Zementestriche durch Nachbehandlung (Auslegen mit Folie) und/oder Verschattung sowie Vermeidung von Zugluft durch zu schnellen Verlust des Anmachwassers zu schützen sind. Da Netzrisse bei mineralischen, zementären Baustoffen häufig unvermeidbar sind, können solche Risse in Abhängigkeit der Rissbreite als hinzunehmende Unregelmäßigkeit bewertet werden. Dies ist häufig bei Sichtbeton oder Sichtestrichen von großer Bedeutung. Hier werden von vielen Auftraggebern aus Sicht des technischen Laien oftmals Mängel wegen Rissen gerügt, obwohl nicht immer ein Fehler vorliegt.

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Neutralisation

Neutralisation ist die Aufhebung von basischen oder alkalischen Eigenschaften durch Säuren und umgekehrt. Die alkalischen Eigenschaften von Kalk- oder Zementputzflächen werden zum Beispiel durch Fluate neutralisiert. Das...

Neutralisation ist die Aufhebung von basischen oder alkalischen Eigenschaften durch Säuren und umgekehrt. Die alkalischen Eigenschaften von Kalk- oder Zementputzflächen werden zum Beispiel durch Fluate neutralisiert. Das Einstellen auf den Neutralpunkt (pH 7), zum Beispiel von wasserverdünnbaren Bindemitteln. Dies geschieht mittels flüchtiger Basen (Ammoniak; Amine) oder mit Laugen (Natronlauge, Kalklauge, Ätzkalk), falls das betreffende Medium sauer reagiert oder mit Säuren (Ameisensäure, Essigsäure, Salzsäure), wenn der pH-Wert im alkalischen Bereich liegt. Zur Messung werden elektrische pH-Messgeräte, Indikator-Lösungen, wie zum Beispiel Phenolphthalein oder Indikatorpapiere verwendet, wobei letztere durch einen bei einem bestimmten pH-Wert erfolgenden Farbumschlag bzw. die Stärke eines Farbumschlags den jeweiligen pH-Wert anzeigen.

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NFK

NFK (naturfaserverstärkte Kunststoffe) - ein offener Begriff, denn Kunststoffe können alle Polymere sein. Und Naturfasern können Fasern von Holz, Papier, Kokos, Bambus, Schilf oder ähnliches sein.

NFK (naturfaserverstärkte Kunststoffe) - ein offener Begriff, denn Kunststoffe können alle Polymere sein. Und Naturfasern können Fasern von Holz, Papier, Kokos, Bambus, Schilf oder ähnliches sein.

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Nitrokombinationslack

Gemäß DIN 55 945 handelt es sich hierbei um einen Lack, der zusätzlich zu den Salpetersäureestern der Cellulose noch andere Mengenanteile anderer Bindemittel enthält.

Gemäß DIN 55 945 handelt es sich hierbei um einen Lack, der zusätzlich zu den Salpetersäureestern der Cellulose noch andere Mengenanteile anderer Bindemittel enthält.

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Nivellement

Nivellement ist ein geometrisches Verfahren zur Ermittlung von Höhenunterschieden im Gelände und/oder an Bauwerken. In der Fußbodentechnik ist ein Nivellement erforderlich, um die Höhenlage von Bauteilen zu bestimmen....

Nivellement ist ein geometrisches Verfahren zur Ermittlung von Höhenunterschieden im Gelände und/oder an Bauwerken. In der Fußbodentechnik ist ein Nivellement erforderlich, um die Höhenlage von Bauteilen zu bestimmen. Dies ist wichtig, um einen Estrich, ein Fugenprofil oder den Übergang im Türbereich so zu gestalten, dass bei Verlegung des Oberbodens später keine Stolperstellen oder Maßtoleranzen als Versatz in der Höhe entstehen. Für die Messung wird ein optisches Nivelliergerät (Theodolit, Laser) und eine Nivellierlatte verwendet.

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Normen

Normen sind Regelungen für verschiedene Bereiche der Gesellschaft. Normen sind dabei das Ordnungsinstrument für gesellschaftliches Verhalten einerseits und Rechtsprechung sowie technische und wirtschaftliche...

Normen sind Regelungen für verschiedene Bereiche der Gesellschaft. Normen sind dabei das Ordnungsinstrument für gesellschaftliches Verhalten einerseits und Rechtsprechung sowie technische und wirtschaftliche Zusammenhänge. Andererseits unterscheidet man in der Technik Normen verschiedener Organisationen und Herausgeber: DIN (Deutsches Institut für Normung), EN (Europäische Norm des CEN Comitée Européen de Normalisation) und ISO (International Organization for Standardization). Normen sollen einen einheitlichen Standard, zum Beispiel bei Produktionsmitteln oder im Hoch- und Tiefbau, gewährleisten, damit internationale Wettbewerbsfähigkeit und höchstmögliche Nachvollziehbarkeit und Reproduzierbarkeit gegeben ist. Ergänzt werden Normen durch andere mitgeltende Regelwerke, zum Beispiel im Bauwesen, herausgegeben durch Berufsgenossenschaften.

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Normhammerwerk

Das Normhammerwerk ist ein Gerät zum Senden von Signalen bei Trittschallpegelmessungen. Hierbei werden fünf Hammer mit je 500 g Gewicht mit 10 Schlägen pro Sekunde aus einer Höhe von 40 mm fallengelassen. Die Messung der...

Das Normhammerwerk ist ein Gerät zum Senden von Signalen bei Trittschallpegelmessungen. Hierbei werden fünf Hammer mit je 500 g Gewicht mit 10 Schlägen pro Sekunde aus einer Höhe von 40 mm fallengelassen. Die Messung der dabei entstehenden Geräusche wird in dem zu schützenden Raum gemacht. Normative Anforderungen finden sich zum Beispiel in der DIN 4109 »Schallschutz im Hochbau; Anforderungen und Nachweise«.

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Nut und Feder

Die Nut und Feder ist eine Verbindungsart meist für brettartige Holzbauteile wie beispielsweise Parkett. Die Nut ist die längliche Vertiefung an einer der Seiten und die auskragende Feder ist das passgenaue Gegenstück...

Die Nut und Feder ist eine Verbindungsart meist für brettartige Holzbauteile wie beispielsweise Parkett. Die Nut ist die längliche Vertiefung an einer der Seiten und die auskragende Feder ist das passgenaue Gegenstück (Verbindungen bei Parkettarbeiten).

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Nuten

Unter dem Nuten versteht man das Einschneiden einer Nut in hölzerne Bauteile.

Unter dem Nuten versteht man das Einschneiden einer Nut in hölzerne Bauteile.

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Nutzestrich

Der Nutzestrich ist ein Estrich, der ohne weiteren Oberboden genutzt wird. Bei der Oberfläche gelten die gleichen Anforderungen an die Ebenheit nach DIN 18 202 »Toleranzen im Hochbau – Bauwerke« wie an flächenfertige...

Der Nutzestrich ist ein Estrich, der ohne weiteren Oberboden genutzt wird. Bei der Oberfläche gelten die gleichen Anforderungen an die Ebenheit nach DIN 18 202 »Toleranzen im Hochbau – Bauwerke« wie an flächenfertige Böden bzw. Oberböden. Die Oberfläche kann durch Imprägnierungen oder Hydrophobierungen, Versiegelungen oder durch Hartstoffeinstreuung behandelt werden. Moderne Architektur ist häufig gekennzeichnet durch Minimalismus und materialtypische Gestaltung in Holz, Metall und mineralischen Oberflächen (zum Beispiel Sichtbeton). Daher ist auch Sichtestrich als Nutzestrich bekannt.

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Nutzschicht

Die Nutzschicht ist die obere Schicht von Estrich oder Oberboden und wird als Verschleißschicht genutzt. Die Anforderungen an die Nutzschicht sind je nach Nutzung und Frequentierung sowie objektspezifischen Gegebenheiten...

Die Nutzschicht ist die obere Schicht von Estrich oder Oberboden und wird als Verschleißschicht genutzt. Die Anforderungen an die Nutzschicht sind je nach Nutzung und Frequentierung sowie objektspezifischen Gegebenheiten unterschiedlich: Manchmal stehen dekorative Elemente im Vordergrund. Doch Vorsicht ist geboten: Für eine Gebrauchstauglichkeit sind häufig die Abriebfestigkeit, Beständigkeit gegenüber Kratzern, gute Reinigungsfähigkeit sowie die Tritt- und Begehsicherheit von Bedeutung. Häufig wird die Nutzschicht in Abhängigkeit des jeweiligen Oberbodens vor mechanischen Beeinträchtigungen zusätzlich durch eine manuelle Einpflege oder werksseitige Oberflächenvergütung geschützt.

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Nylon

Nylon ist der Markenname einer synthetischen Chemiefaser aus Polyamid. Dabei unterscheidet man je nach Herkunft zwischen Polyamid 6.0 (Perlon) und Polyamid 6.6 (Nylon). Diese Faser ist durch die guten Eigenschaften wie...

Nylon ist der Markenname einer synthetischen Chemiefaser aus Polyamid. Dabei unterscheidet man je nach Herkunft zwischen Polyamid 6.0 (Perlon) und Polyamid 6.6 (Nylon). Diese Faser ist durch die guten Eigenschaften wie beispielsweise hohe Festigkeit und Elastizität gekennzeichnet. Polyamidfasern besitzen die höchste Abriebfestigkeit aller synthetischen Fasern und haben daher große Bedeutung bei der Herstellung von Bodenbelägen.

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Oberflächenbehandlung

In der Fußbodentechnik ist eine Oberflächenbehandlung von Beton, Estrich oder Oberboden notwendig, um optisch ansprechende, pflegeleichte und hygienische Eigenschaften aufrechtzuerhalten oder herzustellen. Dabei wird die...

In der Fußbodentechnik ist eine Oberflächenbehandlung von Beton, Estrich oder Oberboden notwendig, um optisch ansprechende, pflegeleichte und hygienische Eigenschaften aufrechtzuerhalten oder herzustellen. Dabei wird die Nutzschicht von Beton oder Estrich zum Beispiel durch Imprägnierung oder Hydrophobierung oder durch werksseitige Oberflächenvergütung bei Bodenbelägen oder manueller Einpflege von Oberböden geschützt. Die Oberflächenbehandlung kann auf verschiedene Weise erfolgen, wie zum Beispiel bei Parkett durch Versiegelung oder Öle und Wachse. Für welche Art der Oberflächenbehandlung man sich entscheidet, ist häufig abhängig von herstellerseitigen Vorgaben und Hinweisen in der Pflegeanleitung des Oberbodens.

