GEV – Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V.

Namhafte deutsche Hersteller von Bodenbelagsklebstoffen haben sich entschlossen, möglichst emissionsarme Verlegewerkstoffe zu entwickeln und im Markt zu fördern. Zur Schaffung einer verbindlichen Grundlage wurde im Februar 1997 die „Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe e.V.“ (GEV) gegründet mit dem Ziel, Verbrauchern, Handwerkern, Planern, Architekten und Händlern eine Orientierung über die im Markt erhältlichen emissionsarmen Systeme und Technologien zu geben, schufen sie mit dem „Emicode“ ein geschütztes, wettbewerbsneutrales Klassifizierungssystem für Verlegewerkstoffe. Die GEV fungiert als die zugehörige Lizenzierungs- und Kontrollinstanz.
Um den Forderungen des Marktes nach Prüfung weiterer Produktgattungen gerecht zu werden, wurde die GEV 2007 umbenannt in „Gemeinschaft Emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V.“
Heute ist die GEV eine international anerkannte Institution, die dank ihrer marktüberwachenden Funktion einen zentralen Beitrag für den Verbraucher-, Arbeits- und Umweltschutz leistet.

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Tickermeldungen

GEV: Hartmut Urbath neuer Vorsitzender

28.06.2019

Der Technische Beirat der Gemeinschaft emissionskontrollierter Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV) hat einen neuen Vorsitzenden.
Im April 2019 übernahm Hartmut Urbath von PCI die Führung.
Hartmut Urbath erwarb 1989 sein Diplom als Chemieingenieur an der Universität Essen und trat im selben Jahr als Gruppenleiter für Thomsit Klebstoffe in die Produktentwicklung bei Henkel ein. Nach Stationen u.a. als Gruppenleiter der Anwendungstechnik für Verlegewerkstoffe und Leiter für Anwendungstechnik International hat er nach der Übernahme von Thomsit durch PCI seit 2017 die Funktion als Leiter des Technical Sales Managements Europa Floor Laying Systems inne. Er ist seit 2010 Mitglied im Technischen Beirat sowie in der Technischen Kommission Bauklebstoffe (TKB). Er folgt damit auf den zu Jahresbeginn verstorbenen Jürgen Gehring. - © PCI

GEV lehnt Angabe einzelner Prüfwerte ab

17.04.2019

Geht es um Messdaten für Emissionen aus Bauprodukten, so fällt es schwer, angesichts voneinander abweichender Ergebnisse exakte Werte zu liefern. Präzisierte Angaben sind gemäß der Gemeinschaft emissionskontrollierter Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV) aus Düsseldorf insofern illusorisch und verfälschend. Aus diesem Grund lehnt die GEV für ihr Gütesiegel EMICODE die Angabe einzelner Prüfwerte ab und beschränkt sich für mehr Wahrhaftigkeit auf die Einteilung in mehrere Messklassen.

Damit Verbraucher und Architekten die Emissionen von Produkten sachgerecht beurteilen und vergleichen können, hat die GEV vor über 20 Jahren den EMICODE ins Leben gerufen. Hersteller können hiernach das Emissionsverhalten ihrer Baustoffe nach dem System EMICODE prüfen und ausloben lassen. Bei Emissionsmessungen weichen die Ergebnisse – selbst bei autorisierten Laboren – in einer Größenordnung von 20 bis 50 Prozent voneinander ab, was jedoch den aktuellen Stand der Technik widerspiegelt. Messdaten ohne Angabe von Fehlergrenzen oder sogar mit Angaben hinter dem Komma (z. B. 85,34 µg/m³) sind daher unseriös und gaukeln eine Genauigkeit vor, die es nicht gibt.

