Branchen-News

25.05.2021 | Verband

ZDB: Umsätze im ersten Quartal 2021 deutlich unter Vorjahr

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) teilt mit, dass der Wintereinbruch und die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes die Baukonjunktur merklich eingebremst hat. Auch im März hätten die Umsätze im Wirtschaftsbau mit rund 3,1 Mrd. Euro (–5 Prozent) und öffentlichen Bau mit ca. 2,3 Mrd. Euro (–2,0 Prozent) nicht das...

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) teilt mit, dass der Wintereinbruch und die planmäßige Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes die Baukonjunktur merklich eingebremst hat. Auch im März hätten die Umsätze im Wirtschaftsbau mit rund 3,1 Mrd. Euro (–5 Prozent) und öffentlichen Bau mit ca. 2,3 Mrd. Euro (–2,0 Prozent) nicht das Vorjahresniveau erreicht. Im Wohnungsbau konnte mit ca. 2 Mrd. Euro ein schmales Plus von 0,7 Prozent verzeichnet werden. Demnach liegen die Umsätze der Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im ersten Quartal 2021 bei 16,4 Mrd. Euro und damit um ca. 9,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau.
»Mit Blick auf die kommenden Monate machen uns die Probleme in der Lieferkette mit Baumaterial große Sorgen. Bei Kunststoffen und Holz bleiben vielfach Lieferungen aus, bei Stahl und Metallen gibt es deutliche Preiserhöhungen. So zeigt sich bei Holz jetzt eine Steigerung zum Vorjahreswert von 35,7 Prozent und gegenüber Dezember 2020 von immerhin 27,2 Prozent. Bei Styrolen sind es zum Vorjahr 23,3 Prozent und zum Dezember 32,9 Prozent mehr. Die Engpässe haben das Potenzial, die Baustellen im Sommer zum Erliegen zu bringen. Unsere Unternehmen befürchten Baustellenstopps und Kurzarbeit«, betont Felix Pakleppa, ZDB-Hauptgeschäftsführer.

21.05.2021 | Verband

VdL: Vorstand und Präsidium bestätigt

Die Mitglieder des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) haben bei ihrer digitalen Jahresversammlung am 19. Mai 2021 Vorstand und Präsidium des Verbandes mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.
Der Vorstand des rund 200 Mitglieder zählenden Verbandes setzt sich damit weiterhin zusammen aus Präsident Peter Jansen, P.A. Jansen GmbH u. Co. KG, dem Vizepräsidenten Dr. Rainer Frei, Emil Frei GmbH & Co. KG,...

Die Mitglieder des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) haben bei ihrer digitalen Jahresversammlung am 19. Mai 2021 Vorstand und Präsidium des Verbandes mit großer Mehrheit im Amt bestätigt.
Der Vorstand des rund 200 Mitglieder zählenden Verbandes setzt sich damit weiterhin zusammen aus Präsident Peter Jansen, P.A. Jansen GmbH u. Co. KG, dem Vizepräsidenten Dr. Rainer Frei, Emil Frei GmbH & Co. KG, der zusätzlich auch als Schatzmeister fungiert, sowie Robert Fitzka, Sun Chemical Group GmbH. Die Amtszeit aller Vorstandsmitglieder beläuft sich auf drei Jahre.
Jansen betonte in seiner Ansprache, dass sich die Farbenbranche in der corona-Pandemie gut auf die Situation eingestellt habe. Die Entwicklung neuer Produkte mit antiviralen Eigenschaften, neue Wege in Information und Kommunikation, und Spenden von Desinfektionsmitteln und Masken hätten bestätigt, »dass wir in einer für die Gesellschaft innovativen und kreativen Branche arbeiten.«
Trotz allem stehe die Lack- und Druckfarbenbranche vor erheblichen Belastungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Krise seien noch gar nicht absehbar. Die Branche leide aktuell unter anhaltend hohen Rohstoffkosten, Corona, gestörte Lieferketten, der Brexit, Force Majeure bei Rohstoffherstellern, schlechte Ernten und Frostschäden in den USA bilden eine Verkettung negativer Einflüsse und führen zu einer extrem eingeschränkten Verfügbarkeit von Rohstoffen.
Eine weitere zentrale Herausforderung sei der Green Deal der EU-Kommission, da dieser eine ganze Reihe geplanter Maßnahmen, die zum Teil gar nicht auf das Erreichen der Klimaziele abzielten, die Industrie unter Druck setze. Hier insbesondere die neue Chemikalienstrategie zur Nachhaltigkeit.

