Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe ist der älteste und größte Bauverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 35.000 mittelständischen inhabergeführten Bauunternehmen, verschiedenster Sparten.
Als größter Branchenverband repräsentiert er das gesamte Spektrum des Baugewerbes: Vom klassischen Hochbau, Straßen- und Tiefbau bis zum Ausbau. Dazu gehören u. a. Fliesenleger, klassische Zimmerer, Holzbau, Brunnenbauer, Spezialtiefbauer, Estrichleger bis hin zum Schlüsselfertigbau sowie Firmen, die von der Projektabwicklung bis hin zum Facility Management alle Dienstleistungen anbieten sowie komplette ÖPP-Projekte abwickeln. Unter dem Dach des ZDB sind sowohl handwerklich geprägte, inhabergeführte kleinere Unternehmen sowie große Mittelständler versammelt.

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Fachartikel

Tickermeldungen

ZDB: Bauwirtschaft startet verhalten in das neue Jahr

25.03.2021

»Die Bauwirtschaft ist nicht so dynamisch ins Baujahr 2021 gestartet wie im Vorjahr. Im Januar hat der Umsatz im Wohnungsbau um 26 Prozent zum Vorjahr nachgegeben. Hier zeigt sich, dass wir im Dezember im Wohnungsbau wegen der auslaufenden Absenkung der Mehrwertsteuer einen deutlichen Vorzieheffekt gesehen haben. Viele Bauvorhaben wurden noch fertiggestellt und abgerechnet. Das Pendel schlägt jetzt zurück«, kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die heute vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen zur Baukonjunktur im Januar 2021.

»Die Order im Wohnungsbau zeigen allerdings langfristig eine weiter hohe Nachfrage, sodass sich hier die Bautätigkeit in den kommenden Monaten wieder intensivieren wird. Auch im Wirtschaftshochbau sehen wir zu Beginn des Jahres, mit einem Plus von knapp 3 Prozent, wieder etwas Belebung nach der verhaltenen Entwicklung im Vorjahr. Ob das angesichts der Einschnitte wegen der dritten Corona-Welle so bleibt, werden erst die kommenden Monate zeigen«, so Pakleppa.

»Die öffentlichen Auftraggeber haben im Januar mit einem Ordervolumen von ca. 1,8 Mrd. Euro das verhältnismäßig hohe Vorjahresniveau um gut 8 Prozent verfehlt. Hier brauchen wir in den nächsten Wochen und Monaten deutlich mehr Engagement und ein anhaltend hohes Niveau an Investitionen. Nur so lösen wir den Investitionsstau auf und stützen gleichzeitig die Konjunktur. Die Kommunen werden aber dazu auch in diesem Jahr zusätzliche Mittel brauchen. Sonst besteht die Gefahr, dass ihre Mindereinnahmen wegen der Corona-Pandemie zu Lasten der Investitionsbudgets gehen«, sagt Pakleppa abschließend.

Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreichte nach den Daten des Statistischen Bundesamtes im Januar in den Betrieben mit 20 und mehr Beschäftigten insgesamt ca. 4,2 Mrd. Euro und damit ein Minus von ca. 14 Prozent. Das Ordervolumen lag insgesamt bei knapp 6,4 Mrd. Euro und damit etwa auf dem hohen Vorjahresniveau (-1,2 Prozent). Das Volumen im Vorjahr war noch nicht durch die Corona-Pandemie gezeichnet.

ZDB: Baukonjunktur - Deutlicher Auftragsrückgang im Wirtschaftsbau

25.09.2020

»Die neuesten Daten zur Entwicklung des Auftragseingangs am Bau sind alles andere als erfreulich. Insbesondere die Nachfrage im Wirtschaftsbau bleibt leider sehr verhalten. Wir sehen im Wirtschaftsbau den fünften Monat in Folge deutliche Auftragsrückgänge (-10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr). Während es in den letzten Monaten besonders den Wirtschaftshochbau getroffen hat, halten sich nun auch die Auftraggeber im Wirtschaftstiefbau erkennbar mit Ordern zurück. Insgesamt liegen die Order im Wirtschaftsbau um gut 1 Mrd. Euro unter dem Vorjahresniveau (-5,3 Prozent).« Mit diesen Worten kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), die heute vorgelegten Daten des Statistischen Bundesamtes, die sich auf Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten beziehen, zur Konjunkturentwicklung im Bauhauptgewerbe zum Juli 2020.