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Oberflächenhärte

Die Oberflächenhärte von Holz wird mit dem Brinell-Verfahren bestimmt. Die Oberflächenhärte wird in sieben Klassen eingeteilt. Die Bezeichnung besteht aus den Buchstaben SH (engl. surfacehardness) und den Zahlen 30, 40,...

Die Oberflächenhärte von Holz wird mit dem Brinell-Verfahren bestimmt. Die Oberflächenhärte wird in sieben Klassen eingeteilt. Die Bezeichnung besteht aus den Buchstaben SH (engl. surfacehardness) und den Zahlen 30, 40, 50, 70, 100, 150 oder 200. Die Zahlen stehen für die aufgebrachte Belastung. Normative Anforderungen hierzu finden sich in der DIN EN 1534 »Holzfußböden – Bestimmung des Eindruckwiderstands – Prüfmethode«.

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Oberflächenspannung

Die Oberflächenspannung (eigentlich Grenzflächenspannung) ist ein Resultat aus den Anziehungskräften einzelner Moleküle. Sichtbar wird dies in der Grenzfläche zu gasförmigen Stoffen. Da Stoffe immer bestrebt sind, eine...

Die Oberflächenspannung (eigentlich Grenzflächenspannung) ist ein Resultat aus den Anziehungskräften einzelner Moleküle. Sichtbar wird dies in der Grenzfläche zu gasförmigen Stoffen. Da Stoffe immer bestrebt sind, eine möglichst kleine Oberfläche zu bilden, ziehen sich beispielsweise die einzelnen Wassermoleküle zu einem Tropfen zusammen. Die Oberflächenspannung von Wasser nimmt mit steigender Temperatur und der Menge an zugegebenen Tensiden ab. Grundsätzlich ist die Oberflächenspannung eine Kraft, welche die Oberfläche eines Körpers, Gemisches oder einer Flüssigkeit zusammenhält. Bei festen Stoffen nimmt die Oberflächenspannung durch Alterung zu, sodass zum Beispiel in Anstrichen dadurch Risse entstehen können.

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Oberflächenvorbehandlung/ -vorbereitung

Neuer Beton und/oder Estrichkonstruktionen sind vor Durchführung von Bodenbelagsarbeiten oder der Ausführung von Beschichtungen in der Regel mechanisch vorzubehandeln (Abschleifen, Kugelstrahlen). Die Güte der Oberfläche...

Neuer Beton und/oder Estrichkonstruktionen sind vor Durchführung von Bodenbelagsarbeiten oder der Ausführung von Beschichtungen in der Regel mechanisch vorzubehandeln (Abschleifen, Kugelstrahlen). Die Güte der Oberfläche wird dabei zuvor durch die Ermittlung der Abreißfestigkeit, Haftzugfestigkeit und Oberflächenzugfestigkeit überprüft.

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Oberputz

Nach DIN 18 550 »Putz« werden die einzelnen Putzlagen auf dem Putzgrund als Unterputz und Oberputz benannt.

Nach DIN 18 550 »Putz« werden die einzelnen Putzlagen auf dem Putzgrund als Unterputz und Oberputz benannt.

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OBJEKTGESCHÄFT

In unserer Branche versteht man unter Objektgeschäft hauptsächlich das Ausstatten von gewerblich genutzten Räumen mit Bodenbelägen. Die Größe des Objekts spielt dabei keine Rolle. Mehr als die Hälfte aller Objekte hat...

In unserer Branche versteht man unter Objektgeschäft hauptsächlich das Ausstatten von gewerblich genutzten Räumen mit Bodenbelägen. Die Größe des Objekts spielt dabei keine Rolle. Mehr als die Hälfte aller Objekte hat eine Größe von weniger als 300 m2 ( institutionneller Wohnungsbau). Kennzeichen sind die speziellen Produktanforderungen. Deshalb verlangt das Objektgeschäft auch eine spezielle Bearbeitung durch speziell geschulte Mitarbeiter.
Im Neubausektor, der vielleicht 15 Prozent des Objektmarktes ausmacht, kommt dem intensiven Kontakt zu Architekten, Planern und Generalunternehmen (oder dem späteren Mieter des Objekts) eine besondere Bedeutung zu. Dabei finden bereits in der Planungsphase mit den verschiedenen Partnern Beratungsgespräche statt. Normalerweise ergreift der Hersteller des Produkts hierzu die Initiative. Aber auch Objekteure und Großhändler sind hier erfolgreich aktiv. Die endgültigen technischen Spezifiktionen werden oft erst in der Entscheidungsphase festgelegt.
Auf diesen großen Bedarf an Informationen über Produkt, Pflege, Nachhaltigkeit usw. muss sich vor allem de Hersteller einstellen. Bei der Marktbearbeitung liegt der Akzent auf dem persönlichen Verkauf, wobei eine gediegene Sachkenntnis des Verkäufers (Objektberaters) unverzichtbare Voraussetzung ist. Verkäufer im Handelsgeschäft verfügen in der Regel nicht über diese spezielle Sachkenntnis.
Newcomer im Objektgeschäft haben es schwer und müssen einen langen Atem haben. Manche geben schon nach einem Jahr wieder auf, weil sie das Geschäft nicht begriffen und zum Beispiel die Vorlaufzeiten drastisch unterschätzt haben.

Öl-Kunstharz-Siegel

Ein Öl-Kunstharz-Siegel ist eine Parkettversiegelung auf der Basis von Alkydharzen aus natürlichen Ölen wie beispielsweise Leinöl. Durch den Einsatz von natürlichen Ölen kann die Versiegelung besonderes tief in die...

Ein Öl-Kunstharz-Siegel ist eine Parkettversiegelung auf der Basis von Alkydharzen aus natürlichen Ölen wie beispielsweise Leinöl. Durch den Einsatz von natürlichen Ölen kann die Versiegelung besonderes tief in die Holzoberfläche eindringen und das Holz besonderes gut durchtränken. Öl-Kunstharz-Siegel weisen von allen Versiegelungen die geringste Seitenverleimung auf und eignen sich besonders gut für Dielenböden, Holzpflaster und Parkett mit Fußbodenheizung. Wegen dem Gehalt an Lösemitteln kommen wasserhaltige Siegel (einkomponentige Dispersionen) oder Zweikomponenten-Wassersiegel vermehrt zum Einsatz.

Ölen

Das Ölen ist eine Möglichkeit, Holzoberflächen wie beispielsweise Parkett zu behandeln und zu pflegen. Öle sind dabei leicht zu verarbeiten und durch geringen Einsatz von Lösemitteln gesundheitlich unbedenklich für den...

Das Ölen ist eine Möglichkeit, Holzoberflächen wie beispielsweise Parkett zu behandeln und zu pflegen. Öle sind dabei leicht zu verarbeiten und durch geringen Einsatz von Lösemitteln gesundheitlich unbedenklich für den Anwender. Durch das Ölen werden die Holzporen nicht verschlossen, wie dies beim Versiegeln mit Lacken der Fall ist, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt. Dagegen sind geölte Flächen jedoch anfälliger gegenüber Schmutzanhaftungen als lackierte Flächen. Nach dem Ölen wird das Holz mit Wachsen als Oberflächenschutz behandelt.

Ölfarbe

Beschichtungsstoffe, deren Bindemittel aus nicht eingedicktem, trocknendem und pflanzlichem Öl mit oder ohne Mengenanteil von Standöl bestehen, oder Beschichtungsstoffe, die aus schwach eingedicktem, trocknendem und...

Beschichtungsstoffe, deren Bindemittel aus nicht eingedicktem, trocknendem und pflanzlichem Öl mit oder ohne Mengenanteil von Standöl bestehen, oder Beschichtungsstoffe, die aus schwach eingedicktem, trocknendem und pflanzlichem Öl hergestellt werden, sind definitionsgemäß als Ölfarben zu bezeichnen.
(Hinweis: Entsprechend der DIN 55 945 können Ölfarben auch Trockenstoffe enthalten. Wird keine andere herstellerseitige Aussage zum Bindemittel getroffen, als o.g. dargestellt, so ist Leinöl als pflanzliches Öl verwendet worden. Andernfalls hat der Hersteller andere Bindemittelbestandteile anderer Herkunft in der Benennung des Beschichtungsstoffs zum Ausdruck zu bringen.

Öllack

Enthalten Beschichtungsstoffe bzw. Lacke als hauptsächlichste Bestandteile eingedickte, trocknende Öle mit oder ohne Zusätze von Harzen, so werden diese als Öllacke bezeichnet.

Enthalten Beschichtungsstoffe bzw. Lacke als hauptsächlichste Bestandteile eingedickte, trocknende Öle mit oder ohne Zusätze von Harzen, so werden diese als Öllacke bezeichnet.

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Orangenschaleneffekt

Als Orangenschaleneffekt wird die optische Beschaffenheit bzw. das Erscheinungsbild von Beschichtungen bzw. Lackierungen benannt. Je nach Herkunft des Oberflächeneffektes handelt es sich entweder um beabsichtigte,...

Als Orangenschaleneffekt wird die optische Beschaffenheit bzw. das Erscheinungsbild von Beschichtungen bzw. Lackierungen benannt. Je nach Herkunft des Oberflächeneffektes handelt es sich entweder um beabsichtigte, gewünschte Oberflächenstrukturen bestimmter Effektlacke (Strukturlack), oder aber um Oberflächenstörungen während der Trocknungsphase applizierter, flüssiger Beschichtungsstoffe, so dass kein homogener Verlauf erzielt wurde und entsprechend strukturierte Beschichtungs/Lack-Oberflächen resultieren, die dann das optische Erscheinungsbild stören. Oberflächenstörungen infolge Filmfehlern bzw. gestörten Trocknungsverhaltens von Anstrichen und Beschichtungen auf maßhaltigen Holzbauteilen führen zu Reklamationen durch den Auftraggeber gegenüber dem Auftragnehmer.