21.05.2021 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik

Anker: Dirk Boll wird neuer Geschäftsführer

Ab dem 1. Juli 2021 wird Dirk Boll neuer Geschäftsführer im Bereich Marketing und Vertrieb beim Webteppichboden-Spezialisten Anker mit Sitz im rheinischen Düren. Er wird die Geschäfte gemeinsam mit Erwin Landherr führen.
Boll stammt aus Krefeld und verfügt über langjährige Erfahrungen sowohl in der Teppich- als auch in der Einrichtungsbranche. Er war in leitender Position für das Mittel- und Osteuropa-Geschäft des weltweit agierenden Teppichfliesenherstellers Interface im Bereich Marketing und Vertrieb verantwortlich. Seit einigen Jahren betreibt er ein eigenes Beratungs- und Planungsbüro, das sich auf den Bereich der gewerblichen Objekteinrichtung spezialisiert hat.
Werner Heer zieht sich Ende Juni aus der Geschäftsführung zurück, bleibt aber dem Unternehmen erhalten, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. - © Anker

19.05.2021 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik

Heitmann ist neuer Uzin-Fachberater im Team Nord

Seit 1. April 2021 unterstützt Nico Heitmann die Marke »Uzin« und verstärkt seitdem als Fachberater das Team im Gebiet Nord.
Zu seinen Aufgaben gehören der Ausbau und die Erweiterung des bisherigen Verkaufsgebietes sowie die Gewinnung von Neukunden und die Betreuung der bisherigen Kunden. Des Weiteren wird er eng mit den ansässigen Großhändlern im Gebiet Nord zusammenarbeiten und diesen beratend zur Seite stehen.
Heitmann kann auf über zehn Jahre Erfahrung in diesem Bereich zurückblicken. Nach seiner Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann stieg er 2010 als Verkaufsberater bei der Firma Sonepar ein und unterstützte zuletzt seit 2014 den Verkauf mit Schwerpunkt Großkunden bei Würth. - © Uzin

18.05.2021 | Verlegewerkstoffe / Estrich / Technik

Uzin Utz Group und Jordan: Gemeinsam für Klima- und Ressourcenschutz

Mit einer Baumpatenschaft für 3333 Bäume unterstreicht die Uzin Utz Group, Komplettanbieter für Bodensysteme, die eigene Nachhaltigkeitsstrategie und unterstützt die W. & L. Jordan GmbH, führender Markenanbieter für Bodenbeläge Mitteleuropas, in ihrem zukunftsweisenden Projekt der Jordan-Baumpatenschaft.
»Klima- und Ressourcenschutz sind die großen Herausforderungen unserer Zeit – auch und gerade für Unternehmen. Wir...

Mit einer Baumpatenschaft für 3333 Bäume unterstreicht die Uzin Utz Group, Komplettanbieter für Bodensysteme, die eigene Nachhaltigkeitsstrategie und unterstützt die W. & L. Jordan GmbH, führender Markenanbieter für Bodenbeläge Mitteleuropas, in ihrem zukunftsweisenden Projekt der Jordan-Baumpatenschaft.
»Klima- und Ressourcenschutz sind die großen Herausforderungen unserer Zeit – auch und gerade für Unternehmen. Wir müssen diesem Thema hohe Aufmerksamkeit widmen und ihm mit konsequentem Umdenken begegnen«, so Vorstandsmitglied Philipp Utz, der gemeinsam mit seinem Bruder Julian Utz das Thema Nachhaltigkeit klar in der Unternehmensstrategie des Bauchemieherstellers verankert hat. Bis zum Jahr 2025 wollen beide die klimaschädlichen Emissionen im Unternehmen um 25 Prozent reduzieren.

