Branchen-News

18.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

ZDB: Baubranche stagniert trotz hohem Wohnraumbedarf

Die aktuellen Zahlen zu den Baugenehmigungen im Mai 2025 sind besorgniserregend: Mit rund 16 800 genehmigten Wohnungen wurde das ohnehin niedrige Niveau der Vormonate nochmals unterschritten, was einem Rückgang von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Auch die bis Mai insgesamt genehmigten rund 90 700 Wohnungen signalisieren keinen Wendepunkt in der Baubranche.

Die aktuellen Zahlen zu den Baugenehmigungen im Mai 2025 sind besorgniserregend: Mit rund 16 800 genehmigten Wohnungen wurde das ohnehin niedrige Niveau der Vormonate nochmals unterschritten, was einem Rückgang von über fünf Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Auch die bis Mai insgesamt genehmigten rund 90 700 Wohnungen signalisieren keinen Wendepunkt in der Baubranche.
Die schleppende Bautätigkeit steht im krassen Kontrast zur hohen Nachfrage nach Wohnraum, da viele Bauherren, insbesondere private, aufgrund unsicherer Baukosten, Zinsen und Förderbedingungen zögern. Projekte werden aufgeschoben oder ganz aufgegeben.

Appell an die Politik
Um die Neubautätigkeit wieder anzukurbeln, fordert der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) ein neues »EH 55-Plus«-Programm. Dieses soll den Effizienzhausstandard 55 mit einer 100-prozentig regenerativen Heizung (z.B. Wärmepumpe, Pelletheizung, Fernwärmeanschluss) kombinieren, um eine breitere Schicht an »Häuslebauern« anzusprechen. Dies sei entscheidend, da rund 70 Prozent aller Neubauten von privaten Bauherren beauftragt werden. Das Programm darf sich nicht nur auf bereits genehmigte Vorhaben beschränken, sondern muss auch für neue Projekte offenstehen. Dafür brauche es jetzt eine klare Entscheidung und die notwendigen Mittel. Angesichts eines Bundeshaushalts von über 500 Milliarden Euro und eines Sondervermögens in gleicher Größenordnung sei ein solches Förderprogramm möglich und notwendig. Andernfalls drohen weiter sinkende Fertigstellungszahlen mit dramatischen politischen und sozialen Folgen. Es sei höchste Zeit, den Menschen wieder den Weg ins Wohneigentum zu ebnen.

18.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

GD Holz: Herausforderung für die europäische Industrie

Die europäische Kommission hat mit der Verhängung von Anti-Dumping-Zöllen auf Mehrschichtparkett aus China eine Entscheidung getroffen, die weitreichende Konsequenzen für den europäischen Markt und insbesondere für die Fußbodenindustrie haben wird. Mit Zollsätzen von 21 bis 36 Prozent, die rückwirkend ab dem 26. Oktober 2024 für einen Zeitraum von fünf Jahren gelten, wird tief in die freien Marktkräfte eingegriffen, mit dem Ziel, Markt und Wettbewerb in eine neue Balance zu…

Die europäische Kommission hat mit der Verhängung von Anti-Dumping-Zöllen auf Mehrschichtparkett aus China eine Entscheidung getroffen, die weitreichende Konsequenzen für den europäischen Markt und insbesondere für die Fußbodenindustrie haben wird. Mit Zollsätzen von 21 bis 36 Prozent, die rückwirkend ab dem 26. Oktober 2024 für einen Zeitraum von fünf Jahren gelten, wird tief in die freien Marktkräfte eingegriffen, mit dem Ziel, Markt und Wettbewerb in eine neue Balance zu bringen.

Chancen und Risiken
Für die europäische Fußbodenindustrie könnte dies in schwierigen Zeiten eine positive Entwicklung und eine Chance darstellen, ihre eigenen Produkte verstärkt am Markt zu positionieren und Verbraucher dafür zu begeistern. Thomas Goebel, Geschäftsführer des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel (GD Holz), sieht hierin die Möglichkeit, preissensible Bereiche des Marktes neu zu bearbeiten. Doch birgt diese Maßnahme auch ein erhebliches Risiko: Es besteht die Gefahr, dass besonders preissensible Verbraucher auf andere Produkte ausweichen könnten, was dem Markt für Holzprodukte insgesamt schaden würde.
Der GD Holz äußert allerdings auch deutliche Kritik am Anti-Dumping-Verfahren der Kommission. Das Verfahren habe zu großen Unsicherheiten auf dem Markt geführt. Insbesondere die rückwirkende Zollverhängung stellt eine unkalkulierbare Größe für die Kalkulation importierter Produkte dar. Zudem wird die gewählte Referenzperiode des Jahres 2023 als fragwürdig angesehen, da dieses Jahr durch einen Markteinbruch gekennzeichnet war, der auf eine Konjunkturabschwächung und massive Lagerbestände aus dem Vorjahr 2022 zurückzuführen war. Die Tatsache, dass die Einfuhren im Jahr 2024 wieder anzogen, sei ökonomisch nachvollziehbar und sollte nicht als Argument für eine rückwirkende Erhebung dienen.

Folgen der Importzölle
Die verhängten Importzölle führen zwangsläufig zu erheblichen Mehrkosten, die letztlich an den Endverbraucher weitergegeben werden müssen. Die europäische Fußbodenindustrie steht nun vor der Herausforderung, zumindest teilweise auch jene Marktsegmente abzudecken, die bislang von günstiger Importware bedient wurden. Es wird darauf ankommen, dass Importeure und Industrie die Märkte mit einem stabilen und in Teilen neu auszutarierenden Sortiment zuverlässig beliefern, so der GD Holz.

18.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

ZDB: »The Real Life Guys« für mehr Nachwuchs im Handwerk

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) hat eine wegweisende strategische Partnerschaft mit den bekannten YouTube-Creator »The Real Life Guys« geschlossen. Diese Kooperation zielt darauf ab, junge Menschen für das Bauhandwerk zu begeistern und die vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche sichtbar zu machen.

Gezielte Ansprache
Die »Real Life Guys« erreichen mit ihren spektakulären Eigenbau-Projekten, wie U-Booten aus Badewannen oder…

Der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB) hat eine wegweisende strategische Partnerschaft mit den bekannten YouTube-Creator »The Real Life Guys« geschlossen. Diese Kooperation zielt darauf ab, junge Menschen für das Bauhandwerk zu begeistern und die vielseitigen Ausbildungsmöglichkeiten in der Branche sichtbar zu machen.