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Osmose

Eine spezielle Form der Diffusion ist die Osmose. Als Osmose bezeichnet man die Diffusion eines Lösemittels (oftmals Wasser) über semipermeable Membranen von einer weniger konzentrierten in eine konzentrierte Lösung....

Eine spezielle Form der Diffusion ist die Osmose. Als Osmose bezeichnet man die Diffusion eines Lösemittels (oftmals Wasser) über semipermeable Membranen von einer weniger konzentrierten in eine konzentrierte Lösung. Dabei ist die Flüssigkeit bestrebt, einen Ausgleich der Konzentrationen zu erreichen. Osmose führt zu einem Volumentransport der Flüssigkeit. Wird der Volumenänderung, welche die Lösemitteldiffusion bewirkt, beispielsweise durch starre Wände oder absperrende Beschichtungen, ein mechanischer Widerstand entgegengesetzt, so baut sich in der Lösung mit der höheren Konzentration ein Druck, der osmotische Druck, auf. Dieser kann zu Blasen- und Beulenbildung unterhalb von dampfdichten Beschichtungen und Oberböden führen.

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Overlay

Ist die Bezeichnung für die oberste Schicht eines Laminatbodens (auch Lauf- oder Nutzschicht). Das Overlay besteht überwiegend aus Melaminharz, das dem Boden seine hohe Strapazierfähigkeit verleiht. Es schützt die...

Ist die Bezeichnung für die oberste Schicht eines Laminatbodens (auch Lauf- oder Nutzschicht). Das Overlay besteht überwiegend aus Melaminharz, das dem Boden seine hohe Strapazierfähigkeit verleiht. Es schützt die darunter liegende Dekorschicht. Zudem können Laminatböden, z.B. direkt bedruckte Böden, aber auch lackiert werden.

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Overtuft

Der Overtuft ist ein Verfahren zum Einsticken von kleinteiligen Mustern wie beispielsweise Firmenlogos bei der Teppichherstellung. Hierbei wird beim Tufting ein zusätzlicher Nadelbarren eingesetzt, welcher das...

Der Overtuft ist ein Verfahren zum Einsticken von kleinteiligen Mustern wie beispielsweise Firmenlogos bei der Teppichherstellung. Hierbei wird beim Tufting ein zusätzlicher Nadelbarren eingesetzt, welcher das hauptsächliche Muster überstickt.

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Oxidation

Die Oxidation ist die chemische Reaktion eines Elektronengebers (zum Beispiel Metalle), welcher abwechselnd mit Wasser und Sauerstoff in Verbindung kommt. Eine Folge der Oxidation ist der Materialverlust des...

Die Oxidation ist die chemische Reaktion eines Elektronengebers (zum Beispiel Metalle), welcher abwechselnd mit Wasser und Sauerstoff in Verbindung kommt. Eine Folge der Oxidation ist der Materialverlust des ursprünglichen Stoffes unter Bildung einer Oxidschicht. Metallische Baustoffe korrodieren daher unter dem Einfluss von Wasser und Sauerstoff, Baustahl bildet Rost durch Eisenoxid.

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PAK

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), engl. Polycyclic Aromatic Hydrocarbons (PAH), sind enthalten in Kohle und Erdöl. Bei der anlagentechnischen Verarbeitung von Steinkohle (Verkokung) fällt Teer an,...

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), engl. Polycyclic Aromatic Hydrocarbons (PAH), sind enthalten in Kohle und Erdöl. Bei der anlagentechnischen Verarbeitung von Steinkohle (Verkokung) fällt Teer an, welcher hohe Konzentrationen an PAK aufweist. Daraus wurden unter anderem Klebstoffe (Steinkohlenteerpechbasis) und Teerpappen hergestellt. Diese Klebstoffe sind zum Beispiel für die Verklebung von Flexplatten oder Mosaikparkett in den 60er bis 70er Jahren verwendet worden, für bestimmtes Holzpflaster (GE) bis in die 90er Jahre. PAK sind unter anderem wegen ihrem Gehalt an Benzo(a)pyren als kanzerogen (krebserzeugend) eingestuft. Der Einsatz von solchem Teer ist im Straßenbau und zum Beispiel als Dachpappe schon seit 1970 verboten. Ähnlich wie bei Asbestprodukten (Flexplatten) ist daher bei Rückbau oder Weiterbearbeitung (Schleifen) von Parkett, das mit diesem schwarzen Klebstoff verklebt wurde, größte Vorsicht geboten. Bei der modernen und schonenden Destillation von Erdöl findet man heute nur noch geringste Mengen an PAK. Dennoch gehen nicht nur von alten Flexplatten oder Mosaikparkett beim Rückbau oder der Erneuerung Gefahren für den Menschen aus, ebenso in Kraftstoffen und Heizöl sind Spuren von PAK vorhanden. Weiterhin findet man in Tabakrauch, in geräuchertem, gegrilltem und gebratenem Fleisch sowie in Hausstaub an besonders verkehrsreichen Straßen PAK.

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PAK-Sanierung

Wegen einem möglichen Gehalt kanzerogener Inhaltsstoffe (PAK/PAH) der seinerzeit verwendeten Kleber ist beim Rückbau oder der Bearbeitung von Flexplatten, Mosaikparkett oder Holzpflaster große Vorsicht geboten. Dies gilt...

Wegen einem möglichen Gehalt kanzerogener Inhaltsstoffe (PAK/PAH) der seinerzeit verwendeten Kleber ist beim Rückbau oder der Bearbeitung von Flexplatten, Mosaikparkett oder Holzpflaster große Vorsicht geboten. Dies gilt beispielsweise für Parkettstäbe verklebt auf Estrich, Teerpappe oder teerhaltige Unterlagsschichten, Parkettstäbe auf Lagerhölzer genagelt, welche auf Teerpappe liegen, oder Holzpflaster nach DIN 68 701 (GE) auf Teerpappe im Heißklebeverfahren verlegt. Da die steinkohlenteerhaltigen Klebstoffe eine schwarze Farbe haben, besteht das Risiko der Verwechslung mit bitumenhaltigen Klebstoffen, die nur sehr geringe PAK-Konzentrationen aufzeigen. Bei der PAK-Sanierung ist die TRGS 551 »Teer und andere Pyrolyseprodukte aus organischem Material« zu beachten. Darin heißt es unter Punkt 5.2.13 »Abbruch von Parkett und Holzpflaster«: »(…) Beim Abbruch von Parkett und Holzpflaster hat der Auftraggeber zu prüfen, ob PAH-haltige Kleber verwendet wurden. Über das Ergebnis der Prüfung ist die ausführende Firma zu unterrichten (…)« PAH- bzw. PAK-haltige Gefahrstoffe im Sinne der TRGS 551 weisen eine Konzentration an Benzo(a)pyren (BaP) von 50 mg/kg (ppm) und mehr auf. Für die Maßnahmen der Bearbeitung von Oberböden, die mit derartigen steinkohleteerpechhaltigen Klebstoffen oder auf Teerpappe verklebt wurden, sind die Vorgaben der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) mit dem Leitfaden »Sanierung PAK-haltiger Klebstoffe« zwingend zu beachten. Nach den Empfehlungen des Umweltbundesamtes besteht Handlungsbedarf, wenn aus dem Hausstaub untersuchte Proben der Raumluft einen Gehalt von > 100 mg BaP/kg aufzeigen, wenn die Räume zum Aufenthalt Erwachsener vorgesehen sind. Für Räume, die auch von Kindern genutzt werden, ist ein Handlungsbedarf bereits ab 10 mg BaP/kg Hausstaub gegeben. Wurde der Handlungsbedarf durch Untersuchung der Raumluft solcher Räumlichkeiten, in welchen Flexplatten, vor allem aber Mosaikparkett in den 60er bis 70er Jahren oder Holzpflaster bis Ende der 90er Jahre vorhanden sind, bei Erreichen der oben genannten Grenzwerte festgestellt, besteht Sanierungsbedarf. Beim Unterschreiten der Grenzwerte soll der PAK-Gehalt der Raumluft dann regelmäßig kontrolliert werden. Nach dem Leitfaden zur »Sanierung PAK- haltiger Klebstoffe« der BG BAU kann dann grundsätzlich zwischen zwei Maßnahmen unterschieden werden: Wenn das Parkett noch funktionstüchtig fest verklebt vorliegt, kann dieser Oberboden verbleiben und mit einem elastischen Bodenbelag abgedeckt werden, um die Gefahr der Anreicherung der Raumluft mit gefährlichem Hausstaub über die Fugen des Parketts zu vermeiden. Hierzu ist die BIA/BG-Empfehlung »Oberflächenbehandlung von Parkett und anderen Holzfußböden« zu beachten und der Handwerker muss sich vor durch Schleifen freigesetzte Holzstäube schützen. Wenn das Parkett zu entfernen ist, weil die Parkettstäbe locker sitzen, sind die Hinweise der TRGS 524 »Sanieren und Arbeiten in kontaminierten Bereichen« und der TRGS 440 »Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen durch Gefahrstoffe am Arbeitsplatz: Ermitteln von Gefahrstoffen und Methoden zur Ersatzstoffprüfung« zu beachten, um Hinweise und Hilfestellungen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu erhalten.

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Pappnägel / Pappstifte

Pappnägel oder Pappstifte sind kurze Nägel (20 bis 35 mm) mit einem extra breiten Kopf. Sie werden zur Befestigung von beispielsweise Dachpappen oder aber in der Möbelherstellung verwendet. Der breite Kopf verhindert ein...

Pappnägel oder Pappstifte sind kurze Nägel (20 bis 35 mm) mit einem extra breiten Kopf. Sie werden zur Befestigung von beispielsweise Dachpappen oder aber in der Möbelherstellung verwendet. Der breite Kopf verhindert ein Ausreißen des befestigten Materials. Zumeist ist diese Art der Nägel verzinkt, um eine vorzeitige Korrosion zu vermeiden. In der Fußbodentechnik wurden Pappnägel auf Holzbohlen bei Holzbalkendecken genagelt, um darauf liegende Steinholzestriche zu fixieren.

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Parkett

Parkett zählt zu den Holzfußböden und wird in geschlossenen Räumen verlegt. Parkett wird nach mehreren Kriterien unterschieden: nach dem Verlegemuster, nach der Holzart, nach dem Aufbau (Massiv- oder Mehrschichtparkett),...