Die GEV hat deshalb zur Beurteilung des Emissionsverhaltens von Bauprodukten verschiedene Klassen eingeführt: EC1PLUS, EC1 sowie EC2. Deren Grenzwerte sind so festgelegt, dass sie die unvermeidliche Unsicherheit von Messergebnissen berücksichtigen und integrieren. Dadurch erlauben diese Klassen, sehr emissionsarme Produkte von weniger emissionsarmen Produkten sicher zu unterscheiden – trotz der Messungenauigkeit bei Einzelergebnissen. Weil die Deklaration von einzelnen Messwerten als Produkteigenschaft unsinnig und irreführend ist, untersagt die GEV ihren Mitgliedern durch die Zeichensatzung die Angabe einzelner Prüfwerte. Mitunter wünschen die Kunden der Hersteller Prüfzeugnisse oder genaue Daten über die Emission ihrer Produkte. In diesen Fällen empfiehlt die GEV stattdessen die Angabe der Werte der EMICODE-Einstufungsklasse, unter das ein Produkt fällt (z. B. ≤ 100 µg/m³ für die Auszeichnung mit dem EC1-Siegel).

Gründe für Schwankungen bei der Emissionsmessung
Die Schwankungen in den Emissionsmessungen erklären sich durch die verschiedenen Einzelschritte einer Emissionsprüfung. Von der Probennahme über die Analyse bis zur Interpretation summieren sich die Abweichungen und beeinflussen das Messergebnis. Über die vergangenen Jahre wurden die Produkte immer emissionsärmer, die Messergebnisse einzelner Stoffe nähern sich verstärkt der absoluten Nachweisgrenze der Analysentechnik an. Nur: Je kleiner der absolute Messwert ist, desto größer wird der darin enthaltene relative Messfehler.

Wenn mehrere Stoffe knapp über der Bestimmungsgrenze von 5 µg/m³ liegen, werden diese in die Gesamtemission (TVOC) eingerechnet. Fallen diese Werte dann während einer zweiten Messung unter die Bestimmungsgrenze, entfällt ihre Berücksichtigung sinnvollerweise. Kleine Messunterschiede innerhalb der typischen Schwankungsbreite können also zu großen Unterschieden in den Ergebnissen führen. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass auch die Lagerung und Alterung eines Produkts durchaus einen Einfluss auf sein Emissionsverhalten hat.

Eine präzise Angabe von entsprechenden Prüfwerten ist aus diesen Gründen nicht möglich – schon gar nicht mit Angaben bis hinter das Komma. Folglich lehnt es die GEV ab, ein Produkt mit der Angabe von Emissionswerten zu einzelnen Stoffen zu bewerben. Dies ist unseriös und täuscht den Verbraucher über die wahren Zusammenhänge.

GEV: Wohngesundheit boomt weiter

04.04.2019

Das Interesse an wohngesunden und emissionsarmen Bau- und Verlegewerkstoffen ist ungebrochen – dies gilt für Endverbraucher und Hersteller aus der Industrie gleichermaßen. Die Gemeinschaft emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV) vermeldete 1.151 Neuanmeldungen für ihr Gütesiegel EMICODE im Jahr 2018. Die Mitgliederzahl stieg auf 142 Unternehmen, beides Rekordwerte in der 21-jährigen Geschichte der GEV.

Die Qualität der Innenraumluft gewinnt zunehmend an Bedeutung. Sie hängt wesentlich von den Emissionen aus verarbeiteten Werkstoffen an Wand und Boden ab. Ziel der in Düsseldorf ansässigen GEV ist es seit ihrer Gründung im Jahr 1997 daher, Verbrauchern, Handwerkern und Architekten eine Orientierungshilfe zu geben. Der EMICODE zeichnet Produkte aus, die größtmögliche Sicherheit vor Raumluftbelastungen, maximalen Gesundheitsschutz sowie eine hohe Umweltverträglichkeit bieten.