Gezielte Ansprache
Die »Real Life Guys« erreichen mit ihren spektakulären Eigenbau-Projekten, wie U-Booten aus Badewannen oder selbstkonstruierten Fluggeräten, eine enorme Reichweite von fast zwei Millionen Abonnenten auf YouTube. Ihr Do-it-yourself-Ansatz spricht gezielt eine junge Zielgruppe an. Genau diese Reichweite will der ZDB nutzen, um ein realistisches und gleichzeitig motivierendes Bild des Bauhandwerks zu vermitteln und neue Zielgruppen zu erreichen.
Geplant sind gemeinsame Projekte, Events und Videoproduktionen, die authentische Einblicke in den Ausbildungs- und Arbeitsalltag des Baugewerbes geben sollen. Ein wichtiger Bestandteil der Partnerschaft ist dabei auch das vom ZDB getragene Nationalteam Deutsches Baugewerbe, in dem die besten Nachwuchskräfte der Branche organisiert sind. Diese jungen Spitzentalente demonstrieren eindrucksvoll, wie eine Karriere im Bauhandwerk weit über die Ausbildung hinausführen kann – bis hin zu internationalen Meisterschaften.

Nationalteam Baugewerbe Teil der Partnerschaft
Ein erstes Highlight dieser Zusammenarbeit ist bereits für das »Macher Festival 2025« geplant, das vom 7. bis 10. August auf dem Ferropolis-Gelände bei Leipzig stattfindet. Dort werden die »Real Life Guys« gemeinsam mit dem Nationalteam Baugewerbe auftreten, um junge Menschen zum »Machen« zu animieren und aufzuzeigen, wie spannend das Bauen sein kann. Daniel von den Real Life Guys betont dabei die gemeinsame Leidenschaft, Dinge selbst anzupacken und Neues zu schaffen, und möchte die Innovationskraft und Perspektiven eines handwerklichen Berufs aufzeigen.
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des ZDB, unterstreicht die Relevanz dieser Kooperation und betont: »Wir wollen jungen Menschen ein realistisches und motivierendes Bild vom Bauhandwerk vermitteln. Durch die Zusammenarbeit erreichen wir neue Zielgruppen und können greifbar machen, wie spannend und relevant unsere Berufe sind.«
 

18.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

VDT: Wettbewerb »Tapete des Jahres 2026« gestartet

Der Verband der Deutschen Tapetenindustrie (VDT) hat den Startschuss für die »Tapete des Jahres 2026« gegeben und ruft die Branche erneut zur Teilnahme auf. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr etabliert sich dieser Wettbewerb als…

Der Verband der Deutschen Tapetenindustrie (VDT) hat den Startschuss für die »Tapete des Jahres 2026« gegeben und ruft die Branche erneut zur Teilnahme auf. Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr etabliert sich dieser Wettbewerb als feste Größe, um die gestalterische, technische und nachhaltige Innovationskraft der Tapetenbranche sichtbar zu machen. Ziel ist es, die Innovationskraft der gesamten Branche zu fördern und das Bewusstsein für die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, die Tapeten bieten, maßgeblich zu stärken. Es ist eine öffentlichkeitswirksame Initiative, die ein klares Zeichen für Qualität, Design und Nachhaltigkeit im Bereich Wandbelag setzt.

Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien
Teilnahmeberechtigt sind alle Mitgliedsunternehmen des VDT. Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, bis zu drei Tapetenmotive einzureichen. Dabei müssen die eingereichten Produkte mindestens drei der sieben festgelegten Bewertungskriterien erfüllen: Dazu zählen die Qualität der Materialien, das Design, der Zielgruppenfokus, das Preis-Leistungs-Verhältnis, die Handhabung, technische Innovation und Nachhaltigkeit. Die Jury besteht aus den Mitgliedern des Verbandes selbst, die die Einreichungen im Rahmen der Mitgliederversammlung diskutieren und prämieren werden.Wer derzeit noch kein Mitglied des Verbandes ist, aber an der Ausschreibung »Tapete des Jahres 2026« teilnehmen möchte, kann kurzfristig beitreten, denn der VDT freut sich über jedes neue Mitglied, das sich gemeinsam für die Tapete in Deutschland engagiert. Die Mitgliedsbeiträge sind dabei gestaffelt und richten sich nach der Unternehmensgröße beziehungsweise Mitarbeiterzahl. Bewerbungsunterlagen können bis Ende September 2025 eingereicht werden.
Die feierliche Preisverleihung findet im Januar 2026 auf der »decoteam-Bühne« der »Heimtextil« in Frankfurt statt. Diese Auszeichnung wird von einer reichweitenstarken Medien- und Social-Media-Kampagne begleitet, um die prämierten Produkte und die dahinterstehende Innovationskraft einem breiten Publikum zugänglich zu machen. - Grafik: VDT

15.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

vdp: EU-Zölle stärken heimisches Parkett

Die dauerhaften EU-Einfuhrzölle auf chinesisches Mehrschichtparkett sind am 14. Juli in Kraft getreten und werden vom Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) als »Startschuss für faire Märkte« begrüßt. Diese Antidumping-Zölle, deren Höhe zwischen 21,3 und 36,1 Prozent liegen, gelten für die nächsten fünf Jahre und sind rückwirkend ab Oktober 2024 wirksam.
Die Zölle sind das…

Die dauerhaften EU-Einfuhrzölle auf chinesisches Mehrschichtparkett sind am 14. Juli in Kraft getreten und werden vom Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) als »Startschuss für faire Märkte« begrüßt. Diese Antidumping-Zölle, deren Höhe zwischen 21,3 und 36,1 Prozent liegen, gelten für die nächsten fünf Jahre und sind rückwirkend ab Oktober 2024 wirksam.
Die Zölle sind das Ergebnis einer offiziellen Beschwerde, die im Mai 2024 von der Europäischen Parkett Vereinigung (FEP) im Namen großer EU-Hersteller eingeleitet wurde, wobei sich viele vdp-Mitglieder beteiligten. Ziel ist es, unfaire Dumping-Praktiken zu unterbinden und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Bereits die vorläufigen Antidumpingzölle, die seit Mitte Januar 2025 galten, zeigten eine positive Wirkung auf den Markt.
vdp-Präsident Michael Schmid bestätigt einen »ersten positiven Effekt der Antidumpingzölle« und prognostiziert, dass heimische Parketthersteller weiterhin von dieser Entwicklung profitieren werden. Im ersten Quartal 2025 setzten die vdp-Mitgliedsunternehmen rund 1,36 Mio. Quadratmeter Parkett ab, was einem Zuwachs von fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz stieg um 6,7 Prozent auf knapp 48 Mio. Euro.
Gleichzeitig gingen die Importe von Mehrschichtparkett aus China massiv zurück. Im ersten Quartal 2025 wurde fast 60 Prozent weniger Mehrschichtparkett aus China nach Deutschland importiert als im Vorjahreszeitraum. Michael Schmid betont, dass die Maßnahmen den Weg für ein »Comeback von heimischem Parkett« ebnen, welches höchsten Gesundheitsstandards entspricht und aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Es ist wichtig, die Marktentwicklung weiterhin zu beobachten und mögliche Umgehungen der Zölle zu prüfen.