Parkett zählt zu den Holzfußböden und wird in geschlossenen Räumen verlegt. Parkett wird nach mehreren Kriterien unterschieden: nach dem Verlegemuster, nach der Holzart, nach dem Aufbau (Massiv- oder Mehrschichtparkett), nach der Einbauart sowie nach der Größe der einzelnen Stäbe (Dielenboden oder Stabparkett). Parkett gibt es in unzähligen Varianten, wie beispielsweise Dielenböden, Lamellenparkett, Hirnholzboden, Massivparkett oder auch Mosaikparkett. Zur Herstellung von Parkett können nahezu alle Holzarten verwendet werden. Das Holz darf beim Einbau eine Holzfeuchte von 9 Prozent ± 2 Prozent nicht unter- bzw. überschreiten. Bei Tropenhölzern kann dieser Wert abweichen, hier muss der Wert der Ausgleichsfeuchte als Grundlage genommen werden. Oberböden aus Parkett zeichnen sich durch ihre hohe Abriebfestigkeit bei einem Einsatz in Wohnräumen oder auch hochfrequentierten öffentlichen Gebäuden wie beispielsweise Schulen und Verwaltungsgebäude aus. Ein großer Vorteil dieser Oberböden ist, dass selbst jahrzehntealte Beläge mit relativ wenig Aufwand wiederaufbereitet werden können, ohne dass ein Rückbau und eine Erneuerung erforderlich wird. Dazu wird die Oberfläche des Holzbodens bis zu mehrere Millimeter abgeschliffen und erneut versiegelt. Dadurch entsteht wieder ein neuwertiger Oberboden, bei welchem sich der Erneuerungsvorgang oftmals wiederholen lässt. Dadurch werden die höheren Anschaffungspreise nach einer Zeitspanne wieder amortisiert. Die Nutzungsdauer von Parkett hängt dabei davon ab, ob es sich um massives Parkett oder Mehrschichtparkett handelt. Bei Mehrschichtparkett ist die Dicke der Nutzschicht entscheidend, wie oft eine Aufarbeitung möglich ist.

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Parkettkleber

Eigenschaften und Anforderungen von Parkettklebern sind in der DIN EN 14 293 »Klebstoffe – Klebstoffe für das Kleben von Parkett auf einen Untergrund – Prüfverfahren und Mindestanforderungen« definiert. Dabei sind...

Eigenschaften und Anforderungen von Parkettklebern sind in der DIN EN 14 293 »Klebstoffe – Klebstoffe für das Kleben von Parkett auf einen Untergrund – Prüfverfahren und Mindestanforderungen« definiert. Dabei sind folgende Anforderungen von Bedeutung: Verstreichbarkeit, Benetzungsfähigkeit, Scherfestigkeit, Verformbarkeit, Alkalibeständigkeit und Geruch. Grundsätzlich kann man Dispersionsklebstoffe verarbeiten, wobei in Ausnahmefällen noch lösemittelhaltige Kunstharzkleber für Exotenhölzer zum Einsatz gelangen. Ferner können Reaktionsharzklebstoffe (Epoxidharz, Polyurethan) oder MS-Polymer-Reaktionsharzklebstoffe auf Basis von modifiziertem Silan verwendet werden. Die Auswahl der geeigneten Parkettkleber ist vom Lieferzustand der Hölzer (massive Parketthölzer, Mehrschichtparkett, Massivholzparkett u. a.) und der Holzart sowie dem Untergrund abhängig.

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Parkettspachtelmasse

Eine Parkettspachtelmasse wird zum Herstellen einer ebenen Fläche bzw. zum Ausgleichen von Unebenheiten auf dem Estrich verwendet.

Eine Parkettspachtelmasse wird zum Herstellen einer ebenen Fläche bzw. zum Ausgleichen von Unebenheiten auf dem Estrich verwendet.

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Parkettverklebung

Die Parkettverklebung verbindet das Holz des Parketts mit dem Untergrund und hindert es am Quellen und Schwinden. Für die Verklebung ist neben der Auswahl des geeigneten Parkettklebers vor allem die Vorbereitung des...

Die Parkettverklebung verbindet das Holz des Parketts mit dem Untergrund und hindert es am Quellen und Schwinden. Für die Verklebung ist neben der Auswahl des geeigneten Parkettklebers vor allem die Vorbereitung des Untergrundes (Estrich) von entscheidender Bedeutung.

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Patina

Umgangssprachlich auch als Edelrost oder Grünspan bezeichnete Patina durch Wettereinwirkung auf Metalle wie Bronze, Kupfer, Messing.

Umgangssprachlich auch als Edelrost oder Grünspan bezeichnete Patina durch Wettereinwirkung auf Metalle wie Bronze, Kupfer, Messing.

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PCC-Mörtel

Zum Auffüllen von Ausbruchstellen wird zur Instandsetzung schadhafter Stahlbetonoberflächen nach der Reinigung und dem Korrosionsschutz der Stahleinlage nach Aufbringen einer Haftbrücke auf die noch feuchte Schicht...

Zum Auffüllen von Ausbruchstellen wird zur Instandsetzung schadhafter Stahlbetonoberflächen nach der Reinigung und dem Korrosionsschutz der Stahleinlage nach Aufbringen einer Haftbrücke auf die noch feuchte Schicht hohlraumfrei ein geeigneter Mörtel aufgetragen. Hierfür werden kunststoffvergütete Mörtel (engl. Polymer-Cement-Concrete) verwendet, die im Feuchtigkeitsverhalten modifiziert sind und in Elastizität und Haftvermögen auf den Stahlbeton abgestimmt wurden. Nur für besondere Anwendungszwecke werden spezielle Instandsetzungsmörtel auf EP-Basis verwendet, wenn besondere Anforderungen an die Chemikalienbeständigkeit und mechanische Beanspruchungen gestellt werden.

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PE

Kurzzeichen für Polyethylen als Bezeichnung für Massenkunststoffe preiswerter Gebrauchsartikel, wie zum Beispiel Einkaufstüten aus Plastik. In der Fußbodentechnik gebräuchlich als dünne Folie.

Kurzzeichen für Polyethylen als Bezeichnung für Massenkunststoffe preiswerter Gebrauchsartikel, wie zum Beispiel Einkaufstüten aus Plastik. In der Fußbodentechnik gebräuchlich als dünne Folie.

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PE-Folie, Polyethylenfolie

Eine PE-Folie ist eine Kunststofffolie, die zur Klimaregulierung von Bauwerken dient und diese somit schützt. Sie fungiert als Dampfbremse, wobei sie das Diffundieren von Wasserdampf und das Strömen von Innenraumluft in...

Eine PE-Folie ist eine Kunststofffolie, die zur Klimaregulierung von Bauwerken dient und diese somit schützt. Sie fungiert als Dampfbremse, wobei sie das Diffundieren von Wasserdampf und das Strömen von Innenraumluft in die Wärmedämmung eines Gebäudes oder zum Beispiel einen schwimmenden Estrich nur geringfügig zulässt. Dadurch unterscheidet sich PE-Folie beispielsweise von einer Dampfsperre, welche ein Diffundieren und Durchströmen nahezu komplett verhindert. Dampfsperren benötigen einen möglichst hohen μ-Wert, der von PE-Folien liegt bei 100 000. Dies bedeutet, dass diese Art von Folien in Abhängigkeit der Dicke eine Sperrwirkung wie eine 10 m dicke Luftschicht bewirken.

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PEFC

Das »Programm for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC)« ist ein internationales Waldzertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, dem neben europäischen Ländern auch Länder anderer...

Das »Programm for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC)« ist ein internationales Waldzertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, dem neben europäischen Ländern auch Länder anderer Kontinente angehören. Das PEFC-Siegel garantiert, dass das verwendete Holz überwiegend aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern kommt. Diese Bewirtschaftung wird durch unabhängige Organisationen kontrolliert. Trägt ein Produkt aus Holz das PEFC-Siegel, dann heißt das: Die gesamte Produktherstellung, vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt, ist zertifiziert und wird durch unabhängige Gutachter kontrolliert.

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Perlglanzpigmente

Im Gegensatz zu den Metallpigmenten, die den Lichteinfall aufgrund der typischen Struktur aus Aluminium-, Kupfer-, Zink- oder Goldplättchen reflektieren, bewirken Perlglanzpigmente aus transparenten Plättchen...

Im Gegensatz zu den Metallpigmenten, die den Lichteinfall aufgrund der typischen Struktur aus Aluminium-, Kupfer-, Zink- oder Goldplättchen reflektieren, bewirken Perlglanzpigmente aus transparenten Plättchen (natürlicher Glimmer, umhüllt mit lichtdurchlässigen Metalloxidschichten) durch Interferenz eine schillernde Oberfläche. Dabei wird ein Naturphänomen genutzt, welches darauf beruht, dass durch unterschiedliche Brechung, Reflexion und Transmission (Durchlässigkeit) eine Wechselwirkung zwischen Lichtwellen resultiert, die als Interferenz bezeichnet wird. Perlglanzpigmente werden sowohl in der Automobillackierung verwendet als auch für dekorative Oberflächentechniken in speziellen Lasuren eingesetzt. Einzelne Hersteller bieten auch Trockenpigmente an, so dass sich der Verarbeiter Farben und Lacke selbst im Farbton nach Wahl bzw. nach gewünschten Effekten herstellen kann. Dies erfolgt meist durch Einrühren von Trockenpigmenten in zum Beispiel farblose Acryllacke oder einkomponentige Polyurethanlacke (wasserverdünnbar).

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PFC

PFC (Perfluorcarbon) Polymer ist unter der Marke „Teflon“ bekannt. Als Trägermaterial für MMF-Bodenbeläge könnte es eingesetzt werden, ist allerdings sehr teuer.

PFC (Perfluorcarbon) Polymer ist unter der Marke „Teflon“ bekannt. Als Trägermaterial für MMF-Bodenbeläge könnte es eingesetzt werden, ist allerdings sehr teuer.

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Pflegeanleitung

Eine Pflegeanleitung für Oberböden legt verbindlich fest, mit welchem technischem Aufwand, welchen Arbeitsschritten bzw. Maßnahmen sowie Geräten (vom Wischmopp bis zum Reinigungsautomaten) und welchen Reinigungsmitteln...