Auch an Herstellern aus der Branche geht der wohngesunde Boom keineswegs vorbei. Die Relevanz der emissionsarmen Produkte zeigt sich in der Zahl der Neuanmeldungen für die EMICODE-Lizenz der GEV. Aktuell führt die GEV über 7.600 angemeldete Produkte, damit konnten diese seit 2011 mehr als verdoppelt werden (damals 3.442 Anmeldungen). Aus den elf Mitgliedern von 1997 sind inzwischen 142 geworden. Sie stammen dabei nicht nur aus allen europäischen Ländern, sondern finden sich sogar in Nordamerika (USA, Kanada) sowie in China. Ein Zeichen für die wachsende internationale Bedeutung des EMICODE weltweit.

EMICODE: Standard in vielen Produktbereichen
„In vielen Produktbereichen hat sich der EMICODE im Markt zum Standard entwickelt, vor allem durch eine solide Verbesserung der Qualitätsanforderungen“, sagt Stefan Neuberger. Der GEV-Vorsitzende sieht darin mit einen Grund dafür, weshalb der Markt zunehmend nach EMICODE-Produkten verlange, was das Wachstum und den Erfolg der Marke erklärt. „Effekthascherei war aber nie die Sache der GEV. So werden wir uns auch weiter darauf fokussieren, was für das Handwerk und den Verbraucher bei der Bewertung von Produkten in punkto Emissionen die beste Orientierung bietet“, versichert Stefan Neuberger.

Seit 1997 lizenziert die GEV umwelt- und gesundheitsverträgliche Baustoffe entsprechend den EMICODE-Regularien. Dabei werden die VOC-Emissionen der Produkte betrachtet und diese verschiedenen Emissionsklassen zugeordnet. Um ein Produkt für den EMICODE lizenzieren zu können, müssen Hersteller das jeweilige Material in den ersten acht Wochen nach dessen Produktion bei GEV-akkreditierten externen Laboren prüfen lassen. Hierbei werden die Kurz- sowie die Langzeitemissionen gemessen. Regelmäßige, unangemeldete Stichprobenkontrollen sichern langfristig Qualität und Glaubwürdigkeit.

Großer Ringversuch der GEV zur Emissionsprüfung

05.02.2019

Die Gemeinschaft emissionskontrollierte Verlegewerkstoffe, Klebstoffe und Bauprodukte e.V. (GEV), Düsseldorf, hat im Jahr 2017/2018 einen 3. Ringversuch durchgeführt, um weitere Labore zu ermitteln, die zuverlässig Emissionsmessungen gemäß der GEV-Prüfmethode liefern. Der Verband, dem der Großteil der deutschen Verlegewerkstoffindustrie angehört, rief dazu weltweit Labore auf, zwei...

GEV: "Emicode"-Siegel für weitere Produkt-Gruppen

21.09.2018

Die Produktpalette des Emicode, die bisher vor allem Verlegewerk- und Klebstoffe sowie Bauprodukte und Lacke umfasst, wird erneut erweitert. Für die Aufnahme der wasserbasierten Lacke und Imprägnierungen für elastische und mineralische Bodenbeläge sowie Parkettöle hat die GEV ihre Einstufungskriterien entsprechend angepasst. Bis zum 1. Juli 2021 dürfen diese Produkte noch einen Lösemittelanteil bis zu fünf Prozent aufweisen, um sich für das EC1-Siegel zu qualifizieren. Anteile bis acht Prozent entsprechen dem Kriterium für "EC 1" und "EC 2". Ab Juli 2021 werden die Einstufungskriterien strenger gesetzt und es sind dann jeweils Lösemittelanteile von maximal drei bzw. fünf Prozent für "EC 1 Plus" bzw. "EC 1" zulässig. Außer den Oberflächenbehandlungsmitteln stießen noch weitere Produkte zum "Emicode": Estrichzusatzmittel, Bindemittel für Reaktionsharzestriche, Mauermörtel, Schnellzemente, Haftbrücken, Fugenmörtel auf Dispersions- oder Reaktionsharzbasis sowie Dispersions- und Reaktionsharzabdichtungen unter Fliesen.

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