13.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

Deutscher Kork-Verband trauert um Rüdiger Bleckmann

Wie der Deutsche Kork-Verband mitteilt, ist Rüdiger Bleckmann am 4. Juni nach schwerer Krankheit verstorben. Die Interessengemeinschaft verliert damit einen ihrer größten Mitstreiter. In den vierzig Jahren seit Bestehen des Verbands, wirkte Rüdiger…

Wie der Deutsche Kork-Verband mitteilt, ist Rüdiger Bleckmann am 4. Juni nach schwerer Krankheit verstorben. Die Interessengemeinschaft verliert damit einen ihrer größten Mitstreiter. In den vierzig Jahren seit Bestehen des Verbands, wirkte Rüdiger Bleckmann über dreißig Jahre lang aktiv mit, nachdem sein Vater Günther Bleckmann als Gründungsmitglied die Verbandstätigkeit 1991 an seinen Sohn übergeben hatte. Allein zwanzig Jahre lang bekleidete er seitdem unterschiedliche Positionen im Vorstand des Deutschen Kork-Verbands.
»Rüdiger Bleckmann war ein Impulsgeber, ein kluger Vermittler und ein leidenschaftlicher Repräsentant unseres Verbands – über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg. Er vereinte in sich auf beeindruckende Weise höfliche Zurückhaltung mit zielstrebiger Klarheit. Als Gentleman mit Seltenheitswert war er freundlich, direkt, kompromissbereit – und stets bestrebt, Spannungen mit Augenmaß und Diplomatie zu entschärfen. Er verstand es, Verständigung zu ermöglichen und Räume für ein konstruktives Miteinander zu öffnen. Dass er eine nicht zu schließende Lücke hinterlässt, steht außer Frage. Doch es wäre ganz in seinem Sinne, dass wir die Interessen des Deutschen Kork-Verbands weiterhin mit voller Kraft vertreten – mit Haltung, Respekt und Mut zur Zukunft. Das sind wir ihm schuldig«, sagt Edgar Huber, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Firma Zipse und Vorstandssprecher des Deutschen Kork-Verbands über den Verlust.
Rüdiger Bleckmann zeichnete sich durch Zuverlässigkeit, Geradlinigkeit und Höflichkeit aus. Kunden, Mitarbeitende sowie Kolleginnen und Kollegen im Verband schätzten seine angenehme, ausgleichende und humorvolle Art. Auch sein ausgeprägter Ordnungssinn war weithin bekannt, so teilt der Verband mit. Es sei immer ein Gewinn gewesen, sich mit ihm zu unterhalten und auszutauschen – und das in mehreren Sprachen. Sein internationales Netzwerk umspannte viele Länder. Noch Ende letzten Jahres war er beruflich in Kanada und den USA unterwegs. Immer aber blieben Portugal und die Korkproduktion ein Fixpunkt für ihn.
So war er ein begeisterter Kulturbotschafter für Kork. Niemals wurde er müde, Vorträge und Seminare über den Kork-Kosmos zu halten und insbesondere junge Menschen für das Material zu begeistern. Nachhaltigkeit lag ihm am Herzen, sodass er das gesamte Unternehmen mit immer mehr Maßnahmen in Richtung Klimaneutralität bewegte – eine Leitlinie, die nun in der dritten Generation von seinem Sohn Konstantin Bleckmann weitergeführt wird.
»Wir sind Rüdiger Bleckmann dankbar für alles, was er für den Verband, die Branche und für sehr viele Menschen bewirkt hat. Sein Einsatz wird uns Vorbild bleiben«, erklärt Sascha Tapken, Geschäftsführer des Deutschen Kork-Verbands. - © DKV

11.07.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

IFH Köln: Umsatzverluste für Bauelemente

Während die Bauelemente-Branche 2022 von enormen Preissteigerungen geprägt wurde, ist der Markt seit 2023 von der schwierigen Situation der deutschen Bauwirtschaft betroffen. Auch im Folgejahr konnte sich der Markt nicht erholen. Das meldet das Institut für Handelsforschung, IFH Köln, in seinem neuen »Branchenbericht Bauelemente«. Mit einem Umsatzvolumen von knapp 26,5 Mrd. Euro zu Endverbraucherpreisen, verzeichneten die Bauelemente 2024 ein nominales Minus in Höhe von fast sechs…

Während die Bauelemente-Branche 2022 von enormen Preissteigerungen geprägt wurde, ist der Markt seit 2023 von der schwierigen Situation der deutschen Bauwirtschaft betroffen. Auch im Folgejahr konnte sich der Markt nicht erholen. Das meldet das Institut für Handelsforschung, IFH Köln, in seinem neuen »Branchenbericht Bauelemente«. Mit einem Umsatzvolumen von knapp 26,5 Mrd. Euro zu Endverbraucherpreisen, verzeichneten die Bauelemente 2024 ein nominales Minus in Höhe von fast sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der »Branchenbericht Bauelemente« zeigt auf, dass die nominale Entwicklung nicht die reale Entwicklung des Marktes bzw. der Stückzahlen widerspiegelt, sondern die inflationsbereinigte, reale Entwicklung einen noch größeren Umsatzrückgang offenbart.

Nominale und reale Entwicklung liegen auseinander
In der Vergangenheit zeigten sich Bauelemente als verlässlicher Wachstumstreiber, wozu insbesondere das Thema der energetischen Sanierung beitrug. »Hauptursache für die derzeitige Negativentwicklung der Bauelemente ist nach wie vor die hohe Unsicherheit bei Investoren und Privatpersonen bezüglich Neubau- und Modernisierungsmaßnahmen. Bauprojekte werden nicht durchgeführt oder auf unbestimmte Zeit verschoben«, erklärt Christian Lerch, Senior Consultant am IFH Köln. Bei der Distribution von Bauelementen gewinne das Handwerk derweil weiterhin an Bedeutung. Dieses habe seit 2015 um 2,6 Prozentpunkte zugenommen, während andere Vertriebswege wie Bau- und Heimwerkermärkte eine geringere Rolle spielen.