Eine Pflegeanleitung für Oberböden legt verbindlich fest, mit welchem technischem Aufwand, welchen Arbeitsschritten bzw. Maßnahmen sowie Geräten (vom Wischmopp bis zum Reinigungsautomaten) und welchen Reinigungsmitteln der darin beschriebene Belag nach der Verarbeitung vor und während der Nutzung zu behandeln ist. Wer als Nutzer gegen diese Vorgaben handelt und es (auch) deswegen zum Schaden am Oberboden kommt, verliert möglicherweise die herstellerseitig gegebenen Zusagen in Form einer Garantie oder den Gewährleistungsanspruch gegenüber dem Auftragnehmer. Daher sollte eine Pflegeanleitung im besten Fall schon vor der Entscheidung für einen Oberboden an den potenziellen Auftraggeber übergeben werden, damit etwaige Folgekosten einkalkuliert werden können. Wichtig ist, dass eine solche Reinigungs- und Pflegeanleitung für jede Art von Oberboden vom Hersteller auszuhändigen ist: keramische Fliesen und Platten, Naturstein, Betonwerkstein, Parkett/Fertigparkett, Korkböden, elastische Bodenbeläge (PVC, Linoleum, Synthesekautschuk, PUR, Polyolefin), Laminat-Fußbodenelemente, Design-Bodenbeläge, mineralische Beschichtungen, Kunstharzbeschichtungen, textile Bodenbeläge (Tufting, Velours, Nadelvlies). Die Übergabe der Reinigungs- und Pflegeanleitung an den Auftraggeber sollte allerdings spätestens vor der Inbetriebnahme erfolgen, nur so kann der Auftragnehmer eine Inanspruchnahme vermeiden, die sonst durch falsche Pflege und/oder Reinigung zu Schäden am Oberboden und damit zur Sachmangelhaftung (Gewährleistung) führen würde.

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pH-Wert

Maßeinheit für die Konzentration der freien Wasserstoffionen in einer wässrigen Lösung (lat. = potential hydrogenium). Grundlage der Berechnung ist die Wasserstoffionenkonzentration in 1 Liter reinen Wassers bei +24 Grad...

Maßeinheit für die Konzentration der freien Wasserstoffionen in einer wässrigen Lösung (lat. = potential hydrogenium). Grundlage der Berechnung ist die Wasserstoffionenkonzentration in 1 Liter reinen Wassers bei +24 Grad Celsius mit 10 bis 7 g Wasserstoffionen. Bestimmt man daraus mathematisch den Exponenten, errechnet sich so der pH-Wert einer Lösung. pH = 7 entspricht dabei dem Reaktionsvermögen reinen Wassers und ist somit neutral, weicht der Wert nach oben ab (pH > 7), so ist die Lösung alkalisch, beträgt der pH-Wert < 7, so ist die Lösung sauer. Im Bauwesen unterscheiden sich die Baustoffe auch nach ihrem pH-Wert: junger Beton hat einen pH-Wert > 12, der dann durch Carbonatisieren abnimmt. Im Labor erfolgt die exakte Bestimmung elektrometrisch mit einer Elektrode in einer Lösung des zu untersuchenden Stoffes.

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Phenolphthalein

Indikator zum Nachweis alkalischer Reaktionen. Als weißes Pulver erhältlich, kann in wässrigem Alkohol gelöst werden, wodurch eine transparente Lösung entsteht. Bei Benetzen einer alkalischen Oberfläche verfärbt sich...

Indikator zum Nachweis alkalischer Reaktionen. Als weißes Pulver erhältlich, kann in wässrigem Alkohol gelöst werden, wodurch eine transparente Lösung entsteht. Bei Benetzen einer alkalischen Oberfläche verfärbt sich diese Zone rotviolett. Daher wird Phenolphthalein zum Nachweis carbonatisierter Oberflächenrandzonen verwendet, um den Fortschritt der Carbonatisierung zu bestimmen. Auch als weißes Indikatorpapier erhältlich, um zum Beispiel die Alkalität von Putzoberflächen im Vorfeld von Anstrichen und Tapezierungen zu ermitteln.

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Physikalische Trocknung

Nach Verdunsten der Lösemittel (Hinweis: auch Wasser ist ein Lösemittel) fließen die gelösten Bindemittelteilchen zusammen und bilden den getrockneten Beschichtungsfilm. Durch diese Filmbildung wird keine stoffliche...

Nach Verdunsten der Lösemittel (Hinweis: auch Wasser ist ein Lösemittel) fließen die gelösten Bindemittelteilchen zusammen und bilden den getrockneten Beschichtungsfilm. Durch diese Filmbildung wird keine stoffliche Veränderung bewirkt, so dass derartig getrocknete Beschichtungen grundsätzlich (durch ein geeignetes Lösemittel) wieder anlösbar sind, im Gegensatz zu den Reaktionsharzen, bei denen beim Vermischen von Stammharz und Härter eine chemische Reaktion erfolgt, welche die Moleküle chemisch fest miteinander verbindet, so dass diese Beschichtungen nicht wieder anlösbar sind. Zu den physikalisch trocknenden Werkstoffen zählen zum Beispiel auch Leime und Kleister, Dispersionsfarben u. a.

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Pigmente

Pulver- oder blättchenförmiges Farbmittel (lat. pigmentum = Färbestoff), das im Bindemittel unlöslich ist. Pigmente kann man differenzieren nach ihrer Stofflichkeit in solche organischer Art oder anorganischer Herkunft....

Pulver- oder blättchenförmiges Farbmittel (lat. pigmentum = Färbestoff), das im Bindemittel unlöslich ist. Pigmente kann man differenzieren nach ihrer Stofflichkeit in solche organischer Art oder anorganischer Herkunft. Anorganische Pigmente sind natürlicher Herkunft und auch als Erdfarbenpigmente bekannt, organische Pigmente werden künstlich synthetisiert und sind als Buntfarbenpigmente bekannt.

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Pigmentvolumen- konzentration

Das Verhältnis des Gesamtvolumens von Pigmenten und/oder Füllstoffen und/oder anderen nicht filmbildenden festen Teilchen in einem Produkt (Beschichtungsstoff) zum Gesamtvolumen der nichtflüchtigen Anteile wird als...

Das Verhältnis des Gesamtvolumens von Pigmenten und/oder Füllstoffen und/oder anderen nicht filmbildenden festen Teilchen in einem Produkt (Beschichtungsstoff) zum Gesamtvolumen der nichtflüchtigen Anteile wird als Pigmentvolumenkonzentration (PVK) bezeichnet (DIN EN 971-1) und in Prozentwerten angegeben: PVK = Pigmentvolumen x 100 [%] Gesamtvolumen nichtflüchtiger Anteile Die PVK kann die Eigenschaften von Beschichtungsstoffen in Abhängigkeit des Prozentwerts maßgeblich beeinflussen: Glanz, Elastizität, bauphysikalische Eigenschaften, mechanische Beanspruchbarkeit, Trocknungsverhalten, Deckvermögen. Wird ein bestimmter Wert überschritten, so wirkt sich dies nachteilig auf die technischen Eigenschaften von Beschichtungsstoffen aus, KPVK (kritische Pigmentvolumenkonzentration).

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Pilling

Die unerwünschte Bildung von Faserkügelchen an der Oberfläche von Teppichböden wird »Pilling« genannt. Dabei ist bei neuen textilen Bodenbelägen manchmal nach der Verlegung zu beobachten, dass Polfasern aus der...

Die unerwünschte Bildung von Faserkügelchen an der Oberfläche von Teppichböden wird »Pilling« genannt. Dabei ist bei neuen textilen Bodenbelägen manchmal nach der Verlegung zu beobachten, dass Polfasern aus der Nutzschicht herausgelöst werden können. Dies sollte ein kurzzeitiges Phänomen sein und sich nach den ersten Tagen bis wenigen Wochen im Rahmen der trockenmechanischen Reinigung durch Absaugen mehr und mehr verringern. Stellt sich das Erscheinungsbild nicht ein, so sollte der textile Bodenbelag beim Hersteller gerügt werden, da dann das zunehmende Herausarbeiten von Fasern aus dem Verbund eine fehlerhafte Ware bedeutet. Häufig zu beobachten ist Pilling auch durch Ansammlung von Fasern um die Stuhlrollen von Bürodrehstühlen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch die richtige Auswahl von Staubsaugern.

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Pilze, holzzerstörend

Vor allem Haus- und Kellerschwamm gelten als holzzerstörende Pilze, weil diese sich von der Holzsubstanz ernähren und das Holz dadurch weich und brüchig wird. Dagegen sind zum Beispiel Bläuepilze nicht als holzzerstörend...

Vor allem Haus- und Kellerschwamm gelten als holzzerstörende Pilze, weil diese sich von der Holzsubstanz ernähren und das Holz dadurch weich und brüchig wird. Dagegen sind zum Beispiel Bläuepilze nicht als holzzerstörend anzusehen, weil die Holzfaser selbst nicht angegriffen wird – dagegen können aber Anstriche und Beschichtungen durch Bläuepilze im Farbton verändert (blau bis schwarz) und/oder zerstört werden, weil der Bläuepilz auch organische Bindemittel angreifen kann.

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Plastisch

Für die Herstellung von Estrichen oder Betonen wird die Konsistenz des Mörtels als plastisch beschrieben, bei der eine gute Verarbeitbarkeit möglich ist. Die Konsistenz wird mithilfe der Bestimmung des Ausbreitmaßes...

Für die Herstellung von Estrichen oder Betonen wird die Konsistenz des Mörtels als plastisch beschrieben, bei der eine gute Verarbeitbarkeit möglich ist. Die Konsistenz wird mithilfe der Bestimmung des Ausbreitmaßes gemessen. Allgemein lässt sich die Plastizität als Zustand eines Stoffes beschreiben, der sich durch äußere Krafteinwirkung reversibel verformen lässt. Ein anschauliches Beispiel hierfür ist ein Stück Knetmasse.

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Plastoelastische Fassadenfarben

Bei den plastoelastischen Fassadenfarben handelt es sich um bindemittelreiche und hoch gebundene Beschichtungsstoffe auf Basis von speziellen Kunststoffdispersionen. Derartige Beschichtungsstoffe werden zweckmäßigerweise...