Demnach stiegen die Auftragseingänge auch in den anderen Bausparten lediglich verhalten an, im Wohnungsbau um +2,0 Prozent und im Öffentlichen Bau um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. »Dank guter Witterung, hoher Auftragsbestände zum Jahresbeginn und ununterbrochener Bautätigkeit sind wir bisher vergleichsweise gut durch die Corona-Krise gekommen. Es zeigt sich aber, dass auch die Bauwirtschaft nicht unberührt von den Umsatzeinbußen bei Industrie und Dienstleistungen bleibt. Der Auftragsrückgang wird sich in den nächsten Monaten auch in der Umsatzentwicklung niederschlagen«, erklärt Pakleppa.

Nach den Daten des Statistischen Bundesamtes konnten die Bauunternehmen im Juli das Umsatzniveau aus dem Vorjahr etwa halten. Während der Umsatz im Wohnungsbau dabei um gut 5 Prozent stieg, fiel er im Wirtschaftsbau um rund 3 Prozent und im öffentlichen Bau um 1,6 Prozent. Dank der steigenden Umsätze im ersten Quartal liegt der Umsatz im Bauhauptgewerbe insgesamt per Juli noch bei gut +6 Prozent.

Im Baugewerbe brachen im Mai die Auftragseingänge ein

24.07.2020

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, sagt zu den heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamtes folgendes: »Die Entwicklung der Auftragseingänge im Mai bestätigt die Einschätzung der Unternehmen. Der Rückgang der Order fällt mit 10,6 Prozent sehr deutlich aus, und ist im Wirtschaftsbau mit minus 22 Prozent erwartungsgemäß besonders ausgeprägt. Bereits in den beiden Vormonaten waren die neuen Aufträge rückläufig. Dieses wird die Bautätigkeit in den kommenden Monaten bremsen. Derzeit arbeiten die Unternehmen immer noch die hohen Auftragsbestände vom Jahresbeginn ab.«

Danach haben die Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Mai 2020 einen Umsatz von gut 8 Mrd. Euro erwirtschaftet, was in etwa dem Vorjahresniveau entspricht (- 0,5 Prozent). Der Umsatz betrug in den ersten fünf Monaten des Jahres kumulativ ca. 40 Mrd. Euro (+ 7,1 Prozent). »Insbesondere der Rückgang der Order im Wirtschaftshochbau im Mai um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zeigt die Investitionszurückhaltung der Unternehmen aus der Industrie als auch aus dem Dienstleistungsbereich infolge der Corona-Pandemie sehr deutlich. Sowohl die exportorientierte deutsche Industrie als auch Handel und Gastronomie haben mit erheblichen Umsatzeinbußen zu kämpfen. Dieses drückt auf die Investitionsbereitschaft.Auch im Wohnungsbau verzeichnen wir im Mai mit minus 4,6 Prozent, nach fast minus 13 Prozent im April, deutlich weniger Auftragseingänge als im Vorjahr«, erklärt Pakleppa weiter.

Wiedereinführung der Meisterpflicht

09.09.2019

Die Fraktionen der großen Koalition haben sich darauf geeinigt, in zwölf Handwerksberufen die Meisterpflicht wieder einzuführen. Die Neuregelung soll den Angaben zufolge für folgende Gewerke gelten: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer. Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, sollen einen Bestandsschutz erhalten und ihr Handwerk auch weiterhin selbständig ausüben dürfen.

Entscheidend für die Einführung der Meisterpflicht sei, ob es sich um gefahrgeneigte Handwerke handele, deren unsachgemäße Ausübung eine Gefahr für Leben und Gesundheit bedeute. Außerdem sollten solche Handwerke berücksichtigt werden, die vom Kulturgüterschutz erfasst werden oder als immaterielles Kulturgut anzusehen sind.

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, sagte: »Wir sind sehr erfreut darüber, dass das Bundeswirtschaftsministerium nach gründlicher Prüfung der verfassungs- und europapolitischen Aspekte auch und gerade in den Bauberufen die Notwendigkeit anerkannt hat, diese in die Anlage A zurückzuführen. Gerade im Baubereich komme es auf die Verlässlichkeit der ausführenden Unternehmen im Hinblick auf Sicherheit und Verbraucherschutz an. Das war bei den meisterfreien Gewerken in großen Teil nicht mehr der Fall.
Wir erwarten nun eine schnelle Umsetzung des Gesetzentwurfes, so dass die Wiedereinführung der Meisterpflicht zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann«.

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