»Aktion Baumpate« der W. & L. Jordan GmbH
»Damit künftige Generationen noch eine intakte Welt vorfinden, müssen wir bereits heute mit den natürlichen Ressourcen schonend und verantwortungsvoll umgehen«, erklärt auch Jörg L. Jordan, Geschäftsführer der W. & L. Jordan GmbH. »Als Unternehmen haben wir dabei eine besondere Verantwortung. Seit über 100 Jahren sind wir mit dem Rohstoff Holz eng verbunden. In den vergangenen Jahren haben Stürme, Trockenheit und hartnäckiger Einfall des Borkenkäfers die Waldbestände in Nordhessen stark geschädigt, deshalb haben wir anlässlich unseres 100-jährigen Jubiläums das Aufforstungsprojekt ›Baumpate‹ ins Leben gerufen.«
Uzin setzt hier zusammen mit der Jordan-Stiftung ein starkes Zeichen mit dem Ziel, einen vitalen Mischwald zu pflanzen, der gegenüber Umwelteinflüssen widerstandsfähiger und robuster ist als eine Monokultur. Jede Spende wird von Jordan verdoppelt. Mit den Spenden werden die Kosten für die Pflanzung und Pflege der Setzlinge übernommen. Bisher sind bereits über 70 000 Bäume von Privatpersonen, Vereinen, Unternehmen und Institutionen gespendet worden, die von Jordan auf insgesamt über 140 000 Pflanzen erhöht wurden.

12.05.2021 | Themen

DGNB: Mut zur Ambition - Für ein Klimaschutzgesetz mit echter Wirkung

Auf Anfrage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Stellung zum Gesetzentwurf zur Änderung des Klimaschutzgesetzes bezogen. Darin plädiert sie dafür, ambitioniertere Ziele im Kampf gegen den Klimawandel festzulegen. Ende April hatte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Bundesregierung zu einer Verschärfung des Klimaschutzgesetzes verpflichtet. Nachstehend lesen Sie die ungekürzte Stellungnahme...

Auf Anfrage des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) hat die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) Stellung zum Gesetzentwurf zur Änderung des Klimaschutzgesetzes bezogen. Darin plädiert sie dafür, ambitioniertere Ziele im Kampf gegen den Klimawandel festzulegen. Ende April hatte ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts die Bundesregierung zu einer Verschärfung des Klimaschutzgesetzes verpflichtet. Nachstehend lesen Sie die ungekürzte Stellungnahme der DGNB.

Liebe Frau Bundesumweltministerin, liebe Bundesregierung,

wir wurden von Ihnen aufgefordert, eine kommentierende Stellungnahme zum geänderten Entwurf des Klimaschutzgesetzes abzugeben. Hierfür möchten wir uns bei Ihnen bedanken.

Unsere wichtigste Botschaft an Sie möchten wir gleich vorweg stellen: Seien Sie mutig und ambitioniert! Vertrauen Sie darauf, dass unsere Gesellschaft bereit dazu ist, auch tiefergehende Einschnitte mitzutragen, um den notwendigen Beitrag zum Klimaschutz zu ermöglichen. Begreifen Sie das Urteil des Bundesverfassungsgerichts als Chance, Grundlegendes zu verändern und auf den Weg zu bringen. Denn je länger wir warten, umso unwirtschaftlicher und schmerzhafter wird es. Nutzen Sie die Steuerungsmöglichkeiten des Klimaschutzgesetzes und schaffen Sie Tatsachen – ohne Angst vor parteipolitischen Auswirkungen und mit Weitblick über Legislaturperioden hinaus! Und auch wenn Ihnen manche Wirtschaftslobbys anderes vermitteln wollen: Wir können das!

Dies ist keine Floskel, sondern genau das, was wir als Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) seit vielen Jahren erleben. Der Markt ist bereit. Das Know-how ist vorhanden. Auch wenn die Klimaziele für den Gebäudesektor verfehlt wurden: Es gibt zahlreiche Beispiele von klimapositiven Gebäuden, die heute zeigen, wie es funktionieren kann. Von denen man lernen kann. Ein Potenzial, das der Sektor anderen vielleicht sogar voraushat. Das aber auch genutzt werden muss – motivierend gestärkt durch ein dazu passendes Klimaschutzgesetz.

