Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V.

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe ist der älteste und größte Bauverband in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 35.000 mittelständischen inhabergeführten Bauunternehmen, verschiedenster Sparten.
Als größter Branchenverband repräsentiert er das gesamte Spektrum des Baugewerbes: Vom klassischen Hochbau, Straßen- und Tiefbau bis zum Ausbau. Dazu gehören u. a. Fliesenleger, klassische Zimmerer, Holzbau, Brunnenbauer, Spezialtiefbauer, Estrichleger bis hin zum Schlüsselfertigbau sowie Firmen, die von der Projektabwicklung bis hin zum Facility Management alle Dienstleistungen anbieten sowie komplette ÖPP-Projekte abwickeln. Unter dem Dach des ZDB sind sowohl handwerklich geprägte, inhabergeführte kleinere Unternehmen sowie große Mittelständler versammelt.

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Fachartikel

Tickermeldungen

Wiedereinführung der Meisterpflicht

09.09.2019

Die Fraktionen der großen Koalition haben sich darauf geeinigt, in zwölf Handwerksberufen die Meisterpflicht wieder einzuführen. Die Neuregelung soll den Angaben zufolge für folgende Gewerke gelten: Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rollladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer. Bestehende Betriebe, die derzeit nicht der Meisterpflicht unterliegen, sollen einen Bestandsschutz erhalten und ihr Handwerk auch weiterhin selbständig ausüben dürfen.

Entscheidend für die Einführung der Meisterpflicht sei, ob es sich um gefahrgeneigte Handwerke handele, deren unsachgemäße Ausübung eine Gefahr für Leben und Gesundheit bedeute. Außerdem sollten solche Handwerke berücksichtigt werden, die vom Kulturgüterschutz erfasst werden oder als immaterielles Kulturgut anzusehen sind.

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), Felix Pakleppa, sagte: »Wir sind sehr erfreut darüber, dass das Bundeswirtschaftsministerium nach gründlicher Prüfung der verfassungs- und europapolitischen Aspekte auch und gerade in den Bauberufen die Notwendigkeit anerkannt hat, diese in die Anlage A zurückzuführen. Gerade im Baubereich komme es auf die Verlässlichkeit der ausführenden Unternehmen im Hinblick auf Sicherheit und Verbraucherschutz an. Das war bei den meisterfreien Gewerken in großen Teil nicht mehr der Fall.
Wir erwarten nun eine schnelle Umsetzung des Gesetzentwurfes, so dass die Wiedereinführung der Meisterpflicht zum 1. Januar 2020 in Kraft treten kann«.

Baufertigstellungen 2018 nur leicht über Vorjahresniveau

29.05.2019

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) teilt mit, dass im Jahr 2018 nach Meldung des Statistischen Bundesamtes insgesamt 285.900 Wohnungen fertiggestellt wurden. Das waren etwa 1100 mehr als im Vorjahr, was einem leichten Plus von 0,4 Prozent entspricht. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen im Mehrfamilienhäusern stieg erwartungsgemäß deutlich, um ca. 11.200 an (+9,2 Prozent). Der Großteil von etwa 10.400 Wohnungen geht in die Vermietung.

Demgegenüber gab es bei Umbaumaßnahmen mit und Wohnheimen deutliche Rückgänge. In beiden Segmenten hatte sich bereits bei den Baugenehmigungen in den letzten beiden Jahren ein deutlicher Rückgang gegenüber 2016 abgezeichnet, der vor allem auf nachlassenden Druck bei der Unterbringung von Flüchtlingen zurückzuführen war. Auch die Baufertigstellungen im Bereich der Einfamilienhäuser erreichten mit 83.200 in 2018 nicht das Niveau des Vorjahres, sondern gingen um 3240 Wohnungen (-3,7 Prozent) zurück.

ZDB: Positive Entwicklung bei Umsatz und Arbeitsstunden

24.05.2019

Laut aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zur Konjunktur im Bauhauptgewerbe zum März 2019 haben die Unternehmen die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich erhöht, nämlich um gut 12 Prozent. Mit mehr als 20 Beschäftigten konnten die Unternehmen den Umsatz im ersten Quartal nominal um 17,8 Prozent (real ca. 11 Prozent) gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Die Preisentwicklung lag bei 6 Prozent, welche hauptsächlich durch erhöhte Kosten zu Stande kam. So haben die Preise für wichtige Baustoffe wie Beton und Zement bis April um 4,5 Prozent, für Dieselkraftstoffe um 5,5 Prozent und Bitumen um über 20 Prozent zugenommen.