Bei den plastoelastischen Fassadenfarben handelt es sich um bindemittelreiche und hoch gebundene Beschichtungsstoffe auf Basis von speziellen Kunststoffdispersionen. Derartige Beschichtungsstoffe werden zweckmäßigerweise zur Sanierung rissbehafteter Bauteiloberflächen im Außenbereich verwendet. Um eine dauerhafte Rissüberbrückung erreichen zu können, ist nach sorgsamer Untergrundvorbereitung und Grundierung sowie ggf. einer Einzelriss Behandlung in Abhängigkeit der Rissbreite dann ein Zwischen- und Schlussanstrich (Auftragsmenge nach Herstellervorschrift) erforderlich. Als Faustregel kann gelten, dass die Trockenschichtdicke des Beschichtungssystems mindestens so hoch wie die zuvor ermittelte Rissbreite sein sollte.
(Hinweis: Aufgrund der rissüberbrückenden Eigenschaften plastoelastischer Beschichtungsstoffe und dadurch bedingter hoher Schichtdicken ist der Widerstand gegenüber der Wasserdampfdiffusion naturgemäß höher und damit die Diffusionsfähigkeit als solche gegenüber anderen Beschichtungsstoffen eingeschränkt. Bei der Auswahl von Fassadenfarben muss daher die Untergrundgegebenheit genau geprüft werden! Da die CO2-Durchlässigkeit der plastoelastischen Beschichtungsstoffe relativ gering ist, folgt daraus eine uneingeschränkte Verwendung auf zum Beispiel Stahlbetonoberflächen, jedoch eine unzulässige Verwendung auf kalkreichen Außenputzen.

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Plastomere

Plastomere sind ebenfalls unter dem Namen Thermoplaste bekannt. Plastomere schmelzen bei höheren Temperaturen (ca. 60 bis 180 °C), sind dann verformbar und behalten nach dem Erkalten die neue Form bei. So zählt...

Plastomere sind ebenfalls unter dem Namen Thermoplaste bekannt. Plastomere schmelzen bei höheren Temperaturen (ca. 60 bis 180 °C), sind dann verformbar und behalten nach dem Erkalten die neue Form bei. So zählt beispielsweise Polyvinylchlorid, besser bekannt unter der Abkürzung PVC, dazu. Plastomere sind quellbar und können durch entsprechende Lösemittel gelöst werden (Beispiel: Wandplatten und Bodenbeläge aus PVC).

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Plattenwerkstoffe

In der Fußbodentechnik zählen zum Trockenbau auch die Holzfaserplatten oder andere zementgebundene Holzspanplatten.

In der Fußbodentechnik zählen zum Trockenbau auch die Holzfaserplatten oder andere zementgebundene Holzspanplatten.

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PMMA

Kurzzeichen für Polymethylmethacrylat. Schnell vernetzendes Bindemittel für Grundierungen und/oder Beschichtungen auf Reaktionsharzbasis. Nach der chemischen Umsetzung in der Regel sofort nutzbar, das heißt nach zwei...

Kurzzeichen für Polymethylmethacrylat. Schnell vernetzendes Bindemittel für Grundierungen und/oder Beschichtungen auf Reaktionsharzbasis. Nach der chemischen Umsetzung in der Regel sofort nutzbar, das heißt nach zwei Stunden mechanisch und chemisch belastbar.

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Poleinsatzgewicht

Hiermit wird die Produktionsvorgabe für den Garnverbrauch bei der Herstellung von Polteppichen ermittelt. Dieser Wert kann später nicht mehr nachvollzogen oder nachgeprüft werden.

Hiermit wird die Produktionsvorgabe für den Garnverbrauch bei der Herstellung von Polteppichen ermittelt. Dieser Wert kann später nicht mehr nachvollzogen oder nachgeprüft werden.

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Polfaden

Der Polfaden ist der Faden, aus dem die Polschicht, also die Nutzschicht eines textilen Bodenbelags, hergestellt wird.

Der Polfaden ist der Faden, aus dem die Polschicht, also die Nutzschicht eines textilen Bodenbelags, hergestellt wird.

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Polgewicht

Das Garnmaterial, welches die Polschicht bildet, ist zu unterscheiden nach dem Polgewicht über dem Teppichgrund. Dabei wird das Gewicht der Verschleißschicht durch Abscheren ermittelt und als Nutzschichtgewicht...

Das Garnmaterial, welches die Polschicht bildet, ist zu unterscheiden nach dem Polgewicht über dem Teppichgrund. Dabei wird das Gewicht der Verschleißschicht durch Abscheren ermittelt und als Nutzschichtgewicht bezeichnet.

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Polieren

Unter Polieren versteht man das Veredeln einer auch ansonsten hochwertigen Oberfläche. Bei dem Vorgang werden eventuelle Störfaktoren wie beispielsweise Pickel durch Schleifen entfernt und anschließend mithilfe einer...

Unter Polieren versteht man das Veredeln einer auch ansonsten hochwertigen Oberfläche. Bei dem Vorgang werden eventuelle Störfaktoren wie beispielsweise Pickel durch Schleifen entfernt und anschließend mithilfe einer Polierscheibe auf Hochglanz aufbereitet. Dabei wird von Schleifgang zu Schleifgang ein immer feineres Schleifmittel verwendet, um die Oberfläche zu verdichten. Auf diese Art werden zum Beispiel Natursteine bis zum Hochglanz bearbeitet, oder zum Beispiel mit speziellen Techniken Sichtestriche oder Betonböden hochwertig aufbereitet.

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Polrohdichte

Anteil der Fasermasse am Gesamtvolumen der Nutzschicht [g/cm3].

Anteil der Fasermasse am Gesamtvolumen der Nutzschicht [g/cm3].

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Polteppiche

Polteppiche zählen zu den textilen Bodenbelägen. Sie besitzen eine Polschicht, besser bekannt als Florschicht. Diese stellt die Nutzschicht des Bodenbelags dar und ist im Gegensatz zu Flachteppichen zusätzlich noch mit...

Polteppiche zählen zu den textilen Bodenbelägen. Sie besitzen eine Polschicht, besser bekannt als Florschicht. Diese stellt die Nutzschicht des Bodenbelags dar und ist im Gegensatz zu Flachteppichen zusätzlich noch mit einer Trägerschicht verbunden.

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Polvliesbeläge

Polvliesbeläge zählen zu den textilen Bodenbelägen. Ihre Polschicht setzt sich aus einer Wirrlage von einer oder mehreren Schichten zusammen, die durch den Einsatz spezieller Maschinen bei der Herstellung eine Struktur...

Polvliesbeläge zählen zu den textilen Bodenbelägen. Ihre Polschicht setzt sich aus einer Wirrlage von einer oder mehreren Schichten zusammen, die durch den Einsatz spezieller Maschinen bei der Herstellung eine Struktur erhalten. So können großflächige Muster erzielt werden.

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Polyacrylate

Durch Polymerisation von Monomeren werden Lackrohstoffe oder Dispersionen hergestellt. Die typischen Bindemittel für wässrige Dispersionen bestehen aus Polyacrylsäureestern, Polyvinylacetat und Polyvinylpropionat.

Durch Polymerisation von Monomeren werden Lackrohstoffe oder Dispersionen hergestellt. Die typischen Bindemittel für wässrige Dispersionen bestehen aus Polyacrylsäureestern, Polyvinylacetat und Polyvinylpropionat.

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Polyaddition

Die Polyaddition ist ein chemisches Verfahren zur Herstellung von komplexen Verbindungen, bei welchem eine Molekülvergrößerung erfolgt. Mithilfe der Polyaddition bilden sich aus Monomeren durch Verbund über ihre...

Die Polyaddition ist ein chemisches Verfahren zur Herstellung von komplexen Verbindungen, bei welchem eine Molekülvergrößerung erfolgt. Mithilfe der Polyaddition bilden sich aus Monomeren durch Verbund über ihre Endgruppen Polymere. Dabei werden je nach Reaktionspartner Hydroxylgruppen an Doppelbindungssysteme von Isocyanatgruppen miteinander zu Makromolekülen verbunden. Durch eine Polyaddition entstehen Polyaddukte. Zu den über Polyaddition hergestellten Bindemitteln zählen beispielsweise Epoxidharz und Polyurethan.

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POLYAMID-FASERN

Es wird unterschieden zwischen Polyamid 6 (deutsche Erfindung) und Polyamid 6.6 (amerikanische Erfindung). Bei Polyamid 6 wird Caprolactam in Stickstoffatmosphäre bei 250 Grad Celsius unter geringem Wasserzusatz...

Es wird unterschieden zwischen Polyamid 6 (deutsche Erfindung) und Polyamid 6.6 (amerikanische Erfindung). Bei Polyamid 6 wird Caprolactam in Stickstoffatmosphäre bei 250 Grad Celsius unter geringem Wasserzusatz polykondensiert und bildet das Polymer. Bei Polyamid 6.6 bilden Adipinsäure und Hexamethylendiamin das Polymer. Der Begriff „Nylon“ für beide Arten ist also unpräzise. Polyamid 6 kann recyclet (depolymerisiert) werden (Econyl).

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Polyamide

Polyamide werden mit PA abgekürzt und gehören zu den Thermoplasten. Sie kommen in der Natur als Proteinteile vor oder werden künstlich hergestellt. Polyamide werden in der Fußbodentechnik als textile Fasern wie...

Polyamide werden mit PA abgekürzt und gehören zu den Thermoplasten. Sie kommen in der Natur als Proteinteile vor oder werden künstlich hergestellt. Polyamide werden in der Fußbodentechnik als textile Fasern wie beispielsweise Nylon eingesetzt.

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Polyester

Gemäß DIN 55 945 ein Polymer, dessen Grundbausteine durch Estergruppen miteinander verbunden sind. Dabei wird zwischen gesättigten und ungesättigten, linearen und verzweigten oder modifizierten Polyestern unterschieden....

Gemäß DIN 55 945 ein Polymer, dessen Grundbausteine durch Estergruppen miteinander verbunden sind. Dabei wird zwischen gesättigten und ungesättigten, linearen und verzweigten oder modifizierten Polyestern unterschieden. Für einige Gruppen von Polyestern sind bestimmte Namen in der Praxis eingeführt: Polyesterharz, ungesättigtes Polyesterharz (UP), gesättigtes Polyesterharz (SP), Alkydharz.