30.06.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

MMFA: XPFoam neues Mitglied

Der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA) freut sich über weitere Verstärkung: XPFoam ist als neues assoziiertes Mitglied dem Verband beigetreten.
XPFoam ist ein Hersteller technischer Schaumfolien. Unter der Marke »XP:CellPad« produziert XPFoam Schaumfolien als Großrollen für die Direktkaschierung von Bodenbelägen sowie Zubehörprodukte wie Faltplatten zur…

Der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA) freut sich über weitere Verstärkung: XPFoam ist als neues assoziiertes Mitglied dem Verband beigetreten.
XPFoam ist ein Hersteller technischer Schaumfolien. Unter der Marke »XP:CellPad« produziert XPFoam Schaumfolien als Großrollen für die Direktkaschierung von Bodenbelägen sowie Zubehörprodukte wie Faltplatten zur schwimmenden Verlegung von Laminat-, Parkett- und Vinylböden. Dank flexibler Produktionsprozesse bietet das Unternehmen passgenaue Lösungen für unterschiedliche Anforderungen.
Die Produktionsanlage des Unternehmens befindet sich in Leutkirch, einer Stadt in Süddeutschland. Auf dem 40.000 Quadratmeter großen Betriebsgelände befinden sich mehrere Produktionslinien, ein hauseigenes Prüflabor und eine eigene Recyclinganlage, die einen geschlossenen Materialkreislauf ermöglicht, bei dem Produktionsabfälle weiterverarbeitet werden.
Mit dem Neuzugang umfasst das Netzwerk des MMFA aktuell 31 Hersteller als ordentliche Mitglieder und 27 Zulieferunternehmen sowie vier Fachinstitute als Fördermitglieder.

18.06.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

vdp: Antidumpingzölle Stärken Deutschen Parkettmarkt

Die jüngsten Entwicklungen auf dem deutschen Parkettmarkt zeigen einen klaren positiven Effekt der gegen chinesisches Mehrschichtparkett verhängten Antidumpingzölle. Die vorläufigen EU-Zölle, die seit Mitte Januar 2025 in Kraft sind, haben bereits zu einem deutlichen Umschwung zugunsten der heimischen Parkettindustrie geführt.

Belebung der deutschen Parkettindustrie
Im ersten Quartal 2025 verzeichnete die deutsche Parkettindustrie ein erhebliches Umsatz- und…

Die jüngsten Entwicklungen auf dem deutschen Parkettmarkt zeigen einen klaren positiven Effekt der gegen chinesisches Mehrschichtparkett verhängten Antidumpingzölle. Die vorläufigen EU-Zölle, die seit Mitte Januar 2025 in Kraft sind, haben bereits zu einem deutlichen Umschwung zugunsten der heimischen Parkettindustrie geführt.

Belebung der deutschen Parkettindustrie
Im ersten Quartal 2025 verzeichnete die deutsche Parkettindustrie ein erhebliches Umsatz- und Absatzplus. Die Mitgliedsunternehmen konnten in diesem Zeitraum rund 1,36 Mio. m2 Parkett absetzen, was einem Zuwachs von fast 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Der Umsatz stieg parallel dazu um 6,7 Prozent auf knapp 48 Mio.  Euro im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Drastischer Rückgang chinesischer Importe
Gleichzeitig sind die Importe von Mehrschichtparkett aus China massiv zurückgegangen. Die Einfuhren sanken von 406 000 m2 im Dezember 2024 auf 192 000 m2 im Januar, 61 000 m2 im Februar und 192 000 m2 im März 2025. Dies bedeutet, dass im ersten Quartal fast 60 Prozent weniger Mehrschichtparkett aus China nach Deutschland importiert wurde als im Vorjahreszeitraum. Michael Schmid, vdp-Vorsitzender, bestätigt diesen »ersten positiven Effekt« der Antidumpingzölle. Zuvor hatten chinesische Hersteller Mehrschichtparkett massenhaft zu Preisen auf den Markt gebracht, die erheblich unter den Herstellungskosten lagen  – eine Praxis, die als Dumping identifiziert wurde.

Langfristige Sicherheit durch verstetigte Zölle
Der vdp begrüßt zudem die jüngste Entscheidung der EU-Mitgliedstaaten vom 04. Juni 2025, die Antidumpingzölle zu verstetigen. Ab dem 17. Juli 2025 sollen die Importzölle auf chinesisches Dumpingparkett für fünf Jahre bestehen bleiben. Eine Besonderheit ist dabei die rückwirkende Anwendung der Zölle für alles Parkett, das ab dem 24. Oktober 2024 eingeführt wurde. Diese Entscheidung stellt laut Schmid den fairen Wettbewerb vorerst wieder her und gibt den heimischen Herstellern wichtige Planungssicherheit. Das Ziel dieser Maßnahmen ist es, unfaire Marktpraktiken zu unterbinden und einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten.

Vorgezogene Importe und zukünftige Überwachung
Der vdp geht davon aus, dass es aufgrund der erwarteten Zollmaßnahmen zu sogenannten Vorzieheffekten im Import gekommen ist. Importeure wussten seit Oktober 2024, dass Zollmaßnahmen zum Jahreswechsel anstehen würden, und haben daher vermehrt Ware geordert, um ihre Lager vor dem Stichtag zu füllen. Es wird angenommen, dass der deutsche Parkettmarkt im Jahr 2024 nicht bei 13,1 Mio. m2 lag, sondern ein Vorzieheffekt von rund 2,2 Mio. m2 chinesischer Import-Ware realistisch ist, was den tatsächlichen Markt auf knapp 11 Mio. m2 reduziert. Diese vorgezogenen Importe müssen nun ebenfalls mit den Antidumpingmargen verzollt werden. Der vdp wird zudem weiterhin laufend prüfen, ob die Zölle möglicherweise umgangen werden, und diese Entwicklung auch in Zukunft überwachen.