Und gehen Sie noch weiter, wenn Sie an den Baubereich denken. Bleiben Sie nicht beim Heizen, Kühlen und Beleuchten gedanklich stehen, sondern setzen Sie klare, verlässliche und ambitionierte Vorgaben für Baustoffe als Teil des Industriesektors. Damit die Unternehmen, die heute schon Klimaschutz Realität werden lassen, keine Wettbewerbsnachteile mehr haben, sondern für ihre Vorbildfunktion belohnt werden.

Deutschland hatte einmal diese Vorbildrolle in Sachen Klimaschutz. Heute werden wir als DGNB regelmäßig gefragt, was wir von den skandinavischen Ländern oder den Niederlanden lernen können. Es ist doch sicher auch in Ihrem Interesse, dass wir dieses Bild korrigieren. Pochen Sie bitte nicht darauf, dass der Bund hier eine Vorbildfunktion einnimmt. Denn das ist leider nicht der Fall. Klimapositive Bundesgebäude muss man aktuell mit der Lupe suchen. Für eine Industrienation wie Deutschland kein gutes Zeichen. Schauen Sie bitte auf die Bauschaffenden, die heute schon zeigen, was möglich ist, und lernen Sie von deren Gestaltungswillen.

Also seien Sie ehrlich zu sich selbst: Die im neuen Gesetzesentwurf angepassten Ziele sind bei weitem nicht genug. So sehr es zu begrüßen ist, dass Sie das 2050-Ziel nach vorne verschoben haben, so gering ist seine Wirkung, weil es immer noch viel zu kurz springt. Als noch problematischer sehen wir das angepasste 2030-Ziel an. Dies hat nicht im Ansatz die Steuerungswirkung, die wir bräuchten. Daher nochmal: Seien Sie mutig und ambitioniert! Geben Sie bis 2030 eine Halbierung der Emissionen gegenüber dem heutigen Niveau als Zielwert vor, damit Handlungsmöglichkeiten für die künftigen Generationen erhalten bleiben.

Das Wichtigste ist, dass Sie langfristig möglichst verlässliche Vorgaben machen, an denen sich die Marktteilnehmer orientieren können. Diese Planungssicherheit ist viel bedeutsamer als einige Prozentpunkte nach oben oder unten. Denn Geschäftsprozesse und -modelle lassen sich dann anpassen, wenn klar ist, worauf man sich einlässt und was langfristig die festen regulatorischen Rahmenbedingungen sind. Ein Entlanghangeln von einem Sofortprogramm zum nächsten und ein wiederholtes Korrigieren der Ziele sorgt nur für Unsicherheit, Investitionshemmnis und Innovationsstau. Also genau das, was wir im Sinne des Klimaschutzes und der Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland am wenigsten brauchen.

Amandus Samsøe Sattler, DGNB-Präsident | Dr. Christine Lemaitre, Geschäftsführender Vorstand DGNB | Johannes Kreißig, Geschäftsführender Vorstand DGNB

10.05.2021 | Wand / Fassade

A.S. Création: 20 Jahre Tapetenstiftung

Vor zwei Jahrzehnten hat Jürgen Schneider die gemeinnützige Stiftung gegründet, die branchenübergreifend das Image der Tapete beleben und zudem Kindern in schwierigen Verhältnissen helfen sollte. Seither konnten mehr als drei Millionen Euro dafür freigegeben werden. In dieser Zeit entwickelte und förderte die Stiftung eine Reihe von...