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Polyesterharze

Das Polyesterharz ist ein durch Polykondensation mehrbasiger Säuren mit mehrwertigen Alkoholen synthetisch hergestelltes Harz. Dabei wird je nach Reaktionspartner zwischen gesättigten und ungesättigten Polyesterharzen...

Das Polyesterharz ist ein durch Polykondensation mehrbasiger Säuren mit mehrwertigen Alkoholen synthetisch hergestelltes Harz. Dabei wird je nach Reaktionspartner zwischen gesättigten und ungesättigten Polyesterharzen (UP) unterschieden. Hydroxylgruppenhaltige gesättigte Polyester werden zum Beispiel auch als Komponente für die Herstellung von Polyurethan-Beschichtungen eingesetzt.

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Polyethylen

Polyethylen ist ein durch Polymerisation von Ethern hergestellter thermoplastischer Kunststoff und gehört zur Gruppe der Polyolefine. Daraus werden viele Massenkunststoffe für Gebrauchsartikel (zum Beispiel Tragetaschen,...

Polyethylen ist ein durch Polymerisation von Ethern hergestellter thermoplastischer Kunststoff und gehört zur Gruppe der Polyolefine. Daraus werden viele Massenkunststoffe für Gebrauchsartikel (zum Beispiel Tragetaschen, Folien, Flaschen, Zahnräder) und auch für die medizinische Anwendung (Implantate und Prothesen) hergestellt.

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Polyethylenschaum

Polyethylenschaum wird als Dämmschicht und/oder Trennlage eingesetzt. PE-Schaum wird in Bahnen oder als Randstreifen gefertigt und kann vor Ort verschweißt werden. In der Fußbodentechnik werden Stellstreifen aus PE zum...

Polyethylenschaum wird als Dämmschicht und/oder Trennlage eingesetzt. PE-Schaum wird in Bahnen oder als Randstreifen gefertigt und kann vor Ort verschweißt werden. In der Fußbodentechnik werden Stellstreifen aus PE zum Beispiel für schwimmende Estriche eingesetzt, um die Randfugen auszubilden.

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Polykondensation

Die Polykondensation ist eine chemische Reaktion, bei der sich aus Monomeren durch Abspaltung von kleineren Molekülen höhermolekulare Substanzen (Polymere) bilden. So entstehen beispielsweise Polyamide oder Polyester.

Die Polykondensation ist eine chemische Reaktion, bei der sich aus Monomeren durch Abspaltung von kleineren Molekülen höhermolekulare Substanzen (Polymere) bilden. So entstehen beispielsweise Polyamide oder Polyester.

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Polymer

Niedermolekulare Verbindungen, die mit sich selbst höhermolekulare Substanzen als Polymere bilden können. Höhermolekulare Verbindungen aus gleichartigen Monomeren nennt man Homopolymer. Reagieren verschiedenartige...

Niedermolekulare Verbindungen, die mit sich selbst höhermolekulare Substanzen als Polymere bilden können. Höhermolekulare Verbindungen aus gleichartigen Monomeren nennt man Homopolymer. Reagieren verschiedenartige Ausgangskomponenten miteinander, so spricht man von Copolymeren. Den Reaktionsvorgang selbst bezeichnet man als Polymerisation.

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Polymerisatharzfarben

Lösemittelverdünnbare Beschichtungsstoffe, die als Bindemittel gelöste Acrylate (Acrylpolymerisate) oder Mischpolymerisate aus Vinylchlorid, Vinylacetat oder Maleinsäure (oder früher Pliolite =...

Lösemittelverdünnbare Beschichtungsstoffe, die als Bindemittel gelöste Acrylate (Acrylpolymerisate) oder Mischpolymerisate aus Vinylchlorid, Vinylacetat oder Maleinsäure (oder früher Pliolite = Vinyl-Toluol-Acrylat-Basis) enthalten. Vor allem als Problemlöser im Bereich der Fassadenfarben für kritische Untergründe (eisensalzhaltige Putze, Hartbrannt-Ziegelsteine, durch Ruß und Fett verunreinigte Oberflächen) zu verwenden. Hinweis: Polymerisatharzfarben sind gut geeignet auch für die Beschichtung von Stahlbetonbauteilen wegen der geringen CO2-Durchlässigkeit, auch bei kritischen Witterungsbedingungen im Gegensatz zu wässrigen Beschichtungsstoffen anzuwenden und zeigen eine gute Verfestigung sandelnder mineralischer Untergründe bei guter Penetration. Die Anwendung bei kühlen Temperaturen bedingt im Folgenden genügend lange Wartezeiten nach der Grundbeschichtung vor der Zwischen- und Schlussbeschichtung: Lösemittelreste, die entweder im Porengefüge des Untergrundes und/oder im Beschichtungsfilm der Grundbeschichtung verblieben sind, werden sonst durch nachfolgende Zwischen- und Schlussbeschichtungen quasi eingeschlossen. Im Frühjahr/Sommer werden dann bei Einwirken höherer Lufttemperaturen diese Lösemittelreste ihr Gasvolumen vergrößern und schließlich somit zu Blasen in der Beschichtung führen.
(Achtung: Lösemittelhaltige Polymerisatharzfarben nicht anwenden bei solchen Untergründen, die eine Verwandtschaft mit dem Lösemittel zeigen und/oder durch das Lösemittel angelöst werden können (zum Beispiel WDVS-Fassaden mit Polystyrol-Dämmstoffplatten).)

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Polymerisation

Die Polymerisation ist eine chemische Reaktion zur Herstellung verschiedener Kunststoffe. Dabei entstehen durch Kopplung einzelner Monomere lange Ketten bis hin zu komplexen Netzwerken. Auf diese Weise werden...

Die Polymerisation ist eine chemische Reaktion zur Herstellung verschiedener Kunststoffe. Dabei entstehen durch Kopplung einzelner Monomere lange Ketten bis hin zu komplexen Netzwerken. Auf diese Weise werden beispielsweise Plexiglas, Polyvinylchlorid, Polyethylen und Polystyrol hergestellt.

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Polymerisationsklebstoffe

Polymerisationsklebstoffe sind chemisch härtende Klebstoffe. Zu dieser Gruppe gehört zum Beispiel der Sekundenkleber. Darüber hinaus gehören ungesättigte Polyesterharze dazu.

Polymerisationsklebstoffe sind chemisch härtende Klebstoffe. Zu dieser Gruppe gehört zum Beispiel der Sekundenkleber. Darüber hinaus gehören ungesättigte Polyesterharze dazu.

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Polymerschweißbahnen

Polymerschweißbahnen werden zur Bauwerksabdichtung eingesetzt. Dabei werden Polymerschweißbahnen nach DIN 18 195 »Bauwerksabdichtungen« zum Beispiel auf erdreichangrenzenden Bodenplatten überlappend verlegt und an den...

Polymerschweißbahnen werden zur Bauwerksabdichtung eingesetzt. Dabei werden Polymerschweißbahnen nach DIN 18 195 »Bauwerksabdichtungen« zum Beispiel auf erdreichangrenzenden Bodenplatten überlappend verlegt und an den Nähten verschweißt, bevor dann zum Beispiel ein schwimmender Estrich eingebaut wird.

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Polyolefin-Beläge

Polyolefin-Beläge sind elastische Bodenbeläge, die als Alternative zu den PVC-Belägen entwickelt wurden, um auf den Einsatz von Chlor zu verzichten. Die Materialeigenschaften von Polyolefin-Belägen ähneln zwar den...

Polyolefin-Beläge sind elastische Bodenbeläge, die als Alternative zu den PVC-Belägen entwickelt wurden, um auf den Einsatz von Chlor zu verzichten. Die Materialeigenschaften von Polyolefin-Belägen ähneln zwar den PVC-Belägen, aber die Elastizität und die Maßänderung entsprechen eher den Kautschuk-Bodenbelägen. Polyolefin-Beläge müssen vollflächig durch lösemittelarme bzw. –freie Dispersionsklebstoffe mit dem Untergrund verklebt werden. Beim Verschweißen der Stöße sollte die Schweißschnur ebenfalls aus Polyolefin bestehen. Da dieser Belag aus Thermoplasten besteht, lässt er sich gut aufbereiten und wiederverwerten.

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Polyolefine

Polyolefine, auch Polyalkene genannt, entstehen aus Alkenen (Olefinen) wie Ethylen, Propylen, 1-Buten oder Isobuten durch Polymerisation. Als gesättigte Kohlenwasserstoffe entstehen daraus die bedeutendsten Kunststoffe....

Polyolefine, auch Polyalkene genannt, entstehen aus Alkenen (Olefinen) wie Ethylen, Propylen, 1-Buten oder Isobuten durch Polymerisation. Als gesättigte Kohlenwasserstoffe entstehen daraus die bedeutendsten Kunststoffe. Wegen ihrer Eigenschaft als teilkristalline Thermoplaste ist eine einfache Verarbeitung möglich. Die Produkte zeichnen sich durch gute chemische Beständigkeit und elektrische Eigenschaften (Isolatoren) aus. Bekannte Produkte bestehen aus Polyethylen und Polypropylen. Weitere Polyolefine industrieller Herstellung sind Polyisobutylen (PIB) und Polybutylen (PB, Polybuten-1). Flexible Polyolefine (FPO) werden seit Anfang der 90er Jahre vielfach als Dichtungsbahnen zur Bauwerksabdichtung eingesetzt und dienen als Alternative für PVC-Dichtungsbahnen.

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Polypropylen

Polypropylen (PP) ist ein teilkristalliner Thermoplast und der Gruppe der Polyolefine zuzuordnen. Durch Polymerisation des Monomers Propen unter Zuhilfenahme von Katalysatoren entsteht PP. Es existiert eine Vielzahl von...

Polypropylen (PP) ist ein teilkristalliner Thermoplast und der Gruppe der Polyolefine zuzuordnen. Durch Polymerisation des Monomers Propen unter Zuhilfenahme von Katalysatoren entsteht PP. Es existiert eine Vielzahl von PP-Sorten, weil unterschiedliche Ausgangsprodukte verwendet werden können.

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Polypropylenfasern

Polypropylenfasern werden als Armierung oder Bewehrung eingesetzt, um Schwindrisse in zementgebundenen Baustoffen wie beispielsweise Estrichmörteln zu vermeiden. Da Polypropylenfasern aus reinem Polypropylen bestehen,...