Hintergrund der Maßnahmen
Die Antidumpingzölle sind das Ergebnis einer offiziellen Beschwerde, die im Mai 2024 vom Verbandes der Europäischen Parkettindustrie (FEP) im Namen großer EU-Hersteller eingeleitet wurde, an der sich viele vdp-Mitglieder beteiligen. Die EU-Kommission hatte die vorläufigen Antidumpingzölle Mitte Januar 2025 eingeführt, bevor die EU-Mitgliedstaaten diese nun verstetigt haben. - © vdp / Adrian Hofmann

15.06.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

EPLF: Mitglieder wählen neuen Vorstand

Auf ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung hat der Verband der europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF), Ruben Desmet (Unilin) als Präsidenten des Verbandes und Fabian Kölliker (Swiss Krono Group) für eine zweite Amtszeit als Vorstandsmitglied wiedergewählt. Philipp Sprockhoff (Egger) wurde nach dem Ausscheiden von Eberhard Herrmann (Classen) zum neuen Vorstandsmitglied gewählt.
»Es…

Auf ihrer jüngsten Jahreshauptversammlung hat der Verband der europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF), Ruben Desmet (Unilin) als Präsidenten des Verbandes und Fabian Kölliker (Swiss Krono Group) für eine zweite Amtszeit als Vorstandsmitglied wiedergewählt. Philipp Sprockhoff (Egger) wurde nach dem Ausscheiden von Eberhard Herrmann (Classen) zum neuen Vorstandsmitglied gewählt.
»Es ist eine Ehre, als Präsident des EPLF wiedergewählt zu werden und weiterhin einer Branche zu dienen, die sich zielstrebig und widerstandsfähig weiterentwickelt. In den letzten Jahren haben wir wichtige Fortschritte in den Bereichen Innovationen, Nachhaltigkeit und Interessenvertretung erzielt – dennoch gibt es für unsere Branche noch viel zu tun. Ich persönlich freue mich darauf, in dieser neuen Zusammensetzung des Vorstands zu arbeiten und zusammen mit unseren Mitgliedern diese gemeinsamen Anstrengungen voranzutreiben und den Wert von Laminatböden aus europäischer Produktion auf den globalen Märkten mit einer neuen Perspektive zu fördern«, sagt Ruben Desmet.
Der Vorstand wird von der EPLF-Generalversammlung, dem höchsten Entscheidungsgremium des Verbandes, das sich aus allen ordentlichen Mitgliedern zusammensetzt, für eine Amtszeit von zwei Jahren gewählt. Die Obmänner und Obfrauen der Arbeitskreise werden von ihren jeweiligen Arbeitskreisen gewählt.
 

15.06.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

IVK: Klöckner in die Geschäftsführung berufen

Der Vorstand des Industrieverbands Klebestoffe (IVK) hat Martin Glöckner mit Wirkung zum 12. Juni in die Geschäftsführung berufen. Mit seiner Ernennung stärkt der Verband seine Expertise im Bereich Regulatory Affairs und setzt ein klares Zeichen für die strategische Weiterentwicklung der Branche im Spannungsfeld von Innovation, Nachhaltigkeit und Regulierung.
Glöckner bringt umfassende Erfahrung aus der chemischen Industrie und der Verbandsarbeit mit. Zuletzt war er Geschäftsführer der Abteilung Regulatory Affairs der Deutschen Bauchemie, wo er maßgeblich an der Positionierung der Branche zu regulatorischen Fragestellungen auf nationaler und europäischer Ebene beteiligt war. - © Institut Bauen und Umwelt

Der Vorstand des Industrieverbands Klebestoffe (IVK) hat Martin Glöckner mit Wirkung zum 12. Juni in die Geschäftsführung berufen. Mit seiner Ernennung stärkt der Verband seine Expertise im Bereich Regulatory Affairs und setzt ein klares Zeichen für die strategische Weiterentwicklung der Branche im Spannungsfeld von Innovation, Nachhaltigkeit und Regulierung.
Glöckner bringt umfassende Erfahrung aus der chemischen Industrie und der Verbandsarbeit mit. Zuletzt war er Geschäftsführer der Abteilung Regulatory Affairs der Deutschen Bauchemie, wo er maßgeblich an der Positionierung der Branche zu regulatorischen Fragestellungen auf nationaler und europäischer Ebene beteiligt war. - © Institut Bauen und Umwelt

01.06.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

EPLF: Finsa neues Mitglied

Seit kurzem kann der Verband der Europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF) einen weiteren Akteur in seinem Netzwerk begrüßen: Als neues ordentliches Mitglied ist Finsa (Financiera Maderera S.A.) aus Belgien in den Verband aufgenommen worden.
Finsa ist ein spanisches Familienunternehmen, das seit 1931 besteht. Das Unternehmen mit Sitz in Galicien ist der älteste noch aktive Hersteller…

Seit kurzem kann der Verband der Europäischen Laminatbodenhersteller (EPLF) einen weiteren Akteur in seinem Netzwerk begrüßen: Als neues ordentliches Mitglied ist Finsa (Financiera Maderera S.A.) aus Belgien in den Verband aufgenommen worden.
Finsa ist ein spanisches Familienunternehmen, das seit 1931 besteht. Das Unternehmen mit Sitz in Galicien ist der älteste noch aktive Hersteller von Paneelen auf der Iberischen Halbinsel. Im Laufe der Jahre hat sich Finsa einen Namen in der Holzverarbeitung gemacht und produziert Laminatböden, Platten, dekorative Oberflächen und Möbelkomponenten, wobei der Schwerpunkt auf Innovation und einer nachhaltigen, kreislauffähigen Produktion liegt.
Ruben Desmet, Präsident des EPLF und Obmann des Arbeitskreises »Sustainability«, erklärte: »Mit fast einem Jahrhundert Erfahrung in der industriellen Verarbeitung von Holz und einem klaren Bekenntnis zu nachhaltiger Fertigung freuen wir uns sehr, Finsa an Bord zu haben. Ihr Fachwissen wird eine wichtige Rolle spielen, während wir weiterhin höhere Standards in Bezug auf Qualität und Verantwortung in der Laminatbodenbranche vorantreiben.«
Mit diesem Neuzugang im Verband verfügt der EPLF nun über 13 ordentliche Mitglieder, 23 außerordentliche Mitglieder, 11 fördernde Mitglieder und zwei verbundene Mitglieder.

14.05.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

FEB: Neue Fördermitglieder

Der Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) hat mit Tramex und Bostik zwei neue Fördermitglieder bekommen. Damit steigt die Anzahl seiner Fördermitglieder auf 27. Tramex aus Dublin ist Marktführer in der Entwicklung und Produktion nicht-invasiver Feuchtigkeitsmessgeräte. Das…

Der Fachverband der Hersteller elastischer Bodenbeläge (FEB) hat mit Tramex und Bostik zwei neue Fördermitglieder bekommen. Damit steigt die Anzahl seiner Fördermitglieder auf 27. Tramex aus Dublin ist Marktführer in der Entwicklung und Produktion nicht-invasiver Feuchtigkeitsmessgeräte. Das irische Unternehmen wird in Deutschland von Bernhard Grewing vertreten. Bostik mit Sitz in Borgholzhausen ist führender Hersteller und Vertreiber von Kleb- und Dichtstoffen für den Bau-, Industrie- und Verbrauchermarkt. Im FEB wird Bostik von Richard Riepe, Vertriebsleiter Construction DACH, repräsentiert.