Vor zwei Jahrzehnten hat Jürgen Schneider die gemeinnützige Stiftung gegründet, die branchenübergreifend das Image der Tapete beleben und zudem Kindern in schwierigen Verhältnissen helfen sollte. Seither konnten mehr als drei Millionen Euro dafür freigegeben werden. In dieser Zeit entwickelte und förderte die Stiftung eine Reihe von Projekten rund um das Thema Tapete.
In Zusammenarbeit mit dem Rat für Formgebung gab es zum Beispiel jährliche Wettbewerbe für den Designernachwuchs. »new walls, please!« ist immer noch ein Begriff und hat vielleicht mit dazu beigetragen, dass heutige Innenarchitekten die Tapete ganz selbstverständlich als zentrales Gestaltungselement einsetzen. Die schimmernden Ledertapeten aus der Barockzeit für das Goldlederkabinett im Deutschen Tapetenmuseum in Kassel wurden unter anderem mit Mitteln der Tapetenstiftung angekauft. Zeitgenössische Künstler entdeckten die Tapete – Jürgen Partenheimer kreierte und stellte im Mies van der Rohe Museum im Haus Lemke Berlin aus. 
Rund 7.000 Berufsschüler konnten zudem von den beliebten Tapetenschulungen profitieren. Um die Berufsschulen für den Malernachwuchs noch besser zu unterstützen, stellte die Stiftung insgesamt 100.000 Lehrbücher zur Verfügung. Benachteiligte Kinder und Jugendliche förderte die Stiftung zum Beispiel mit dem Konzept „Maschenka“ in Russland. In dem Waisenhaus können Kinder in geschütztem Raum leben, die jugendlichen Mädchen leben in betreuten Wohngemeinschaften weiter bis zum Ende der Ausbildung. In Rumänien sorgten Malteser mit einem Pflegeeltern-Konzept für ein neues Zuhause allein gelassener Kinder. Und im polnischen Ferienkamp erarbeitet die Theaterpädagogin Elzbieta Bednarska jeden Sommer mit verhaltensauffälligen Mädchen eine Theateraufführung, die öffentlich aufgeführt wird und den Mädchen eine ungekannte Anerkennung verschafft.
Unter mehreren Projekten in Deutschland ist die Initiative »Kein Kind ohne Schulranzen« der Kölner »Tatort«-Kommissare eine der bekanntesten. Für all diese Engagements setzte die Stiftung allein seit 2009 insgesamt 600.000 Euro ein. Die Einnahmen der Stiftung setzen sich zusammen aus den Dividenden der mittlerweile 170.000 A.S. Création-Aktien und aus den großzügigen Spenden zahlreicher Förderer.
Weitere Informationen sind auf der neu gestalteten Website www.tapetenstiftung.de zu entnehmen.

10.05.2021 | Boden / Zubehör

IVC Group: Frederic Steen folgt auf Ivo Schintz

Im Zuge der Unternehmensstrategie, das Commercial-Business international auszubauen, wird die Position des President IVC Commercial Flooring International neu besetzt: Frederic Steen folgt auf Ivo Schintz, der seit 2019 die Commercial-Aktivitäten verantwortet und, wie es in einer Mitteilung heißt, zum Bedauern von IVC Mitte Mai aus persönlichen Gründen aus dem Unternehmen ausscheiden wird. Steen verfügt bereits über langjährige internationale Branchenerfahrung im Mutterkonzern Mohawk und war dort unter anderem für die Märkte in Australien, Neuseeland und Skandinavien zuständig. - © IVC Group

05.05.2021 | Verband

Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz: Rohstoffpreise und Versorgungsengpässe sind existenzbedrohend

Einer Umfrage unter den Mitgliedern der drei Verbände des Kompetenz-Zentrums Textil + Sonnenschutz (Heimtex, ViS, Matratzenverband) zufolge sind praktisch sämtliche Unternehmen von der stockenden Rohstoffversorgung und den damit verbundenen Preissteigerungen betroffen. Insbesondere Preise für PU-Schaum, Stoffe, Vliese, Federkerne oder Verpackungsmaterialien aus Papier und Pappe sowie Kunststoff steigen seit Ende letzten Jahres...

Einer Umfrage unter den Mitgliedern der drei Verbände des Kompetenz-Zentrums Textil + Sonnenschutz (Heimtex, ViS, Matratzenverband) zufolge sind praktisch sämtliche Unternehmen von der stockenden Rohstoffversorgung und den damit verbundenen Preissteigerungen betroffen. Insbesondere Preise für PU-Schaum, Stoffe, Vliese, Federkerne oder Verpackungsmaterialien aus Papier und Pappe sowie Kunststoff steigen seit Ende letzten Jahres kontinuierlich. Ferner wurden Holz, Aluprofile, Latexkerne sowie Garne und Farbstoffe/Textilhilfsmittel als weitere Preistreiber genannt.