Polypropylenfasern werden als Armierung oder Bewehrung eingesetzt, um Schwindrisse in zementgebundenen Baustoffen wie beispielsweise Estrichmörteln zu vermeiden. Da Polypropylenfasern aus reinem Polypropylen bestehen, sind sie physiologisch unbedenklich. Sie sind weitestgehend gegen Säuren und Laugen beständig und beeinflussen das Abbindeverhalten von beispielsweise Beton nicht, da PP-Fasern nicht mit dem zementären Bindemittel reagieren. Nach dem Trocknen können jedoch keine mechanischen Eigenschaften mehr für den Estrich abgeleitet werden, da mit dem Zusatz solcher Fasern nur eine Frühschwindrissbewehrung möglich ist. Aus Polypropylen hergestellte synthetische Fasern dienen auch zur Herstellung von Polmaterial für Teppichböden, Nadelvlies-Bodenbeläge oder Trägermaterial für Tufting-Bodenbeläge (PP-Bändchengewebe, PP-Vliese).

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Polystyrol

Polystyrol (PS) ist ein thermoplastischer Kunststoff. PS wird entweder als thermoplastischer Werkstoff oder aber als Schaum eingesetzt. Den am weitesten verbreiteten Bekanntheitsgrad dürfte Polystyrol in Form von...

Polystyrol (PS) ist ein thermoplastischer Kunststoff. PS wird entweder als thermoplastischer Werkstoff oder aber als Schaum eingesetzt. Den am weitesten verbreiteten Bekanntheitsgrad dürfte Polystyrol in Form von Styropor besitzen. Dabei sollte beachtet werden, dass diese Bezeichnung lediglich einen Markennamen widerspiegelt und fachlich nicht korrekt ist. PS ist zwar witterungsbeständig, reagiert aber negativ auf UV-Strahlung.

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Polystyrol-Dämmung

Eine Polystyrol-Dämmung wird aus extrudiertem oder expandiertem (aufgeschäumtem) Polystyrol hergestellt und auch als EPS-Dämmung bezeichnet.

Eine Polystyrol-Dämmung wird aus extrudiertem oder expandiertem (aufgeschäumtem) Polystyrol hergestellt und auch als EPS-Dämmung bezeichnet.

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Polyurethan

Die Gruppe der Polyurethane (engl.: PU, nach DIN: PUR) gehört zu den Kunstharzen, welche durch Polyaddition hergestellt werden. Je nach Reaktionsbedingungen bei der Herstellung entstehen harte und spröde, weiche oder...

Die Gruppe der Polyurethane (engl.: PU, nach DIN: PUR) gehört zu den Kunstharzen, welche durch Polyaddition hergestellt werden. Je nach Reaktionsbedingungen bei der Herstellung entstehen harte und spröde, weiche oder elastische Produkte, die sich sehr vielseitig einsetzen lassen. Unter anderem finden sie ihren Einsatz als Montageschaum, Bindemittel für 2-Komponenten-Reaktionsharze (Farben, Lacke, Beschichtungen) oder als plattenförmiger Wärmedämmstoff und spritzbare elastische Fugendichtstoffe. PUR ist alterungsbeständig und resistent gegen Schimmel und Fäulnis, allerdings entstehen beim Verbrennen toxische bzw. gesundheitsgefährdende Gase.

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Polyurethan-Beschichtungen und -Lacke

2-Komponenten-System, welches als Bindemittel Polyurethan aufweist. PUR ist ein Reaktionsharz, welches aus Stammharz (Polyole) und Härter (Isocyanate) besteht. Die so in Gang kommende Reaktion benötigt bis zum Abschluss...

2-Komponenten-System, welches als Bindemittel Polyurethan aufweist. PUR ist ein Reaktionsharz, welches aus Stammharz (Polyole) und Härter (Isocyanate) besteht. Die so in Gang kommende Reaktion benötigt bis zum Abschluss eine gewisse Zeit (Topfzeit). Die Topfzeit kann als Zeitspanne verstanden werden, die zur Verfügung steht, um das Polyurethansystem zu verarbeiten, ehe es durchgehärtet ist. Man unterscheidet 2K-PURSysteme, die in der Fußbodentechnik aus einer Epoxidharzgrundierung und einer PUR-Beschichtung bestehen. Auch Parkettlacke können aus 2K-PUR bestehen. Die 1K-PUR-Lacke bestehen aus bereits vermischten Reaktionspartnern wie zum Beispiel feuchtigkeitshärtenden Polyisocyanaten. Dabei wird die Reaktion erst während der Verarbeitung durch Zutritt von Luftfeuchtigkeit ermöglicht. Weiterhin gibt es Versiegelungen für Parkett und elastische Bodenbeläge oder Kleber für Bodenbeläge als 1K-PUR-Systeme.

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Polyurethan-Dämmung

Eine Polyurethan-Dämmung wird aus extrudiertem oder expandiertem (aufgeschäumtem) Polyurethan hergestellt.

Eine Polyurethan-Dämmung wird aus extrudiertem oder expandiertem (aufgeschäumtem) Polyurethan hergestellt.

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Polyurethan-Hartschaum

Polyurethan-Hartschaum wird mithilfe von Treibmitteln (früher FCKW-haltig, dann hauptsächlich durch Kohlenwasserstoff und wenig Kohlendioxid) aus Polyurethan hergestellt. PUR-Hartschaumdämmstoffe werden industriell...

Polyurethan-Hartschaum wird mithilfe von Treibmitteln (früher FCKW-haltig, dann hauptsächlich durch Kohlenwasserstoff und wenig Kohlendioxid) aus Polyurethan hergestellt. PUR-Hartschaumdämmstoffe werden industriell entweder als Platten nach dem Doppelbandverfahren oder als Blöcke nach dem Blockschaumverfahren hergestellt. Beim Doppelbandverfahren wird das aus dem Mischkopf ausströmende Reaktionsgemisch auf die untere Deckschicht der Doppelbandanlage verteilt. Das aufschäumende Gemisch verklebt mit der unteren und der oberen Deckschicht. Die Bandschaumplatten sind in beliebiger Menge herstellbar. Als Deckschichten werden Mineralvlies, Glasvlies, Papier-, Metall- oder Verbundfolien, Dach- und Dichtungsbahnen eingesetzt. Beim Blockschaumverfahren strömt das Reaktionsgemisch aus einem Mischkopf in eine Blockform oder auf ein kontinuierliches Blockband. Nach dem Aufschäumen und Ablagern werden Blöcke in Platten geschnitten oder zu Formteilen wie beispielsweise Keile oder Rohrschalen verarbeitet.

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Polyvinylchlorid

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein thermoplastischer Kunststoff und wird über eine Polymerisation hergestellt. Zunächst besitzt PVC harte und spröde Eigenschaften, wird allerdings nach der Zugabe von Weichmachern weich,...

Polyvinylchlorid (PVC) ist ein thermoplastischer Kunststoff und wird über eine Polymerisation hergestellt. Zunächst besitzt PVC harte und spröde Eigenschaften, wird allerdings nach der Zugabe von Weichmachern weich, verformbar und für seine heutigen Einsatzmöglichkeiten geeignet. Den am weitesten verbreiteten Bekanntheitsgrad dürfte Polyvinylchlorid durch den Einsatz in Bodenbelägen als Isolierungen und als Schallplatten haben, welche im englischen Sprachraum auch »Vinyls« genannt werden.

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Polyvinylchlorid-Belag

Ein Polyvinylchlorid-Belag (PVC-Belag) ist ein elastischer Bodenbelag, der seinen Namen durch das Bindemittel Polyvinylchlorid erhalten hat. PVC-Beläge zeichnen sich durch die guten Eigenschaften wie hohe...

Ein Polyvinylchlorid-Belag (PVC-Belag) ist ein elastischer Bodenbelag, der seinen Namen durch das Bindemittel Polyvinylchlorid erhalten hat. PVC-Beläge zeichnen sich durch die guten Eigenschaften wie hohe Verschleißfestigkeit, eine porenlose Oberfläche, Wasserdichtheit, Rutschfestigkeit und Resistenz gegenüber Chemikalien aus. PVC-Beläge können in unzähligen Gestaltungsmöglichkeiten hergestellt werden. Man unterscheidet in der Produktion das Kalanderverfahren, Pressverfahren und Streichverfahren. Dabei werden homogene Beläge und heterogene Beläge überwiegend im Kalanderverfahren hergestellt. Homogene Beläge bestehen aus einer oder mehreren Schichten gleichartiger Herkunft, Zusammensetzung, Farbton und Musterung. Heterogene Beläge bestehen aus unterschiedlichen Schichten verschiedener Herkunft und Zusammensetzung. Dabei werden zum Beispiel Design-Beläge in digitalen Druckverfahren als realistische Reproduktionen von Holzdekoren oder Naturstein in PVC nachgebildet und auf Trägermaterialien (zum Beispiel MDF-Platte) in Formaten wie Planken oder Platten hergestellt. Eine weitere Spezies sind CV-Beläge (Cushioned Vinyls), wobei im Streichverfahren PVC-Beläge auf Trägermaterialien mit dekorativen Hoch- und Tiefstrukturen entstehen, die zum Beispiel im Erscheinungsbild keramische Fliesen und Platten nachbilden. Man unterscheidet nach normativen Anforderungen: DIN EN 649 »Elastische Bodenbeläge – Homogene und heterogene Polyvinylchlorid-Bodenbeläge – Spezifikation«, DIN EN 650 »Elastische Bodenbeläge – Bodenbeläge aus Polyvinylchlorid mit einem Rücken aus Jute oder Polyestervlies oder auf Polyestervlies mit einem Rücken aus Polyvinylchlorid – Spezifikation«, DIN EN 651 »Elastische Bodenbeläge – Polyvinylchlorid-Bodenbeläge mit einer Schaumstoffschicht – Spezifikation«, DIN EN 652 »Elastische Bodenbeläge – Polyvinylchlorid-Bodenbeläge mit einem Rücken auf Korkbasis – Spezifikation«, DIN EN 653 »Elastische Bodenbeläge – Geschäumte Polyvinylchlorid-Bodenbeläge – Spezifikation« und DIN EN 13 413 »Elastische Bodenbeläge – Polyvinylchlorid-Bodenbeläge mit einem Rücken aus Fasermaterial – Spezifikationen«.