30.04.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz: Weiteres herausforderndes Geschäftsjahr 2024

Das Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz hat für seine drei Verbände, den Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex), den Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS) und den Fachverband Matratzen-Industrie, in seinem wirtschaftlichen Jahresrückblick die Zahlen für das Jahr 2024 bekanntgegeben. Vor dem Hintergrund der angespannten politischen und wirtschaftlichen…

Das Kompetenz-Zentrum Textil + Sonnenschutz hat für seine drei Verbände, den Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie (Heimtex), den Verband innenliegender Sicht- und Sonnenschutz (ViS) und den Fachverband Matratzen-Industrie, in seinem wirtschaftlichen Jahresrückblick die Zahlen für das Jahr 2024 bekanntgegeben. Vor dem Hintergrund der angespannten politischen und wirtschaftlichen Lage in Deutschland und weltweit blickt die deutsche Textil- und Matratzenindustrie 2024 auf ein weiteres herausforderndes Geschäftsjahr zurück. Die anhaltend schlechte Konjunktur und die reduzierte Nachfrage hätten viele Unternehmen in eine prekäre Lage gebracht. Hinzu kamen steigende Produktionskosten und der Mangel an Fachkräften. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher führte zu einem teilweise deutlichen Absatzrückgang.
Die Hersteller von Heimtextilien haben für das Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzminus von 1,8 Prozent zu beklagen. Bettwaren konnte als einzige Sparte Zuwächse bei Absatz (+15,8 Prozent) und Umsatz (+1,5 Prozent) erzielen. Bei Textilen Bodenbelägen war die Kaufzurückhaltung zu spüren, –2,6 Prozent beim Absatz und –5,1 Prozent beim Umsatz, Deko- und Gardinenstoffe waren die größten Verlierer mit –18,1 Prozent beim Absatz als auch –12,5 Prozent beim  Umsatz. Möbelbezugsstoffe waren hingegen verstärkt nachgefragt (+2,7 Prozent Absatz), jedoch mit rückläufigem Umsatz (–1,4 Prozent).
Beim maßgefertigten innenliegenden Sicht- und Sonnenschutz wurde das Geschäftsjahr 2024 mit einem leichten Umsatzplus von 0,6 Prozent abgeschlossen, was maßgeblich dem deutlichen Zugewinn beim Insektenschutz (+19,7 Prozent) zu verdanken ist. Rollo (+2,7 Prozent) und Wabenplissee (+2,1 Prozent) konnten ebenfalls ein Umsatzplus erzielen, während die dominierende Produktgruppe Plissee einen Umsatzverlust von –5,0 Prozent zu beklagen hat. Der Objektbereich verbucht mit den Produktgruppen Flächenvorhang (–20,4 Prozent) und Lamelle (–3,8 Prozent) teils deutliche Umsatzeinbrüche.
Die Matratzenhersteller haben für das Geschäftsjahr 2024 einen Umsatzverlust von –9,4 Prozent und einen Absatzrückgang von –7,7 Prozent zu beklagen. Die Kaufzurückhaltung der Verbraucher zieht sich mit wenigen Ausnahmen durch alle Technologien und Warengruppen.

28.04.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

BV FGB: Konjunktur im Malerhandwerk schwächelt

Das deutsche Maler- und Lackiererhandwerk steht derzeit unter Druck. Laut einer aktuellen Konjunkturbefragung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV FGB), die jährlich in Zusammenarbeit mit forsa durchgeführt wird, trüben sich die konjunkturellen Aussichten weiter ein.
Die Herausforderungen für die Betriebe sind vielfältig. An erster Stelle stehen hohe Kostensteigerungen, insbesondere bei Arbeitskosten, Energiepreisen sowie Kfz-Versicherung und -steuer. Hinzu kommen…

Das deutsche Maler- und Lackiererhandwerk steht derzeit unter Druck. Laut einer aktuellen Konjunkturbefragung des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz (BV FGB), die jährlich in Zusammenarbeit mit forsa durchgeführt wird, trüben sich die konjunkturellen Aussichten weiter ein.
Die Herausforderungen für die Betriebe sind vielfältig. An erster Stelle stehen hohe Kostensteigerungen, insbesondere bei Arbeitskosten, Energiepreisen sowie Kfz-Versicherung und -steuer. Hinzu kommen eine schwierige Auftragslage im Privatkundengeschäft sowie unsichere wirtschaftliche und politische Rahmenbedingungen, darunter auch Bürokratiebelastung.
Diese Faktoren führen zu deutlich schwächeren Umsatz- und Ertragserwartungen als im Vorjahr. Nur ein Viertel der über 1100 befragten Unternehmen erwartet für dieses Jahr eine positive Umsatzentwicklung. Dieser Negativtrend zeigt sich auch im Auftragsvorlauf, der im Gesamtdurchschnitt von 11,4 auf 10,9 Wochen gesunken ist; vor drei Jahren lag er noch bei 14,3 Wochen.
Trotz der Herausforderungen geht die Mehrheit (63 Prozent) der Betriebe von einer unveränderten Beschäftigung aus. Allerdings herrscht im Hinblick auf den Fachkräftemangel ein geteiltes Bild. Während ein Viertel der Betriebe keine Auswirkungen spürt und 37 Prozent den Mangel personell ausgleichen können, ist es dramatisch, dass bereits ein Drittel der Unternehmen Aufträge nur verzögert oder gar nicht ausführen kann, weil geeignetes Personal fehlt.
Der Großteil des Umsatzes (85 Prozent) wird weiterhin mit Renovierungen und Sanierungen erzielt. Die umsatzstärksten Tätigkeitsfelder sind dabei Arbeiten in Innenräumen (59,1 Prozent), gefolgt von Arbeiten an der Gebäudehülle (25,3 Prozent).
Die Branche sieht ihre Wettbewerbsfähigkeit ambivalent. 26 Prozent fühlen sich sehr gut aufgestellt, während die Mehrzahl (58 Prozent) Herausforderungen sieht, sich aber grundsätzlich gut gerüstet fühlt. Ein Viertel der Betriebe hat jedoch Schwierigkeiten im Wettbewerb und kämpft mit Auftragsmangel und Marktanteilsverlusten.
Besonders kleine, inhabergeführte Betriebe bekommen laut Guido Müller, Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, die derzeitigen volatilen Rahmenbedingungen unmittelbar zu spüren. Für eine zukunftsfähige Perspektive sei daher politische und wirtschaftliche Stabilität dringend notwendig.