Containerfrachtkosten haben sich vervielfacht
Allein im April kam es nach Angaben von Martin Auerbach, Geschäftsführer der drei Verbände, zu Preissprüngen im zweistelligen Prozentbereich, die auf die bisherigen Steigerungen noch oben drauf zu rechnen seien. Transporte für Vorprodukte aus Übersee haben sich laut der Umfrage sogar um ein Fünffaches gegenüber dem Vorjahr erhöht.

Preiskalkulationen implodieren, die Industrie legt drauf
Bereits im Jahr 2020 hätten die Preiskalkulationen der Mitglieder, die nach den Verträgen mit den Abnehmergruppen eigentlich über Monate Bestand haben sollen, »vorne und hinten« nicht mehr gestimmt. »Aktuell implodieren die Kalkulationen. Wer heute zu den in 2020 vereinbarten Konditionen liefert, legt ordentlich drauf. Das kann nicht mehr lange gut gehen«, sagt Auerbach. In Teilbereichen seien die Unternehmen wegen der Rohstoffverknappung nicht mehr lieferfähig.

Preisanstiege nicht alle wirtschaftlich erklärbar
Vorlieferanten erhöhten die Preise in einer Form, die wirtschaftlich nicht nachvollziehbar sei. Neben einem notgedrungenen Umdenken bei der Ressourcennutzung sind nun vor allem die deutschen und europäischen Marktaufsichtsbehörden gefragt, ihre vornehme Zurückhaltung aufzugeben und die Ärmel hochzukrempeln. Denn die enormen Erhöhungen der Rohstoffkosten schlagen sich letztendlich auf die Verbraucher nieder, sofern die Produkte aktuell überhaupt auf dem Markt verfügbar sind.

05.05.2021 | Verband

ETTF: Europäischer Holzhandelsverband fordert Einhaltung von Verträgen

Anlässlich der letzten Vorstandssitzung des Europäischen Holzhandelsverbandes (ETTF) Ende April 2021 wurde intensiv über die Beschaffungssituation auf den europäischen Holzhandelsmärkten diskutiert. Alle im Vorstand vertretenen Mitgliedsverbände des ETTF sehen derzeit eine sehr angespannte Beschaffungssituation. Dem stehen...

Anlässlich der letzten Vorstandssitzung des Europäischen Holzhandelsverbandes (ETTF) Ende April 2021 wurde intensiv über die Beschaffungssituation auf den europäischen Holzhandelsmärkten diskutiert. Alle im Vorstand vertretenen Mitgliedsverbände des ETTF sehen derzeit eine sehr angespannte Beschaffungssituation. Dem stehen grundsätzlich sehr aufnahmefähige Märkte in Europa gegenüber.
Der ETTF beobachtet mit zunehmender Sorge, dass Lieferverträge nicht immer eingehalten werden, was Menge und Lieferzeit angeht, sondern dass es einen Trend zur Nachverhandlung gibt.
Der Holzhandelsverband lehnt ausdrücklich die Nachverhandlung bestehender Verträge ab und fordert Lieferanten und Industrie auf, Verträge und Lieferzeiten einzuhalten. »Wir brauchen in ganz Europa zuverlässige Lieferanten und eine nachhaltige Beschaffungs- und Vermarktungspolitik in der Lieferkette«, so Generalsekretär Thomas Goebel.
Der ETTF ist besorgt, dass durch die bestehenden oder sich anbahnenden Lieferengpässe die guten Absatzmärkte ins Stocken geraten könnten. Deswegen ist es gerade jetzt umso dringlicher, auf zuverlässige Lieferanten setzen zu können. Es wird unterstrichen, dass Industrie, Handel und Verarbeiter gerade jetzt auf langfristige und nachhaltige Lieferbereitschaft setzen müssen, damit die guten Absatzmärkte für die Zukunft auch erhalten bleiben.
Der ETTF besteht aus 15 europäischen Mitgliedsverbänden und vertritt den europäischen Holzhandel und Holzimport.