„Wir bewerten das erste Quartal nicht über, haben aber bereits eine hohe Schlagzahl erreicht. Die Bauunternehmen sind mit hohem Einsatz an der Auftragsabwicklung in allen Bausparten unterwegs. Die Bauwirtschaft ist in Deutschland der Wachstumstreiber schlechthin. Das zeigt auch ein Blick auf die reale Steigerung der Bauinvestitionen im ersten Quartal 2019 um über 5 Prozent. Optimistisch stimmt uns die weiter die gute Auftragslage. Der Orderzugang lag im ersten Quartal bei gut 14 Prozent. Angesichts einer Kapazitätsauslastung, die im März schon bei über 70 Prozent lag, zeigen unsere Umfragen bei den Mitgliedsunternehmen eine hohe Investitionsbereitschaft“, so Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe.

Baugewerbe: Zahl der Azubis weiter auf hohem Niveau

07.05.2019

Mit Stand zum 31. März 2019 wurden 36.481 Ausbildungsverhältnisse im deutschen Baugewerbe registriert, was einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht. In den alten Bundesländern erhöhte sich die Zahl der Auszubildenden in allen vier Lehrjahren von 29.904 auf 31.217 (+ 4,2 Prozent), in den neuen Bundesländern erhöhte sich die Zahl von 4.705 auf 5.264 (+ 11,9 Prozent).
Die Zahl der Lehrlinge im ersten Lehrjahr erhöhte sich überproportional um 6,1 Prozent auf 11.228 in den alten und um 10,7 Prozent auf 2.289 Lehrlinge in den neuen Bundesländern. Auch die Zahl der Ausbildungsbetriebe ist um 1,4 Prozent auf 14.654 gewachsen.
„Die aktuell vorliegenden Zahlen zu den Ausbildungsverhältnissen im Bauhauptgewerbe belegen eindrucksvoll, dass das Baugewerbe auch bei Jugendlichen zu einem wichtigen Arbeitgeber geworden ist“, kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB).

Hohe Drehzahl auf Deutschlands Baustellen im Frühjahr 2019

25.04.2019

Nach den aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes für das Bauhauptgewerbe zum Februar 2019 haben die Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten die geleisteten Stunden gegenüber dem Vorjahresmonat, bei gleicher Anzahl von Werktagen wie im Vorjahr, um 25 Prozent erhöht. Die Branche konnte weitere Beschäftigte einstellen. Gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres stieg die Zahl der Beschäftigten bereits wieder um gut 10.000.

„Die Unternehmen haben die milde Witterung gut nutzen können, um Aufträge abzuarbeiten. Sie haben dazu weiter Personal eingestellt. Das zeigt, die Unternehmen sehen die Auftragslage auch weiterhin als nachhaltig an. Insbesondere die Auftraggeber im Wohnungsbau und dem öffentlichen Bau zeigen sich in Investitionslaune,“ erklärte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe. „So haben die Aufträge der öffentlichen Hand gegenüber Februar 2018 um gut 22 Prozent und die im Wohnungsbau um 6,5 Prozent zugelegt. Einzig der Wirtschaftsbau – und hier insbesondere der Tiefbau zeigte Bremsspuren (-2 Prozent). Ob dies eine Korrekturbewegung zu den deutlich positiv ausgefallenen Januardaten ist oder ob sich hier eine reservierte Investitionsneigung aus der Wirtschaft abzeichnet, werden die nächsten Monate zeigen. Die Baugenehmigungen bei Fabrik- und Werkstattgebäuden zeigen im Februar einen Dämpfer. Auch die beantragten Genehmigungen für Handel- und Logistikflächen blieben verhalten.“

Nach den Wintermonaten Januar und Februar haben die Unternehmen den Umsatz gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um fast 13 Prozent erhöht. Dabei hat die Preisentwicklung für Bauleistungen an Wohn- und Bürogebäuden bei knapp 5 Prozent gelegen, im Straßenbau bei über 7 Prozent. Den Unternehmen gelingt es angesichts der nachhaltigen Auftragslage besser, Kosten für Löhne und Material einzupreisen. So lagen beispielsweise die Preise für Bitumen im ersten Quartal 2019 um gut 11 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert. Zudem sind die Preissteigerungen auf deutlich erhöhte Mindestlöhne (+4 Prozent) und Facharbeiterlöhne (+6 Prozent) zurückzuführen.

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