16.04.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

VDPM: Deutliche Rückgänge bei WDVS und Trockenmörtel

Wie der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) und die B+L Marktdaten GmbH anhand ihrer Marktstatistiken mitteilen, hat sich der Abwärtstrend bei der Gebäudedämmung mit Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) im vierten Quartal 2024 fortgesetzt, wenn auch gegenüber dem dritten Quartal leicht gebremst. Im Bereich Trockenmörtel steht demnach für Oktober bis Dezember 2024 gegenüber dem…

Wie der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) und die B+L Marktdaten GmbH anhand ihrer Marktstatistiken mitteilen, hat sich der Abwärtstrend bei der Gebäudedämmung mit Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS) im vierten Quartal 2024 fortgesetzt, wenn auch gegenüber dem dritten Quartal leicht gebremst. Im Bereich Trockenmörtel steht demnach für Oktober bis Dezember 2024 gegenüber dem gleichen Zeitraum 2023 wie schon in den ersten drei Quartalen ein zweistelliges Minus zu Buche. Tendenziell sehen Marktforscher auch für das laufende Jahr keine Trendwende, sondern allenfalls geringer ausfallende Rückgänge.
Während es im ersten Quartal 2024 noch ein kleines Plus beim WDVS-Absatz von 1,7 Prozent gab, kam es im zweiten Quartal zu einem Rückgang um 9,3 Prozent. Der Negativtrend verstärkte sich im dritten Quartal mit 12,2 Prozent und lag im vierten Quartal bei –9,8 Prozent. In absoluten Zahlen bedeutet das einen Absatzrückgang auf rund 6,3 Mio. m² WDVS im vierten Quartal.
Nachdem der WDVS-Markt bereits 2023 insgesamt um 15,3 Prozent geschrumpft war, setzte sich der negative Trend bezogen auf das Gesamtjahr 2024 mit einem weiteren Rückgang um 8,2 Prozent fort. In absoluten Zahlen bedeutet das einen historischen Absatztiefpunkt, der nunmehr bei rund 28 Mio. m² und damit deutlich unter der 30 Millionen-Marke liegt. B+L rechnet in seiner WDVS-Absatzprognose für das Jahr 2025 noch einmal mit einem, wenn auch abgeschwächten, Rückgang von 3,4 Prozent (Prognose Stand Februar 2025).
Das Trockenmörtel-Jahr 2024 war geprägt von zweistelligen Rückgängen in allen vier Quartalen verglichen mit den Absatzzahlen im Jahr 2023. Nach –11,7 Prozent (erstes Quartal), –15,2 Prozent (zweites Quartal) und –15 Prozent (drittes Quartal) lag das Minus im vierten Quartal bei 13 Prozent.
Bezogen auf das Gesamtjahr 2024 muss die Branche einen Rückgang von 14 Prozent verkraften. In absoluten Zahlen verringerte sich damit der Absatz von 7,3 Mio. Kilotonnen (kt) im Jahr 2023 auf 6,2 Millionen kt im vergangenen Jahr. Für 2025 prognostiziert B+L einen deutlich abgeschwächten Rückgang von nunmehr 5 Prozent auf 6,0 Millionen kt.
»Zentrale Ursache für den eklatanten Absatzrückgang ist nach wie vor und vor allem die Unsicherheit sehr vieler Investoren und privater Auftraggeber von Neubau- oder Modernisierungsmaßnahmen«, konstatiert Lars Jope, Hauptgeschäftsführer des VDPM. »Nach der Bundestagswahl muss die neue Bundesregierung die richtigen Weichen für eine Wiederbelebung der Bautätigkeit, der energetischen Modernisierung und für deutlich mehr Investitionsbereitschaft in die Baubranche stellen«.

16.04.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

VDPM-Vorstandswahlen – Dorn bestätigt

Am 11. April fand in Berlin die 10. Mitgliederversammlung des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) statt. Im Blickpunkt der Teilnehmer standen das Verbandsgeschehen 2024  und die aktuellen Themen des laufenden Jahres.
Im Rahmen der Versammlung galt es, den Vorstand turnusmäßig neu zu wählen. Vorstandsvorsitzender ist wie bisher Christoph Dorn (Knauf Gips), im Amt bleiben auch seine beiden Stellvertreter Dr. Markus Pfeuffer (Heidelberg Materials Beton) und Heiner…

Am 11. April fand in Berlin die 10. Mitgliederversammlung des Verbandes für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) statt. Im Blickpunkt der Teilnehmer standen das Verbandsgeschehen 2024  und die aktuellen Themen des laufenden Jahres.
Im Rahmen der Versammlung galt es, den Vorstand turnusmäßig neu zu wählen. Vorstandsvorsitzender ist wie bisher Christoph Dorn (Knauf Gips), im Amt bleiben auch seine beiden Stellvertreter Dr. Markus Pfeuffer (Heidelberg Materials Beton) und Heiner Röhr (Sto), der zugleich das Amt des Schatzmeisters innehat. Neu in den Vorstand gewählt wurden Robert Fritzsche (Baumit) und René Grupp (Sievert Baustoffe). Die weiteren Vorstandsmitglieder sind Matthias Brox (DAW), Karl Minichmair (Hasit Trockenmörtel), Thomas Mothes (Maxit Baustoffwerke), Christian Poprawa (Saint-Gobain Weber), Jens Schmidt (EJOT) und Thomas Utermöller (Sakret).

14.04.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

VDT: »Tapeten-Gipfel 2025« – Branchentreff in Wiesbaden

Der Verband der Deutschen Tapetenindustrie (VDT) veranstaltet am 21. Mai erneut den »Tapeten-Gipfel«. Dieses Jahr findet das Branchentreffen im historischen Kurhaus Wiesbaden statt.
Die Branchenveranstaltung richtet sich an Fachpublikum aus Industrie, Groß- und Fachhandel sowie dem Maler- und Raumausstatter-Handwerk. Im Mittelpunkt stehen laut eigener Aussage aktuelle Herausforderungen und Chancen der Branche, digitale Entwicklungen und zukunftsweisende Kooperationen entlang der…

Der Verband der Deutschen Tapetenindustrie (VDT) veranstaltet am 21. Mai erneut den »Tapeten-Gipfel«. Dieses Jahr findet das Branchentreffen im historischen Kurhaus Wiesbaden statt.
Die Branchenveranstaltung richtet sich an Fachpublikum aus Industrie, Groß- und Fachhandel sowie dem Maler- und Raumausstatter-Handwerk. Im Mittelpunkt stehen laut eigener Aussage aktuelle Herausforderungen und Chancen der Branche, digitale Entwicklungen und zukunftsweisende Kooperationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Ein vielseitiges Programm mit Stimmen der Branche ist vorgesehen: Dr. Frederik Rasch, Vorsitzender des VDT, wird mit einer aktuellen Marktbetrachtung aus Sicht der Industrie das Treffen eröffnen. Es folgen Impulse zur Rolle des Großhandels im Wandel (Frank Rehme, gmvteam GmbH) sowie ein Einblick in den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Vertriebsalltag (Stefan Binkowski, »Kunden im Fokus«). Am Nachmittag spricht Mathias Bucksteeg, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Farbe, über kommende Trends im Malerhandwerk. Jessica Jörges, Malerin des Jahres 2024, zeigt in ihrem Vortrag, wie sich Tapeten emotional aufladen und Kunden begeistern lassen.
Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion mit Experten und Vertretern aus Handwerk, Handel und Industrie – moderiert von Natalie Häntze, Chefredakteurin der Fachzeitschrift Mappe. Anschließend lädt der VDT zum Get-together und Flying Buffet im Wintergarten des Kurhauses.

Anmeldung und Details finden Interessierte unter www.tapeten.de/tapeten-gipfel-2025.

03.04.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

vdp: Stabilisierung der Deutschen Parkettindustrie

Wie der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) mitteilt, ist der Umsatz unter den Mitgliedern im vergangenen Jahr um rund vier Prozent auf 176 Millionen Euro gesunken. Gleichzeitig verminderte sich die in Deutschland abgesetzte Menge um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,8 Millionen Quadratmeter.
Positiv entwickelt hat sich das 3-Schicht-Parkett mit einem Absatzplus…

Wie der Verband der Deutschen Parkettindustrie (vdp) mitteilt, ist der Umsatz unter den Mitgliedern im vergangenen Jahr um rund vier Prozent auf 176 Millionen Euro gesunken. Gleichzeitig verminderte sich die in Deutschland abgesetzte Menge um rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 4,8 Millionen Quadratmeter.
Positiv entwickelt hat sich das 3-Schicht-Parkett mit einem Absatzplus von fast acht Prozent auf rund 2,7 Mio. m2. Im zweischichtigen Segment fiel die Produktionsmenge hingegen um rund elf Prozent auf 1,3 Mio. m2. Zulegen konnte das Massivparkett mit einem Plus von 1,5 Prozent auf 280 000 m2. Mosaikparkett wiederum verlor 17,4 Prozent, die Menge sank auf 560 000 verkaufte m2. Im Bereich der dreischichtigen Landhausdiele stieg der Absatz um fast 15 Prozent. Die Erlöse kletterten um vier Prozent auf 81 Mio.  Euro. Die dreischichtige Landhausdiele hat damit einen Marktanteil von 46 Prozent und ist mit Abstand das wichtigste Segment für die deutsche Parkettindustrie.
»Es geht langsam wieder bergauf. Nachdem wir Mitte 2024 eine Talsohle erreicht haben, zog die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte schon wieder vorsichtig an«, berichtet der vdp-Vorsitzende Michael Schmid. Weiteren Rückenwind erwarte der Verband durch die EU-Zölle gegen chinesisches Dumping-Parkett, die seit Januar dieses Jahres greifen. Wichtig sei aber vor allem, dass die künftige Bundesregierung schnell geeignete Maßnahmen ergreife, um die seit Jahren lahmende Baukonjunktur wieder anzukurbeln und um den Sanierungsstau zu beenden.

26.03.2025 | Verbände / Institute / Organisationen

MMFA: Zweite EPD für SPC-Vinyl-Bodenbeläge veröffentlicht

Für die Produktkategorie »Solid-Polymere-Core« (SPC)-Vinyl-Bodenbeläge hat der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA) seine zweite Umwelt-Produktdeklaration (EPD) veröffentlicht. Die vom Institut für Bauen und Umwelt (IBU) geprüfte Umwelt-Produktdeklaration wird fünf Jahre lang, von 2025 bis 2030, gültig sein und stellt einen weiteren Meilenstein im Engagement des…

Für die Produktkategorie »Solid-Polymere-Core« (SPC)-Vinyl-Bodenbeläge hat der Verband der mehrschichtig modularen Fußbodenbeläge (MMFA) seine zweite Umwelt-Produktdeklaration (EPD) veröffentlicht. Die vom Institut für Bauen und Umwelt (IBU) geprüfte Umwelt-Produktdeklaration wird fünf Jahre lang, von 2025 bis 2030, gültig sein und stellt einen weiteren Meilenstein im Engagement des Verbandes für Produkttransparenz und Nachhaltigkeit dar.
Diese neue Umwelt-Produktdeklaration ermöglicht es den MMFA-Mitgliedern, die Umweltleistungsdaten für SPC-Vinyl-Bodenbeläge mit einer Dicke zwischen 4 und 5 Millimetern sowie die funktionellen und technischen Eigenschaften dieser Bodenbeläge zu kommunizieren. Die Daten für diese Deklaration stammen von vier Mitgliedsunternehmen.

Produkttransparenz und Nachhaltigkeit
»Wir sind stolz darauf, unsere zweite Umwelt-Produktdeklaration vorstellen zu können. Sie zeugt von den kontinuierlichen Bemühungen des MMFA, unserer Branche zuverlässige Umweltdaten zur Verfügung zu stellen«, so MMFA-Präsident Jan Dossche. »Diese Errungenschaft spiegelt das kollektive Engagement unserer Mitglieder und das technische Fachwissen innerhalb des MMFA wider. Die Erweiterung unseres EPD-Portfolios ist ein wichtiger Schritt, um sicherzustellen, dass sich unsere Branche auch weiterhin verantwortungsvoll weiterentwickelt.«
Sebastian Wendel, Vorstandsmitglied und Obmann des Arbeitskreises Technik des MMFA: »Nach dem Erfolg unserer ersten Umweltproduktdeklaration für HDF-Vinyl-Bodenbeläge unterstreicht diese zweite Deklaration für SPC-Produkte das Engagement des MMFA für Nachhaltigkeit und Transparenz. Durch die Bereitstellung unabhängig geprüfter Umweltdaten wird sichergestellt, dass die Branche und die Verbraucher über die notwendigen Erkenntnisse verfügen, um die Auswirkungen von SPC-Bodenbelägen während ihres Lebenszyklus zu bewerten. Diese Initiative unterstützt unsere Verpflichtung zur Klarheit und stärkt unser Engagement für die Entwicklung umweltfreundlicher Produkte. Ich möchte allen Mitgliedern, die zu dieser Initiative beigetragen haben, meinen Dank aussprechen.«